Monthly Archives: February 2019

(Die) Wach(t) am Rhein

Ich & morgens unterwegs, wenn ich nicht muß – mark your calendar – kann ich da nur sagen. Aber: erfreuliche Bilder bei herrlichsten Vorfreude-auf-den-Frühling-Wetter. Und ich am Rückweg mit allen Tricks der LUMIX am Werk: extremer Zoom, mitdenkende Belichtungs- und Fokussierautomatik, Bild-Stabilisierungs-App und Echtzeit-Belichtungskontrolle. Tja, digital age halt – ich bin ja erst seit nem dreiviertel Jahr dabei dank Moviepoodle – muß man dazusagen. Bis dato waren ja knapp vierzehn Tausend Tage lang bedächtig analog angesagt.

Jetzt browse ich durch die 459(!) in zwei Stunden entstandenen Bilder und herauspicke nur wenige Stunden danach die “Gegenstücke” oder “Variationen” zu bereits bestehenden Werken, digital age halt. Alles, was gut aussieht, darf. Warum nicht auch.. Postkartografisches – siehe die 4er-Thumbnails:

Oben: April 2015. Drunter: Februar 2019.

OK, das unten hab ich erst ganz im ordentlichen Architktur-Sinn ins brave Rechteck reinverzerrt. Sieht man am dadurch schräggezogenen Gespiegelten.. Der Auto-Kontrast hat das Ganze dann in ein… unwirklich trümmerfeldiges Rasterbild verwandelt. Ganz à la der Letzte räumt die Erde auf. Hat aber auch was.

Bei der vor den Haupteingang der Original-Kunsthalle (fachmännisch: des Billing-Baus) verpflanzten “Slow Motion“-Ring-Skulptur von Nigel Hall fallen mir erstmals&plötzlich ironische Darstellungsmöglichkeiten dieser (nun) benachbarten Gegensätze auf.

Ich kann mich nicht entscheiden, was ich verschmitzter finde:

________________________Musik beim Schreiben heute:

Laika: “Sound of the Satellites”, Too Pure, 1997

Deep In Your Mind | Deep House Set | Winter 2017 Mixed By Johnny M

Working Week: “Working Nights”, VIRGIN, 1985

Ich höre nicht: das Titelstück 😉  “zersungenes Klischee” sagt Wiki. “Bereits vor 1900 (..) vielfach parodiert.” sagt Wiki. Erstaunlich: Versionen von Udo Jürgens und Heino gäbs davon.. Und mein (englisches?) WordPress biegt für die Kopfzeile/URL durchs Klammernweglassen dann auch noch das Original wieder hin. Für ne immer gutgemeinte SEO or what?.. ts.ts

Die Nachbrenner: tja, da gabs mal im März vor sechs Jahren auch ein KrimiCover mit Geländer.. Ob mich das Motiv unten daran erinnert hat? So.. unbewußt?

Vergleicht das nächste Bild mal mit dem dritten von oben.. Na? Wow, ne?

farb rausch poodle

Blätterei #2 heute:  ich sichte/ordne die frisch zugeflogenen Pappen. Heute: die grünblaue “Sektion”.

Der nun vorhandene beliebig! unifarbene *Hintergrund* taugt vorzüglich zu mit der Kamera gezogenen Farbübergängen. Also angewandte Bewegungsunschärfe, hier zum Farbmixen gnutzt. Cooler Bei-Effekt: die dezent muschelmustrige Papierprägung hilft mit, dezente, deshalb umso wirkungsvollere Bewegungslinien zu erzeugen.

Kombiniert man diese Aufnahmetechniken mit den Möglichkeiten der einfachsten (!) digitalen Nachbearbeitung, öffnet sich die Tür zu wirklichem Neuland:

die porträtierten Gegenstände, so interessant/geeignet genug, – das wird noch zu erkunden sein – beginnen eine phänotypische Reinkarnation: bloßes Fotografieren erzeugt etwas völlig Neues, löst die eigentlich ursprüngliche Form zu mysteriöser Unkenntlichkeit hin auf:

 

Plötzlich sehe ich nicht nur bizarre Tiefseefische wie der im Nordmeer tauchende Herr Semenov, sondern auch Bewegungsstudien de luxe wie die von Tobias Gremmler grandiosen digital veränderte chinesische Opern Studien. Die wiederum lass ich mir Anregung sein, es mit meinen schmalen Requisiten und der Farbe-aus-dem-Schuber ebenfalls ins Fantastische zu wagen:

Das sind die ersten Versuche mit dem neuen Material+Ideen. Da bin ich doch mal höchst gespannt .. Ihr glaubt nicht, was da vor der Linse stand!

Aber auch das ganz brav (stillebige) Analoge à la plage isolee darf nicht aus den Augen verloren werden, birgt es doch ebenfalls erstaunliches Set-Design-Potential: schaut doch mal auf dieses betont naiv goldige Ding da unten. Das sind grad mal zwei helle Pappen gegeneinandergestellt, die diese Weite, Draußigkeit und Natur bewirken, während die sichtbar gelassenen Blattkanten ein Theaterkulissenflair “beiraunen”. At the same time!

Und mit Makro und selektiver Tiefenschärfe gehts noch monumentaler, räumlicher:

Dazu ein Add-On aus lila Knoblauchzehen-Netzschlauch, nem roten und zwei blauen Bogen en plus & es ergibt sich gar nicht nur ein neuer FarbFlavour, sondern diese paar Requisiten “schlagen” eine kleine Geschichte vor(!) – ich ziehe im Geist grad eine zickzackige Linie von Szene zu Szene.. “Farbdramaturgie” @ home 😉

Nachtrag: das ist aber alles recht blaß gegen… den living room von Cary L. 😉

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Musik beim Stuanen und Schreiben heute:

Vanderkraft – Ce Bon Vieux Jean Lassalle

des Fotografen Farbkasten

“Ja ja – ich nehm’ alles!” sagte ich impulsiv/gedankenlos zum Angebot, den gesamten Bestand an Chromokarton einer sich verändernden Galerie in meinen Wirkungskreis rüberzuretten. Also gefärbtes Papier zum Passepartoutgebrauch  in diversen Rest-Größen irgendwo zwischen DIN A4 und DIN A 0. Quer durch den Regenbogen. Crazy Vorstellung. Tja und dann kam der große (Umzugs)tag.. Puuh! War ne ganz schöne Ochserei plus mitgelieferter transportation challenge..

Und noch mehr Ärmelhochkrempelimperativ  @ home –  das hab ich nun von der schieren Masse: da müssen weia noch Schränke dazu her. Deshalb die spärliche  Aktivitäten hier am Blog in den letzten Tagen, eher ich und das Bauhaus und torx und Bohrwinde mit Kegelsenker auf Du und Du. Natürlich in den (Schrauben)Drehpausen: kindliche Neugier sprich erste Probefotos – unter Mitwirkung der herumliegenden sichtbaren Spitze meines RequisitenlagerEisbergs:

..meines bescheidenen Obstvorrates:

..der immerwährenden Mengen-An-Sammel-Wut..

..und dem digitalen Scherenschnittspaß bei erster Sichtung am Bildschirm. Na, der bloßen Schauwerte/Komplementärkontraste zuliebe. Man könnte sich auch noch nen Ländernamen ausdenken für diese zufällig hingeratene Nationalflagge. Und welcher Art die Original-Embleme sind…

PS.: Noch ne Variation des obersten Motivs. Weniger BuchstabenVoiceOver, dafür irgendwie näher dran am Stil einer 50ies-Eiskarte: vergleicht einfach (die Farben und Audrey H. auf Echtheit) mit diesem Clip, ragazzi!

Das sind erste Schnellschüsse ins HEY künftig  prallfarbig mögliche Leben-mit-analogen-Color-Support. Se Hämmer, welche Wucht diese Art der Farbgestaltung entwickelt! Einfach zwei Griffe ins Lager R und ins Lager K und dann Staunen, wie das wirkt. Zwischendurch  eine leicht von den Möglichkeiten bestäubte Brummung im Schädel, was damit alles kommen mag.

Barbara Kasten sag ich da nur mal als erstbeste Assoziation. Von Produktfotografie bis zu humoristischer Animation in ironischen Farbdesign HAinIF geht da plötzlich alles:

Es gab natürlich schon den Einwand (von außen), diesen ganzen move mit den cartones doch einfach per Photoshop hinfällig zu machen, ABER!!

..man kommt auf gaanz andere Gestaltungs- und Fotoideen per Griff nach z.B. dem Rosa und den transparenten Plexikunkelen. Den oben kaum sichtbaren Einfluß der natürlichen Lichtfarbe in den reflektierenden Flächen kann man anschließend am Rechner per Autokontrasterei in völlig neue Bilder weiterdrehen – siehe das bleu hier unten. Sagt bloß, auf so ne fotonatürliche Idee/wirklichkeitsnahe Wirkung käme man per Mausklickerei auch!!  Also ich bestimmt nicht !! Für sowas bräuchte man schon ganz schön digitale Erfahrung – bin ich Joon Ahn oder wie??!! So geht das viel impulsiver, schneller und macht mehr Spaß!! Viel mehr!!

Find ich äußerst fett. Und zwei pinxographisch geübte Klicks weiter ergeben sich diese mysteriösen Bildnisse aus derselben rosa Serie:

Hier kommt gar die Oberflächenprägung des Kartons ins Spiel, dieses Leinwandartige, das den Lichter und -brechungen einen exakt räumlichen Platz, eine handfest räumlich zuordenbare  Existenz zuweist. Ein mords Gefrickel per Pixel würde das werden!! Wenn überhaupt!!

Ihr merkt: ich bin entflammt wie ein Schuljunge unterm Weihnachtsbaum 😉

..und auch “ernste” Sachen gehen mit diesem “gebürstetes Alu look” Karton – das hätte mein neustes Startbild werden können, wenn da nix Spannenderes dazwischenkommen..

..wird!

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Musik beim Schreiben heute:

 Lemin – Avant Garden

Harrison BDP – Parallax

Ausreisser: Ekseption – Alla turka

Unterwegs in PinX’O’Land

Ein neues Terrain für meine PinXoGraphien tut sich auf: als Motiv, Landschaft, Setting,

Handlungs”ort” für… VideoGames.

Wow! Wie kommts? Ich entdecke gerade heute abend Musik, Trailer und Making-Of des Spiels Samorost 3 -in dieser Reihenfolge(!): mitten im Makro-Unterholz zwischen Krabbeltierchen, Pilzen und Totemgeistern entwickelt sich die märchenhaft-psychedelisch “behauchte” Handlung. “Passend” daher kommen diese vier neuen PinXoGraphien – denkt einfach mal eine tiny herumwandelnde (Spiel)figur hinein! Und hört dazu  – siehe unten!

Super anregend, urkomisch und abgedreht das Making-Of des Sounddesigns:

…seit heute kenne ich ne neue musikalische(!) Verwendung von Lollies, belutschten 😉 Und die Tätigkeit des Totem Spirit VoiceOvers

Ich finde im Archiv – und bestimmt übermorgen auf dem nächsten Blatt –  ein paar weltalltaugliche Bilder für space adventures …wie Ihr seht: die Übergänge sind fließend!

Weiterhin entdeckt: das Independent Game Festival

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Musik beim Schreiben heute: logo

Samorost 3 – Original Game Soundtrack