Category Archives: Stellt Euch mal vor..

Mm – wohl doch kein so’n bunter Typ

Beileibe not sind es immer nur die bösen großen Datenhorter, denen unsere Arglosigkeit Treuherzigkeit Wissen, Werbekunden und Steueroasentauglichkeit in die Hände spült – man kann an Suchergebnissen im Internet sehr wohl ebenfalls Schlüsse ziehen, die Erhellung @ home bringen.

Gestern zum Beispiel bin ich beim Umdekoroerien des Soodlepoodles überfälligerweise auf die naheliegends dekorativste Sortierung großer Mengen von Bildnissen gekommen, nämlich die nach Farben klickt mal!: icspecific-red icspecific-orange icspecific-yellow icspecific-green icspecific-teal icspecific-blue icspecific-purple icspecific-pink icspecific-white icspecific-grey icspecific-black icspecific-brown. Ey, man hört ja immer von Buchhändlern diese Nachfragen nach entsprechend ins Regal passenden Buch(rücken)geschenken ;-) start-icspecific-kit4

Google, denen ich ja den ständig wechselnden Remix meiner Bilder “überlasse”, bieten diese zwölf Möglichkeiten zum Bildersuchen nach (Farb)Zahlen. Und sich große Mengen an Bildern mal auf diese Weise präsentieren zu lassen- warum nicht? Beim Durchklicken der Farbquadrate ergeben sich grob gemessene 59 gelistete Bildschirmseiten soodlepoodliger Bilder – also in ausreichend anregender Mengigkeit ;-)

Nach tatsächlicher quantitativer Farbverteilung auf soodlepoodle.net (und nicht wie oben nach Farbkreisusus) sortiert sieht das Spektrum plötzlich ganz anderes aus:

2xicspecific-yellow, 2xicspecific-orange, 2xicspecific-pink, 4xicspecific-white, 4xicspecific-red, 4xicspecific-brown, 5xicspecific-teal, 5xicspecific-purple,  5xicspecific-blue, 6xicspecific-grey, 8xicspecific-green, 12xicspecific-black

So kommts zu meiner heutigen Titelzeile. Blau, grau, grün. Und sehr dunkerl an der Spitze. Tja. Also, so dark hätte ich mein Werk ääächt nicht eingeschätzt!

Bei näherer Betrachtung dieser Ergebnisse fallen einige interessante Dinge auf: ich frage mich, wie im Bild diese “Farbvorgaben” gewichtet= in Suchergebnisse verwandelt werden durch Algorithmen. Von JPGs, also dem digitalen Bildformat, das sich am weitesten durchgesetzt hat, weiß ich technically, daß a) unscharfe Bilder als JPG weniger Speicherplatz brauchen, weil auf die grobe Verteilung ihrer Bildteile rechnerisch und datenkompressorisch eingegangen wird.

Zum Beispiel rutscht für Google beige mit in die Sparte weiß. Korrigiere: Google läßt rutschen. Stecken da wahrnehmungspsychologische Erkenntnisse dahinter? Bestimmt. Denn eigentlich wären zum Beispiel für mich diese beiden unter rot gelisteten Bilder hauptsächlich beige:

start-garnlobster 42_shots_on_blummepeter

Signalfarben gehen da wohl vor. Tatütatalaßtmichdurchichbinrotoderwas?

Augenscheinlich reicht es bei der Farbwahl “schwarz”, wenn schwarz oder irgendwas Dunkles häufiger im Bild vorkommt, um dabei zu sein. Dazu gefunden auf tu-chemnitz.de: “Das Auge kann Helligkeitsunterschiede weit besser wahrnehmen als Farbunterschiede. Die Farbkanäle können daher in ihrem Informationsgehalt verringert werden.” Aha. Wieder was gelernt. +da gibts noch mehr für den UnInformatiker.

Ebenfalls interessant finde ich, daß “teal” (= blaugrün) zu einer wichtigen der 12 Kriterien gewählt wurde. Also nicht hell- und dunkelblau, sondern Himmels- und Meeresfarbe in “Personalunion”. Nur, um die 12er Anzahl zu erreichen? Oder ob man damit Urlaubs- und Reisebilder kategorisieren=findbar machen kann? Wäre meine Vermutung. Ich google mit dieser Farbvorauswahl mal testweise view, voyage und holiday. Kommt hin: Himmels’ Blau und Meeres’ Grün kommen recht gleichmäßig vertreten vor.

Oder, weiteres Indiz der Unverständlichkeit der (Farb)Auswahl: die Bilder sind nicht getaggt. Das ist ja der große Joker, den Suchmaschinen nutzen: daß die Hochlader noch dazuschreiben, was es denn da zu sehen gibt. Mach ich nicht. Ich hab mit Archivierung der Bilderflut zu tun ;-) Also auch hier wie immer und jeden Tag die ewige Frage nach dem Prinzip Geheimnis-in-Suchmaschinenalgorithmen. Ein nicht enden könnender(!) Dauerrenner, denn: wer das SEO-Know-How hätte, ränkte immer ganz oben. Weltherrschaft, you know..

Also lauter Anlässe, sich da mal näher ranzurobben. Mach ich! und füge Erkenntnisse der frisch gewonnenen Art hier an. Sobald. Naja, gibt ja auch schon genug Links..

Aber noch erstaunlicher: die Veränderung der Suchergebnisse binnen Stunden(!) Gestern die um 11 auf der Suche nach weiß. Dann dasselbe um eins. Auffällig die zwei Größenversionen des Sandhaufens. Den mit der Namensendung  “-1024×647″ hat mir WordPress gebastelt. Ungefragt.

Und, schau mal an: da sind die Krimicovers!

_________Im Abspann: furtherBildung:_______________________________

Für Ihr weiterführendes Interesse: JPEG steht für “Joint Photographic Expert Group”. Wußt’ ich nicht. Ich kenn nur portable network graphic: «Die Gruppe wurde 1982 gegründet und trifft sich dreimal pro Jahr: jeweils einmal in Nordamerika, Asien und Europa.» Steht auf der Wikiseite! Hätte man nicht gedacht, daß man da dauernd dran rumdenken muß, oder?!

Was Schönes für meine persönliche Wortwarte aus der Abteilung Komposita heute: Entropiekodierung. Ich dachte immer, das hätte was mit selbständig ablaufender, äußerst bedauerlicher Energieverteilung zu tun. Bedauerlich für zu Depression neigende Physiklehrer,null bedauerlich für Suppenköche..

Außerdem look@ meine Sprachwahl des Tages: merkt Ihr, daß die Pronomierung von Google in “sie” (einen Haufen Unbekannter) statt des üblichen Neutrums “es” (ein kuschlig hilfreiches Haustierchen, das auf den zutraulichen Vornamen OK Komma hört) Einiges an inneren Abstand schafft??

Und nochn cooler Fund beim tealen view-Googeln: spaceinimages der european space agency. Wow. Und guck mal: die dailymail zieht darüber den Kreis zurück zur Malerei: «In what could rival works by Van Gogh, Paris-based Esa claims that these remarkable images are some of the first to reveal the shape of the our galaxy’s magnetic barrier.»

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Musik beim Datenentkomprimieren heute:

Bubba Sparxxx: “Deliverance”, Beatclub/Interscope, 2003

United Future Organisation: “3rd Perspective”, Mercury, 1995

various: “Groovy!” Talkin’ Verve, comp. 1998

Tim Hecker: “Radio Amor”, Mille Plateaux, 2003 flag-en

various/ “DJ Pippi presents: Undiscovered Ibiza” Vol 3, 2001

More Than A Gaudi: HändBägHoizHöiftnSägn!

a) bin ich sanft erschrocken. Als ich nämlich die drei Teile plötzlich direkt in aller Dinglichkeit vor mir auf dem Küchentisch beieinander stehen sah und ein jähes: Hoi, das mit den Handtaschen tritt ja tatsächlich in mein Leben! mich durchfuhr. Drei Kilo, an denen man sich das Hirn stoßen kann, sind halt irgendwie doch “deutlicher”, als alle Tausende bunte JPGs der Welt, gar deutlicher als  drei Stapel bemalten Papieres. Das nämlich gehört (für mich) ins Reich der Ideen, der Fantasie und Visionen. Aber nun…b) Endlich mal n Posting, das das Tag “Werkstatt” so im wirklich klassischen Sinn verdient hat, denn: ich bin am c) fremdsprachigen Titeldichten fürs: HändBägHoizHöiftnSägn!saegen-fegen_isolDas Bild oben ist zwar dreißig Jahre alt, die porträtierte Säge aber immer noch in meinem Leben dabei und: sie sägt unentwegt&tadellos: zuerst den…145000028 mm Plexiglas-Mitten”belag” des angestrebten SandwichModels . Danach – siehe Mein Schlafhirn liefert.. Holz – die beiden1450000729mm Holzauflagen, mit derer Hilfe ich das Model zu einem recht lebensechten Handtaschenkorpus andicken will:14500028 Außenmaße: 28 x 21 x 6,6 cm. Kein übermäßig großes oder kleines Täschchen, würde ich als Laie sagen. Muß noch geschliffen, fein gerundet und geweiselt werden. Also präpariert für den next step:

die Tasche als Kinoleinwand.

Bis es so weit kommt und diese spinnerte Idee wirklich wird, hirne ich noch an weiteren notwendigen Props: eine rundbewegliche Tortenscheibe – aus zum Beispiel nem Konditoreikuchenvitrinchen, um die Handtasche in Rotation vor den Augen zu kriegen – wie mit den Schrittmotoren von so nem ebenfalls uberkühlen Guioche-Zeichenapparat. Dann noch einen hellen und dunklen Hintergrund, Discokugelflecken und Zeitlupenkamera – laßt Euch überraschen, wie’s weitergeht!

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Musik beim Schreiben heute:

XTC: “Transistor Blast – The Best Of The BBC Sessons”, Cookcd, 1998 comp.

Steely Dan: “Two Against Nature”, 2000

hinterher, nach getaner Säg’ beim Feierabendbierchen: Piazolla Tangos.

Können Muster ins Hirn schwappen? Und bloße Striche zu Masken werden?

A funny thing, dies (Maler)hirn: da es ungelenk(t) am leeren oder halbvollen Blatt die Hand und damit Stifte und Farben führt, taugt es famos für Überraschung.  Ist ja auch mein Plan soweit. Und daß Ok nach einem halben Jahr Handbagigkeit eine clandestine Tendenz zu bildlichen Wiederholungstaten sprich Mustern, Dessins zu diagnostizieren ertappen ist – wen wunderts | mich mittlerweile nicht mehr.

Denn sobald man eine “automatisch” sich einstellende Tendenz bemerkt, passiert etwas mit einem. Abseits vom Kampf gegen selbstgebastelte Klischees: die Malerei verändert sich scheinbar von selbst vs. ich überlege, ob ich das gut finde, wenn andere Beschäftigungen außerhalb der Malerei Einfluß über die Hintertür des Unbewußten nehmen. Denn eigentlich gehts mir ums kaltblütig wilde Malen, frei von Nützlichkeits”gefahren” ;-) . Die sollen gefälligst ausgelagert sein, um in deren Abwesenheit völlig Unbekanntes erreichen zu helfen. Was sie mit der “Handtaschen Experience” ja nun sind (: ausgelagert), ich mich aber dennoch an manchen leeren Blattstellen beim mindless Mustermalen/-machen erwische:hbk-nnn-scanp-171214-564d-rDieses akzeptiere ich zwar mittlerweile, bin sogar gespannet, zu welchen modischen Ingredienzen diese “Stellen” irgendwann führen mögen, darüberhinaus aber sehr froh, daß andererseits, am nächsten Blatt, das Ungeplante, Unvorhersehbare steter Begleiter bleibt- und die ins Hirn geschwappten Muster nicht alles beschwappen:hbe-scanp-180102-577-r2vnr2oder wie seht Ihr das:hbe-scanp-180114-582d-recUnbeschwappt! Würde ich dazu sagen.

Aber nun die heute neuste Erstaunung:Tja – ob die kürzlich genossene Lektüre über das Künstlerleben des Herrn Grotjahns englisch sprachige Webseite nun dazu geführt hat, dezidiert aufs Thema Maske – also ich seh da mindestens zwei! – zu kommen? Mmh – vielleicht in homöopatischer, anschubsender Dosierung, ist das Thema doch eigentlich überfällig, wenn man mit Farbe und Stift agiert. Mir fällt mein bislang erstes Buch ausschließlich Masken gewidmet ein: “Once A Year” von Axel Hoedt englisch sprachige Webseite.

«I knew next to nothing about what I was looking at,»

schreibt da die dieser alemannischen Tradition “unmächtigen” Sarah Bradley auf photoeye englisch sprachige Webseite .. Und auch bei Max Beckmann trifft man gerne Abbilder davon. Oder googelt mal “african masks” + painting, da sammeln sich Gemälde diverster Gestalt und Machart (ich hab mal den erdfarbenen Filter angemacht) – sehr inspirierend!

Mehr noch: in meiner Inspirationsquellsammlung gibts schon jahrelang den Bilderlink auf Jademasken.. Da papp ich grad noch die frisch gefundenen Ergebnisse beim Suchen nach “Primitivism+art” dazu. Warum also nicht Krönchen zurechtrücken,  Augen auf und hey! Wow!

Masken am Werk!

hbe-scanp-171231-575-r2vnr4Making-Of Text Nachtrag: immer sehr anregend/bildend und von einigen serendipischen Funden begleitet: das Googeln nach meinen Überschriften. Heute finden sich für die erste Hälfte Einträge von “Self-Help bis “Business & Economics” ;-) Darunter als mein Favorit der Satz: «Der schöne Tintenfisch löst sich auf in Theorien«.

Masken-Nachtrag – Blatt #584: hbe-scanp-180117-584f-rvnr2
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Musik beim Maskenertasten heute:

various: “LOST IN SPACE | DRUM ‘N’ BASS | PHASE 00:03″, lacerba, 1997

Just Jack: “Overtones”, The Orchard, 2007

Franz Schubert: “Sinfonie Nr. 5 B-Dur”, Concertgebouw Orchester Amsterdam

Stop! In The Name Of (HandBag) Love!

Fünf Tage weit in diesem größenwahnsinnigen Plan, zwei Jahre lang jeden Tag eine neue Handtasche zu designen, beginnt plötzlich in meinem Kopf, Popmusik Nachrichten zu senden. Ja, richtig gelesen: meine langjährige Erfahrung und Kenntnis diversester Songs taucht in meinem Schlafhirn auf und redet singt mir zu, was ich sowieso schon ahnte, was mir lieb den Tag lang schwante:

Der große Fehler ist die angebrachte Zeitschraube.

So viel angenehmste Anregung darin liegt, sich Selbstgestaltetes an schöne Frauen “attached” vorzustellen, so viel Unmuß mit dem zwanghaften Blick auf die Uhr geht damit einher. Dem selbst verursachten zwanghaften Blick auf die Uhr. Und das bereits, wenn man zum ersten Mal für nur ein paar Stunden außerhalb des Zeitplans gerät.

Solch Dilemma, man erkennt es problemlos bei klarer Sicht (und Abwesenheit irgendwelcher Auftraggeber, die normalerweise für es zuständig sind), erzeugt sich wie von selbst smiley-blushdurch diese unselige Trias des  sich a) schnell und b) unüberlegt standardmäßig aufdrängenden und c) allzu leicht akzeptierten Wettbewerbsgedanken. Dieses sexy Ich-habe-immer-News. Und dieses Alle-mal-hersehen: das-werd-ich-Euch-beweisen. Bis übermorgen um vier.

Das ist im kreativen Fall (wahrscheinlich generell zu 80%) einfach nur destruktiv. Denn man läßt der Zeit es zu, Druck zu machen. Druck, Ergebnisse zu liefern. “Verschiebt” damit Prioritäten, setzt klammheimlich (sich selbst gegenüber) die Pünktlichkeit des Plans über die Qualität der Ergebnisse. Das ist zwar, man liest es oft und gern und interessiert, erfolgreichen Kreativen oft “Ansporn”, ohne den sie “gar nicht mehr können”. Doch ich für meinen Teil sehe das als reinen Marketing-Kniff. Das Ziel: erstrebte Aufmerksamkeit, der man das angestrebte,  wahrlich gelungen gute Werk zu opfern bereit ist – hey – wenn schon der Blick auf die Uhr Vorrang hat, sagt das doch alles, oder?! Und läuft dann eher feil_ander Showbiz, denn im worst case, le Scheitern, hat man im “Tausch” vielleicht gar noch mehr PR-Währung: eine verwertbare Story.

Sich vor aller Augen und angesichts aller selbstgewissen Kompetenz eine solche zielgebunden kreative Aufgabe zu setzen kann, muß aber keinesfalls eine glatt verlaufende Zirkusnummer werden. Vor allem, wenn da plötzlich eine (demnächst, ich warte auf die Fotos) mindestens ebenso faszinierende Idee – die ja ebenfalls Zeit = Muse und Hirnschmalz = Inspirationsmasse benötigt – “dazwischen” kommt und man schnell das eigentlich perverse Gefühl hat, sich zwischen zwei (eigentlich) fantastischen Tätigkeiten entscheiden zu müssen. Oder,  schlimmer & deutlicher gesagt: sie innerhalb derselben Zeitspanne beide zu verwirklichen. Genau hier beginnt Kreativität, weh zu tun. So blöd das klingt. So gruslig das ist.

Also stoppe ich hier, entferne die Zeitschraube und voilà: das Radio im Kopf verstummt, der Sonnenschein und die Lust am Machen kehrt zurück. The mind opens up again and smiles. Hat jemand ne gleichwertige, unkitschige, esoferne Übersetzung??

Und gleich sprudelts unbekümmert weiter:

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hbk-hbe-scanp-180102-577d-rhbkx-hbe-scanp-180102-577b-hbk-hbe-scanp-171231-575d-rhbk-hbe-scanp-171231-575-mahbk-hbe-scanp-171229-574e-r hbk-hbe-scanp-171229-574e-s

Die Trägerin, das Model, Mannequin, Manken dazu wird sich finden  ;-) Die neue HandtaschenEXPERIENCEseite ist nun auch frisch mit content (Infos und Artikelliste) bespielt. Ich hab ein Bild gefunden und zurechtgezupft, das den Handtaschen-aus-PinXoGraphien-GewinnVorgang auf schmucke Weise illustriert:

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Kopfradio heute (außer des “Titelsongs” von den Supremes):

Steely Dan: “What A Shame About Me” von “Two Against Nature”

The The: “August & September” vom 1989er Album “Mind Bomb”

Nachtrag als weitere heute ungehörte Beispiele aus meinem Archiv:

Just Jack: “Overtones”, The Orchard, 2007

Dave Stewart & The Spiritual Cowboys: “dito”, BMG, 1990

SpaceHog: “The Chinese Album”, SIRE, 1998

Crash Test Hand Bags w/ M.C. Escher und Hieronymus B.

Es gibt Leute, die “halten” sich ein besonderes Möbel: den Geschenkeschrank. Das ist ein Platz, an dem sich auf Halde erworbene Geschenke versammeln. Hört sich vielleicht merkwürdig an, ist aber unbezähmbar praktisch: was unterm Jahr so schnell in den Läden der Stadt mitgehen geheißen wurde – geliebte Bücher in Taschenbuchausgaben, preiswerte Lieblingsmusik aus Ramschstapeln, Hörbücher oder gar Flohmarktfunde, an die zu erwerben gar die ins Gedächtnis gerückte Bekanntschaft der nun damit Beschenkten gemahnte – einmal im G-Schrank versammelt, genügt im Vorfeld einer Party oder eines Jubiläums ein Griff, und man kann sich komplett auf die Gestaltung der Abendgarderobe konzentrieren. Die man vielleicht amazon Echo Look  zum Check vorführt, dafür aber null Hirn-RAM fürs Präsent belegen muß. Sehr empfehlenswert!

Ich hab darüberhinaus das Ansammeln von bunten Kalendern im Programm. Da gibt es einen recht unschieren, in einer Dimension jedoch flachen Karton, in dem diese verpaßten Gelegenheiten zusammenstecken. Wozu das denn? Nun: das ist latentes Geschenkpapier aus Hochglanzfotos, bunten Food-Illustrationen oder Landschaften/ Blumenstilleben bekannter Maler. Das klappt natürlich nur, wenn man auf abgelegte/abgeschriebene Kalender ab Mitte Januar Connection hat und entsprechende Läden kennt, die froh sind, das unbrauchbar/ unverkäuflich gewordene “Papierkontingent” loszuwerden.

Hätte ich 2015 gleich(falls) ab Anbeginn der PinXoGraphie mit der Kalenderproduktion begonnen, gäbe es jetzt diese Exemplare zum Ausschlachten:pinxography-kalender16 pinxography-kalender17

Leider gebe ich der Kalenderproduktion Null Chance und vergeude smiley-blush mein Geld lieber anderswie… Heutiger “chronografischer” Glücksfall für mein Handtaschenlabor: 2 Kalender finden sich  in doppelter Ausführung. Kunstkalender. Hey! So kann ich mit der frisch ermittelten Schablone Vorder- und Rückseite eines Handtaschenmodells im selben Look gestalten. Und dieses dann est mal vor eigenen Augen hin- und herdrehen. Weiterer happy Serendip: die Werke M.C. Eschers und Hieronymus Boschs ergänzen sich in ihrer doch sehr zueinander kontrastierenden Ästhetik perfekt! zu diesem Zweck.

Ihr werdet Euch vielleicht fragen: warum das ganze mit Fremdwerken im CrashTestDummmy-Style? Es gibt doch mehr als genug eigene Dessins.. Nun: die unerforschten Wirkungen der Seitenteile der Taschen können hier perfekt ausgelotet werden, bevor ich zum weitaus kostenintensiveren Druck meiner Pinxographien zum selben Zweck schreite.

Da ich in diesem papiernen Fall die Skalierbarkeit der Bildausschnitte nicht frei wie sonst mit dem Rechner gestalten kann, tuns dann eben drei verschieden groß ausgeschnittene Handtaschenabwicklungen: 26, 20 und 15 cm Breite an der dicksten Stelle..

Und à proporös Flohmarkt und vor-den-eigenen-Augen-drehen-lassen: es gibt da tatsächlich einen kreisförmigen Klamottendrehständer in meinem Haushalt. Flohmarktfund und nun Drehscheibenprotagonist für den ersten Dreh zum ersten Clip  – zum Glück paßt(e) der nicht in en G-Schrank ;-)

pinxography-kalender18PS.: besagte Kalenderpläne und -entwürfe  vom November 2015 reichen bis 2020. Mal wieder Spuren eines Nachmittages voller Überschwang.. ABER:

Das sind historische Arbeiten, innerlich abgehakt, durchlaufen, abgeschlossen. Lieber mit aktuellen Werken ab Blatt #563 frisch ans Werk.

Hier grad mal ein Test bis zum 18er Märzblatt: Ihr seht, die Gestaltung/Bildauswahl der aktuellen Stunde wäre auch recht anders, irgendwie fortgeschrittener, experimenteller, wilder, kalender”feindlicher”:nnn-scanp-kal18-563e-rec2vennn-scanp-kal18-563-recoll3 nnn-scanp-kal18-563-recollGleich drei verschiedene Anmutungen/Designs.. oje..
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Musik beim Schreiben heute:

Yoshinori Sunahara: “The Sound Of The ’70s”, Ki/oon Records, 1998

Micatone: “Is You Is”, SONAR, 2003

Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”, STIR, 2000

Crash Test Dummmies: “Give Yourself A Hand”, BMG, 1999

Gedächtnis-Leitplanke Kunst, Teil 2

Keineswegs, das kann ich gleich betonen,  bin ich der Superkunstnerd, der mit seiner Nase nur in Museen oder Büchern steckt, sobald er Zeit dazu hat. Galerien und Museen sehen mich eher selten, Bücher schon eher, die sammle ich gar für den Kaffeetisch!  Denn auch so kommts-daß-es-gibts ein über die Jahrzehnte durch bloßes Interesse von Kunst(werken) angereichertes Bildgedächtnis (“Leitplanken” Teil 1), das ich immer wie eine allzeit bereite Stimmgabel mit mir herumtrage. Das sind meistens Gemälde oder Fotos, weniger Skulpturales, obwohl sich in dieser “Abteilung” auch langsam was tut von Calder über Turrell bis O’ Donovan.

Kaum verwunderlich also, wenn sich die sehr flexibel deutbarenPinXographien auch dazu hernehmen lassen diesem Gedächtnis aufdrängen, um per Resonanzen bereits an anderer Stelle Gesehenen wieder in neue GedächtnisSchwingungen zu versetzen:

Kunstpareidolie gewissermassen:

ich erblicke das Neue, Unbekannte, das sich gerade vor meinen Augen per Farbton/Sättigungs-Regler auf den Bildschirm drängt und etwas (Alt-)Bekanntes klingelt im Gedächtnis. Und, wichtig & dazubemerkt: da sind hauptsächlich die Farben schuld.

Schaut Euch also mal diese drei Neuen an und deutet drei Maler zwischen 1891-1969,  1601-1678 und 1884-1950,  die Euch an diese Atmosphären erinnern:

nnn-scanp-171201-560l-tt92 nnn-scanp-171130-559h-r2vbr ysp-scanp-170223-441d-rec18

Zweimal draußen und Winter, einmal voll tosender Destruktion, einmal voll in sich gekehrter Beschaulichkeit, einmal drinnen, wo mensch es sich auch mit Farben warm und gemütlich macht.

Und.. keine Wortmeldung? Mm – dann bin ich wohl der einzige, dessen Hirn da klingelt?

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Musik beim Schreiben heute:

Joanna Newsom: “YS”, Drag City, 2006

Pantha du Prince: “Black Noise”, ROUGH TRADE, 2008

WerbeClips als Rachenputzer

Sechzig Sekunden. Das wäre mein Limit, würde ich in einem Interview gefragt, wie lange ich Filme ertragen kann, ohne mich zu langweilen. Werbefilme, versteht sich.  Solche mit Story halt’ ich länger aus – man will ja wissen, wie’s ausgeht nach neun Minuten fünfundzwanzig  ;-) MusikClips? Gerne ein Stück länger! Spannende Spielfilme Making-Ofs am längsten (dazu demnächst mehr in der Kategorie The Making Of The Making-Of).Heute drei plus1 Clips in dieser kategorischen und irgendwie auch wörtlich chronologischen Reihenfolge:

1. Werbung: RankinFilm gibt sich die Ehre in aller Kürze (30 Sekunden)

youtube-embedding-memorial-

Dazu der Artikel: How Does Hunger Magazine See JIL SANDER? auf designscene.net

2. Find-ich-auch-youtube Kommentar:” i just cant believe the luxury brand has a funny commercial”
(Lanvin Fall 2011 Campaign Movie) (60 Sekunden inkl. Vorhang)youtube-embedding-memorial-

– Zur Auflockerung in 3:59 mein favorite MusikClip derzeit. Angesichts dessen man sich fragt, was fünfzig Jahre (elektro-)technische Entwicklung denn so bewirkt haben , wenns doch auch so geht: New Order‘s Hit aus dem Jahr 1983, auf 30er Jahre Instrumentarium gespielt:

youtube-embedding-memorial-

Abschluß: der längste Clip des Tages. Mit  kompakter Handlung, Dramaturgie, dem  fürs Genre klassischen Spiel mit der Vorstellung des Zuschauers- ein kompletter Kinoabend in klein.. ein Thriller in schmalen 9 Minuten 25 . Plus FluchtAuto –  ebenfalls: mini..

youtube-embedding-memorial-

Parallele in der Literatur: wie schreibt doch ein Herr Kerr (1867-1941) so schön: «Aus einem Gedanken macht der Stückmacher ein Stück. Der Schriftsteller einen Aufsatz. Ich einen Satz.»

PS.: wer sich für die “Geschichte” dieser youtube-Einbettungs-Ersatzbilder interessiert, demnächst hier die Story dazu.

Heute fotografiert man… Frauen, die Einfluß nehmen

Politiker, Schauspieler, Models, Vorstandsvorsitzende, TV-Promis, Künstler, Schriftsteller oder Sportler im persönlichen Fotografenportfolio…

Vergeßt das alles!  Porträtiert: Influencer!

Fotografin Pauline Darley /Paris était en route avec la caméra et..

..macht suma summarum instagrum.. 750.000 Follower aktuell Nov ’18: 808.000 Follower

Et pas seulement à Paris.. Oh là là!

Gelobhüdél? Mit nem französischen Touch? Mmh. Ihr vermißt den Bedenkenbutton? Mmh!

Das ist eigentlich Landschaftserfindung

JaJa ich weiß: Landschaften werden von der Natur erfunden: die Topografie, die Beschaffung des Grundes, das Klima und die “zugeflogenene” Vegetation. Der Mensch mischt da seit seinem “Erscheinen” aber immer kräftiger/drastischer mit – von klassischer Landschaftsgärtnerei bis zu großindustrieller Ausbeutung siehe das fotografische Werk Edward Burtynskys, aber hier und heute meine ich mit der Überschrift: die visuelle Potenz der Malerei.Denn da bin ich mit meinem Laborexperiment seit kurzem bei diesem Gedanken angekommen, all diese ungegenständlich gemeinten-und-gemachten Bilder lieferten ganz nach Plan Anreize, sich diese übersetzt in die Welt des Physischen, des sinnlich Bekannten™ vorzustellen. Und daß eine gewisse räumliche Tiefenwirkung bei manchen auszumachen ist, haben mir inzwischen schon mehrere Betrachter bestätigt. «Weltraum» und «Tiefsee» sind da die beiden großen Assoziationssieger:

  ntr-scanp-160306-299e-rec4g ntr-scanp-160306-299g-recvh ntr-scanp-160421-329e-rec2v ntr-scanp-160407-321c-recolntr-scanp-160407-321f-re5v2

Aber es kommt noch ein Drittes, bislang nicht Thematisiertes dazu: nicht allzu oft, dann aber umso drastischer fühle ich mich beim Anblick jäh mitten in einer wundersamen, unbekannten, faszinierenden Landschaft wieder. 3D auf Erden ,-) Der Blick schweift da über einzelne “Stengel” bis hin zu kleinen Vertiefungen, Buchten und Senken, Nischen, Anhöhenähnlichen oder Ahnungen von Böschungen.

Die oft pflanzenähnlichen Gebilde verstärken die Suggestionskraft in diese Richtung. Mein damit zusammenhängendes  großes “Nachbarthema” Gestrüppmalerei meine ich hier allerdings definitiv nicht – da ist so was wie die Ahnung einer Landschaft/Räumlichkeit eher sekundär – die räumliche Wirkung (oft) ebenfalls. Aber hier -schaut mal:nnn-scanp-170506-476f-r3vr7 Für mich ganz klar auf der Hand: man blickt hier auf/in einen idyllischen kleinen, von Ranken umrankten See in wildberankten, kaltwarmen Farben – eine fantastische, unbekannte Übergangszeit?

Unten eher eine trockene Version der Landschaftskuhle. Mit frisch drübermontiertem Maisblattreiher..nnn-scanp-170725-513e-r2vr9Aber auch die etwas waghalsig-kräftiger gefärbten Bilder rufen (mir) eine “hügelige Assoziation” voll räumlicher Tiefe und landschaftlichen “Gegebenheiten” herauf – bitte sehr: nnn-scanp-170807-519-r2vnre..kennt jemand von Euch die bambuswaldgesäumte Wassertretstelle im Mannheimer Herzogenriedpark? Das wäre meine Version!nnn-scanp-170719-509-rvnrein Seh-Experiment, das obige: eigentlich “zieht” es mich da hinunter, in diese hellblaue Röhre, darüber “wehen” diese beiden lachsfarbenen Fetzen. Dazu fällt mir dieses Superfoto von der/in die “Rotunde” des Heidelberger Tankturms ein. Chapeau, Señor O2t!

Mit den frisch entwickelten “Hintergrund”strukturen erreiche ich mittlerweile eine gefühlt “verbesserteraffiniertere Verquickung von Gemalten und Geklickten. Was dem Phänomen Räumlichkeit beziehungsweise “Landschaft” allerdings keinen Abbruch tut:nnn-scanp-170813-520c-r2v91Das unten hab ich auf einer Handtasche als Außenraumabbildung entdeckt ;-) ysp-scanp-170426-472j-r3vr0Hier kommt die Ahnung an Florales, Gestrüppiges, Nebeneinanderes und Gleichzeitiges am besten: ich denke an Hasensassen, Gebücke und schlicht an das vorgegeben Unaufgeräumte eines Bannwalds:ysp-scanp-170502-474h-rvnr4

nnn-scanp-170505-475j-r180vDiese Landschafts-Genese-Idee ist eher neu, hängt sie doch recht direkt mit meinen veränderten, komplexeren Hintergründen zusammen, die erst seit Sommer 2017, also so ab Blatt #474 möglich sind.

Hier zum Vergleich zwei aus den Anfangstagen der Pastellphase (seit Juni 2015):ntr-scanp-160308-301b-rllve– das unten ist für mich ganz eindeutig Südamerika! (ja, ja, ich war noch nie da):ntr-scanp-160413-328g-rc3vkDie “irdene” Version davon. Ebenfalls Landschaft. Wüste!ntr-scanp-160413-328f-rec3v

Fairerweise muß ich hier noch auf einen Artikel vom Juni 2012 verweisen. Da gings um “frisch erfundne Örtlichkeiten”, allerdings waren damals  Fotografie und die digitale Bildverarbeitung im Werkzeugkoffer. Das Thema jedoch scheint von einiger Zählebigkeit für mich zu sein..

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Musik beim Schreiben heute:

Henri Dutilleux: „Tout un monde lointain …“ – Konzert für Violoncello und Orchester (Alban Gerhardt, Violoncello,  Bremer Philharmoniker unter Andrew Gourlay)

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie F-Dur KV

ReadyMade in Germany

Eigentlich war ich nur des Pinsels überdrüssig – ich bin (anscheinend, bis zum Beweis des Gegenteils) kein klassisch Malbegabter. Pinsel erinnern mich an die Schule, an Etwas-Sollen. Ich aber wollte das Unbekannte, Unanvisierte, Spannende.

Na dann und warum nicht: flugs die Dose mit den Baumarkt-Kabelbindersets aufgemacht, das “Büschel” mit den 20cm – Dingern raus und neugierig in die Farbe damit. Dann auf die Leinwand geschlagen… und..

Enttäuschend. Formlose Flecken. Langweilige Flecken. Noch nicht mal wie absichtlos sah das aus. Ich stellte frustriert – nach so! viel! Vorfreude! – das Bündel weg. Ließ die rote Farbe an den weißen Spitzen trocknen. Hey – DAS wiederum sah ganz cool aus..

Und dann griff ich irgendwann diesen hellblauen Becher aus dem hellblauen Möbelhaus und “topfte ein”. “Ein Krokus! Frühling jederzeit!” dachte ich entzückt und ließ ‘ dabei bewenden.

Und dann, irgendwann, kamen diese Glastuben ins Haus. Die sind das für Gegenstände, was der Unterstrich für Wörter ist. Also hab ich damit meine kleine schnellfertig-gemachte Plastikhomeblume aus dem Baumarkt “unterstrichen”.

Und irgendwann hat dann jemand das Ganze REadyMade genannt und mich damit an Kunst erinnert. Ich hab Marcel D. nachgeschlagen und ne ganze Liste solch einfachster Konstrukte gefunden. Hundert Jahre alt. Mindestens!

Schick, wenn man durch Bezeichnung Sachen altern kann. Etwas Neues, vorher Unbekanntes wird damit aus ihnen.

Und im Sonnenlicht mit Brechungen sehen sie noch besser aus. Mußte aufs Cover!

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