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Ze Zofter Zide Of Zood, le Poodle

Nach all den etwas harsch anklingenden Bildern der letzten beiden Posts gibts nun, (fast) einfach durch überwiegend gerundete Ecken, viel freie Fläche  und gefühlte Pastellverwandtschaften der aufgerufenen Farben erreicht: Entspannung. Vielleicht ganz so, wie Blizzard-Games Chefanimatiker Will Murai.. das auf seiner Webseite vormacht: da haben die üblichen Werktagsmonster keinen Zutritt, nur allerlieblichste Klänge à la third generation Japanese born and raised in Brazil..

So gehe ich hin und tue.. Ähnliches. Erfreue mich an diesen soften Umrissen, den anregend meditativen Reibungen zwischen taubenblau und oliv, den digital herbeigewedelten Räum- und Körperlichkeitseffekten oder den pinker shades of violet..Roger Dean‘s Atmosphären lassen grüßen, ebenfalls die “Farbchoreografie” der – ich schlage auf meiner “Illustratorenseite” nach –  koreanischen Illustratorin Jee Ook Choi… Meine Acrylmalereiversuche von 2015 fallen mir wieder ein. Die Farbflaschen hätte ich noch, ebenfalls drei, vier ready Leinwände pret-a-peindre.

Passende Klänge dazu? Naturallement!

Was Warmschaumiges wie der unübertroffene Soundtrack zum Escherhaften Monument Valley II-Spiel, oder der wunderbare Atmospheric Dub Techno Mix – Ambient and Chill 2 des Harrison Divecha..

Nachtrag am Danachtag:

Mit ein bißchen Verdoppelung der Protagonisten plus ein paar dashes klassische Würzspritzer neigt sich der Bildeindruck rasch in Richtung Bau- und Gartenmarkt Exotikpflanzenschauhaus:

Anschließend kann ich, ganz der alte (Pinxograph), meine Finger nicht vom Farb- , Umkehr- und Kontrastregler lassen. Voilàmalwieder: dört recht distinguierte Versionen, die in völlig differente Sphären der Assoziation hineinspielen (die Siebziger auch hier wieder mit dabei):

 

 

Amüsemang beim Bilderhochladen per GoogleOrakel . Automatisch vermutet wird im Uhrzeigersinn von links oben:

  1.  Art
  2. Right Said Fred / Sex !! Tja, so bunt waren die 90er..
  3. und 4.: fictional character

Und das oberschlaue grün&blaue, direkt unter der Zwischenüberschrifz solln Aerophone sein. Luftklanginstrument. Wow, denke ich. Ich hätte wenn schon Musik ne Partitur für ein Gestrument vermutet. Aber nun ja Frage: aus welcher WindRichtung ist das dann zu beblasen??

 

Dämonen? erkennt man automatisch: an ihrem FarbCode!

Heute mal an grauen Novembers´Start ein Test für Euch: es geht um Euer Assoziations-Echo, das ja je nach Lebenserfahrung von Brabant zu Probant (zu Trabant?) anders ausfällt.

Klecksographie 2020 D.I.Y.. Na – was fällt Euch zu diesem Bild ein?

Eine Sekunde, zwei Sekunden, drei Sekunden. Stop!p Un?d Ein cinemato-aficionadischer Freund meiner verortet das in den film-künstlerischen.. Horrorbereich, Abteilung Körpergrusel auch noch!  wtf?? Mmh. Okay…. Google “vermutet” etwas prosaisch-universeller..

nen dragon. Bruce Lee, vielleicht? meint Wiki dazu. Einen (Martial Arts) Drachen hast Du da also “gemalt”, Mister Soodlepoodle. Aha. Mmh. Sorry, wollt ich ebenfalls nicht. War keine Absicht, nur zwei kleine Filter am Photoshop und die übliche HerumSpielSucht damit. Aber es kommt noch doller, das da:Ein Dämon. Muß. es. sein. Kein Haufen Herbstlaub, geschmolzenes Plastik, kein vertrockneter Bürostock Sukkulenten, keine erkaltete Lava, nein.ein Dämon. Woran das wohl liegt.. Vielleicht sind Dämonen im Internet in der Überzahl, also das Wahrscheinlichste, wenn man so ein Knäuel eingibt. Wow – 372 Millionen Eregebnisee heute abend in english. Ob das in diesem Fall für Google am Krokodilsauge im mittleren oberen Drittel liegt? Na das linksrüsselmündende Elliptische mit der Schlitzpupille. Tiefenträumendes, gesichtsfixiertes Google ist da schnell bei der Hand, mit Augen..jaja

Ein Müsterium! oder bedeutet dies:

mit diesem Ausgangsmaterial aus blaugreulichen Armbewegungen bewege ich mich automatisch in einem als dunkel gekennzeichneten, düster quasien, äh, Gestaltungsbereich grün-schwarz Mainstream?  Sind diese Bildelemente also dadurch kulturell schon “reserviert”? Schaut man sich die als “ähnlich” mitgelieferten Bildergebnisse an –

definitiv!

Nächste, noch erstaunlichere Entdeckung bei der unverdrossen fortgesetzten Bilderähnlichkeitssuche:  das da unten “erkennt” Google als “übernatürliches Wesen“:

Wow, was hat man dazu Worte?? Ich kann übernatürlich! Da muß man natürlich, äh, übernatürlich dranbleiben, Düsternisaspekt hin oder her! Die bange KinderFrage, nächstliegend: gehören Raster zum Übernatürlichen? (die anderen TestBilder sind nämlich ohne). Das kann wohl nur die künftige Rasterfahndung @ home beantworten 😉 ich bin dabei!

Falls es Euch auch so gloomy, eerie, spooky, sinister, geht wie Google –

es gibt da diese bemerkenswerte Geschichte aus dem Leben des Herrn Wagner (1813-1883), dem im hohen gesetzten Alter mit Villa Wahnfried und Festspielhaus Bayreuth außenrum plötzlich die VerfolgungsÄngste aus seiner Jugend im Traum wiederkehrten – er hatte sich (immer) zuviel Geld ausgeliehen und nicht rechtzeitig zurückgegeben. Eine Entdeckung, die mir schon andere mir persönlich bekannte Betagte™ bestätigen konnten: Intensive Erlebnisse bleiben im Gehirn. Irgendwo. Was wiederum unserem ungehemmten Düsterniskonsum Movie/Game bedeuten kann, daß man als Nintendo Gameboy Rentner plötzlich solche Dinger wiedersieht. Nachts. Im Traumnebel. Oder im Sandsturm. Da könnte man doch erwägen, diese “Altersfrage” mit möglichst viel Schönem im (Freizeit)Leben zu beantworten. Und weniger Blutrünstiges zu Gucken/Gamen des nächtens.. Ich mein ja bloß..

PS.: Oder meint Google inc com mit demon einen Widerstand, nen elektrischen? Die sind ja schließlich auch nach FarbCode sortiert 😉

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Heute: dazu passende Musik aus (m)einem früheren Leben: ein selbst erstellter OriginalSoundTrack ohne Film dazu. Verhalten bis bedrohlich, die Stimmungen, OK. Ich hab ihn damals etwas ironisch “Dämonensuppe” genannt, in ähnlich satirischen Sinn/Ton wie das aktuell schöne  Kompositum “Superheldenseuche” 😉 Klickt mal unten! Wahnsinn, fast all diese (damaligen) Obskuritäten nun auf youtube!!

“On The Fog/ Demon Soup”
gemixt am 16. November 2000
  1. The Talking Heads: Drugs (keine Obskurität)
  2. Ingram Marshall: Fog Tropes (0:00 – 2:20)
  3. El Paso: Matador (Funky House Mix)
  4. Ingram Marshall: Fog Tropes ( 2:20 – 3:20)
  5. Kactus: Porto Reco
  6. Wolfgang Rihm: Gesungene Zeit (0:00 – 4:50) (keine Obskurität)
  7. Mel Henke: It´s So Nice To Have A Man Around The House (0:00 – 0:37)
  8. Edgar Varese: Arcana (1:15 – 2:..)(keine Obskurität)
  9. Kactus: Beetle Harvest
  10. Sirens: Sun Don´t Shine (Empty Mix)
  11. Soundgarden: Let Me Drown (keine Obskurität)
  12. At The Drive-In: Arcarsenal (keine Obskurität)
  13. John Adams: Light Over Water, pt III
  14. Con Demek: Pennance
  15. Plastilina Mosh: Bugaloo Punta Cometa
  16. Esthero: Lounge
  17. Queen: My Melancholy Blues (keine Obskurität)
  18. Salaryman: Rather
  19. The Mock Turtles: Can You Dig It? (ebenfalls ne halbe Obskurität, null in GB)
  20. Echobelly: Bleed
  21. Presence: This Is You
  22. Anjali: Astra
  23. Pierre Favre: Rain Forest (0:00 – 1:20)

Nachtrag: nochn DFür Google. Für mich ganz klar ein Sci-Fi-Eagle! Neiiiinnnn, kein Seifenigel 😉 !!

 

Im nächsten Leben Verdi Stirni Ma

(..) eine hochentwickelte Kultur des Unperfekten, Unbeständigen und Unvollständigen, die sich in einer grossen Freiheit an Formen, sublimen Farben und in formaler Einfachheit ausdrückt.

Wabi Sabi sagt der Japaner dazu, erfahre ich vom Schweizer Andreas Hurni – nur andere 2 Worte für meinen Thrill an dem immerGanzen: mit diesmal digitalen Werkzeugen at hand im Flug drei, vier,… fünfzehn Versionen einer Idee hinklicken, ALLE speichern, chillen. Wäsche aufhängen. Spülen. Another Maske zuschneiden. Müll runtertragen. Irgendwas anderes. Und am nächsten Tage erstmal: angucken. Und nicht mal aussuchen müssen.. Eher mit den nächstfolgenden Ideen dran weitermachen (beim Schreiben übrigens auch meine Strategie. Ich wäre der völlig Falsche für Print i. e. Drucklegungsdeadlines.)

Das da oben ist das Allerrohste =Allererste, was ich Euch als Inkarnatoin™  meines neusten “Werkstücks” präsentieren kann: zwei gestisch zu populärer? Zeichensprache erhobene Arme eines .. Fabelwesens? einer Gaming Figur? Grafitti? Keine Ahnung, es ging alles mal wieder soo schnell mit dem Photoladen. OK, Besprechung: ein sich einmal wiederholendes Bildmotiv macht heute das Gesamtbild, Ähnlichkeit und mehrfache (genaue) Wiederholung gruppieren sich zu einem Ganzen, das man irgendwie genau deshalb fixiert, und länger als die berühmte Sekunde anschaut.

Inspiration dazu? Wie immer: Herumadrenalieren im Internet, ganz vorne (sagt mein Schlafhirn), wie GollumKreator Bay Raitt mit seinen 3D Werkzeugen destruction spheres “Löschkugelradierer” ab 06:55 erzeugt. Wow and double wow sein Kommentar dazu:  « Looking for the cool happy accident  »

Mit diesem Ding wird gleich weitergemacht: fett Farbe drunter, um einen ambivalenten flavour reinzubekommen-  Ambi=beide valenz=Wertigkeit: beidwertig. Also hell und dunkel gleichzeitig, düster und interessant, schaurig und schön (der Klassiker):

Next step: Mit Schrift im Bild =LayOut und der mal wieder als Bildmischer Soodlepoodle in Verwendung kommenden Farbleiste icspecific-red icspecific-orange icspecific-yellow icspecific-green icspecific-teal icspecific-blue icspecific-purple icspecific-pink icspecific-white icspecific-grey icspecific-black icspecific-brown , die diesmals erstmals mit zusätzlichen Wortfilterns in eine neue Art BildWortMischmaschinenSphäre erhoben wird. hebt das Ganze weiter ab und wird meiner Ansicht nach nochmore interessanter: das frisch erreichte, bloß Ambivalente verschwindet zugunsten einer “dritten” Dimension:

Besagte Galerieidee kommt als Zugabe+: ich in gelb, reden in grau, könnte in schwarz, jemand in lila. Damit flugs an html-Werk, um für Euch zum ebenfallsigen Werksgenuß die Bildflächen klickbar zu machen. Dergestalt der Plan, der dazu hermuß:

Mit diesem pixelgenauen Raster drüber kann man “nachlesen”, wo die Eckpunkte der klickbaren Felder liegen. Also 12 mal sechs Ecken abzählen und in den Sprungbefehl tippen. Dies geschieht ganz ähnlich, wie viele von Euch Sudoku spielen: in stiller, kontemplativ-zäher Betrachtung des Spielfeldes und anschließend ameisenhaft vorwärtsschreitenden Verknüpfen der Eckpunkte, in meinem Fall mit dem html-Befehl zum Sprung aufs Gewünschte. In einem neuen TAB. Ich erfahre:

Von der letzten definierten Ecke müssen Sie sich eine Linie zur ersten definierten Ecke hinzudenken. Diese schließt das Polygon.

Das sind als in diesem Fall die sechs bunten Punkte, die man in einer Liste als X und Y Koordinaten auflisten muß. Darum das drübergelegte Gitter, das diese Koordinaten “ablesen”  hilft. Ein Beispiel? Der dunkelblau Startpunkt liegt auf  532, 418 – als Orientierung siehe die grüne 500 als x und y unten im Bild. Voilà. Fertig fürs 1. Startbild Menue Soodlepoodle zum Oktober 2020.

Aber, wie gesagt/getippt, geht das ein paar Tage weiter, hat doch das frisch ertestete Werkzeughändling gewirkt und ich hab die Idee, mausgemalte und aufgehellte Formen weiterzuverflüssigen. Ein weites Feld, das kann man jetzt schon sagen! Karl Os Kuro modern. Mit ein paar flux reingerenderten Gegenlicht-Blendenflecken ergibt sich dann:

Nächster Tag, nächste, stets verfeinerte Versionen. Die weitere Möglichkeiten “erkunden“. Zwei Farben und -Ausrichtungen, zwischen denen ich mich vielleicht nächste Woche entscheide 😉 – Tänzer? Kollisionssport? oder Schwingen?

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Musik beim Schreiben und Verflüssigen, Schattieren und Aufhellen heute:

The Bossa Nova Exciting Jazz Samba Rhythms Vol 5 – Album Completo

Heinz Erhardt und schweizer(!) Hippies. Im selben Clip! Plus Überschrift(erklärungsannäherung), dachte die Katze 4.0

Jamiroquai: “Automaton” – Corona steigt erst zu Kopf – hellseherisches 2017er Video!!

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Nachtrag. Am Danachtag. A dash of Dali, anyone?

 

The PinXoGraphic SlideShow #02

Alle Zwomo naté ne kleine aktuelle Werkschau kann nicht schaden – nicht nur für Euch zum Gucken, vielleicht Gegenstände erkennen, sich per Farb&Form in Lebens- oder Traumsituationen zurückkatapultiert fühlen- oder gar jäh ans Arbeitsleben (in abstrakten Bildern!) erinnert. Nicht-schaden-können auch für mich! Plus die süße Qual der Wahl zu den 7 Lieblingen des Tages! So zum Mikro-Abgleich, was sich denn in meinem “Nuancismus” verändert haben mag. Quasi also voilà Quizfrage: was ist neu? Oder: Ist da was neu? (Also, ich seh scharfkantige Raumgleiter, Herr Doktor!) 😉

Neue Musik zum Neues Gucken:
Deep & Lounge | Deep House Set [Dinner & Drink] Mixed By Johnny M
Deep Connection – Part 1 | Deep House Set | 2018 Mixed By Johnny M
oder.ohne.Tritt: Tommy Guerrero: “Road To Nowhere” (Super Tippp, Herr Zabber M.!)

Für Ihr Interesse/fyi: Hier die PinXoGraphic SlideShow #01

Meditation file s

784.stes Blatt heute. Das davor scanne ich gerade und per haushaltsüblicher Technik (eher überalteter haushaltsüblicher Technik) entstehen neue Seh- und Fühleindrücke, die via Iris direkt ins Blut gehen.

Hier ein Bild wie ein Sommersturm über Land für mich, mit geheimnisvollen Lichteinfall von oben, dem Blick durchs Dunkle in die stürmische Weite und overall warme Farben, die uns zu den wogenden Gräsern rechts unten den Sommer darstellen/spielen. Neues Startbild auf pinxography.de !

Dazugereicht passend vom Juli letzten Jahres: die fotografische Ergänzung/ Zuspeise :

Immer noch zuwenig zum Gucken für ein Post? Na dann kommt hier die fette Sättigungsbeilage für den täglichen Bildungserhunger: Soodlepoodle Bilder sortiert*

nach/file_under: ob..

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Musik beim Schreiben heute: Deep House. 100% verläßliches Arbeitsmittel beim Bloggen/Editieren. Wirkt immer.  Und endlich mal ne Esther in den youtube-Kommentaren, die die Funktion und Wertigkeit dieser groovigen Ereignisarmut™ richtig benennt:

«very subtle, this music always lifts the mind and never saturates it.»

Zu lesen bei So Inagawa ‎– Reminder ‎– CABARET 005

Tja: das Satte und das Hungrige im Leben. Was will man sättigend, was soll “ungestopft” bleiben? ..Ein schöner Fokus zur Meditation..

Deep In Your Mind | Deep House Set | Winter 2017 Mixed By Johnny M

Alt Shift: Melodie!! Laura Fygi: “Baubles, Bangles and Beads” = Melodie von Alexander Borodin 2. Streichquartett D-Dur Scherzo

John Cunningham: “Hollow Truce” vom Album “Shankly Gates” La-Di-Da, 1992

Selten hat fahrig Kritzeln mehr Spaß gemacht

Es ging ja schon gleich los damit im Sommer vor vier Jahren und nun, im selbstbetaggten Stadium des Fortgeschrittenen Fahrigen ™ landen die Dinger in ebenso fortgeschrittener Umgebung auf dem Blatt. Und wirken da völlig anders als anfangs. Kein Wunder, denn diese “Umgebung” hat sich mighty weiterentwickelt und bietet nun, so mein Urteil,  den idealen “Hintergrund” für diese Art schnellen, äh, Einwurf.

Warum sich fahrig Kritzeln so verläßlich durchs pinxographische Werk zieht?

Nun, es findet spannenderweise seinen Platz genau auf der Grenze zwischen gestalterischer Intuition und Seh-Erfahrung, zwischen ständig den nächsten (dadurch rückgekoppelten) Strich ansetzen und gleichzeitig die Hand agieren zu lassen, während sich das Hirn wegkonzentriert aufs bloße Aufnehmen des Geschehens per Auge, um den optimalen Zeitpunkt der (Fertig)Werdung nicht zu verpassen – ein Wunder des kreativen Menschseins!

Dabei strebe ich schon immer in die Richtung, mit einem jedem kühnen Strich alles zu sagen, was ein Bild ausmacht: Schauwert, Kühnheit und Schnelligkeit. Wie ein  Gedankenblitz, der bold&jäh von irgend wo her auftaucht/1fliegt. Oder wie ein grandioser landschaftlicher Effekt, der auch im Überschwang von umliegenden Flächen, Wolken oder Verschmierungen – nicht verlorengeht.

Was ich heute damit sagen will: Es dauert eben seine Zeit&Übung, bis man dem einzelnen Strich, der quasi einen Geste, die zu ihm notwendig ist, ausreichend, äh, vertraut. Ja, so kann man es sagen.

Was fällt mir an je Gesehenem alles dazu ein!! Raumstationen, Kolibirs, Spazierstege, Trapezkünstler, Serviettenständer, Positionierungslichterketten, Herzflakons, Schluchtenhangelszenen aus dem 2005er King Kong,  Wasserberührungen, künstliche Wimpern, 90er Jahre Tischdeko, Schlagzeugbecken… eigentlich aber weitfliegende Stimmungen ganz im Sinne von “Wenn du nicht fragst, wohin, weiß ichs genauer“…

  

 

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Musik zum Kritzeln en mouvements nerveux pas seulement aujourd’hui:

Freak Power: “More Of Everything For Everybody”   Island, 1996

Joe Jackson: “Night And Day”,  A&M, 1982

Blood, Sweat & Tears: “Greatest Hits”, SONY, comp. 1999

Chemical Brothers: “Dig Your Own Hole”, Virgin, 1997

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

Steely Dan: “Katy Lied”, ABC, 1975

Beasts Of Paradise: “Gathered On The Edge”, Intuition Music, 1996

JOHN COLTRANE – Na Baixa do Sapateiro [Bahia]

Stürmisch Frühling Malen

Nicht nur das Wetter, auch außergewöhnliche Stimmungs- oder Lebenslagen*  verursachen, wenn sie sich über eine diesen Namen verdienende Periode hinziehen, einen ebenso veränderten malerischen Ausdruck, drängen einen klassischerweise gar in diese Art der kreativen Beschäftigung/-wältigung. Ja, man kann muss solche Zustände gar dazu “nutzen”, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.

Ich fmT bin schon-soo-lange-und-daher-mitten-in einem sich endlos anfühlenden Strom der Bildgebung und überlasse es Euch, diese These oben durchzuwinken/abzunicken beim Blick raus aufs überkühlenordwindige Wetter. Und merkliche Veränderungen in den PinXoGraphien seit Juni  ’15, denen ich irgendwann den Sticker “Nuancismus” verpaßt habe, zu diagnostizieren. Hiermit nun die neusten Werke, entstanden alle nach Maienbeginn, alle ab Papierblatt # 725:

Achtung? Spoiler: «einfacher», «lakonischer», «kühner», «wilder», «ikonischer » wäre meine Selbstverortung als dottore di arte 😉

Was ebenfalls neu ist, Ihr aber hier nicht sehen könnt, da ich (aus ästhetischen Gründen) keine “nur” gemalten Blätter hier poste: ich hab angefangen, die Bildfläche plötzlich als Werk für sich im vom Papierschnitt vorgegebenen Rahmen zu sehen. Also was gemalt zu haben, das ich gar ta-dah! genau so einrahmen könnte. Das fertig gemalte Stück Papier als Bild. Back To The Malerei-Roots. Hat zirka 680 Anläufe und vier Jahre gebraucht. Oder wie heißt diese analoge Fotografenregel dazu: «die ersten zehntausend Fotos sind die schlimmsten»..

* es müssen nicht mal die eigenen sein..

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Musik beim Durchwinken/Abnicken heute:

Isabel Eichenlaub: “Weite”

In Deep Analysis | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

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L’ Allemagne deux points Nachtrag Fortsetzung nach allerliebstem Maiensonntag:

Musik dazu:
Empty Streets | Deep House Set | 2016 Mixed By Johnny M

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Stormy Monday/Tuesday Section:

 

dazu reichen wir Noisli mit Starkregeneinstellung und im Mix:

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

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(Wow –  da könnte man ja fast gar ne Wochenkarte draus machen 😉 )

Ladies And Gentlemen, We Are Floating In Space – A PinXoGraphic Tribute To John Berkey (1932-2008)

Genauso wie vor fast 16 Monaten, als mir angesichts eines ins fette Rot wechselnde pinxographischen Bildes jäh der Ausruf “Kakadoo 500!” entfuhr, wirkt nun, ganz nach Rezept&Plan, die PinXoGraphie, und katapultiert aus meinem Unterbewußten das Werk, die Sci-Fi Illustrationen und das Bild eines dieser typisch “klumpigen” Raumschiffes des US-amerikanischen Illustrators/Malers John Berkey herbei:
Mein Raumschiff ist dabei eher eine Mischung aus gekrümmter Shrimpsgestalt mit allerlei Dekoration, das sich mit einem faustähnlichen Kompaktfön der 70er Jahren mischt, aber naja: so verkettet mein Hirn eben.

Und schwelgt aufs Neu in diesen farbstrotzenden Bildern. Was mich bei den Werken des Herrn Bentley, der mit 28 übrigens von der NASA als Maler engagiert wurde, völlig fasziniert, ist diese Mischung von perfekter Darstellung “technischer Apparate” mit all ihrer  perspektivisch-mathematisch plausiblen StromlinienGestalt und diese malerische Grandezza, wenns um verqualmten, zerstobenen, undeutlich grollend-weltallenen Hintergrund geht. Gran-Di-Os!

Hier kommen noch weitere sieben zusammen, alle mit einem nicht ganz unermutigten space-factor.. Vielleicht haben sie die unterbewußte “Vorarbeit” geleistet, um nun bei diesem Post anzukommen. Wer weiß!

Ob hier unten space oder eher Unterwasserwelt – ich finde, das kann irgendwie beides!

Alles frisch gemalte/gemachte Bilder, keines älter als drei Wochen. Wie Ihr seht, tut sich da wieder was im Stil (das ich als Beteiligter schlecht beschreiben kann)!

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Musik beim Schreiben heute:

Unknown Artist – Untitled 02

direkt zeitlich passend zum Thema: der 2001-Walzer

Schubert: “Symphony No. 5 in B-flat major”, D. 485 (Mackerras)

Danke für den Titel! Spiritualized: “Ladies And Gentlemen We Are Floating In Space”, Dedicated, 1997 … und die wiederum habens aus “Sophies Welt” von Jostein Gaarder. Ihm also auch ein Dankeschön.  A even bigger one 😉

Mir träumte, seh ich grad. Ich sehe grad: mir träumte!

Kaum sind die Werke vollbracht, getrocknet und abgespeichert, kommt schon das nächste pinxographische Blatt auf den Tisch, überlagert und verdrängt – auch mental – das vorherige. So bleibt, rückblickend/rückcheckend fast wie ein Fremder auf die Bilder zu schauen und immer wieder erstaunt darüber zu sein, was in den grad vergangenen Wochen entstand:

  • In sperren holzene/pasten ellene See gestochen.
  • Auf! Zu großer Fahrt!
  • Mit Paolo und Wazzily.
  • Uhrenvergleich: es ist Neunzehn’undertze’n (1910).
  • Götter speisen rotes Abland

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  • Wundersamer Durchflug (Arcade modeus) des großen Skwirl’n’Poon-Holo Scapes, (Torll Walkthrough Part 3):

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B(ergb)eklemmung: in tosend’ Sturm, Gestrüpp’ lawin’ und berstend’ Klamm! Ähem, aalles zuhause inner Kiste selbstgebastelt (davor zu viele, viele zu viele Riccardo Wagner + Pizza inhaliert)hbe-scanp-180128-588-ryyr3

Teu fel en de tail – wo steckst Du? oder: Detail ist überrall:hbe-scanp-180131-591e-rvr7f

Gourmetpoodles Erstverbildlichung von: es-soll-schmecken…:

  • gemüsig,
  • fleischlos,
  • auflaufig,
  • leichtgewichtig,
  • suppig-cremig,
  • mit untergehobenen Reiseerinnerungen,
  • mediterranen.
  • MILD:

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  • wind,
  • brausen funken,
  • sprühen mit sommer,
  • nacht:

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Elektro Lichthelle & Energieboost am Ende des Tunnels (am Ende dieser langen Nacht, die Winter heißt):hbe-scanp-180214-597f-r180r

Reiseführer Retro Fiction: l’oasis sans couleur – le jeudi j’arrive- l’arrivée à jeudihbe-scanp-180217-599e-r2v7b

Der Kieselstrand des Unbewußten/ pebbles of subconsciousness:

der Winter (draußen, drinnen, außen, innen):hbe-scanp-180213-596b-r2v3f________________________________________________

Musik beim Träume Betrachten heute:

Adam F: “Colours”, Blow Up, 1997

Maurice Ravel: “Piano Concerto in G Major”, Yuja Wang, Tonhalle-Orchester, Lionel Bringuier

Leonard Bernstein: Overtüre “Candide”, New York Philharmonic, Leonard Bernstein

Können Muster ins Hirn schwappen? Und bloße Striche zu Masken werden?

A funny thing, dies (Maler)hirn: da es ungelenk(t) am leeren oder halbvollen Blatt die Hand und damit Stifte und Farben führt, taugt es famos für Überraschung.  Ist ja auch mein Plan soweit. Und daß Ok nach einem halben Jahr Handbagigkeit eine clandestine Tendenz zu bildlichen Wiederholungstaten sprich Mustern, Dessins zu diagnostizieren ertappen ist – wen wunderts | mich mittlerweile nicht mehr.

Denn sobald man eine “automatisch” sich einstellende Tendenz bemerkt, passiert etwas mit einem. Abseits vom Kampf gegen selbstgebastelte Klischees: die Malerei verändert sich scheinbar von selbst vs. ich überlege, ob ich das gut finde, wenn andere Beschäftigungen außerhalb der Malerei Einfluß über die Hintertür des Unbewußten nehmen. Denn eigentlich gehts mir ums kaltblütig wilde Malen, frei von Nützlichkeits”gefahren” ;-) . Die sollen gefälligst ausgelagert sein, um in deren Abwesenheit völlig Unbekanntes erreichen zu helfen. Was sie mit der “Handtaschen Experience” ja nun sind (: ausgelagert), ich mich aber dennoch an manchen leeren Blattstellen beim mindless Mustermalen/-machen erwische:hbk-nnn-scanp-171214-564d-rDieses akzeptiere ich zwar mittlerweile, bin sogar gespannet, zu welchen modischen Ingredienzen diese “Stellen” irgendwann führen mögen, darüberhinaus aber sehr froh, daß andererseits, am nächsten Blatt, das Ungeplante, Unvorhersehbare steter Begleiter bleibt- und die ins Hirn geschwappten Muster nicht alles beschwappen:hbe-scanp-180102-577-r2vnr2oder wie seht Ihr das:hbe-scanp-180114-582d-recUnbeschwappt! Würde ich dazu sagen.

Aber nun die heute neuste Erstaunung:Tja – ob die kürzlich genossene Lektüre über das Künstlerleben des Herrn Grotjahns englisch sprachige Webseite nun dazu geführt hat, dezidiert aufs Thema Maske – also ich seh da mindestens zwei! – zu kommen? Mmh – vielleicht in homöopatischer, anschubsender Dosierung, ist das Thema doch eigentlich überfällig, wenn man mit Farbe und Stift agiert. Mir fällt mein bislang erstes Buch ausschließlich Masken gewidmet ein: “Once A Year” von Axel Hoedt englisch sprachige Webseite.

«I knew next to nothing about what I was looking at,»

schreibt da die dieser alemannischen Tradition “unmächtigen” Sarah Bradley auf photoeye englisch sprachige Webseite .. Und auch bei Max Beckmann trifft man gerne Abbilder davon. Oder googelt mal “african masks” + painting, da sammeln sich Gemälde diverster Gestalt und Machart (ich hab mal den erdfarbenen Filter angemacht) – sehr inspirierend!

Mehr noch: in meiner Inspirationsquellsammlung gibts schon jahrelang den Bilderlink auf Jademasken.. Da papp ich grad noch die frisch gefundenen Ergebnisse beim Suchen nach “Primitivism+art” dazu. Warum also nicht Krönchen zurechtrücken,  Augen auf und hey! Wow!

Masken am Werk!

hbe-scanp-171231-575-r2vnr4Making-Of Text Nachtrag: immer sehr anregend/bildend und von einigen serendipischen Funden begleitet: das Googeln nach meinen Überschriften. Heute finden sich für die erste Hälfte Einträge von “Self-Help bis “Business & Economics” ;-) Darunter als mein Favorit der Satz: «Der schöne Tintenfisch löst sich auf in Theorien«.

Masken-Nachtrag – Blatt #584: hbe-scanp-180117-584f-rvnr2
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Musik beim Maskenertasten heute:

various: “LOST IN SPACE | DRUM ‘N’ BASS | PHASE 00:03″, lacerba, 1997

Just Jack: “Overtones”, The Orchard, 2007

Franz Schubert: “Sinfonie Nr. 5 B-Dur”, Concertgebouw Orchester Amsterdam