Category Archives: artist statement tauglich

Bedenken S Ihr’n Wortschatz!

The Wortschatz, da rum kann man immer feilen!

Bedenken Sie das!
Bezeugen Sie was!
Bewerten Sie das!
Verwerfen Sie was!
Belallen Sie das!
Beschallen Sie was!
Belatschert Sie das?
Bedächtigt Sie was?
Versohlt Sie wer?
Bejohlt Sie wer?
Beessigt und beölt Sie wer?
Dann knacken Sie dran!
Verbacken Sie dann
die Krumen und die Lackel, Mann!
Die neuen Dings
wer sie auch brings
hinein ins Buch
netter Besuch
von frischem Wind
im heim’schen Hirn
Die Zunge dann
radbrechend dran
auf neuen Touren
hoch!

Neun und neunzig – wie Luftballon!

Heute: The Quantified Poodle

99 k Luftballons an Worten gibts auf diesem Blog. Das k, so wissen außer Wissenschaftler vor allem instagrammer, bedeutet 1000. Na wie das k in KiloGramm – auf diese Kilos sind ausnahmsweise alle scharf. Wie komm ich auf diese Zahl? Na, Nachzählen! (gemurmelt:) Zwei und zwanzig 10er-Posts-pro-BlogSeite mit im Schnitt 450 Worten. 450 mal ergo 220 Posts = 99k. (Laut, erstaunt:) Puuh! Anders, weniger großtuerisch sieht das “auseinandergerollt auf Ameisenaugenhöhe” aus, und wäre dann 9 Jahre mit 30 getippten (und schlußendlich stehengelassenen –proved- 😉 ) Worten täglich.

Statistisch gesehen kommt also jedes Wort des Gesamtdeutschen Wortschatzes einskommadreimal vor. Was hier natürlich nicht stimmt: es fehlen ganze Bereiche. Riesige Bereiche. Medizin, Wirtschaft, Raumfahrt, Gärtnern, Schminktipps, Fußball etc. Und so Klötze wie  “Rückenmark”, “Vergütungsverzicht”, “Erklärholz”, “Impfgipfel”, “Spülkraft”, “Eskapismus”, “460 Millionen Tonnen Niob” ebenso. Überraschenderweise aber auch Kurz-Klassisch-Elementares wie “Asche”, “Umstände” oder “solide” , “ungeschützt”. Oder  “Sippschaft”, “Lavieren”, ja es mangelt hier gar an literarischer(!) “Entschlossenheit”. Das, so meine deutlich ungeute Ahnung beim Tippen jener, wäre mir ne “Sprengung der Gattung” 😉 . Eben genannte Buchstabenkombinationen gibts hier (auf diesem Bildschirmausschnitt) erst ab heute, quasi als “Fehlanzeigenbeispiel”, Oops, da! scho’n wieder so’n Klotz!

Diese ganzen Bleiwüsten Wortströme – das ist mir Anlaß zum Schreiben heute – “helfen” seit fünf Jahren, meine Bilder für die hauseigene Galerie zusammenzustellen! Da ich immer neu gespannt darauf bin,

was mein automatischer Bildmischer so auswirft,

sobald ich immer weiter Bilder nachfülle/hochlade, andere Motive, mehr vernachlässigte Farben….teste ich heute mal angesichts dieser Masse an Filterworten, ob meistverwendete Worte ™ die langweiligsten oder spannendsten Bildermixe ergeben.

Ohne erstmal ergiebig zu recherchieren, welche heute, wähle ich intuitiv die kürzesten.. also Präpositionen. OK, nicht ganz intuitiv, ich hab etwas äh, probegeklickt. Ergebnis:  Nach und vor haben meine Guntst. Gunst. NachwievorNein, meine mannigfaltigen, gelassen stehengelassenen Vertipper kommen heut nicht ins Spiel, es geht um offiziell, für jeden erlangbare dudenige Werkstoffe 😉 Und auf natürlich. Und ab selbstredend.

Überdies interessant, wenn man ein “Deutsch als Fremdsprache“-Grammatik- Nachschlage-Werk at händ hat, dann kann man als Muttersprachler ungeläufige, das heißt ausschließlich intuitiv benutzte  Wortverwendungen (Filtereinstellungen) nachlesen wie “Präpositionen mit dem Akkusativ”, und dann an Beispielen konkret nachgucken, was man da grad grammatisch macht. Aha: kausal, temporal, modal.

Oder mein Ex-Nachbar (damals 4), der erfindet das Hybrid-Direktional-Adverb runten, wenns ums Verlassen des 3. Stockes zwecks Spielplatzbesuch geht. Ich werde es mal öfter verwenden, hier eintippend, um diesem Einzelfall speziell nachzugehen..

Zurück zur Selbstvermessung – ist die nicht etwas vermessen? Was, wenn rauskommt, was man alles hätte Schönes machen können statt nur auf Tortendiagramme zu starren. So lange Treppensteigen, bis einem die APP das zweite Stückchen Kuchen erlaubt… Oder, ebenso zeitaufwendig: eins selbst zu erstellen (hier ein ästhetisches Zwischenstadium™ ):

Immerhin bin ich durch diese Zählerei zu gewissen Aha-Erlebnissen gelangt, geb ich zu! Schon vorher bekannt: das Prinzip Werkstatt und Schaut-mal-ins-Internet-und-staunet dominieren, befruchten sich gegenseitig. Dann gefolgt von den Themen Fotografie, meine Malerei,  Film(chen)drehen und (Leben)Einrichten.

Ich wurde Aha an Themen wie den funky Hausrat erinnert, den ich groß aufbohren mag in Lockdowns to come. OK, just kidding. Ebenso die suchmaschinen-optimierte Lyrik, eine noch verspieltere und gleichzeitig (!) diszipliniertere Variante des Wortspielpoodles, da ist noch ne Menge Brachland-to-go.

Als doch sehr verstecktes artist-statement dürfen diese diy- dow jones Pfeile gelesen werden: welche Themen in der Zukunft wie beackert werden möchten. Worauf ich ordentlich Lust hab. Wie Ihr seht: mehr Funk, mehr Mode, mehr Lehrerhaftigkeit, mehr und Schöner Wohnen 😉

Und Malen steht an! Des öfteren betrachte ich die überfarbigen Werke der ersten PinXoGraphie-“Stunde” 2015-2019. Dann krieg ich t.o.t.a.l. Lust, da weiterzumachen!

Wow- googelt das Bild mal! Da kommen Stickarbeiten und Linoldrucke!! Und James Edwin McConnels Abenteuer-Illustrationen!

Epilog:

Was überaus informativ ist: alle Zahlen, Daten & Fakten hätte man auch selber (oder mit entsprechender Software) herausfinden und zur Torte aufbereiten können, außer natürlich die bis gerade unsichtbare Prognosen meiner Pläne. Die sind das einzig Neue dabei. Spielt einfach mal selbst Datenverarbeiter und/oder googelt «open source intelligence ».

Als besonderes Leckerli kommt die Überschrift heute direkt als original O-Ton, echtes Leben: So nämlich verdeutlichte der Mann hinterm Tresen den mißverstandenen Preis, den die vornestehende Oma für Fruchtgummis-der-Enkelin zu bezahlen hatte. Und ich dachte «Boah ey – mein pakistanischer Getränkehändler kennt klärt mit  Nena

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(Passende) Musik beim Sprachpartikeln und Ballon/sauf/pusten:

Talking Heads: “Speaking in Tongues”, SIRE, 1983

Nitin Sawhney: “Prophesy”, V2, 2001

Wolfgang A. Mozart: “Eine kleine Nachtmusik” Serenade für Streicher G-Dur, KV 525

Kinderzimmer Production: “Die hohe Kunst der tiefen Schläge”, EPIC, 1998

MC Solaar: “Qui seme le vent recolte le tempo”  – French Lesson! torero lexical 😉

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PS.: Nachtrag zum Thema Statistik: dieses WP-Post ging live nach 101 Revisionen – nun sind wir schon bei 112 – Feuerwehr! Mir fällt IMMER noch Besseres ein. Hinterher..

Außerdem ist das Bloggen und Schreiben meine aller höchst persönliche Individualwortschatzchallenge. Die Latte dafür lege ich forsch mal höchstmöglich

Im nächsten Leben Verdi Stirni Ma

(..) eine hochentwickelte Kultur des Unperfekten, Unbeständigen und Unvollständigen, die sich in einer grossen Freiheit an Formen, sublimen Farben und in formaler Einfachheit ausdrückt.

Wabi Sabi sagt der Japaner dazu, erfahre ich vom Schweizer Andreas Hurni – nur andere 2 Worte für meinen Thrill an dem immerGanzen: mit diesmal digitalen Werkzeugen at hand im Flug drei, vier,… fünfzehn Versionen einer Idee hinklicken, ALLE speichern, chillen. Wäsche aufhängen. Spülen. Another Maske zuschneiden. Müll runtertragen. Irgendwas anderes. Und am nächsten Tage erstmal: angucken. Und nicht mal aussuchen müssen.. Eher mit den nächstfolgenden Ideen dran weitermachen (beim Schreiben übrigens auch meine Strategie. Ich wäre der völlig Falsche für Print i. e. Drucklegungsdeadlines.)

Das da oben ist das Allerrohste =Allererste, was ich Euch als Inkarnatoin™  meines neusten “Werkstücks” präsentieren kann: zwei gestisch zu populärer? Zeichensprache erhobene Arme eines .. Fabelwesens? einer Gaming Figur? Grafitti? Keine Ahnung, es ging alles mal wieder soo schnell mit dem Photoladen. OK, Besprechung: ein sich einmal wiederholendes Bildmotiv macht heute das Gesamtbild, Ähnlichkeit und mehrfache (genaue) Wiederholung gruppieren sich zu einem Ganzen, das man irgendwie genau deshalb fixiert, und länger als die berühmte Sekunde anschaut.

Inspiration dazu? Wie immer: Herumadrenalieren im Internet, ganz vorne (sagt mein Schlafhirn), wie GollumKreator Bay Raitt mit seinen 3D Werkzeugen destruction spheres “Löschkugelradierer” ab 06:55 erzeugt. Wow and double wow sein Kommentar dazu:  « Looking for the cool happy accident  »

Mit diesem Ding wird gleich weitergemacht: fett Farbe drunter, um einen ambivalenten flavour reinzubekommen-  Ambi=beide valenz=Wertigkeit: beidwertig. Also hell und dunkel gleichzeitig, düster und interessant, schaurig und schön (der Klassiker):

Next step: Mit Schrift im Bild =LayOut und der mal wieder als Bildmischer Soodlepoodle in Verwendung kommenden Farbleiste icspecific-red icspecific-orange icspecific-yellow icspecific-green icspecific-teal icspecific-blue icspecific-purple icspecific-pink icspecific-white icspecific-grey icspecific-black icspecific-brown , die diesmals erstmals mit zusätzlichen Wortfilterns in eine neue Art BildWortMischmaschinenSphäre erhoben wird. hebt das Ganze weiter ab und wird meiner Ansicht nach nochmore interessanter: das frisch erreichte, bloß Ambivalente verschwindet zugunsten einer “dritten” Dimension:

Besagte Galerieidee kommt als Zugabe+: ich in gelb, reden in grau, könnte in schwarz, jemand in lila. Damit flugs an html-Werk, um für Euch zum ebenfallsigen Werksgenuß die Bildflächen klickbar zu machen. Dergestalt der Plan, der dazu hermuß:

Mit diesem pixelgenauen Raster drüber kann man “nachlesen”, wo die Eckpunkte der klickbaren Felder liegen. Also 12 mal sechs Ecken abzählen und in den Sprungbefehl tippen. Dies geschieht ganz ähnlich, wie viele von Euch Sudoku spielen: in stiller, kontemplativ-zäher Betrachtung des Spielfeldes und anschließend ameisenhaft vorwärtsschreitenden Verknüpfen der Eckpunkte, in meinem Fall mit dem html-Befehl zum Sprung aufs Gewünschte. In einem neuen TAB. Ich erfahre:

Von der letzten definierten Ecke müssen Sie sich eine Linie zur ersten definierten Ecke hinzudenken. Diese schließt das Polygon.

Das sind als in diesem Fall die sechs bunten Punkte, die man in einer Liste als X und Y Koordinaten auflisten muß. Darum das drübergelegte Gitter, das diese Koordinaten “ablesen”  hilft. Ein Beispiel? Der dunkelblau Startpunkt liegt auf  532, 418 – als Orientierung siehe die grüne 500 als x und y unten im Bild. Voilà. Fertig fürs 1. Startbild Menue Soodlepoodle zum Oktober 2020.

Aber, wie gesagt/getippt, geht das ein paar Tage weiter, hat doch das frisch ertestete Werkzeughändling gewirkt und ich hab die Idee, mausgemalte und aufgehellte Formen weiterzuverflüssigen. Ein weites Feld, das kann man jetzt schon sagen! Karl Os Kuro modern. Mit ein paar flux reingerenderten Gegenlicht-Blendenflecken ergibt sich dann:

Nächster Tag, nächste, stets verfeinerte Versionen. Die weitere Möglichkeiten “erkunden“. Zwei Farben und -Ausrichtungen, zwischen denen ich mich vielleicht nächste Woche entscheide 😉 – Tänzer? Kollisionssport? oder Schwingen?

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Musik beim Schreiben und Verflüssigen, Schattieren und Aufhellen heute:

The Bossa Nova Exciting Jazz Samba Rhythms Vol 5 – Album Completo

Heinz Erhardt und schweizer(!) Hippies. Im selben Clip! Plus Überschrift(erklärungsannäherung), dachte die Katze 4.0

Jamiroquai: “Automaton” – Corona steigt erst zu Kopf – hellseherisches 2017er Video!!

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Nachtrag. Am Danachtag. A dash of Dali, anyone?

 

Inspirationsgenerator Soodlepoodle.net

Das Kreative, Gestalterische im Menschen ist eine unbezähmbare Macht. Das täglich betriebene Hirn des Lebens freut sich nicht mehr, als wenn es endlos etwas aus sich heraushirnen kann. Das gilt auch für das “Problem” der eigentlich fertigen Werke – zumindest bei mir: wie, so frage ich mich zugunsten eines erfüllten, anregend wachen Lebensstiles, wie stell ich es an, daß mich diese fertigen, abgelegten Werke weiterhin inspirieren?

Daß fertig Gestaltetes Rohstoff für künftig Inspirierendes sein kann?

Offensichtlichstes Beispiel: diese riesige BilderSammlung, die bitte nicht in einer Schublade/ Ordner oder online in einem nervtötend erstarrten GalerienDatenBaum verschwindet, sondern wie Flüssig-Lava stetes zu inspirationalen Diensten steht. (..)

Das Internet, speziell die eigentlich für anderes gedachte westliche Suchmaschine #1 hilft zur Verwirklichung: sie ermöglicht, serendipisch seit 2012, eine Versuchsanordnung, mit allen gemachten Fotos, fertiggemalten Bildern und dem Text(!) als Auswahl-Katalysator eine gar von allen Besuchern im Netz bedienbare “Cocktail”maschine hinzubekommen, die aus den immer frisch zu r-würfelnden (Bild)Nachbarschaften etwas Neues, überaus Anregendes macht.

Immer frisch bedeutet: ich fülle ständig das Neu Entstandene nach, das die Maschine dann in die nächste Abfrage mit einbezieht, in das Cocktailergebnis von morgen integriert. Neuster Fang zum Beispiel ist dieses beim aktuell durchwachsenen Wetter aufgenommene Telebild. Ganz im Sinne von Andreas Feininger, einer meiner ersten (und dadurch wichtigsten) Vorbilder: die wahren Größenverhältnisse der Gebäude werden dadurch deutlich und machen auch 2020 staunen (na, Mannheimer – wo steh ich da mit Kamera? Wers errät & noch weiß, wo dieser winzige Glockenturm steht, hat sich nen Zehnerpacken meiner Postkarten nach Wahl verdient):So bin ich fasziniert, welche Mischungen Google (die meinte ich) aus diesem extra dafür angerichteten “Angebot” zusammenmixt. Ich habe im letzten Jahr langsam, aber stetig eine Passion daraus entwickelt, die Bandbreite an Themen zu puschen, sprich: immer weitere verschiedene Genres Bilder diesem cement mixer zuzusetzen.

Frisch auf der (Bilder)Zutatenliste Soodlepoodle.net angekommen: Vintage Karopapier mit aufgemalten Autorennspuren, Schoronsteinqualm in allen Lichtsituationen. Und dem nun erreichten/absolvierten 100-Tage-WohnungsTetris sei Dank: die bislang nur sehr rar vorkommende “Warengruppe” von diffusen, kunststickerheischenden “Unfotos” mit Nix rechtem drauf und dem abgedroschenen Flair Klischee des Suchenden (das eigentlich nur der heiligen Knipsversuchung des Digitalen geschuldet ist: egal, was sich NICHT im Display befindet, ich drück ab) rückt langsam in den Bestand. Los damit gings vergangenen Juno mit diesem Foto, das auslöste:

Heute kann ich nun diese beiden anfügen:

 

Ist ÜBERHAUPT nicht so einfach, wie ich das grad so flapsig tippe!! Da bbbrauch ich noch jede Menge Übungfür!! à propos Übungfür: grad startet die biennalefotografie.de

Was in künftigen Posts ebenfalls zahlreicher werden wird, sind kleine, gerne auch skurrile (ich steh auf skurril, es ist so schön weit vom Abgedroschenen weg) Details aus nicht nur meiner Werkstatt des Einrichterpoodles.

Hab ich schon mal geschrieben, daß ich auf Werkzeuge steh? Was? Heute noch nicht? 😉 Zudem frisch entdeckt: eine gewisse Neigung, Fotos mit Farbe anzupeppen, hier oben fünf quasisymmetrische Flecken mit nem steilen, effekt-multiplizierenden Rosa anzufüllen 😉 Alles andere außerhalb vor Ort ist so.

Echt! Arrangiert! Birnbaumbett auf Blechspindbox!

Und dazwischen immer: spontan gelungene/entdeckte Schauwerte

und Selbstporträt-Lookalikes aus noch ungrauer Vorzeit: ___________________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Slim Gaillard: Cement Mixer  (ich kann mich nicht entscheiden, welche Version ich amüsanter finde..
Midnight Vibrations | Deep & Progressive House | 2016 Mixed By Johnny M

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Nachtrag am Danachtag: Testet mal folgende bislang “unprobierte” Suchb-griffe (, dann seht Ihr (vielleicht), was ich meine):

daraus meine Fantastischen 3 des Tages:

 

 

An Easy Itch: The SchlotFootage

Was in meinem kreativen Leben die Sicht auf den inspirierten Moment angeht, war es schon immer die Regel: die gebärende Sekunde geht vor, jäh herangeflattert rules, man läßt stehen und liegen für eine Creation, will meinen: sobald eine neue Idee, ein neuer gestalterischer Impuls occures, muß zugelangt werden, die schnelle (und meistens: einfache, unaufwendige) Gelegenheit genutzt, diese festgehalten oder: das Schaf mit leichter Hand ergriffen werden... So übersetzt ein gewisser Herr von Senger eine der elementaren chinesischen Regeln zur Lebensführung mit Gripses Hilfe (pazifistisch ausgedrückt, was in diesem Fall #12 durchaus möglich ist).So vorgestern früh, kurz nach halb acht: der morgendliche Blick aus dem Fenster bringt mich in Fahrt im Nu: ein wunderbarer Himmel wie eine von selbst leuchtende, grandezza- cremefarbene Leinwand. Und sich darauf behäbig entwickelnde blaugraue Skulpturen, wunderbar bildmittig verharrend/verfliegend in luv. Also gedankenfrei Kamera und Stativ aufgeschlagen und “Aufnahme angemacht”, noch bevor Kaffeewasser aufgesetzt & Morgenfrotteelieblingsmantel angetan ist. Und irgendwann später, wie von selbst – voilà im Kasten:  das Ganze als 30 Minuten Sequenz (für Euch Eilige das Ganze hochgeschnurrt in 18 Sekunden 😉 ), die nunfür weitere Verarbeitung als moviepoodle bereit liegen –  ich imaginiere Ausschnitte, slow motion, vorwärts–rückwärts-Schnipsel, Überblendungen oder spiegelnde “Weiterverarbeitung” mit interessanten Sounds dazu. Oder einfach nur Betrachten Sie das als Bildschirmschoner  – diese perfekten Komplementärfarben und amorphen Strukturen bis gegen Schluß die Sonne beginnt, das Ganze in eine echte (harte) 3D Skulptur zu verwandeln. Grandios! Abstrakte Kunst! Und vor allem: mit drei Handgriffen “eingefangen”!

Aber nicht nur vorgestern, das geht nun schon seit Wochen so:

Super filmreif dieser Effekt der Fokussierautomatik, die sich ungerührt und ausschließlich durchgängig™ um die windgetriebenen Tropfen an meiner Scheibe “kümmert” und den Hauptgegenstand im Bokeh verharren läßt!

Bin gespannt, wann das nachläßt mit der SchlotFootageAufnehmerei. Ich denke, wenn die ersten Filmmontagen damit durchgespielt sind. Denn dann, so meine Erfahrung, entstehen neue Ideen und Umgangstöne mit dem Thema.

Beispiel “Schaf ergreifen” Nummer 2: ich streiche die bewährte, Video-Leinwand-tragende Latte zur besseren Integration ins diesmal Wohnzimmer und, weil ein Rest Acrylschwarz zuviel aus der Flasche nach draußen gelangt ist, greife ein Stück verwaistes Sperrholz und vertändle darauf den Rest. Dann, beim Betrachten des  “Trockengelegten” plötzlich dieses Erhaschen einer Bild/Reflektion im frischglänzenden Farbenmeer: Silhouetten! aus einer anderen Welt! Science Fiction Visionen mit Filmstillcharakter! Reminiszenzen an:
..ein märchenhaft gefärbtes spanisches VideoGAME. Schaut doch mal wie sehr ähnlich, diese regnerisch-leuchtenden Szenen aus RIME.

Drittes Beispiel: ich bereite meine Videoleinwand darauf hin vor, als Fotohintergrund zu glänzen. Da ich entdeckt habe, daß sie hinten drauf schwarz(!) ist, teste ich schnell mal die Rückseite: optimal mit null Aufwand: hellen Gegenstände kann ich nun mit einfachsten Mitteln einen sexy vanta-ähnlichen Hintergrund verpassen (Photoshop hilft mit zwei(!) einfachen Klicks):
Weiterer willkommmener Effekt: die Reflektion der Plane in Blau (=der Himmel draußen) “erlaubt” diesen metallischen Effekt. Groß! Nun noch die Beulen rauskriegen durch zurechtgezupfte Hängung – form i dabel!!

Ach so zur Illustrierung: das oberste Foto zeigt überbelichtet, dadurch doch perfekt erhellend 😉 die “räumliche Konzentration” des kreativen Ereignisses: Ihr seht im Stativ den Kamerastandort und -höhe plus das Display der ersten Sichtung. Indem Ihr das nun im Internet betrachtet, kommt die dritte Dimension der Ideen/Bildverbreitung dazu.

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Musik beim Schreiben heute:

Itchy Fingers: “Full English Breakfast”, Enja Records, 1993

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Naxchtrag am 23. Februar: der hundertschnellfache Rückwärtsschlürf:

Schauwertproduktion (in mehr als one go)

Fotografie heute chez moi. Die reine Lust am Bildermachen. Ich schau das grad eben aufgenommene hier unten an, habe  prompt ein déja-vue und denke: «Früher, da warf man Katzen und verschüttete nachmittagelang eimerweise Wasser, um zu einem wahrhaft memorablen Bild zu gelangen.» Nun, zweiundsiebzig (!) Jahre später will die Kreativität der nachfolgenden Generationen immer noch ran und bedient sich eben modern (gewordener) Methoden. Und Alt-Kastanien-Koffer 😉

Schauwerte zählen wie eh und je – mir liebste plakativ-ironische Fundgrube aus zum Beispiel der Welt der Werbung das grandiose adsoftheworld..

Geht bei mir @ home zur Zeit komplett anders, viiiel spontaner, schneller und (bis auf  das bißchen essentiellen Schattenbausch oben & ganz unten Hintergrund & die Figuren) fast ohne Photoshop: Gegenstände sammeln, die nicht zusammengehören, aber durch eine spezielle “Technik der überraschenden Anordnung” – recipe: man zieht übereilt um und entpackt dann großäugig die so unvergleichlich ge-remixte Collection. Dazu kommen noch klassisch handwerkliche Zutaten wie Lichteinfall, Perspektive, Makro-Einsatz. Und Assoziationen  an eben solche klassische Werke, die beim Arrangieren der “Gegenstände 2020” plötzlich “zusammengehen” &  zu neuen Bildern werden. Readymades quasi, total old school.

Will sagen: es erfordert immer mehr als einen Schritt. Faszination als Erstlings-guide, ok, dann das kontrollierte Chaos als kaltblütig instrumentalisierte Lotterie, das Schlafhirn als kunstaffine/-gesättigte, unermüdlich nachtschichtende Jury. SUPERPLUS für mich: neben dem (meinem!) Arbeitsplatz: ein Spielzeugladen – wunderbar!!

Und plötzlich – durch diese Tätigkeit frisch ästhetisch erwacht – entdeckt man ein Morgenmondgeschenk zum Schlotenbart – a’part! Und aus ner Laune heraus gekippt nach rechts werden exotische Farnwedel draus – der Zollbeamte Henri läßt grüßen 😉und das schwindende Nachmittagslicht im Januar bringt diese ganz spezielle Stimmung, bokeh oh làlà` ohe!Schauwerte, die das Leben anregend machen, die Lust an der Neugierde am Unbekannten, Ungesehenen wecken. Am dollsten freut mich gerade eine Entdeckung, die durch etwas träges Herumgestikulieren mit einem ebenfalls jüngst wieder ausgepackten Werkzeug Experimentierwut entfachen half. Später mehr dazu, wenns ausgebufftere Ergebnisse gibt!

Das hier aber entzündete den Funken!

Hier&heute wirken weiterhin mit als mir notwendige/ vorausgehende Schritte/Lektionen:

Und immer nebennebenher – Kamerastativ aufbauen, justieren, ranzoomen und abdrücken null Aufwand – entsteht massig “Schlotfootage” – bei windigem und mitfliegenden Wetter extrem geeignet als Entspannungsbildschirmschoner no kidding Stellteuchnicht soanindustrielandbewohner! Musik /Sound dazu unten!

PS: Wow. Ich finde eine recreation des oben genannten Philippe Halsman Fotos vom 17. Februar 1948, anvisiert, geplant und durchgeführt knappe siebzig Jahre danach. Dollstes 2. EntdeckerPlus  : eine kleine, überaus amüsante Geschichte zur collaboration, erzählt von des Fotografen Tochter ..

PPS.: Wer ihn noch nicht auf meiner lehrer-fotografen-Seite entdeckt hat: Wasser in der Luft, selbst geworfen, filmisch extrem verlangsamt = Schönheit. file_under: Shinichi Maruyama “Water Sculptures”. Die erstaunlichen fotografischen (Wasser)werke («Images are exposed in seven thousandth of a second) findet unter shinichimaruyama.com/gardens. Der Künstler schreibt dazu:

It is said that a Zen garden represents in a three dimensional space the spirits of high priests who have achieved enlightenment. The Zen garden is the expression of boundless cosmic beauty in a physical environment, created through intense human concentration, labor and repeated action.

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Musik beim Schreiben heute:

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Suite aus “Ein Sommernachtstraum” op. 61

Nae:Tek – Dub Waves #45 On Proton Radio | Guest Mix By Johnny M | Dub Techno

Stürmisch Frühling Malen

Nicht nur das Wetter, auch außergewöhnliche Stimmungs- oder Lebenslagen*  verursachen, wenn sie sich über eine diesen Namen verdienende Periode hinziehen, einen ebenso veränderten malerischen Ausdruck, drängen einen klassischerweise gar in diese Art der kreativen Beschäftigung/-wältigung. Ja, man kann muss solche Zustände gar dazu “nutzen”, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.

Ich fmT bin schon-soo-lange-und-daher-mitten-in einem sich endlos anfühlenden Strom der Bildgebung und überlasse es Euch, diese These oben durchzuwinken/abzunicken beim Blick raus aufs überkühlenordwindige Wetter. Und merkliche Veränderungen in den PinXoGraphien seit Juni  ’15, denen ich irgendwann den Sticker “Nuancismus” verpaßt habe, zu diagnostizieren. Hiermit nun die neusten Werke, entstanden alle nach Maienbeginn, alle ab Papierblatt # 725:

Achtung? Spoiler: «einfacher», «lakonischer», «kühner», «wilder», «ikonischer » wäre meine Selbstverortung als dottore di arte 😉

Was ebenfalls neu ist, Ihr aber hier nicht sehen könnt, da ich (aus ästhetischen Gründen) keine “nur” gemalten Blätter hier poste: ich hab angefangen, die Bildfläche plötzlich als Werk für sich im vom Papierschnitt vorgegebenen Rahmen zu sehen. Also was gemalt zu haben, das ich gar ta-dah! genau so einrahmen könnte. Das fertig gemalte Stück Papier als Bild. Back To The Malerei-Roots. Hat zirka 680 Anläufe und vier Jahre gebraucht. Oder wie heißt diese analoge Fotografenregel dazu: «die ersten zehntausend Fotos sind die schlimmsten»..

* es müssen nicht mal die eigenen sein..

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Musik beim Durchwinken/Abnicken heute:

Isabel Eichenlaub: “Weite”

In Deep Analysis | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

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L’ Allemagne deux points Nachtrag Fortsetzung nach allerliebstem Maiensonntag:

Musik dazu:
Empty Streets | Deep House Set | 2016 Mixed By Johnny M

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Stormy Monday/Tuesday Section:

 

dazu reichen wir Noisli mit Starkregeneinstellung und im Mix:

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

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(Wow –  da könnte man ja fast gar ne Wochenkarte draus machen 😉 )

Short Attention Spam – oder die plötzlich willkommene Pendelbewegung des Geistes

Stellt Euch vor, ich hätte diese Seuche der Neuzeit, diese ewig fahrige, rasend-machende Unaufmerksamkeit, kurzbezeichnet mit Short Attention Span “umgebaut” zu einem meiner wichtigsten “Werkzeuge” beim Malen solcher Bilder wie diesem:

ysp-scanp-170315-454b-r6v2rStatt “nur drei Minuten aufmerksam sein können” zu “…aufmerksam sein wollen”. Denn warum bremse ich mich immer, wenn ich bemerke, daß ich Lust bekomme, in aller Ausführlichkeit leere Flächen auf meinem pinXoGraphischen Blatt des Tages™ mit fleissig eingeübten, routinierten, kleinkarierten Bewegungen sprich Mustern zu füllen? Fleuchlings also genau vor der menschlichen Eigenschaft der Kontinuität, anhaltenden Arbeitskonzentration und Akribie, die man beispielhaft No.1 beim mosaiquen Fließen orientalischer Muster oder b) beim Fusseln-aus-Kohlebergen-Retouschieren benötigt, um die Arbeit den Meister loben zu lassen? Warum denn also die Herstellung von Bildern und Werken vermeiden, die dadurch doch geordneter, besser, effektiver, ja: überhaupt erst zu Werken werden? Nun: weil dieses Vorgehen nicht gilt, nichts nützt für die PinXoGraphy. Hier liegt der Anspruch versteckter, indirekter, erst bei/nach längeren Betrachten zu erkennen. Da ist die Wiederholung tabu. Kurz gesagt. Jour et règle fiXe.

Denn interessanterweise – so kommt es mir wie eine Entdeckung für die Kunst vor – läßt man beim Bilder-an-Wänden-oder-Display-Anschauen das streng Geordnete (in sich) los, will mal anderes Futter und freut sich, von ansonsten allerorten vorrätigen Klischees mal befreit zu sein. Man sucht Erfrischung! Irgend etwas, an dem man mit den Augen herumknabbern kann, jäh erwacht von diesem Stimulus. Und gleichzeitig vielleicht bemerkt, daß das persönliche Sehen nur allzuoft eingefahren, eingerostet, nur auf zweckgebundene Wahrnehmung (Vorsicht/Umsicht im Verkehr, Preis- und Infosuche, Gesichtererkennung) eingerastet ist. Auch, daß man Bilder privat wie öffentlich wie geschäftlich zum Ausgleich, zur Vertrauenserweckung, zur Beruhigung mißbraucht. So zumindestens geht es mir, wenn ich beim Malen irgendeine Guck-Routine rieche.ysp-scanp-170331-465b-r2v2r

Also nutze ich den Span dazu, genau dann, wenn er greift/einsetzt, einen frisch vom Vergessen gereinigten Blick aufs Blatt zu richten und wie bei Erstbegehung einen nächsten, ersten, weiteren Schritt zu tun. All at the same time.

Das ergibt ein Bild, an dem sich die Überraschungen überlagern. Und genau dafür mach ich das ja.

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PS.: die Fehlcshreibung des Span zu Spam im Titel heute fand ich sehr reizvoll, hilft das falsche “m” doch, eine menschliche Un-Fähigkeit als Müll, Belästigung zu bezeichnen, die an manchen anderen “Stellen” überraschend nützlich eingesetzt werden kann. Oder durch die “Bezeichnung” Spam als eben genannte, kommunikationstechnikgestützte Seuche nochmals explicit getaggt wird.

OK, eins noch. Ein wieder farben”frohes”, passend zum fantastischen Wetterchen heute:ysp-scanp-170331-465d-r2vnr_____________________________________________________________

Musik beim sekundenweise Unaufmerksam sein:

Tiefschwarz: “Eat Books”, fine, 2005

MC Solaar: “QUI SÉME LE VENT RECOLTE LE TEMPO”, Metronome, 2000

Mozart: Sinfonie C-Dur KV 551 “Jupiter-Sinfonie” (London Mozart Players / Jane Glover)

St. Germain: “Boulevard”, F- Communication, 1999

Painting The Spume Of My Mind – Artist Statement PinXoGraphy

ambrotypie_uffelmann_fotnAfter taking photographic pictures for thirty-five years I felt a little weary and was worrying what photography could be for me in days to come. For with the dawn of Big Data taking and sharing pictures online has lost its innocence, and those trillions of daily added pics being seized by big companies making that old “Wissen ist Macht” finally come true. Just a few examples here and here..

These were two significant points for me to start looking for something new. Something fresh, something exciting, something way out of this modern digital world but mainly:

I craved something I’d never seen before.

Some good reads about painting regaining the predominance over photography finally brought me back to this bulk of old posters of my first band back in the 80ies ( I played the bass guitar), their empty backsides and pastel chalks in summer of 2015.

Since then amazing things happend. With my self-established rule simply being:  paint first, then digitally recolour. It turned out to be a seemingly unlimited source of astonishing, never-seen-before pictures, I some day labelled as “Nuancism“, some day as “tangled undergrowth paintings”:

  

But there’s an abundance of pure stark colour, too:

  

The question with them is: what comes to mind if you don’t recognize anything immediately?

My answer is: your personal memory.

 

And: it works automatically, involuntarily. So with these pictures you can get access on things you thought you forgot.

Although this ongoing flowing of pictures – I made a sheer 30 thousands within the last three years out of the 680+ sheets first painted, then processed digitally –

this is not about painting pictures, it’s about stimuli.

So I found a vast test field for the power of the human memory triggered by humble colours and funny shapes avoiding the obvious by simply doodling away in summer 2015. Challenge for (your) looking-on and pareidolic kaleidoscope for a thing called pictorial memory.

 

But starting painting in 2015 would have been as half as thrilling if it didn’t also bring into account/ignored all the modern wash of pictures that flood our overloaded modern brains.minds. Painting these pictures therefor means deliberately irritating the process of the 13 milliseconds that our brain really needs to judge a picture, thereby (re)calling all your available information, realizing your mind being stamped with/by brand logos, corporate designs and pictorial claims. PinXoGraphy as a serendipitously discovered means to learn that the brain memorizes anything by tickling the looking experience.

For maybe there’s a new-born/resurrected quality of abstract paintings which come to provide an apt echo chamber for elusive modern phenomena like short attention span, nomophobia, burnout, so this obsolete art form may regain new potential.

A potential in exploring areas in life that are hard to express verbally: feelings, premonitions related to social life, human behaviour, feelings towards or impacts of the world of work or that of business, even diplomacy. . Here my first few examples:

 

 

Then quickly came the idea of pinxographic home decoration:

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or some special flavour for leisure-themed venues:

New in June ’17: a crazy idea from my neighbour I met while walking the dog lead me to start cutting out.. handbags (!) of the works:

So Hey! I can start all over with a presque inexhaustible quantum of footage ;-) but: of all things: could handbags save the world?

See a lot more PinXoGraphics here, a few more HandBag designs here.

Best-loved comment to this picture below: “Like a Japanese Miró!”


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Listening to while… writing and editing:

St. Germain: “Boulevard” , F-Communications, 1995

Veronika Harcsa & Balint Gyemant: “Tell Her”, TRAUMTON, 2016

Yuja Wang “Ravel”, Deutsche Grammophon, 2015

Ich male den Schaum meiner Erinnerung

Heute, im hellen Februar 2017,  nähere ich mich stetig, langsam, doch unaufhaltsam dem 444sten bemalten pinxographischen Blatt, habe daraus schon über 23 Tausend Bilder wie diese “gewonnen”, drängt es mich auf ebenso akkumulierende Weise, diese Besessenheit mit einem scheinbar abseitigen Phänomen  in ein artist statement zu fassen.

Sprache als Vermittler, Sprache als Faszinationsüberträger, Sprache als Erkenntniswerkzeug. Auch für den Autor selbst.

Hier am Blog gibts dazu ja schon ausführlich Material auf deutsch – in mehr als einer Hinsicht* ist diese Internetseite (!) mein Statement – doch mein Ehrgeiz, meine Faszination auch in “der Internetsprache” englisch begreiflich zu machen, schwemmt mir neue Herausforderungen an. Dazu ringe ich seit letzten Herbst immer heftiger, diese nun zwei Jahre dauernde Beschäftigung mit Malerei bis zum ultimativen Text-Destillat immer noch kürzer, prägnanter, spannender zu “besprechen”. Und als Bonus (eine Sprache – eine Seele, zwei Sprachen – zwei Seelen) die per englischer Brille mögliche zweite Blickrichtung zu gewinnen.

Und dieses Ringen-um startet schon bei der Überschrift: die schnelle Übersetzung wäre “I paint the foam of my memory” und hört sich für mich schrecklich an. Weil mir dieser englische foam nicht die gleiche poetische Kraft hat wie der deutsche Schaum, mir nicht geeignet scheint, das Lesers Hirn in gleichem Maße auf diesen weiten Horizont einzustimmen, den mir das Wissen um Boris Vians “Schaum der Tage” hat/macht. Da – à propos – hat man auch Taufschwierigkeiten und zieht mal den foam, mal den froth heran. Ist ja auch kein Wunder bei dem surrealen Schreibstil/Inhalt. Diesen hartklingenden froth will ich aber auch nicht. Und auch memory ist mir zu technisch/physiologisch/klinisch. Da bitte hätte ich gerne das weitere, mehr geisteswissenschaftlich ausstrahlende mind für.

Also weder foam noch froth, und memory auch nicht. Aber ein frisch gefundener, mir bis dahin unbekannter englischer Begriff für “Gischt” erscheint mir viel geeigneter –  linguee findet gar ein Kochrezept mit Thymian – Bingo! Das”macht” den Zuschlag zum viel weichern, verträumter klingenden spume.

Das ergäbe nun “I paint the spume of my mind“. Damit kann ich leben. Wahrscheinlich bis mein kategorischer native speaking consulting editor beim Gegenlesen/Korrigieren eine  unbekannte Assoziation herauskramt..

Genau das ist ja die Krux mit der Übertragung in eine andere Sprache. Übersetzen von schwer greifbaren bildnerischen Erscheinungsbeschreibungen ist Übertragung in ein anderes Lebensgefühl, andere Bilderwelten, andere Symbole, andere Vorlieben für Klänge…

Andererseits ist dieser Bilderflutbau einem gewissermassen technischen Interesse geschuldet: es geht nicht um Bilder, es geht um Reize. Stimuli für das diese Bilder beschauende Hirn.

Ein Testfeld für die Suggestionskraft von Farb- und Formnachbarschaften, Herausforderung für das Bildgedächtnis, das ist mir die PinXoGraphie.

ysp-scanp--170217-438e-r2vIm Jahr 2015 mit dem Malen anzufangen wäre nur halb so spannend, wenn man die Heutigkeit in all ihrem Informationsflutismus, der allgegewärtigen Zugriffsmöglichkeit auf jedwede Art von Information – also auch Bilder als solche – ignorierte.  Denn auf diese Bilder schauen moderne Menschen, die alle diesen selben täglich-kulturell-visuellen Hintergrund haben. Haben könnten.

Denn vielleicht sind es gerade ungegenständliche Bildnisse, die so überaus zeitgenössisch-moderne Erscheinungen wie short attention span, Nomophobie, Burnout, aber auch die (Bild)spuren und Sehgewohnheiten der Marketing- und Brandingwelt auf eine Weise widerhallen lassen können, die diese eigentlich überkommene Kunstgattung mit neuem erstaunlichen Potential bestücken.. Abstrakte Gemälde, die als Laborexperimente genau dies ausloten wollen:

  • was erblicke ich in ihnen als von der Marken- und Warenwelt dauerbelagerter Mensch?
  • taugen die Bilder als Echokammer meines eigenen Lebens-als-Betrachter?
  • was macht die Ästhetik dabei, die immer, ja immer fraglich ist, sobald man die Augen aufschlägt?

Durch diese Ausgangssituation bedingt wird klar, daß ich mit diesen erst handgemalten, dann digital umgefärbten Bildern – das ist mein simples Rezept –  keine klassische Tradition dieser Kunstgattung fortentwickeln will.  Meine Entdeckung der pareidolischen Wirkung dieser “Halbabstrakten” führt mich nun seit 439 bemalten Blättern fast zwei Jahre ausschließlich auf einer faszinierenden Bahn entlang dieses psychologischen Aspekts, den  – oh Überraschung – anscheinend beliebig Visuelles auslösen kann.

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..und jetzt steht gar die Möglichkeit vor der Tür, das alles auf japanisch darzustellen… Puuh!

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* dazu demnächst mehr…