Von den zufälligen Blumen des Lebens

Heute: zurück von den zufälligen Blumen. Zum: Neuen. Serendipisch entdeckt vor fast genau zwei Jahren: die Methode Ich-werfe-der-Suchmaschine-mit-dem-großen-G-meine-“B(lumenb)ilder”-zum- Fraß-vor. Angesichts der gelieferten Ergebnisse startet dann die imperative Challenge des Tages: erstöbere unter den vielen “ähnlichen Ergebnissen” etwas Neues, Faszinierendes. Etwas, das Dir neue Türen aufstößt. Dich belebt, Dich aufweckt, vom gefühlten Leben im Murmeltierkäfich erlöst.

Also so ne Art Editor Aufgabe: erkenne ich an einem im Bildermeer schwimmenden Einzelnen, daß dahinter etwas Spannendes, gar: Großes steckt?

Also google ich und finde..

erst ein merkwürdig unterwasserartiges Bild auf gettyimages, darüber den Macher: den aha Glaskünstler Janusz Posziak. Ihn bei der Arbeit (nächster Schritt) zeigt das “etwa in der Mitte zwischen New York und den Niagarafällen” liegende Corning Museum Of Glass. Das bietet live action in ihrem Hot Shop:

Live glassmaking provides a unique context for understanding the Museum’s amazing collection.

Dann folgen im Bingemodus diese anderthalb-Stunden-Videos, in denen wo man den MeisterInnen beim Zaubern zugucken kann. Atemlos. Erst mal natürlich Janusz. Dann folgten Videos von Davide Salvadore und dem japanischen Glaskünstler Masahiro  Sasaki. Und den überaus überraschend-eleganten Abschluß bildet(e) dann gestern abend der “Bau” dieser wunderschönen schwarzweißen Kugelvasenkugel vom Team Mel Douglas.

Wahnsinn, was man mit diesem glühenden “Honig” so anstellen kann (nach zehn, zwanzig Jahren Übung ähem). Es bringt zu meinem Hirn/brings to mind meine im letzten Jahr mit dem Rechner “hergestellten” Veränderungen, von Streifen straight zu Strahlen:

  

Aus der Kohlenstoffwelt @ home dringt gleichzeitig grad folgende “zufällige Blume” von gesammelten Ratetmal* in den Mittelpunkt meines Interesses:Irgendwie, so denke ich, muß es doch möglich sein, mit visuellen Tricks wie dem Einfügen von menschlichen Figurenmaßstab oder Atmosphärischen, das wie die Außenfassade eines grandios exotischen Riesengebäudes/Pyramide à la Maraya Concert Hall aussehen zu lassen, das in der blauen Stunde seinen persönlichen Regenbogen wirft – soweit Gold dazu imstande ist 😉 Es gibt da nämlich ein sechs Jahre altes Acrylbild, das ich mir gernstens als Relief an einer Elfmeter mindestens langen konvexen(!) Außenmauer vorstelle:

Diese beiden zu einem Architekturgebilde zu molden wäre die nächste Reizung. Dazu gerne ein Backdrop genannter Hintergrund vom grandiosen Reuben Wu! *Unten noch ein zweit- und dritter Ratetipp zum gesammelten Ratetmal. Fotografiert, nachdem ich die Assoziation mit Maraya hatte und die gefundnen Bilder pestaunte:Und noch eins bei etwas kräftigeren Sonnenstand, wenn man das so nennen darf, das mich an diese unfaßbar zerklüftete Gegend Tsaratanana im Norden Madagaskars erinnert. Nein, auch da war ich noch nicht, aber es gibt ja das umweltschonende TeleStaunen 😉

Und dann als nächstes googlet mal bei schönem inneren Frühlingswetter das da:

Meine schnelle Wahl führt zum Eldorade der Dark+Abstract+Phone+Wallpapers

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Entdeckermusik heute:

Michael Kiwanuka: “Kiwanuka“, Polydor 2019

Sixty1strings

Ethereal 77: “Landscapes”, Basedaddy 1999

Plug: “Drum and Bass For Papa”, Blue Planet, 1996

Wayne Shorter: “Speak No Evil” Blue Note, 1966

Billie Eilish: When We All Fall Asleep, Where Do We Go? Darkroom, Interscope, 2019

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und hier noch ein paar erkennbare Blumen. Halle Luja. Handgemalt, Computergefärbt, 2015:

ein neues Soodlepoodle Startbildfeeling kam ebenfalls mit im Paket des kreativen Tages. Aber erst später halt:

It Was 505 y ago

Der deutsche Begriff für das englische delight schlägt sich nach als: Entzückung. Die hierzulande ganz schön aus der Mode gekommen ist – ich kenne niemanden, der “Ich bin entzückt” sagt. Oder gar ruft. “Holy wow” geht da leichter vom Finger zum Screen.

Wenn man als Bildgestalter (wie der famose ((Mode))fotograf Tim Walker) Den Garten der irdischen Entzückungenals Auftragsarbeit bekommt, ist das der Himmel auf Erden: völlig frei in der Gestaltung, mit grandiosen Team & diesem wahnsinnig zauberhaften Werk als Richtschnur!

Schaut Euch die 174 MB (!) des Original-Dings’ am besten erst mal auf Wiki an, geht dann nahtlos über zu diesem Making-Of Video. Dann googelt “Tim Walker” + “Bosch” und ich sag Euch: der Aben’ ist gerette 😉

Zuzärtliches delight ™ : besagte Surreal World of Set Designer Shona Heath:

Der Garten aus meinem Kopf

Irgendwie ahnte ich es schon: dieses digitale Bildermachen ist noch nicht abgeschlossen. Aus ein, zwei Grundformen diverse Variationen zu einem neuen Bild aufbauen. Nun gibts seit heute morgen das da ich würd mal sagen:

zwei dialogisierende Saurier, ein mittelalterlicher BlechHäher, ein olivbirkblattfahler Drachentänzer in Imponiererpose, die alle im weiteren BildLaufe/Zuge verkrauten, sich somit aus dem Reich der Wappentiere in den schwer unordentlich gehaltenen Garten schleichen. Und, stelle ich fest, trotzdem als zacken-blättrige Reinkarnation nicht von der Neigung zur Heraldik lassen wollen. Und der Anspielung auf Schmiedeeisenarbeit..OldSchoolität so weit das Auge reicht.

Dann der spontan unüberlegte Zauberspruch “Normalisiere!” und schwupp. Et voilá: extravagante Farbkombination:

Verschüttete KinakoMilch, Kakaolachen und Gartenabfälle.. Davon verschiedene Versionen übereinander geschoben beginnen, mithilfe der eingebauten, mitgelieferten Mathematik-im-Rechner zu kristallisieren, irisieren gar stellenweise und ich sinne vergeblich darüber, welche ComicSparte eine ähnliche Farbdramaturgie nutzt.. Irgendwas  uberbunt Asiatisches wie James Jean oder Jee Ook Choi klingt da an. Oder was Kalifornisches 😉

Abschließend gehts per Invertierung zum Eiskrautstrauchwuchern:

Aus dem sich dann, man ahnt es im oberen Bilddrittel schon, bald die Vögel aufschwingen, um…

zurück ins Reptilienhafte fliehend im dunkelverästelten Holz des Waldes zu veschwimmen. Oder war es der Dom eines Korallenriffs? Niemand wird es erfahren, denn schon krabbelt von unten der Abspann, eine noch unbekannte Wappentierart, auf und stellt sich bannergleich ins Zentrum..

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Musik beim Verkrauten-am-Sonntag:

The Irresistible Force: “It’s Tomorrow Already”, Ninja Tune, 2007 -耳が疲れません。

Ophelie Gaillard: “Carl Philipp Emanuel Bach Vol.2” , Harmonia Mundi 2015

Corinne Bailey Rae: “Corinne Bailey Rae”, EMI/Goodgroove, 2006

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PS.: “Gesucht: die Ration Sonntagsinspi!” Ich suchmaschine nach “colour+abstract+art+california” & finde listicles, irgendwann, unrelated gar:

 

 

 

Körpersprachen Add-On Spring/Summer 2021

Nicht erst seit den händeringenden Gesten- und Dämonenpostings vom vergangenen Herbst hab ich ein Faible für den Informationsgehalt, das Deutungspotential, die Spielbreite kurz: die Kommunikationswerte von Körpersprache. Sie ist universell, kommt überall vor und kann sehr zum unverstellten “Lesen” der Mitmenschen – und dadurch ermöglichten Vermeiden von Mißverständnissen – beitragen. Kein Wunder also, daß ich Euch heute noch sechzehn Tage Chance auf “Der Liebhaber – frei nach Marguerite Duras”- Ballett im Staatstheater Hannover online empfehlen mag, at the same time ein seltener Theaterbesuch, mit einem Klick nach hause geschlaucht, en passant zur Verfügung in dieser verrückten Zeit. Vielleicht könnt Ihr meine Faszination ja nachempfinden.

Choreograf Marco Goecke und das Ensemble “erfinden” für besagte Sprache neue “Wörter”/Vorgänge. Direkt von klassischen AlltagsGesten hin zu komplizierten Architekturen und Verschmelzungen mit Tanzfiguren, wobei das bislang ungesehene Staccato-plus-Tempo nicht nur bass beeindruckt, sondern mich zur Überschrift hin inspiriert hat: Da ist was Neues, jenseits des Tanzes. Das man gar als neues Vokabular für sich(!) in Betracht ziehen mag. Antipoden des Yoga quasi. Nur. so. ne. Idee!

..und: reizt mich, da noch ein paar Konstellationen zusätzlich zu bauen:

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Musik im Foyer in den Pausen (ok, gibts keine, stellt Euch halt vor: Ihr mit Hand an Sektkelch und Lachshäppenings-chen):

Wayne Shorter: “Speak No Evil”, Blue Note, 1964

Salaryman: “Salaryman”, City Slang, 1996

Queen: “Hot Space”, EMI, 1982

Träumen vom Fluss des Januar – per Film!

Die Challenge heute: der passende Text, die launige Anmoderation für dieses kleine Transferleistungsabenteuer (von 3 Clips zu 1 Gedicht). Ich machman Experiment heute und “verschiebe” das literarische Ergebnis auf die kommende Woche. Erstmal ein quick&dirty Prolog:

Kommt heute mit mir mit durch die drei “Tafeln” eines frisch gefundenen Videoabenteuers. Alle drei gibts erst seit der letzten Januarwoche, daher meine aus dem Portugiesischen geliehene Überschrift. Man benötigt zum Genuß des Videotriptychen im Gegensatz zum Klassiker, drei nebeneinanderliegende (Altar)Gemälde, einen genau vorgegebenen Zeitrahmen, heute knapp 56 Minuten. Es ersetzt also nur fast den sonntäglichen Fernse-habend 😉 .

Schaut in der Reihenfolge von oben nach unten, dann erhaltet Ihr das geplante Feeling ™ ! Ich ädde die mir charakterisierendsten Kommentare als kleinen poetischen Anhaltspunkt.

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Its done with a symphony of machine learning, automation and our amazing associates (11:08)

______________________________________________________________2
This is probably the most impressive Cnc project I’ve ever seen!! And I watch a lot (29:38)

______________________________________________________________3In this dystopian future, fashion shows have turned into short films and I’m here for it. (15:13)

Pfad follows function

Diese kleine Abwandlung des großen, modernen Gestalterthemas-unserer-Zeit-hierzulande-seit-Bauhaus fällt mir verläßlich immer ein, wenn ich über bestimmte Plätze der Stadt gehe oder radle. Da sieht man nämlich Denkmäler ‘für, die von den Anonymen Passanten “angelegt” wurden. Oder sagt man hier: angetrampelt? Oder feiner: DIY-bepfaded?

Heute aber feiere ich das WiederEintreten* des Bilderpfads in mein gestalterisches Leben. Hurra(y)! Wie ein neues Werkzeug, daß neben Aufblas-Genauigkeit vielmehr Elgenaz der Linien einführen hilft. Oder, anders gesagt: damit kann ich nun Kurvenschönheit üben!

Und los gehts mit einer alten Idee, der des formschönen Logos, oder der der harmonischen Schriftgestaltung. Ein eigentlich sakrosanktes Thema ausschließlich für wirkliche Profis, aber heutzutage darf ja jeder 😉 So kommt hier das neue/alte MoviepoodleDings**:

Ein Skulptur gewordener Fernseher goes Sprechblase, sehr angehaucht von den Siebzigern würde ich ädden, nicht nur im verwendeten Orange, auch in der Form, die passend tropfenförmig dem Riesenthema Blobject Tribut zollt. Man hat halt auch 2021 immer noch soo viel Orthogonales um sich rum den ganzen Tach!!

Grundlage für solch digital-grandioses Gestalterwerkzeug ist, wie fast immer, die Mathematik. Hier die Abteilung VektorRechnung. Die liefert die theoretische Grundlage für “mathematisch beschreibbare Zeichnungen oder Illustrationen“. Ihr Vater, der Mathematiker Hermann Graßmann (1809-1877), lebte fast zeitgleich mit, das muß man sich mal vorstellen: Richard Wagner (1813-1883)!

Zum “Verpfaden” nehme ich ein 2017 selbstentworfenes Alphabet,, dessen Einzelteile ich nun mit einem um die Pixelschwärze geklickten/gebogenen Pfad ersetze- hier zwei Phasen, an deren Vergrößerungen man die elegant geschwungenen Verbindungslinien zwischen den Punkten sehen kann:

 

Das fertige Ding brauch ich nun als Ersatz fürs youtube-Einbetten, hauptsächlich hier in der Abteilung Videotriptychon. Dazu gleiche ich farblich ans verlinkte Video an, siehe das nächste Posting!

  •   * zum Millenium erblickte ich den Pfad zum ersten Mal 😉
  • ** das gibts seit 13Jahren, als ich kreativ für einen Fernsehsender werden wollte.
  • Testläufe aus den ersten Tagen mit diesen mausgeklickten Buchstaben seht Ihr hier – den schota rocke bete Kuchen gibts immer noch:

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Musik beim Abrunden, Schwingen und Glätten heute:

Koschorreck: “Snapshot Music Box”, In & Out Records, 1997

Wendy & Lisa: “Fruit At the Bottom”, Virgin 1989

Scissor Sisters:”Ta-Dah!” Polydor UK, 2006 (cooles Logo b.t.w.)

Jamiroquai: “Synkronized”, Sony 1999

Thomas Dolby – Airhead vom 1988er Album “Aliens Ate My Buick

The Wolfgang Press: “Funky Little Demons“, 1992

Bedenken S Ihr’n Wortschatz!

The Wortschatz, da rum kann man immer feilen!

Bedenken Sie das!
Bezeugen Sie was!
Bewerten Sie das!
Verwerfen Sie was!
Belallen Sie das!
Beschallen Sie was!
Belatschert Sie das?
Bedächtigt Sie was?
Versohlt Sie wer?
Bejohlt Sie wer?
Beessigt und beölt Sie wer?
Dann knacken Sie dran!
Verbacken Sie dann
die Krumen und die Lackel, Mann!
Die neuen Dings
wer sie auch brings
hinein ins Buch
netter Besuch
von frischem Wind
im heim’schen Hirn
Die Zunge dann
radbrechend dran
auf neuen Touren
hoch!

Das Gelbe? Na, dazu!

Dieses ganze bittertrübe Schmuddelwetter der letzten Wochen hat unter anderem den einen logischen Effekt, daß man die Sonne plötzlich ganz groß findet und jeden ihrer Lichteffekte, den man gefühlt monatelang vermißt hat, plötzlich geradezu grandios gelaunt festhält, so als Kamerabetreiber 😉 Das unten ist mein Fang Februar `21:Schön ungewöhnliche Lichtbrechungen das, finde ich, übersehen erst, da versteckt, hinten rechts, in einer Kallax-Wabe (und das am hellen Nachmittag). Der Brecher: dünnwandiges Glas in Rundform, kurz: eine meiner Dekoröhren. Mir: Start in eine neue Experiment-Serie. Da das Ereignis selbst aber zu flüchtig ist – wenige Minuten, um schnell ein paar Fotos zu machen und scheint-morgen-um-diese-Zeit-die-Sonne-Fragezeichen – nehme ich das frisch Gefundene erstmal mit ins Digitallabor. Da drinne erfolgen dann zum Aufwärmen/-bereiten die Standardoperationen Spiegeln, Färben, Legen 😉Voilà: wie ein in ne (trübe) Ecke geführtes Stück Lichtblatt. OK, erster Schritt. Dieses nun entstandene flügelige Emblem erlaube ich mir nun als Bauteil zu sehen – kann man von Meister Turrell lernen – , gruppiere dieses emblematisch um sich selber rum und drücke dann ordentlich aufs Farbpedal, der greue Winter war schließliche lange genug:


Damit sind wir wieder recht nah dran an den aus dem Abstrakten heranreichenden, rein rechnergezeugten Bildern letzten Herbstes:

Oder am Siegerkranzmaschinenoutput des vergangenen Sommers:  

Weil, es gibt da nämlich einen Hunger nach Farbe der kräftigen Art weisstDu..

Aber erst, als das intuitiv reingemalte Komplementär-Ei dazukommt, sehe ich etwas Neues, das aufs Cover/Header/Menuetableau darf:

Das Ei als Symbol des Neuen, Künftigen, OK. Oder Ei, weil ich kurz an meiner noch eingekisteten Sammlung Ovo Pokalo vorbeigekommen bin beim Küchengeräte suchen. Aber vielleicht auch, weil Nahrung und Essen einfach sexy sind und ich koch- und backtechnisch den (fotografischen) Winter aufgebohrt habe:

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Musik, bevor die Sonne kam:

Prince: “Around The World In A Day”, Paisley Park/Warner 1985

Chris Rea: “Wired To the Moon”, Magnet 1984

Aurora – Full Performance (Live on KEXP)

..und Musik mit dem V.e. Gelbem: POLO & PAN – Coeur Croisé (official video)

SchwemmholzHemd! Cha! Cha! Cha! SchwemmholzHemd!

«Keine Geburtstagsparty dieses Jahr, aber ich bin am Telefon!»   «Und wo soll ich diese superpassende Hose herkriegen?»  «Laß uns keinen trinken gehen ! » «Schön wandern zu vierzehnt!» Das oder ähnlich werden wohl Meilensteinzitate der CoronaZeit werden. Abgesagt, gecancelt, verschoben. Was aber, wenn man Resilienz beweisen und den festen Willen, was Schönes zu schenken zur Beabsichtigung frei geben will? Die Lösung:

 Mach nen Gutschein. Aus vorhandenenSachen™ ..

Und überraschend soll es natürlich auch sein, nix Erwartbares. Und: ich muß es zuhause haben, lange Shopping Touren sind grad soo yesterday.. Warum also nicht etwas vom  vorhandenen (langweiligen) GeStapel so verändern, daß es auf den Überraschungsstapel rüberwandert?

Da gehts bei mir heute um ein Hemd, zum Geburtstag. Maskennähen war ebenfalls gestern, hat mich aber wieder an die Nähmaschine gebracht. Das kann/muß aufgebohrt werden°  Ein selbstgenähtes Hemd also, dessen Schnittmuster/Paßform allerdings noch auszubaldowern ist. Trotzdem ist morgen der nunmehr virtuelle Termin und da zählt die Geste. Die pünktliche Geste! Also erstmal: senkrecht ausgestreckten Zeigefinger an die Nase legen: signalisiert Überlegen. Erklärt Wiki. Der Wickie?

Ein neues Hemd soll es werden. Oberkragen, Unterkragen, Schulterpasse, Knopfleiste, Button-Down gar. Ein cooles Hemd, das man nirgends sonst sieht. Als Gutschein hab ich da natürlich keine coole-sonst-nirgends-Hemden-Postkarte bei der Hand und überlege nun, wie man diese RiesenVision auf ne kleine Karte kriegt.

1. Muster. Wir (das Geburtstagskind and i) sprachen schon über Trade Blanket Muster, wie sie in Easy Rider von Peter Fonda getragen werden. Da ist aber schwer ran zukommen, als dünner Hemdenstoff und ohne Jacquard-Maschine @ home, also muß ein Stellvertreterher. Ich suche also nach coolen Mustern in meiner Wohnung (neue olympische Disziplin 😉 ) Ui- eins hätte ich schnell griffbereit/in Sicht und das schon als gedruckte Postkarte – perfekt! DIE Schwemmholzskulptur made in Mannheim. Nur die “Hemdenintention” muß noch herausgearbeitet werden.

Why Not Alte Technik: Schablonieren und Farbsprühen. Das geht mit Wasser- oder Acrylfarbe und alten, daumenbetriebenen ZahnbürstenIros. Aus nem gefundenen Einkaufszettel ist schnell ein durch Falten symmetrisches Papier T Shirt geschnitten:

Tja, plöd nun: so ein Hemd würde ich auch tragen.. Wo aber nun diesen Stoff herkriegen,  ohne Jacquard-.. oder jemand wie Hiroshi Senju

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Musik beim Schwemmen, Sprühen, Holzen und Hemden:

Ariana Grande: “Sweetener”, Republic, 2018

und à propos Quarantini: Ultra-Lounge‘s “Cocktail Capers“- Musik PLUS Illustrationen-“Dia-Schau” des Space Age!

Neun und neunzig – wie Luftballon!

Heute: The Quantified Poodle

99 k Luftballons an Worten gibts auf diesem Blog. Das k, so wissen außer Wissenschaftler vor allem instagrammer, bedeutet 1000. Na wie das k in KiloGramm – auf diese Kilos sind ausnahmsweise alle scharf. Wie komm ich auf diese Zahl? Na, Nachzählen! (gemurmelt:) Zwei und zwanzig 10er-Posts-pro-BlogSeite mit im Schnitt 450 Worten. 450 mal ergo 220 Posts = 99k. (Laut, erstaunt:) Puuh! Anders, weniger großtuerisch sieht das “auseinandergerollt auf Ameisenaugenhöhe” aus, und wäre dann 9 Jahre mit 30 getippten (und schlußendlich stehengelassenen –proved- 😉 ) Worten täglich.

Statistisch gesehen kommt also jedes Wort des Gesamtdeutschen Wortschatzes einskommadreimal vor. Was hier natürlich nicht stimmt: es fehlen ganze Bereiche. Riesige Bereiche. Medizin, Wirtschaft, Raumfahrt, Gärtnern, Schminktipps, Fußball etc. Und so Klötze wie  “Rückenmark”, “Vergütungsverzicht”, “Erklärholz”, “Impfgipfel”, “Spülkraft”, “Eskapismus”, “460 Millionen Tonnen Niob” ebenso. Überraschenderweise aber auch Kurz-Klassisch-Elementares wie “Asche”, “Umstände” oder “solide” , “ungeschützt”. Oder  “Sippschaft”, “Lavieren”, ja es mangelt hier gar an literarischer(!) “Entschlossenheit”. Das, so meine deutlich ungeute Ahnung beim Tippen jener, wäre mir ne “Sprengung der Gattung” 😉 . Eben genannte Buchstabenkombinationen gibts hier (auf diesem Bildschirmausschnitt) erst ab heute, quasi als “Fehlanzeigenbeispiel”, Oops, da! scho’n wieder so’n Klotz!

Diese ganzen Bleiwüsten Wortströme – das ist mir Anlaß zum Schreiben heute – “helfen” seit fünf Jahren, meine Bilder für die hauseigene Galerie zusammenzustellen! Da ich immer neu gespannt darauf bin,

was mein automatischer Bildmischer so auswirft,

sobald ich immer weiter Bilder nachfülle/hochlade, andere Motive, mehr vernachlässigte Farben….teste ich heute mal angesichts dieser Masse an Filterworten, ob meistverwendete Worte ™ die langweiligsten oder spannendsten Bildermixe ergeben.

Ohne erstmal ergiebig zu recherchieren, welche heute, wähle ich intuitiv die kürzesten.. also Präpositionen. OK, nicht ganz intuitiv, ich hab etwas äh, probegeklickt. Ergebnis:  Nach und vor haben meine Guntst. Gunst. NachwievorNein, meine mannigfaltigen, gelassen stehengelassenen Vertipper kommen heut nicht ins Spiel, es geht um offiziell, für jeden erlangbare dudenige Werkstoffe 😉 Und auf natürlich. Und ab selbstredend.

Überdies interessant, wenn man ein “Deutsch als Fremdsprache“-Grammatik- Nachschlage-Werk at händ hat, dann kann man als Muttersprachler ungeläufige, das heißt ausschließlich intuitiv benutzte  Wortverwendungen (Filtereinstellungen) nachlesen wie “Präpositionen mit dem Akkusativ”, und dann an Beispielen konkret nachgucken, was man da grad grammatisch macht. Aha: kausal, temporal, modal.

Oder mein Ex-Nachbar (damals 4), der erfindet das Hybrid-Direktional-Adverb runten, wenns ums Verlassen des 3. Stockes zwecks Spielplatzbesuch geht. Ich werde es mal öfter verwenden, hier eintippend, um diesem Einzelfall speziell nachzugehen..

Zurück zur Selbstvermessung – ist die nicht etwas vermessen? Was, wenn rauskommt, was man alles hätte Schönes machen können statt nur auf Tortendiagramme zu starren. So lange Treppensteigen, bis einem die APP das zweite Stückchen Kuchen erlaubt… Oder, ebenso zeitaufwendig: eins selbst zu erstellen (hier ein ästhetisches Zwischenstadium™ ):

Immerhin bin ich durch diese Zählerei zu gewissen Aha-Erlebnissen gelangt, geb ich zu! Schon vorher bekannt: das Prinzip Werkstatt und Schaut-mal-ins-Internet-und-staunet dominieren, befruchten sich gegenseitig. Dann gefolgt von den Themen Fotografie, meine Malerei,  Film(chen)drehen und (Leben)Einrichten.

Ich wurde Aha an Themen wie den funky Hausrat erinnert, den ich groß aufbohren mag in Lockdowns to come. OK, just kidding. Ebenso die suchmaschinen-optimierte Lyrik, eine noch verspieltere und gleichzeitig (!) diszipliniertere Variante des Wortspielpoodles, da ist noch ne Menge Brachland-to-go.

Als doch sehr verstecktes artist-statement dürfen diese diy- dow jones Pfeile gelesen werden: welche Themen in der Zukunft wie beackert werden möchten. Worauf ich ordentlich Lust hab. Wie Ihr seht: mehr Funk, mehr Mode, mehr Lehrerhaftigkeit, mehr und Schöner Wohnen 😉

Und Malen steht an! Des öfteren betrachte ich die überfarbigen Werke der ersten PinXoGraphie-“Stunde” 2015-2019. Dann krieg ich t.o.t.a.l. Lust, da weiterzumachen!

Wow- googelt das Bild mal! Da kommen Stickarbeiten und Linoldrucke!! Und James Edwin McConnels Abenteuer-Illustrationen!

Epilog:

Was überaus informativ ist: alle Zahlen, Daten & Fakten hätte man auch selber (oder mit entsprechender Software) herausfinden und zur Torte aufbereiten können, außer natürlich die bis gerade unsichtbare Prognosen meiner Pläne. Die sind das einzig Neue dabei. Spielt einfach mal selbst Datenverarbeiter und/oder googelt «open source intelligence ».

Als besonderes Leckerli kommt die Überschrift heute direkt als original O-Ton, echtes Leben: So nämlich verdeutlichte der Mann hinterm Tresen den mißverstandenen Preis, den die vornestehende Oma für Fruchtgummis-der-Enkelin zu bezahlen hatte. Und ich dachte «Boah ey – mein pakistanischer Getränkehändler kennt klärt mit  Nena

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(Passende) Musik beim Sprachpartikeln und Ballon/sauf/pusten:

Talking Heads: “Speaking in Tongues”, SIRE, 1983

Nitin Sawhney: “Prophesy”, V2, 2001

Wolfgang A. Mozart: “Eine kleine Nachtmusik” Serenade für Streicher G-Dur, KV 525

Kinderzimmer Production: “Die hohe Kunst der tiefen Schläge”, EPIC, 1998

MC Solaar: “Qui seme le vent recolte le tempo”  – French Lesson! torero lexical 😉

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PS.: Nachtrag zum Thema Statistik: dieses WP-Post ging live nach 101 Revisionen – nun sind wir schon bei 112 – Feuerwehr! Mir fällt IMMER noch Besseres ein. Hinterher..

Außerdem ist das Bloggen und Schreiben meine aller höchst persönliche Individualwortschatzchallenge. Die Latte dafür lege ich forsch mal höchstmöglich