Hey Maler, streich uns doch mal das “Pink Paintha Theme”!

Was zieh ich nur an? war die Frage des Sonntages – ich hab doch gar nichts (mehr) zum Malen! Aber beim Näherkommen stimmte das so nicht (mehr), denn ganz kürzlich, um die letze Ecke Leben, hatte ich ein weißes Oberhemd aus der Arbeitswelt mit einem harpunenartigen Nahtauftrenner genannten Ding von seinem Oberkragen befreit, nur um dabei festzustellen, daß der Baumwollstoff zu marode zum Reparieren (also klassisch: Wenden) war. Es hatte quasi aufgegeben, offizielles Hemd sein zu wollen – doch wie so oft – serendipisch herangespült kam mir eben dadurch ein super passendes Hilfsmittel für heute zwischen die Finger. Und ohne Oberkragen, also kragenlos und somit asiatisch angehaucht xtrem stylish c in all seiner randlosen Schlichtigkeit. Perfekt für (sollte je) ein Performance Video! dachte ich mir beim Zuknöpfen (der ebenso zum Absprung bereit sitzenden Kandidaten).

Malen? Nun, irgendwie ist nach gefühlt fünf Jahren ohne Pinselstrich irgendwie grad wieder eine Zeit dazu. Anlaß de plus ist meine derzeitige Obsession mit dem Schürfen guter Laune ™ , 2023 sehr wohl eine Herausforderung, würde ich da sagen hören mich hinreißen verlautern zu lassen. (Anm. d. Red.: es waren acht Jahre Pause) Und hier meine selbstentwickelte Malvorlage*: Malen nach RGB Zahlen 😉

Es gibt ja mittlerweile immer mehr Leute, die an den falschen Stellen zuviel im Kino waren. Für die löst der Anblick eines classischen Clownes Bock auf Horror aus. Ein paar Leute wissen darüberhinaus, daß rosa in Vollzugsanstalten zur psychologischen Besänftigung Erfolge erzielt(e). Es ist der Farbton mit dem RGB Triplet #FF91AF, auch Schweinchenrosa Baker Miller Pink genannt. Mit genau diesen zwei verrufenen 😉 Zutaten versuche ich nun mein Glück.

Also tippe ✓ und bekomme das ✓: Material muß her. Pinsel: ✓ , Farben: ✓ und Leinwand: galore – da sind noch einige! Experimente der verunglückten Art im Depot. Dieses hier unten verleitete mich damals, wohl angesichts des sich ankündigenden Wechsels zu “Trocken”farbe = Pastellkreide und Buntstifte, eine Fuhre Bleistiftspitze aufzutragen. Na so pizzabelegermäßig. Heute, besser wissend, nach dem Entgräten der lose sitzenden Spitzerpartikel gings gleich ans klassische Übertragen der gewünschten Umrisse per Rastertechnique:

Wie Ihr seht eine dankbare Brachfläche.. Das dabei erneute Aufbrechen meiner Vorliebe für Vergängliches, nämlich die frischglänzende Farbe im heutigen Fall provozierte n.a.t.ü.r.l.i.c.h. den Griff zur Kamera und am Ende des Tages hatte ich exaktemeng 295 mal draufgedrückt. Aber hier erst mal die tiny Versuchsanordnung:

Immer mit etwas feste feste Wille zur Flow-Unterbrechung verbunden, dieses Bilderschießen während des Vorgangs, ABER irgendwann gewinnt dann die Faszination des Flüchtigen die Oberhand. Dann isses genau umgekehrt: mach ich noch mehr Fotos von diesem sexy faszinierenden Jetzt-Zustand oder mal ich weiter im Text?

769, 771, 782, 895, , 941, 984, (meine Kandidatenliste)

Demnächst mehr davon. Es soll ja auch noch ne dritte Farbe geben 😉 Außerdem finde ich bestimmt noch Worte zur erstaunlichen Entwicklung des Clowns vom Geschenkeschrankfüller zum LeinwandObjekt *

Musik dazu heute. Nach dem Malen aber erst. Beim Tippen jetzt. Für mein ((nur selten anspringendes synästhetisches)) Empfinden eher grüne Musik. Oder vielleicht liegts auch daran, daß dieses Grün (das des Pfeiles unten im Bild) zufällig die Komplementärfarbe zum obigen Artikel ist? Na dann erfindet mal schnell das komplementärästhetische Hören/Sehen…:

Swayzak: “Dirty Dancing”, !K7 Records, 2002

Kungs: “Layers”, Universal Music, 2016

Just Jack: “Overtones”, Mercury Records, 2007

Samuel Barber: “Violinkonzert op. 14”

Postmalerei (PM.: statt PS.:) hier mal der Im-Bild-Direktvergleich – ich zitiere die Rezeptur: It was originally created by mixing 1 US gallon (3.8 L) of pure white indoor latex paint with 1 US pint (0.47 L) of red trim semi-gloss outdoor paint. Wie zu sehen ist, bin ich glücklich einen! Tropfen 944 KobaltBlau davon abgewichen. Puuuh!

Musik zur selbstverdrehten Überschrift heute- ich übe mich in diesem ersten Fall ü.b.e.r.a.u.s. gerne im wiederholten-Posten-von:

Das weltbekannte Filmding im Kurbel-Dir-eins-Modus und
– gaanz frisch gefunden – = gibts auch wow als Partyknaller-Tanz-mir-den..-Version. Mein Tipp als DJ: regelt die Abspielgeschwindigkeit des Videos (am Drehhrad klicken und weiter) auf 1,25 hoch.

Ameisen Bär Pflege, die Spät Leerungs App oder White Out mit Ludwig Fun

Kurz vorm Wechsel nach V 23.0 hier ein paar aktuellste & unten mit dem china cymbal älteste Bilder: ich schwelge in Farbloosigkeit, Natürüblichkeit und persönlicher Wunder(samour)ei:

Die Überschrift besteht aus frisch zugeflogenen Begriffen: Produktinformationstext ja ja, Wortspleenereien beim fernmündlichen Organisieren von Geburtstagspost1wurfprojekten oder plainly beim Silvesterplanern – na, was für ne Art Party hättet Ihr “erlesen”, wenn der Wortspielpoodle oben tootal gleichklingend “Lewd Wig Fun” geschrieben hätte? (nonetheless geht es tatsächlich um Mister B.’s Freude, Mister GötterFunk N!) Dann:

bekomme ich seit 8 Wochen von wordpress ungefragt den neuen sogetannten Gutenberg- Editor “serviert” – daher mein Label “White Out”: falls was nicht korrekt verkabelt ist mit dem wp-SetUp, erbleicht der Bildschirm – na tolle Wurst, und für!der!hin! muß! man! doch diesen dauernd düsteren Nachrchrten mit Helle begegnen o.d.e.r.??? – ich also hab so meine Start Schwieirgkeiten damit. ¿Oder soll ich tippen: ich reagiere mit Umgehungs- und VergIssesTricks Recherche? – der Fund: es gibt tatsächlich den Befehl action=edit&classic-editor__forget – ¿eine slicke Vorrichtung auch für andere Lebensbereiche da draußen wohl?? 😉

____________________________________Musik für den JahresEndZipfel:

White O.U.T.: Black Sea Dahu: Guinevere (Cover) – kennt jemand den Namen dieses coolen Arpeggio-Vintage-Electronic-Instruments?? (fünf Minuten später) Gefunden! Das wundersame Suzuki OmniChord 100*!!

Add On I: Les Bruenettes: Penny Lane

Add On II: Khruangbin: ‘The Universe Smiles upon You’

und à propos Ludwig:…die ersten vier CDs von meiner B Box in Dauerschleife 😉

* Hier als Anhang/Fortbildung/Progression gleich ne Maschinenbau-Geschichtsstunde japanische Musikinstrumente der 80er…

Kunst o’r Kieselstein!

Daran denke ich angesichts des neusten Einrichterpoodle WerkStücks (rechts) und krame diese passenden & bislang unveröffentlichten beiden Mannheim-Hashtag-Bilder anno 2014 raus (links, mittig), denn
 
vergangnen Mittwoch gabs den 2. Schreinereinsatz mit Ellipse – den 1. genau 14 Tage nach der ersten “Einkreisung” Anfang Oktober:

Einrichterpoodle-goes-Holzwerkstatt

Das Ding – ein ausgesägtes Stück Buchenholzplatte, Abfall von einem Kücheneinbau – ist nach nochmals verfeinerter Lasso-Schnur-Zapfen-Ellipsen-MalVorlage ausgesägt und wird

nun mit DoppelHobel und Feile weiter, äh, befeilt. Ziel am Abend des besagten ersten Tages jenseits aller jäh – Oh Schreck – entdeckter Vesperbrett-Anmutung: ein explizit als solches erkennbares “Objekt” à la le grand poisson (Constantin Brâncuși 1876-1959), irgendwo also zwischen lower Geometrie, hoher Kunst und Strandkieselform 😉

Dieses zu erreichen gings nun nach weiteren fünf Wochen Pause dran erneut ans Werk. Aah – ich liiiiebe einfach diese Making-Of Fotografiererei:

. Um dieses skulpturale Ergebnis per Hand(!) möglichst exakt zu erreichen, tilgt man profimäßig randständig alle Anzeichen von Maschinenfertigung = langweiligen rechten Winkeln, was in diesem Fall heißt:  die frische Sägekante wird zurechtgefeilt, dann in umlaufenden Stufenprozessen 1. erst  in Dritteln angefast, dann zwischengefast zu 5 Teilen, dann gerundet 2., dann drei Finger breit schräg angehobelt 3., alle Übergänge anschließend feingeschliffen.

Warum dieser Aufwand mit dreimaliger Näherung? werdet Ihr Euch fragen. Nun: der dritte Schritt wurde erst nach Entdeckung des Vesperbrett-Ruchs notwendig, ich näherte mich an eine Vorstellung vom 3D-Ergebnis langsam an, die Ideallinie und -form immer im Blick da sichtbar als Bleistiftstrich(e).

Das Dolle dran ist an dieser eigentlich reinen Fleißarbeit, daß man seine Hände dazu bringt, diese Exakheit auszuüben, sie durch doing zu erreichen, ein Vorzug an Lebensqualität, den es so langsam mit dem Aussterben-durch-Maschinenersatz erwischt. (guckt Euch die Corning Museum of “hot shop” Glass-Videos nochmal an) Und dabei entstehen auch noch ansehnliche Bilder,  man muß nur ab und an innehalten-und-das-Motiv-erkennen.de 😉

Den oben verlinkten großen Fisch, der seit dreiundfünfzig(!) Jahren in der Mannheimer Kunsthalle steht und der mir beim Feilen und Hobeln wieder eingefallen ist, kann man gerne auch als Anlaß “nutzen”, um sich die WerkeWelt des Auslösers Herr Brancusi  anzusehen:

Wow: DAS ist mal ne fette  Werkstatt! In sowas tät ich mal extrem gerne Fotos machen! Damit das klappt (lacht nicht, ich meins ernst), genügt vielleicht ein mittellanger Anruf bei dem Herrn aus Biel/CH, der auf seiner Seite den wunderbaren Satz stehen hat

Hello, I’m an architectural visualiser,
specialised in producing quality renderings
& artistic images of the unbuilt.

Aber nein, der ist leider total ausgebucht, seufz…

Wow #2 – zurück zu Constantin: ich entdecke eine Ausstellung seiner Werke im New Yorker MOMA 1954 – drei Jahre vor seinem Tod. Und den sehr interessanten Satz (für den Medienkundeunterricht):

In 2018–19, MoMA collaborated with Google Arts & Culture Lab on a project using machine learning to identify artworks in installation photos. That project has concluded, and works are now being identified by MoMA staff.

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Musik dazu:

Talking Heads “Speaking In Tongues”, SIRE Records, 1983

Mendelssohn 4. Sinfonie A-Dur op. 90 “Italienische” (Paavo Järvi)

John Williams Filmmusik: “Hook” – The flight to Neverland (Frank Strobel)

various artists: London Is The Place For me – Calypso, Kwela, Highlife, Jazz – The Music Of Young Black London blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y

Super Vorteil beim Handhobeln und -Feilen (vs. Maschinenlärm): man kann dabei nicht nur Musik hören, sondern gar Mitgrooven. RhythmusCombo per WerkzeugKiste 😉

Vier Winde wehen

Das stellt’ ich mir vor, vor vor.. letzten Sonntag früh, wie ich den Qualm aus “meinem” Schlot nach hinten links abdriften seh, geschoben ergo durch nen leichten nordwest Wind – und der kommt recht selten vor in dieser süddeutschen Gegend. Daher die heutige Überschrift(en-Assoziation). Und dieser Wind lenkt die, äh, Abluft ins Licht des neuen Morgens – in eine extrem räumlich wirkende Konstellation:

Durch eine leider zehn Jahre zu späte Einladung zu einer Ausstellung als Fotograf les ich mal wieder meine das erklärenden Blogeinträge a) September 2012 (siehste!) “Man liest vom Ende der Fotografie” und b) November von 2014 “Guten Hashtag, Mannheim” . Und poste, davon genudged, hier mal ein in der linken unteren Ecke vorsätzlich &  deutlich schlampig gephotoshopptes Bild: in dieser nämlich waren die nachbarschaftlichen Hausdächer zu sehen, aus denen diese einzig übriggelassene schmucke Kugelantenne hochsteht. Durchs Himmel Dazu- & Architektur Wegstempeln ergibt sich nun  eine Bildkomposition, in der außer den wolkigen Wolken nur geometrische Grundfiguren sichtbar sind: Dreieck, Kreis und Quadrat, Strich und Punkt.

Ein ästhetischer Gewinn, finde ich und bin damit auf derselben “Spur” wie die beiden Modefotografen Merth & Marcus, die machen das seit je so. Post & Produktion yeah.

Doch weiter mit der vorsätzlichen Schlampigkeit: wie Ihr bei näherer Betrachtung erkennt, gibts da drinne zwei “Geisterbilder” des Antennenstabes, rechts und links vom Original. Die hab ich gelassen, weil genau solche “Spuren” der Bildbearbeitung wohl die künftigen Mittelpunkte des Interesses der Betrachtung sein werden.

Das überaus Dolle an dieser Art der Motivfindung  aus bloßer Emission ist, daß man, ganz anders als beim Malen oder Fotografieren, sich diese aus vorhandenem Footage-Filmmaterial aussucht. Und wie sagt Stevie Wonder (sagt man): “You can do it over and over again”. Ein extrem coole Übung in fotografischer Entscheidungspotenz  – wann drück ich ab, wann lohnt sich die Fixierung dieses flüchtig vorbeiziehenden Augenblicks und des erneuten Werksgenusses dieser wolkigen/meteorologischen Veränderung. Fotografieren mit Vor- und Zurückspulen der Gelegenheiten!

Beim Wolkenfilmen kommen pro Tag und günstigen Winden schnell zwei, drei Stunden Footage zusammen. Und dann, irgendwann in der Wiederbegehung des Werkes, einem jähen Impuls zur Aufrechtspiegelungsmontage (oben) folgend, kommt man gar (typisch!) auf die Idee des Monteurs ™ , daraus irgendwann ein wolkiges Poodlefell zusammenzuschneiden, dem geduldig wehenden Nordnordostwind  und meiner Sicht aus Luv sei dank. Oder besser: animieren: die Schnipsel so schneiden, daß es aussieht wie jemand, der aus ner Tube nen Pudel abdrückt.. hihi

Etwas jäher wirkt dann Gegenteiliges/-windiges:Dann ein Herbstanfang heuer wie er im B steht: steter mittlerer Wind, quer durchs Bildrechteck von rechts nach links, ein irgendwie strahlen-durchlässiges Wolkenfeld und allerklarste Septembersonne von dahinter im Gegenlicht: das sind die Zutaten für extrem dramatische Bilder – Schlachtenmalern zum “Vor”bild ( oder willkommenses Material für Bildfaker, Game-Entwickler ,  Postkartenschummler…). Jüngst erblicktes Beispiel: eine Visitenkarte mit einem solchen Himmel hinter der berühmtesten Piemontesischen Abtei… Glauben wir das? Also hoch genug liegen täte sie ja, ..mal die nächsten 300  Baujahre Ergebnisse runterscrollen…

Dazu ebenso beglückend: ein irgendwie konstantwindiger Vormittag, an dem man sich lediglich drum kümmern muß, genug Speicherplatz auf dem Kamerachip und ausreichend Akku bereit zu halten, Vorfreude frei haus!  Jetzt: Prospektmaler vortreten!

Bei soviel Wetterbetrachtungen ist man schnell richtig draußen & beim Thema Segeln. Aber: nicht nur glotzäugig und bierschlürfig im Halbliegen sich “powered by nature”-Zuschauersport reintun in den Pausen (i.e. SailGP),

sondern man ganz schön staunen & darüberhinaus anfangen, sich fürs Offensichtliche zu interessieren/heranzugoogeln: den nun langsam angesagten Windrosenbau @ home ↓*, schließlich befindet man sich im nautischen Bereich der Windrichtungsbestimmung und beginnt anschließend, hydrofoil   nachgucken, das bei diesen Schiffen auftriebig wie eine Flugzeugtragfläche funktioniert. Die Nase im Segelwind finde ich die Doldrums (mal wieder) plus passenden Spruch fürs Leben, auch dem der modernen Landratte:

„Gott behüte uns vor dem stillen Wasser, denn von dem wilden befreien wir uns selber.“

– Ein alter Seemannsspruch
https://de.wikipedia.org/wiki/Mallpassat

Bilder bei Windstille? Gerne: hab ich fürs aktuelle Menue ausgesucht hab:  der Schlot läßt lotrecht oblings ab, während die Wolken oben drüber  klassisch von West (rechts) nach Ost (links) ziehen (weiter oben also: nix Windstille) und dabei non plus ultra Lichtverhältnisse erzeugen. Hier mein erwählter Favorit: Chiaoscuro in einer Geisterfahrerrolle 😉

Bei so viel Anregung bleib ich natürlich dran: Malerei, Segelsport, Seefahrergeschichte, heute zum Beispiel die  der Südstrassen Amerikas: Ferdinand Magellan (rot) vs. Sir Francis Drake (dotter) plus Parallel-Entdeckung im Küchenlabor: frisch schmelzende Butter = Feuerland, Patagonien↑/Antarktis↓, blauer Pfannenboden =  ←Pazifik/Atlantik→…..alles durch den bloßen Blick aus meinem Fenster!! Und durch einen weiteren in Neil MacGregors “Shakespeares Restless World”..Englischunterricht en plus!

PS.: fehlt noch zur Vervollständigung (der Überschriftenverheißung): Ostwind. Aber presto:

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Musik beim windigen/flautigen Stempeln heute:

John Harle: “Sax Drive”, Argo, 1995

various artists: “The FEZ File – volume uno”, Schema Records, 2000

various artists: “Dancefloor Jazz- Summer In The City – Vol. six”,  Mojo Club / MOTOR, 1997

Schumann: Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1, Quartet Integra

Louis Théodore Gouvy: Caprice op. 59 Nr. 2  | Yaara Tal; Andreas Groethuysen

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*Pfeile direkt eintippen geht so: [alt] 25 = ↓…testet mal mit wechselnden Zahlen, wie die anderen Richtungen der Windrose gehen: →,←,↑

Damit das Finden meiner drei angekündigten Videos heute nicht 1 Sekunde dauert, such ich die alten Wegweiser-Icons aus dem Jahr 2018. Aber, da gibts noch gar keins für diese Kategorie!

Also schnell nachkreated:

..und zu meiner etwas merkwürdigen Art, das Wort game entwickler mit nem normal aufgenommenen Drohnenvideo zu verlinken: der Käptn steuert sein Ding  über der Sacra di San Michele genau so im ruckhaften Amateur style wie der Gamer(!) im neulich entdeckten free roaming – Videos zur Bewerbung des letzten Matrix Teils- siehe hier 😉

Die Einkreisung der Nachmittags Ellipse

Ne Ellipse iss ja – siehe letztes Posting –  n rhetorisch’ Fijuur. Da gehts um Weglassen. Heute aber gehts um Herkriegen, das Handgreifliche erlangen, la figure: https://de.wikipedia.org/wiki/Ellipse.

Anlaß dafür bereitet mal wieder mein Wohnungstetris, das ja auch immer in Richtung Schöner Wohnen geneigt fährt. Zur Zeit erstaunt mich regelmäßig das Immer-Schon-Vorhandensein genau derjenigen Bausteinchen, die nach knapp drei Jahren der Hin- und Her-“Bevorratung” am aktuellen Interessensmittelpunkt  plötzlich reinpassen und einen ungläubigen-vs.-Heureka-Augenblick auszulösen imstande darüber sind, daß man fürs Erkennen/Einfügen dieses Puzzleteils soo lange gebraucht hat – man hatte das doch  ALLES ständig vor Augen! So auch diesmal. Aber vielleicht verwechsle ich einfach nur krass Ursache und Wirkung, Huhn und Ei? Egal, um einen (vorläufig) festen Platz für meinen Chrom/Glas/4Horn-Stelltisch (da muss echt maln Name ‘für her) zu finden, fiel mir auf, daß mein Telefon genau dieses Gestell gebrauchen könnte und so der bis dato drei Jahre blockierte Sitzdrehhocker nun wieder frei käme: Da aber die Glasscheibe, die da eigentlich oben drauf gehört, viel zu groß für den heutigen Zweck und außerdems als FotoDrehScheibe sowieso fest verbaut ist,  geriet die Blickrichtung der darauffolgenden Rundschau auf ein..

[Bild vom gefundenen Holz]

..Stück Buchenplatte, dessen Form schon nah dran war am Verlang(t)en, und das ganz offensichtlich einem Spülbecken derselben Form weichen mußte. Dieser Tathergang ist ganz klar an dem handgebohrten Loch randständig da im linken Bild herzufolgern: nach dem Bohren desselben in die Arbeitsplatte kann darin die Stichsäge ansetzen.. Hab ich trotz Regenspuren für zu schade gefunden einfach stehenzulassen. Vor 2 Jahren schon. An einer “meiner” Strassenecken, gefühlt drei Tage vor Abfuhrtermin. Und jetzt (!) ist der ersehnte H-Moment gekommen:

Das will ich zu ner chiquen Ablage-goes-Ellipse sägen, feilen und veredeln!

Nun zur GedächtnisEllipse: wie man sowas mit einfachsten Mitteln malend konstruieren kann, ist zum Glück noch in meinem Faszinations-affinen Hirn vorhanden, denn Faszination setzt sich am leichtesten fest:

Man braucht zwei fixe Stifte im Tisch, um die man mit einem Lassoring herumfährt, gespannt durch den Malstift, der dabei die Ellipse malt:

Um die fürs Werkstück in Größe und Eleganz (Länge-Breite-Verhältnis) passende Ellipse zu ermitteln, improvisiere ich eine flexible Malmaschine, sprich eine (gefundene! doppel-smiley!) Lochplatte, mit deren Hilfe man Stift-Abstände, LassoSchlingenWeiten und somit Erstellungen diversester Ellipsenformen und -größen testen kann. Hier meine erste Versuchsanordnung kurz vorm Start:

Und was kriegt man damit hingellipst? Nun: erstaunlich Exaktes, Klares und gleichzeitig (durch die drunterliegenden Schlaglöcher) manuell Strahlendes:

Zur besseren Erkennbarkeit hab ich oben die Soodlepoodle-Typo direkt in die beiden Stifte “eingehängt”, eben da, wo auch das “Lasso” herumläuft bei der Erkreisung der Ellipse.

Wie Ihr auch sehen könnt, hat es immer beim Zeichnen ein wenig Strecke “gedauert”, bis die Schnur auf optimale Spannung war, die dann aber gewährleistet hat, daß sich die Schlinge während der Umkreisung nicht noch weiter ausdehnt und so zu einer offenen Spiralellipsenform führt. Aber mit etwas Übung… die gelbe E isses!

Nun hab ich mit diesem – doch, doch – amüsanten Experiment vier Zahlen gewonnen, die mathematisch zusammenhängen und mit deren Hilfe ich nun die Maschine so einstellen kann, daß die entstehende/angestrebte Ellipse genau die 49cm Länge hat, die das Holzstück hergibt. Ich sag nur das gefürchtete Wort “Dreisatzrechnung“.

[Fotos folgen! Nach dem nächsten Schreinereinsatz!]

Aber nicht nur Knipsen und Tippsen, genausowennichtmehr spannend am Schreiben und Fotos auswählen ist die Herausforderung, die Sachlage in möglichst wenigen “treffenden” Fotos und aufs Kürzeste gekappten Sätzen darzustellen – insofern man zu nem Foto “treffend” sagen kann wie zu ner Sprachnachricht. TT Tutorial Training. Herzilein!

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D.I.Y.- Musik heute, passend zum Thema “Basteln”:

 

Navigare con i pol a roidi

Heute gestalten wir ganz modern rückwärts gedacht: Klick! 1, 2, 3,  tiny Motorengeräusch…

Die Zukunft ist ungewiß denn Ladies & Gentlemen, we are floating in space. Aber was Neues, von alten Freunden überreicht, ist top. Also mach ich das mal Instagram und Polaroid nach und nutze diesen legendären Rechteckrahmen.. Wirkt doch genau so, oder: wie von alten Freunden überreicht. Tja. Absicht. Unzs: Vorsatz.

Markendingusage. Wie komm ich da rauf heute? Nun: der stets schwärende www-Dekorations- & Mitteilungswille meiner Werkstattverhältnisse, Herr Dokter! Die sollen doch fotogen r kommen. Und conversation starter sein. Und während ich mir also sonnmittäglich die gewaltige Originalpastösität der Arbeiten heimischer Künstler, sprich des Mannheimers Dietmar Brixy angucke  – so aus der echten Nähe, ruled @ home bei mir dieses zu unrecht als aseptisch verschrieene Hier-kommt-die-Mouse-Gestaltungsprinzip, denn: Werksmittelpunkt dieser Tage ist die rein rechnerische Überführung einer einst bildschirmgroßen Idee in ein leinwand”füllendes” 300 dpi-JPG. Dreihundert D.P.I.J.P.G. Na das Ihr oben im weißen Rahmen seht. In Kühlschranktürdimension. Aber jetzt erst mal zu fett Öl auf Leinwand:

Mein Bild soll auch auf Leinwand, aber halt auf mechanisch-technisch-vektorielle Weise. Freistellen per Pfadklicken wißt Ihr. Und auf ne Leinwand, deren textile Bestandteile wow aus dem Meer rückgefischtes Plastik sind. Ne Idee eines alten Bekannten. Ja ja, könnte man auch in Öl versuchen, doch ich habe eine biografisch bedingte Abneigung gegen permanenten Lösungsmittelgeruch. Plus kein Atelier, darin dieser vielleicht noch zu ertragen wäre..

Unten die nun als Polaroids gerahmten Seekarten meiner digitalen Klickerei plus grad “befahrenen” Ausschnitt. Das als Überschrift wäre dann doch sperrig. Sehr!! Speer!! Rig!!

Grund zur Annahme (in mein’m Blog): es wirkt in seinen Vergrößerungen..

  1. erstmal interessanter (leider, die Großversion ist aber abzuwarten)
  2. räumlich, nah, als wäre noch mehr zu entdecken. na Super: ich entdecke: Fehler..
  3. kartographisch, navigatorisch, seemännisch, le Lageplan der finnischen Seenplatte?
  4. botanisch, mir fällt dazu sofort Señor Philodendronblatt ein. Hihi: = “Baumfreund”.

Und à propos modernes digitales Konsumleben vs. antike Rhetorik:

Dem krasse Wer Bein Du str. IE kann (auch sprachlich natürlich) ja alles gebrauchen. Wurde das Teilen (“to share”) schon in den Anfangstagen der social mediae zum fest eingebürgerten (Urheberrechtsbruch-Verschleierungs-) Begriff, ja, zur perfekt rhetorischen Kurzdefinition in biblischen(!) Gewand per se gar, taucht nun im ta-dah! Tagesthema!  Sofortbild Kamera Sektor nun das “Nicht immer nur (Fotos) Nehmen – auch: Geben” auf. Geht supii auf Englisch, die recycelte Apostelgeschichte, leider nicht so slick auf deutsch.

Dieser ganze Krams läuft bei Quintillan (35 – 96 n. Chr.) und mir unter  ,erlaubte‘ Sprachfehler zum höheren Zweck des Ausdrucks.. “Höhere” Zwecke des Umsatzes, würde ich in all diesen modernen Fällen sagen – kein Blatt vor*n Mund!

Ebenso: Das ubiquitäre “Recycelt” hört sich immer gut an, also findet sich dieser Begriff auf immer mehr/fast allen Verbrauchs(!)gütern.. Aber nur, ich bitte, wenn das keine Ideen sind, die alten realen (Ideen)schrott zurücklassen. Oder Skandal gar: etwas “recycelt” nennen, das es im Original nie in dieser Energieverschwenderfülle, mit diesem mega Fußabdruck gegeben hat.

Und nun for something completely similar: außerschulische Rhetorik, selbst zusammengecopiedandpastet: Das kleine Lateinerlei hilft hier nicht weiter, ich sag nur greacum s’il vous plaît und die Kommas möchten, könnten und rutschten hin und her, um Deklamationshilfen zu sein:

Poème in P, la Roid

Naaa, von irgendwelchen außer dem Durchgestrichenen schon mal gehört? Antwort: Na: von allen, halt in Beispielen 😉 Eigen-Challenge: ein damit beispielhaft gestaltetes zweites, up-gecyceltes Gedicht. Chaka!

PS.:  Diese ganze Polaroidgeschichte ist auch interessant unter dem Blickwinkel der Erfolgsfalle. Success trap. Ohne deutsche Wikischwester. Wieder mal.

PPS.: Lest dazu als add on mal die Geschichte eines gewissen  Leonardo „Mantis” Servadio – dessen Initialen machen grad ein Comeback desselben Kalibers erkennbar.

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Musik zum antipastösi Klickgeräusch heute:

Moloko: “Do You Like My Tight Sweater?”,  ECHO, 1995 – immer noch blogstar-y   blogstar-y blogstar-y  blogstar-y

Motorcitysoul: “Back Up”, INFRACOM, 2007

various artists: “Ayia Napa – The Album mixed by Shanks & Bigfoot”, Ministry Of Sound, 2000

Ryuichi Sakamoto: “Heartbeat”, VIRGIN, 1991

Bridge: “The Sea”

Bilgoo Joe goes Kunstschauköder

Nachdem die stepping stones, die Stolperfallen für die erfolgreiche Bildergoogelei schon im ersten, sie vorstellenden Blogartikel Bilgoo Joe No. 1 kurz umrissen waren, folgt nun die erste Feinjustierung, also ein zweiter Teil. Falls diese bei einem solchen Unternehmen, daß doch von zu vielen unwägbaren, uneinsehbaren und unbeeinflussbaren Größen abhängt, überhaupt möglich ist. Ich gehe also, wie immer, intuitiv und mit Blick aufs bereits Erkannte vor.
Dieser zweite Teil, Ihr seht es schon an den abgebildeten “Ködern” – vielleicht gibt es irgendwann Algorithmen dazu, die müßten aber von Google gegengezeichnet sein, also erstmal in amtlicher Ferne –

dieser zweite Teil testet mit künstlerischer/gestalterischer Absicht erstellte Bilder:

pinxographisch erstellt, dann serendipisch als solches entdecktes “veganes” LP Cover  😉 eines siebziger Jahre Klassikers des Bombastrocks. Klicken Sie aufs Bild, meine Damen und Herren! Interessanterweise lieferten die ersten Suchergebnisse vor sechs Jahren ein völlig anderes Ergebnisfeld: old school Filmplakate, fast durchweg im selben Rot. Tja, die Zebras, Pandas und Kolibirs schlafen halt nicht.

 

Dann dieses aus dem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends stammende, zum b/w Foto runtergerechnete – in Farbe war es von unakzeptabler Chaotigkeit: Schatten der Kastanienblätter lösen das Bildmotiv fast vollständig auf, nur gerade Linien “überleben”:

Dabei ist die schnelle Auffindung ergiebiger Köder nicht möglich. Auch hier gibt es die leider ins Seichte, Beliebige führenden Suchergebnisse “genannt” (Ausrede!) fictional character, language, pattern, die auf massenhaft gefertigte Ergebnisse aus der Welt des Grafik-Designs zeigen.

Allein aus ästhetischen Gründen der Neugier ™ teste ich dieses liebgewonnen Zufallsbild unten, mindestens  ein halbes Dutzend Jahre vor dem Millenium aufgenommen, als plötzlich – soweit ich mich erinnere – die vorsichtig aufgestellten Pappröhren mitten in der Belichtungszeit von erinnert einer halben Sekunde – plötzlich fielen und dieses für mich immer noch mysteriöse (Geister)Bild ergaben:

Als Bilgoo Joe eingesetzt findet es eine sehr strange anmutende Sammlung von  – logo, voraussehbar- Zylinderbildern. Aber Röhren aller geheimnisvoller Art:  von splissigen Haarschäften in Rasterelektronenmikroskopoptik bis zu Aufnahmen von nachwachsenden Nanodrähten = Durchmesser bis zu einem zehntausendstel Millimeter(!) und,  von Mikro zu Makro: dem NASA  Solar Wind Composition Experiment, mondplatziert seit 1969.

Diese wissenschaftliche Ergebnisdichte liegt bestimmt am Korn und den ScanFusseln in meinem Bild!  😉

Weitere spannende Funde heute:

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Passende unentdeckte Musik dazu:

https://maryhalvorson.bandcamp.com/album/belladonna

Neu bei mir: Lichtfleckfotografie

Nein, nein, nicht Lichtfeld. Oder Lichtfleckmalerei. Was Verwandtes!

So ähnlich verwandt, wie man Punktualismus mißversteht, wenn man kein Biologe ist, sondern “nur” Mondrian, Matisse oder Van Gogh gut findet 😉

Es geht um die atmosphärrisch korrekte fotogrrafische Darrstellung des über alle Maßen angenehmen, luxuriösen klassischen Sommergefühls. Das droht ja dieses Jahr komplett in Vergessenheit zu geraten, zeichnet sich nur indirekt an den wieder erstaunlich hochschnellenden Flugreisezahlen dar. Aber muß auch direkt hier in der örtlichen Gegenwart zu bewerkeln sein. Zu bewerkstelligen.

Meine Version, meine Wahl dazu, mein Handwerkszeug sind wie je: Licht und Schatten.

Zu dieser Version heute brauchts nen heißen Sommertag und einen Kunstoffrolladen – nur der wirft die ersehnten Lichtpunktreihen. Lichtstrahlmatrix. Und ein paar flächenbildende Requisiten. Die dienen dazu, die Lichtreihen zu unterbrechen, auf andere Ebenenendimensionen umzulenken und so ein dreidimensionales Ergebnis erzeugen zu helfen.  Und MittelDichteFaserplatte als Motiv, Flächen- und Farbgrundierungsrequisite – warum nicht.

Und Sommer läßt sich am besten, treffendsten für mich mit dem flirrenden Schatten von: Blattwerk ins Bild übertragen, in einem viereckigen (Bild)Rahmen fühlbar werden. Da links eine acrylgemalte Version von 2014, hier unten die bestgelungenste von heute:

Das (tatsächlich vorhandene!) erforderliche Blattwerk in der heutigen Version dient dazu, die Regelmäßigkeit des gebeamten Musters zu unterbrechen, sprich zu variieren, interessanter, naturalistischer, abwechslungsreicher erscheinen zu lassen: mein personal Schattenwerfer namens Benjamin draußen am Balkon ist so gut, diese Aufgabe zu übernehmen. Wenn eine leichte Brise durch seine Frisur geht, wird das Ganze gar für den mOviepoodle interessant!

Die Initialzündung Lichtpunktfotografie schließlich erfolgte mit diesem Bild, das mich ans unlängst besuchte Orgelmuseum in Waldkirch bei Freiburg erinnerte. Und an diese beeindruckend riesigen stift-codierten Walzen: hier quasi die Illusion einer Abwicklung

Direkt nach dieser Entdeckung der Gedanke, da mal weiterzuschwelgen, Blätter, Flächen oder Möbel unterzuschieben, im Feld Papier zu schwenken und damit die auftreffenden Strahlen zu verzerren, zu Eigenbewegungsphantomen werden zu lassen.

Dann, beim Angucken der ersten Ergebnisse, setzt die hermeneutische Spirale ein sprich der Gedanke, daß man daran bei nächster Gelegenheit weiterdrehen kann, um Faszinierendes aufzudecken, das Ganze weiter zu entwickeln (also: Auszupacken). Da der Fußboden ähnlich pastellne Färbung wie mein ähem Holzlager aufweist am nächsten Tag diese “eckige” Serie: man knickt damit die Lichtreihen a) & nutzt b) die Lichtbeugung um die Kurven der Nachbargebäude zum farnigen Anspitzen der Fleckenstäbe – kudos an Barbara Kasten (*1936)!

Dann beim nächsten Wiedersehen am Bildschirm – ich nutze die “Diashow”, um mir die gemachten Bilder in losem Chaos wieder anzugucken – die Idee, das Ganze mal auf gekrümmte Flächen auftreffen zu lassen, denn Krümmung hamwer auch im Lager seit Oktober 2019 siehe le demi monde de ma rotunde. Die Ergebnisse sehen für mich interessanterweise im Thumbnail-/Kontakbogenformat besser als im einzelnen aus, also kommt hier das vorläufige state-of-the-inspirational-art- Tableau:

Das Himmelsblau stiehlt sich als Farbgeber auf den Fußboden – der ist eigentlich sandfarben und erzeugt in allen Bildern einen aparten warm-kühl Kontrast mit den gekrümmten  Flächen. Also lasse ich mal diesen Eindruck als entscheidenden letzten  und vertraue auf mein Schlafhirn 😉

Zusatzbemerkung – im Sinne von zusätzlich bemerkt, zusätzlich aufgefallen ist: angesichts des Laminatbodens, auf dem das fast alles stattfindet, erwacht & erzählt ein mir bekannter Schreinerinstinkt, daß die Holzzeichnung und Maßerung, das ebenfalls gemachte Taktile an diesem Laminat eine Rückswärtsbewegung von Fachwissen darstellt: sind doch, um das Ganze für den Käuferlaien holzähnlicher hinzukriegen, Sägespuren eingearbeitet. Sägespuren eines Gatters, wie im klassischen Sägewerk. Und Sägewerk seh ich aus der privilegierten Sicht des Laien, gar des Kindes, da ich noch in den Zeiten der  Nixie-Röhrenanzeige ab und an in welchen anwesend sein durfte – halt der Vorteil des Handwerkerhaushalts.

Und Sägespuren am Werkstück sind Sakrileg – da kannste jeden Schreiner bis 1990 fragen 😉

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Meine Musikauswahl zum Sommer 2020:

Kapitel a: tagsüber im Kühlen & Schatten, Rhabarber-Nektar, Pink Grapefruit und 3 dashes Tabasco im Tomatensaft

Kings of Convenience: “Quiet Is the New Loud”. Astralwerks, 2001

Kapitel b: abends, beats and moves & vodka lemon

Slav: Mix

Disclosure: “Settle”, PMR/Island 2013

MACH 3 Schwalbe!

Schwalben  draußen vor den Fenstern, also muß der Sommer da sein ♥.

Irgendwie total schnellegant, allein schon, wie fix man allein schon die Augen drehen muß zu ihrer Ansicht.. Und wie ich diese in Bogen schießenden Flitzer ins Bild krieg? Nun, kommt der  moviepoodle heute mal unsichtbar in Sicht & Gebrauch: die Szenerie sättigend lange  filmen a), b) anschließend in aller Ruhe die Vorbeiflugsekundenbruchteile finden, dann Einzelbilder aussc)hneiden gleich screenshotten, and)ers hat man keine Chance auf solche Fotos.

   “..überwintern südlich der Sahara”  las ich beim schnellen Klick auf Schwalbe und schnellen Blick auf den Second screen, na den zu meinem Wohnungsausblick quasi. Beim gedanklichen Nachziehen, wo da wohl die Route hin und zurück verläuft,  fällt mir ein animiertes Video ein, das die Zugbewegungen diverser Vögel über den Globus zeigt. Und Glück! Es ist noch online – nach all den paar Jahren! Wahnsinn, what mileage:

Dann, über das obige Video gefunden bzw. vorgeschlagen bekommen: natürlich: timelapse. Diesmal nicht animiert aus Daten der Daten-Logger der Flieger, sondern aus Tausend selbst-aufgenommenen Fotos pro Tag, und das einen ganzen Monat lang. So lange nämlich währte die ContainerSchiffahrt zwischen dem Roten Meer und der Ankunft in Hong Kong – ein echter Leckerbissen zwischen Farbrausch, Wetteratmo- und Naturstaunen und – das finde ich das besondere Plus: man kann anhand der stets im Bild sichtbaren Container simultan drüber meditieren, welcher %Satz solcher Fracht wohl auf diese Weise 100% in den EigenGebrauch herangelangt ist: Klamotten, Spielzeug, Autoteile, Batterien, Geschirr, Möbel,…

Dann, zur Verdreifachung und Erreichen des Namensziels (Kategorie Videotriptychon) noch ein Viereinhalbminüter, in dem sich akrobatischer Sport, Aufnahmetechnik und Fernreisezielporträt = Tourismuswerbung aufs Fotogenste mischen (mission? Mission!). Drehort: Cappadocia in der Türkei, mal wieder. Diesmal extrem rasant + virtuos aus der Sicht eines neuen Spielveränderers (Uaargh! eingedeutscht ächt gruslig!!) namens First Person View drone:

PS.: Na, was macht das alles so ungemein attraktiv? Wetter, Landschaft, Ballons?  Ich würde spontan sagen: die (Bild)Mischung! Und vielleicht gar die Abwesenheit von Logos auf den Fahrzeugen?? ;-))

Und à propos: Nö, ich war noch nie dort. Und: bleibt auch so !&  nicht mit mir !& Touristen sind sowieso immer die anderen 😉

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externe (=aus meinem Archiv) Musik dazu:

The Irresistible Force: “It’s Tomorrow Already”, Vital/Ninja Tune, 2002

Pantha du Prince: “Black Noise”, Rough Trade, 2010

Gramm: “Personal Record”, Source Records, 1999

Die Klaren sind die Dunklen, die Matten sind die Hellen

Ein unerwarteter Besuch vergangenen Montag in einem mir bis dahin völlig unbekannten Haushaltsauflösungsabverkaufsladen bringts: endlich ein vollständiges Glas Schach Set im Haus! Neues lecker Fotografierfutter! Erstaunlich dabei: siehe Überschrift… irgend ne Idee zu Analogien in der Zwischenmenschwelt? smiley

Nichtsdestotrotz das Motiv für uberhelle Sommersonnentage wie dieser eine: der runtere Rolladen wirft Punktreihenstrahlen, ich rutsche das Set in diesem Lichtstrahlfeld zurecht. Das Verfolgerspotprinzip mal umgedreht. Mehr noch an Challenge: ein Verfolgerspotfeld! Der Glastisch drunter: extra Effekt plus inclusive Hinweis aufs Making-Of Know-How!

Auch bei diesem wie beim letzten (=ersten) Mal Glasschachfotografieren bestimmt hier der doch flüchtige Sonnenstand die Beleuchtungsanordnung und -qualität: a) durch den quasi nicht mehr zu steigernden Kontrast isoliert sich das Schachfeld komplett von der Umgebung, das heißt: ich brauch weder aufräumen smiley II, Requisiten oder Farbkartons aussuchen noch digital groß nachbearbeiten.  Geht außer mit am Balkon angeflogenen Löwenzahn nur mit Glasversionen des !:!

Jetzt  fehlt “nur” noch das gelungene Bild davon, also los mit den Umrundungen und Annäherungen rauchig, eisig:

b) durch die übliche fotografische Eile in solchen Situationen – die Sonne hält ja nicht still (Joker-director of photography Lawrence Sher – muchos kudos!) und die vorgefundene/genutzte Lochbeleuchtung, die diesen Wander-Effekt-am-Motiv noch um Einiges an Schnelligkeit verstärkt, entdeckte ich c) erst beim Nachbearbeiten und (eigentlich unschuldig gestarteten digitalen) Zurechtrutschen diesen schrägen Effekt: Ratet mal, wie das denn nun geht:

Dieses irritierende Schräge könnte by the way ein Hinweis auf die Bedeutung der (eigentlich ganz wieanders gefundenen) Überschrift sein. Ganz ähnlich solcher weltläufiger Sätze wie

«Preise müssen ökologische Wahrheiten sagen. » Martin Lanzendorf, Mobilitätsforscher auf HR2 “der Tag” vom 20.07.2022

oder

«Bekämpfen Sie Kinderarbeit mit Ihrem Einkauf.» Einmal  gehört, nicht mehr vergessen.

oder

«Kurz nachdenken, das ist schon der halbe Faktencheck.» fluter.de/fakenews-erkennen-tipps

und eins noch

aus der -sprachigen (!) Schachwelt: «A special case of zugzwang is reciprocal zugzwang or mutual zugzwang, which is a position such that whoever is to move is in zugzwang.»  en.wikipedia.org/wiki/Zugzwang smiley III & IV

Yo! Zugzwang! [um, sagswäng?]

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Musik heute beim Tippen, ebenfalls aus besagten Haushaltsauflösungsabverkaufsladen:

Stan Getz: “Focus”, Verve Master Edition, 1962  Erstaunliche Bei-Info: My father (Eddie Sauter, Composer, Arrangeur des Albums, Anm. d. Red.) always did a lot of listening and would make his own score reductions. I would frequently find him poring over something by Bartók, Prokoviev, or Stravinsky, for example. It is most likely that he learned the idiosyncrasies of string writing from these sources. In fact, in I’m Late, I’m Late, you can hear echoes of the second movement from Bartók’s Music for Strings, Percussion, and Celesta.

Alan Parsons Project: “Tales Of Mystery And Imagination”, 20th Century Records, 1976 Erstaunliche Bei-Info: The prelude section of “The Fall of the House of Usher”, although uncredited, is taken verbatim from the opera fragment “La chute de la maison Usher” by Claude Debussy which was composed between 1908 and 1917

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for your interest..meine wachsende Schachspielfotosammlung gibts hier:

Düster wars, das Schach schien helle…

Schachnovelle vague

Schach dem langweiligen Licht!

Noch einige weitere Anregung und Wortschöpfungen extra  findet man auf dem mitunter doch sehr skurril erscheinenden wikipedia.org/wiki/Schachkomposition#Glossar. – Antikritische Züge, die Belegverführung, die Drohzuwachslenkung, wohl so manche Duellaufgabe, Farbwechselechos, das Flurmatt & der Lösungsknick, irreparable Drohungen und der famose Wenigsteiner..so’n Zeuchmit einem Wort: Kunstschach! Mitten aus dem Leben!

Nachtrag: welche Version bekommt als Titelbild (von wasauchimmer whatsöver smiley V) Euren Zuschlag? Die Star Wars WanderSchriftzug-Anmutung, die Wir-sind-unter-Euch-Version oder das klassisch (langweilige?) Überschrift oben, Text unten?