Category Archives: Herumadrenalieren in Internet

Montage Feler und Geschmacks VerIrr Uungen @ home

Rrring! Ich nehm ein Paket für die Nachbarn an. Kaum ne Viertelstunde nach ordnungsgemäßer Weitergabe klingelt Stefan schon wieder und führt mir die absurde EndMontage des frisch eingetroffenen Klappnotenständers vor. Blech gewordener MC Escher. Googelt mal “unmögliche Figur“, dann wißt Ihr, was ich meine.

Wow, denke ich, das ist ja once again unbeaufsichtigter Surrealismus! Seltenheitswert! Unerträumt! Und noch frei haus!

Once again wie neulich mir – sind das die moderne Zeiten? – ich bestelle 1 neuen FilmClipProtagonisten und es trifft ein:

Die Limbo Giraffe!

Ein offensichtlicher Montagefehler – mit vermutlich für die kleineren Modelle (Kuh, Schwein, Hund) des Sortiments verwechselter Sprungfeder im Sockel – erzeugt hier nicht nur gaanz schön weiche Knie & liefert eine für Wakouwafiguren völlig neue “Grundstellung”, sondern auch noch einen völlig neuen, absurden Begriff = blogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-y!

Das kann bleiben denk ich da doch & mach mich fertig, neue Ideen und schräge Fotos damit aufzunehmen: eine PinXoGraphy-fueled first session: Space Limbo à la Mordillo anyone??

Gar nicht so easy, diese schwindlige Pose so einleuchtend schräg zu fotografieren, daß das echt/live wirkt. Ich winke also herbei aus dem Requisitenstadl: 3 mal Kartones, 4 mal Wiesenquadrat: Da bekommen die Schatten auf dem Untergrund plötzlich (Glaubwürdigkeits)Hauptrolle!

Ich google in den Pausen und finde a): These toys have a lot of character. They seem to come alive with just the slightest bit of pressure on their base. schreibt der frisch entdeckte Toy Making Dad mal wieder english&100%treffend.

B-Fund:”HochleistungsChiller” – hab ich vorgestern als Kandidat in der shortlist zum Jugendwort des Jahres 2010 entdeckt hihi.

Mit diesen struppigen Deko-Wiesenstücken plus (dr)angelassenen EAN-Bendel könnt man auch sogleich ins Grüne fotografieren gehen. Also back to Requisitenlager:Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Jaa, richtig entziffert: ob Ihr es glaubt oder nicht, dazn Rammstein T-Shirt der 1996er Herzeleid-Tour Mannheim Capitol – ich. war. da. – exotischst in seiner für die Band seither eher düsteren Farbgestaltung, mit Schrillitätsfaktor wie der neue 100 Euro Schein: zu Hirn kommt mir dabei diese unter Plattensammlern oft seufzend kolportierte Geschichte vom Kauf einer Fehlpressung (A-Seite: ABBA , B-Seite: Led Zeppelin), die Äonen später Raritätenhaulstatus erlangt.

Auf eBAY posten das XXL Ding? Glaubt mir eh keiner, der nicht dabei gewesen ist!  Doch bitte beachten Sie, Kopfschüttelnder: zum Debut-Cover paßt das sehr wohl! Zwei Mal mindestens! 😉

Fotos gemacht, arbeite ich ab sofort an einer filmischen Version des Limbos – interessanterweise gibt obiger Dad in seinem Video einen super Tipp: den Daumen, der von unten drückt, durch einen BodenKnubbel am Set ersetzen. Dann kann man mit sichtbaren Boden und vielleicht Handschuh-goes-schwarzes-Theater-Technik vorankommen. Mal sehen! Hier schon die ersten Screenshots der neusten footage– ich ädde noch das Morgenlicht durch die Prismen:

Gefunden c): wow und korrekt hoch2: die Drückerfigur Mauerfall 😉

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Musik beim Schreiben heute:

So Inagawa – De Facto

Little Village: “Little Village”, 1995

Santana: “Caravanserai”, CBS, 1972Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Sternennebel zum Selbst(ein)bau

Obsessed with dem Bilder-Suchwort “Frühstückstisch” auf meiner Site seit einer Woche finde ich damit gerade ein sehr, ich sag mal fluides KrimiCoverMenuebild meines stillgelegten/abgeschlossenen reingretchen.de vom Dezember ’15 wieder. Das da:

Lade es in die Google Bildersuche hoch, bekomme den Vorschlag “Poster” und entdecke – abgesehen von jeder Menge recht beeindrockender anderer Inspirationen über ein Bild namens “Lost Boy” den Künstler Ash Thorp (hier ein interessantes Interview auf medium.com). Dann via greyscalegorilla.com und Neugierde, was sich seit 1988 mit dem KultManga AKIRA getan hat – ich war im Kino –  und einem  quicken Klick  aufs Rocketstock-feature den Nebula, das ebenfalls/wiederums fluides Download-Paket dieser erstaunlichen studiogemachten, selbstgeträufelten, eigenhändig pipettierten Space-Nebelsammlung:


Und so fließt sich der Kreis..

Unsere Soundtrack-Empfehlung: Hören Sie dazu ein sehr spacig-schwebendes Tangerine Dream Cover “Love On a Real Train” und staunen Sie über die coole Live-Optik elektronischer Musikerzeugung bumm.

 

 

Ausgerechnet Handtaschen sollen die Welt retten??

Wow – daß mal so Forensisches wie Spurensicherung und Mode als (Video-)Kultur-Technik zusammengehen würden – “How to spot a fake designer handbag” mal ein weltumspannendes Thema für ärmelhochkrempelnde Fashion-Victims werden würde – wer hätte das gedacht! Das denken können! Sechzig Millionen Suchergebnisse heute!! Wahnsinn!

Ich, ganz in humble Recherche versunken, browse, nachdem ich des Phänomens gewahr wurde,  immer wieder gerne durch diese Ergebnisflut, denn wie AuspackVideos sind diese Filme.. no kidding: bildend. Hey, denn sie gehen auf die (handwerkliche) Qualität dieser Produktgruppe sehr ernsthaft und oft expertisenreif ein (Unboxing ist mir eher kulturell interessant). Also Materialkundeunterricht von  gänzlich unerwarteter Seite. Nützliche Beiträge von  Harper’s Bazaar und Cosmopolitan stützen da meine These. Oder, mehr privat, guckt mal Emma zu beim Louis-Vitton-Examen. “I love how you aren’t snobby about it!” ist da mein Lieblingskommentar drunter. Und das alles weist mir den Weg zur Entstehung pinxographischer Taschen.

Dazu muß – in eigener Sache – konstatiert werden: Solltet Ihr irgendwo im Netz, im Asienurlaub, nebenan inner Boutique etc. fündig geworden sein und tatsächlich eine dieser auf dieser Seite hier abgebildeten Handtaschen gekauft haben, seid Ihr… einer Fälschung aufgesessen.

Original pinxographische Handtaschen erkennt man nämlich daran, daß es sie noch nicht gibt.

Daß sie noch im Nebel des Ungewissen, des ungefähren Nichtwissens, der Wolke des Unwissens verharren.

Ökonomisch eigentlich unverzeihlich, wenns nach soo vielen Entwürfen im vierten(!) Halbjahr nach “Empfängnis” immer noch keine Handtasche gibt. Aber das liegt hauptsächlich an… meinem Traum. Meinem Traum von einer neuen Handtaschigkeit:

Von Handtaschen, die die Welt retten.

Keinen Beitrag zum Müllaufkommen leisten. Nix erwärmen außer das Herz der Besitzerin (und der Fans). Weder in der Produktion noch in/nach Gebrauch. Die (allen außer mir) naheliegendste, schnelle Idee ist die LKW-Planen-Recycling-Lösung, doch die ist viel zu kurz gedacht. Thanks, Jan, for your support!

Taschen, die aber vielleicht  (Schlenker-)Energie fürs mitgeführte/integrierte Handy produzieren?! Taschen, die sich verwandeln, wenn man genug von ihnen hat. Taschen, die zurückreisen in die Werkstatt. Taschen, deren Bestandteile sich zu neuer Pracht, Styligkeit und Farbgrandezza umformen lassen. Oder, gewagter: “zurück”kehren:  ins/aufs Feld, ins Labor, ans Licht – in Münder gar?

“Ausgerechnet! Handtaschen! Die Welt retten!” werdet Ihr denken. “So ein überflüssiges Statussymbol! So eine spinnerte Idee!”

Kann schon (spinnert) sein, würde ich erwidern, aber: wie’se grad aussieht, muß demnächst ALLES die Welt retten: Essen, Kleidung, Wohnung, Transport, Kommunikation, Wissen, Empathie, Fälscherbanden 😉 . Na, und Lifestyle eben auch. Und warum auch nicht, denn Lifestyle hat Vorbildpotential (so gesehen wären Designertaschen gar ideal und viral).

Aber wie? und die Suche geht los…

Beim Herumadrenalieren im Internet™ habe ich jedenfalls unter anderem die ecowarriorprincess entdeckt, die auf Denkfehler beim Zukunft-Retten ebenso hinweist wie das kaufmännisch orientierte vc-magazin.de, das sehr bildlich hoffnungsvoll-unbedachte StartUps als “Gartenzwerge” etikettiert, die, mal aufs Fließband gestellt, “niemand mehr herunternimmt”. Produktion ins Leere, auf Halde. Na – What kind of Halde wohl??!!

Meine Rechercheergebnisse reichen da nach und nach immer weiter rundum: Schon vor längerer Zeit wurde die Doku ‘The Next Blackabout the future of clothing entdeckt und, low-budget Kontrastprogramm, als nächstes DIY-Argument gesichtet: ein einfaches, aber recht eindrucksvolles kleines Video der “ReThinkNation”: “ich fotografiere den gesamten Plastikmüll meiner Stadt“. T-Shirts aus Holz, Kleider aus Milch (!?) wollen auch mal gecheckt werden.  Dann wieder zurück zum Blick aufs Ganze/ wieder große Welt: das DNA origami, oder wieder in der MakroWelt: Spreu oder Weizen? auf instagram.com/explore/tags/ethicalluxury/. Erster schmucker UpCycling-Fund so far: Taschen aus japanischer abgelegter Kimono-Seide. Und natürlich die grandiose TEDx-Video-Reihe – sie birgt i bet 100%ig noch manche Überraschung – denn da hab ich erst grad angefangen, herumzugucken: à propos

«In the future: what would you choose to grow?»

Suzanne Lee: Lass deine eigenen Kleider wachsen 176.048 Aufrufe chez youtübe

oder

«Zwölf Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft bündeln ihr Know-how in der datengetriebenen Materialwissenschaft.»

Max Planck Gesellschaft: Mit Big Data zu innovativen Materialien

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Musik beim Schreiben heute:

Jay Bliss – Zâmbet De Soare

Thomas Dolby:” Aliens Ate My Buick”, Lost Toy People, 1981- coole Live!Version des Openers hier.

Ich muß einfach mehr GamePlays gucken

.. dann kommen a) noch mehr “Anwendungsbeispiele” für die PinXoGraphy, dringt b) diese virtuelle Welt flugsgewollt ins Malen/Färben ein, lassen sich c) optimal  stringente Bilderstrecken kuratieren:Let’s start the day w/ Nintendo: ich laß mich testweise mit den Official Game Trailern vollballern: amuse gueule nerveuse mit  Super Mario Odysey, Splatoon. Krasse Schnittfrequenzen! Wow! San Vegas™ Showtime Sounds @ Mario! Und diese PlastikSpielhöllenMucke bei Splatoon!

Dann main course für meine Zwecke heute: die etwas abseitige, doch visuell “reizvolle” Abteilung: Rime, Bound, Limbo, The Climb. 2 davon mit VR Brille am S(piels)tart.

Dann noch zwei kleine digestive Trips in die Weite der realen nachgebildeten Welt der zockable Abenteuer ab 18: Uncharted4 und Just Cause..

Anschließend dessert à la carte sprich klassische bewegungsfreie Bilder: Sci-Fi-Illustrationen der Hippie-Ära..

Mit diesem schwindligen Cocktail intus dann zur pinxographischen Theke: voilà die Auswahl Abteilung GP – geht doch!

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Alle im grad vergangenen Juli entstanden. Spannend die Vorstellung, ich fügte in all die pinxographischen Asteroidennebel mal etwas Yachtartiges à la John Berkey (1932-2008)  ein !?!

Hier als Anhang / for your interest die beiden diesen Beitrag auslösenden Bilder. Vom 8. April des Jahres:

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gefunden durchs Nichtzocken ;-) :

https://en.wikipedia.org/wiki/Cartoon_violence

https://de.wikipedia.org/wiki/Physik_in_Animationsfilmen

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Musik beim nach dem GameTrailer/PlayGucken zum Schreiben:

Ital Tek: “Nebula Dance”

Heute fotografiert man… Frauen, die Einfluß nehmen

Politiker, Schauspieler, Models, Vorstandsvorsitzende, TV-Promis, Künstler, Schriftsteller oder Sportler im persönlichen Fotografenportfolio…

Vergeßt das alles!  Porträtiert: Influencer!

Fotografin Pauline Darley /Paris était en route avec la caméra et..

..macht suma summarum instagrum.. 750.000 Follower aktuell Nov ’18: 808.000 Follower

Et pas seulement à Paris.. Oh là là!

Gelobhüdél? Mit nem französischen Touch? Mmh. Ihr vermißt den Bedenkenbutton? Mmh!

Kulturtechnik: Auspacken. Streamen.

Jäher Entdeckerschreck in der Abendstunde: an mir als digital immigrant vorbei – heimlich im Netz- :-)   ist (mal wieder) spurlos und ahnungslos eine ganze Kulturtechnik erstanden: das Auspacken. Ok, daß es Auspackparties gibt, davon hab ich schon vor zwei Jahren Wind gekriegt.

Nun finde ich per Zufall/Herumadrenalieren im Internet das

Unboxing.

46 Millionen mal auf youtube zu finden. Zeitrafferstellen beim Groben, “I´m so excited” Kommentare bei den “Höhepunkten”.

Die Katze beißt sich in den Schwanz, wenn man durch sooo viele Klicks dazu kommt, den diamanten Play-Button aus nem Karton zu ziehen. Und das zu streamen..

Solche 6 wie wir 5 gibts keine 4, weil wir 3 die 2 Einzigen sind

ntr-scanp-160510-341b-rec18Der Schnaps zum Begießen von Blatt #333 ist ausgetrunken, aber  schon durch Whiskey (und heute Blatt #341) ersetzt :: gemäß dem Spruch

«Man sollte immer eine kleine Flasche Whiskey dabeihaben, für den Fall eines Schlangenbisses – und außerdem sollte man immer eine Schlange dabei haben.»
W.C. Fields

Nein nein, wie immer ist der Soodlepoodle beim Malen von äußerster Nücheternheit benetzt, wandert während des Arbeitsprozesses immer zwischen Stiften, Blatt und Radiergummilager in der Küche und dem Scannerzimmer hin- und her. Surft im Netz, wenn das mit dem Scannen länger geht, und findet Interessantes zum Thema Dranbleiben:

«I feel like the artists who matter to me the most stick to one theme and that´s where the real development comes from – the act of revisiting things.»

Thomas Demand im Interview mit Anne-Celine Jaeger (Deutsche interfjuhen Deutsche  – auf englisch?) – hier als Nachtrag ein sehr cooles “Shifting”-Video namens “Pacific Sun”.

Daß ich an einem Thema “klebe”, kann ich bei meinem Malen und Umfärben garwohl auch behaupten. Und dabei  immer noch überhaupt nicht einschätzen, wie lange wohl noch. Denn wenn nach dreihundertvierzig bemalten Blättern jäh solche Konstruktionen wie diese da hervorsprießen, kann ich mich nur wundern, daß da immer noch was Unerwartetes kommt. Und überlege gar in manchen lengthy Momenten, es doch einfach mal sein zu lassen und irgendwas weniger Einbahntunnelstrassiges zu tun.

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Dann aber lasse ich mich von John Baldessari ermutigen, an dieser streng nach Besessenheit riechenden Sache dran zu bleiben und finde dazu die weisen Worte des Malers John Currin in einem wirklich grandiosen englischen Interview/Artikel im Newyorker:

“You should never will a change in your work—you have to work an idea to death. I often find that the best things happen when you’re near the end.”

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Na denn! und: wie auch immer! Hey! Guckt mal da! Diskobeleuchtung!

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PSerendip des Tages: Wem dieser

  • «This is John Baldessari´s pencil» (cut)
  • «This is John Baldessari´s chair»  (cut)
  • «This is what John Baldessari sees when he sits at his desk» (cut)
  • etc..
  • FilmSchnittStyle und das Geraune von Tom Waits gefällt,

der findet sicher auch Gefallen an einem Encore, nur auf deutsch. Und über/ mit Designermöbeln..

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Musik beim BuchstabenSchüttelen heute:

oliverunddieblauenhunde.bandcamp.com: “schwebebahn 1975″ EP

Moby: “Ambient” (Bonus- CD vom Album “Hotel”),  V2 Mute, 2005

Steve Bug Presents: “da minimal funk”, RAW Elements, 1997

Stammheim Presents “Heimfidelity 2″ mixed by Oliver Huntemann, 1998

 

Guten Morgen, Sie wünschten, geweckt zu werden

Überraschenderweise auf einer Queen-CD & da auf deutsch habe ich diesen Satz wiederentdeckt! Heute, 33 Jahre nach Erscheinen der Scheibe ist er ein Relikt aus der Prähändyzeit: der telefonische Weckdienst, den man sich ebenfalls “fernmündlich” für einen gewünschten Zeitpunkt bestellen konnte.

Und geweckt worden bin auch ich. Erst kürzlich vom Phänomen digitale-Bilder-und-Datenverarbeitung in Form eines neumodischen kulturellen Dings namens iconosquare. Und geweckt wovon? Na, vom Schlaf des Eingefahrenen.

Da wurde ich eines neuen, lässigen Lifestyles gewahr, ebensolch beiläufige Fotos zu machen, sie ins Netz zu laden, sie mit Aufklebern (hashtags) zu versehen, die die Online-Datenbank dann immer neu denen anzeigt, die per Mausklick dieses dadurch gekennzeichnete Thema aufrufen. Fotos als Anlaß zu Kommunikation und Vernetzung. Es geht um Anregung, um Zeigen, Präsentieren, Wahrgenommen- und Gemochtwerden. Erstmal.

Da bin ich zwar nicht aktiv dabei, schaue aber gerne regelmäßig vorbei und finde diese Art, lose Bedingungen in Form von thematischen Vorgaben und dadurch provozierte Likes und Kommentare zu modern-sozialen Zwecken zu nutzen, sehr anregend. Als Kulturtechnik(übung) der Zukunft. Ebenso die Art der Bilder, die auf diese Weise zusammenkommen – jeden Tag ein paar mehr. Plätze, Sonnenbilder und Himmelsstimmungen, Schaufenster, Essen, Schilder, Graffiti, Freunde, Partyreste, Essen, alles ortsgebunden. Tägliche (fotografische) Anregungen, die eigene Stadt betreffend, frei haus.

Und im kreativen Sinn anregend ist es überdies: ich hab mich von diesen immerfort quadratischen Bildern zu einem eigenen Design mit Bild-Quadraten anregen lassen. So schaffen es auch Bilder hierher, die mit dem drübergelegten “Passepartout” zu mehr werden als der Summe der Teile.

20580023mannheimgram   29540017mannheimgram   26130028mannheimgram   26140004mannheimgram   27270014mannheimgram   27270034mannheimgram   29510001mannheimgram   29520002mannheimgram   29530026mannheimgram

Quasi ein Ausschlenkern von meinem nun im achten Jahr andauernden Postkarten-von-Mannheim-und-Ludwigshafen-Projekt, bei dem der Fokus sachdienlicherweise auf “Einzelkämpfern” liegt: jedes Bild als solches, einzelnes muß “gewinnen”. Das kann ab und an allzu einschränkend bei der Hirnfreiheit zur allgemeinen Motivwahl beim Fotografieren werden. Das Prinzip Hashtag hat mich da “geweckert” und ich versuche, meinen ästhetischen Filter davon positiv beeinflussen zu lassen.

Und so kriegt Ihr mal meine “Frühwerke” in dieser frisch eröffneten personal Liga hier zu sehen:

26100021mannheimgram   29540006mannheimgram   26120014mannheimgram

Zu schade, sie wegzusperren, finde ich. Außerdem gabs da schon mal nen ersten Schwung. Heute also Teil zwei, vier Aufnahmen davon keine Owche alt. Plus plus: ich bekomme auf diese Weise eine neue Spielwiese geliefert und kann Euch (hauptsächlich) Mannheim  zeigen, wie es mich fotografisch anders/weiters fasziniert ;-)

Danke, #Mannheimgram!

Instagram Goes Fashion – Nachtrag/Lesetipp auf der zeit.de vom 22. März: «Aus Kleidern sind Bilder geworden, die online gezeigt, kommentiert und geteilt werden. Was so wenig spektakulär klingt, ist dabei, die Modebranche nachhaltig zu verändern.»

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Musik beim Schreiben heute:

various artists: “The White Room”, SONY, 2004

Original Soundtrack: “The Pink Panther – Music From The Film Score Composed And Conducted By Henry Mancini”, BGM, 1963

Queen: “Hot Space”, Parlophone, 1982

Strick mir nen Computerfehler

Liebe Oma, falls Du heute schon ans Schenken denken willst: ich hab nen Super Cardigan im Netz entdeckt. Zum Nachstricken brauchst Du diesmal etwas mehr als Vorlage, Wörterbuch und Material:

  • Build up the knitting machine
  • connect to Arduino
  •  Connect to computer and launch the software
  • make a glitch image with 0xED
  • resize and adjust the threshold value
  • drag and drop an image file
  • send data to knitting machine

Am besten die schwarzweiße Jacke, die da auf 1:23 grad wieder ausgezogen wird! Supi- Omiii! Dankeschön!

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Musik beim Schreiben gerade:

Munnrai ALT/TIMOTE  (Musik im Video)

Orchestre “Les Siècles”/ François-Xavier Roth

Massenet: Ballettmusik aus der Oper “Le Cid”

Strawinsky: “Le Sacre du Printemps”