Düster wars, das Schach schien helle…

Draußen: Winter, naß und kalt und ausgangsbeschränkend..

Drinnen: zwei und dreißig holzgedrehte Figuren auf karierten Grund. Im Dämmer des Januarnachmittags entzünden sie die Fantasie:

Schach. Dieses alte Ding erscheint grad in neuem Glanz. Les ich online, und das auch noch im Coronajahr. Also nicht nur bei mir, seit ich in einer der letzten Umzugskisten die Figuren endlich wiedergefunden hab , sondern typischerweise als NetflixStaffel quasi per filmischer Wiederbelebung: The Queen’s Gambit – “binnen eines Monats wurde die Serie von 62 Millionen Abonnenten gesehen” liest man auf Wikipedia. Wow. “her story follows the basic arc of a superhero origin story” meint die US amerikanische Glotzhilfe Decider. OKay, das erklärt schon das Einige.

Für Neugierige unten: die noch harmlose Lage nach dem ersten HalbZug eines Damengambits 1.d2-d4. dare il gambetto (ein Bein stellen) die Wortherkunft. 1561. Hey, Ruy López de Segura! Sinn des “gestellten Beins”: Tempogewinn.

Das spezielle, fast Spotlicht naturelle-artige Licht dieser Aufnahme entstand durch: Abwarten. Vorher: Schach an der günstigsten Stelle aufbauen und Kamera in Griffweite haben. Spotlight auch deshalb, weil nur die schwarzen Figuren im Licht stehen und deshalb der vorgerückte Bauer in den Fokus gerät. Den leeren, sphärischen Hintergrund kennt man ja schon von früheren Posts.

Oder, ein paar Tage später, an selber Stelle, mit noch etwas flacheren Seitenlicht, daß man zurecht “dramatisch” nennt, Nahaufnahme en plus:

oder mit den bedrohlichen? Schatten der unsichtbaren Gegenseite gleich nochn Tackn dramatischer (finde ich. Staub auf dem Feld hin oder her, der wird ins Drehbuch mitübernommen):

Zum Thema: Ich hab als Bub begeistert gespielt und gleich Zugang zu diesen Turnierfguren gehabt, deshalb mein Faible für genau diese Ausführung. Nun, ein paar Dutzend Jahre später freut mich die skulpturale Qualität des Brettspiels, die fotogensten Positionen der Figuren oder die Welt draußen: Geschichten um Aufstieg und Fall der Großen. Berühmte Spiele, heute zum Nachklicken im Netz. Also auch die Vorfreude auf Anna Taylor-Joy.

Das aufgebaute Spiel drum ein gewohnter Anblick in der Wohnung, halt grad wie man andernorts Blumen in Vasen hat oder die Südkurve der Sofalandschaft mit Kissen oder Plüschis besetzt.

Mir immer willkommener Anlaß, zur Kamera zu greifen!

Und ach ja, cooles Detail zur besagten Verfilmung des Endspiels: “bis zum 36. Zug ist die Partie einem Spiel zwischen den Großmeistern Wassyl Iwantschuk und Patrick Wolff (1993) nachgebildet, die remis ausging.” Kann man auf chessgames.com nachklicken!

PS.: Nach erster Fotografenfreude über das obere helle Bild zogen dann Wolkenschleier vor die Sonne und plötzlich hatte ich diese ultramalerische Lichtsituation. Dazu passte dann der Seitenwechsel:

Musik beim Schreiben und Ziehen heute:

various artists: “Pulp Fusion Vol. 2: Return to the Tough Side”, Harmless Recordings, 2007

various artists: “The White Room” , SONY, 2004

 

Bonjour Vitesse

Ab Montag ging mal wieder alles sehr schnell. Drei Tage noch, dann würden alle in die Arme der Erschöpfung sinken, so die Parole. Dann das Weihnachtsknockout. Oder besser: das Weihnachtsholladinadelöhr? Ich jedenfalls erinnere da urplötzlich einen Erholungsort aus drei Häusern, tief im Grünen der Walachei nördlich von Berlin, da(hin) lockt man die HauptStädter mit dem verführerischen Slogan “Schlafen. Essen.”

Nun, arg viel mehr ist dieser Tage bis zum fraglichen Lockdownende 2.0 auch nicht drin, warum also nicht das mal testen?

Sollte sich in den Pausen der Pausen das Hirn, ebenfalls hungrig, zu Wort melden:  warum die Gelegenheit nicht ergreifen, In-sich-gehen und switchen von der eingefleischten 08/15er Schaulust zu sanfter Weiterbildung, ganz organisch natürlich, von purem Interesse und Nerugier geleitet. Stressloses, selbstversorgendes Aufsaugen von Unbekannten. Lesen. Tutorials gucken. Sachen checken. Zusammenhänge kapieren. Oder Fragen zugestellt bekommen. Das etwas andere Herumadrenalieren im Internet also. Wem das analoge Ausruhen, der bloße Gemüsemodus, gar: das Meditieren schwerfällt, kann ja mal anders und  diese Vorstufe zünden denn

Die Welt will anders angepackt werden, das tägliche Tun braucht ne neue Version.

Änderungsgeschwindigkeit ist angesagt, nicht nur in der Mathematik.

Und auch der Improvisationsmuskel muß unter den Hammer 😉 Hier wäre mein Beitrag dazu: nach jäh-stillen Jahreswechsel gabs aus der “alten” Adventskalender-, äh, konfiguration....das Silvesterleuchttischfeuerwerk – die Not hat Beene (und dieses Ergebnis/Mutation mich selbst überrascht in der Gegenüber-/Untereinanderstellung):

Oder auchCool zum Beispiel, was man aus leergeBinge-watchedten-Chipstüten machen kann, gereinigt und natürlich erstmal hähä leergefuttert 😉 und eben nicht gleich weggeknüllt:

Da lacht der Requisitenfreak in mir. Tipp zur (Heim)Veredelungsoptimierung des Fotos: der künstlich herbeigeklickte Hintergrund sollte wegen der Reflexionen der Silberfolie denselben Farbton wie der Original(holz)untergrund haben – kommt echter. Schattennachdunkeln nach Original Schattenvorlage trägt ebenfalls dazu bei. Plus: Original”farben” des Päckchens stehen lassen! Nicht einfach entfärben, nur weil Silberfolie! Hier zum Vergleich das unbearbeitete:

Und natürlich dabei beim Klicken: Staunen. Also zum Beispiel hab ich dadurch grad von der Existenz der Tillandsien erfahren. Auf englisch gibts für die den wiedermalvielgriffigen Titel air plants. Und mich an die Trinkwassergewinnung in Südamerikas AbgelegenGebirgen erinnert. Die funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Mit feinen Netzen im Nebel. “Wolken werden zu schwebenden Quellen.” Wow. Wow so zwischendurch und Wow fürs Langzeitgedächtnis. Oder b)eim Nadelöhrgoogeln fand ich die Tensegrity. Übers yogawiki. Daraufhin erklick’ ich auch noch den Skylon, «a cigar-shaped steel tensegrity structure» .

YogaWiki! SpouseWiki! Wikifeet!.. Was wird da noch alles wickeed kommen?

Ein neuer Soodlepoodle-Raumschiff-Sockel plus MondLandschaftsGärtnerei aus Blisterverpackung, ganz in (meiner) Tradition der Science Fiction Interieur Gestaltung?
Oder, als endlich (wieder)gefundenes drittes T Trevor Paglens  “The Other Night Sky, das allerdings mit echten Raumflugkörpern – seht mal im Vergleich dazu die von den Joggern und Radlern der westlichen Quantify-Yourself-Bewegung erzeugten bildnerischen Schönheiten der global heat map.. Darüberhinaus gibts das sehr neugierig machende BildArchiv des artsandsciencejournal.. Also kann et jerne losgehen, das neue Jahr. Zum fortgeschrittenen, unterbodenerleuchteten Laborieren:

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Musik dazu? Besinnlich und aufspritend at the same time:

Ophelie Gaillard: “Carl Philipp Emanuel Bach Vol.2” , Harmonia Mundi 2015

Seelenluft: “Synchronschwimmer EP” , klein records, 2001

Vernon Reid: “Mistaken Identity”, EPIC, 1996

Andreas Vollenweider: “Behind The Gardens – Behind The Wall – Under The Tree”, veraBra 1981

Stereolab: “Dots And Loops”, Duophonic, 1997

Jimi Tenor: “Higher Planes”, Kitty-Yo 2003

Es dampft für Sie: der Blumenkohl

Blumenkohl! In meiner Werkstatt! Hättmer net fä mööschlisch g’ halde! Liegt aber an nem mündlich überlieferten 😉 Kochtipp – plus dadurchig ausgelösten Experimentierwillen – eines Arbeitskollegen, der sagte:

A schneid den rohen (!) B Kohl mal so klein wie C Reis und brat ihn in der D Pfanne an!

Mach ich. Und fast gleich aussehen wie diese Blumenkohlbröckel tut.. Schafskäse, frisch im Kühlschrank yeah! Den also gleich dazu. Aus Geschmacksaufpäppelzwecken. Und aus Camouflagetauglichkeit natürlich auch. Dann: fotografier ich das. Plus drüber per klassischer Messerspitze, forschgeworden, eine Reprise of frisch angeschafftes “Gourmet-Thai-Curry”, in seiner aufgedeckten Pudrigkeit mindestens ebenso fotogen und schwupps sind wir mal wieder beim großen Thema Food Photography angelangt. Die macht eigentlich aber ordentlich Arbeit. Mit Dekoration-und Beleuchtung-richten und Gericht-dabei-nicht-aus-den-Augen-verlieren, so daß ich diese schnellen Ergebnisse – es ging ums Kochen und Essen –  heute lediglich als Test bezeichnen würde. Und IdeenSammlüngchen.

Der Erkaltungsgefahr des zu fotografierenden Essens begegène ich mit: dem Verzehr. Und nach labenden Mahle gibts als Dessert den WerksAbschluß: digitale Hintergrundmache und LayOut. Ton in Gegen-Ton erst, dann alles in kräftig, dann alles in luftig  – schließlich gehts um den Leckereffekt-im-Bild .. wasistEuchmoreappealling?:

Mmh, bei mir mit hauchdünnem Vorsprung das untere, aber.. das Ganze sieht irgendwie nicht (nur) nach Essen aus. Naja, liegt bestimmt an der drüberliegenden tellerrandverdeckenden rundgelochten Maske. Oder dem fehlenden DekoPetersilienAst. Oder man vermisst etwas Soßenartiges im bröckelnden Bild. Zuviel Labor-, zuwenig echt schmackige Küchenansichten vielleicht? Kann sein. Dazu die Sonntagsträgheit, passende props zu suchen und zu platzieren verhindernd. OK, Beim nächsten Mal besser machen. Mit dieser Erfahrung.

Warum heute mal Küchenrezepte? Nun, ich hab mich jüngst an Gewohnheiten der Kindheit dadurch zurückerinnert, daß ich online über die Ess-Vorlieben von Kindern also auch von mir als  Bub las. Da stand (an 18(!) verschiedenen Stellen) völlig  treffend: « Denken Sie daran, dass Kinder am liebsten sehr einfach essen. » Daran kann ich mich gut erinnern. Auch mein Gaumen heute! Ich teste erstmal den nur begratnen Kohl – denn irgendwie bin ich zur Zeit reif für Neues & Ausprobieren..

Nächste Fotogelegenheit der klassischen Art: wie es der Zufall 2020 ™ so will, spült das Schicksal nach gestandener Pause mal wieder Blumen an. Natürlich wären zu diesen sechs Rosen ROSENKOHL Rezepte textlich passender gewesen, der aber kommt in meinem Kochlabor erst noch an die Reihe..also erst mal Rosen und Blumenkohl.

Ob der Vergänglichkeit eigentlich keine often Gäste, muss ich Schnittblumen natürlich sofort fotografieren, deswegen heute 2in1:

Die Rose(n) in einer (fotografischen) Dreiecksbeziehung:

Diese merkwürdig himmelsgraugebläute (natürliche, winterliche, übrigens) Beleuchtung “provoziert” erst die Farbausgleich?automatik der Kamera, dann mich am Bildschirm zu einer Warm-Kalt-Behandlung -so ganz anders als die letzten Blumenbilder..sonnenfreudige Frühlingsbilder mit Tulpen waren das!

   

Hier die beiden den obigen am meisten entgegengesetzten Ergebnisse – das küchenseits ebenfalls vorhandene Zitronige als einzig WarmGelbes:

Ach übrigens: lecker wars! und schreit nach Wiederholung! Vielleicht gleich morgen mit der zweiten Blumenkohlhälfte? Plus natürlich weitere fancy Geschmacksknospenexperimente- ich dachte grad beim ersten Mal Kosten kurz an.. vielleicht Honig dazu?! “Paßt immer zu Schafskäse” ein anderer Kollege..

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vor 15 Jahren zusammengestellte Musik fürs Abschmecken heute:

Noklotzam B

  1.  Vinx: “Porch Light”
  2. Nicolette : “A Single Ring”
  3. Eli Goulart: “Destino”
  4. Micatone : “Tidy Girl”
  5. N.O.H.A.: “Balkan Hot-Step”
  6. Laika: “Poor Gal”
  7. Los Lobos: “Dream In Blue”
  8. Shudder To Think: “Red House”
  9. Combustible Edison: “Dior”
  10. Nelly McKay: “Tot Dies”
  11. David Byrne: “Tree”
  12. Marisha Monte: “Borboleta”
  13. Henri Salvador: “Chambre avec vue”
  14. Everything But The Girl: “Corcovado”
  15. Cheb Mami: “Ana Oualache”
  16. Weekend Players: “Higher Ground”

Bilder aus dem ITW

Mehr Sonntagsmeditation geht nicht: vom Aktivitätslevel her betrachtet knapp über MandalaAausmalen, aber weit unter Sudoki oder Kreuzworträtselae: das digitale Abwedeln darsaelbstgemaelter dunkelergrauter Flächen. Will heißen: mit Deinem (Maus)Wedel fährst Du über Stellen im Bild, die dadurch heller werden. Bei jedem Überstreichen wird die Helle heller. Jederzeit lehnt sich die Maus zurück und guckt aufs Erreichte, Erwedelte, erkennt im weiteren Fortgang immer deutlicher erscheinende Gegenstände, Objekte oder Posen:

..denn plötzlich bekommen die Flächen Formen, Gestalt und Ausdehnung, Drei D-ität. Werden bauchig oder kurvig, erscheinen als bereits Bekanntes im Hirn, technisch oder organisch. Also ganz klassische Malerei(technik), ganz bescheiden im Halbdunkel der elektrisch glimmenden Malecke ausgeführt.

Auch das Einblenden der Zwischenstadien (so bedacht mitgespeichert) zusammen mit den fortgeschrittenen Bildebenen/Motiv-Versionen ist möglich, wirft weitere Assoziationen. Mir in eine längst vergangene Collagen-Ära der Kunst:

Mit den Ex-Trudies des vorletzten Posts als Hintergrundtapetenserviervorschlag bekommt man dann nen gemischten Salat im Sinne von disparate, bislang nicht zueinander gehörige Elemente-im-Mix. Die sind plötzlich gleichzeitig auf einem Bildviereck betrachtbar:

..und “machen”  unbekannte Bildeindrücke. Da will ich hin! Es geht, wie oft hier am Blog, ums reine Spiel. Rein von Vergleichszwängen, Perfektionismendrang, Fertigstellungsstoppuhr und Wiedererkennungslangeweile. Probierts mal aus und findet Eure Schwachstellen 😉 Ich nenne es seit der glücklichen WortFindung “bildschöpferische blue skies research“.

Das alles passiert sehr allmählich, mit vielen Unterbrechungen, gemacht aus alltäglichen Verrichtungen im Haushalt. Um dann wieder erfrischt zurückzukommen. Und noch nicht ganz am Ende dieser langen Tagessession mit einem Mausklick gelingt diese fette Version – fett im Sinne von kräftige Anti-Winternebel-Farben 😉

Denn dann kommt noch ein weiteres, zwar dunkles, aber dafür evaluierter. Und: bestpassend dem inneren, dunkel-funkelnden Tannenwald (ich bin in einem aufgewachsen):

Und schwupps: ein neuer Begriff! Direkt aus der spontanen Bildbetrachtung!

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Musik beim, äh, Evaluieren heute:

The Dynamics: “Version Excursions”, Groove Attack, 2007

Tim Hecker: “Radio Amor”, Mille Plateau, 2003

v.a.: “Lost in space | Drum n Bass |Phase 00:03”, lacerba, 1997

PS.: heller, leuchtend-goldner ITW sähe so aus wie das aktuelle Startbild dieser Site:

 

Alle Tage Dekotage

Ggeört Dekorieren zum Thema Werkstatt? Für mich schon, wenns ums Machen einer Fotoumgebung geht.  Sonst paßt diese hoofnungsfrohe (& hoffentlich ästhetische) MassenBewegung eher in den ProfiBereich WarenLivePräsentation in brick-and-mortar-Schaufenstern oder zu der zur VW-Zeit doppelt massiv grassierenden heim-meditativen(?) Beschäftigung. Aber es gibt auch diese a.n.d.e.r.e.n. Tage, da ist man zuhause und mag einfach nur Arrangieren, Gucken, davor stehen. Eine Fotonotiz davon aufnehmen. Und dann: Umarrangieren. Ohne das Gefühl der Zeitverschwedung! Also mir kommt das an gefühlten drei Tagen pro Jahr in den Sinn, fast durchweg, wenns am Tag davor wie gestern ne größere Umräum- und Möbelimprovisieraktion gab.

Möbelimpro`? Yes, Sir! I like it! Damit meine ich das nicht ernstgemeinte, doch als durchaus herausfordernde Denksportaufgabe etablierte Problem “Ich brauch mehr/ein/e/n Bücherregale/Tische/Sitzgelegenheiten/Platz. Wie kann ich das mit Vorhandenem erreichen/verwirklichen?” Als Werkzeug-par-excellence-dazu eignen sich Schraubzwingen. Wie schreibt Wiki so ungewollt lyrisch: “..sind Spannmittel”, hier eine (Bildunterschrift) “Ganzstahl-Schraubzwinge für federndes Spannen”. Puh!  Spannendes Federn kann damit auch ausprobiert werden, so meine nicht bloß rhetorische Retourkutsche 😉 Warum das denn – Schreinerwerkzeug? Weil man alle möglichen Gegenstände damit zueinander haltbar und wieder lösbar zugleich arrangieren kann. Zwei an der richtigen Stelle angemacht und schwupp steht ein Tisch. Also ne waagrechte Ablage weg vom Boden, wir improvisieren ja schließlich hauptsächlich erstmal die essentiellen Funktionen. Oder ein verwaistes Regalseitenteil bleibt damit wacker aufrecht stehen, wenn mal der (ebenfalls improvisierten) Wäschestange der Gegenpol fehlt. VOilà Inddor Wäschetrocknung ahoi!

Dem häufig vernünftigen Einwand, man könne sich das doch alles auch für kleines Geld auf ebay kaufen, entgegnete ich: nicht in dieser Variationsbreite. Zum Beispiel über einen würfelschäpigen Kubus ein langbeiniges, schnell zusammengebocktes Tischtier platzieren. Um so die Ensemble-Gesamtwirkung in echt flöck durchzuspielen. Ganz wie in der Architektur, nur live & dreiD & @home. Hier das anschließend schraubhaft “fertig gestellte” Tischtier (mit perspektiven-schlampert drunter gmalten K):

Außerdem hat man nach dem anschließenden Rückbau (Alle Tage Demontage) wieder keine durch nen Fehlkauf belegte (Hirn)fläche. Das Ganze läuft also zusätzlich als rückstandsfreie Hirnjoggerei – perfekt! Wiederum ohne besagtes Spannmittel entstand so ebenfalls in dieser trüben Woche… – bitte jetzt Wortmeldungen zum vermuteten Zweck dieser 3D-“Konzentration” mit der alles fixierenden Wachtelbohnendose-im-basement (musikalisch verdeckt):

(Nein, kein Singlekatapult. Auch nicht “(Den größten Eindruck macht) ein von ihm gelieferter Plan eines riesigen militärischen Komplexes, der sich als Konstruktionsskizze eines Staubsaugers entpuppt.”

Ratetipp= alle Tage Bricolage 😉 😉

Ich zitiere Wiki bzw. die zitieren Karl E. Weick: « Erfolgreiche Bricolage erfordert intime Kenntnis der Ressourcen, sorgfältige Beobachtungsgabe, Vertrauen in die eigene Intuition, Zuhören und die Selbstsicherheit, dass jede erarbeitete  Struktur sich selbst korrigieren kann, wenn das eigene Ego nicht zu sehr involviert ist. » Genau das isses!!

Für die ästhetischen Funktionen gibts ja immer noch, sortierter und zugänglicher denn je meine fotografische Farbschachtel. Siehe unten:

Das ist (m)ein ebenfalls nicht (sehr) ernstgemeinter moderner @Ventskranz: dekorativ das heißt: mit ungewohnten Formen, dafür ohne offenes Feuer, ohne herab rennende Kerzen, dafür aber wieder mit totaler Farbfreiheit in der Anmutung, da die essentiellen Zutaten farblos= kompatibel mit dem gewünschten Regenbogen sind. Raffinerites Detail: die aktuelle Adventsnummer kann man an der Anzahl der mattierten Kugeln sehen/ablesen/einstellen 😉

Dazu wähle ich heute kurz vor Nikolaus meine Lieblings-Indoor-Farbe, das Orange. Denn draußen, in der naßkalt maskierten Nebula, gibts ja zur Genüge die Komplementär(farben)welt:

Diese stets in Abständen wiederholte “Übung” gereicht auch manchmal zu ner Chance fürs schnelle-Umgestalten-fremder-Welten™ . Also zu nem neuen Mix außer Haus – die Welt ist da ja soo ein Brachland yet:

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Musik zur dekorierenden Schreibe heute:

Nicolette: “Now is Early”, Shut Up And Dance, 1992

various artists: “Steppers School. Groove Anthology”, Farside, 2000

Brand New Heavies: “Heavy Rhyme”,Delicious Vinyl, 1992

various artists: “Prepare Yourself” H&M (!), 1999

PS.: dieses Neue Abstrakte gibts auch in der “Version mit Patina” und dem (für meine neusten Gebilde als Verortungsfavorit entdeckten) Exotischen Pflanzenschauhaus Effekt:

Ex-Trudie und die sehr Diskrete Mathematik

Heute: die Effekte der digitalen Moderne einmal anders: harmloser. Farbiger. Ich lausche einem Podcast zum Thema Zahlen und immer, wenn bei sowat das Wort Magie fällt, starten sich meine Augen in rollende Bewegungen zu drehen. Oder nochn Tackn krasser: den Begriff “Zahlenmystik” vernehmen zu müssen – als ehemahaliger Matheelkaliker hab ich dafür ein klares Uuarrgh!! Immerhin/aber: es fällt auch ein Wort der Chefin des… Arithmeums in Bonn.

Dahingeklickt staune ich über die Farbigkeit und ästhetische Faszination der Chipausstellung: Tja, da hat kein wilder Maler Farbtöpfe aufgemacht, der Maler heißt IBM.. Trotz Kunstferne sehr schau, die Dinger! Und in groß fotografiert noch schauer hängen diese Bilder im Haus. Da fällt gar der technikferne Fachbegriff “Petersburger Hängung” in der Anmoderation. Und amuse geule als Kommentar zur Youtube Viertelstunde Rundgang. Tja, da sind wohl bacchantische Geister mit am PR Werk! Die (Foto)Technik, die das alles ermöglicht by the way: eigentlich graue Siliziumkristalle zum Irisieren bringen.

Ich bin fasziniert! So viele Anregungen! Und teste mal spielemodusmäßig, ob ich mit meinen grad “nur lagernden” Pinxographien ähnliche Effekte hinberechnet bekomme..

It works! Das Zauberwort heute heißt digitales Extrudieren:

Einst buntgemalte Bilder erheben sich zu urbanen Gebilden! Und auch in dunkel geht der Flug über die Metropole:

Als Viertes noch ein prall Zitroniges, wärmend wie heißkalte EbenSolcheTeeSorbets nach auffrischender WanderWitterung ab Nachmittag, ab vier:

Mit normal geknipsten Fotos von normalen Gegenständen sihet das nicht so gut aus!!

Auf der Startseite des noch bis zur Weihnachtswoche geschlossenen Museums der wunderbare Satz: Um Ihnen die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung ein wenig unterhaltsamer zu gestalten, finden Sie hier jede Woche ein neues Video zu einer ausgewählten Rechenmaschine. “Adventskalender einmal anders” denk ich mir da.

PS.: diskrete Mathematik = verschwiegene Mathematik? No. Rhetorisch komische Figur namens Hypallage#Beispiele falscher Zuordnung eines Adjektivs Wow, unsere 2020-Sprache ist voll davon!!

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Musik heute beim Irisierte-Silizium-Bilder-Gucken und anschließenden Vierecke-aus-den-eigenen pressen:

  • der Kaiser Waltzer c/o J. Strauß. Im Video oben prominent anbei, kämpft er mit der Sprecherin um Vormachtstellung bei der Aufmerksamkeitsgewinnung.
  • Spielen by touching: wir gugcken einer elektronischen Klanggeburt zu. Gestrument heißt die Mutter.

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Nix Gescheites im Fernsehen – ich mach da nochn bischn weiter: und das Fernsehen rächt sich und läßt mich stark TV-Verdächtiges zimmern…. oder, was meint Ihr dazu??

   

 

Walten in lila und Wirken in rosa

Wenn heute die ringin’duzierte Wortspielspinnerei durchgeht mit dem Soodlepoodle, habt Ihr erstmal nur das davon, gespanntes Klicken der “walten”- und “wirksam”- Buttons der neuen Galerieleiste ins Nichts führen zu sehen. Also null Suchergebnisse, denn mit

..weil | Gutes | erst | kann | wirksam | walten, | wenn’s | höchst | schmuck * | ins | Auge | fällt

hab ich meine vorweihnachtliche/vorblackfreitägliche Galerie diesmal zwar standesgemäß rubriziert. Das dafür aber total rücksichtslos ob der Gebrauchbarkeit. Aber ganz im Sinne der alten deutschen Denkereischule – ich lese anscheinend zu viele Libretti mit, um das oft unverständliche Vokale-im-Singspiel to getten. Und nach zwei, drei  ‘tunden ist man dann soweit: Den angestochnen Lyrikmuskel durchzuckt, merkt der sich das und gibt irgendwann, unvermutet wie heute, n Echo raus. So à la Unrecht gut verderbet nicht oder wenn Du nicht willst, was man Dir will  etc.

OK, das mit ins-Leere-klicken ist eigentlich nicht Sinn der Angelegenheit (schlecht), aber DIE Gelegenheit, die “Aufmerksamkeit” der “meisten deutschen Suchmaschine” ™ mal zu testen (gut). Also füge ich hier unten ein Bild ein, das beides erfüllt: lila UND rosa. Und dann läuft ab “Publish”-Button-drücken die Zeit: wie lange wohl wird es dauern, bis genau dieses in den Suchergebnissen auftäucht? Denn die Worte “Walten” und “wirksen” kommen hier im Post  nun gleich mehrmals vor, geben also reichleich Anlaß, das schnell zusammengesteckte Viechle automatisch zu listen..(Anmerkung: bei “Walten in violett”: 1 Tag später. Da kommt das) Und  à propos Test: was “erkennt” Google’s BilderhochLaden jetzt schon in diesem Bild? Wow: eine, äh, recht unerwartete “Steinkoralle“!!

Na, dann kann ich ja gleich noch den BildSuchBefehl site:soodlepoodle.net steinkoralle programmieren. Zum Beweis/Nachschlagen, daß ich auch maritime Themen hier belagere 😉 Warte, warte nur ein Weilchen hihi

Dann kommt auch bestimmt was bei “Walten in Orange” 😉 Beim adverbial gemeinten (und nicht gecheckten) schmuck * geht le G. dafür direkt zu schnöden Shopping über tsts..

Und nun ratet (oder testet) mal, was das neue Startbild an vermuteter Erkenntnis™ bringt …

…da kommt man beim besten Willen nicht drauf, außerhalb des Silicon Valleys..

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Musik beim Testlaufen heute: ein aus der DJ-Vertiefung gezogenes cosy Fischen namens futureshoxy2k, eigenmächtig compiliert am 19. September 2000. Fast alle sind auf yt.be zu finden, ich hab meine LeibundMagenlinge verlinkt:

  1. Egoexress :Here Comes The Night
  2. Ian Pooley :What´ s Your Number
  3. The Modernist :Victor ludorum
  4. d.man :ruba
  5. jimi tenor :wear my bikini
  6. beanfield :mohair
  7. to rococo rot :prado
  8. senor coconut :The Man Machine
  9. beanfield :abstractions
  10. fluid :crashed
  11. Amon Tobin :Bridge
  12. Kactus :Morris
  13. Anjali :Aquita
  14. Mama Oliver :East West ( et moi )
  15. Anjali :Astra

Ze Zofter Zide Of Zood, le Poodle

Nach all den etwas harsch anklingenden Bildern der letzten beiden Posts gibts nun, (fast) einfach durch überwiegend gerundete Ecken, viel freie Fläche  und gefühlte Pastellverwandtschaften der aufgerufenen Farben erreicht: Entspannung. Vielleicht ganz so, wie Blizzard-Games Chefanimatiker Will Murai.. das auf seiner Webseite vormacht: da haben die üblichen Werktagsmonster keinen Zutritt, nur allerlieblichste Klänge à la third generation Japanese born and raised in Brazil..

So gehe ich hin und tue.. Ähnliches. Erfreue mich an diesen soften Umrissen, den anregend meditativen Reibungen zwischen taubenblau und oliv, den digital herbeigewedelten Räum- und Körperlichkeitseffekten oder den pinker shades of violet..Roger Dean‘s Atmosphären lassen grüßen, ebenfalls die “Farbchoreografie” der – ich schlage auf meiner “Illustratorenseite” nach –  koreanischen Illustratorin Jee Ook Choi… Meine Acrylmalereiversuche von 2015 fallen mir wieder ein. Die Farbflaschen hätte ich noch, ebenfalls drei, vier ready Leinwände pret-a-peindre.

Passende Klänge dazu? Naturallement!

Was Warmschaumiges wie der unübertroffene Soundtrack zum Escherhaften Monument Valley II-Spiel, oder der wunderbare Atmospheric Dub Techno Mix – Ambient and Chill 2 des Harrison Divecha..

Nachtrag am Danachtag:

Mit ein bißchen Verdoppelung der Protagonisten plus ein paar dashes klassische Würzspritzer neigt sich der Bildeindruck rasch in Richtung Bau- und Gartenmarkt Exotikpflanzenschauhaus:

Anschließend kann ich, ganz der alte (Pinxograph), meine Finger nicht vom Farb- , Umkehr- und Kontrastregler lassen. Voilàmalwieder: dört recht distinguierte Versionen, die in völlig differente Sphären der Assoziation hineinspielen (die Siebziger auch hier wieder mit dabei):

 

 

Amüsemang beim Bilderhochladen per GoogleOrakel . Automatisch vermutet wird im Uhrzeigersinn von links oben:

  1.  Art
  2. Right Said Fred / Sex !! Tja, so bunt waren die 90er..
  3. und 4.: fictional character

Und das oberschlaue grün&blaue, direkt unter der Zwischenüberschrifz solln Aerophone sein. Luftklanginstrument. Wow, denke ich. Ich hätte wenn schon Musik ne Partitur für ein Gestrument vermutet. Aber nun ja Frage: aus welcher WindRichtung ist das dann zu beblasen??

 

Dämonen? erkennt man automatisch: an ihrem FarbCode!

Heute mal an grauen Novembers´Start ein Test für Euch: es geht um Euer Assoziations-Echo, das ja je nach Lebenserfahrung von Brabant zu Probant (zu Trabant?) anders ausfällt.

Klecksographie 2020 D.I.Y.. Na – was fällt Euch zu diesem Bild ein?

Eine Sekunde, zwei Sekunden, drei Sekunden. Stop!p Un?d Ein cinemato-aficionadischer Freund meiner verortet das in den film-künstlerischen.. Horrorbereich, Abteilung Körpergrusel auch noch!  wtf?? Mmh. Okay…. Google “vermutet” etwas prosaisch-universeller..

nen dragon. Bruce Lee, vielleicht? meint Wiki dazu. Einen (Martial Arts) Drachen hast Du da also “gemalt”, Mister Soodlepoodle. Aha. Mmh. Sorry, wollt ich ebenfalls nicht. War keine Absicht, nur zwei kleine Filter am Photoshop und die übliche HerumSpielSucht damit. Aber es kommt noch doller, das da:Ein Dämon. Muß. es. sein. Kein Haufen Herbstlaub, geschmolzenes Plastik, kein vertrockneter Bürostock Sukkulenten, keine erkaltete Lava, nein.ein Dämon. Woran das wohl liegt.. Vielleicht sind Dämonen im Internet in der Überzahl, also das Wahrscheinlichste, wenn man so ein Knäuel eingibt. Wow – 372 Millionen Eregebnisee heute abend in english. Ob das in diesem Fall für Google am Krokodilsauge im mittleren oberen Drittel liegt? Na das linksrüsselmündende Elliptische mit der Schlitzpupille. Tiefenträumendes, gesichtsfixiertes Google ist da schnell bei der Hand, mit Augen..jaja

Ein Müsterium! oder bedeutet dies:

mit diesem Ausgangsmaterial aus blaugreulichen Armbewegungen bewege ich mich automatisch in einem als dunkel gekennzeichneten, düster quasien, äh, Gestaltungsbereich grün-schwarz Mainstream?  Sind diese Bildelemente also dadurch kulturell schon “reserviert”? Schaut man sich die als “ähnlich” mitgelieferten Bildergebnisse an –

definitiv!

Nächste, noch erstaunlichere Entdeckung bei der unverdrossen fortgesetzten Bilderähnlichkeitssuche:  das da unten “erkennt” Google als “übernatürliches Wesen“:

Wow, was hat man dazu Worte?? Ich kann übernatürlich! Da muß man natürlich, äh, übernatürlich dranbleiben, Düsternisaspekt hin oder her! Die bange KinderFrage, nächstliegend: gehören Raster zum Übernatürlichen? (die anderen TestBilder sind nämlich ohne). Das kann wohl nur die künftige Rasterfahndung @ home beantworten 😉 ich bin dabei!

Falls es Euch auch so gloomy, eerie, spooky, sinister, geht wie Google –

es gibt da diese bemerkenswerte Geschichte aus dem Leben des Herrn Wagner (1813-1883), dem im hohen gesetzten Alter mit Villa Wahnfried und Festspielhaus Bayreuth außenrum plötzlich die VerfolgungsÄngste aus seiner Jugend im Traum wiederkehrten – er hatte sich (immer) zuviel Geld ausgeliehen und nicht rechtzeitig zurückgegeben. Eine Entdeckung, die mir schon andere mir persönlich bekannte Betagte™ bestätigen konnten: Intensive Erlebnisse bleiben im Gehirn. Irgendwo. Was wiederum unserem ungehemmten Düsterniskonsum Movie/Game bedeuten kann, daß man als Nintendo Gameboy Rentner plötzlich solche Dinger wiedersieht. Nachts. Im Traumnebel. Oder im Sandsturm. Da könnte man doch erwägen, diese “Altersfrage” mit möglichst viel Schönem im (Freizeit)Leben zu beantworten. Und weniger Blutrünstiges zu Gucken/Gamen des nächtens.. Ich mein ja bloß..

PS.: Oder meint Google inc com mit demon einen Widerstand, nen elektrischen? Die sind ja schließlich auch nach FarbCode sortiert 😉

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Heute: dazu passende Musik aus (m)einem früheren Leben: ein selbst erstellter OriginalSoundTrack ohne Film dazu. Verhalten bis bedrohlich, die Stimmungen, OK. Ich hab ihn damals etwas ironisch “Dämonensuppe” genannt, in ähnlich satirischen Sinn/Ton wie das aktuell schöne  Kompositum “Superheldenseuche” 😉 Klickt mal unten! Wahnsinn, fast all diese (damaligen) Obskuritäten nun auf youtube!!

“On The Fog/ Demon Soup”
gemixt am 16. November 2000
  1. The Talking Heads: Drugs (keine Obskurität)
  2. Ingram Marshall: Fog Tropes (0:00 – 2:20)
  3. El Paso: Matador (Funky House Mix)
  4. Ingram Marshall: Fog Tropes ( 2:20 – 3:20)
  5. Kactus: Porto Reco
  6. Wolfgang Rihm: Gesungene Zeit (0:00 – 4:50) (keine Obskurität)
  7. Mel Henke: It´s So Nice To Have A Man Around The House (0:00 – 0:37)
  8. Edgar Varese: Arcana (1:15 – 2:..)(keine Obskurität)
  9. Kactus: Beetle Harvest
  10. Sirens: Sun Don´t Shine (Empty Mix)
  11. Soundgarden: Let Me Drown (keine Obskurität)
  12. At The Drive-In: Arcarsenal (keine Obskurität)
  13. John Adams: Light Over Water, pt III
  14. Con Demek: Pennance
  15. Plastilina Mosh: Bugaloo Punta Cometa
  16. Esthero: Lounge
  17. Queen: My Melancholy Blues (keine Obskurität)
  18. Salaryman: Rather
  19. The Mock Turtles: Can You Dig It? (ebenfalls ne halbe Obskurität, null in GB)
  20. Echobelly: Bleed
  21. Presence: This Is You
  22. Anjali: Astra
  23. Pierre Favre: Rain Forest (0:00 – 1:20)

Nachtrag: nochn DFür Google. Für mich ganz klar ein Sci-Fi-Eagle! Neiiiinnnn, kein Seifenigel 😉 !!

 

ginger, nutmeg, jalapeño, couch potato, raus bist du!

Winterzeit heißt Zaubersuppenzeit. Meine besteht aus der Überschrift plus Zwiebel und Knoblauch. Wie, nur Dosen und Nudeln da? Na dann los, das Fehlende einkaufen.. Wieder zurück beim Taschenausladen ein Huch, ein Grins: mal wieder dieser Ingwer, der diesmal so hingeflakt tut, als ob…er die Couchkartoffel persönlich wäre. Ok,

Gut, immer ein paar AufsteckAugen zuhaus griffbar zu haben:90° gedreht: voilà, das treue Haustier zum doven Hausherrn, frei nach Schaf und Hund, hier zur optischen Abwechslung wegen der vielleichten Verwechslungsgefahr nach links gewendet:

Wenn das nicht alles in den Topf wanderte, hätte ich schwupp di wüpp zwei Figuren, mit denen das Beseelen losgehen könnte.. ein Test: zurück nach rechts gewendet, in alternativem Licht (von rechts): liefe! Naja, der nächste Einkauf kommt bestimmt. Dann mach ich Abgüsse..

Bevors losgeht mit Zwiebelandämpfen, die Knolle erst mal irgendwo hinge(f)leg(el)t. Wow- ein blaues Sofa! Na dann fehlt noch der Rest des Interijörs..Schrank drüber auf: Yeah! Immer gut, eine weinrot bedeckelte boîte à Tupper zuhause zu haben, in die exakt ein nicht zu hoch belegtes Toast Hawaii reingeht (a must, but whats her name nochmal? The Hawaiian Ambassador maybe. Haben Tupperdosen Namen? We should have asked Brownie Wise (1913-1992).

Ich abmesse and telle:  13 x 12 x 3 cm. Geht hier cosy als farbkräftige “Wohnzimmerwand” durch; den fake flokati am Fuß des Sofamassivs kennt man ja schon am Set, der kommt hiersites in diversen Rollen vor. Nun noch ein den schlechten Geschmack signalisierenden Rahmen drum: Yeah! #2: die couch patate PLUS das neue Heim. N.A.T.Ü.R.L.I.C.H. aus der Sicht des Bildschirms (ich stell mir dieses Bild beim Fernsehabend vor, dunkel fast, im Mitlicht, dem bläulichen. Gleich mal sehen, ob das Equipment dazu ebenfalls da ist…):

Wie Ihr seht, steht die kalte Jahreszeit dieses Jahr mir ganz im Zeichen der Völlerei Requisitenfotografie. Mein Riesen?archiv ist nämlich immer noch in die übrigen Umzugskisten verstaut und schreit nach einem Wiedersehen vor der Kamera.

Lustigerweise bestehen die meisten meiner jüngst daZuakQuirierten Stücke aus loathable Kunststoff. Warum? Nun, sie waren flugs als Verpackung in irgendeiner Form gedacht und produziert und 500 Jahre haltbar und nun eigentlich zur Beseitigung fällig. Aber, und das kommt mir immer in mind, sie sind ein sehr augenfälliger “Beweis”, WAS man sich da alles so das Jahr über einverleibt.Wieviele Lieblingsjoghurtens, Sprudelflaschens und Kaffetütens man da aufgejubelt/ geöffnet hat voll palatinater Vorfreude. Also reichert sich über die wegwerfmeidenden Jahre die Idee: “durch meinen Körper. Die Spuren des modernen Esslebens” als Kunst?Objekt/projekt oder ähnlich an. Und alle ausschließlich nach Fotogenität! ausgewählten Verpackungen zusammengetragen in einer Fotoserie à la Barbara Kasten… Boah Ey.. Ich hab da schon monumentale Bilder im Kopf. Und die kürzlich im Gebrauchtkaufhaus dazugefundenen items runden das Bild ab, das schaffen transparente und grüne Eierboxen sehr gut jaja.

Beim Schnibbeln fällt mir wieder die wahnsinnige Geschichte des nutmegs (Muskatnuß) ein. -Googelt mal nutmeg trade Manhattan 😉 Oder lest in der NZZ Schweiz auf deutsch.

Und diese scharfe mexikanische Paprika fand vor kurzem erst den Weg in meine Küche. Ebenso spannend, über sie zu lesen!

So, liebe Besucher, Ihr werdet Euch fragen, wofür bitte soll das denn heute Tutorial gewesen sein? Für die paar (neuen) englischen KüchenBrocken wohl kaum. Nun: ein kleiner verschlängelter Umweg zur allzeit brennenden  ElternFrage

«Wie krieg ich das Gemüse in die Kinder?»

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Musik beim Ing wer darf dekorieren und -schnibbeln heute:

diverse: “White Martini” la musique lounge moderne, Water Music Records, 2004. Wir hören Track #6 Vono Box: Teddy Acapulco. “Mysterious and sexy!” – ein youtube Kommentar.  Auf allmusic steht: “By the time you’re halfway through “Riviera Rendezvous,” the Ursula 1000 track that opens this album, you’ll no doubt be hunting through the closet for your pipe and smoking jacket, and setting up highballs for your guests.

Visit Venus: “The Endless Bummer”, YOMAMA, 1998

Solid Doktor “Beats Means High”, Pork Recordings, 1996

PS.: Demnächst gibts hier noch dazu den IngwerIobster. Wo ist bloß das Foto?