Category Archives: Medienkompetenzverein

digit flickerl teppich ’24

Zurück in die zweite Januarwoche. Ich sitz am neuen Soodlepoodle Outfit. Thema heuer wie immer: der Wurf, der berühmte große Wurf. Heute der berühmte, weltbekannte, geschichtsträchtige große.. Faltenwurf.
Wie viele Maler aus einst und hier haben sich daran versucht! Tausend laufende Meter Übergang zwischen hellstoffig und dunkelfaltig pinseln! Oder schraffieren! Oder: meiseln!
Puuh! Nix für mich! Mir schnellfertigen Knipser geht das Aufnehmen solcher Drapierung nur Ruckzuk per Kamera ins Bild:
Krass, daß man zum Legen, Ziehen und Falten mehr Zeit benötigt als dann beim Aufnehmen selbst: rein der topografische Verlauf und die Art des verwendeten Stoffes bestimmen die ästhetische Qualität. Wie les ich auf wiki/Drapage: “Drapage wird sowohl zur technischen Umsetzung der Modeentwürfe oder Modeskizzen wie auch zur Ideensuche benutzt.”

Jep. Ideensuche, das isses auch hier.

Alles Verrichtungen mit Bedacht. und schön gediegen. und nicht überstürzt. und darüberaus: kulturell. bis in die Antike reichend!.. Oder, fällt mir dazu grad Andreas Feininger ein, der das Wirken solch gearteter Fotografen und die gleichfallsige Wirkung ihrer Arbeit so beschreibt.: «…fertigen durchschnittliche Bilder von traditionellen Motiven in herkömmlicher Form.» Kann man treffender, umfassender & finaler als Langweiler geoutet werden als auf diese elegante Weise??
Je ne crois pas. Je crois: non.

Spannend wirds heute aber dennoch, nämlich dann, wo ich am Entscheidungspunkt Hochladen ja/nein bin: RUCKZUK mir ist das “schöne Bild” allein zu langweilig. Zu langweilig anzuschauen. Viel zu! Issja auch kein Wunder, ich sag nur – im Sinne von feel the bilderoverkill – googelt mal: Faltenwurf..
Oder, internationaler und mit angemessen mehr Ergebnissen bestickt/ückt: drapery painting techniques..

Ergo muß eine Irritation rein, die das Ganze 2024 interessant macht.

Mir fällt das “pinselige Intelligenz” getaufte Ergebnis der vor nun elf Jahren getesteten Bildbearbeitungs-Software ein. Da erbrachte eine konzertierte Aktion (ich + Software@home) dieses merkwürdige Bild – dessen opto-logische “Fehler” man interessanterweise fast identisch bei allerneusten(!) Ergebnissen der zeitgenössischen KI findet:

die freie “Interpretation” von physikalischen PerspektivRegeln zu nem Grad, daß es in den Augen schmerzt.

2024 gibt es die faszinierenden Bilder Roope Rainistos, der genau diese KInderschuh-Ergebnisse provoziert. Ich finde ein Künstlergespräch / an Artist Spotlight auf youtu.be – aber Obacht: es erwarten Euch 56 Minuten “artist statement” in finnisch gerenderten English. Daher dringend empfohlen: (deutsche, englische, überhaupt) Untertitel anmachen – ergibt zusammen mit dem anscheinend ebenfalls bredouillierten will sagen angestrengten Ausdruck des Interviewers nen zusätzlichen Entertainment-Effekt!

Der einzig essentielle Unterschied: das obere von 2013 “machte” die KI selbst – mit den im Bild vorhandenen Teilen. Roope muß(te) für seine final ausgewählten Bilder einen langwierigen Try-and-error-Prozeß durchlaufen, immer auf der Suche nach einem ansprechenden also interessanten künstlerischen Ergebnis. Hundert Tausende von Bildern “er-“prompten, anschließend Tausende dieser Prompts weiter austesten sprich re-formulieren. Wow. Chapeau! Ich für mein Teil staune & plane, darauf zurückzukommen – und erstmal weiterverfolge meinem simplicissimus Ansatz:

Als erstes nehme ich mir für die erstrebte Variation eine andere Art “Stoff” her: Jersey, Tricotage. Oder anders, lokaler ausgedrückt: Funktionsunnerwäsch’ aus dem klassischen Italowestern. Hab ich vor handen. s miley

Hier nun die Originalaufnahme:

Durch die gewirkte Herstellungsart dieses Stoffes “gelingt” ein Faltenwurf, der mehrdimensionaler = abwechslungsreicher ist als der klassischen Gewebes. Die erreichte Oberfläche ähnelt mehr einer organischen Felsformation. Geschliffen wie von Wind und Wetter, drum um einiges abwechslungsreicher als die klassisch griechisch-römische Gewandfalte.

Noch dehnbarer wird diese Bildoberflächengestaltung mit anschließend angewandter Digitalerei. Copy und paste, Skalieren und Spiegeln aus gewählter Teile.

Ich hab die so erstellten collagierten “Klebe”ebenen farbig voneinander abgesetzt, so daß Ihr sehen könnt, was vom Originalbild wie verwendet wurde. Nur die beiden Techniken Kopieren und Seitenverdrehung “schaffen” diese verschmitzt schweinsohrigen Masken da mittendrin – ich war selbst von ihrem Auftauchen überrascht. Es folgen Schlußarbeiten: Ränder der Teile unscharf radieren, um keinen Übergang zwischen allen Teilen hinzubekommen.

Ergebnis: eine künstliche Textur aus einem konventionellen Foto gemacht, die man so noch nicht gesehen, so noch nicht gefühlt hat.
Beabsichtigte Wirkung: Aha: Stoff, Faltenwurf. Aber irgendwie with a twist. Grad so, wie ein altbekanntes Gericht mit einer neuen unbekannten Zutat.

Prêt! À table, s’il vous plaît! Sie ist da: postphotography.xyz
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Musik dazu? Gerné:

Frank Zappa -“Uncle Meat” cover by POLYGON HEAD ( solo ver.)

PS.: hier die Laboranordnung, um im fertiggestellten Werk den interessantesten Ausschnitt für den Blogheader zu finden. Wie immer! Standard procedure!

Ergebnis, gefarbloost:

dig! it! out! kom po sita!

Ausgegrabene Wörterschlangen will sagen. Es gibt Teile dieser Site, die sind seit mehr als fünfzehn Jahren(!) online. Nahezu unverändert und an derselben Stelle. Also n super playground, um mit deren “Abgelagertheit” und dem morgen(!) zweijährigen kleinen BilGoo Joe das Suchmaschinengebahren damit mal abzuchecken. Anders ausgedrückt:
«Kennen die Suchmaschinen diese Stelle noch?» (die Frage «Haben sie es je gekannt?» läßt sich leider von außen nicht nachvollziehen..)..
Zur bitte Wiederaufnahme in die Suchmaschinenindices – es ist mir Grande Amüsemang, das alles wiederzulesen, also warum nicht auch Euch? – verlinke ich – m.y.s.t.e.r.y.! – in einem neueren Post genau diese Stelle. Direkt. Ich verrate nicht, wo. Smiley. Und warte, was passiert. Genau deshalb diese neue Galerie am Menue seit zwei Tagen. Erste Tests sind negativ, führen vorerst ins Leere, dafür hab ich zur Jahreswende glücklich diese historischen Wortschlangen wiederentdeckt und nun die Gewißheit: ich bin leidenschaftlicher Kompositakomponist:

Heute neu in der Versuchsanordnung: die diesmal optimale Namensgebung der JPGs, also vorbildlicher Suchmaschinendevotismus 😉

Geht so: mit meinem Vintage-Scrabble habe ich auf ebensolchen Resopal-Lochplatten die sechs neuen Galeriebegriffe gelegt und die (oben zu sehenden) Fotos davon genau so benannt: das Foto mit dem neu dazugestoßenen Wort “Konnotationsnavigateur” des ersten Blogeintrags des Jahres heißt genau so: konnotationsnavigateur.jpg. (..)

Das Ganze ist anscheinend (noch) zu sperrig für die Galerie, ich will aber illustre Ergebnisse™. Sofort. Also hab ich daraus eine einfachere Aufgabenstellung gebastelt siehe die bunten Striche hinter den Komposita. Die zeigen auf sechs sechs”stellige” Wörter, die bislang außer der Borste nicht zu verfehlen sind und die üblich angestrebte illustre Bildmischung ergeben.
Kreuzworträtselgalerie Auflösung/Legende:

Die besagte Original-Stelle mit diesen Brocken findet man NICHT mit der WordPress-Funktion oben rechts neben dem Menue, denn sie liegen in einem damals händisch geklöppelten HTML-Teil, also außerhalb des BlogsOrdners. In diesem Fall hilft der überaus praktische, aber praktisch unbekannte Suchbefehl “site:soodlepoodle.net schulstullenmitschnitte”. Gebt das mal, vielleicht Ende des laufenden Jänners, ins Fenster einer beliebigen(!) Suchmaschine ein! Die Crawler brauchen Zeit. Sonst würden sie ja auch Runner heißen.. Und?

PS.: Wenn irgendwann alles dann schön gefunden = indiziert ist und dementsprechend auf jedem geklickten Button Suchergebnisse zeitigt, werde ich diese umfassende Galerie aktivieren. An ihr kann man zwischenzeitlich ja schon testen, wie weit das fortgeschritten ist.

PSII: Frage: Wo steht mir nach all diesem laboratorii der Kopf? Antwort: it depends.
Der semantische Kopf steht im Deutschen immer rechts. Somit handelt es sich bei dem Kompositum „Buchladen“ um einen Laden, nicht um ein Buch.
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Ebenfalls ausgegrabene superbe Musik beim Schreiben im neuen Jahr:
Peter Philly & Perequisite: “Mystery Repeats”, Unexpected Records, 2007
Les Ritas Mitsouko: Marc & Robert”, Virgin, 1988
The Modernist: “Kangmei”, wonder 2003
Ian Pooley: “Since Then” V2 Records, 2000
Laurie Anderson: “Big Science”, Warner, 1982
Badi Assad: “Echoes Of Brasil”, Chesky, 1997
Cecilia Bartoli: “Farinelli”, DECCA, 2019
John Harle: “Sax Drive”, Argo (2), 1995

Na, dann infografizieren SIE dochmal Big Data!

Das Web ist voll von edelmütig unverdrossenen Versuchen, Abstraktes in ein Bildviereck zu fassen. Das fällt mir immer auf, wenn ich aus neugierigen Versehen™ auf “Bilder anzeigen” klicke beim eigentlich tsts content-Surfen von abstrakten Verbraucher(?)-Themen. Oder beim jäh Stolpern-mit-den-Augen-über mir neue Wortschöpfungen. Wie im nun fast zurückliegenden Oktober über so Dinger wie “Emotionskontrolle am Arbeitsplatz“. Oder “Aufmerksamkeitsmechanismen”. “Befangenheit in Large Language Modellen”- alle drei beschreiben entgegen ihrer maschinenfernen Anmutung™ tatsächlich top aktuelle Computerphänomene.

Da bin ich sehr froh, daß sich mein neustes, frisch assembldes 3D-Objekt nicht ganz zufällig(!) für genau diesen illustrierenden Zweck anbietet: offensichtlich technisch konstruiert und organisch fließend zugleich erscheinend, in diverse “Posen” überführbar, also dreh- und biegbar & in drum seinem Wesen außerordentlich rätselhaft: Mich erinnerte es sofort, aber erst nach(!) dem Fotografieren an den Bildschirm geholt™ an einen tiefen Blick in den Maschinenraum eines Typewriter der alten Schule, nur in einer mutierten Version: die Typenhebel laufen endlos wie Förderbänder (womit wir schon wieder in obiger Montagehalle wären). In der Version unten seh ich zwei vom Glaskörper befreite metallisch/mechanische Augen, die sich aus allernächster Nähe fixieren:Check, Alder!

Aber auch so Übergangsviecher wie diese crazy Lingua Vermi (unten links) oder ne oops’un’beabsichtige Anleihe an die unvermindert anhaltende Superheldenseuche (rechts daneben) in aller kinoplakativer Vintage Science-Fiction-Ästhetik 😉 “kann” dieses Objekt (ich schweige über das Was – ratet halt mal).

Dangesichts dieser unwillkürlichen Ästhetik-Anleihe taucht natürlich s.o.f.o.r.t. die zeitgemäßée Frage auf:

Wurde mein Hirn hierfür gekidnapped??

Bei so viel VorAhnungslosigkeit und heldenhaften Täuschung all-over-the-place fand ich noch, ebenfalls in diesem Oktober:

«The problem of evil is generally formulated in two forms: the logical problem of evil and the evidential problem of evil.» Yo! Voll evil, Mr. Knievel!!

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Mju sik tu-de (english):

The The: Mindbomb”, EPIC 1989
Karma: “Thrillseekers”, Spectrum Works, 1999 (mit nem eingebauten Sprachsample obigen Mr. Radkappen-Knievels!)
The John Scofield Band: “Überjam”, Verve 2002
The Pretenders: “Learning To Crawl”, SIRE 1982
ZAZ: “Paris”, WARNER, 2014

Erwachen in der TextBohème

Freitag morgen halb sechs, es anfängt zu dämmern, ich schlafe noch. Dann, plötzlich, wie oft um diese spezielle Zeit: es nachläßt die Schlafstärke und blitziglike passiert: ein, äh, Gebilde aus Sprachbausteinen weckt mich. Oder mein Hirn erwacht zu Bewußtsein ob der Windstärke der Neuigkeit, schwer zu sagen. Dieses Mal lautet the secret word for tonight schlicht: Text Bohème.

Das macht mich ob der Ungehörigkeit der frühen Zeit und des Begriffs so wach, daß ich nicht wie sonst zu diesen Gelegenheiten schlaftrunken überlege, ob ich nun für diese Findung herumtastend das Licht anmach, um im Liegen krakelige Hieroglyphen auf eine Postkartenrückseite zu staksen sondern:
Hellwach ob des Appeals und der nchfolgenden Idee einer neuen Daseinsform _;) sofort der Griff zum Stift.

Beleuchtet mit einem Klaps auf meinen für diese Zwecke reichbar positionierten Sternfruchball. Den gibts als sehr versteckte LichtEnergielösung der Zukunft in Spielzeugabteilungen. In diversen Farben und zwei Größen, aus weichem Kunststoff und mit LED-Blinker (nach besagten Klaps) – die schnelle (DiscoStrobo)BeleuchtungsLösung ohne Stadtwerkebedarf quasi. Sieht «0riginalverpackt, auf rotem Grund, 2023» so aus:

Dann, keine Stunden später, beim ersten Kffe des Tages gleich mal Bohème nachgucken: ob sich die offizielle Definition mit meinem Gefühl dafür deckt. Aha: «einen Kontext von Armut, Hunger, Wertschätzung der Freundschaft, Idealisierung der Kunst und Geringschätzung des Geldes» – OK, kann bleiben mit dem Text-Kontext dazu. Und in der Mode wiedernoch aktuell als BOho chic, kann ebenfalls bleiben. Ergibt zusammen gar ein ziemlich modernes Gesamtbild.

Zwei Tage später, Sonntag morgen. .deTLDs anzumelden geht schnell @hom n Deutschland, voilà – das Ding ist online. Ich verkabeles und “online siehe”:

Ein Ausschnitt aus nem diesen Januar angefangenen Acrylbild. Wie so oft: das Zwischenstadium mehr inspirativ als das fertige Werk.. seufz!

Der SubText auf dem TitelBild kommt ebenso schnell und leicht ™ , daß ich ihn, der weiteren Eingebungen gewiß, einfach drunter montiert habe. Immerhin ist ja die Öffentlichkeit grad mit den KI-Anfängen-für-alle beschäftigt. Sehr kontrovers beschäftigt: KI in Wort und Bild, moderne Quelle von Orientierungsschwere existenzieller Art. Und, daß ich daraufhin den “100% KI frei-Button” hier am Blog montiert hab, ist mal grad ein halbes Jahr her. Da les ich natürlich interessiert mit, was sich da so mit tut. Ein guter Bekannter meinte zum Beispiel/Thema: “Ich hab da aus Zeitmangel noch einige ungefüllte Webseiten. Das laß ich mal die KI erledigen und guck, wie der Traffic sich (nach oben natürlich) bewegt.” Tja, ich daraufhin, da werden sicher dann ebenfalls v.i.e.l.e. Roboter zum ge wiß begierigen Lesen vorbeikommen. Und das mit dem erhofften Traffic erledigen.
Tja, da kann man mal gleich n Prompt schreiben, in dem Katze, Schwanz, Schlange und Kaninchen vorkommen. Nur, um das artifizielle Eigenverständnis zu testen harhar…

Wir brauchen keine künstliche Intelligenz, die uns mit dem zuredet/echoet, was sie online passend/ähnlich aufgelesen hat, oder gar flugs neue Tatsachen erfindet, nein nein danke, das ädded nur zur allgemeinen Unsicherheit:

wir brauchen empathische Intelligenz.

Musik zur frohen SpraNachricht heute:

  • Angela Hewitt: “Domenico Scarlatti Sonatas II”, Hyperion 2017
  • The Rolling Stones: “Exile On Main Street”, EMI, 1972
  • Fine Young Cannibals: “Fine Young Cannibals”, METRONOME, 1985
  • Steely Dan: “Two Against Nature”, Giant Records, 2000
  • Young Marble Giants: “Colossal Youth”, Rough Trade, 1980

Kunst o’r Kieselstein!

Daran denke ich angesichts des neusten Einrichterpoodle WerkStücks (rechts) und krame diese passenden & bislang unveröffentlichten beiden Mannheim-Hashtag-Bilder anno 2014 raus (links, mittig), denn
 
vergangnen Mittwoch gabs den 2. Schreinereinsatz mit Ellipse – den 1. genau 14 Tage nach der ersten “Einkreisung” Anfang Oktober:

Einrichterpoodle-goes-Holzwerkstatt

Das Ding – ein ausgesägtes Stück Buchenholzplatte, Abfall von einem Kücheneinbau – ist nach nochmals verfeinerter Lasso-Schnur-Zapfen-Ellipsen-MalVorlage ausgesägt und wird

nun mit DoppelHobel und Feile weiter, äh, befeilt. Ziel am Abend des besagten ersten Tages jenseits aller jäh – Oh Schreck – entdeckter Vesperbrett-Anmutung: ein explizit als solches erkennbares “Objekt” à la le grand poisson (Constantin Brâncuși 1876-1959), irgendwo also zwischen lower Geometrie, hoher Kunst und Strandkieselform 😉

Dieses zu erreichen gings nun nach weiteren fünf Wochen Pause dran erneut ans Werk. Aah – ich liiiiebe einfach diese Making-Of Fotografiererei:

. Um dieses skulpturale Ergebnis per Hand(!) möglichst exakt zu erreichen, tilgt man profimäßig randständig alle Anzeichen von Maschinenfertigung = langweiligen rechten Winkeln, was in diesem Fall heißt:  die frische Sägekante wird zurechtgefeilt, dann in umlaufenden Stufenprozessen 1. erst  in Dritteln angefast, dann zwischengefast zu 5 Teilen, dann gerundet 2., dann drei Finger breit schräg angehobelt 3., alle Übergänge anschließend feingeschliffen.

Warum dieser Aufwand mit dreimaliger Näherung? werdet Ihr Euch fragen. Nun: der dritte Schritt wurde erst nach Entdeckung des Vesperbrett-Ruchs notwendig, ich näherte mich an eine Vorstellung vom 3D-Ergebnis langsam an, die Ideallinie und -form immer im Blick da sichtbar als Bleistiftstrich(e).

Das Dolle dran ist an dieser eigentlich reinen Fleißarbeit, daß man seine Hände dazu bringt, diese Exakheit auszuüben, sie durch doing zu erreichen, ein Vorzug an Lebensqualität, den es so langsam mit dem Aussterben-durch-Maschinenersatz erwischt. (guckt Euch die Corning Museum of “hot shop” Glass-Videos nochmal an) Und dabei entstehen auch noch ansehnliche Bilder,  man muß nur ab und an innehalten-und-das-Motiv-erkennen.de 😉

Den oben verlinkten großen Fisch, der seit dreiundfünfzig(!) Jahren in der Mannheimer Kunsthalle steht und der mir beim Feilen und Hobeln wieder eingefallen ist, kann man gerne auch als Anlaß “nutzen”, um sich die WerkeWelt des Auslösers Herr Brancusi  anzusehen:

Wow: DAS ist mal ne fette  Werkstatt! In sowas tät ich mal extrem gerne Fotos machen! Damit das klappt (lacht nicht, ich meins ernst), genügt vielleicht ein mittellanger Anruf bei dem Herrn aus Biel/CH, der auf seiner Seite den wunderbaren Satz stehen hat

Hello, I’m an architectural visualiser,
specialised in producing quality renderings
& artistic images of the unbuilt.

Aber nein, der ist leider total ausgebucht, seufz…

Wow #2 – zurück zu Constantin: ich entdecke eine Ausstellung seiner Werke im New Yorker MOMA 1954 – drei Jahre vor seinem Tod. Und den sehr interessanten Satz (für den Medienkundeunterricht):

In 2018–19, MoMA collaborated with Google Arts & Culture Lab on a project using machine learning to identify artworks in installation photos. That project has concluded, and works are now being identified by MoMA staff.

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Musik dazu:

Talking Heads “Speaking In Tongues”, SIRE Records, 1983

Mendelssohn 4. Sinfonie A-Dur op. 90 “Italienische” (Paavo Järvi)

John Williams Filmmusik: “Hook” – The flight to Neverland (Frank Strobel)

various artists: London Is The Place For me – Calypso, Kwela, Highlife, Jazz – The Music Of Young Black London blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y

Super Vorteil beim Handhobeln und -Feilen (vs. Maschinenlärm): man kann dabei nicht nur Musik hören, sondern gar Mitgrooven. RhythmusCombo per WerkzeugKiste 😉

Vier Winde wehen

Das stellt’ ich mir vor, vor vor.. letzten Sonntag früh, wie ich den Qualm aus “meinem” Schlot nach hinten links abdriften seh, geschoben ergo durch nen leichten nordwest Wind – und der kommt recht selten vor in dieser süddeutschen Gegend. Daher die heutige Überschrift(en-Assoziation). Und dieser Wind lenkt die, äh, Abluft ins Licht des neuen Morgens – in eine extrem räumlich wirkende Konstellation:

Durch eine leider zehn Jahre zu späte Einladung zu einer Ausstellung als Fotograf les ich mal wieder meine das erklärenden Blogeinträge a) September 2012 (siehste!) “Man liest vom Ende der Fotografie” und b) November von 2014 “Guten Hashtag, Mannheim” . Und poste, davon genudged, hier mal ein in der linken unteren Ecke vorsätzlich &  deutlich schlampig gephotoshopptes Bild: in dieser nämlich waren die nachbarschaftlichen Hausdächer zu sehen, aus denen diese einzig übriggelassene schmucke Kugelantenne hochsteht. Durchs Himmel Dazu- & Architektur Wegstempeln ergibt sich nun  eine Bildkomposition, in der außer den wolkigen Wolken nur geometrische Grundfiguren sichtbar sind: Dreieck, Kreis und Quadrat, Strich und Punkt.

Ein ästhetischer Gewinn, finde ich und bin damit auf derselben “Spur” wie die beiden Modefotografen Merth & Marcus, die machen das seit je so. Post & Produktion yeah.

Doch weiter mit der vorsätzlichen Schlampigkeit: wie Ihr bei näherer Betrachtung erkennt, gibts da drinne zwei “Geisterbilder” des Antennenstabes, rechts und links vom Original. Die hab ich gelassen, weil genau solche “Spuren” der Bildbearbeitung wohl die künftigen Mittelpunkte des Interesses der Betrachtung sein werden.

Das überaus Dolle an dieser Art der Motivfindung  aus bloßer Emission ist, daß man, ganz anders als beim Malen oder Fotografieren, sich diese aus vorhandenem Footage-Filmmaterial aussucht. Und wie sagt Stevie Wonder (sagt man): “You can do it over and over again”. Ein extrem coole Übung in fotografischer Entscheidungspotenz  – wann drück ich ab, wann lohnt sich die Fixierung dieses flüchtig vorbeiziehenden Augenblicks und des erneuten Werksgenusses dieser wolkigen/meteorologischen Veränderung. Fotografieren mit Vor- und Zurückspulen der Gelegenheiten!

Beim Wolkenfilmen kommen pro Tag und günstigen Winden schnell zwei, drei Stunden Footage zusammen. Und dann, irgendwann in der Wiederbegehung des Werkes, einem jähen Impuls zur Aufrechtspiegelungsmontage (oben) folgend, kommt man gar (typisch!) auf die Idee des Monteurs ™ , daraus irgendwann ein wolkiges Poodlefell zusammenzuschneiden, dem geduldig wehenden Nordnordostwind  und meiner Sicht aus Luv sei dank. Oder besser: animieren: die Schnipsel so schneiden, daß es aussieht wie jemand, der aus ner Tube nen Pudel abdrückt.. hihi

Etwas jäher wirkt dann Gegenteiliges/-windiges:Dann ein Herbstanfang heuer wie er im B steht: steter mittlerer Wind, quer durchs Bildrechteck von rechts nach links, ein irgendwie strahlen-durchlässiges Wolkenfeld und allerklarste Septembersonne von dahinter im Gegenlicht: das sind die Zutaten für extrem dramatische Bilder – Schlachtenmalern zum “Vor”bild ( oder willkommenses Material für Bildfaker, Game-Entwickler ,  Postkartenschummler…). Jüngst erblicktes Beispiel: eine Visitenkarte mit einem solchen Himmel hinter der berühmtesten Piemontesischen Abtei… Glauben wir das? Also hoch genug liegen täte sie ja, ..mal die nächsten 300  Baujahre Ergebnisse runterscrollen…

Dazu ebenso beglückend: ein irgendwie konstantwindiger Vormittag, an dem man sich lediglich drum kümmern muß, genug Speicherplatz auf dem Kamerachip und ausreichend Akku bereit zu halten, Vorfreude frei haus!  Jetzt: Prospektmaler vortreten!

Bei soviel Wetterbetrachtungen ist man schnell richtig draußen & beim Thema Segeln. Aber: nicht nur glotzäugig und bierschlürfig im Halbliegen sich “powered by nature”-Zuschauersport reintun in den Pausen (i.e. SailGP),

sondern man ganz schön staunen & darüberhinaus anfangen, sich fürs Offensichtliche zu interessieren/heranzugoogeln: den nun langsam angesagten Windrosenbau @ home ↓*, schließlich befindet man sich im nautischen Bereich der Windrichtungsbestimmung und beginnt anschließend, hydrofoil   nachgucken, das bei diesen Schiffen auftriebig wie eine Flugzeugtragfläche funktioniert. Die Nase im Segelwind finde ich die Doldrums (mal wieder) plus passenden Spruch fürs Leben, auch dem der modernen Landratte:

„Gott behüte uns vor dem stillen Wasser, denn von dem wilden befreien wir uns selber.“

– Ein alter Seemannsspruch
https://de.wikipedia.org/wiki/Mallpassat

Bilder bei Windstille? Gerne: hab ich fürs aktuelle Menue ausgesucht hab:  der Schlot läßt lotrecht oblings ab, während die Wolken oben drüber  klassisch von West (rechts) nach Ost (links) ziehen (weiter oben also: nix Windstille) und dabei non plus ultra Lichtverhältnisse erzeugen. Hier mein erwählter Favorit: Chiaoscuro in einer Geisterfahrerrolle 😉

Bei so viel Anregung bleib ich natürlich dran: Malerei, Segelsport, Seefahrergeschichte, heute zum Beispiel die  der Südstrassen Amerikas: Ferdinand Magellan (rot) vs. Sir Francis Drake (dotter) plus Parallel-Entdeckung im Küchenlabor: frisch schmelzende Butter = Feuerland, Patagonien↑/Antarktis↓, blauer Pfannenboden =  ←Pazifik/Atlantik→…..alles durch den bloßen Blick aus meinem Fenster!! Und durch einen weiteren in Neil MacGregors “Shakespeares Restless World”..Englischunterricht en plus!

PS.: fehlt noch zur Vervollständigung (der Überschriftenverheißung): Ostwind. Aber presto:

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Musik beim windigen/flautigen Stempeln heute:

John Harle: “Sax Drive”, Argo, 1995

various artists: “The FEZ File – volume uno”, Schema Records, 2000

various artists: “Dancefloor Jazz- Summer In The City – Vol. six”,  Mojo Club / MOTOR, 1997

Schumann: Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1, Quartet Integra

Louis Théodore Gouvy: Caprice op. 59 Nr. 2  | Yaara Tal; Andreas Groethuysen

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*Pfeile direkt eintippen geht so: [alt] 25 = ↓…testet mal mit wechselnden Zahlen, wie die anderen Richtungen der Windrose gehen: →,←,↑

Damit das Finden meiner drei angekündigten Videos heute nicht 1 Sekunde dauert, such ich die alten Wegweiser-Icons aus dem Jahr 2018. Aber, da gibts noch gar keins für diese Kategorie!

Also schnell nachkreated:

..und zu meiner etwas merkwürdigen Art, das Wort game entwickler mit nem normal aufgenommenen Drohnenvideo zu verlinken: der Käptn steuert sein Ding  über der Sacra di San Michele genau so im ruckhaften Amateur style wie der Gamer(!) im neulich entdeckten free roaming – Videos zur Bewerbung des letzten Matrix Teils- siehe hier 😉

Navigare con i pol a roidi

Heute gestalten wir ganz modern rückwärts gedacht: Klick! 1, 2, 3,  tiny Motorengeräusch…

Die Zukunft ist ungewiß denn Ladies & Gentlemen, we are floating in space. Aber was Neues, von alten Freunden überreicht, ist top. Also mach ich das mal Instagram und Polaroid nach und nutze diesen legendären Rechteckrahmen.. Wirkt doch genau so, oder: wie von alten Freunden überreicht. Tja. Absicht. Unzs: Vorsatz.

Markendingusage. Wie komm ich da rauf heute? Nun: der stets schwärende www-Dekorations- & Mitteilungswille meiner Werkstattverhältnisse, Herr Dokter! Die sollen doch fotogen r kommen. Und conversation starter sein. Und während ich mir also sonnmittäglich die gewaltige Originalpastösität der Arbeiten heimischer Künstler, sprich des Mannheimers Dietmar Brixy angucke  – so aus der echten Nähe, ruled @ home bei mir dieses zu unrecht als aseptisch verschrieene Hier-kommt-die-Mouse-Gestaltungsprinzip, denn: Werksmittelpunkt dieser Tage ist die rein rechnerische Überführung einer einst bildschirmgroßen Idee in ein leinwand”füllendes” 300 dpi-JPG. Dreihundert D.P.I.J.P.G. Na das Ihr oben im weißen Rahmen seht. In Kühlschranktürdimension. Aber jetzt erst mal zu fett Öl auf Leinwand:

Mein Bild soll auch auf Leinwand, aber halt auf mechanisch-technisch-vektorielle Weise. Freistellen per Pfadklicken wißt Ihr. Und auf ne Leinwand, deren textile Bestandteile wow aus dem Meer rückgefischtes Plastik sind. Ne Idee eines alten Bekannten. Ja ja, könnte man auch in Öl versuchen, doch ich habe eine biografisch bedingte Abneigung gegen permanenten Lösungsmittelgeruch. Plus kein Atelier, darin dieser vielleicht noch zu ertragen wäre..

Unten die nun als Polaroids gerahmten Seekarten meiner digitalen Klickerei plus grad “befahrenen” Ausschnitt. Das als Überschrift wäre dann doch sperrig. Sehr!! Speer!! Rig!!

Grund zur Annahme (in mein’m Blog): es wirkt in seinen Vergrößerungen..

  1. erstmal interessanter (leider, die Großversion ist aber abzuwarten)
  2. räumlich, nah, als wäre noch mehr zu entdecken. na Super: ich entdecke: Fehler..
  3. kartographisch, navigatorisch, seemännisch, le Lageplan der finnischen Seenplatte?
  4. botanisch, mir fällt dazu sofort Señor Philodendronblatt ein. Hihi: = “Baumfreund”.

Und à propos modernes digitales Konsumleben vs. antike Rhetorik:

Dem krasse Wer Bein Du str. IE kann (auch sprachlich natürlich) ja alles gebrauchen. Wurde das Teilen (“to share”) schon in den Anfangstagen der social mediae zum fest eingebürgerten (Urheberrechtsbruch-Verschleierungs-) Begriff, ja, zur perfekt rhetorischen Kurzdefinition in biblischen(!) Gewand per se gar, taucht nun im ta-dah! Tagesthema!  Sofortbild Kamera Sektor nun das “Nicht immer nur (Fotos) Nehmen – auch: Geben” auf. Geht supii auf Englisch, die recycelte Apostelgeschichte, leider nicht so slick auf deutsch.

Dieser ganze Krams läuft bei Quintillan (35 – 96 n. Chr.) und mir unter  ,erlaubte‘ Sprachfehler zum höheren Zweck des Ausdrucks.. “Höhere” Zwecke des Umsatzes, würde ich in all diesen modernen Fällen sagen – kein Blatt vor*n Mund!

Ebenso: Das ubiquitäre “Recycelt” hört sich immer gut an, also findet sich dieser Begriff auf immer mehr/fast allen Verbrauchs(!)gütern.. Aber nur, ich bitte, wenn das keine Ideen sind, die alten realen (Ideen)schrott zurücklassen. Oder Skandal gar: etwas “recycelt” nennen, das es im Original nie in dieser Energieverschwenderfülle, mit diesem mega Fußabdruck gegeben hat.

Und nun for something completely similar: außerschulische Rhetorik, selbst zusammengecopiedandpastet: Das kleine Lateinerlei hilft hier nicht weiter, ich sag nur greacum s’il vous plaît und die Kommas möchten, könnten und rutschten hin und her, um Deklamationshilfen zu sein:

Poème in P, la Roid

Naaa, von irgendwelchen außer dem Durchgestrichenen schon mal gehört? Antwort: Na: von allen, halt in Beispielen 😉 Eigen-Challenge: ein damit beispielhaft gestaltetes zweites, up-gecyceltes Gedicht. Chaka!

PS.:  Diese ganze Polaroidgeschichte ist auch interessant unter dem Blickwinkel der Erfolgsfalle. Success trap. Ohne deutsche Wikischwester. Wieder mal.

PPS.: Lest dazu als add on mal die Geschichte eines gewissen  Leonardo „Mantis” Servadio – dessen Initialen machen grad ein Comeback desselben Kalibers erkennbar.

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Musik zum antipastösi Klickgeräusch heute:

Moloko: “Do You Like My Tight Sweater?”,  ECHO, 1995 – immer noch blogstar-y   blogstar-y blogstar-y  blogstar-y

Motorcitysoul: “Back Up”, INFRACOM, 2007

various artists: “Ayia Napa – The Album mixed by Shanks & Bigfoot”, Ministry Of Sound, 2000

Ryuichi Sakamoto: “Heartbeat”, VIRGIN, 1991

Bridge: “The Sea”

Die Klaren sind die Dunklen, die Matten sind die Hellen

Ein unerwarteter Besuch vergangenen Montag in einem mir bis dahin völlig unbekannten Haushaltsauflösungsabverkaufsladen bringts: endlich ein vollständiges Glas Schach Set im Haus! Neues lecker Fotografierfutter! Erstaunlich dabei: siehe Überschrift… irgend ne Idee zu Analogien in der Zwischenmenschwelt? smiley

Nichtsdestotrotz das Motiv für uberhelle Sommersonnentage wie dieser eine: der runtere Rolladen wirft Punktreihenstrahlen, ich rutsche das Set in diesem Lichtstrahlfeld zurecht. Das Verfolgerspotprinzip mal umgedreht. Mehr noch an Challenge: ein Verfolgerspotfeld! Der Glastisch drunter: extra Effekt plus inclusive Hinweis aufs Making-Of Know-How!

Auch bei diesem wie beim letzten (=ersten) Mal Glasschachfotografieren bestimmt hier der doch flüchtige Sonnenstand die Beleuchtungsanordnung und -qualität: a) durch den quasi nicht mehr zu steigernden Kontrast isoliert sich das Schachfeld komplett von der Umgebung, das heißt: ich brauch weder aufräumen smiley II, Requisiten oder Farbkartons aussuchen noch digital groß nachbearbeiten.  Geht außer mit am Balkon angeflogenen Löwenzahn nur mit Glasversionen des !:!

Jetzt  fehlt “nur” noch das gelungene Bild davon, also los mit den Umrundungen und Annäherungen rauchig, eisig:

b) durch die übliche fotografische Eile in solchen Situationen – die Sonne hält ja nicht still (Joker-director of photography Lawrence Sher – muchos kudos!) und die vorgefundene/genutzte Lochbeleuchtung, die diesen Wander-Effekt-am-Motiv noch um Einiges an Schnelligkeit verstärkt, entdeckte ich c) erst beim Nachbearbeiten und (eigentlich unschuldig gestarteten digitalen) Zurechtrutschen diesen schrägen Effekt: Ratet mal, wie das denn nun geht:

Dieses irritierende Schräge könnte by the way ein Hinweis auf die Bedeutung der (eigentlich ganz wieanders gefundenen) Überschrift sein. Ganz ähnlich solcher weltläufiger Sätze wie

«Preise müssen ökologische Wahrheiten sagen. » Martin Lanzendorf, Mobilitätsforscher auf HR2 “der Tag” vom 20.07.2022

oder

«Bekämpfen Sie Kinderarbeit mit Ihrem Einkauf.» Einmal  gehört, nicht mehr vergessen.

oder

«Kurz nachdenken, das ist schon der halbe Faktencheck.» fluter.de/fakenews-erkennen-tipps

und eins noch

aus der -sprachigen (!) Schachwelt: «A special case of zugzwang is reciprocal zugzwang or mutual zugzwang, which is a position such that whoever is to move is in zugzwang.»  en.wikipedia.org/wiki/Zugzwang smiley III & IV

Yo! Zugzwang! [um, sagswäng?]

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Musik heute beim Tippen, ebenfalls aus besagten Haushaltsauflösungsabverkaufsladen:

Stan Getz: “Focus”, Verve Master Edition, 1962  Erstaunliche Bei-Info: My father (Eddie Sauter, Composer, Arrangeur des Albums, Anm. d. Red.) always did a lot of listening and would make his own score reductions. I would frequently find him poring over something by Bartók, Prokoviev, or Stravinsky, for example. It is most likely that he learned the idiosyncrasies of string writing from these sources. In fact, in I’m Late, I’m Late, you can hear echoes of the second movement from Bartók’s Music for Strings, Percussion, and Celesta.

Alan Parsons Project: “Tales Of Mystery And Imagination”, 20th Century Records, 1976 Erstaunliche Bei-Info: The prelude section of “The Fall of the House of Usher”, although uncredited, is taken verbatim from the opera fragment “La chute de la maison Usher” by Claude Debussy which was composed between 1908 and 1917

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for your interest..meine wachsende Schachspielfotosammlung gibts hier:

Düster wars, das Schach schien helle…

Schachnovelle vague

Schach dem langweiligen Licht!

Noch einige weitere Anregung und Wortschöpfungen extra  findet man auf dem mitunter doch sehr skurril erscheinenden wikipedia.org/wiki/Schachkomposition#Glossar. – Antikritische Züge, die Belegverführung, die Drohzuwachslenkung, wohl so manche Duellaufgabe, Farbwechselechos, das Flurmatt & der Lösungsknick, irreparable Drohungen und der famose Wenigsteiner..so’n Zeuchmit einem Wort: Kunstschach! Mitten aus dem Leben!

Nachtrag: welche Version bekommt als Titelbild (von wasauchimmer whatsöver smiley V) Euren Zuschlag? Die Star Wars WanderSchriftzug-Anmutung, die Wir-sind-unter-Euch-Version oder das klassisch (langweilige?) Überschrift oben, Text unten?

Wolken | fake | Echt | zeit | Mond

Echte Wolken, herein von Westen ziehend. Reizvoll dagegen an wandernder Mond. Erst bildschirm-geschossen aus meinem stets wach-senden Schlotfootage-Vorrat, dann science-like zusammenmontiert: meine neuste sem¿ kreative Tätigkeit: Clip auf Clip angucken, beim Erblicken Fotogenens’ schnell auf  die Kombi [SHIFT] S = Screenshot drücken.

Eine ganz eigene Art der fotografischen Tätigkeit: die Kamera ist fix, von mir unbekannten Dritten montiert (im Webcamfalle, oder in diesem: von meinem früheren Selbst) und man kann lediglich den Aufnahmezeitpunkt bestimmen mit dem push auf den button. Ich hab das – à propos Webcam – die ganzen zwei Jahre mit den beiden Steady Cams der Mannheimer Kunsthalle-im-Bau getestet. Über 400 Fotos sind dabei entstanden mit einer unglaublichen atmosphärischen Bandbreite. Die Frage ist nun die: bin ich allein der Urheber (und ergo könnte hier zeigen?)

Somit heißen die neuen Suchwörter meiner frisch hochgeladenen = dadurch aktualisierten Galerie Wolken, Mond. Nach ihnen “stellt” Google Euch die Bilder meiner Site zusammen. Wie komme ich auf die anderen 3 Worte? Nun, spontan!..denn  grad hör ich ein Radiofeature zum Deep Fake Telefonat  des Tages™- Neu + fake + aktuell – das next level in the real world application.

Im Beitrag  fallen mir Begriffe wie “Erkennungsrate” solcher Fälschungen auf, das Fehlen einer sehr gewinnbringenden Aufzeichnung und die aus meiner Sicht naiven Reaktionen, denn wenn man das Potential der brandneu erhältlichen Software “Metahuman”  blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y erblickt, muß zu diesem Vorfall in der Kohlenstoffwelt letzte Woche leider gesagt werden: Sorry, Leude,  wir sind da schon viiiel weiter: googelt mal “motion cap performer”, da kommt man sogleich auf das supererleuchtende www.screenrant.com/ best-motion-capture-performances-movies/  Da steht unter anderem:

« What’s more, all their actions could be viewed in realtime translated to rough character models and environments. »

Und mir fällt sogleich MoCap Performer Melina Juergens c/o Senua c/o Hellblade ein, die ihre Mimik (!) und KörperBewegungen live ins Virtuelle “übersetzt” zeigt. Und das vor schon 5 Jahren!

Plus das Tutorial unten: Wir bauen einen fernsteuer-, das heißt spielbaren “Charakter” nach unserem Foto = Ebenbild. Im Baukastenprinzip für Privatanwender. Die Spielewelt neugedeutscht Games World ist da Vorreiter und verdient fordert nun jäh unsere Beachtung, liefert die Meßlatte für unser/file_under  künftiges kritisches Gucken-auf-Medieninhalte (wie das offiziell so schön heißt).

Für Weiteres checkt mal cubicmotion.com in Manchester UK, die sind am Gesicht nah dran.

Erhellende Zitate aus diesen Videos:

«Creating a believable digital character that you can interact with has been a holy grail since the birth of computer graphics.» (Kim Libreri, CTO Epic Games, 2017)

«If you can’t convince the gamer to believe in these characters you failed in a way».(David Barton Executive Producer Cubic Motion, 2017) und weiter: «We could use this technology to put a face to Siri or Alexa»..

«So far, you have created more then 1.5 millions Metahumans, now you can create your own metahuman from a scan or a model»

(Wenn man diese Sätze irgendwo (auch nur) sinngemäß auf deutschen Seiten finden könnte, switche ich gerne….)

Und nun for your leisure noch ein paar fake Wolken, ein paar echte Wolken und Stills aus der Mondphasenmontage – ich machs Eurer (sicher hochprozentigen) Erkennungsrate leicht:

Als Sahnehäubchen in merkwürdig pockigen Outfit präsentiert: der große Satz für alle bildgebenden Berufe 2022: «I m just a collector of dots on a screen»
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Musik hetue beim Schreiben, funkig wolkig-Sein und der Mond-Endmontage:

“Too Young To Die” by Just For Funk. Jamiroquai cover. Barcelona España, Terraza de la azotea, fiesta en verano, ambiente de exuberancia. Dasselbe nochmal, aber ganz anders im: Splitscreen-Lockdown-jeder@home-Modus, wunderbar präzise, transparent und way up north: Mancunian: The Air Horns: Too Young To Die : Songs I Want To Play, Jamiroquai cover

Fakin Virgo – Butterfly (Jamiroquai cover)

Mixolydia music lab – “time won’t wait” – jamiroquai cover

Space Cowboy | JAMIROQUAI TRIBUTE | “R.B Studio Session” Live Medley TWO

Jamiroquai Bee Gees Mashup – Pomplamoose

…fein, daß es da Noten ‘für zu erwerben gibt, so können alle mit- und ich ewig so weiter machen – scrollt nur mal auf youtube.com/results?search_query=jamiroquai+acoustic+cover, runter, runter, runter, runter, runter, runter und runter!…… Aber! Es gibt auch mighty Neues aus der direkten Nähe der Paisley Park Studios:

Cory Wong : “Direct Flyte” (feat. Victor Wooten)..und gleich noch eins in dieser bunten FarbwechslerBühnenumgebung: Cory Wong : “Concrete” (feat. Mark Lettieri)…und noch eins im Country Style: Cory Wong : “Over The Mountain” (feat. Sierra Hull)…und noch ein Jazzorchestrales zum Abrunden: Cory Wong & Dirty Loops : Ring of Saturn

Nitin Sawhney: “Prophesy”, V2, 2001

to rococo rot: “Hotel Morgen”, Domino Recording, 2004

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Und, neu chez moi: Pinxography auf Leinwand, aus aus dem Meer gefischten Plastik. Plastik dann gewebt und bedruckt:

Serviervorschlag 1. Juli, wir hängen die Wolken heute vielleicht mal hochkant:

bewegt!bild!meditation!

Deutschland ist durchgängig zu lila, das Wetter zu gebläsig für Sonntagspromenadan äm Grönen (“Betreten Sie keine Wälder”), also vom Frühstücksei wieder zurück an den Bildschirm. Plus KameraBlick aus dem Fenster: fette Beute heute für mein Schlotfootage Projekt!

Übermäßig viel youtube glotz ich nicht, hab aber bei manchen Funden (oder hintersinnigen “Empfehlungen” von drüben) gleich das Gefühl, hier sticht was aus dem Umfeld. Also kommen hier drei,vier,fünf mal wie immer ungesponserte Beiträge heute (ich finde, die gehören zum künftigen Standard Medien-Know-How, wie die Kenntnis dieser jähals dachdämm endent deckten Seegraskugeln file_under Schöner Wohnen):

Architekten/ Stadtplaner aufgepaßt. Falls Ihr nicht zum zockenden Bevölkerungsanteil gehört, schaut Euch folgenden gespielten(!) Ausschnitt mal unter den dazu!gedachten Prämissen Stadtplanung, Mobilitätsentwicklung und ihrer Visualisierung durch den  free roaming User(!) an.

Spielende Gemeindemitglieder wiederum mögen als Neuheit die perfekte Verschmelzung des bläsergeführten allseits bekannten gloomy Original Soundtrack Themas mit den selbstverursachten Aktivitäten erkennen, als nun selbstgesteuerten Booster für Dramatik: das Ich als Musik-Controller-führender Filme-macher. Ebenso die Neuerung, daß die üblichen Überrollten™ sich elegant  Mr Smithmäßig in matrixgrün gefärbte Zuckerstreusel/Bildschirmgriesel auflösen und zu den bekannten, rasch verschwindenden Häufchen zerfallen. Insofern fällt im Spielerating gar die unterste ObachtStufe  Comic Violence weg. Chapeau!

Mitten aus dem Abenteuer, mitten aus exotischen Felswüsten mit anscheinend großer historisch eingemeiselter KulturdenkmalVergangenheit direkt in den Pixel- und Dreiecksgebrauch rübergeblendet, so ne coole Mischung kommt mir selten unter. Ein Lehrvideo, daß ich vermißt. Man könnte so Medien- und Mathewissen, Geschichtsknowhow und Engineprogrammierungseffekte in einer Schulstunde bündeln, Schleichwerbung vielleicht inbegriffen aber – die bei dieser Sache stets advancten Schüler kennten es eh schon..und könnten gar beeindruckende Anschauungsbeispiele beisteuern.Polygone zur Bildgestaltung sind out, Dreiecke in. Ebenso das frisch entwickelte Nanite, Lumen und das aus jüngsten Disney Produktionen (oder Albrecht Dürer-Radierungen) bekannte Ray Tracing. Wieder einen maschinellen Schritt näher an der fotografischen Wirklichkeit. Wow. Und: Obacht.

Nen Screenshot davon, als “wert-rückgewinnende” Nachzeichnung ins Wohnzimmer hängen würde ich mir einen aus dem für mich meditativsten Spiel (zum Zugucken) der letzten Zeit: « Monumental Valley II ». Das kann auch gerne ne Miniatur sein! Aber bitte eine ohne Schrift!

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ebenfalls meditative/relaxte Musik heute:

Tom Misch & Yussef Dayes – Nightrider (feat. Freddie Gibbs) [Official Video]:

und, wers noch geheimnisvoller & etwas dunkler und mehr klassischer mag:

Beatrice Rana: Ravel, Stravinsky Warner, 2019