Handbag Poster Nr. 1

So was von Zeit für endlich ne Visitenkarte, die straight zu meiner Handtaschenseite führt! Soo viele Bilder im August, September, Oktober, .. geguckt und mal wieder in-Liebe-gefallen mit: dem Plakativen. Vielleicht als Ausgleich für die stets nuancierten PinXoGraphien? Maybe.

Also mit Lust ran ans Peck. Das heißt: fette Schrift im fetten (Farb)Kontrast zum (drunterliegenden) Bild. Leuchtreklamefaktor, biddee!!

Wie die Aufgeräumten unter Euch sicher sehen, oder besser: sofort sehen, ist die  Symmetrie unscharf –  im Anfangsstadium eines Designs gerne zugunsten der emotionalen Bildbalance, der Verteilung der Elemente, dem Überall-guck-und-fühle brrrr. Es geht erstmal rein um ne gute Idee mit diesen vier Zutaten:

  1. Schrift wie und wo,
  2. pinxographisches Hintergund-“Material”,
  3. Handtaschen-Umriß oder -Ausschnitt und:
  4. den Rahmen.

Gerne schneide ich wie hier die Elemente (den Griff, die Schrift, den Rahmen) an oder lasse Bildwiederholungen zu wie das gemalte “Borstenherz” in verschiedener Skalierung. Hat was Filmisches. Was von Bewegung. Was von RanZoomen. Und: Wiederholung brennt ein. Lesbar sollte trotzdem alles sein, wenn auch nicht allzu leicht – eine kleine Irritation, ein optischer Kniff, ein typografischer Nudelsalatsnack gehört für mich zu nem gelungenen Plakat.

Oft ergeben auch ausgeschnittene Ecken, die durchs Verschieben der Ebenen sichtbar werden wie verschobene “Passepartouts” wie hier zwar keine Lösung, dienen aber trotzdem zur Bereicherung der fühlbaren Möglichkeiten. Das viele Weiß und das Rosé erinnert mich zum Beispiel jetzt grad an dieses fantastische Marmor-Steinbruch + Baggerdirigat-Video.

Aah – da ist es ja noch!

Getrennt hier Handtasche und Schriftband. Was fällt auf? Es wird klarer. Und zur Erkennung einer Handtasche? Reicht das obere Drittel. Vor allem, wenn ihr Name auch noch direkt drüber steht.

Aber: zum Schluß ist es nun diese Version geworden:

Halt! Stimmt nicht! Diese Version hab ich zwar ab sofort dabei im Portemonnaie, sie war aber die Anfangsidee für dieses Posting 😉

Weiterhin gefunden beim “Plakat”link-oben-Durchlaufen: den fantastischen Poster-Designer Tom Eckersley (1914-1997). 1 Muß in meiner Sammlung!

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Musik beim anschließend-Drüberlesen heute:

Harrison BDP – “Decompression” heute 2.245.546 Aufrufe

Ladies And Gentlemen, We Are Floating In Space – A PinXoGraphic Tribute To John Berkey (1932-2008)

Genauso wie vor fast 16 Monaten, als mir angesichts eines ins fette Rot wechselnde pinxographischen Bildes jäh der Ausruf “Kakadoo 500!” entfuhr, wirkt nun, ganz nach Rezept&Plan, die PinXoGraphie, und katapultiert aus meinem Unterbewußten das Werk, die Sci-Fi Illustrationen und das Bild eines dieser typisch “klumpigen” Raumschiffes des US-amerikanischen Illustrators/Malers John Berkey herbei:
Mein Raumschiff ist dabei eher eine Mischung aus gekrümmter Shrimpsgestalt mit allerlei Dekoration, das sich mit einem faustähnlichen Kompaktfön der 70er Jahren mischt, aber naja: so verkettet mein Hirn eben.

Und schwelgt aufs Neu in diesen farbstrotzenden Bildern. Was mich bei den Werken des Herrn Bentley, der mit 28 übrigens von der NASA als Maler engagiert wurde, völlig fasziniert, ist diese Mischung von perfekter Darstellung “technischer Apparate” mit all ihrer  perspektivisch-mathematisch plausiblen StromlinienGestalt und diese malerische Grandezza, wenns um verqualmten, zerstobenden, undeutlich grollend-weltallenen Hintergrund geht. Gran-Di-Os!

Hier kommen noch weitere sieben zusammen, alle mit einem nicht ganz unermutigten space-factor.. Vielleicht haben sie die unterbewußte “Vorarbeit” geleistet, um nun bei diesem Post anzukommen. Wer weiß!

Ob hier unten space oder eher Unterwasserwelt – ich finde, das kann irgendwie beides!

Alles frisch gemalte/gemachte Bilder, keines älter als drei Wochen. Wie Ihr seht, tut sich da wieder was im Stil (das ich als Beteiligter schlecht beschreiben kann)!

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Musik beim Schreiben heute:

Unknown Artist – Untitled 02

direkt zeitlich passend zum Thema: der 2001-Walzer

Schubert: “Symphony No. 5 in B-flat major”, D. 485 (Mackerras)

Danke für den Titel! Spiritualized: “Ladies And Gentlemen We Are Floating In Space”, Dedicated, 1997 … und die wiederum habens aus “Sophies Welt” von Jostein Gaarder. Ihm also auch ein Dankeschön.  A even bigger one 😉

Alles neu macht der…Herbst

Hey! 1 neuer Start! Ich hab vorsätzlich mehrere Dutzend Updates verbummelt – love for old-school wordpress – und kämpfe nun mit einer neuen php-Version dieses Blogs. DIE Gelegenheit zur Revision, zum Wiedersehen mit alten Bekannten, die Spreu vom Weizen zu trennen und die alten Links zu checken! Bis es wieder alles beim Alten ist, gibts hier erste handverlesene Posts, angefangen mit dem neusten Dutzend…

Ventilator English – I’m A Fän!

Obwohl ich mich über meinen EnglischUnterricht auch Jahr(zehnt)e danach wirklich nicht beklagen kann – wir übten im Zuge gar live and DIY im LK ta-dah! süß-saure Küche – schlage ich dem globalsichtigen Oberschulamt wheresöver hier eine fff FunFaktorFergrößerung vor: lehrstoffaufnahmefördernde klassische Musik zum bewegt illustrierten Wortspiel – plus allerliebst blumenbouquetgarniert visualisierter Verdurchschüttelung. Ganz zu schweigen von dieser stellenweise wunderbar angenervten “Moderation” –

gorgeous, hilarious, Ms. Fanning! And a big shout out to.. Vogue!

youtube-memorial-elle-fanni

And, by the way: would you like to have some umlauts with it?

Winterfarben leicht gemacht

Vielleicht liegts an den vielen Antonio Lopez– Bildern und -Clips, die ich mir in den letzten Tagen angeguckt habe. Oder an seinem frühen prallfarbenen 70er-Style, der damit wieder ins Gedächtnis & wie gerufen kam. Grad eben jedenfalls schau ich aufs allerneuste PinXoGraphische des Tages – wir schreiben scannen mittlerweile Blatt #679 – und ich “bemerke jäh”, daß man mit nur einem handverlesenen Blatt ne ganze Collection mit Farben ausrüsten kann:

Die PinX-o-Graphy als MoodbOardmaschine quasi

mvp-scanp-181012-679-r2vr5Also, was sehe ich?

Erstmal wie immer die anregenden Farb-Kombinationen aus Warm und Kalt, sanft ineinander übergehend oder hart aneinanderstoßend. Das Zarte und das Kräftige beieinandergeschmiegt, Kontrast als Geschmackserzeuger und -verstärker. Und wie immer bei einem mir gelungen sich anfühlenden Bild: dieser neu schmeckende FarbMix!

Wenn ich da ins Detail gehen mag zu Taschen, Jacken, Mäntel, Handschuhen, Mützen:mvp-scanp-181012-679-moodSeht mir bitte die etwas ungelenken Farbbeschreibungen nach – mauve, karmesin, phtalogrün und “die  Gemse” = chamois et. al wollen a) erkannt und b) farbsicher benannt werden – da bin ich noch am Üben. Aber nun – was seht Ihr?? Ganz oben ohne Markierung – mit eigener “Einkreisung”? Oder gibts vielleicht eher Inspiration bei/in diesen beiden weiteren Blättern?

mvp-scanp-180829-667d-r2vn9 mvp-scanp-181004-677e-r2v8Nochn Nachtrag wegen der Farbigkeit 😉

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Musik beim MoodbOarden heute:

Ian Pooley:”TheTimes”, Force Inc Music Works, 1996

Catwalk in Scotland, Loopsteeg in Paris

Solange es noch goldenes Oktoberwetter gibt draußen – und hoffentlich drinnen auch – kann man helflings sich heute schon mit den doch irgendwann anrückenden (November)Tagen in grau vor-versöhnen. Ohne Unterbrechung des frohen Mutes also staunt mit mir über dieses a) fantastische SchlechtwetterModeVideo, diese otherworldly b) mysteriösen Bewegungsstudien ebensolcher Wesen und -Maschinen und ner c) Vorfreude auf eine fette 70er-Retrofarbigkeit – hoffentlich bald hierzulande im Kino!

Models-auf-Catwalks-Gucken ist mir eine gleichbleibend enttäuschende Angelegenheit: nach spätestens fünf Minuten treten Ermüdungserscheinungen auf: nicht nur der fortfließende Strom der Kleider und das défilé ist einfach nicht mein Ding – ich steh VIEL  mehr auf fashion photography und auf choreographierte/editierte Clips – Catwalkbilder höchstens als Umrißlieferanten, wenn mir mal ein Interieur “rausrutscht” smiley-blushhallenkit_p1050050-e, das in einen menschlichen Maßstab gesetzt werden will zur Veranschaulichung der imaginierten Dimensionen. Und übrigens: diese überwiegend überernst-angestrengten Gesichter der Models gehören eigentlich verboten, so sie ein Zeichen der Hektik/Seriousness des Businesses sei sollten.

Dennoch haben es zwei davon in meinen Inspirations-Olymp geschafft. Aus verschiedenen Gründen, wie Ihr gleich sehen könnt:

Rauhe Witterungsbedingungen wie Kälte, leichter Schneefall, Windböigkeit, Feuerfunkengestöber, Models mit Atemfahnen und ringsumme Dunkelheit sind wunderbar umgesetzt und eingebaut(!) in der vor sechs Jahren veranstalteteten Chanel-FashionShow im Innenhof des schottischen Linlithgow Palace. Maria Stuart was born there  steht auf der dazugehörigen Wikiseite. Und, ebenfalls augenschmausig: die fantastische Collection paßt in ihrer gedeckten Farbigkeit perfekt ins Ambiente, während der Soundtrack nach irreführenden Intro-Tschingderassa sogleich in aberwitzigen Minimaltechno mündet, der mit nur einem einzigen versöhnlichen Flötensample auskommt – perfekte Antagonisten zur ans Übertraditionelle angelehnten Mode, die dadurch den Genuß und die Sensation des Neuen erhöhen! Ich frage mich, ob die Gäste vorort denselben Soundtrack “abbekamen”…Aber nun lo and behold:

Paris-Édimbourg Métiers d'Art 2012/13 CHANEL show

Paris-Édimbourg Métiers d’Art 2012/13 CHANEL show

Dann – dem neusten I.v.H.-Newsletter sei dank – kann ich euch diese Augenweide von futuristischer Modenschau mit Beleuchtungskörperchoreografie (!) weiterleiten:

Iris van Herpen ~ Syntopia

Iris van Herpen ~ Syntopia

äh, den “Loopsteeg” hab ich für die Überschrift erfunden. Hört sich doch ziemlich holländisch an, oder? Und er befindet sich direkt in.. Paris oh làlà!

..und damit wir auf drei Videos (Kategorie Videotriptychon) kommen, hier noch ein dritter Flavour: den Trailor zum frischen Film über den (Mode)Illustratoren Antonio Lopez (1943-1987):

 

IDFA 2017 | Trailer | Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

IDFA 2017 | Trailer | Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

Dazu 2 coole flag-en Artikel auf nytimes.com und der VOGUE.com. Die Iiefert, da aktueller als der New York Times-Artikel, ebenfalls Infos zu Film und interessanteres Weiteres zur Person. Mehr Werke von ihm gibts beim Klick auf dieses Google-Bildersuch-. Hey! Und noch ein flag-en showstudio-Interview mit Pat, eins seiner frühen “Geschöpfe”..

Zu diesen wunderbar anregenden Ungereimtheiten gibts ein distorted Selbstporträt anno ’85. Da fand sich in meinem Kleiderschrank ein wunderbar anthrazithfarbener kragenloserTrachtenjanker mit silbernen MünzKnöpfen, dazu selbstgesteppte orange Sackleinenhosen nach einem altem KnickerbockerRezept und… Bügeleisenschuhe. Tja, damals.. die stylischen Achtziger… wo kriegt man sowas heute, F/W 2018/19 noch her??

Immerhin: die Brille hab ich noch!

modepoodle-1987-minox_150

 

So. Und jetzt geh ich (wieder) Nähen üben. Am besten was super Einfaches, das ziert, fotogen rüberkommt, ich weder stecken noch heften, nur geradeaus steppen muß. Hey! Biesen!p1080824Und beim Nachschlagen wieder was gelernt: man kann damit Kinderkleidung längbar machen: Tucks are also used to shorten a finished garment, especially a child’s garment, so that it may be lengthened (“let down”) as the child grows by removing the stitching holding the tuck in place.

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Musik beim Steppen heute:

various artists: “AYIA NAPA – The Album“, Ministry Of Sound, 2000

Roisin Murphy: “Overpowered”, EMI, 2007

3D Sudoku? Gehirn-Jogging? MöbelbauThrill!

Eleganz ist ein universelles Phänomen der Anmut und Schönheit und beschränkt sich keineswegs auf Kleidung, Wohngeschmack, Accessoires, Automobile oder (Körper)sprache. Es gibt eleganten Code beim Programmieren, der durch seine schlicht geniale griffig-lakonische Übersichtlichkeit die zu bearbeitende Aufgabe in der minimalsten Form “beschreibt” und händelt, ebenso aber gibt es eine Konstrukteurs-Eleganz, die ich mit meiner Schwäche für Durchdachtes-im-Haushalt™ immer gerne wieder als lockende Herausforderung sehe und mich stets freue, ohne Zeitdruck an einem möblierten Soll herumzuhirnen und -konstruieren.

Durch den mit dem MoviePoodle “mitgelieferten” Teilaspekt der Filmerei, dem Requisitenbau, bin ich gerade an diesem Ding dran: p1080636Das sind zwei (von fünf) selbstgezimmerte Rahmenprofile einer BarKonstruktion, die, um 90° gekippt, nun fahrbar auf einem Retro-Büro-Rolltisch aufgestellt sind. Thrill #1: die Veranschaulichung fixieren per einfachster Anbringung einer (oder zweier) Schraubzwinge(n), so daß ich das Ding schon real vor Augen habe und hin-und- herdrehen kann. Um dann – Thrill #2 – daran herumzuhirnen, wie die angestrebte fertige Konstruktion haltbar, einfach und zerlegbar plus möglichst geringem Materialaufwand verwirklicht werden könnte.

Grund für diese Konstruktion sind die 7°, die die entstehende Oberkante/fläche gegen den Fußboden geneigt ist – die “unrechtwinklige Stellen” seht Ihr ob der Geringfügigkeit des Winkels und der perspektivischen Verzeichung nicht (ich habe aber in der unteren Zeichung eine von drei eingefügt). Dadurch gelingt ein millimeterweise in der Höhe justierbares keilartiges “Podest” für die filmisch aufzunehmenden Handtaschenmodels. Einfach durch Vor- oder Zurückfahren der ganzen Konstruktion. Rollbare, mit einer Handbewegung gelingende Eleganz, so mein Plan.

Konstruieren beginnt ja im Hirn: man versucht, die Challenge in möglichst einfache=anschauliche Teile zu zerlegen oder diese gedanklich faßbar darzustellen. Während das bei mir fast immer ohne Zeichnung vonstatten geht – ich hab ja das provisorische 1:1 Modell schon vor Augen und in Händen, mach ich Euch diesmal ein kleines Tutrorial draus. Um meine Gedankengänge = Thrill nachvollziehbar zu machen.

Also: Konstruktionszeichnung, um die Gegenbenheiten/Aufgabenstellung damit herauszuarbeiten. Ich greife zur Schraffur, um mit diesen 45° Linien die Räumlichkeiten darzustellen. Dazu ein schneller Schraffurbau-Stunt per Photoshop:

  1. Rechteck aus vier gestapelten Quadraten anweisen, das obere davon weiß füllen.
  2. dieses Ganze als Muster zum Kacheln definieren. Bescheidene Maße:  5 x 20 Pixel
  3. die Bildfläche über dem Originalfoto damit querstreifen
  4. das Ganze per Zahleneingabe in die exakte Schräge drehen:

p1080636-qNun fährt man die Umrisse und Kanten der Hölzer mit dem Rechteck-Lasso nach, um aus den entstehenden polygonalen Umrissen Ausschneideformen zu erhalten. Durch die 1:4 Aufteilung des Schraffurmusters ist nun möglich, für die zu betonenden senkrechten und waagrechten Flächen eine zweite Lage “zwischenzuschieben”, um per entstehender Schraffurverdichtung einen räumlichen Effekt zu erhalten:p1080636-schraffurSo kann man mit  nicht übermäßig viel Geklicke die zu verbindenden Rahmenzwillinge als technische-Zeichnung-Lookalike direkt aus dem Foto drunter visualisieren – ich “zitiere” meinen nen super Verlauf zaubernden PC-Bildschirm:

p1080715-screenverlaufDie beiden IKEA-Regalbretter, die Ihr im Foto ganz oben zusätzlich seht, haben die idealen Maße, müssen nur noch per Säge in einen formschlüssigen Zusammenhang/-halt mit den Rahmen und untereinander gebracht werden. Sie erzeugen dann den idealen Abstandshalter, der alles zusammenhält und – das will ich ausprobieren – per Gewindestange lösbar verbunden ist.

Demnächst Fotos!

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Musik beim konstruktiven Schreiben – heute mal was Neues: Handgepflücktes aus der ever vorbeistreamenden youtube AUTOPLAY-Liste – angefangen von unten mit Fisher “Losing It” – TanzteeAlarm!!

St. German: “Boulevard”, F-Communications, 1995

Schön, daß wir Nachbarn sind!

Mitten in den Drehvorbereitungen zum HandtaschenClip entstehen – unerwartet, unter vielen anderen, doch hochwillkommen – diese vier pinxographischen Werke:

mvp-scanp-180904-670d-r3vr6 hbe-scanp-180628-646f-r2vr3 mvp-scanp-180912-671g-rvr96 mvp-scanp-180930-674b-r2vr5

Also, die würd ich glatt im Wohnzimmer aufhängen ;-) Nebeneinander! Nachbarn! An der Wand! Das Linke und das Quere! Aber das Quere links!

Drehvorbereitungen:

  • Beamerständer konstruieren
  • Passepartouts für den Computerbildschirm (!) schneiden
  • schwarzen Samt als Bodenverdunkler testen
  • die alte Funkmaus suchen smiley-blush
  • die PinxoGraphien der letzten 12 Monate in klein auf CD brennen
  • ein Möglichkeit ausbaldowern, wie man handbewegte PinXoGraphien auf Film kriegt:

moviepoodle_pinxography_on_the_move

Nachtrag zum Dreharbeitenvorbereiten:

  • Nähmaschine startklar machen für die passgenauen Kinoleinwände ;-)
  • Ein geeignetes, möglichst halbtransparentes trompe l´oeil für den Hintergrund aushirnen, ganz im Sinne von “Paradox!” aus “Inception”, dieees unfaßbar aufwendigen OK GO Video  – oder sowas wie die aus fast allen Blickwinkeln desolat wirkende Torkonstruktion beim Horizontalfußball:12210020
  • das Kameramanual nach manuellen Belichtungszeiteinstellungen durchforsten..

Gefunden beim trompe l´loeil weiterverfolgen: Wow! “Mirror Anamorphis”

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Musik beim Schreiben und Cutten heute:

nur das Mausklicken und die Nummern-Ansage der Bilder aus den Videoaufnahmen (alles entfernt – das Ding ist ohne Sound). Aber hört dazu doch einfach dieses schwebende”Line” vom (beim Nachtragen gefundene) Portico Quartet: “Shed Song (Improv No 1)”, “Ruins”, oder “A Luminous Beam“- Wow – hier ein Video blogstar-y dafür!

Papier, Stein, Schere? Nö – Papier, Glas und.. Licht!

September again! Da ist wieder dieses über irdisch hell klare Licht, das alles durchflutet. Grad an so einem Tag wie heute! Ich ergreife flugs die Gelegenheit™ und mache zwei, drei Dutzend schnelle Fotos am Fenster zum Hof mit der fantastischen Makrofunktion der MoviepoodleKamera:91070969-beachathomeNa? Wenn das man kein TraumStrand ist, mit heranrollender Brandung auf weißesten Sand!! Ich bin begeistert von der Illusion. Und  diesen die Bewegung  “markierenden” weißen Linien in der Gischt, die sich auf geheimnisvolle Weise ohne weiteres Zutun ins Bild zaubern (und erkennen lassen, daß es dann wohl mit der Brandungs-Echtheit nicht allzu weit her ist – vergleicht da mal die fantastischen WellenBilder von Ray Collins  ‘mit!).

Sogleich “geraten” zwei Bilder in das Spiegelkabinett des Photoshops. Mit etwas Skalieren und unscharf eingestellten Radiergummi blende ich die Ränder der so gepatch-workten Bildteile ineinander und voilà: ein neues mysteriöses Startbild gelingt, kaum 90 Minuten nach Aufnahme – der frisch in Betrieb genommenen Digitalfotografie geschuldet/gedankt:

Auf den Kopf gestürzt schiebe ich eine weitere Version dieser Collage dem grad mal vier-Tage-alt-und-schon-wieder-langweiligen Menuebild mit den Spaßbrillen unter (das heißt: gleiche Position fast aller Menüpunkte im Bildviereck – da muß ich also kaum umprogrammieren) und Ihr kriegt nun das zum Anklicken:

Hier “zum Beweis” ein Ausschnitt, in dem recht deutlich das Glasartige sichtbar wird – zu meiner Freude am Geheimnis in den anderen Bilder kaum ;-) p1070939_cutUnd ein wie immer passender Blogheader mit einem strangen LöwenzahnAfro out of space springt ebenfall dabei raus:header-p1070969-939.jpg_________________________________________________________

passende FranzMannMusik am gläsernen Strand (à la plage de verre) heute:

bereifter Pareidola im Dreierpack

Hört sich an wie ein neues provozierend falschgetipptes Käse-Angebot im Wiesbadener REWE PopUp Store, der zur Zeit(?) im Biennale-”befallenen” Staatstheater aufgebaut ist –  aber nein – ich baue an einer kleinmöbelig daherrollenden dreiteiligen “Ambulant”galerie:

p1070371Drei “abgestreifte” PCs, die plötzlich wieder willkommen sind (und nicht aufs finale Ausschlachten wartend irgendwo hingeschoben stehen),  unter der improvisierten “Tischdecke” verborgen auf einem selbstgeschraubten MöbelRollbrett und mit einer überkragenden Längsplatte.

Der Clou sind die um 90 Grad gedrehten Bildschirme. Mit dieser Hochkantigkeit kann ich den fast durchgängig ebenfalls vertikal gefertigten/gemeinten pinxographischen Bildern gerecht werden – ganz wie Herr Grotjans, amerikanischer Maler/Künstler ebenfalls entdeckte: “I found that rotating it took all the landscape out, so it became a nonobjective painting.“
p1070371-exhkit1Daß es grad drei Teile sind und daher das klassische theme Triptychon hier mal wieder aufersteht, kann mir als jemand, der sich gerne in einem allgemeinen KulturKanon bewegt oder wenigstens drauf referenziert, nur willkommen sein, ist aber schlicht.. Zufall.

Und zum Aufklappen wie die historischen Vorbilder sind sie auch nicht, eher wird das mittlerweile doch sehr “durche” Thema digitaler Bilderrahmen damit verwirklicht.

Hip oder nicht=wurscht, mir dient das Ganze zu zweierlei:

Ich will mal testen, wie der Zufall, durch Software möglich, den Eindruck des Dreierbilds “gestaltet” – ob neue Seheindrücke damit möglich werden. Durch das pareidolische Grundrezept der Bilder also eher der entstehende emotionale Mix des leuchtenden Trios also. Welche Art von Vorauswahl ich dabei einfüttern muß, zum Beispiel links nur gelbe, mittig blaue, rechts grüen oder ähnliches, oder zentral sanfte Farbverläufe mit wilden Exposionen angrenzend parallel laufen lasse etc.

Und natürlich ist das smooth rollende Ding ein weiteres, willkommenes Teststück für meine Möbelentwurfsliebe aus improvisierten “Aufbauten” sprich: der EinrichterPoodle kriegt damit auch mal wieder nen Knochen hingeworfen.. Es geht darum, auf elegante Weise dieses kopfstehende Trapez zu einem stabilen, doch luftigen Gehäuseartigen werden zu lassen. Erste Idee beim ersten Aufstapeln: rechts und links auf der gekappten Spitze stehende Dreiecke wie Lamellen hintereinander zu den Seitenteilen werden lassen. Damit das Ganze nicht in z- Richtung einklappgefährdet wird, diese vielleicht nicht zueinander parallel sondern im ZickZack planen&montieren..

(Bider folgen!)

Ach so ja: als neue Darreichungsform der PinXoGraphien wird es davon hier natürlich jede Menge Bild- und Clipfootage geben. Mit Photoshop- und RequisitenHilfe ist eine recht große Bandbreite und Raumeindruck möglich. Hier noch eine zweite, hellere Version:p1070371-exhkit2und noch eine mit RegenBogenSmoothies:p1070371-exhkit3

Nachtrag ne Woche später: noch cool-stylischer Fund-und-wie-ich-ihn-fand:

  1. ich schau mir die drei oben an und bildergoogle: “Öllache” und “irisierend”
  2. dann schau ich das englisch “iridescent” nach und komme damit auf
  3. Jeffrey Campbells Schuh-Collection, die mich sehr vergnüglich an dieses
  4. Buch mit 500 Schuhen erinnert = Linda O’Keeffe – SHOES
  5. Der hatte ;-/ auch mal so ein Pärchen Boots im Programm (daher der Fund!)
  6. Coool! n’Täschen dazu!!??

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Musik beim Schreiben heute: das ebenfalls “cool rolling bubble

Donald Fagen: “Kamakiriad“, REPRISE, 1993