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Pyramidenblumenkohl wächst in meinen Garten

Ja, ja, der Garten als persönlicher Wirkungskreis. Als Gebietchen, in dem man, etwas weiter betrachtet auch Ideen, Gebräuche und kleine Rituale anbauen kann. Um mal zuzu sehen, wie das so tut/wächst. Nicht unbedingt personal Gewohnheiten ausbaut, eher neue welche, die man irgendwo mal gesehen, (nicht unbedingt abgeguckt) hat (, sondern die sich einfach in die Erfahrungsschatzwarteschlange eingeschlichen haben).  Und da ihrer Verwendung harren, uneingeladen, odd, aber halt da. Und den Schatz dann dazu machen könnten: durchs zweckentfremdete Wiederverwendetwerden, Neu-Besehen-und Beurteilt. Werden. Können. Eben durch persönlich angepaßten, oft gar unerwarteten Einsatz.

Zu dieser Abteilung Experiment gehört bei mir auch seit kurzem, gewisse beobachtete Gewohnheiten anderer testweise ins eigene Tun zu übernehmen.  Zur Zeit ist es eine als mir je etwas sehr Fremdes beobachtete Pedanterie: das “Anordnen” der täglichen Gegenstände: nicht nur Messer und Gabel parallel legen bei Tisch, vielmeher der exzentrische branch: nur gleichfarbene Wäscheklammern am selben frisch geschleuderten Kleidungsstück, .. So’n Zeuch.  Nur um mal zu sehen, ob man sich dadurch ins Leben der anderen reinversetzen kann. reinordnen. einordnen. Denn danach riechts mir streng: die zwanghaft notwendige äußere Ordnung der Dinge als unabdingbares Gegengewicht zum inneren Chaos, jaja.. Ne weitere Übung in Empathie, globaler Engpaß in dieser Zeit. Muß ja nicht gleich in ein Abrutschen in den mirror touch effect  sein.

Und da kommt noch eine andere irgendwie bizzarre Ordnung in mein Leben, meinen “Garten”: der

Pyramidenblumenkohl

diesen DeutschBegriff für Romanesco Broccoli hatte ich noch nie gelesen. Bis im frisch vergangenen AprilApril. Und dann ausgerechnet noch auf nem englischsprachigen(!) Mathe(!)blog, der sich in Heidelberg (!) abspielt called: Fractals for dinner. 

Meine Suchbegriffe Fibonacci Romanesco waren die Zauberwörter, die mich zu dieser coolen Überschrift brachten. Warum ich die benutzte? Nun, um ein vor Jahren gefundenes Video zum Thema Mathe (Reihen) und Natur (Wachstum) wiederzufinden.

Voilà, da ist es wieder heureka zusammen mit der provozierende Frage, was Pflanzen von Zahlen wissen (What do plants know about numbers?): das  Exploratorium –  The Art of John Edmark. crazy Zeuch!! Checkt mal, ob Ihr hinter den ersten Zeitraffer(?)effekt auf 2:25 kommt!

Daß man weiter auf Faszinierende 3D-Mathe kommen kann, wenn man nur unschuldig sein aus England in die USA mitgebrachtes, zu breites Schreibpapier anpaßt und mit den abgeschnittenen Streifen im Matheunterricht herumfaltet, seht Ihr hier auf Hexaflexagons… Hey, das Ding hat heute 9.550.426 Aufrufe. Neun Millionen fünfhundertfünfzig Tausend vierhundertsechsundzwanzig….

Meine Vorliebe für science fiction art führte dann zu dem neuen Menuetableau gestern:

Der P|Kohl als UFO, über frisch mobil aufgenommenen Weizendünungen.. Ganz klar dabei in mind: “Children of Tomorrow” von Bruce Pennington..

Mit den hinter dieser Mathematik liegenden Bildgestaltungsmöglichkeiten finde ich im Netz an jeder Ecke den Umkehrschluß zurück: zur Natur(!)darstellung, ja gar zu damit erzeugbaren Visionen von Biodiversität.

Eine weitere Entdeckung beim Einsatz als Deko ist noch dieses per Fotoautomat(!) bronzeeingefärbtes, scherenausgeschnittenes Bild eines PBKs (man muß nur die fotografierte Beleuchtungsrichtung der tatsächlichen angleichen, dann wirkt das schon merkwürdig 3D-ich):

Dieses Prinzip, Fotos als 3D fakes in Fotos einzusetzen, werd ich auch mal etwas weiterverfolgen.. Oder umgekehrtes Prinzip:

Ja, Ja, der Garten..

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Musik zum Blumenkohl heute:

various: NuSOUNDS Good Looking Organisation presents, GLO’s Future Release Showcase 2003  |  EAN: 675744360224

variose Artistens: The Best Of 2Tone Records, 1979-1984

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Nachtrag:

Auf dem Weg zu nem Fototermin bei nem Freund wollte ich letzte Woche noch schnell -für die Halde- die frisch geöffneten Rosen neben dem Fahrradständer fotografieren. Da kommt der Nachbar hinzu, weißt auf deren Nachbarn und meint:

Das sind die Lilien, die auch Van Gogh gemalt hat.

Hab ich dann schnell nachgeschlagen in meinem ISBN 9783836557122 Seite 499. Tatsächlich! Und ich habs Null bemerkt! Da steht auch, wo sich das Original grad befindet: Los Angeles, Getty Center. Und ich seh erst grad beim Bearbeiten, was das Gewaltig Fotogenes ist, die Schwertlilie: wow!

Für Interessierte unten das ursprünglich geschossene Bild. Wir ihr seht, ruled der anschließend gewählte Ausschnitt. Mal wieder!

Sprachnachricht: die verlinkten Videos kann man auch ohne Kenntnisse genießen. Die Bilder sprechen für sich. MIT werden sie allerdings RICHTIG  cool..