Stürmisch Frühling Malen

Nicht nur das Wetter, auch außergewöhnliche Stimmungs- oder Lebenslagen*  verursachen, wenn sie sich über eine diesen Namen verdienende Periode hinziehen, einen ebenso veränderten malerischen Ausdruck, drängen einen klassischerweise gar in diese Art der kreativen Beschäftigung/-wältigung. Ja, man kann muss solche Zustände gar dazu “nutzen”, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.

Ich fmT bin schon-soo-lange-und-daher-mitten-in einem sich endlos anfühlenden Strom der Bildgebung und überlasse es Euch, diese These oben durchzuwinken/abzunicken beim Blick raus aufs überkühlenordwindige Wetter. Und merkliche Veränderungen in den PinXoGraphien seit Juni  ’15, denen ich irgendwann den Sticker “Nuancismus” verpaßt habe, zu diagnostizieren. Hiermit nun die neusten Werke, entstanden alle nach Maienbeginn, alle ab Papierblatt # 725:

Achtung? Spoiler: «einfacher», «lakonischer», «kühner», «wilder», «ikonischer » wäre meine Selbstverortung als dottore di arte 😉

Was ebenfalls neu ist, Ihr aber hier nicht sehen könnt, da ich (aus ästhetischen Gründen) keine “nur” gemalten Blätter hier poste: ich hab angefangen, die Bildfläche plötzlich als Werk für sich im vom Papierschnitt vorgegebenen Rahmen zu sehen. Also was gemalt zu haben, das ich gar ta-dah! genau so einrahmen könnte. Das fertig gemalte Stück Papier als Bild. Back To The Malerei-Roots. Hat zirka 680 Anläufe und vier Jahre gebraucht. Oder wie heißt diese analoge Fotografenregel dazu: «die ersten zehntausend Fotos sind die schlimmsten»..

* es müssen nicht mal die eigenen sein..

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Musik beim Durchwinken/Abnicken heute:

Isabel Eichenlaub: “Weite”

In Deep Analysis | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

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L’ Allemagne deux points Nachtrag Fortsetzung nach allerliebstem Maiensonntag:

Musik dazu:
Empty Streets | Deep House Set | 2016 Mixed By Johnny M

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Stormy Monday/Tuesday Section:

 

dazu reichen wir Noisli mit Starkregeneinstellung und im Mix:

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

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(Wow –  da könnte man ja fast gar ne Wochenkarte draus machen 😉 )

Back To Models, Back To Set Design

Ich bin der prooved Meinung, man sollte öfter mal mehrere Dinge gleichzeitig tun, wenns um kreative Dinge geht. Denn dadurch befruchten die sich gegenseitig. Schlicht durch Hirnüberlappung. Nicht nur deshalb der scheinbar doppelte Titel heute.

Nachdem ich nun massig FotoMaterial zum Thema Fashion akkumuliert habe (und es nicht nur on rainy days immer weiter tue) wird nun, ich spüre es deutlich, die nächste sTufe fällig: die Meilensteine der Recherche, Teil II: das Schlüsse-ziehen und Auswerten. Einfachste und wichtigste Erkenntnis:

Ein episches Modefoto ist Teamarbeit.

a) Es gibt grandios vielseitige Models wie die frish gefundene Sophie Vlaming, oder (meine) Klassiker wie Alek Wek, Arizona Muse, Anais Mali oder Fei Fei Sun. Diese Vielseitigkeit muß allerdings zum Vorschein gebracht werden: von nämlich den

b) Stylisten, Make-Up und Set-Design, den

c) Fotografen und last-but-not-least: den

d) Auftraggebern. Katalog-Fotografie für Arbeitskleidung auf Ölbohrplattformen erstrebt dann doch eine recht andere Optik/Ausstrahlung verglichen mit dem US-amerikanischen Phänomen Sports illustrated.   Ah – 3 Tage daNachtrag: es gibt noch ein

e): Körpersprachler 😉

Erst wenn all diese Komponenten optimal zusammenwirken, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Denn, so einst ein Student! der Mannheimer Popakademie: «Ein gutes Foto ist Gold wert». Dazu versuche ich mich in einer kreativen Mehrfachrolle und stelle im heimischen Labor an den lokalisierten Möglichkeiten herum. Aufgabe/Challenge dieser Tage: meinen gläsernen Kopfhörerglaskopf mit diversem wenigen Drumrum interessant aussehen zu lassen:

Das passiert mit zwei unterschiedlichen Methoden:

  • Styling: Farbwahl und 3D-Gestaltung des Hintergrunds, die interne Kopf-Verkabelung und the Art of Mützentragewerk.
  • Fotografie: Beleuchtung, Aufnahmewinkel und Bildausschnitt. In der Post(produktion) die Schwärzung des linken Hintergrundes – der war vorher beige. Ein Griff, um das optische Gleichgewicht zu verscheiben, eine Klärung des Motives zu erreichen.

Was Ihr also oben seht, ist ein erster erster Versuch, es nach dem Angucken von einigen Zehntausend(!) Hi-Class Fashion Bildern mal selbst in dieser Kombination zu versuchen. Ganz klein im Labor. Drei Farbkartons und eine struppige Mütze dazu. Eine für mich sehr wirksame Methode der Ideenentwicklung ist, es in Schritten zu tun. Nachdem nun dieses Foto zur ersten Zufriedenheit als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung gelungen ist, schau ich es erstmal an wie frisch gelieferte Blumen, schön @ home am Lieblingsplatz in der Vase arrangiert.

Also ohne Eile, ohne Anspruch. Wie etwas völlig Unbekanntes.

Die Verbesserungsideen kommen dann wie von selbst: während ich sehr zufrieden bin mit a) der recht lebendigen, weiblichen! Ausstrahlung des Kopfes, der eigentlich eher die typisch wächsern austrahlende Schaufensterpuppenphysiognomie besitzt, b) der oberen (fotografierten!) Bildkante, die an der interessantesten Linie schneidet ( die, die der Fantasie, wie’s weitergeht außerhalb am meisten Wind bietet) und c) der Idee zur Schwarzfärbung des linken Bildviertels – sie mit dem soften Licht von links macht das Bild rund.

In der Nachbetrachtung jedoch könnte ich mir a) als V 2.0 zwei (gerne auch rosa) Dreiecke vorstellen, die, am unteren Bildteil angebracht, sowas wie eine blusenumkleidete Schulterpartie symbolisieren/suggerieren – dann verschwindet nämlich der störende Stulp am Hals dahinter. Die Standfläche gibt ja schon die Idee/Richtung vor.

Warum das nicht schnell mit dem Photoshop simulieren, ganz nach dem Motto: Es gibt da eine feine Linie 😉

Ebenso b) eine Testreihe zur Füllung des Kopfes. Vielleicht besorg ich mir dazu e.n.d.l.i.c.h. eine multiple LED Handlampe für Langzeitbelichtungen..na für so was Grandioses!

Das nächste Objekt Abteilung Struktur und räumliche Darstellung stand vorgestern vor der Tür: HOng KoNg PusChen!

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Musik zur fashion evaluation heute:

Betke – Paris-Beirut-Texas (So Inagawa Remix)

Deep Unterground Deep & Underground Sounds | Superordinate Dub Waves | Techno/Minimal/Deeptech | Mixed By Johnny M

The Cardigans: “Life”, Stockholm Records, 1995

Etienne De Crecy: “Tempovision”, Disques Solid, 2000

Melodie – Justa

PS.: taugt auch in Schwarzweiß, die Arbeit des rainy Vormittags:

 

Sternennebel zum Selbst(ein)bau

Obsessed with dem Bilder-Suchwort “Frühstückstisch” auf meiner Site seit einer Woche finde ich damit gerade ein sehr, ich sag mal fluides KrimiCoverMenuebild meines stillgelegten/abgeschlossenen reingretchen.de vom Dezember ’15 wieder. Das da:

Lade es in die Google Bildersuche hoch, bekomme den Vorschlag “Poster” und entdecke – abgesehen von jeder Menge recht beeindrockender anderer Inspirationen über ein Bild namens “Lost Boy” den Künstler Ash Thorp (hier ein interessantes Interview auf medium.com). Dann via greyscalegorilla.com und Neugierde, was sich seit 1988 mit dem KultManga AKIRA getan hat – ich war im Kino –  und einem  quicken Klick  aufs Rocketstock-feature den Nebula, das ebenfalls/wiederums fluides Download-Paket dieser erstaunlichen studiogemachten, selbstgeträufelten, eigenhändig pipettierten Space-Nebelsammlung:


Und so fließt sich der Kreis..

Unsere Soundtrack-Empfehlung: Hören Sie dazu ein sehr spacig-schwebendes Tangerine Dream Cover “Love On a Real Train” und staunen Sie über die coole Live-Optik elektronischer Musikerzeugung bumm.

 

 

Es gibt da eine feine Linie

..in jedem halbwegs räumlichen Foto. Das hab ich mit großem Erstaunen/Entzücken bemerkt letztes Jahr – bei der digitalen Bearbeitung von Fotos. Fotos von Drapierungen immer desselben = repetitiven Motivs meines Requisitenbergs:hallenkit_p1050050-bMit feiner Linie meine ich hier&heute die zu (er)findende Horizontlinie, die, füllt man die entstehende Fläche unterhalb mit “bodenähnlicher” Farbe/Struktur, aus dem Foto eine mitunter grandiose InterieurVision machen kann. Ideal also für Träume von Präsentationen wie zum Beispiel diese oder diese hey! brandneuen!! Heute hochgeladen!! ( youtube-Kommentar: “Chanel has the best runway music!!”)

Diese vielversprechende Gestaltungsmöglichkeit will ich heute mit neuen Bildern von ebenso neuen “Situationen” mal austesten. Also: Erst-Sondierungen. Mal-Tests. Hier unten schön in Reihenfolge des Ent-Stehens, tutorialmäßig wie im ersten Beitrag vor fast nem Jahr. Und à propos: ratet mal, was das eigentlich ist – das Originalfoto unverändert, nur um 180° gedreht:Erster Schritt: die Linie. Warum nicht mal schön geschwungen als Rotunde, mit Aussparungen für die “Hallensäulen”. Zusätzlich wird die im Foto schon vorhandene lotrechte “Kante” einfach zur Raumkante umgedeutet.Fläche füllen – voilà der Boden. Allerdings halt ein Scherenschnittboden wie eine sorgsam aufgeklebte Pappe. Google “erkennt” aber schon planmäßig: “Architektur”, wenn man ihrer Bildersuche diese Version hinwirft.Passend umfärben, dann den Tortenboden etwas nachdunkeln, hier fahrigly, ohne genaue Recherche, wie sich eigentlich echte Schatten bilden  . Trotzdem ein deutlicher Schritt in die reale Illusion™.Ein Impuls läßt mich den Lichteffekt an der “Wand” herunter auf den frisch verlegten Fußboden kopieren und wie ein Spiegelbild anbringen. Fehlende Stellen werden einfach hingewischt. Dann: die unteren Enden der Säulen werden etwas abgedunkelt, um den Effekt der Echtheit, des Gegründetseins  zu verstärken..Nun kommt der menschliche Maßstab hinzu. In Form der vier Model-Silhouetten, die ich schon für den ersten Beitrag erstellte/mausmalte. Erfreut ich sehe: das Prinzip funktioniert, bedarf aber weiterer detaillierter Verfeinerungen. Schattenrecherche. Lichtexperimente. Und gerne eines anderen Motivs. Das soll meine Beschäftigung und Fragestellung der nächsten Zeit sein: Welches homemade Foto taugt zum “Ausbau” als Catwalk?

Hier schon mal ein paar Kandidaten/ Schnellschüsse der vergangenen Wochen: 1.mal nochmal dasselbe Motiv in dramatisch (von ihm selbst) hingebogenen Licht:– Ladet dieses Foto mal in die Google Bildersuche hoch – da kriegt man zur “Vermutung:  Architektur” ein grandioses Angebot abgefahrener Architekturbilder!

Dann die ewige Faszination mit Transparenz und Reflektion:
Dann flächig vs. räumlich:
..und real looking, aber irgendwie schwebend – Highdelbeeren above.. the ice?

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Musik beim Bodenlegen heute:

Les Ritas Mitsouko: “Marc et Robert”, VIRGIN RECORDS, 1988

The Kronos Quartet plays Steve Reich: “Different Trains” siehe hier am Chanelbahnsteig !!

Musik zum Catwalk im Videolink oben

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie D-Dur KV 385”  Orchestra of the Academy of Santa Cecilia, Rome Sir Antonio Pappano. conductor

& mal wieder Léo Delibes: Walzer aus “Coppelia”. Mal wieder? Na, hier schon erstmals als Soundtrack zum VOGUE-Wortspielkurs Englisch…

PS.: Französisch Lektion, heute auf Englisch:

2000 Bilder + 1 Software Quirl = die Inspirations-Lotterie

Was mir immer mehr zum Faszinosum gerät beim steady Beschicken dieser Webseite mit immer noch mehr Bildern und Worten ist: der Output an Bildercocktails, der – auch für Euch! – per Werkschau-Bericht zu bedienen und bestaunen ist. Seit ich vor nun demnächst vier Jahren recht ahnungslos, dafür umso begeisterter die pinxographische Bilderschwemme gestartet hab, fasziniert mich die stets anschwellende Menge an Kombination von a) Fotos des Realen und b) Gemalten HalbAbstrakten und c) Diversen im Mix.

Suchmaschinenerzeugte Zusammenstellungen und Nachbarschaften, die man, so meine feste Überzeugung, eben nur mithilfe von Mischmaschinen hinbekommt ( und überhaupt: händisch kuratieren ist soo yesterday 😉 ).

Sind es doch genau diese Nachbarschaften, die mich besonders begeistern, suggerieren sie doch eine unbekannte (mentale) (thematische) Verbindung zwischen den Bildern, die bislang nicht sichtbar, nicht spürbar, deshalb nicht existent schien.

Und je mehr und je disparater die Bilderinhalte, desto weiterreichender die Inspiration, eine einfache Gleichung. Nicht zuletzt deshalb streue ich auch immer wieder down-to-earth-Blumen in die Melange 😉 Fünf Tage hat es diesmal gebraucht, bis die neusten in den Google-Index aufgenommen waren. Kennwort: Soodlepoodle Frühstückstisch. Nach einer Woche online der Wechsel zur Anfrage: site:soodlepoodle.net Frühstückstisch. Seht/fühlt den Unterschied!!

Wie Ihr sehen könnt, kommen hier Konstruktionsskizzen und Industriefotografie, Gemäldeausschnitte und nächtliche Bewegungsaufnahmen direkt nebeneinander zu stehen, kleine Deko-Miniaturen @ home, “Fotofußballcollagen” und waghalsige,

1.handgemalte, dann nachcompjuterte Farbmischungen. Eye Candy jeder Couleur.

Ebenfalls xtrem a-part finde ich die “zeitliche Mischung”: angejahrte Startbilder wie unten das Buddelschiff auf der Knopfsammlungs”werft” neben den neusten Schachbrettvariationen – von den SchwarzWeiß-vs- Kolor-Kontrasten ganz zu schweigen.

Zusätzlich funktioniert das Ganze wie eine Art digitales Tagebuch, daß von Algorithmen der wichtigsten Suchmaschine (nicht nur in Deutschland) mitgestaltet wird. Eine Art Mensch-Maschine-Zeitdokument. Man muß dazu natürlich screenshotten und archivieren.  Dann gewinnt man ebenfalls Erkenntnis.

Angesichts des steten Wechsels der Ergebnisse – heute bringt das Suchstichwort “Frühstückstisch” schon andere Bilderfolgen als gestern! – stellt sich die Frage nach Sinn des Rennens nach Ranking, oder?!

Ebenfalls kann man sich diese konveniente Zusammenstellungs-Automation mal in aller Ruhe zu Gemüte führen, um auf diese faulenzermäßige Tour zu nem repräsentativen “Menue” im Sinne des immer wieder mal gefragten “artist statements” zu kommen. Heute und hier wäre das da meine Wahl.

To be joyously continued!!

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Musik beim Schreiben und Aussuchen heute am grauen Freitag:

Locust: “Morning View” Apollo Records, 1997
Johnny M | 03:30 AM (Part 01) Deep & Atmospheric Underground Music

de tulp en de kunst (und am Frühstückstisch)

..so hieß mal ein Poster, das ich mitten im Amsterdamer Strassengewimmel entdeckt und natürlich sogleich fotografiert hab. Gelacht dabei über diesen über-augenscheinlichen Banal-Kontrast zwischen Natur und Menschenstreben. Plus aufgrund des Mißverständnisses, es handele sich um den Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung vor Ort…

Heute früh war mir dieser  immer noch im Gedächtnis steckende Slogan willkommen, um die grad (selten in meiner Wohnung) vorhandenen Schnittblumen im frischen Morgenlicht platziert  vor diversen meiner ebenfalls frisch zugelaufenen Chromokartons zu fotografieren. Die Sonne wanderte schnell, die Schatten dabei seehr apart. Und Farben! Farben al gusto.. Herausgekommen ist ein schmuckes Frühstücksdekogedeck. Natürlich auch für Euch!! Hier ein erstes Bild von gestern mittag zum Vorwärmen:

..am Abend gabs spontan ein paar wacklige Filmtakes à la »What a little  moonlight can do!« meets Max Ernsts “Petrified City”...

Aber dann:

Ich google das mal: Tulpen und Kunst: OUps, da gibts ja ein Video von!  Anlaß/aanleiding:

400 Jahre Tulp’o’manie, Baby!

..und morgen probiern wer mal Tulipen vor alten Blechen&Tapeten…

Nachtrag tags danach trag: is nix. Vor “gereifte” Hintergründe passen nur zebragefärbte “alte” Tulpen mit Tulpenmosaikvirus wie die Semper Augustus. Und die sollten im Zwielicht & schon an der Ecke zum Verblühen sein..

Nachtrag #2: Me: a new fan of… Tulipières!

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Meine weiteren musikalischen Empfehlungen zu Croissant & Ei & Sonnenschein:

The Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”

Little Village: “Little Village”

Frühlingsbaukasten!

Heute, knapp vor Ostern könnte es nun endlich so weit sein: der  Frühling ist da! Und ich will Euch die heurigen Magnolien™ nicht vorenthalten – diesmal in (Schlüpf-) Bewegung:

Alles neu macht der Moviepoodle: mithilfe der frischen FilmKameraTechnik, einer von weitem nach Tai Chi aussehenden, kaum spürbaren Körperbewegung in Hüften und Knien (um die mikroskopische Kamerabewegung hinzubekommen) und einer echt krassen Soundtracklüge™ dürft Ihr Euch, nur leicht von den Verwacklungen (es fehlt einfach ein gimbal dafür) gestört, ins Schwelgen stürzen.

Und wenns ein bißchen passende Musik dazu geben darf: Haydns Streichquartett in G Dur

Griffigkeit kennt kein Pardon

Solange ich für meine Handtaschen noch am (bislang nur ermutigenden) Recherchieren nach einem neuen Material bin, schubst mich ein winziger TestFotoTermin auf die nächste wichtige Frage: die nach der Taschenarchitektur. Und um nun für mein bereits seit Januar (!) wartendes Dummy aus Draht und Blisterfolie nen anständigen Foto-Look & nen amtlich aussehenden/ funktionierenden Griff hinzubekommen, ist Einiges an Überlegung fällig.

Dazu muß eine Hülle um die bislang nur gewickelte PlastikfolienKonstruktion das Ganze in eine vorstellbare Vision, eine digital verwendbare Oberflächenform bringen. Also mal wieder: Nähmaschine.

Der Plan: ich will ein Taschenähnliches, das man bei einem echten Fotoshooting in der Realität im Foto sehen kann. Um es hinterher digital mit den PinXoGraphien auszustatten, meiner Vision so das nächste “Futter” Richtung Verwirklichung zu geben. Diese Hülle ist deshalb notwendig, um die darauf fallende Lichtsituation aufs zugefügte Digitale übertragen zu können. Und so einen möglichst authentischen Eindruck hinzubekommen.

Wie Ihr oben sehen könnt, habe ich drei unterschiedlich gefärbte Bauteile benutzt. Weiß, Oliv und für außenrum einen schwarzen Streifen, alle per scheinbaren Zufall™ aus meinen Stoffrestenvorräten angespült. Was auf ersten Blick wie Flickschusterei wirkte, stellte sich beim Fotografieren und digtialen Tapezieren jedoch als ideale FarbKombination heraus, denn

je nach Hintergrund, Farbe des Kleides des Models kann die Tasche so herum gehalten werden, daß ich hinterher bei der Bildbearbeitung seine optimale Lage und Umriß immer fassen kann.

Sichtliche Unperfektion inbegriffen.

Das unsichtbare Perfekte ist die Verhinderung von künftigen Gestaltungsmöglichkeiten. Also konzentriere ich mich aufs dafür Notwendige. Nähe seit hundert Jahren Knopflöcher (davon mal lieber keine Abbildung..) …Knopflöcher in der Oberkante für die beiden Austritte des Henkels. Dann: drei mal Handnaht an der Unterseite, nachdem der Bezug über den dabei knarrend- und quietschenden Plastikbody gezwungen ward – autsch. Das Fehlen von Polsternadeln weht.. In mind dabei: die kleinen Beulen auf der Fläche und die Falten an den Kanten sind per Unschärfefilter am Rechner schnell geglättet und können zum Shooting bleiben 😉

Entdeckung dabei: diese eigentlich unerwünschte unregelmäßig knubblig-knotige Wölbung kann nun, später am Rechner, wie ein Arbeits- und Schattierungsmuster verarbeitet werden – ich kann damit also aussuchen, ob ich die Tasche eher flach oder bauchig-gewölbt aussehen lassen will – perfekt!!

An der Mittelnaht hier unten erkennbar: das war mal schon in Verwendung. Als Hosenbein.

In den Resten hab ich gar noch einen ersten Versuch eines  Paspeltascheneingriffs gefunden! Alles noch weit vorm Millenium genäht. Und nicht weggeworfen 😉

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Musik beim Schreiben heute:

Grupo Corpo tanzt zur Musik von José Miguel Wisnik – “Nazareth”

Edward Elgar: “Chanson de matin”

Grupo Corpo tanzt zur Säge Musik von Tom Zé e Zé Miguel Wisnik – “Parabelo”

Meditation glass

Wozu der Mannheimer Pfennigbasar der deutsch-amerikanischen Freundschaft #38 doch alles gut ist: diese vier eleganten Gläser fanden vergangene Woche den Weg direkt auf meinen frisch mit fettrunder Glasplatte aufgepimpten Moviepoodle Drehtisch. Jetzt könnt ihr den Effekt der Kartons in motion erleben. Ohne Tonspur – das Manko wird zum Plus – super geeignet, verschiedene Soundtracks dazu zu testen. Seit gestern abend staune ich über die “Kooperation” dieser Bilder – am besten als Endlosschleife schalten – mit der Thievery Cooperation– groovy! Cool! Edel (in den grauen Stellen)!

Und noch ein Standbild mit beiden Farben 😉