Papier, Stein, Schere? Nö – Papier, Glas und.. Licht!

September again! Da ist wieder dieses über irdisch hell klare Licht, das alles durchflutet. Grad an so einem Tag wie heute! Ich ergreife flugs die Gelegenheit™ und mache zwei, drei Dutzend schnelle Fotos am Fenster zum Hof mit der fantastischen Makrofunktion der MoviepoodleKamera:91070969-beachathomeNa? Wenn das man kein TraumStrand ist, mit heranrollender Brandung auf weißesten Sand!! Ich bin begeistert von der Illusion. Und  diesen die Bewegung  “markierenden” weißen Linien in der Gischt, die sich auf geheimnisvolle Weise ohne weiteres Zutun ins Bild zaubern (und erkennen lassen, daß es dann wohl mit der Brandungs-Echtheit nicht allzu weit her ist – vergleicht da mal die fantastischen WellenBilder von Ray Collins  ‘mit!).

Sogleich “geraten” zwei Bilder in das Spiegelkabinett des Photoshops. Mit etwas Skalieren und unscharf eingestellten Radiergummi blende ich die Ränder der so gepatch-workten Bildteile ineinander und voilà: ein neues mysteriöses Startbild gelingt, kaum 90 Minuten nach Aufnahme – der frisch in Betrieb genommenen Digitalfotografie geschuldet/gedankt:

Auf den Kopf gestürzt schiebe ich eine weitere Version dieser Collage dem grad mal vier-Tage-alt-und-schon-wieder-langweiligen Menuebild mit den Spaßbrillen unter (das heißt: gleiche Position fast aller Menüpunkte im Bildviereck – da muß ich also kaum umprogrammieren) und Ihr kriegt nun das zum Anklicken:

Hier “zum Beweis” ein Ausschnitt, in dem recht deutlich das Glasartige sichtbar wird – zu meiner Freude am Geheimnis in den anderen Bilder kaum ;-) p1070939_cutUnd ein wie immer passender Blogheader mit einem strangen LöwenzahnAfro out of space springt ebenfall dabei raus:header-p1070969-939.jpg_________________________________________________________

passende FranzMannMusik am gläsernen Strand (à la plage de verre) heute:

 

bereifter Pareidola im Dreierpack

Hört sich an wie ein neues provozierend falschgetipptes Käse-Angebot im Wiesbadener REWE PopUp Store, der zur Zeit(?) im Biennale-”befallenen” Staatstheater aufgebaut ist -  aber nein – ich baue an einer kleinmöbelig daherrollenden dreiteiligen “Ambulant”galerie:

p1070371Drei “abgestreifte” PCs, die plötzlich wieder willkommen sind (und nicht aufs finale Ausschlachten wartend irgendwo hingeschoben stehen),  unter der improvisierten “Tischdecke” verborgen auf einem selbstgeschraubten MöbelRollbrett und mit einer überkragenden Längsplatte.

Der Clou sind die um 90 Grad gedrehten Bildschirme. Mit dieser Hochkantigkeit kann ich den fast durchgängig ebenfalls vertikal gefertigten/gemeinten pinxographischen Bildern gerecht werden – ganz wie Herr Grotjans, amerikanischer Maler/Künstler ebenfalls entdeckte: “I found that rotating it took all the landscape out, so it became a nonobjective painting.“
p1070371-exhkit1Daß es grad drei Teile sind und daher das klassische theme Triptychon hier mal wieder aufersteht, kann mir als jemand, der sich gerne in einem allgemeinen KulturKanon bewegt oder wenigstens drauf referenziert, nur willkommen sein, ist aber schlicht.. Zufall. ;-)

Und zum Aufklappen wie die historischen Vorbilder sind sie auch nicht, eher wird das mittlerweile doch sehr “durche” Thema digitaler Bilderrahmen damit verwirklicht.

Hip oder nicht=wurscht, mir dient das Ganze zu zweierlei:

Ich will mal testen, wie der Zufall, durch Software möglich, den Eindruck des Dreierbilds “gestaltet” – ob neue Seheindrücke damit möglich werden. Durch das pareidolische Grundrezept der Bilder also eher der entstehende emotionale Mix des leuchtenden Trios also. Welche Art von Vorauswahl ich dabei einfüttern muß, zum Beispiel links nur gelbe, mittig blaue, rechts grüen oder ähnliches, oder zentral sanfte Farbverläufe mit wilden Exposionen angrenzend parallel laufen lasse etc.

Und natürlich ist das smooth rollende Ding ein weiteres, willkommenes Teststück für meine Möbelentwurfsliebe aus improvisierten “Aufbauten” sprich: der EinrichterPoodle kriegt damit auch mal wieder nen Knochen hingeworfen.. Es geht darum, auf elegante Weise dieses kopfstehende Trapez zu einem stabilen, doch luftigen Gehäuseartigen werden zu lassen. Erste Idee beim ersten Aufstapeln: rechts und links auf der gekappten Spitze stehende Dreiecke wie Lamellen hintereinander zu den Seitenteilen werden lassen. Damit das Ganze nicht in z- Richtung einklappgefährdet wird, diese vielleicht nicht zueinander parallel sondern im ZickZack planen&montieren..

(Bider folgen!)

Ach so ja: als neue Darreichungsform der PinXoGraphien wird es davon hier natürlich jede Menge Bild- und Clipfootage geben. Mit Photoshop- und RequisitenHilfe ist eine recht große Bandbreite und Raumeindruck möglich. Hier noch eine zweite, hellere Version:p1070371-exhkit2und noch eine mit RegenBogenSmoothies:p1070371-exhkit3

Nachtrag ne Woche später: noch cool-stylischer Fund-und-wie-ich-ihn-fand:

  1. ich schau mir die drei oben an und bildergoogle: “Öllache” und “irisierend”
  2. dann schau ich das englisch “iridescent” nach und komme damit auf
  3. Jeffrey Campbells Schuh-Collection, die mich sehr vergnüglich an dieses
  4. Buch mit 500 Schuhen erinnert = Linda O’Keeffe – SHOES -
  5. Der hatte ;-/ auch mal so ein Pärchen Boots im Programm (daher der Fund!)
  6. Coool! n’Täschen dazu!!??

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Musik beim Schreiben heute: das ebenfalls “cool rolling bubble

Donald Fagen: “Kamakiriad“, REPRISE, 1993

3x Schneiden, Heften, Legen, bitte!

Zurück zur Mode – meine Handtaschen stehen vor dem nächsten Level – und dem zugehörigen Hintergrundwissen. Heute gibts als Video-Trio drei mal Making-Of Haute Couture. Bitte beachten Sie nicht nur die gezeigten Details (Zuschnitt, Messen, Heften, Steppen, Falten, Plissieren, Besticken, Verstärken, Bügeln, Färben, etc.), sondern auch, wie das im Clip filmisch zurechtgezupft wird: Beleuchtungsstärke, Farbigkeit, Close-Up-Strategien, der durchgängig klassisch repetitiven Musik aus ebenfalls sehr gerne – nach Durchsicht einiger Clips – mit Streichern plus Piano besetzt (1Zufall?) sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden, erst dann hat man die geballte Unterrichts/Edutainment Packung!

p1040280Die drei Video-Buttons hier unten verbergen.. à gauche Monsieur Dior, mittig wird Altmeister Balenciaga rückwärts engineert und á droite Bilder aus dem maison Chanel.

Dior   youtube-embedding-memorial-   Chanel

Für Interessierte: ich hab haute+couture+making+of gegoogelt. Und dann ausgesucht! Google hat unterwegs natürlich “mitgeholfen”

Beim Gucken darüberhinaus gefunden: das Victoria and Albert Museum, in dem die Balenciaga-Werke unter die Lupe genommen werden, den very down-to-earth sieben-Minuten-”Werkstatt”-Clip Handtaschenmachen in Kenia – (“Beauty is Beauty”). Dazu im Vergleich Hi-End-Dior, weiß behandschuht und mit allen technischen Rafinessen angefertigt – wow- ein dreiteiliges hölzern klickbares Model! …während ich unterdessen mit Draht-, Schraub- und Plastikschlauch-model  Zwischenstation mache:moviepoodle_1070256scsh03

Mais in Öl – nein, no Pop, no Style*, no Pop’o'Corn

Mit meiner Filmkamera at hand  und out door hab ich gestern ein neues Feld der Fotografie entdeckt – ein unklassisches double feature gewissermaßen: man macht ein Foto zwei mal. Oder, genauer: man sucht zwei mal aus, zoomt sich quasi ran ans “Endbild” durch eine Auswahl in zwei Stufen. Das ist der Gedanke des Tages beim Sichten des aufgenommenen Filmmaterials genannt “daily practice of Schwenk’n'Zoom”.

Zweistufige Näherung bedeutet: man nimmt vor Ort Filmmaterial auf und sucht aus diesem Material daheim dann die besten StandFotos aus. Superspannend dabei die Idee der Stufen der Attraktion, wenn man wie ich zuerst am Rande des Maisfelds anhält, weil man a) die Monochromie unter diesem speziellen verschatteten Nachmittags WolkenSonneLicht super fotogen findet. Beim anschließenden Aufnehmen allerdings bemerkt man, daß das ausklappbare Display bei Aufnahmen mit beiden nach oben gereckten Armen, die Kamera in zwei Meter zehn Höhe zu weit weg ist, um genau auszusuchen = Details zu berücksichtigen, auch wegen des sonnenseits “überbelichteten” Bilderkennungsstörung eine Aufnahmesituation, die unter “Test” und “Ausprobieren” laufen muß.

Also hält man on location erstmal “nur” die als bewährt erwiesenen Regeln für Schwenks ein:

zu langsam, dafür ausreichend lang. Also immer schön  im motorisch eigentlich unerträglichen Schneckentempo. Und das mindestens immer eine halbe Minute. Wenn sich das Motiv lohnt, gerne auch bis zu drei Minuten. Falls der Bewegungsapparat das mitmacht. Und produziert so erstmal nur laufende Meter, auf die Möglichkeiten des Schnitts, der Fantasie und der möglichst großen Auswahlmöglichkeiten vertrauend. Also etwas ungehalten (innerlich) und ungefähr so (gerafft, sprunghaft geschnitten und mit einem Reissschwenk als Joker zur Illustrierung – DAS hat Spaß gemacht):

moviepoodle_1060739scsh01Ich hab den O-Ton weggelassen heute und auch nix anderes (Geräusche, Musikalisches) angefügt. Es geht diesmal  ja rein ums Bild in der Menge. Außerdem:  Maisfelder in Stadtnähe unter der Woche haben alle denselben Soundtrack: rauschender Verkehr in a distance. Krass.

(Nachtrag/Idee am Tag danach: diesen ZwanzigSekundenClip könnte man exemplarisch mal zum Vertonen benutzen. Ganz so, wie seinerzeit dieses verwischte WinterwaldbildFoto zur mannigfachen “Auslegung” via Krimititel-drüberkleben. Mir fallen da selbsterzeugte Schrittgeräusche im Feld, gehetztes Atmen (also FilmKlischeeGeräusche für Maisfelder) oder dolldreist Sachen wie Rollschuhgeräusche, Blasmusik oder Stimmengewirr (!) ein ;-) )

Und dann, abends zuhause und nach einer mehrstündigen Foto- und Analytischer-SehPause das Erstaunen: da sind ja richtig sehenswerte Einzelbilder dabei: solche, die auf eine Weise faszinieren in der Bildaufteilung und -komposition. Bilder, die mich begeistern. Und die ich vor Ort gar nicht in ihrer Schönheit wahrgenommen hab – kein Wunder bei dem Maisblattoverkill.. Dazu hätte ich mich stundenlang reinknien müssen.

Könnt ich mir groß in Öl vorstellen!

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Ebenfalls extrem interessant, sich per footage selbst zusehen zu können, wie man sich dem Endbild nähert, einfach durch Film gucken. Ein bislang unentdecktes Plus des langsamen Schwenks’n'Zooms – das ich gestern eigentlich nur mal in freier Landschaft üben wollte. Üben und mal sehen, ob

  • dieses amateurhaft handgeführte Aufnehmen für irgendwas taugt – schließlich gibts ja mittlerweile erschwingliche Rigs, die komplett verwacklungsfreie Bewegtbilder aus der Hand ermöglichen.
  • ob ich das Aufgenommene zuhause als wertig für Filmzwecke bestätigen kann (teilweise). Oder ob es gar…
  • schon einen “Sinn für Vorahnungen gibt, wie die Sequenzen im Fertigen wirken (Null. Vorort bin ich zu beschäftigt und aufs Bild konzentriert, um mir Schnitte, Abfolge der Sequenzen oder gar Vertonung vorzustellen. bislang.)

Wenn ich mir nun das Dutzend frisch geschnittene Screenshots so auf der Zunge zergehen lasse, sie also mit Muße wiedersehe, fällt mir überdies die doch von Bild zu Bild starke Schwankung in der Räumlichkeitswirkung auf. Also das Gefühl von Weite, von  räumlicher Situation,  entweder von Beengtheit oder, im positiven Fall: Intimität, die diese trockenen Blätter=Flächen je nach Raumlage und Kamerawinkel zu generieren in der Lage sind. Und erinnern mich an dieses fantastische Zwischengefühl, weder draußen noch drinnen zu sein, wenn man sich in griechisch-römischen Tempelanlags-Ruinen zwischen den Säulen -  oder in Kiefernwäldchen bewegt.

Erstaunlich: genau dieses seltene Raumgefühl kann man an einem derart  zerbraust-zertrockneten Maisfeld testen, kann diverseste architektonische Gegebenheiten reihenweise mit der Kamera “notieren”. Zur Erhellung, Beispielhaftigkeit und zur (raum-)gestalterischen Lehre. Grandios! Und alles fern von jeglicher Farbkombinationswirkung

moviepoodle_1060752scsh01Zur Verortung oben als Abschluß Maisthema dieses Bild, das dem gemeigten Ortskundigen die nördliche Nähe zum Mannheimer Großkraftwerk offenbart. Und da gings auch anschließend hin, war es doch das eigentliche Zoom’n'Schwenk-Ziel.. Doch cinematografisch davon später. hier erst mal ein paar schnippische Filmstills als Motivanreger – gar zum Selbermalhinfahren?!

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Natürlich hab ich dort auch noch einige “echte” Fotos gemacht, die ich ausschließlich a) dem grandiosen Zoom  und b) der Makrolinse bis zu 1cm (!) Abstandstauglichkeit der Kamera “verdanke”. Minus hier: mich stört die digitale Anmutung. Das Licht war anders, undüsterer. Die Farben ebenfalls. Irgendwie deutlicher. Naja, kein Wunder nach achtunddreißig Jahren analog..

Aber als Motivideen außerordentlich tauglich..

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PS.: auch wenns übrehaupt nicht so wirkt: alle Bilder sind von gestern nachmittag! ;-)

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Musik beim Schreiben und fahrig ;-) Schneiden heute:

“The Story Of Jamaican Music”- Part II: “Reggae Hit The Town – 1968-1974″ * – get a glimpse of it here.

i:cube: “adore”, VERSATILE RECORDS, 1999

Gottberg: “Do You See Me?” , 2008

Smole City: “Flying Away”, ZOMBA, 1997

What A Little blaulicht Can Do

Das Thema “fotografische Gelegenheit” ist ein spezielles kreatives Gebiet, auf das jeder mit Kamera ab und an stößt, ist er nicht grad als lost places Spezialist oder StraßenFotograf drauf abonniert. Mir passierte es gestern abend, daß mir das Blaulicht von gegenüber erst auffiel, ich mich dann ob des leeren Fahrerhauses des Sanitätswagens gegenüber ermutigt fühlte (“das kann dauern, also mach was draus!”), und dann zügig zur Kamera griff. Zur Filmkamera muß ich sagen, um das Geflimmer mit den Bewegungen meiner “Libelle” überlagernd auszutesten. Und natürlich, um das Blaue für die Stills zu erwischen.

Die Clips will ich hier zwar nicht präsentieren, das zweimal An und Aus per second nervt dann doch zu schnell, aber ein paar gelungene FilmStills dürfen; und bringen ob der Färbung und der Kargheit des Motivs (=Aufenthaltsortes) einen ganz besonderen Flair ins Spiel. Der mich an dieses Achtziger Indie-Bunkerfeeling und den damals sexy neuen Untergangsdüsterchic erinnert – mittlerweile Grundausstattung UnterhaltungsIndustrie. Googelt allein mal dieses erste obere Bild, dann seht Ihr, was ich meine… moviepoodle_1060561scsh01moviepoodle_1060566scsh01moviepoodle_1060561scsh03moviepoodle_1060563scsh01moviepoodle_1060562scsh01moviepoodle_1060597scsh02

Super spannend, sich dazu ne (noch nicht vorhandene) Filmhandlung vorzustellen, n’est-ce pas? Gehts da wohl um zeitgenössische Science-fiction, um (thought-)Verbrechen oder eher um was Psychohaftes… oder um ne gelungene Mischung? Plus: dieser ungewohnte, manchmal ans Unsichtbare grenzende Gegenstand im Bild trägt mir sehr zum “Alienhaften” bei. Als Moodboard also prima zu gebrauchen, diese Bilder. Besser als die rohen Clips selbst! Ich schwör!!

Für geistig Interessierte™ hab ich auch noch n Pärchen An-Aus  :: Blau-nahezu-farblos-Bilder angefügt. Da kann sich der Willige davon überzeugen, was ich mit nervig meine ;-)

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(dunkle) Musik zum dunklen Geflimmer heute, Sternchen fürs Video dazu:

und á propos Jonathan Glazer (Regisseur oben verlinkten “Under The Skin”): lissentu seiner MusiClips-10er-Sammlung auf youtube

Musik beim Schreiben:

manchmal funktioniert Musik zu dunkeldüsteren Bildern vom entgegengesetzten (=hellen) Ende ebenfalls, hilft auf eine weitere Ebene der cinematografischen Irritation – oder eher: Inspiration?!

Ich muß einfach mehr GamePlays gucken

.. dann kommen a) noch mehr “Anwendungsbeispiele” für die PinXoGraphy, dringt b) diese virtuelle Welt flugsgewollt ins Malen/Färben ein, lassen sich c) optimal  stringente Bilderstrecken kuratieren:

Let’s start the day w/ Nintendo: ich laß mich testweise mit den Official Game Trailern vollballern: amuse gueule nerveuse mit  Super Mario Odysey, Splatoon. Krasse Schnittfrequenzen! Und diese PlastikSpielhöllenMucke!

Dann main course für meine Zwecke heute: die etwas abseitige, doch visuell “reizvolle” Abteilung: Rime, Bound, Limbo, The Climb. 2 davon mit VR Brille am S(piels)tart.

Dann noch zwei kleine digestive Trips in die Weite der realen nachgebildeten Welt der zockable Abenteuer ab 18: Uncharted4 und Just Cause..

Anschließend dessert à la carte sprich klassische bewegungsfreie Bilder: Sci-Fi-Illustrationen der Hippie-Ära..

Mit diesem schwindligen Cocktail intus dann zur pinxographischen Theke: voilà die Auswahl Abteilung GP – geht doch!

hbe-scanp-180714-651-r2v7 hbe-scanp-180718-653c-r2v hbe-scanp-180718-653-r2vk mvp-scanp-180720-654b-r2v9 mvp-scanp-180721-655b-r2v3 mvp-scanp-180721-655e-rec4v mvp-scanp-180721-655f-re4v4mvp-scanp-180726-656e-r4vre mvp-scanp-180726-656-recollmvp-scanp-180729-657c-re2vrAlle im grad vergangenen Juli entstanden. Spannend die Vorstellung, ich fügte in all die pinxographischen Asteroidennebel mal etwas Yachtartiges à la John Berkey (1932-2008) ein !?!

Hier als Anhang / for your interest die beiden diesen Beitrag auslösenden Bilder. Vom 8. April des Jahres:

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gefunden durchs Nichtzocken ;-) :

https://en.wikipedia.org/wiki/Cartoon_violence

https://de.wikipedia.org/wiki/Physik_in_Animationsfilmen

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Musik beim nach dem GameTrailer/PlayGucken zum Schreiben:

Ital Tek: “Nebula Dance”

film still addict

Nachdem ich jetzt ein gutes halbes Dutzend engagierte Fotografen zu ihrer Einstellung “Film”/ Bewegtbild interviewt hab, ist das erstaunliche Ergebnis so far: es gibt da eine feine, aber mächtige Grenze der Berührungsscheu dem bewegten Bild gegenüber.

Das liegt – so nicht nur mein Schluß – an der vierten Dimension. Daran, daß diese irritierende Bewegung, das Rauschen der Bilder durch das Sucherviereck schlicht das Gegenteil eines  stillen, kontemplativen Fotos ist. Und daher ein völlig anderer “Muskel” vonnöten wird, um sich enthusiastisch um Schwenks, Zooms oder, versteckter, advancten Schnittrhythmus kümmern zu wollen/können.moviepoodle_1050280scsh01Als “Vorübung”, sich als klassisch bewegungsphobersmiley-blush Fotograf mit dem Medium Film anzufreunden, wurde das Auswählen von Standbildern aus laufenden Metern genannt. Das kann ich bestätigen, da mir diese Art Tätigkeit nicht nur auch viel Spaß macht, sie fürderhin sehr gut zu gebrauchen ist zum Zwecke, ein möglichst attraktives Bild als “Avatar” des zugehörigen Clips auszusuchen, der dann klickbar verlinkt wird. puuh wassnsatz! 19th century!

Zusätzliche Entdeckung via Kommentar der Nachbarn

“Sieht ja aus wie – insert impressionist painter here – !”

Hey! – die ultra groben Vorschaubilder im Explorer mit den typischen JPG-Störungen (“Blockbildungen“) “halten” eine  eigene Ästhetik, die man (nach solcher Anregung ganz im Sinne der Werke von Thomas Ruff) plötzlich als solche a) erkennen, b) schätzen und c) kuratieren kann – voilá!moviepoodle_1050657_scsh01Da such ich doch selbständig noch zwei mehr aus, an denen mich die Datenreduktionsästhetik so recht erfreut… (18th century writing?)moviepoodle_1050196scsh01 moviepoodle_1060259scsh03

Zur Beibehaltung der Übersicht über noch nicht verwendetes gutes Filmmaterial dienen sie ebenfalls – ich hab nach kaum drei Monaten Filmen schon ne anständige Sammlung beieinander..

moviepoodle_1040587scsh01moviepoodle_1040717scsh01pUnd als schnell hingehuddelte™ Ideen für die nächsten Filmexperimente wie hier zum Thema blue screen – ebenfalls gern!P1050211Was les ich da grad zwei Klicks weiter auf dem vom Wiki-Artikel verlinkten heise.de/newsticker/ – das geht mit App und KI nun schon in Echtzeit und beliebigem Hintergrund?! Se Hämmer!

Weiterer Fund: der von der Reportagefotografie zum Filmset gelangte Raymond Cauchetier * 1920!

PlusPlus: JPeG ist die Abkürzung für Joint Photographic Experts Group. Die trifft sich 3 mal jährlich irgendwo auf der Welt und berät, wie man mathematisch/programmatisch mit Bildern umgehen kann – im Original “has a long tradition in the creation of still image coding standards”. Auf der oben unter “Blockbildungen“verlinkten Seite fand ich zwei Klicks weiter das “JPG-verstehen-Lab“, wo man selber an den Reglern – auch eigens hochgeladener – JPGs herumdrehen = JPGs verstehen lernt. Großartić !!

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klassische Musik beim Schreiben heute  – à propos Impressionismus:

Frederick Delius: “In A Summer Garden”

Ottorino Respighi: “Fontane di Roma”   – zugucken!

und zum WiederKlar&Klassischwerden… Gabriel Fauré: Gavotte aus “Masque et Bergamasque”

 

 

 

 

The Making Of The Hula Hoop Clip – Teil 1 – die Analyse

Aldi machts vor, da, äh, müssen wir uns gar nix vormachen: von den 22 Sekunden, die der “Sommerspaß” Clip dauert, entfallen auf konkrete Werbung (Wasserrutsche, Swimming Pool, Bikini) gerade mal die hinteren elf Sekunden. In den 9 Sekunden davor schafft es die Aneinanderreihung von exakt zehn Schnitten, den Spaß- und Lustfaktor von Null auf Hundert hochzufahren.

Genau diese sensationelle Zündung  überschäumender Lebensfreude in nur neun Sekunden Filmangucken hat mich angesteckt, es mit dem Making-Of Bau des Hula Hoop Ri(n)gs  ebenfalls zu versuchen:

ein möglichst spaßschäumender Clip muß her.

Ihr werdet Euch fragen: “Hä? Making-Of Hula Hoop Rig?” Na -  zum weiteren Filmen brauch ich (habe ein Gefühl des Bedarfs) eine größere als Kuchen-Drehscheibe, in Bodenhöhe betreibbar, im ebenfalls low-budget-Bereich und hab da ne Idee: meine bescheidenen “Bauteile” dafür: zwei Kinder-Hula Hoop Ringe und 5 Säckl Murmeln. Also das: Zutaten:

moviepoodle_1050309_scsh_01Noch nicht zufrieden bin ich bei diesem ÜbClip mit der Sync Bild/Ton. Da muß ich noch etwas framegenau nachlesen.. Oder gar: ÜBEN??

Aber zuerst ein Blick aufs Vorbild und dessen Bauteile : Setting, Schnitt, Aktion, Musik/Sound (ich denke da an so was wie ne Videoantwort).

Setting: Luxurösester Sommer @ home: kiefernbeschatteter Rasen, viiiel Platz ums (Eigen)heim im gezähmten Kieferwäldchen, “biologische Grenze” zum Nachbarn (Hecke), Null Waschbetonplatten, null herumvagabundierender Gartenkrams oder -müll, ideales Setting für purer Wir-haben-Spaß-egal-was-die-anderen-denken: der runde Vati in Badehose und Stuntmanhelm und die drei Kinder am Ende der zur Kegelbahn umfunktionerten Wasserrutsche. Mutti? ist entfernt auch anbei – reglos wie eine Fünfziger Jahre Ikone mit “Journal” auf die linksbildrandige Liege drapiert.

Schnitt follows Aktion:

  1. Die ersten zwei Sekunden: Totale aus erhabener Blickrichtung. noch unsichtbarer Kegelbahn.
  2. dritte Sekunde Halbtotale: Papi frontal im Antritt. Man hat Zeit genug, sein Outfit in Augenschein zu nehmen: sein Gut-Beieinandersein, seine bespaßerhafte, gute Laune performende Gestikulierung beim Anlauf, seinen kinderbunt-ironischen Helm, die dazu farblich passende Boxershort, vielleicht noch die beiden weißen Indianer Kriegsbemalungsstreifen auf den Wangen in (wahrscheinlich) Sonnencreme. Passend zu den beiden Rallyestreifen des Helmes.
  3. Der Nachbar hinter der Hecke mit Heckenscherenspitze. Blick: erstaunt: was geht hier ab? Mit leicht hochgezogener Augenbraue. Kategorie: Spießer, der nur Ordnung schafft/Nerd, der sich immer nur akribisch um unwichtige/lebensferne Details kümmert (und draußen bleiben muß?)
  4. Anlaufbahn von seitlich, Papa von links nach rechts. Flachdachbungalow-Häuserfront. Requisiten: drei Gruppen Gartenstühle, Außenkamin, riesige Fensterfronten = Luxus pur.
  5. Detail: die wuselnden Beine von Papa – der hat Speed!
  6. von tiefliegender Froschperspektive halbschräg nach oben: der Sprung: hochaufgereckte Arme, aufgerissene Augen, Einer ruft sowas wie “Hopp!”. Dahinter: Kiefernsommerhimmel und der mächtige Schornstein des Hauses. Zeitlupe.
  7. Gegenschnitt: zwei Kinder mit aufgerissenen Augen und Mündern. vorne: Junge, dahinter Mädchen. Klar klassische Rollenverteilung.
  8. Dann endlich Auflösung: es geht um/auf die Wasserrutsche, rechts und links die nun drei Kinder mit  anfeuernd gerüttelten Armen. Und die Überraschungskegel am Ende aufgestellt, dreiviertel-kinderhoch.
  9. Wieder Papa frontal auf Augenhöhe = Froschperspektive, bäuchlings mit nach vorne gereckten Fäusten und zusammengebissenen Zähnen rutscht auf sein Ziel, die Kegel und die Kamera zu. Wichtige Action-fördernde Zutat: die fächerartigen Wasserspritzer von links und rechts. Links im Hintergrund eine stoisch völlig reglose Frauenfigur, total entspannt trotz dieser wahnsinnigen Aktion.
  10. Dann Blick von draußen über die 1/3-bildhohe Hecke. Man sieht: den hinteren Teil des Grundstücks mit der gegenüberliegende Hecke, Kiefernstämme, auch jenseits, Gartenaccessoires: Sonnenschime, Schlauch, Nachbargebäude, ebenfalls niedergeschossig in “angenehmer” Entfernung. Man hört: Wasserspritzen/rutschen, dann dieses typische Kegelkollisionsgeräusch, Kinderhurra. Erst dann erscheinen in harmonischsten Chaos die hochgeschleuderten Kegel kurz und fallen wieder ins Unsichtbare hinter die Hecke. Dann erst die Stimme aus dem Off: “Einfach Sommerspaß voraus” und leitet damit den “Katalog” mit ein, der die nächsten schmalen 13 Sekunden einnimmt.

Mithilfe meiner Cutter Software hab ich daraus diese Anschaulichkeit “tabelliert”:sommerspass-timetableMusik/Sound: a) Nonverbale Rufe – der Kampfschrei des anstürmenden Papas und die Jubel- und Spannungsschreie der Kinder gehen eine brisant-explosive Mischung mit b) draufgelegten rhytmischen Scatgesang in Männerstimme, Pausen(!) und handgemachten Rhytmus ein – kein einziges klassisches Musikinstrument kommt zum Einsatz. Thats schon all. Pravo! Einfachheit rules!

Nun gehts drum, Inspirationen für “Pendants” zu bekommen. Dazu “dürfen” noch Vorder- und Hintergründe, Sound, Beleuchtungs- und Kamera-Ideen.. Also los, Schlafhirn! (Footage dreh ich ja sowieso..)

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Musik beim Schreiben zum Antesten-der-Hula-Hoop-Idee-mit-BilderMood:

ABBA: “Ring Ring”

Playlist einmal anders: ich google “Hula”: Beautiful Hula/Polynesian Dancers

OK, ich google: “Marbles in Motion”: 9 Awesome Science Tricks Using Static Electricity!

Dann “Marbles in motion kids”: Educational Activities for Kids: Marble Run Challenge

Marbles in Stop Motion – auch ne Idee! Hey- wußt ichs: “Die Murmel im Auspack-Video!” Und als digitaler Bildschirmschoner..

Noch mehr (advanced) Stop Motion – “How To Make Marbles” – Kommentar zum Folgevideo “Magic Clay“:”The sound effects take the already brilliant animation to the next level“.. Aha-Effekt! Und noch eins: Die Murmel als Geräuschelieferant …und alles brauchbare Ideen!!

OK, nun ich als DJ zu Murmelfilmen: Motto: hervorragende klassische Musik macht (ausgerechnet) Selbstgebasteltes richtig grandios.

Marble Mountain, dazu hören wir die Overtüre zur Fledermaus.

Reverse Engineering mit 5832 magnetischen Kugeln – dazu gibts die 1ere Partita von Herrn Bach. blogstar-yblogstar-yblogstar-y

Postskript:

  1.  die Maus macht Muster in die Murmeln.
  2. Musik machen auch Taler, die in der Schüssel rollen

 

Endlich ne “richtige” Galerie! Und dann noch mit aha-Effekthascherei!

Liegt am generellen Aufräumen zur Zeit: der frisch geschlüpfte MoviePoodle braucht Requisiten – ich weiß, daß ich da irgendwo welche hab – ich baue eine 2. Galerie aus den “restlichen” Soodlepoodle-Startbildern. Die ansammeln sich nämlich seit 1999. Sowas hat doch ne eigene Seite verdient, oder?!

Und wenn man daran auch gleich noch testen kann, wie weit die Maschinen das Denken und Erkennen übernommen haben, umso cooler!

Beispiel: Google “erkennt” (heute, das muß man immer nachchecken, die sind ja sehr rührig auf diesem Gebiet) dieses Bild -no kidding- als“miles davis: the complete discography: seventy years”

Irgendwie beruhigend, oder?!

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Musik beim Staunen und Schreiben heute:

various artists: “The Story Of Jamaican Music (Tougher Than Tough)”, Island/Mango,  comp. 1993  - liegt an der Musik in diesem (grad galerieseits verlinkten) Video: Model Mother Tongue- How to Speak Patois with Jeneil Williams

M.I.A.: “Arular”, XL Interscope, 2005 - das liegt an diesem beim youtube Glotzen Durchkämmen dazwischengrätschenden Video. Guckt mal, da steht anfangs unten am Bildrand: “Professionel Drivers on closed roads. Do not attempt.” ;-) Wenn das mal keiner von den 1.236.563 Aufrufern vor lauter Fußballfieber übersieht…

Ali Campbell: “Big Love”, Fernscan Ltd, 1995