Category Archives: moviepoodle

Wir baun a ibée Ka Russerll

“Was? Ebay kann man noch nicht mit Clips bespielen??” staunte ich Unbeteiligter nicht schlecht im Gespräch mit alten Online-Vercheckern, die ich an einem vergangenen Samstag bei der analogen Version=nem Flohmarkt traf.. Wobei doch alle Clips-gehen und ein paar Sekunden Sich-drehen-vor-Kamera das optimalste Bild eines Dreidimensionalen™ rüberbringen kann – das Hirn macht das für Euch! Und das macht frau ja auch schon mit sich selbst – guckt den Clip-im-Clip mit dem Alexa-Style Check c/o Amazon.

Sich vor den interessierten Augen drehen, das sollten auch die schönen Dinge des Lebens. Vor allem, wenn diese Dinge Kaufinteressenten suchen. Auch gerne Größeres an Dingen wie Blumenstöcke, Designerstühle, Telefontischchen oder Nähmaschinen.

Die passen zu AbFilmzwecken aber null auf Omas Tortendrehscheibe, also braucht man was Größeres, das sich mit den loszuschlagenden Barhocker, Bonsais oder Schaufensterpuppen drauf sicher & smooth drehen läßt. Fragt mich bitte! nicht!, wie ich da zugekommen bin! – aber mir “wuchs” per Moviepoodle-eTuden eine Bastelanleitung zum

d.i.y.-ebay Karussell.

Dazu führen unsre ersten beiden Besorgungen nicht etwa in den Baumarkt, sondern in einen gut&klassisch sortierten.. Spielzeugladen. Dort erstehen wir zwei größengleiche Hula Hoop Reifen. Am besten die kleinen (für Kids) mit angepeilt 60cm Durchmesser. Die werden nach folgender Formel zu einem offenen Kugellager der sehr spielerischen Art:  Aufgepaßt-haben-im-Mathe-Unterricht sei dank sägen wir ein so passendes Stück raus, daß bei Wiederverschluß und Platzierung des nun inneren Ringes die unten zu erblickende Anordnung entsteht. Formel-für-die-Sägestelle:

Rohrdicke mal zwei mal π.

Das macht bei unserem Beispiel

1,6cm x 2 x 3,1415.. = 10cm

Wie Ihr unten seht, kommen nun die drei Säckchen Murmeln vom selben Einkaufszettel ins Spiel, mit deren Inhalt wir das Ganze zu ner Ringlaufspur umdeuten – da ist ja plötzlich eine. Jetzt fehlt nur noch eine feste Platte drauf, die – am besten ebenfalls kreisförmig&krößer –  da vorsichtig draufgelegt wird, wenn alles dicht mit Murmeln bestückt ist- – dafür gehts dann (endlich, Jungs!) zum Baumarkt. Manche kennen auch einen Schreiner. Mir reicht ein ausgedientes FrühstücksEckstück vor erst.

Mit dem Bild oben als bildlichen Epilog, Einführung und Teaser – im Gegensatz zu den üblichen Standbildern AUS dem nachfolgenden Bewegten –  erwächst der auf Klick folgende Clip zu ner veritablen” brasilianischen Anzeige” – alles Notwendige in 28 Sekunden – das ist genau mein Ziel für den angestrebten Fashion Clip Abteilung HandBagstyle. Die auch heute wieder weggelassene Tonspur (ich hatte nix Passendes Eigenes) als Steilvorlage, es mit diversesten “Soundtracks von außen” zu probieren.

PS.: BewegtBilderRätsel: Na, wer erkennt, welches klassische Möbelstück da zersägt und wieder neu verzinkt in manueller Rotation roh glänzt??

PPS.: Ergoogelt per “Hula Hoop Art”-Eingabe: die Ring-O-Graphy 😉

______________________________________________________________

Musik beim Schreiben:

diverse: “Viennatone” !K7 Record (Rough Trade)

XTC: “Transistor Blast”, Cooking Vinyl, 1998 – “Real By Reel

Bambi in Sync

Mangels eines griffigen Namens für das jüngst in den hauseigenen Requisitenstadl aufgenommene Becherglas (“Rauchglaskrakeeler”? “Tumbler Carousel”?? wtheheck???) greift das hier unsichtbare Bambi vom letzten Beitrag nun als Namensgeber für diesen nächsten Moviepoodle Versuch in Richtung fashion clip –  Waas, das wißt Ihr noch nicht?? –  ich brauch nämlich n (Clip!)

Also ab sofort n winziger Tackn mehr Tempo, ne leicht erhöhte Schnittfrequenz, aber dafür ein umso molto schwindligeres Motiv:

Und: auf Musik schneiden! wie im dafür allseits gerühmten heist movie Baby Driver ist ein großverspielter Spaß @ home und in klein. Erstaunliche Entdeckung beim ersten SelberZuSchnitt: man kann mit der Bildabfolge nicht nur verstärkend zur Musik bewirken, sondern gar einen zweiten Rhythmus erzeugen, der im sinnlich Funken sprühenden Zusatz zum hörbaren (0:38) steht. Musik geht also auch mit Bewegtbild: punktiert schneiden, triolisch schneiden (0:51), schleppend (bei “dunkelgrün” über die Ampel fahren) das Bild hinter dem Beat liefern (0:18, 0:56). Oder Bewährtes mal selbst testen wie diesen bis zur Clipmitte wiederkehrenden Sekundenschl Blackout von ViertelnotenDauer zum Ende jedes zweiten Taktes.

Vergleicht mal dazu das ohne rhythmische Verbindung und Schnitt gemachte Videochen von letzten Sommer mit exakt demselben Soundtrack – wenn auch klar & nicht so unterwassergedämpft:

Frühlingsbaukasten!

Heute, knapp vor Ostern könnte es nun endlich so weit sein: der  Frühling ist da! Und ich will Euch die heurigen Magnolien™ nicht vorenthalten – diesmal in (Schlüpf-) Bewegung:

Alles neu macht der Moviepoodle: mithilfe der frischen FilmKameraTechnik, einer von weitem nach Tai Chi aussehenden, kaum spürbaren Körperbewegung in Hüften und Knien (um die mikroskopische Kamerabewegung hinzubekommen) und einer echt krassen Soundtracklüge™ dürft Ihr Euch, nur leicht von den Verwacklungen (es fehlt einfach ein gimbal dafür) gestört, ins Schwelgen stürzen.

Und wenns ein bißchen passende Musik dazu geben darf: Haydns Streichquartett in G Dur

Meditation glass

Wozu der Mannheimer Pfennigbasar der deutsch-amerikanischen Freundschaft #38 doch alles gut ist: diese vier eleganten Gläser fanden vergangene Woche den Weg direkt auf meinen frisch mit fettrunder Glasplatte aufgepimpten Moviepoodle Drehtisch. Jetzt könnt ihr den Effekt der Kartons in motion erleben. Ohne Tonspur – das Manko wird zum Plus – super geeignet, verschiedene Soundtracks dazu zu testen. Seit gestern abend staune ich über die “Kooperation” dieser Bilder – am besten als Endlosschleife schalten – mit der Thievery Cooperation– groovy! Cool! Edel (in den grauen Stellen)!

Und noch ein Standbild mit beiden Farben 😉

Bass erstaunt in elf Sekunden

Drei Anläufe, eine Beta-Version, danach immer noch zehn Wochen Inkubation aufgrund ästhetischer Unzufriedenheit, ein jäh überraschendes Vergessene-Requisiten-Wiederfinden™ und jede Menge Schlafhirn hat es gebraucht, bis ich (und das Wetter) heute vormittag nun endlich so weit war, diese elf Sekunden aufzunehmen. In mehreren Anläufen “handgeschwenkt”, bis alles gestimmt hat: Ausschnitt, Geschwindigkeit, Fokus.

Mit dem Soundtrack bin ich immer noch nicht 100%ig einverstanden- allerdings mangelts mir an Studiomöglichkeiten, naja, vielleicht aber auch an Fantasie. Aber: man kann ja von hier aus erstnpaarmal drüber schlafen…

Warum das auf Gegenstandsseite alles farblich so gut zusammenpaßt, ist kein Zufall. Die quadratisch gemusterte Unterlage ist ein chromatischer, kein inhaltlicher Kompromiss – da ebenfalls aus den 80ern stammend. Die Wäscheklammer mit ihrem heruntergeblichenen Blassgelb gar war zu erst da. H.E.Y, denn sie diente als.. Farbmuster für die BassLackiererei. In ihrer Schmucklosigkeit perfect fit zur schmucklos-nüchternen Steinberger/Hohner Vorlage. Das ganz erstaunliche FIMO Modell kam am Schluß mit Gruß und Kuß..

  1. zum Titel ein Blick in den Spiegel..
  2. zur wahren Videolänge: die “Anfahrtszeit” hab ich zugunsten der Griffigkeit des Titels abgezogen. Die muß nämlich auch sein!
  3. die Finale Gestaltung mit Kaffeeverpackungsfolie, Nadeln und Papiercutter kam als letzte Idee. & hat viel Spaß gemacht.
  4. die Würze liegt am Ende in der Kürze. Oder auf der Schürze? 😉

_________________________________________________________________

Musik beim Schreiben, Schwenken und Cutten heute:

Van Morrison: “Perfect Fit”

Fahrt auf nehmen 2019

Es ist so eine Krux mit MiniClips. 30 Sekunden sind zwar kurz, wollen aber trotzdem jede Sekunde spannend sein. Dramaturgie unter einer Minute – allein das klingt ja schon nach Challenge. Und bevor ich alles für den angestrebten fashion-handbag-clip zusammen hab (an Ideen, Gemäldeauswahl und -Aufnahme, Requisitenaufbau, footage, Musik und Filmschnittwissen), hilft wie immer und überall: Übung.

Also sitzstehbastelherumdenk ich grad am nächsten Musik im Bild Clip. Darin soll das erste “richtige” Musikinstrument (=im Fachhandel erhältliche) vorgestellt werden – eine zweite Ingredienziensorte neben den selbstgemachten, selbst zu machenden Instrumenten Abteilung funky Hausrat..

Das Trübe dieser Tage findet Verwendung in der easy Möglichkeit zu langen Belichtungszeiten beim Fotografieren. Diese Serie hab ich mit durchschnittlich 6 Sekunden pro Bild gemacht. Manchmal auch mit acht. Bei so viel Zeit zur fotografischen Verfügung kann man.. Landeanflug aufs Motiv üben. Bildlinien selber bestimmen oder vorhandene wie hier fett verstärken. Und dadurch einen fantastischen Bewegungssog erzeugen. Oder das Motiv per taumelnd-kreiselnder Kameraführung ins erstarrt Schrottplatzige verbiegen..

125 Fotos auf diese Art, zusammen mit einem stets klischeephoben Experimentierwillen – da kommt einiges an Material zusammen. Am plakativsten-auf-die-Husche gelang diese Collage:

Voilà, das erste Cover des Soodlepoodle 2019!

Recht ansehnlich finde ich auch dieses untige Bild, mir fehlt aber die angestrebte Dynamik. Außerdem erinnern mich die kleinen senkrechten Häkchen an.. Weihnachtsdeko. Die ist aberleiderleider grad zum Fenster raus 😉 . Dafür fanden aber schon die Bauteile des nächsten selbstgebastelten Instruments Verwendung. Ratet mal! Man braucht dazu: viel Prost.

Für das zum Menue erforderliche zweite Bild (aus ebendieser Serie, challenge #2) ergab sich eine weitere Collage. Mit rot gefärbten “Himmel”.  Ihr seht: eine erste Annäherung. Drunter den “Gewinner”.

Die ganze Aktion zeigt mal wieder und wieder und wieder:

Hier wird – aus reinem Experiment heraus – dem angestrebten echten Bewegtbild nicht nur vorgegriffen, sondern die bislang entstandene Idee – hab ich grad an einige Bekannte&Freunde vermailt –  gar gepuscht, per stiller Foto”Idee” die Vision gar “angefeuert”. Seid gespannt!

PS.: durch diese Fotosession und tags drauf folgender geistesabwesender Sortierung der Elemente beim Telefonieren – man fingert/zupft ja ab und an an was herum beim Zuhören –  kam ich auf die FilmIntroIdee eines verkörperten Crescendo per wie Muscheln sich öffnender ….

Hä? OK – 10 sec-Clipschnipselchen zur Klärung? Bitte:

__________________________________________________________

Musik beim bSchreiben der Bewegung heute:

die Ströme live 2016 (analoge elektronische Musik – Synthesizer, Trimmer, Plugs und Steckfelderl!!)

Midnight Grooves | Episode 7 | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M (ich springe gleich zu meiner Lieblingsstelle mit diesen fantastischen Keyboardglockenklängen)

Funky Hausrat; erster Teil

Im gemischten Haushaltsregal™ unter merkwürdig anmutenden Kerzenständern fand ich sie, zwischen verwaisten Einzelaufhängungen für 80er-Kleiderbürsten, kulturellen  Evergreens zweiter Ordnung wie mattgraue Halterungen (für ganze fünf Orchideen), angeberische Schlüsselkästchen oder crazy Spielzeug für das Telefontischchen (das auch aus dieser Ära stammen muß) gelandet. Dann auf meinem anschließenden Kassenzettel unter “Hausrat Art. Nr…” vermerkt: der Start in something new.
Denn wenn man sich nicht auskennt -mit exotischen! Idiophonen!- gehen diese beiden roten Holzdinger schon als ne zugegebenermaßen fantasievolle Mischung aus Deko, zu groß geratene, widersinnig breitstreuende folkloristische Salzastreuer, Schlitz?Vasen, archaisch reduzierte Holzblumen, Servierschalen mit viiiel zu kleinen Eingriffen oder eben Unentschieden-ich-legs-mal-zum-Hausrat durch.

Was mich außerordentlich amüsiert zum Gedanke “ganz schön funky Hausrat” – und dann direkt hierher zum Schreiben geführt hat. Was kann  beglückender sein, wenn ein weiterer fahriger Vertipper (Salzastreuer) Keim für eine neue Kategorie (funky Hausrat) hier legt. Und gleichzeitig das logische Bindeglied für diese dazugehörige Geschichte liefert. Perfektes Beispiel für den von mir hochgeschätzten “kultivierten Umgang mit Fehlern” 😉

Durch das Rätselhafte der Begegnung angeregt, hab ich dieses ebenfallsig merkwürdige (erste) Piktogramm zusammengeklickt – immer schön auf die wesentlichen Elemente des Objekts-in-Abstraktion (!) hin zielend:funky-hausrat-templeblockKönnte man grad mal zum Kategorie-Icon umschmelzen…
So  vielleicht? Lassen!

Wo einem so was passieren kann? Nun, besucht doch einfach mal ein/das Second-Hand-Kaufhaus in Eurer Stadt!

p1080541-532
Cool²: auf einem davon klebt verwirrenderweise der Ministicker “Made with pride in Taiwan” – ein unaufklärbares Attribut zu sonst prosaischem Küchengerät – die Verwirrung ist komplett.
Nächstes Ding bereits in der Pipeline: eine dreiviertel mit Kronkorken gefüllte leere destillierte Wasserflasche. Wenn man die im liegenden Zustand leicht tätschelt, leicht, aber mit Spannung und Übung, hörtmanwie brasilianische Batucada aus der Ferne.
 (Im Video mit Kevin&Karen: Finde den Fehler😉)

_____________________________________________________________

Musik beim Schreiben bis heute (angefangen hab ich mit diesem Post vor 16 Tagen..):

Prince and The Revolution: “Music From Purple Rain”

various artists (Scandinavian Hardcore Bands): “Purple Pain”

R.M – Chikyu-u 002

Eugene Chadbourne: “Ca Va Va Voom”

Schön, daß wir Nachbarn sind!

Mitten in den Drehvorbereitungen zum HandtaschenClip entstehen – unerwartet, unter vielen anderen, doch hochwillkommen – diese vier pinxographischen Werke:

mvp-scanp-180904-670d-r3vr6 hbe-scanp-180628-646f-r2vr3 mvp-scanp-180912-671g-rvr96 mvp-scanp-180930-674b-r2vr5

Also, die würd ich glatt im Wohnzimmer aufhängen ;-) Nebeneinander! Nachbarn! An der Wand! Das Linke und das Quere! Aber das Quere links!

Drehvorbereitungen:

  • Beamerständer konstruieren
  • Passepartouts für den Computerbildschirm (!) schneiden
  • schwarzen Samt als Bodenverdunkler testen
  • die alte Funkmaus suchen smiley-blush
  • die PinxoGraphien der letzten 12 Monate in klein auf CD brennen
  • ein Möglichkeit ausbaldowern, wie man handbewegte PinXoGraphien auf Film kriegt:

moviepoodle_pinxography_on_the_move

Nachtrag zum Dreharbeitenvorbereiten:

  • Nähmaschine startklar machen für die passgenauen Kinoleinwände ;-)
  • Ein geeignetes, möglichst halbtransparentes trompe l´oeil für den Hintergrund aushirnen, ganz im Sinne von “Paradox!” aus “Inception”, dieees unfaßbar aufwendigen OK GO Video  – oder sowas wie die aus fast allen Blickwinkeln desolat wirkende Torkonstruktion beim Horizontalfußball:12210020
  • das Kameramanual nach manuellen Belichtungszeiteinstellungen durchforsten..

Gefunden beim trompe l´loeil weiterverfolgen: Wow! “Mirror Anamorphis”

______________________________________________________________________

Musik beim Schreiben und Cutten heute:

nur das Mausklicken und die Nummern-Ansage der Bilder aus den Videoaufnahmen (alles entfernt – das Ding ist ohne Sound). Aber hört dazu doch einfach dieses schwebende”Line” vom (beim Nachtragen gefundene) Portico Quartet: “Shed Song (Improv No 1)”, “Ruins”, oder “A Luminous Beam“- Wow – hier ein Video blogstar-y dafür!

Mais in Öl – nein, no Pop, no Style*, no Pop’o’Corn

Mit meiner Filmkamera at hand  und out door hab ich gestern ein neues Feld der Fotografie entdeckt – ein unklassisches double feature gewissermaßen: man macht ein Foto zwei mal. Oder, genauer: man sucht zwei mal aus, zoomt sich quasi ran ans “Endbild” durch eine Auswahl in zwei Stufen. Das ist der Gedanke des Tages beim Sichten des aufgenommenen Filmmaterials genannt “daily practice of Schwenk’n’Zoom”.

Zweistufige Näherung bedeutet: man nimmt vor Ort Filmmaterial auf und sucht aus diesem Material daheim dann die besten StandFotos aus. Superspannend dabei die Idee der Stufen der Attraktion, wenn man wie ich zuerst am Rande des Maisfelds anhält, weil man a) die Monochromie unter diesem speziellen verschatteten Nachmittags WolkenSonneLicht super fotogen findet. Beim anschließenden Aufnehmen allerdings bemerkt man, daß das ausklappbare Display bei Aufnahmen mit beiden nach oben gereckten Armen, die Kamera in zwei Meter zehn Höhe zu weit weg ist, um genau auszusuchen = Details zu berücksichtigen, auch wegen des sonnenseits “überbelichteten” Bilderkennungsstörung eine Aufnahmesituation, die unter “Test” und “Ausprobieren” laufen muß.

Also hält man on location erstmal “nur” die als bewährt erwiesenen Regeln für Schwenks ein:

zu langsam, dafür ausreichend lang. Also immer schön  im motorisch eigentlich unerträglichen Schneckentempo. Und das mindestens immer eine halbe Minute. Wenn sich das Motiv lohnt, gerne auch bis zu drei Minuten. Falls der Bewegungsapparat das mitmacht. Und produziert so erstmal nur laufende Meter, auf die Möglichkeiten des Schnitts, der Fantasie und der möglichst großen Auswahlmöglichkeiten vertrauend. Also etwas ungehalten (innerlich) und ungefähr so (gerafft, sprunghaft geschnitten und mit einem Reissschwenk als Joker zur Illustrierung – DAS hat Spaß gemacht):moviepoodle_1060739scsh01

Ich hab den O-Ton weggelassen heute und auch nix anderes (Geräusche, Musikalisches) angefügt. Es geht diesmal  ja rein ums Bild in der Menge. Außerdem:  Maisfelder in Stadtnähe unter der Woche haben alle denselben Soundtrack: rauschender Verkehr in a distance. Krass.

(Nachtrag/Idee am Tag danach: diesen ZwanzigSekundenClip könnte man exemplarisch mal zum Vertonen benutzen. Ganz so, wie seinerzeit dieses verwischte WinterwaldbildFoto zur mannigfachen “Auslegung” via Krimititel-drüberkleben. Mir fallen da selbsterzeugte Schrittgeräusche im Feld, gehetztes Atmen (also FilmKlischeeGeräusche für Maisfelder) oder dolldreist Sachen wie Rollschuhgeräusche, Blasmusik oder Stimmengewirr (!) ein ;-) )

Und dann, abends zuhause und nach einer mehrstündigen Foto- und Analytischer-SehPause das Erstaunen: da sind ja richtig sehenswerte Einzelbilder dabei: solche, die auf eine Weise faszinieren in der Bildaufteilung und -komposition. Bilder, die mich begeistern. Und die ich vor Ort gar nicht in ihrer Schönheit wahrgenommen hab – kein Wunder bei dem Maisblattoverkill.. Dazu hätte ich mich stundenlang reinknien müssen.

Könnt ich mir groß in Öl vorstellen!

moviepoodle_1060746scsh07 moviepoodle_1060745scsh01moviepoodle_1060745scsh15 moviepoodle_1060743scsh01

Ebenfalls extrem interessant, sich per footage selbst zusehen zu können, wie man sich dem Endbild nähert, einfach durch Film gucken. Ein bislang unentdecktes Plus des langsamen Schwenks’n’Zooms – das ich gestern eigentlich nur mal in freier Landschaft üben wollte. Üben und mal sehen, ob

  • dieses amateurhaft handgeführte Aufnehmen für irgendwas taugt – schließlich gibts ja mittlerweile erschwingliche Rigs, die komplett verwacklungsfreie Bewegtbilder aus der Hand ermöglichen.
  • ob ich das Aufgenommene zuhause als wertig für Filmzwecke bestätigen kann (teilweise). Oder ob es gar…
  • schon einen “Sinn für Vorahnungen gibt, wie die Sequenzen im Fertigen wirken (Null. Vorort bin ich zu beschäftigt und aufs Bild konzentriert, um mir Schnitte, Abfolge der Sequenzen oder gar Vertonung vorzustellen. bislang.)

Wenn ich mir nun das Dutzend frisch geschnittene Screenshots so auf der Zunge zergehen lasse, sie also mit Muße wiedersehe, fällt mir überdies die doch von Bild zu Bild starke Schwankung in der Räumlichkeitswirkung auf. Also das Gefühl von Weite, von  räumlicher Situation,  entweder von Beengtheit oder, im positiven Fall: Intimität, die diese trockenen Blätter=Flächen je nach Raumlage und Kamerawinkel zu generieren in der Lage sind. Und erinnern mich an dieses fantastische Zwischengefühl, weder draußen noch drinnen zu sein, wenn man sich in griechisch-römischen Tempelanlags-Ruinen zwischen den Säulen –  oder in Kiefernwäldchen bewegt.

Erstaunlich: genau dieses seltene Raumgefühl kann man an einem derart  zerbraust-zertrockneten Maisfeld testen, kann diverseste architektonische Gegebenheiten reihenweise mit der Kamera “notieren”. Zur Erhellung, Beispielhaftigkeit und zur (raum-)gestalterischen Lehre. Grandios! Und alles fern von jeglicher Farbkombinationswirkung

moviepoodle_1060752scsh01Zur Verortung oben als Abschluß Maisthema dieses Bild, das dem gemeigten Ortskundigen die nördliche Nähe zum Mannheimer Großkraftwerk offenbart. Und da gings auch anschließend hin, war es doch das eigentliche Zoom’n’Schwenk-Ziel.. Doch cinematografisch davon später. hier erst mal ein paar schnippische Filmstills als Motivanreger – gar zum Selbermalhinfahren?!

moviepoodle_1060856scsh04 moviepoodle_1060847scsh05 moviepoodle_1060854scsh04 moviepoodle_1060824scsh01

Natürlich hab ich dort auch noch einige “echte” Fotos gemacht, die ich ausschließlich a) dem grandiosen Zoom  und b) der Makrolinse bis zu 1cm (!) Abstandstauglichkeit der Kamera “verdanke”. Minus hier: mich stört die digitale Anmutung. Das Licht war anders, undüsterer. Die Farben ebenfalls. Irgendwie deutlicher. Naja, kein Wunder nach achtunddreißig Jahren analog..

Aber als Motivideen außerordentlich tauglich..

p1060767 p1060805 p1060811b   p1060795

PS.: auch wenns übrehaupt nicht so wirkt: alle Bilder sind von gestern nachmittag! ;-)

_______________________________________________________________

Musik beim Schreiben und fahrig ;-) Schneiden heute:

“The Story Of Jamaican Music”– Part II: “Reggae Hit The Town – 1968-1974″ * – get a glimpse of it here.

i:cube: “adore”, VERSATILE RECORDS, 1999

Gottberg: “Do You See Me?” , 2008

Smole City: “Flying Away”, ZOMBA, 1997

film still addict

Nachdem ich jetzt ein gutes halbes Dutzend engagierte Fotografen zu ihrer Einstellung “Film”/ Bewegtbild interviewt hab, ist das erstaunliche Ergebnis so far: es gibt da eine feine, aber mächtige Grenze der Berührungsscheu dem bewegten Bild gegenüber.

Das liegt – so nicht nur mein Schluß – an der vierten Dimension. Daran, daß diese irritierende Bewegung, das Rauschen der Bilder durch das Sucherviereck schlicht das Gegenteil eines  stillen, kontemplativen Fotos ist. Und daher ein völlig anderer “Muskel” vonnöten wird, um sich enthusiastisch um Schwenks, Zooms oder, versteckter, advancten Schnittrhythmus kümmern zu wollen/können.moviepoodle_1050280scsh01Als “Vorübung”, sich als klassisch bewegungsphobersmiley-blush Fotograf mit dem Medium Film anzufreunden, wurde das Auswählen von Standbildern aus laufenden Metern genannt. Das kann ich bestätigen, da mir diese Art Tätigkeit nicht nur auch viel Spaß macht, sie fürderhin sehr gut zu gebrauchen ist zum Zwecke, ein möglichst attraktives Bild als “Avatar” des zugehörigen Clips auszusuchen, der dann klickbar verlinkt wird. puuh wassnsatz! 19th century!

Zusätzliche Entdeckung via Kommentar der Nachbarn

“Sieht ja aus wie – insert impressionist painter here – !”

Hey! – die ultra groben Vorschaubilder im Explorer mit den typischen JPG-Störungen (“Blockbildungen“) “halten” eine  eigene Ästhetik, die man (nach solcher Anregung ganz im Sinne der Werke von Thomas Ruff) plötzlich als solche a) erkennen, b) schätzen und c) kuratieren kann – voilá!moviepoodle_1050657_scsh01Da such ich doch selbständig noch zwei mehr aus, an denen mich die Datenreduktionsästhetik so recht erfreut… (18th century writing?)moviepoodle_1050196scsh01 moviepoodle_1060259scsh03

Zur Beibehaltung der Übersicht über noch nicht verwendetes gutes Filmmaterial dienen sie ebenfalls – ich hab nach kaum drei Monaten Filmen schon ne anständige Sammlung beieinander..

moviepoodle_1040587scsh01moviepoodle_1040717scsh01pUnd als schnell hingehuddelte™ Ideen für die nächsten Filmexperimente wie hier zum Thema blue screen – ebenfalls gern!P1050211Was les ich da grad zwei Klicks weiter auf dem vom Wiki-Artikel verlinkten heise.de/newsticker/ – das geht mit App und KI nun schon in Echtzeit und beliebigem Hintergrund?! Se Hämmer!

Weiterer Fund: der von der Reportagefotografie zum Filmset gelangte Raymond Cauchetier * 1920!

PlusPlus: JPeG ist die Abkürzung für Joint Photographic Experts Group. Die trifft sich 3 mal jährlich irgendwo auf der Welt und berät, wie man mathematisch/programmatisch mit Bildern umgehen kann – im Original “has a long tradition in the creation of still image coding standards”. Auf der oben unter “Blockbildungen“verlinkten Seite fand ich zwei Klicks weiter das “JPG-verstehen-Lab“, wo man selber an den Reglern – auch eigens hochgeladener – JPGs herumdrehen = JPGs verstehen lernt. Großartić !!

_______________________________________________________________

klassische Musik beim Schreiben heute  – à propos Impressionismus:

Frederick Delius: “In A Summer Garden”

Ottorino Respighi: “Fontane di Roma”   – zugucken!

und zum WiederKlar&Klassischwerden… Gabriel Fauré: Gavotte aus “Masque et Bergamasque”