Category Archives: Medienkompetenzverein

Reminder: so weit sind wir schon mit dem digitalen Menschenbau


for your further interest: ein erhellendes Making-Of-Tutorial-Video here .
Or even further: man kann, ohne zu verstehen, einfach nur mal dieses Tutorial am geneigten Auge vorbei ziehen lassen und staunen, was da wo editiert/ausgewählt/geklickt/selected oder aus anderen Hilfs-Programmen importiert wird – add-on Allgemeinbildung im 21. Jahrhundert s.m.i.l.e.y.
Und noch einen drauf: cinematic quality: nuancierter Gesichtsausdruck PLUS glaubhaft “funktionierende” Kleidung.

Galerien durchbuchstabiert oder: die obskure Logik von Streuobstwiesen

Sechsundzwanzig vr-schiedene Galerien neu auf dieser Site! In nur vier ein halb Stunden “ausgesucht” & zusammengehängt! Es geschah/wurde möglich dank des 2.-ältesten** Tricks der Welt: Ordnung per Alphabetisierung: ich suche Bilder per Eingabe von einzelnen Buchstaben. Doch, doch, das geht. Und finde für zum Beispiel das X HEUTE diese:

SUPER SPANNEND die Ergebnisse: a) unter-und-nebeneinander-im-Vergleich: was verändert sich im Lauf der kleinen Zeit, welche Bilder – und damit zeitliche Bereiche 2011-2024 – verschieben ihren priorisierten Platz, welche tauchen auf oder ab. b) an den Bildunterschriften ist erkenntlich, auf welchem “Weg”, unter welcher Überschrift es gefunden wurde: a) per Kategorie, b) per Monats-Datum, per Autor (es gibt hier nur einen, kann nur einen geben 😉 ), oder halt direkt als einzelnes Post. Mir fällt am heutigen (25.4.2024) Ergebnis auf, daß die Suchmaschine zur Zeit an meinen Blog-“Kategorien” entlangspidert. Ergebnisse von einzelnen Posts sind erstaunlicherweise in der krassen Unterzahl.

Heute, am 25. April ’24 fällt sofort auf, daß die berühmte Suchmaschine einen bestimmten Bereich dieser Site grad “im Blick” hat, denn diese ganzen Buchstaben kommen ALLE bei mir seit 2011 vor 😉 : es handelt sich um das vorletzte Posting zum Serendipi-Tree bzw. dessen Bilder. Die kreuzen hier sehr prominent auf. Und Bilder, die dieses frühe Jahr hochgeladen wurden ebenfalls. Und Juni 23-Bilder. Was zur Frage führt: werden da gar aktuelle Einträge höher bewertet als ältere? Gefühlt gegebene Antwort ohne Labortest/Zögern: Yep! Das Dolle: kann man aus den Bilddaten extrahieren s.m.i.l.e.y.

Also los: Such das Stöckchen! Start mit A , Schluß mit Z. Die sich in Zukunft ja verändernden! BildsuchErgebnisse für heute hab ich fürs Archiv als Referenz des Tages gescreenshottet: klickt auf die blauen und rosa Viereckchens – die kamen mir als jeweiliges Tages-Ergebnis irgendwie am meisten vor Augen, in groß:
, gefolgt von:
Denn kaum ist ein Tag rum, gerate ich in einen elektrisierenden Statistik-Strudel-Auflauf und mag plötzlich: nach einer Fibonacci-Folge kommende Ergebnisse nachlegen, also in zwei, in drei, in fünf, in acht, in dreizehn, in einundzwanzig Tagen..

  • A || | || ||| ||||| |||||||| |||||||||||||| ||||||||||||||||||||| – Fibonacci!
  • B || | || ||| ||||| ||||||||
  • C || | || ||| ||||| ||||||||
  • D || | || ||| ||||| ||||||||
  • E || | || ||| ||||| ||||||||
  • F || sans* | || ||| ||||| ||||||||
  • G || | || ||| ||||| ||||||||
  • H || | || ||| ||||| ||||||||
  • I || | || ||| ||||| ||||||||
  • J || sans* | || ||| ||||| ||||||||
  • K || | || ||| ||||| ||||||||
  • L || | || ||| ||||| ||||||||
  • M || | || ||| ||||| ||||||||
  • N || | || ||| ||||| ||||||||
  • O || | || ||| ||||| ||||||||
  • P || | || ||| ||||| ||||||||
  • Q || sans* | || ||| ||||| ||||||||
  • R || | || ||| ||||| ||||||||
  • S || | || ||| ||||| ||||||||
  • T || | || ||| ||||| ||||||||
  • U || sans* | || ||| ||||| ||||||||
  • V || | || ||| ||||| ||||||||
  • W || | || ||| ||||| ||||||||
  • X || | sans* | || ||| ||||| ||||||||
  • Y || | || ||| ||||| ||||||||
  • Z || sans* | || ||| ||||| ||||||||

Legende für nicht angezeigte Miniaturen:

Liste der einzeln aufgefundenen™ Posts so far aus insgesamt 130 Ergebnissen:

Appilog:

Wissenswertes zum Making-Of -sprich zur html-Programmierung- dieses ABC-Glossars:

Wenn Ihr Euch den Seitenquelltext dieser Seite mal anzeigen laßt, erblickt Ihr ein gut sechzehn(!) Bildschirmseiten mächtiges Zahlen- und Buchstabengewirr – hauptsächliche Menge davon sind die URLs, die man eingeben muß, um an die entsprechenden “buchstabierten” Ergebnisse zu gelangen. Dazwischen kommen HTML-tags der etwas übersichtlicheren und Sinn machenderen Bilder und entsprechenden Links auf die jeweiligen Bild-Ergebnisse.
Wenn man sowas mit nem Text-Editor ertippt, gibts einige Tipps, wie man etwas hinbekommt, daß auf dem Browser ein schlüssiges Bild ergibt.

  • Zum Beispiel im Code die Kommentarklammer < ! – – > In die hab ich immer den Großbuchstebn am Start eines neuen Blocks zum jeweiligen Buchstaben eingegeben. So findet man im kauderwelschigen lore ipsum(, oder schreib ich Bleiwüste?) immer recht flugs die aktuelle Baustelle, da sich dadurch ein schnell erkennbares Buchstaben/Symbolmuster ergibt.
  • Auch cool: sich alle Startbilder von youtube ohne Cliperahnung anzeigen lassen. Geht so: in die Suchzeitle für Bilder eingeben “site:youtube.com maxresdefault” – dafür würden sich Statistiken vom Auftauchen der Bilder wann und an welcher Stelle bestimmt auch sehr lohnen..

(..) heißt bei mir: da kommt noch was nach.

Appendix

* “sans*” steht für die bei diesem Buchstaben fehlende Möglichkeit, sich weitere Ergebnisse anzeigen zu lassen. Google textet das so:”Die übrigen Suchergebnisse enthalten vielleicht nicht das, wonach du gesucht hast. Trotzdem weitere Suchergebnisse anzeigen”.

Die Stellen in den Bildern, auf denen “ytimg” und “maxresdault.jpg” das Bild verdecken, sind youtube-Bilder, die in den Suchergebnissen für meine Seite auch angezeigt werden – obwohl sie gar nicht dort gespeichert sind. Liegt am Einbinden von youtube-Clips. Dasselbe von der Wikipedia-Seite, die ich direkt verlinkt habe.

Streuobstwiese. Dieser Begriff kam mir als bildlicher Vergleich mit den vorliegenden Ergebnissen. Wir erfahren darüberhinaus vom Original, was der nabu.de, also der Naturschutzbund Deutschland dazu zu sagen hat. Interessant an der Cookie”Schranke” am Eingang ebenfalls ein Wow: man spricht Tacheles: “Der NABU setzt Cookies & Drittdienste ein, um Themen an Ihre Interessen anzupassen, unsere Infos & Angebote zu verbessern, die Webseitennutzung zu erleichtern & externe Medien einzubinden. Dies kann auch zu einer Datenverarbeitung in Ländern ohne angemessenes Schutzniveau (z.B. USA) führen.
Daher bitten wir für beides um Ihr Einverständnis.”
Das liest man bislang selten. Meistens irgendein beruhigendes einlullendes Mantra à la “um Ihr Erlebnis zu verbessern” etc. Den zweitbesten Erklärtext fand ich auf englisch auf der nytimes.com/privacy/cookie-policy – na, schon mal was von “persistent cookies”, “Software Development Kits (or SDKs)” oder “cookie synching” gehört?

**Natürlich meine ich die aufzählende Sortierung von Dingen als ursprünglichstes Ordnungsprinzip, das so in Ton, auf Holz, auf Papyrus festgehalten werden konnte. Paßt aber irgendwie nicht auf Bilder für ne Internetseite. Ich fmT hatte als mein erstes die passendere Version

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Musik heute zum ameisenhaften Erleuchtungs-Copy-And-Pasten – darf ruhig etwas sperrig sein. Paßt dann wundervoll zusammen! Ergänzt quasi sich!:

  • Joe Jackson: “Beat Crazy”, A & M, 1980
  • Frank Zappa & The Mothers of Invention: “Weaels Ripped My Flesh”, Zappa Records, 1970
  • Various Artists: Metalheadz: “Platinum Breakz”, Metalheadz Limited, 1996

Mein Liebstes Erstes in dieser 1. Sammlung: das unten mit dem M oben rechts. Ist am buntesten, am abwechslungsreichsten:

Mal sehen, wie bunt das bis Mitte Juno noch wird.

Immer mehr Rentner beginnen, damit ihr vergangenes Leben aufzupimpen

Bei manchen Neuigkeiten, die mir – meistens per Internet – “reinkommen”, fallen mir ad hoc künftige Szenarien ein, die sich aus eben diesen Informationen ergeben könnten.

Heute mal wieder das Thema KI: So viel verfügbare Software! Die dann auch noch ermutigend “!Intelligenz” genannt wird! Und dann in Rente! Und jetzt diese ganze freie Zeit Tag und Nacht!

Da isses kein Wunder, daß man, wenn auch etwas zu spät, Lebensfantasien erfüllt – im Rückblick. Mit dieser online-KI. Man fühlt sich dabei jünger plus hat schöne gegenwärtige(!) Träume. Ein paar schnelle Prompt-Beispiele:

..So’n Zeuch halt. Ihr wißt schon.. Und anbei gratuit die Erfindung der selbstgemachten “Nachfreude”, die man auch noch selbst architekturieren kann – frei haus | quasi | smiley! Das “ich” kann man überdies als Bild-Datei dazu hochladen und dann ebenfalls per Spracheingabe modifizieren (lassen). Das alles natürlich/leider auf englisch – darin die KI world wide die meisten Beispiele aufgesaugt hat.

Fortgeschrittene Silver Surfer bauen sich aus einem 3D-Scan von sich selbst (!) und nachfolgender Bearbeitung per Spezialsoftware, ebenfalls verfügbar von zuhause aus, ein steuerbares Modell, steuerbar von Posen bis Gesichtsausdrücke(!) für das angestrebte Ziel.

Durch die allseitige Verfügbarkeit von bildERZEUGender Software werden – so meine leichthin getippte Vorhersage – viele nun, kurz vor Lebensabend, nicht nur ein erträumtes Leben-im-Bild “nachholen”, sondern dazu auch Referenzen, die außerhalb der hergebrachten Grenzen (= der Realität der persönlichen Fotoarchive) liegen äh, dazubestellen. Das passiert nicht mit gefakten Fotos aus lang zurückliegenden Zeiten und extrem gesteigerten Bildbearbeitungs-sKills, sondern mit so Werkzeug-“Neuigkeiten” wie Midjourney, die allein auf Sprache und LebensErfahrung reagieren.

Aber nun, welch Überraschung, “gelingt” der Schader Stiftung in Darmstadt durch einen Call To Action: Versäumte Bilder. Frauen in der Wissenschaft eine wunderbare, bildende i.e. aufklärende Idee mitten aus genau dieser neuen Möglichkeit:

Scrollt mal runter auf https://bilderinstitut.de/frauen-in-der-wissenschaft bis zu Versäumte Bilder [AI]

Fotografin/Prompterin Gesine Born im HR2-Feature:
«wenn ich jetzt nur in die Ki eingeben würde, “a photo of a scientist”, würde ich nur alte, weiße Männer bekommen. Also ist es total wichtig, gegen diesen bias anzuprompten und halt genaue Angaben zu machen, “a female scientist” und auch “repräsentativ”, daß sie “stolz dastehen”, weil die Ki sonst die fehlenden Lücken, die es nicht bekommt, aus den eigenen Vorurteilen generiert.»

Versäumt auch nicht, ganz unten unter “Midjourney Prompts” zu erfahren/lesen, was man da genau eingegeben hat! Ein neuer Beruf taucht da auf no kidding: der prompt engineer.

Sei meine Augen!

Na, das hört sich doch mal gut und mysteriös zugleich an, oder?

  • «Die freiwillige Helferin ist mehr als 400km entfernt und kennt Bianka H. nicht. »
  • «Es gibt 3,7 Millionen Freiwillige. »
  • «Ein Zufallsgenerator bringt sie zusammen.»


Das Ganze nochmal als Englischunterricht und direkt vom Erzeuger, dessen (diese) App eine globale(!) Community entstehen läßt, die Blinde, Sehbehinderte und Freiwillige, die sehen können, untereinander verbindet.

Bitte beachtet die sehr unterschiedliche Art der filmischen und textlichen Darstellung des gleichen Phänomens. Nicht nur ob der recht konträren “Zwecke” Reportage vs. Advertisment, Fakten vs. beschreibender, begeisternder Text – vor allem auch die Darsteller-Auswahl, den Kamerastandpunkt mittendrin, Originalton vs. Musik-Hintergrund, Hassans (unten) Hinwendung zu uns Zuschauern (die vierte Wand) & dieser wunderbar literally ansprechende Kontakt-herstellende Text à la “That’s where You come in”.. So geht das!
PS.: Die (Sendung mit der) Maus, die weiß auch genau, wie’s geht: beherzt und freundschaftlich mitten drin und alle spontanen (Kinder)fragen beantwortet!

und noch Cooles auf der italienischen Version der Site: La dimensione massiccia della comunità di volontari significa che la maggior parte delle chiamate trova risposta in circa 30 secondi. oder türkisch, spanisch 😉 oder japanisch, oder..
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Musik Big Noise dazu:
Pressure Drop: “Upset”, Marlboro Music, 1992
Erykah Badu: “New Ameryka II”, Universal, 2010

digit flickerl teppich ’24

Zurück in die zweite Januarwoche. Ich sitz am neuen Soodlepoodle Outfit. Thema heuer wie immer: der Wurf, der berühmte große Wurf. Heute der berühmte, weltbekannte, geschichtsträchtige große.. Faltenwurf.
Wie viele Maler aus einst und hier haben sich daran versucht! Tausend laufende Meter Übergang zwischen hellstoffig und dunkelfaltig pinseln! Oder schraffieren! Oder: meiseln!
Puuh! Nix für mich! Mir schnellfertigen Knipser geht das Aufnehmen solcher Drapierung nur Ruckzuk per Kamera ins Bild:
Krass, daß man zum Legen, Ziehen und Falten mehr Zeit benötigt als dann beim Aufnehmen selbst: rein der topografische Verlauf und die Art des verwendeten Stoffes bestimmen die ästhetische Qualität. Wie les ich auf wiki/Drapage: “Drapage wird sowohl zur technischen Umsetzung der Modeentwürfe oder Modeskizzen wie auch zur Ideensuche benutzt.”

Jep. Ideensuche, das isses auch hier.

Alles Verrichtungen mit Bedacht. und schön gediegen. und nicht überstürzt. und darüberaus: kulturell. bis in die Antike reichend!.. Oder, fällt mir dazu grad Andreas Feininger ein, der das Wirken solch gearteter Fotografen und die gleichfallsige Wirkung ihrer Arbeit so beschreibt.: «…fertigen durchschnittliche Bilder von traditionellen Motiven in herkömmlicher Form.» Kann man treffender, umfassender & finaler als Langweiler geoutet werden als auf diese elegante Weise??
Je ne crois pas. Je crois: non.

Spannend wirds heute aber dennoch, nämlich dann, wo ich am Entscheidungspunkt Hochladen ja/nein bin: RUCKZUK mir ist das “schöne Bild” allein zu langweilig. Zu langweilig anzuschauen. Viel zu! Issja auch kein Wunder, ich sag nur – im Sinne von feel the bilderoverkill – googelt mal: Faltenwurf..
Oder, internationaler und mit angemessen mehr Ergebnissen bestickt/ückt: drapery painting techniques..

Ergo muß eine Irritation rein, die das Ganze 2024 interessant macht.

Mir fällt das “pinselige Intelligenz” getaufte Ergebnis der vor nun elf Jahren getesteten Bildbearbeitungs-Software ein. Da erbrachte eine konzertierte Aktion (ich + Software@home) dieses merkwürdige Bild – dessen opto-logische “Fehler” man interessanterweise fast identisch bei allerneusten(!) Ergebnissen der zeitgenössischen KI findet:

die freie “Interpretation” von physikalischen PerspektivRegeln zu nem Grad, daß es in den Augen schmerzt.

2024 gibt es die faszinierenden Bilder Roope Rainistos, der genau diese KInderschuh-Ergebnisse provoziert. Ich finde ein Künstlergespräch / an Artist Spotlight auf youtu.be – aber Obacht: es erwarten Euch 56 Minuten “artist statement” in finnisch gerenderten English. Daher dringend empfohlen: (deutsche, englische, überhaupt) Untertitel anmachen – ergibt zusammen mit dem anscheinend ebenfalls bredouillierten will sagen angestrengten Ausdruck des Interviewers nen zusätzlichen Entertainment-Effekt!

Der einzig essentielle Unterschied: das obere von 2013 “machte” die KI selbst – mit den im Bild vorhandenen Teilen. Roope muß(te) für seine final ausgewählten Bilder einen langwierigen Try-and-error-Prozeß durchlaufen, immer auf der Suche nach einem ansprechenden also interessanten künstlerischen Ergebnis. Hundert Tausende von Bildern “er-“prompten, anschließend Tausende dieser Prompts weiter austesten sprich re-formulieren. Wow. Chapeau! Ich für mein Teil staune & plane, darauf zurückzukommen – und erstmal weiterverfolge meinem simplicissimus Ansatz:

Als erstes nehme ich mir für die erstrebte Variation eine andere Art “Stoff” her: Jersey, Tricotage. Oder anders, lokaler ausgedrückt: Funktionsunnerwäsch’ aus dem klassischen Italowestern. Hab ich vor handen. s miley

Hier nun die Originalaufnahme:

Durch die gewirkte Herstellungsart dieses Stoffes “gelingt” ein Faltenwurf, der mehrdimensionaler = abwechslungsreicher ist als der klassischen Gewebes. Die erreichte Oberfläche ähnelt mehr einer organischen Felsformation. Geschliffen wie von Wind und Wetter, drum um einiges abwechslungsreicher als die klassisch griechisch-römische Gewandfalte.

Noch dehnbarer wird diese Bildoberflächengestaltung mit anschließend angewandter Digitalerei. Copy und paste, Skalieren und Spiegeln aus gewählter Teile.

Ich hab die so erstellten collagierten “Klebe”ebenen farbig voneinander abgesetzt, so daß Ihr sehen könnt, was vom Originalbild wie verwendet wurde. Nur die beiden Techniken Kopieren und Seitenverdrehung “schaffen” diese verschmitzt schweinsohrigen Masken da mittendrin – ich war selbst von ihrem Auftauchen überrascht. Es folgen Schlußarbeiten: Ränder der Teile unscharf radieren, um keinen Übergang zwischen allen Teilen hinzubekommen.

Ergebnis: eine künstliche Textur aus einem konventionellen Foto gemacht, die man so noch nicht gesehen, so noch nicht gefühlt hat.
Beabsichtigte Wirkung: Aha: Stoff, Faltenwurf. Aber irgendwie with a twist. Grad so, wie ein altbekanntes Gericht mit einer neuen unbekannten Zutat.

Prêt! À table, s’il vous plaît! Sie ist da: postphotography.xyz
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Musik dazu? Gerné:

Frank Zappa -“Uncle Meat” cover by POLYGON HEAD ( solo ver.)

PS.: hier die Laboranordnung, um im fertiggestellten Werk den interessantesten Ausschnitt für den Blogheader zu finden. Wie immer! Standard procedure!

Ergebnis, gefarbloost:

dig! it! out! kom po sita!

Ausgegrabene Wörterschlangen will sagen. Es gibt Teile dieser Site, die sind seit mehr als fünfzehn Jahren(!) online. Nahezu unverändert und an derselben Stelle. Also n super playground, um mit deren “Abgelagertheit” und dem morgen(!) zweijährigen kleinen BilGoo Joe das Suchmaschinengebahren damit mal abzuchecken. Anders ausgedrückt:
«Kennen die Suchmaschinen diese Stelle noch?» (die Frage «Haben sie es je gekannt?» läßt sich leider von außen nicht nachvollziehen..)..
Zur bitte Wiederaufnahme in die Suchmaschinenindices – es ist mir Grande Amüsemang, das alles wiederzulesen, also warum nicht auch Euch? – verlinke ich – m.y.s.t.e.r.y.! – in einem neueren Post genau diese Stelle. Direkt. Ich verrate nicht, wo. Smiley. Und warte, was passiert. Genau deshalb diese neue Galerie am Menue seit zwei Tagen. Erste Tests sind negativ, führen vorerst ins Leere, dafür hab ich zur Jahreswende glücklich diese historischen Wortschlangen wiederentdeckt und nun die Gewißheit: ich bin leidenschaftlicher Kompositakomponist:

Heute neu in der Versuchsanordnung: die diesmal optimale Namensgebung der JPGs, also vorbildlicher Suchmaschinendevotismus 😉

Geht so: mit meinem Vintage-Scrabble habe ich auf ebensolchen Resopal-Lochplatten die sechs neuen Galeriebegriffe gelegt und die (oben zu sehenden) Fotos davon genau so benannt: das Foto mit dem neu dazugestoßenen Wort “Konnotationsnavigateur” des ersten Blogeintrags des Jahres heißt genau so: konnotationsnavigateur.jpg. (..)

Das Ganze ist anscheinend (noch) zu sperrig für die Galerie, ich will aber illustre Ergebnisse™. Sofort. Also hab ich daraus eine einfachere Aufgabenstellung gebastelt siehe die bunten Striche hinter den Komposita. Die zeigen auf sechs sechs”stellige” Wörter, die bislang außer der Borste nicht zu verfehlen sind und die üblich angestrebte illustre Bildmischung ergeben.
Kreuzworträtselgalerie Auflösung/Legende:

Die besagte Original-Stelle mit diesen Brocken findet man NICHT mit der WordPress-Funktion oben rechts neben dem Menue, denn sie liegen in einem damals händisch geklöppelten HTML-Teil, also außerhalb des BlogsOrdners. In diesem Fall hilft der überaus praktische, aber praktisch unbekannte Suchbefehl “site:soodlepoodle.net schulstullenmitschnitte”. Gebt das mal, vielleicht Ende des laufenden Jänners, ins Fenster einer beliebigen(!) Suchmaschine ein! Die Crawler brauchen Zeit. Sonst würden sie ja auch Runner heißen.. Und?

PS.: Wenn irgendwann alles dann schön gefunden = indiziert ist und dementsprechend auf jedem geklickten Button Suchergebnisse zeitigt, werde ich diese umfassende Galerie aktivieren. An ihr kann man zwischenzeitlich ja schon testen, wie weit das fortgeschritten ist.

PSII: Frage: Wo steht mir nach all diesem laboratorii der Kopf? Antwort: it depends.
Der semantische Kopf steht im Deutschen immer rechts. Somit handelt es sich bei dem Kompositum „Buchladen“ um einen Laden, nicht um ein Buch.
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Ebenfalls ausgegrabene superbe Musik beim Schreiben im neuen Jahr:
Peter Philly & Perequisite: “Mystery Repeats”, Unexpected Records, 2007
Les Ritas Mitsouko: Marc & Robert”, Virgin, 1988
The Modernist: “Kangmei”, wonder 2003
Ian Pooley: “Since Then” V2 Records, 2000
Laurie Anderson: “Big Science”, Warner, 1982
Badi Assad: “Echoes Of Brasil”, Chesky, 1997
Cecilia Bartoli: “Farinelli”, DECCA, 2019
John Harle: “Sax Drive”, Argo (2), 1995

Na, dann infografizieren SIE dochmal Big Data!

Das Web ist voll von edelmütig unverdrossenen Versuchen, Abstraktes in ein Bildviereck zu fassen. Das fällt mir immer auf, wenn ich aus neugierigen Versehen™ auf “Bilder anzeigen” klicke beim eigentlich tsts content-Surfen von abstrakten Verbraucher(?)-Themen. Oder beim jäh Stolpern-mit-den-Augen-über mir neue Wortschöpfungen. Wie im nun fast zurückliegenden Oktober über so Dinger wie “Emotionskontrolle am Arbeitsplatz“. Oder “Aufmerksamkeitsmechanismen”. “Befangenheit in Large Language Modellen”- alle drei beschreiben entgegen ihrer maschinenfernen Anmutung™ tatsächlich top aktuelle Computerphänomene.

Da bin ich sehr froh, daß sich mein neustes, frisch assembldes 3D-Objekt nicht ganz zufällig(!) für genau diesen illustrierenden Zweck anbietet: offensichtlich technisch konstruiert und organisch fließend zugleich erscheinend, in diverse “Posen” überführbar, also dreh- und biegbar & in drum seinem Wesen außerordentlich rätselhaft: Mich erinnerte es sofort, aber erst nach(!) dem Fotografieren an den Bildschirm geholt™ an einen tiefen Blick in den Maschinenraum eines Typewriter der alten Schule, nur in einer mutierten Version: die Typenhebel laufen endlos wie Förderbänder (womit wir schon wieder in obiger Montagehalle wären). In der Version unten seh ich zwei vom Glaskörper befreite metallisch/mechanische Augen, die sich aus allernächster Nähe fixieren:Check, Alder!

Aber auch so Übergangsviecher wie diese crazy Lingua Vermi (unten links) oder ne oops’un’beabsichtige Anleihe an die unvermindert anhaltende Superheldenseuche (rechts daneben) in aller kinoplakativer Vintage Science-Fiction-Ästhetik 😉 “kann” dieses Objekt (ich schweige über das Was – ratet halt mal).

Dangesichts dieser unwillkürlichen Ästhetik-Anleihe taucht natürlich s.o.f.o.r.t. die zeitgemäßée Frage auf:

Wurde mein Hirn hierfür gekidnapped??

Bei so viel VorAhnungslosigkeit und heldenhaften Täuschung all-over-the-place fand ich noch, ebenfalls in diesem Oktober:

«The problem of evil is generally formulated in two forms: the logical problem of evil and the evidential problem of evil.» Yo! Voll evil, Mr. Knievel!!

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Mju sik tu-de (english):

The The: Mindbomb”, EPIC 1989
Karma: “Thrillseekers”, Spectrum Works, 1999 (mit nem eingebauten Sprachsample obigen Mr. Radkappen-Knievels!)
The John Scofield Band: “Überjam”, Verve 2002
The Pretenders: “Learning To Crawl”, SIRE 1982
ZAZ: “Paris”, WARNER, 2014

Erwachen in der TextBohème

Freitag morgen halb sechs, es anfängt zu dämmern, ich schlafe noch. Dann, plötzlich, wie oft um diese spezielle Zeit: es nachläßt die Schlafstärke und blitziglike passiert: ein, äh, Gebilde aus Sprachbausteinen weckt mich. Oder mein Hirn erwacht zu Bewußtsein ob der Windstärke der Neuigkeit, schwer zu sagen. Dieses Mal lautet the secret word for tonight schlicht: Text Bohème.

Das macht mich ob der Ungehörigkeit der frühen Zeit und des Begriffs so wach, daß ich nicht wie sonst zu diesen Gelegenheiten schlaftrunken überlege, ob ich nun für diese Findung herumtastend das Licht anmach, um im Liegen krakelige Hieroglyphen auf eine Postkartenrückseite zu staksen sondern:
Hellwach ob des Appeals und der nchfolgenden Idee einer neuen Daseinsform _;) sofort der Griff zum Stift.

Beleuchtet mit einem Klaps auf meinen für diese Zwecke reichbar positionierten Sternfruchball. Den gibts als sehr versteckte LichtEnergielösung der Zukunft in Spielzeugabteilungen. In diversen Farben und zwei Größen, aus weichem Kunststoff und mit LED-Blinker (nach besagten Klaps) – die schnelle (DiscoStrobo)BeleuchtungsLösung ohne Stadtwerkebedarf quasi. Sieht «0riginalverpackt, auf rotem Grund, 2023» so aus:

Dann, keine Stunden später, beim ersten Kffe des Tages gleich mal Bohème nachgucken: ob sich die offizielle Definition mit meinem Gefühl dafür deckt. Aha: «einen Kontext von Armut, Hunger, Wertschätzung der Freundschaft, Idealisierung der Kunst und Geringschätzung des Geldes» – OK, kann bleiben mit dem Text-Kontext dazu. Und in der Mode wiedernoch aktuell als BOho chic, kann ebenfalls bleiben. Ergibt zusammen gar ein ziemlich modernes Gesamtbild.

Zwei Tage später, Sonntag morgen. .deTLDs anzumelden geht schnell @hom n Deutschland, voilà – das Ding ist online. Ich verkabeles und “online siehe”:

Ein Ausschnitt aus nem diesen Januar angefangenen Acrylbild. Wie so oft: das Zwischenstadium mehr inspirativ als das fertige Werk.. seufz!

Der SubText auf dem TitelBild kommt ebenso schnell und leicht ™ , daß ich ihn, der weiteren Eingebungen gewiß, einfach drunter montiert habe. Immerhin ist ja die Öffentlichkeit grad mit den KI-Anfängen-für-alle beschäftigt. Sehr kontrovers beschäftigt: KI in Wort und Bild, moderne Quelle von Orientierungsschwere existenzieller Art. Und, daß ich daraufhin den “100% KI frei-Button” hier am Blog montiert hab, ist mal grad ein halbes Jahr her. Da les ich natürlich interessiert mit, was sich da so mit tut. Ein guter Bekannter meinte zum Beispiel/Thema: “Ich hab da aus Zeitmangel noch einige ungefüllte Webseiten. Das laß ich mal die KI erledigen und guck, wie der Traffic sich (nach oben natürlich) bewegt.” Tja, ich daraufhin, da werden sicher dann ebenfalls v.i.e.l.e. Roboter zum ge wiß begierigen Lesen vorbeikommen. Und das mit dem erhofften Traffic erledigen.
Tja, da kann man mal gleich n Prompt schreiben, in dem Katze, Schwanz, Schlange und Kaninchen vorkommen. Nur, um das artifizielle Eigenverständnis zu testen harhar…

Wir brauchen keine künstliche Intelligenz, die uns mit dem zuredet/echoet, was sie online passend/ähnlich aufgelesen hat, oder gar flugs neue Tatsachen erfindet, nein nein danke, das ädded nur zur allgemeinen Unsicherheit:

wir brauchen empathische Intelligenz.

Musik zur frohen SpraNachricht heute:

  • Angela Hewitt: “Domenico Scarlatti Sonatas II”, Hyperion 2017
  • The Rolling Stones: “Exile On Main Street”, EMI, 1972
  • Fine Young Cannibals: “Fine Young Cannibals”, METRONOME, 1985
  • Steely Dan: “Two Against Nature”, Giant Records, 2000
  • Young Marble Giants: “Colossal Youth”, Rough Trade, 1980

Kunst o’r Kieselstein!

Daran denke ich angesichts des neusten Einrichterpoodle WerkStücks (rechts) und krame diese passenden & bislang unveröffentlichten beiden Mannheim-Hashtag-Bilder anno 2014 raus (links, mittig), denn
 
vergangnen Mittwoch gabs den 2. Schreinereinsatz mit Ellipse – den 1. genau 14 Tage nach der ersten “Einkreisung” Anfang Oktober:

Einrichterpoodle-goes-Holzwerkstatt

Das Ding – ein ausgesägtes Stück Buchenholzplatte, Abfall von einem Kücheneinbau – ist nach nochmals verfeinerter Lasso-Schnur-Zapfen-Ellipsen-MalVorlage ausgesägt und wird

nun mit DoppelHobel und Feile weiter, äh, befeilt. Ziel am Abend des besagten ersten Tages jenseits aller jäh – Oh Schreck – entdeckter Vesperbrett-Anmutung: ein explizit als solches erkennbares “Objekt” à la le grand poisson (Constantin Brâncuși 1876-1959), irgendwo also zwischen lower Geometrie, hoher Kunst und Strandkieselform 😉

Dieses zu erreichen gings nun nach weiteren fünf Wochen Pause dran erneut ans Werk. Aah – ich liiiiebe einfach diese Making-Of Fotografiererei:

. Um dieses skulpturale Ergebnis per Hand(!) möglichst exakt zu erreichen, tilgt man profimäßig randständig alle Anzeichen von Maschinenfertigung = langweiligen rechten Winkeln, was in diesem Fall heißt:  die frische Sägekante wird zurechtgefeilt, dann in umlaufenden Stufenprozessen 1. erst  in Dritteln angefast, dann zwischengefast zu 5 Teilen, dann gerundet 2., dann drei Finger breit schräg angehobelt 3., alle Übergänge anschließend feingeschliffen.

Warum dieser Aufwand mit dreimaliger Näherung? werdet Ihr Euch fragen. Nun: der dritte Schritt wurde erst nach Entdeckung des Vesperbrett-Ruchs notwendig, ich näherte mich an eine Vorstellung vom 3D-Ergebnis langsam an, die Ideallinie und -form immer im Blick da sichtbar als Bleistiftstrich(e).

Das Dolle dran ist an dieser eigentlich reinen Fleißarbeit, daß man seine Hände dazu bringt, diese Exakheit auszuüben, sie durch doing zu erreichen, ein Vorzug an Lebensqualität, den es so langsam mit dem Aussterben-durch-Maschinenersatz erwischt. (guckt Euch die Corning Museum of “hot shop” Glass-Videos nochmal an) Und dabei entstehen auch noch ansehnliche Bilder,  man muß nur ab und an innehalten-und-das-Motiv-erkennen.de 😉

Den oben verlinkten großen Fisch, der seit dreiundfünfzig(!) Jahren in der Mannheimer Kunsthalle steht und der mir beim Feilen und Hobeln wieder eingefallen ist, kann man gerne auch als Anlaß “nutzen”, um sich die WerkeWelt des Auslösers Herr Brancusi  anzusehen:

Wow: DAS ist mal ne fette  Werkstatt! In sowas tät ich mal extrem gerne Fotos machen! Damit das klappt (lacht nicht, ich meins ernst), genügt vielleicht ein mittellanger Anruf bei dem Herrn aus Biel/CH, der auf seiner Seite den wunderbaren Satz stehen hat

Hello, I’m an architectural visualiser,
specialised in producing quality renderings
& artistic images of the unbuilt.

Aber nein, der ist leider total ausgebucht, seufz…

Wow #2 – zurück zu Constantin: ich entdecke eine Ausstellung seiner Werke im New Yorker MOMA 1954 – drei Jahre vor seinem Tod. Und den sehr interessanten Satz (für den Medienkundeunterricht):

In 2018–19, MoMA collaborated with Google Arts & Culture Lab on a project using machine learning to identify artworks in installation photos. That project has concluded, and works are now being identified by MoMA staff.

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Musik dazu:

Talking Heads “Speaking In Tongues”, SIRE Records, 1983

Mendelssohn 4. Sinfonie A-Dur op. 90 “Italienische” (Paavo Järvi)

John Williams Filmmusik: “Hook” – The flight to Neverland (Frank Strobel)

various artists: London Is The Place For me – Calypso, Kwela, Highlife, Jazz – The Music Of Young Black London blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y

Super Vorteil beim Handhobeln und -Feilen (vs. Maschinenlärm): man kann dabei nicht nur Musik hören, sondern gar Mitgrooven. RhythmusCombo per WerkzeugKiste 😉

Vier Winde wehen

Das stellt’ ich mir vor, vor vor.. letzten Sonntag früh, wie ich den Qualm aus “meinem” Schlot nach hinten links abdriften seh, geschoben ergo durch nen leichten nordwest Wind – und der kommt recht selten vor in dieser süddeutschen Gegend. Daher die heutige Überschrift(en-Assoziation). Und dieser Wind lenkt die, äh, Abluft ins Licht des neuen Morgens – in eine extrem räumlich wirkende Konstellation:

Durch eine leider zehn Jahre zu späte Einladung zu einer Ausstellung als Fotograf les ich mal wieder meine das erklärenden Blogeinträge a) September 2012 (siehste!) “Man liest vom Ende der Fotografie” und b) November von 2014 “Guten Hashtag, Mannheim” . Und poste, davon genudged, hier mal ein in der linken unteren Ecke vorsätzlich &  deutlich schlampig gephotoshopptes Bild: in dieser nämlich waren die nachbarschaftlichen Hausdächer zu sehen, aus denen diese einzig übriggelassene schmucke Kugelantenne hochsteht. Durchs Himmel Dazu- & Architektur Wegstempeln ergibt sich nun  eine Bildkomposition, in der außer den wolkigen Wolken nur geometrische Grundfiguren sichtbar sind: Dreieck, Kreis und Quadrat, Strich und Punkt.

Ein ästhetischer Gewinn, finde ich und bin damit auf derselben “Spur” wie die beiden Modefotografen Merth & Marcus, die machen das seit je so. Post & Produktion yeah.

Doch weiter mit der vorsätzlichen Schlampigkeit: wie Ihr bei näherer Betrachtung erkennt, gibts da drinne zwei “Geisterbilder” des Antennenstabes, rechts und links vom Original. Die hab ich gelassen, weil genau solche “Spuren” der Bildbearbeitung wohl die künftigen Mittelpunkte des Interesses der Betrachtung sein werden.

Das überaus Dolle an dieser Art der Motivfindung  aus bloßer Emission ist, daß man, ganz anders als beim Malen oder Fotografieren, sich diese aus vorhandenem Footage-Filmmaterial aussucht. Und wie sagt Stevie Wonder (sagt man): “You can do it over and over again”. Ein extrem coole Übung in fotografischer Entscheidungspotenz  – wann drück ich ab, wann lohnt sich die Fixierung dieses flüchtig vorbeiziehenden Augenblicks und des erneuten Werksgenusses dieser wolkigen/meteorologischen Veränderung. Fotografieren mit Vor- und Zurückspulen der Gelegenheiten!

Beim Wolkenfilmen kommen pro Tag und günstigen Winden schnell zwei, drei Stunden Footage zusammen. Und dann, irgendwann in der Wiederbegehung des Werkes, einem jähen Impuls zur Aufrechtspiegelungsmontage (oben) folgend, kommt man gar (typisch!) auf die Idee des Monteurs ™ , daraus irgendwann ein wolkiges Poodlefell zusammenzuschneiden, dem geduldig wehenden Nordnordostwind  und meiner Sicht aus Luv sei dank. Oder besser: animieren: die Schnipsel so schneiden, daß es aussieht wie jemand, der aus ner Tube nen Pudel abdrückt.. hihi

Etwas jäher wirkt dann Gegenteiliges/-windiges:Dann ein Herbstanfang heuer wie er im B steht: steter mittlerer Wind, quer durchs Bildrechteck von rechts nach links, ein irgendwie strahlen-durchlässiges Wolkenfeld und allerklarste Septembersonne von dahinter im Gegenlicht: das sind die Zutaten für extrem dramatische Bilder – Schlachtenmalern zum “Vor”bild ( oder willkommenses Material für Bildfaker, Game-Entwickler ,  Postkartenschummler…). Jüngst erblicktes Beispiel: eine Visitenkarte mit einem solchen Himmel hinter der berühmtesten Piemontesischen Abtei… Glauben wir das? Also hoch genug liegen täte sie ja, ..mal die nächsten 300  Baujahre Ergebnisse runterscrollen…

Dazu ebenso beglückend: ein irgendwie konstantwindiger Vormittag, an dem man sich lediglich drum kümmern muß, genug Speicherplatz auf dem Kamerachip und ausreichend Akku bereit zu halten, Vorfreude frei haus!  Jetzt: Prospektmaler vortreten!

Bei soviel Wetterbetrachtungen ist man schnell richtig draußen & beim Thema Segeln. Aber: nicht nur glotzäugig und bierschlürfig im Halbliegen sich “powered by nature”-Zuschauersport reintun in den Pausen (i.e. SailGP),

sondern man ganz schön staunen & darüberhinaus anfangen, sich fürs Offensichtliche zu interessieren/heranzugoogeln: den nun langsam angesagten Windrosenbau @ home ↓*, schließlich befindet man sich im nautischen Bereich der Windrichtungsbestimmung und beginnt anschließend, hydrofoil   nachgucken, das bei diesen Schiffen auftriebig wie eine Flugzeugtragfläche funktioniert. Die Nase im Segelwind finde ich die Doldrums (mal wieder) plus passenden Spruch fürs Leben, auch dem der modernen Landratte:

„Gott behüte uns vor dem stillen Wasser, denn von dem wilden befreien wir uns selber.“

– Ein alter Seemannsspruch
https://de.wikipedia.org/wiki/Mallpassat

Bilder bei Windstille? Gerne: hab ich fürs aktuelle Menue ausgesucht hab:  der Schlot läßt lotrecht oblings ab, während die Wolken oben drüber  klassisch von West (rechts) nach Ost (links) ziehen (weiter oben also: nix Windstille) und dabei non plus ultra Lichtverhältnisse erzeugen. Hier mein erwählter Favorit: Chiaoscuro in einer Geisterfahrerrolle 😉

Bei so viel Anregung bleib ich natürlich dran: Malerei, Segelsport, Seefahrergeschichte, heute zum Beispiel die  der Südstrassen Amerikas: Ferdinand Magellan (rot) vs. Sir Francis Drake (dotter) plus Parallel-Entdeckung im Küchenlabor: frisch schmelzende Butter = Feuerland, Patagonien↑/Antarktis↓, blauer Pfannenboden =  ←Pazifik/Atlantik→…..alles durch den bloßen Blick aus meinem Fenster!! Und durch einen weiteren in Neil MacGregors “Shakespeares Restless World”..Englischunterricht en plus!

PS.: fehlt noch zur Vervollständigung (der Überschriftenverheißung): Ostwind. Aber presto:

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Musik beim windigen/flautigen Stempeln heute:

John Harle: “Sax Drive”, Argo, 1995

various artists: “The FEZ File – volume uno”, Schema Records, 2000

various artists: “Dancefloor Jazz- Summer In The City – Vol. six”,  Mojo Club / MOTOR, 1997

Schumann: Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1, Quartet Integra

Louis Théodore Gouvy: Caprice op. 59 Nr. 2  | Yaara Tal; Andreas Groethuysen

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*Pfeile direkt eintippen geht so: [alt] 25 = ↓…testet mal mit wechselnden Zahlen, wie die anderen Richtungen der Windrose gehen: →,←,↑

Damit das Finden meiner drei angekündigten Videos heute nicht 1 Sekunde dauert, such ich die alten Wegweiser-Icons aus dem Jahr 2018. Aber, da gibts noch gar keins für diese Kategorie!

Also schnell nachkreated:

..und zu meiner etwas merkwürdigen Art, das Wort game entwickler mit nem normal aufgenommenen Drohnenvideo zu verlinken: der Käptn steuert sein Ding  über der Sacra di San Michele genau so im ruckhaften Amateur style wie der Gamer(!) im neulich entdeckten free roaming – Videos zur Bewerbung des letzten Matrix Teils- siehe hier 😉