MACH 3 Schwalbe!

Schwalben  draußen vor den Fenstern, also muß der Sommer da sein ♥.

Irgendwie total schnellegant, allein schon, wie fix man allein schon die Augen drehen muß zu ihrer Ansicht.. Und wie ich diese in Bogen schießenden Flitzer ins Bild krieg? Nun, kommt der  moviepoodle heute mal unsichtbar in Sicht & Gebrauch: die Szenerie sättigend lange  filmen a), b) anschließend in aller Ruhe die Vorbeiflugsekundenbruchteile finden, dann Einzelbilder aussc)hneiden gleich screenshotten, and)ers hat man keine Chance auf solche Fotos.

   “..überwintern südlich der Sahara”  las ich beim schnellen Klick auf Schwalbe und schnellen Blick auf den Second screen, na den zu meinem Wohnungsausblick quasi. Beim gedanklichen Nachziehen, wo da wohl die Route hin und zurück verläuft,  fällt mir ein animiertes Video ein, das die Zugbewegungen diverser Vögel über den Globus zeigt. Und Glück! Es ist noch online – nach all den paar Jahren! Wahnsinn, what mileage:

Dann, über das obige Video gefunden bzw. vorgeschlagen bekommen: natürlich: timelapse. Diesmal nicht animiert aus Daten der Daten-Logger der Flieger, sondern aus Tausend selbst-aufgenommenen Fotos pro Tag, und das einen ganzen Monat lang. So lange nämlich währte die ContainerSchiffahrt zwischen dem Roten Meer und der Ankunft in Hong Kong – ein echter Leckerbissen zwischen Farbrausch, Wetteratmo- und Naturstaunen und – das finde ich das besondere Plus: man kann anhand der stets im Bild sichtbaren Container simultan drüber meditieren, welcher %Satz solcher Fracht wohl auf diese Weise 100% in den EigenGebrauch herangelangt ist: Klamotten, Spielzeug, Autoteile, Batterien, Geschirr, Möbel,…

Dann, zur Verdreifachung und Erreichen des Namensziels (Kategorie Videotriptychon) noch ein Viereinhalbminüter, in dem sich akrobatischer Sport, Aufnahmetechnik und Fernreisezielporträt = Tourismuswerbung aufs Fotogenste mischen (mission? Mission!). Drehort: Cappadocia in der Türkei, mal wieder. Diesmal extrem rasant + virtuos aus der Sicht eines neuen Spielveränderers (Uaargh! eingedeutscht ächt gruslig!!) namens First Person View drone:

PS.: Na, was macht das alles so ungemein attraktiv? Wetter, Landschaft, Ballons?  Ich würde spontan sagen: die (Bild)Mischung! Und vielleicht gar die Abwesenheit von Logos auf den Fahrzeugen?? ;-))

Und à propos: Nö, ich war noch nie dort. Und: bleibt auch so !&  nicht mit mir !& Touristen sind sowieso immer die anderen 😉

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externe (=aus meinem Archiv) Musik dazu:

The Irresistible Force: “It’s Tomorrow Already”, Vital/Ninja Tune, 2002

Pantha du Prince: “Black Noise”, Rough Trade, 2010

Gramm: “Personal Record”, Source Records, 1999

Die Klaren sind die Dunklen, die Matten sind die Hellen

Ein unerwarteter Besuch vergangenen Montag in einem mir bis dahin völlig unbekannten Haushaltsauflösungsabverkaufsladen bringts: endlich ein vollständiges Glas Schach Set im Haus! Neues lecker Fotografierfutter! Erstaunlich dabei: siehe Überschrift… irgend ne Idee zu Analogien in der Zwischenmenschwelt? smiley

Nichtsdestotrotz das Motiv für uberhelle Sommersonnentage wie dieser eine: der runtere Rolladen wirft Punktreihenstrahlen, ich rutsche das Set in diesem Lichtstrahlfeld zurecht. Das Verfolgerspotprinzip mal umgedreht. Mehr noch an Challenge: ein Verfolgerspotfeld! Der Glastisch drunter: extra Effekt plus inclusive Hinweis aufs Making-Of Know-How!

Auch bei diesem wie beim letzten (=ersten) Mal Glasschachfotografieren bestimmt hier der doch flüchtige Sonnenstand die Beleuchtungsanordnung und -qualität: a) durch den quasi nicht mehr zu steigernden Kontrast isoliert sich das Schachfeld komplett von der Umgebung, das heißt: ich brauch weder aufräumen smiley II, Requisiten oder Farbkartons aussuchen noch digital groß nachbearbeiten.  Geht außer mit am Balkon angeflogenen Löwenzahn nur mit Glasversionen des !:!

Jetzt  fehlt “nur” noch das gelungene Bild davon, also los mit den Umrundungen und Annäherungen rauchig, eisig:

b) durch die übliche fotografische Eile in solchen Situationen – die Sonne hält ja nicht still (Joker-director of photography Lawrence Sher – muchos kudos!) und die vorgefundene/genutzte Lochbeleuchtung, die diesen Wander-Effekt-am-Motiv noch um Einiges an Schnelligkeit verstärkt, entdeckte ich c) erst beim Nachbearbeiten und (eigentlich unschuldig gestarteten digitalen) Zurechtrutschen diesen schrägen Effekt: Ratet mal, wie das denn nun geht:

Dieses irritierende Schräge könnte by the way ein Hinweis auf die Bedeutung der (eigentlich ganz wieanders gefundenen) Überschrift sein. Ganz ähnlich solcher weltläufiger Sätze wie

«Preise müssen ökologische Wahrheiten sagen. » Martin Lanzendorf, Mobilitätsforscher auf HR2 “der Tag” vom 20.07.2022

oder

«Bekämpfen Sie Kinderarbeit mit Ihrem Einkauf.» Einmal  gehört, nicht mehr vergessen.

oder

«Kurz nachdenken, das ist schon der halbe Faktencheck.» fluter.de/fakenews-erkennen-tipps

und eins noch

aus der -sprachigen (!) Schachwelt: «A special case of zugzwang is reciprocal zugzwang or mutual zugzwang, which is a position such that whoever is to move is in zugzwang.»  en.wikipedia.org/wiki/Zugzwang smiley III & IV

Yo! Zugzwang! [um, sagswäng?]

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Musik heute beim Tippen, ebenfalls aus besagten Haushaltsauflösungsabverkaufsladen:

Stan Getz: “Focus”, Verve Master Edition, 1962  Erstaunliche Bei-Info: My father (Eddie Sauter, Composer, Arrangeur des Albums, Anm. d. Red.) always did a lot of listening and would make his own score reductions. I would frequently find him poring over something by Bartók, Prokoviev, or Stravinsky, for example. It is most likely that he learned the idiosyncrasies of string writing from these sources. In fact, in I’m Late, I’m Late, you can hear echoes of the second movement from Bartók’s Music for Strings, Percussion, and Celesta.

Alan Parsons Project: “Tales Of Mystery And Imagination”, 20th Century Records, 1976 Erstaunliche Bei-Info: The prelude section of “The Fall of the House of Usher”, although uncredited, is taken verbatim from the opera fragment “La chute de la maison Usher” by Claude Debussy which was composed between 1908 and 1917

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for your interest..meine wachsende Schachspielfotosammlung gibts hier:

Düster wars, das Schach schien helle…

Schachnovelle vague

Schach dem langweiligen Licht!

Noch einige weitere Anregung und Wortschöpfungen extra  findet man auf dem mitunter doch sehr skurril erscheinenden wikipedia.org/wiki/Schachkomposition#Glossar. – Antikritische Züge, die Belegverführung, die Drohzuwachslenkung, wohl so manche Duellaufgabe, Farbwechselechos, das Flurmatt & der Lösungsknick, irreparable Drohungen und der famose Wenigsteiner..so’n Zeuchmit einem Wort: Kunstschach! Mitten aus dem Leben!

Nachtrag: welche Version bekommt als Titelbild (von wasauchimmer whatsöver smiley V) Euren Zuschlag? Die Star Wars WanderSchriftzug-Anmutung, die Wir-sind-unter-Euch-Version oder das klassisch (langweilige?) Überschrift oben, Text unten?

Wolken | fake | Echt | zeit | Mond

Echte Wolken, herein von Westen ziehend. Reizvoll dagegen an wandernder Mond. Erst bildschirm-geschossen aus meinem stets wach-senden Schlotfootage-Vorrat, dann science-like zusammenmontiert: meine neuste sem¿ kreative Tätigkeit: Clip auf Clip angucken, beim Erblicken Fotogenens’ schnell auf  die Kombi [SHIFT] S = Screenshot drücken.

Eine ganz eigene Art der fotografischen Tätigkeit: die Kamera ist fix, von mir unbekannten Dritten montiert (im Webcamfalle, oder in diesem: von meinem früheren Selbst) und man kann lediglich den Aufnahmezeitpunkt bestimmen mit dem push auf den button. Ich hab das – à propos Webcam – die ganzen zwei Jahre mit den beiden Steady Cams der Mannheimer Kunsthalle-im-Bau getestet. Über 400 Fotos sind dabei entstanden mit einer unglaublichen atmosphärischen Bandbreite. Die Frage ist nun die: bin ich allein der Urheber (und ergo könnte hier zeigen?)

Somit heißen die neuen Suchwörter meiner frisch hochgeladenen = dadurch aktualisierten Galerie Wolken, Mond. Nach ihnen “stellt” Google Euch die Bilder meiner Site zusammen. Wie komme ich auf die anderen 3 Worte? Nun, spontan!..denn  grad hör ich ein Radiofeature zum Deep Fake Telefonat  des Tages™- Neu + fake + aktuell – das next level in the real world application.

Im Beitrag  fallen mir Begriffe wie “Erkennungsrate” solcher Fälschungen auf, das Fehlen einer sehr gewinnbringenden Aufzeichnung und die aus meiner Sicht naiven Reaktionen, denn wenn man das Potential der brandneu erhältlichen Software “Metahuman”  blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y erblickt, muß zu diesem Vorfall in der Kohlenstoffwelt letzte Woche leider gesagt werden: Sorry, Leude,  wir sind da schon viiiel weiter: googelt mal “motion cap performer”, da kommt man sogleich auf das supererleuchtende www.screenrant.com/ best-motion-capture-performances-movies/  Da steht unter anderem:

« What’s more, all their actions could be viewed in realtime translated to rough character models and environments. »

Und mir fällt sogleich MoCap Performer Melina Juergens c/o Senua c/o Hellblade ein, die ihre Mimik (!) und KörperBewegungen live ins Virtuelle “übersetzt” zeigt. Und das vor schon 5 Jahren!

Plus das Tutorial unten: Wir bauen einen fernsteuer-, das heißt spielbaren “Charakter” nach unserem Foto = Ebenbild. Im Baukastenprinzip für Privatanwender. Die Spielewelt neugedeutscht Games World ist da Vorreiter und verdient fordert nun jäh unsere Beachtung, liefert die Meßlatte für unser/file_under  künftiges kritisches Gucken-auf-Medieninhalte (wie das offiziell so schön heißt).

Für Weiteres checkt mal cubicmotion.com in Manchester UK, die sind am Gesicht nah dran.

Erhellende Zitate aus diesen Videos:

«Creating a believable digital character that you can interact with has been a holy grail since the birth of computer graphics.» (Kim Libreri, CTO Epic Games, 2017)

«If you can’t convince the gamer to believe in these characters you failed in a way».(David Barton Executive Producer Cubic Motion, 2017) und weiter: «We could use this technology to put a face to Siri or Alexa»..

«So far, you have created more then 1.5 millions Metahumans, now you can create your own metahuman from a scan or a model»

(Wenn man diese Sätze irgendwo (auch nur) sinngemäß auf deutschen Seiten finden könnte, switche ich gerne….)

Und nun for your leisure noch ein paar fake Wolken, ein paar echte Wolken und Stills aus der Mondphasenmontage – ich machs Eurer (sicher hochprozentigen) Erkennungsrate leicht:

Als Sahnehäubchen in merkwürdig pockigen Outfit präsentiert: der große Satz für alle bildgebenden Berufe 2022: «I m just a collector of dots on a screen»
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Musik hetue beim Schreiben, funkig wolkig-Sein und der Mond-Endmontage:

“Too Young To Die” by Just For Funk. Jamiroquai cover. Barcelona España, Terraza de la azotea, fiesta en verano, ambiente de exuberancia. Dasselbe nochmal, aber ganz anders im: Splitscreen-Lockdown-jeder@home-Modus, wunderbar präzise, transparent und way up north: Mancunian: The Air Horns: Too Young To Die : Songs I Want To Play, Jamiroquai cover

Fakin Virgo – Butterfly (Jamiroquai cover)

Mixolydia music lab – “time won’t wait” – jamiroquai cover

Space Cowboy | JAMIROQUAI TRIBUTE | “R.B Studio Session” Live Medley TWO

Jamiroquai Bee Gees Mashup – Pomplamoose

…fein, daß es da Noten ‘für zu erwerben gibt, so können alle mit- und ich ewig so weiter machen – scrollt nur mal auf youtube.com/results?search_query=jamiroquai+acoustic+cover, runter, runter, runter, runter, runter, runter und runter!…… Aber! Es gibt auch mighty Neues aus der direkten Nähe der Paisley Park Studios:

Cory Wong : “Direct Flyte” (feat. Victor Wooten)..und gleich noch eins in dieser bunten FarbwechslerBühnenumgebung: Cory Wong : “Concrete” (feat. Mark Lettieri)…und noch eins im Country Style: Cory Wong : “Over The Mountain” (feat. Sierra Hull)…und noch ein Jazzorchestrales zum Abrunden: Cory Wong & Dirty Loops : Ring of Saturn

Nitin Sawhney: “Prophesy”, V2, 2001

to rococo rot: “Hotel Morgen”, Domino Recording, 2004

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Und, neu chez moi: Pinxography auf Leinwand, aus aus dem Meer gefischten Plastik. Plastik dann gewebt und bedruckt:

Serviervorschlag 1. Juli, wir hängen die Wolken heute vielleicht mal hochkant:

Helle, helle, helle (ist der Sommer)

Alles ist im Fluß und Gedanken i n Sprache müssen zuerst da sein, wenns um die zu entwickelnde Vorstellung des künftigen Ganzen geht, erst dann können Taten folgen. Denn ohne Sprachfindung ist das nur zurück in die impulsive Steinzeit. Mein vielseitiger Nachbar sagt dazu «hermeneutische Spirale» 😉

Versteh ich dieses Prinzip richtig, spiralt sich meine Heimatstadt Mannheim nun forsch voran. Während zur noch ehrenwerten documenta fifteen Eröffnung in Kassel die frisch anmontierte Kunst wieder abmontiert wird, deutet man hier (Be)stehendes einfach genial um. Und bekommt so mit schlicht einem neuen Label einen überraschend richtungsweisenden NeuSinn:

Das Denkmal des unbekannten (=vergessenen) Donut

(slow food rules einfach these days)

Der wird mir allerdings grad Feiertags immer optisch zu sehr belagert und ich ziehe drum eigene, frühere Interpretationen der Lage aus meinem Postkartenständer: (..und -kommentarschatz dazu: «Kenn ich!! Das ist das Benz-Rad!!» (Leider: äh, nein))

Keine 50m davon in Gegenrichtung installiert: das

 Denkmal des versteinerten/fossilifizierten Automobilisten:

Verbrennungsmotoren sind ächt soo Dinosaurier – endlich ist das mal als offizielles Statement sichtbar (OK, deutbar), aber das Neuste in der Geschichte des Individualverkehrs ist – no kidding: ne Haushaltssteckdose(!) und denn man los: sieben Stunden Auto-Akku-Auf-Laden

Ganz anders die übercoole Warengruppe “Nachwachsend”: hier wird ohne das allgegenwärtige Prinzip der franchise-Seuche mal erfrischend anders versucht, etwas Neues  Windgetriebenes (!) ins allgemeine Bewußtsein einzuführen – kann man hier sehen -, dazu noch vorbildlich szenisch filmgeschnitten!! Ist ja auchn WerbeClip! Der moviepoodle leckt sich die Lippen!

Zusätzliches Überraschungsdetail aus der Businesswelt: die internationalen Sportteams dieser Unternehmung werden erst inhaus zusammengestellt und stehen dann zum  (?) globalen Verkauf. Diese Idee soll, 2019 eingeführt, nun noch bis kommendes Jahr auf ihre Nachhaltigkeit gestestet werden (ich erlaube mir eine ironische Verwendung dieses neuen unsäglich-n  N-Worts).

Und weiter mit dem à propos: durch eine erstaunliche Entdeckung letzte Woche bin ich nun “wissenschaftlich unterfüttert” in meiner prime Kategorie “Nur vorhandene Sachen“, die durch diese großartige Kunst-Nachbau-Initiative-@-home des Getty Museums vor fast genau 2 Jahren anstartete:

Über eine spaßhafte E mail, die ich mit den Worten “Herr Doktor, ein Irrtum! Ich bin bricoleur, nicht docteur!” begann, stieß ich beim Wieder Nachschlagen des Begriffs zwecks Verlinkung im Text auf Claude Lévi-Strauss’ grandioses “Wilde Denken” (“Ganz wie die Bastelei auf technischem, kann das mythische Denken auf intellektuellem Gebiet glänzende und unvorhergesehene Ergebnisse zeitigen. Umgekehrt hat man oft den mythopoetischen Charakter der Bastelei bemerkt:..”  Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Seite 29)

Und es gelang gleich gestern ¿wieder? ein sehr kunstnahes Beipiel der ¿Umdeutung? frisch vorhandenen “Materials”:

dieses rot-schwarze Geschirr einfachster geometrischer Form erinnert (also: mich) ans (also: mir) unbekannte Japan, die fächerunterteilten Teller aber an: Schnitzel rechts und Pommes links – die Siebziger Deutschland. Wenn man nun aber beim Spülen diese auch noch quadratischen (=doppelt unpraktischen) Teller umdreht, hat man plötzlich ta-dah!

Kasimirs Malewitschs schwarzes Quadrats.von 1915.

Sogar in seiner modernen Schöner-Wohnen-’22er-DIY-Version mit Innenrahmen zum harhar “Selbstbestickern” 😉 Jetzt muß ich nur noch Klebeaufhänger für konkave Kunst und ne schwarze Wand besorgen.. wobei es ging mir bei der Akquise eigentlich nur um die je beiden Tassen, Schalen und Keramiklöffel. Und natürlich: um das Messerbänkchen! Geilomatique!

Beim Draußensein und Entdecken dieses grandiosen RosenbogenS fiel&fällt mir ad hoc die Textzeile aus meiner dadurch nicht mehr ganso fernen Kindergartenzeit ein: da “Schau an der schönen Gärten Zier“..1653 rausgekommen!

Und noch mehr Sommer in the city – man kann es oben schon ahnen, was jetzt kommt – ich gehe noch vier, fünf Schritte nach vorne rechts & zoome mal ran an diese schräge Kombi Amphitrite/”Baustelle bis BuGa 23″:___________________________________________________Musik beim Schreiben heute:

fonosandwich: “fonosandwich”, rather interesting, 1997 hihi: Track Nummer 5:”They Call It Donut But It Doesn’t Have A Hole”

to rococo rot: “hotel morgen”, Domino, 2004

Barbara Thompson: “Heavenly Bodies”, veraBra, 1986

Beanfield: “Human Patterns”, COMPOST, 1999 (ungeschlagener, allerbester Soundtrack zum Regattagucken!!)

Los Lobos: “Kiko”, Slash records, 1992

__________________________________________________historischer Nachtrag zum selben Ding c/o Kommentarschatz Soodlepoodle Postkarten:

In all den Jahren Eigenvertrieb erfuhr ich irgendwann, daß im englischen Seebad Brighton ein ähnliches Ding in Bronze namens afloat am Ufer zum Ärmelkanal steht. ” Isch bin do immä im Urlaub – klosse!”

Pyramidenblumenkohl wächst in meinen Garten

Ja, ja, der Garten als persönlicher Wirkungskreis. Als Gebietchen, in dem man, etwas weiter betrachtet auch Ideen, Gebräuche und kleine Rituale anbauen kann. Um mal zuzu sehen, wie das so tut/wächst. Nicht unbedingt personal Gewohnheiten ausbaut, eher neue welche, die man irgendwo mal gesehen, (nicht unbedingt abgeguckt) hat (, sondern die sich einfach in die Erfahrungsschatzwarteschlange eingeschlichen haben).  Und da ihrer Verwendung harren, uneingeladen, odd, aber halt da. Und den Schatz dann dazu machen könnten: durchs zweckentfremdete Wiederverwendetwerden, Neu-Besehen-und Beurteilt. Werden. Können. Eben durch persönlich angepaßten, oft gar unerwarteten Einsatz.

Zu dieser Abteilung Experiment gehört bei mir auch seit kurzem, gewisse beobachtete Gewohnheiten anderer testweise ins eigene Tun zu übernehmen.  Zur Zeit ist es eine als mir je etwas sehr Fremdes beobachtete Pedanterie: das “Anordnen” der täglichen Gegenstände: nicht nur Messer und Gabel parallel legen bei Tisch, vielmeher der exzentrische branch: nur gleichfarbene Wäscheklammern am selben frisch geschleuderten Kleidungsstück, .. So’n Zeuch.  Nur um mal zu sehen, ob man sich dadurch ins Leben der anderen reinversetzen kann. reinordnen. einordnen. Denn danach riechts mir streng: die zwanghaft notwendige äußere Ordnung der Dinge als unabdingbares Gegengewicht zum inneren Chaos, jaja.. Ne weitere Übung in Empathie, globaler Engpaß in dieser Zeit. Muß ja nicht gleich in ein Abrutschen in den mirror touch effect  sein.

Und da kommt noch eine andere irgendwie bizzarre Ordnung in mein Leben, meinen “Garten”: der

Pyramidenblumenkohl

diesen DeutschBegriff für Romanesco Broccoli hatte ich noch nie gelesen. Bis im frisch vergangenen AprilApril. Und dann ausgerechnet noch auf nem englischsprachigen(!) Mathe(!)blog, der sich in Heidelberg (!) abspielt called: Fractals for dinner. 

Meine Suchbegriffe Fibonacci Romanesco waren die Zauberwörter, die mich zu dieser coolen Überschrift brachten. Warum ich die benutzte? Nun, um ein vor Jahren gefundenes Video zum Thema Mathe (Reihen) und Natur (Wachstum) wiederzufinden.

Voilà, da ist es wieder heureka zusammen mit der provozierende Frage, was Pflanzen von Zahlen wissen (What do plants know about numbers?): das  Exploratorium –  The Art of John Edmark. crazy Zeuch!! Checkt mal, ob Ihr hinter den ersten Zeitraffer(?)effekt auf 2:25 kommt!

Daß man weiter auf Faszinierende 3D-Mathe kommen kann, wenn man nur unschuldig sein aus England in die USA mitgebrachtes, zu breites Schreibpapier anpaßt und mit den abgeschnittenen Streifen im Matheunterricht herumfaltet, seht Ihr hier auf Hexaflexagons… Hey, das Ding hat heute 9.550.426 Aufrufe. Neun Millionen fünfhundertfünfzig Tausend vierhundertsechsundzwanzig….

Meine Vorliebe für science fiction art führte dann zu dem neuen Menuetableau gestern:

Der P|Kohl als UFO, über frisch mobil aufgenommenen Weizendünungen.. Ganz klar dabei in mind: “Children of Tomorrow” von Bruce Pennington..

Mit den hinter dieser Mathematik liegenden Bildgestaltungsmöglichkeiten finde ich im Netz an jeder Ecke den Umkehrschluß zurück: zur Natur(!)darstellung, ja gar zu damit erzeugbaren Visionen von Biodiversität.

Eine weitere Entdeckung beim Einsatz als Deko ist noch dieses per Fotoautomat(!) bronzeeingefärbtes, scherenausgeschnittenes Bild eines PBKs (man muß nur die fotografierte Beleuchtungsrichtung der tatsächlichen angleichen, dann wirkt das schon merkwürdig 3D-ich):

Dieses Prinzip, Fotos als 3D fakes in Fotos einzusetzen, werd ich auch mal etwas weiterverfolgen.. Oder umgekehrtes Prinzip:

Ja, Ja, der Garten..

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Musik zum Blumenkohl heute:

various: NuSOUNDS Good Looking Organisation presents, GLO’s Future Release Showcase 2003  |  EAN: 675744360224

variose Artistens: The Best Of 2Tone Records, 1979-1984

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Nachtrag:

Auf dem Weg zu nem Fototermin bei nem Freund wollte ich letzte Woche noch schnell -für die Halde- die frisch geöffneten Rosen neben dem Fahrradständer fotografieren. Da kommt der Nachbar hinzu, weißt auf deren Nachbarn und meint:

Das sind die Lilien, die auch Van Gogh gemalt hat.

Hab ich dann schnell nachgeschlagen in meinem ISBN 9783836557122 Seite 499. Tatsächlich! Und ich habs Null bemerkt! Da steht auch, wo sich das Original grad befindet: Los Angeles, Getty Center. Und ich seh erst grad beim Bearbeiten, was das Gewaltig Fotogenes ist, die Schwertlilie: wow!

Für Interessierte unten das ursprünglich geschossene Bild. Wir ihr seht, ruled der anschließend gewählte Ausschnitt. Mal wieder!

Sprachnachricht: die verlinkten Videos kann man auch ohne Kenntnisse genießen. Die Bilder sprechen für sich. MIT werden sie allerdings RICHTIG  cool..

Call me Mole d’ash le Miro

In meiner Küche, in der ich auch Hemden plätte, steht genau deshalb ein kleines schwarzes Buch, auf dessens Deckblatt liests sichs: Am kreativsten bin ich, wenn ich bügle.

Mir gilt eher genereller: Am kreativsten bin ich bei uneiliger Küchenarbeit. Heute, par exemple, juckt mich beim Anbraten lokaler Berühmtheiten ↓ der grafische Muskel und ich fotografiere vor und nach dem Wenden:

Bedingt durch das Übermaß an ZwiebelringDeko springt die kamera-interne Gesichtserkennung heute mal nicht an wie neulich beim Pizzabelegen nach Jack-The-Dripper- Art, dafür bricht sich das Fabulieren und Ausprobieren verschiedener Sprachkenntnisse und Aussprachen Bahn. Un’eilig muß die Küsche sein, wie gesagt. Und das spielerische Suchen der “anbetungswürdigsten Aussprache” (von Bandnamen) ist mir ja durch den überlangen Job als Tonträgerhändler in F&B übergegangen. Sehr pubertäres Ding. Kann ich empfehlen! siehe unten Musik!

Das neuste Beispiel dafür, wie mein Hirn blinkt, ereignete sich, als mir diese vietnamesische Kundin in der Kassenschlange vor drei  gefühlten Wochen verraten hat, was denn in ihrer Sprache “Danke!” heißt. Sofort schoß mir die frappanteste Ähnlichkeit zu sächsisch ausgesprochenem Englisch ein: “How come?” Ja, ja, Ihr lacht, aber testet das mal bei einem Vietnames:en Eurer Wahl! 😉 Liebe Innen und Inninnen!

Ja, Ja, so verwinkelt “geht” ma lwieder die Globalisierung..die Emanzipierung. .die Integraisierung. Ich sag da nur: Bibel in gerechter Sprache. Hammer! ‘ein ‘tecken und ‘tab ‘rösten mich.. Und à propos: wir schicken chiquen SaharaSa ND, der soll ja bei Euch ausgehen und kommen somit zum Wetter:

“Versucht mal, auf einem Karussell sitzend mit einer Wasserspritzpistole das Gegenüber zu treffen!” beginnt vergangenen Diesntag der Wetterdienst der Tagesschau sein WetterSpecial. WetterKarussellSpecial. Der deutschen Tagesschau Wetterdienst, jawoll!

Create a Watch Party to watch and chat with others meint Amazon zu Mission Impossible IV, die schrecken auch vor nix zurück. Kommentator/in Kezia Urch: As some have mentioned, this is not a cerebral experience but I am unsure why anyone watching any Mission Impossible film would ever expect that it would be.

(spätestens)

Und jetzt seid Ihr reif für die heutige Überschrift!!

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Musik beim Braten und Wenden heute:

The Specials live 1979 – französisch annonciert!49 Sekundenlang! Très cool. Vachement bien! (kuhmäßig gut?) I never saw you, i only heard of you

Funky 70ies Music, cooles 68-er Vintage Motorenheulen, Gehupe und Reifenquietschen in the Mix.. PEFEKTdie Musik zum Braten und Wenden! Da wirt der Original Score ‘zu vom Meister Lalo Schifrin leider Zweider. Nein, alles falsch: die original Szene ist ausschließlich motorisiert und gummiert. Too much Versiones! Demasiadas versiones, demasiadas cartones!

Super_Collider: “Head On”, Loaded, 1999

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Noch mehr Hammer: wenn man das BratFoto oben googelt à la Bilgoo Joe, kriegt man die Vermutung junk food auf den Teller geknallt. S.K.A.N.D.A.L.Ö.S.!

HortenSie! oder der Spielvorteil der vollen Häuser

Full house in meinem Labor. Meine Art, auf gegenständliche neue Ideen™ zu kommen, OK nix Neues. Denn Gegenstände “tragen” ja Möglichkeiten. Die von dem sie “bedienenden” Geist bestimmt, aber genauso auch limitiert werden. An diesem Limit 😉 arbeite ich besonders gern.

So auch neulich – dieses als Prolog – das Hereinflattern von kurz gesagt nagelneuen Spucktüchern in meinen Orbit. Die lagen erst mal ein halbes Jahr rum, bis ich mich ratlos&gründlich erstmal entschloß, sie zu waschen und , ja, zu bügeln. Um aufs next level damit zu kommen. Dabeim Trocknen fiel mir ihre fotogene Qualität der Lichtstreuung in einem sehr dezent warmen Beige auf. Also nähte ich flugs je drei übereinander und hängte sie als Vorhangtrio vors nachmittags besonnte Fenster. Bingo! Beispiele, Bilder folgen!

Dasselbe mit den Kühlschrankmagneten. Die hielten bislang nur die Kassenzettel vom Supermarkt fest. Nachdem ich von meinem vielseitigen Nachbarn erst auf den Lego Paris Bausatz & anschließend auf die Brailleschrift gestoßen wurde, (die Brailleschrift wurde mir quasi aufgestoßen. Wie eine bis dahin verschlossene Tür. Oder wie ein Ei, damit das was in der Pfanne taugt),

Caption: für diesen “Arc de Braillomphe”/Paris braucht man eine spezielle Prägezange manuell betriebener Art, aber wer hat der hat…

…war es nur ein kleiner KlickimHirn von diesem “Neuzugang” zu einem etwas anderen Einkaufszettel. Startpunkt: was heißt n Brot auf Braille?

Nun dient mein Kühlschrank zu zweierlei mehr (en plus): wichtige Posten können schnell hingeschoben werden. Und ich aufsauge das Brailleding nebenher und simultan. Ohne Schmerzen und allzuargen Aufwand. Das geht mittlerweile und erstaunlicherweise so weit, daß ich (mir) das mal anders einzuprägen versuche:

Ich kann nur sagen: man bildet sich weiter und trainiert dabei die Feinotorik. Hihi: Feinotorik. Fein-Ottorik. Zum Selbermachen brauchts nur stino Büromaterial: Papier, Lineal, Schere, Blei- und Filzstift, durchscheinende dicke Folie. +einen Stichel/Dosenlocher und das Wissen, daß a) die Standardschreibhöhe 5 mm beträgt und b) die Buchstaben ohne! Zwischenraum aneinandergesetzt werden. Dann kann los! Ach so: nicht vergessen, die Vorlage (links im Bild) muß seitenverkehrt aufgemalt sein, weil die durchs Stanzen aufgeworfene (Lese)Seite ja nach unten liegt!

Für künftige Grafik Design Fans hier meine Arbeitsschritte auf dem Weg zur “Schultafel”: man benötigt 2 Kachelons, um ein Gitter mit leeren Kreisen in Brailleformation zu erstellen:

..und dann ist es mal wieder mein Labor/Archiv/Küche, das Eselsbrückenbausteinchen zuhauf parat hat – man muß sie nur entdecken (wollen):

Nächste Assoziation Punkte | Punkte =Noten +Linien (alles vorhanden!).. das kann doch auch das da sein:

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So kommen wir zur Musik beim Schreiben heute:

selbstgedreht: The Pink Panther Theme – mir fällt der bei meinem Exemplar als durchgängig unverwirklicht gebliebene Swingrhythmus auf – Abzug in der Groovenote!

Schulunterricht Jazzbigband mit Profi- Animateur: PIXAR ;-))

St. Germain: “Boulevard”, F-communications, 1995

Sergei Rachmaninow: Symphonic Dances, op.45 (1st and 3rd movement) – Landesblasorchester Baden-Württemberg

bewegt!bild!meditation!

Deutschland ist durchgängig zu lila, das Wetter zu gebläsig für Sonntagspromenadan äm Grönen (“Betreten Sie keine Wälder”), also vom Frühstücksei wieder zurück an den Bildschirm. Plus KameraBlick aus dem Fenster: fette Beute heute für mein Schlotfootage Projekt!

Übermäßig viel youtube glotz ich nicht, hab aber bei manchen Funden (oder hintersinnigen “Empfehlungen” von drüben) gleich das Gefühl, hier sticht was aus dem Umfeld. Also kommen hier drei,vier,fünf mal wie immer ungesponserte Beiträge heute (ich finde, die gehören zum künftigen Standard Medien-Know-How, wie die Kenntnis dieser jähals dachdämm endent deckten Seegraskugeln file_under Schöner Wohnen):

Architekten/ Stadtplaner aufgepaßt. Falls Ihr nicht zum zockenden Bevölkerungsanteil gehört, schaut Euch folgenden gespielten(!) Ausschnitt mal unter den dazu!gedachten Prämissen Stadtplanung, Mobilitätsentwicklung und ihrer Visualisierung durch den  free roaming User(!) an.

Spielende Gemeindemitglieder wiederum mögen als Neuheit die perfekte Verschmelzung des bläsergeführten allseits bekannten gloomy Original Soundtrack Themas mit den selbstverursachten Aktivitäten erkennen, als nun selbstgesteuerten Booster für Dramatik: das Ich als Musik-Controller-führender Filme-macher. Ebenso die Neuerung, daß die üblichen Überrollten™ sich elegant  Mr Smithmäßig in matrixgrün gefärbte Zuckerstreusel/Bildschirmgriesel auflösen und zu den bekannten, rasch verschwindenden Häufchen zerfallen. Insofern fällt im Spielerating gar die unterste ObachtStufe  Comic Violence weg. Chapeau!

Mitten aus dem Abenteuer, mitten aus exotischen Felswüsten mit anscheinend großer historisch eingemeiselter KulturdenkmalVergangenheit direkt in den Pixel- und Dreiecksgebrauch rübergeblendet, so ne coole Mischung kommt mir selten unter. Ein Lehrvideo, daß ich vermißt. Man könnte so Medien- und Mathewissen, Geschichtsknowhow und Engineprogrammierungseffekte in einer Schulstunde bündeln, Schleichwerbung vielleicht inbegriffen aber – die bei dieser Sache stets advancten Schüler kennten es eh schon..und könnten gar beeindruckende Anschauungsbeispiele beisteuern.Polygone zur Bildgestaltung sind out, Dreiecke in. Ebenso das frisch entwickelte Nanite, Lumen und das aus jüngsten Disney Produktionen (oder Albrecht Dürer-Radierungen) bekannte Ray Tracing. Wieder einen maschinellen Schritt näher an der fotografischen Wirklichkeit. Wow. Und: Obacht.

Nen Screenshot davon, als “wert-rückgewinnende” Nachzeichnung ins Wohnzimmer hängen würde ich mir einen aus dem für mich meditativsten Spiel (zum Zugucken) der letzten Zeit: « Monumental Valley II ». Das kann auch gerne ne Miniatur sein! Aber bitte eine ohne Schrift!

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ebenfalls meditative/relaxte Musik heute:

Tom Misch & Yussef Dayes – Nightrider (feat. Freddie Gibbs) [Official Video]:

und, wers noch geheimnisvoller & etwas dunkler und mehr klassischer mag:

Beatrice Rana: Ravel, Stravinsky Warner, 2019

Bilgoo Joe No. 1

Wenn sich ne neue cool-anregende Art von kreativer Daseinsform ins persönliche Geschehen™ einschleicht/einnistet/öffnet (3 verschiedene Philosphien!), darf man bei ständiger Wiederkehr des Phänomens schon mal langsam nen neuen Begriff dafür suchen. Machen Politiker, Werber und Schulkinder ja auch andauernd. Und also kann auch ich, Kind der Sprachverliebtheit, wenn es soweit ist, lächeln, mich darob unbändig freuen und dann sofort mal testen & das meine(r/m) Taufneigung/wahn darbieten. Voll challenge-mäßig also.

Die 2.Entdeckung am Anfang: das etwas andere content-mining: a) Warengruppe Wort: Durch Herbeifabulieren (sprich Schreiben auf soodlepoodle.net) und das dann in beliebigen launigen Stücken einfach Googeln weiß ich a) nun, woher die meteorologischen Hochs und Tiefs ihre Namen bekommen. Dieses neue Jahr haben die Mädels das Tief, nächstes Jahr die Jungs 😉 Aber eigentlich gehts hier um b)

Fotos der Suchmaschine zum Fraß vorwerfen und staunen, was da laut “gegnerischer” KI drauf abgebildet sein könnte, also: Vorschläge belächeln. Oder jäh den Hut ziehen, erschauernd.

Der Clou: es müssen, damit es funzt, obskure Fotos ohne(!) bezeichnenden DateiNamen sein, um dem Big Data Schlund gegenüber keine im Meta-tag versteckte “Hinweise zum Bildinhalt” zu geben. Also genau das Gegenteil von ordentlicher, Suchmaschinen-devoter Programmiertätigkeit harhar.

Mit diesen Vorraussetzungen ist alles bereitet fürs drauffolgende Staunen da rüber, was Faszinierendes alles auftaucht.

Aber Obacht: es gibt da die Klippen des Klischees. Zuviel Ordnung ( sprich Muster) oder Chaos (sprich Abstraktes) werden lustlos mit den beiden Begriffen/ Bildgattungen “Industriedesign” oder “feine Kunst” pariert, führen also nicht zum Ziel der vitaminprallen Anreicherung des Augenschmauses. Ebenso zu meiden: “ikonische” Gegenstände wie Schachfigurem, Krokodile, Rosen, …die erkennt nämlich schon jede halbprofessionelle Suchmaschine als oslche.

Auffällig ist auch, wieviele Bilder dieser Arten sich da im Netz aufhalten. Wahnsinn!

Erstaunlichste/Coolste/Begeisterndste Ergebnisse gabs bislang bei diesen:

 

den testet mal selbst!

 

Dieses Prinzip werde ich künftig zum Hauptmotivator meines kreativen Fotografierens überhaupt machen. Alles andere gibts ja schon.
Ach so: zur Taufweise: man wählte/ on choisit das Prinzip Namensgebung-durch-Verknappung: BilderGoogleJoker schafft man so, zum Eigennamen zu schrumpfen/stylen.

Gegenanzeigen: solche Bilder führen “nur” in den Bau- und Bastelmarkt:

 

 oder in die Abteilung: “Ich liebe Muster und hochlade jeden Tag 300…”

Auch mit dem Hochladen Selbstgegärtnertens ist das so ne Sache: man erfährt eher, wie das Ding auf englisch heißt, als außerfloristische (oder auch nur fotografische) Anregungen zu erhalten..

The same mit dem wahrscheinlich noch vor Beauty & Lifestyle größten www-Thema:

Essen!

Meine bislang beidene=2 Favoriten der Kategorie schlampig belegt (aber ordentlich aufgegessen) “führen zu”…

Französisch-Wortschatz-building “hors d’oeuvre” (links. Lecker!!) und (rechts) “paste”. Da frage ich mich natürlich sofort: deutsche Paste oder englische Copy&Paste-Paste?? Oh, pastry!  Gebäckpaste, den gefundenen Bildern nach zu urteilen! Für mich ist Deutschpaste eindeutig nonfood: Handwasch- und Zahnpaste, ok noch Malereipastösepaste und hat nix mit Backen&Küche zu tun. Für mich wären da nämlich Gebäck und Teig. Das hier paste als so was Abstraktes/Technisches wie die germanische 😉 wikipedia.org/wiki/Masse. Aber naja, wie machens uns die Italiener klar: Pizza e pasta…  Auch klar: wenn ich hier diese Bildbetitelungen dazufüge, issdassn klarer SEO Spoiler und läuft außer Bilgoo Joe-Konkurrenz, aber die Ergebnisse waren ja auch sooo erwartbar..

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Musik zum heutigen und künftigen Staunen:

Yussef Dayes ft. Rocco Palladino & Charlie Stacey ~ (Live @ Jazzre:freshed)

Cinelu, Eubanks, Holland: “World Trio” , 1995 Intuition Music

Sven Väth: “Fusion”,  1998, Virgin

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Ergebnisse so far dieser Bilder dieses posts: ich fand und staunte:

  1.  Das Teshima Art Museum in Japan
  2. Eine Stadt aus Couscous
  3. das LACMA (Los Angeles County Museum of Art)
  4. den visual artist Dionisio González
  5. die coolsten Pavillions der 2020 Expo Dubai
  6. Stahl, der die Schau klaut. Würde es übersetzt heißen..
  7. The Shard Living Lab | DaeWha Kang Location: 11th Floor, The Shard,  32 London Bridge St, London SE1 9SG  – hier diverse Fotos.
  8. Eine Tour durchs museum of no spectators c/o Burning Man
  9. Das Taihu Show Theatre in Wuxi, Jiangsu Provinz, China
  10. Nachträge/Nachfunde:
  11. Tianjin Binhai Library
  12. Dan Lam Kunst

Zum Abschluß noch nen Bilgoo Joe Abteilung Kunst, darob

ich fand das spannende Buch On Kenneth Noland’s birthday we look back at the abstract style that sought to rid art of superfluous rhetoric ..Meine Rede 😉

PLUS noch ein sehr inspirierender Artikel “On Painting” – An Essay By Jim Cogswell der University Of Michigan: « Painting is the magical conjunction of space/no space; movement in stillness. A balanced experience of absorption and self-awareness. »

Los, wir fahren nach Rüpelmonde ins Loxodrome!

Es gibt einfache Sätze oder Bilder, die mir für immer bestimmte Sachverhalte erhellen oder stabile Eselsbrücken fürs ganze Leben bauen. Nein, ich meine nicht die Überschrift, sondern..

« Eine Loxodrome ist eine Kurve auf einer Kugeloberfläche – z. B. der Erdoberfläche –, die die Meridiane im geographischen Koordinatensystem immer unter dem gleichen Winkel schneidet und daher auch Kursgleiche, Winkelgleiche oder Kurve konstanten Kurses genannt wird. »

Nicht nur die Erläuterung, was so ne rhumb line (die englische Bezeichnung dafür) ist, zusammen mit der beiliegenden Grafik mit den immergleich verzeichneten Winkeln ist dieses Paar perfekt geeignet, mir den Verlauf von Meridianen fest & für jederzeit einprägen zu helfen nämlich: Vom Norden- zu dem Südenpol!

Das gleichfalls Erfreuliche an diesen ganzen Entdeckungen: sie geschehen fernab irgendwelcher Filterblasenrouten und Echokammern.

Ich mach das gefälligst selber: die Lage des Tellerrands bestimmen!

Also kommet, b-sehet und b-staunet meinen hierzug’hörigen Browserverlauf-inspirierten Ideengang ™ von heute nach Rüpelmonde ins Loxodrome: es startet mit dem Wetter (alle reden übers Wetter): ich schau auf tagesschau.de, wie diese anfliegende RiesenRegenmenge der kommenden Stunden

  1. …meteorologisch  zustande kommt.
  2. DuckDuckGoe dann, was und wo die Biskaya nochmal ist, wie sie im Ausland genannt wird, und lese ergo auf ihrer https://de.wikipedia.org/wiki/Biskaya auch den Begriff
  3. Mercator. Der führt im zweiten, immer gern fremdsprachigen Schritt zu
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/Gerardus_Mercator. Grund: die englischen WikiVersionen sind fast durchweg griffiger, kommen direkt zum Punkt. Und da kommt auch ganz vorne gleich q.e.d. die
  5. rhumb line als Hauptingredienz seiner berühmtesten Erfindung vor, der
  6. Mercator Projektion. Zurückauf DeutschWiki istdasgleich das
  7. …voilà: Loxodrome! Und der Erfinder lese ich lebte in hihi
  8. “Rupelmonde”.
  9. Wenn man grad französische Aussprache trainiert (Susi, sag mal /fragt plötzlich Google) «Je n’ai besoin du personne en ‘arley davidson.»), ist die “Welt der rÜpel” assoziativ kaum zu vermeiden 😉

Die damit hergestellte Seekarte, auf der das gradlinige Segeln (damals halt nur: Segeln Segeln) erstmals auch als kerzenkursgerader Strich Niederschlag fand, ist, um dieses hehre Ziel zu erreichen, auf geniale Weise verzerrt ™   -siehe/google Mercator_with_Tissots_Indicatrices_of_Distortion. Tja. Das wär mal wieder was für den Erdkunde vs. Mathe vs. Geschichte vs. Segelunterricht gewesen, liebes Oberschulamt. Seufz..

Zum guten Schulstundenschluß noch ne musikgeschmackstechnische Challenge PLUS untergemogelten/eingebauten weiteren, gar optisch “erfahrbaren” Wissensschatzbausteinchen, dem vom Foucaultschen Pendel in Aktion nämlich, ein “laientauglicher und aufsehenerregender Nachweis der Erdrotation“:

Frage: welche Umgebung als Kulisse ist angeberischer imposanter für nen einfachen Musiker/DJ:

a) das Pantheon (griech: für “alle Götter”, “allen Göttern”?)  in Paris, b) die Berliner Gailerie König oder c) ein Aufnahmesaal in Deptford/London mit ner fahrbaren Mitternachtssonne?

Und, damit dieses Post auch noch als Videotriptychon durchgeht, einer meiner Lieblingssongs aus den Siebzigern, mit einer wahnsinnig guten Filmspur (wenn auch mal wieder Autowerbung, egal) dazu extrem aufgewertet: fühlt sich echt an wie die Träume damals, Millenials! Generation Zs!! (Oben: Hemd aus den Achtzigern)

(M)ein (An)Zeichen von Jahresstart: alle (Einkaufs)zettel weg vom Kühlschrank. Sieht so ↑ aus, heute mal inspiriert von Tissot (siehe oben).