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Heute entdeckt: das Bindeglied zwischen Floristik und Kollisionssport

Aus dem bescheidenen Plan der am Vormittag angestrebten (und prompt geglückten) Akquise eines einfachsten Deckels für einen meiner blauen Eimer wurde – wie immer im Marktkaufhaus – ein Haul der serendipischen Art (oder der seren-diebischen-Freude-am-neuen-,-skurrilen-Objekt-Kauf), brachte sie doch eine Idee von zwischen-den-Welten ins Haus. Denn auf dem zu Fotozwecken entfernten Barcode-haltigen Aufkleber fand sich durch Googeln dieser obligaten Nummer die unfaßbare Wortkreation “Liegevase Quarterback”. Und kommt damit verbal ganz exzentrisch nah an die fotografischen Möglichkeiten dieses Aliens:


Wie der Bug eines die Wellen durchpflügenden Boliden, dem Flügel eines futuristischen StraßenCruisers im Style einer Cheryl Kelley, der prallen Seite eines passiernden Riesenfischs oder psychedelisch-stylischen space ships in einem nicht ganz schwarz-weißen Abendfüller. Oder, frisch entdeckt und nachgetragen am 19. Jänner, eine weitere kühne Version eines port authority wie die/das in Antwerpen??

Und das mit einfachsten Ingredienzien (Hintergrund= metallgebürsteter Karton)..

..gelingen sehr schnittig-stylische Bilder, von U-Boot/Raubfischklon ohne Wasser im Anmarschflug..

..zu irritierend kontrastigen = irreführenden Katalogbildern..
oder fehlerhaften welchen, mit besagten, unentfernten, das heißt irgendwann für immer super störenden Etikettenrechteck in der Standellips:e:
Next try: mit frisch zugeflogenen, schnell fahrig=fugenbetonend zusammengeklebten Dokumenten-Klarsichthüllen in feuerwehrrot mit Druckknopf(!) mutiert alles flugs…zum Geheim-Agenten-Bar-Outfit – was auch an den schon bekannten StilGläsern liegen mag OK OK – oder vielleicht am durch besagten Hintergrundpfusch suggerierten… Fadenkreuz??:


Hier oben sieht man e.n.d.l.i.c.h. ganz deutlich die angestrebte Design-Verwandtschaft. Na, man steht auf dem Schlauch? Dann schaut mal auf Steelers vs. Packers– na, wo fliegt es denn?

Und unter Zuhilfenahme des ebenfalls zugeflogenen Retrotischchen und Mischlichtfake gelang diese sehr spezielle (Film?)Stimmung:

DAS weckt den digitalen Sommelier in mir und ich “empfehle” folgende beiden Drinks: darf es stylischer oder eher (bild-)stimmiger sein?

 

Produktfotografie+, mon amour!

Demnächst vesuch ich mal die vorgesehene? Verwendung-im-Bild mit.. liegend drapierten Blumen, Peterle,… oder wäre die gar: Spiralen werfen?… Hier auf jeden Fall ein herzliches, ungesponsertes Danke für diese Inspirations- & Weltverbindungsskulptur ans Bamberger  derudesign.com!

Screenshot diary – am Tag daNachtrag – ich gehe ja mittlerweile standardmäßig opulent ™ mit Galerie-tags um siehe die aktuellen 8:Da gibts ein interessantes Ergebnis/eine anregende Bildnachbarschaft bei “#nicht stehen”:

Schnelles Fazit zwischendurch: ich muß einfach mehr sexy Zebrastreifen auf meiner Seite einbauen ;-))

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Musik beim Fotografieren und Schreiben heute:

So Inagawa: “Side Ways”

Noiseshaper: “King Size Dub Special”,  Echo Beach, 2019

St. Germain: “Boulevard”, F Communication, 1995

Harry? Down The Chimney? Tonight?

Nen Weihnachtsmann, der durchs Kamin herab sich beeilt, fand ich als NichtenGländer schon immer absurd – bereits in einem Alter, als ich dieses Wort noch gar nicht kannte. Und nun, Jahre später mit Blick auf Kraftwerksschlote hat sich daran null verbessert, also: keinen Deut weniger.
Aber altes Leben a brauchen lassen, das gefällt mir sehr gut. Heute abend und ich wette, morgen früh immer noch, und mit all diesen herübergeretteten, aus alten Kontexten losgelösten Gegenständen, die sich mit frisch vorgefundenen zu neuen aufregenden paaren (lassen), startet ein neues taufrisches Kapitel, und ich ahne, es wird die tags “Einrichter” und “Produktfotografie” tragen.

Hier als erstes NeuDingDesign: alte ( 20 Jahre, no kidding) Resopallochplatten mit neuen frisch vorm Sperrmüll geretteten™ Tischlerplatten in chiqer SchwarzeSche – ich bin schon ganz wild, das Ding sich auf dem ibee Karusell drehen zu sehen – im Gegenlicht: Spannende Aufgabe für die Befestigung der Teile miteinander: wie lenke ich die Kraft der flachköpfigen Spanplattenschrauben um 30 – 45° um, damit diese beim Anziehen die Platten durch ihre konische Form nicht sprengen? Meine Lösung: Selbstsichernde Mütter!

Und beim frisch Februar 2018 entdeckten innenarchitektonischen Suchen mit diesem Bild finde ich die freaky JBL Paragon D4400 one of the most sought after vintage audiophile speakers ever made. Wow.

Mit “Produktfotografie” meine ich heute ganz klassisch für eBay aufzunehmende Gegenstände wie diese Sitzskulptur aus den die-Zukunft-heranahnen-spürenden Achtzigern. Erinnert sich noch jemand an den “Balans” ? «Ein revolutionäres Design, das 1979 eingeführt wurde und das selbst während des Sitzens die Bewegung fördert» schwärmt die 2019er amazon ProduktinFo. “Während des Sitzens die Bewegung fördern” – das erklär mal ner heutigen couch potato..  das geht überhaupt nicht zusammen – für Beewgung gibts heuer doch das Ring Fit Adventure! (nein, immer noch keine Werbung/gesponserte KontoBewegung, das ist Gamification von Pilates!)

…oder ein aus 2Quadraten und 6gleichseitigen Dreiecken zusammengesertzten Modul-Konferenztisch-Trio (jede Kante bis auf eine 70cm), das ich zur Inspiration mal mit etwas Naturstreifen aufgeschneckt habe, um das Ganze mal nicht so prosaisch rüberzubringen, welche Muster man damit “legen” kann (die Stühle sind schon weg, die Tische zu schlicht für hier, sorry):

..ein weiterer ultraspannender Punkt sind die lose aus den Umzugskartons auftauchenden Beleuchtungskörper. Am meisten Spaß macht mir der bei einem früheren Transport zerbrochene Lichtkasten, der nur noch aus einer Klappe und der mit 5 Mini-Neonröhren bestückten Rückwand besteht. Extrem flexibel einsetzbare Lichtquelle, das!  Fotos folgen!

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Musik beim Baum schmücken Zebra-streifen heute:

Cecilia Grace Music: “Santa Baby”

Brian Setzer Orchestra: “Jingle Bells”  – für Klassikfreaks: der kann auch Tschaikowsky!

Das Gegenteil von dunklen Bergen sind… qualmende Schornsteine

Ein Tag vor Nikolaus, beziehungsweise am Tag des N-Abends: hier kommen die ersten Bilder meines neuen Ausblicks aus der frisch “kartoniert vollgestellten” Wohnung – ein unerwartetes Superplus für mich Industriefreak: der nächtliche (und natürlich auch tägliche) Ausblick auf hier in “Mannheim Süd” allzu bekannte Schlote und in die Weite:Superplus für mich deshalb, weil ich a) diesen Anblick liebe als Landei – Umweltmahnung inbegriffen – das ist unser Leben als Industrielandbewohner (oder wird es einst gewesen sein!) und b) ich den Neubau des bei Eröffnung schon fragwürdigen Großkohlekraftwerks begeistert mit der Kamera verfolgt habe. Zwei (oder gar drei?) Jahre lang ging das, glaube ich so aus Erinnerung sagen zu können. Hier zwei meiner allezeitefavorite:

So kann ich nun die dunklen Berge vom November und passende Lektüre …”wegrauchen” lassen und mit diesem arkadisch – im Sinne von lateinisch: der Bogen – gelungenen Bild file_under: gloomy sunday:

Überaus erstaunlich überdies, welche Lichtvielfalt und Räumlichkeit in diesem Motiv steckt – von der praktischen Nutzbarkeit als Wetteranzeige da ganz geschwiegen: Wolken nach rechts: Ostwind, kalt, trocken. Nach links: Westwind, regnerisch, ihr Anstellwinkel Funktion der Windstärke. Jetzt fehlt nur noch mein altes Thermometer am Fenster – fertig ist der persönliche Regenradar 😉

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Musik beim Einrichten/Auspacken/”Farbkarten” aussuchen V.1:

Drexciya: “Harnessed The Storm” TRESOR, 2002

Nachtrag am Tag danach: hier noch ein gaanz altes aus meiner Reingretchen Zeit, da gabs die beiden Schornsteine auf dem “Altbau” (die beiden “oberen”) noch – Ganze als unmerkliche Montage™ – das Motiv herhielt für gleich zwei Cover vom Januar 2013 :

und nochn Musik-Nachtrag: Ben Buitendijk – “Promised Land”

Schach dem langweiligen Licht!

Wenig Aufwand mit Lampen, Reflektoren oder Stativen (jeweils ein/e. In Worten: eins), dafür immer 15 Sekunden action pro Foto:Next step Lichtstiftmalerei. Im abendlichen Dunkel meines Zimmers überstreiche oder spotleite ich die hölzernen Mannen und -ginnen.  Händisch mit LED-Taschenlampe. Ein schneller “Strich” vorne über die Weißen, ein etwas verzögerter=längerer über die dunkle Seite d.M. Dann lange hintoben auf den “Himmel”- er soll erstrahlen!  Untergrund: Glas über Silberkartonage, das Spielbrett wirkt abgehoben ja, schwebend. Hintergrund: rotundenrund. Painting by doing, nach jeder Belichtung checken, was man anders machen, wo man beim nächsten Anlauf sonst noch mit dem schnellen Lichtstrahl drüberhuschen oder drunterleuchten könnte, immer in Bewegung, um eventuelle Schatten zu zerstreuen, Aquarelle an die Wand zu malen:

Endlich hab ich wieder ein Schachspiel!

Nicht unbedingt zum Zocken (sagt man das bei.. SCHACH??), mehr zum Angucken-im-Raum, an Jungentage im örtlichen Schachclub spielerische Nachmittage verbringend denkend, wie ich begeistert von der dadurch zu solcher gewordenen Ernsthaftigkeit die Uhr drücke nach jedem frisch gefahrenen Zug, dazu quasi uhnisono mit den Gegnern Unmengen an Erdnußflips vertilgend, unverzagt und gedankenlos “geschmeidige” Figuren und Bretter hinterlassend uaargh..

Oder sich angeregt fühlen, 4 große Partien nachzuklicken..  Aber dann schnell zurück zum Thema Fotografie:  Mit der Handlampe gehen erstaunlich schnell erstaunlich dramatische Beleuchtungssituationen, finde ich. Theater-like. Gleißende Dramatik, knallharte NeonHärte, unheilschwangere Schlierenschlachtenhimmel, alles immer mit dem Hintergrund als dritter Mann(schaft):

Unten eine kleine spielerische Verfärbung-danach. Was übrigens bei den weißen Figuren wirkt wie unter einer langen Reihe von Spotlights auf die Köpfe gestellt ist schlicht die Spur des zügig drübergezogenen Handlampenstrahls. Muß man bischen üben!
Die stark kontrastierenden natürlichen! Bildfarben rühren von der Anwesenheit der gelblich streuenden Zimmerbeleuchtung, unsichtbar in meinem Fotografenrücken her: die vom Taschenlampenstrahl unbestrichenen Bildteile und Figuren sammeln/reflektieren dieses Licht, die Kamera errechnet mit eingestellter Automatik dann das entweder blau oder gelb der Bildstellen.. MischLicht als Schmaus, nicht Graus des Fotografen. Heute mal.

Photoshop boostet diese dann. Erstaunlich dieser Himmel-plus-Wetter-effekt des schlierenden Hintergrunds! Prima zum schnellen Checken der atmosphärischen Möglichkeiten!! Kame-rasta-tiv: das kuriose Tripod Mini Metal Flexi.

PS.: und – welche 2 Fehler in der Mannschaftsaufstellung findet der Kenner??

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Musik beim Lichtziehen heute:

DINOSAUR: ‘Together, As One’

Kapustin plays Kapustin – Paraphrase on Aquarela do Brasil, Op 118

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Sonntagsschach: da geht noch was: erst à la nature.. à la rotonde mit der Schachinselsilhouette da hintoben.

..dann Richtung SparringsSchach, Showkampfschach, WWChess – He! Wo ist Euer Coach??

la Schach Lab:griechisch-römisch:

aHoi VitrinenSchach? MuseumsSchach!

FluchTachSchach:

Rotationschach:

Zentrifugalschach:

Loftschach:

und Schachonne stage:

diese 10 gehen mit 2 DEUTLICHEN Lichtquellen- nicht so versteckt wie Teil 1: das Wanderlicht und der bewegungsrundgedrehte Bäckgrund.

Und zu den übermäßig vielen Schachbildern heute ein wunderbar passendes bon mot von Hans Zippert in der “Welt” als Nachtrag am 1. November:

«Die künstliche Intelligenz können wir nur durch natürliche Blödheit in Schach halten.»

Dazuhören!_________Stay In The House #1 | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

Steely Dan: “The Royal Scam” ABC, 1976

Ich geh dann mal Licht stiften

Manchmal kommen Wendungen im Werk unerwartet, doch diese heutige wirkt mir überraschenderweise irgendwie wie “heimlich” (oder besser: schläflings?) vorbereitet. Oder: Neugier und Erfahrung an einem kritischen Punkt, nun neue Funken schlagend. Oder: Das Prinzip Zeit sparen durch Viele Bilder gucken – spielt hier eine mit-entscheidende Rolle. Oder: Die Zeit war nun reif, das könnte man ebenfalls sagen.

Und dann allein die simple Frage, wie ich als Einrichterpoodle meine “möblierenden Ideen” denn zeigen, visualisieren wollte – die zu 90%  unfertig,  quasi als 3D-Explosionsszeichnung irgendwo verteilt herumstehen wie Inspirations-Moleküle, versetzt mich seit gestern in den improvisierenden Produktfotografenstand™ :

Eine alte Idee für eine Bodenlampe im Schlangengewand taucht demnach völlig folgerichtig aus dem Keller auf. Bis heute “gelang” grad mal die Fertigung des Hauptholzkörpers, noch ohne jegliche Idee der technischen Umsetzung. Dennoch  kommt mir diese challenge grad recht, das Ding in die angestrebte Szene zu setzen.

Vorüberlegung/Impuls: Komplementärfarben kommen immer gut, also öffnet sich das blaue Fach meines fotografischen Farbkastens  für vier mittelgroße Kartons, deren eventuell sichtbare Stöße bitte bei der Bildbearbeitung zum Verschwinden gebracht werden möchten – ich mag für diese action nix kleben, nix großartig fixieren, alles soll on the fly geschehn..

Hier unten zu Eurer Anschauung der digitale Kontaktbogen mit allen für diese Serie schnell aufgenommenen Fotos – in Reihenfolge des Erscheinens:

Diese paar reichen, um sich durch die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten und Perspektiven direkt nebeneinander folgerichtige Gedanken machen zu können.

Gleich am Abend der Nächste, bitte: meine ta-dah! unvorhergesehene! Premiere fürs Lightpainting – ich mag das Ding als funktionierende Lampe,  als Leuchtkörper mit charakteristischen, selbst-induzierten Umriß sehen. Dazu: 15 Sekunden Belichtung im “Manuellen Belichtungsmodus”, das Ganze auf Stativ natürlich, eine smarte, kleine Handlampe zum Selberaufladen per Dynamo (!) und dann sechs Dutzend Versuche zur optimalen Lampenführung – ne Art Test-Choreographie per Lichtdramturgie:

 

 

Das unterste mein Tages-Liebling file_under: Produktfotografie mit:  Chiaroscuro plus Vintage Holzstruktur plus eigenchoreographierte Rallyestreifen 😉

Wow – ein neues Fled tut sich da auf – und dazu noch im Dunkeln! Ab sofort wird erkundet- im Netz und in der Kohlenstoffwelt!

Im Netz: voilà – meine schnellen Top 5 unter den doch massig auffindbaren Lichtstiftmaler(idee)n:

  1. Sølve Sundsbø
  2. Alex deForest
  3. Idee: Glühwürmchen Brautschau-Gucken-und-Fotografieren
  4. Idee: mit Schirm, Charme und Funkenflug draußen sein
  5.  man läßt das Licht fliegen(!) und beleuchtet… Landschaft(!) Idee: Reuben Wu

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Musik zur langen Nacht der Belichtung heute:

Ben Buitendijk – Promised Land

Harrison BDP – Standing In The Rain

HandkantenJazz im TanzmattenModus

Die Hand. Die Kante. Der Jazz. Der Tanz. Die Matte. Der Modus. Vertraute, doch recht unzusammenhängende Bausteine unseres modernen Lebens, zudem auch nicht ständig in Gebrauch. Aber durch die große Erfindung des Kompositums werden diese “Einfachen” per Wortmix wieder eine Revision, einen Wieder”besuch” wert,  erzeugen ne neue Melodie, ein neues Hä? Und Anreiz des Ertastens des so jäh zusammengewürfelten Sinns: Na – wie hört sich das an? Wie schmeckt das? Worum gehts?  W-Wo liegt des Rätels Rätsel?

Analog dazu heute die optische Transferleistung: der Blick des gereiften Fotografen, der über das ebenfalls Alltägliche = unsichtbar Gewordene streift. Und sich, bei manchen, raren Lichtsituationen am Nachmittag vielleicht, vom Gesehenen weg-erinnert, um staunend frisch Entdeckbares daraus zu destillieren, “hervorzufotografieren” quasi.  Als Paradebeispiel für so nen Transfer hab ich irgendwann den skurril klingenden Satz: Ein Topologe ist jemand, der keinen Unterschied zwischen einem Kaffeebecher und nem Donut erkennen kann notiert. Ausgehend von diesem sehr einprägsamen Bild/Video..

So geh ich nun bildnerisch-erkundend an unsere Überschrift und die allernächste Umgebung ran. transfer-topologisch sozusagen..

Mit der Nahlinse der gefühlt immer noch frisch-entdeckten Filmkamera (des damit erwachten Moviepoodles) geht ebenfalls die bislang “verdeckte” Tür namens Makrofotografie auf – schaut Ihr doch gradwegs aufs nadlig-neue Menuebild dieser Site,

..noch besser (= herausgearbeiteter) meiner Meinung nach  am neuen Header dieses Blogs zu sehen:


Und? Nadel, Neon, Discobaum? Keinesnichtens – diesen “gegenüber” langstieligen Gegenstand hat wahrscheinlich jeder Haushalt mit etwas Outdoorfläche, die es sauberzuhalten gilt, in stock – ich bin lediglich näher herangerobbt – das Streiflicht des Nachmittags war soo appealing – und hab anschließend die Originalfarben um 180° gedreht.

Der Rest war, ist und bleibt: Staunen.

Gleiches mit diesem Eisdom der Zitrusfrüchte-verarbeitenden-Architektur: mir fällt dazu der Blick nach oben im Heidelberger Tankturm ein.


Oder dieses frappierend monochrom serendipische Ensemble, entdeckt in einer nervös-zappligen Fotostimmung, die mich verleitete, dieser aparten Edelstahlseife Bewegungsunschärfe beizubringen:

Mein “Originalgesehenes” in immer noch mind dazu: der große Fisch des Constantin Brâncuşi  (1876 – 1957) in der Mannheimer Kunst’alle..

Zu dieser (Werk-)Gruppe dazu muß dieses Filmstill des jüngst flohmarktseits erworbenen Tumblerglases – das hats ob Farb-, Form-, Brechungs- und Bokeh-Appeal ebenfalls hierher geschafft:

Und was immer wieder verläßlich Fotogenität erzeugt, sind: Muster,”Pattern” im Fotoslang. Heute: ein Muster aus nem Sack voll Miniatur-Glücks-Schweine. Plus Totalreflektion zur Borte ergänzt. Eigentlich in motion gefilmt, tuts mir aber dieses Standbild besser, denn wie schrieb ich ähnlichenfalls im Jänner `18: das Ding ist actionmäßig einfach zu passiv..

Und als Serienabschluß eine erstaunliche Assoziation, “zurückgekommen” via schlampiges-Beiseitewerfen-von-Staubtüchern:
Ganz klar eine unwillkürliche Nachahmung einer klassischen Malerpose. Ich google mal Renoir, Modigliani, und Kollegen. Hauptsächlich aber fallen mir wieder die aus Designerstücken “geknüllten” Gesichter des Bela Borsodi ein.

Unerreicht!

Mit diesen zugegeben (angestrebt)-skurrilen Fotos kommt man doch recht nah an das heran, was “Handkantenjazz im Tanzmattenmodus” (ebenfalls skurril) an Empfindung erzeugen kann. Fremdartig, doch interessant in der Kombination. Jemand ne Idee für nen Soundtrack? Und à propos Handkante: Kung Fu gibts ja auch in der Kombination mit.. Fußball. Und Gedankentanzmatten, gehäkelt in 4-D gibts ebenfalls..

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Musik beim Schreiben und Staunen heute:
Deep & Lounge | Deep House Set [Dinner & Drink] Mixed By Johnny M

Es ist nicht alles Schein, was trügt

Eine sehr twisted MixVersion aus zwei verwandten Redensarten. Ist mir irgendwann vor Jahren so ins Hirn gefahren und zeigt perfekt, wie man aus schlicht durchgewürfelten Sprachbausteinen neue Ansichten der Welt gewinnen kann: Was kann hier in lehrerhaften Ton wohl gemeint sein? Oder “geht” das gar nicht? Das Sein als Täuschung gar? Betrug im Echten?

Das Ganze kann – fällt mir heute als Anlaß für dieses Posting ein&auf – mit 4 Fotos desselben Gegenstandes verdeutlicht werden. Ganz nach Beleuchtung & Blickrichtung aufs corpus delicti ergeben sich sehr unterschiedliche Bildwirkungen und -stimmungen. Was hier aussieht wie eine stylisch gewölbte Edelstahlfläche in ebensolcher Sanitärumgebung:


..wird ein paar Zentimeter weiter runter-und-weg mit der Nahlinse zu dem, was es ist: ne schlichte, frisch abgespülte Frischkäseabdeckung!
Ich, begeistert von der Klarheit dieses Motivs, der Feinzeichnung des Makros und der jäh stürmischen Atmosphäre, entdecke bei der nächsten Version diese Kugeln in der Kugel und mache schnell ein neues Start/Menuebild draus – der neue Schriftzug entstand durch Weiterdenken einer einzigen Löschung wegen Wasserfleckverdeckung..:

Wenn alles Feuchte weggetrocknet ist nach Minuten – was bei diesen Spätsommer-Temperaturen ruckzuck vonstatten geht, hat man, mit den reflektierten Eigenfarben  von Kameralinse, Hemd und Hand plötzlich das:

Zum Raten, was hier unten wohl trügt oder nicht, ein echtes (tja) Foto mit “gemachten” Innenrahmen der letzten Fahrradwoche-mit-Kamera: Na – ortskundige Mannheimer – was stimmt hier nicht? Oder trügt hier der Schein mal NICHT? Oder ist das einfach nur mal wieder typisch für hier?!

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Musik beim Staunen und Trügen:

Isaac Albéniz: “España – Albumblätter” für 2 Gitarren, bearbeitet von den  Catona Twins –

hinterher für euch gleich den Mambo aus der Westside Story

 

The Nerdy Road to Neue Ode an die Mode

Während die einen sonntags ihren Garten harken, die andern «lustlos ist die Haselnuß» singen, ergreift indes mich in der Am-7.-Tage-sollst-Du-Stille das Gefühl der Herausforderung. Die nämlich, aus bloßen wenigen, in der Werkstatt fahrig geschossenen Fotos™ etwas Neues hin zu bekommen. Irgendwie lotteriemäßig. Wie auf Zuruf aus dem Publikum. Oder mit verbunden’ Augen in den (Jack)pot greifen.

Heute mal: Glitzer ‘n’ pink – für Mode?immer gut.Erstmal silbern glänzende Fischschuppenroofs in der Farbpapiercollagentechnik à la plage isolee. Oder sehe ich da eher Strandbrandungsbilder aus Paillettendämmen und -meer?  Who knows.. Dann gehts über zu raketomenalen Begegnungen à la Fang-den-Hut..

Dann zum Discoburgenbau am Strand mit handgenagelten Bretterdächern. Unten, außerhalb des Bildes (aber innerhalb meiner Fantasie): der zugehörige Sandhaufen, auf dem das alles steht….

Zoomen-auf Burgfried in Glamourkleid…
Dann Boden-Verlegen einmal anders: diesen unbekümmert hin und her und dann ooops hochgeschoben, erkannte ich plötzlich den Torso, gar richtig mit so Taille/Hüfte und  schräg ablaufender Rockkante. Wow. Von da ein winziger Schritt, mal eine meiner Handtaschenentwürfe im Startbild mitzuverwenden:

Nach einigen weiteren Geschiebe und Gesichtsumrisserfinden wurde nun die untige, irgendwie elisabethanische Modenschau draus:..zusammen mit dem immer zugehörigen Portfolio-Menue, angereget vom Wissen um die Möglichkeit, Kunst aufzuräumen – (Danke, Urs, the Wehrli):

Als Auslöser(!) für dieses Post sollte natürlich auch Erwähnung finden: die neue Soodlepoodle-Galerie namens neueOdeandieMode.

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Musik beim Startbildbasteln heute:

Franz Schubert: “Sinfonie No. 5, B-Dur”, D 485 und seine famose 6. in C-Dur, D 589 (Barenboim/Berliner Philharmoniker)

Sidney Youngblood: “Feeling Free”, Circa Records, 1989

A und Prop O:

Gebastelt wurde das (fast alles) aus diesem Bild- plus mehr Schuppen eines zweiten und der Farbnummer E417D6 als Concealer: das ist doch.. wieder ein perfekt rätselhaft ungestülptes Beispielbild, per Einrichterpoodle-vs-Googletechnik neue Architekturschätzchen zu finden 😉 Heute dadurch dazu: die Louis-Vuitton-Foundation, Paris, die Tama Art University Library, Tokyo, und eine coole Art, sich ein Dach aus Holz zu, äh, erflechten?

Schönheit ohne Symmetrie! Nicht nur eine Handtaschen-Challenge..

Natürlich erwartet man von einer desirable* Handtasche eine ganz bestimmte klare, classy* Ästhetik. Auch, wenn es sich vielleicht um eine noch nicht bekannte neue Art classy handeln sollte. Und dieses Klassische ist, das liegt an der royalen Herkunfu, immer eng verknüpft mit dem Phänomen Symmetrie. Ordnung (im Spiegel) gebiert: Schönheit.

Es war, kann ich mich lebhaft, aber ob der URL unscharf erinnern,  im Zusammmenhang mit fernöstlichen Design, diesen als “hocherfreuten Ausruf getarnten” gestalterischen Imperativ vernommen zu haben: Schönheit ohne Symmetrie! Ein gewisses Lächeln machte sich da sogleich in mir breit, dessen Grund vielleicht so beschreiben wäre:

Für mich die Königsdisziplin, wenn es um Gestaltung geht. Natürlich dann auch in der Handtascherei.

Ein Prinzip, das in der freien-Wildbahn-Fotografie an der Tagesordnung, beim Gestalten von Dingen des täglichen (industriellen) Bedarfs aber eher ungewöhnlich ist. Zum Beispiel Handtaschen. Handtaschen aus Gemälden. Hier treffen beide Welten aufeinander und schlagen den Funken der Herausforderung 😉

Wenn ich mich hier am Blog so umgucke, wären dies meine bislang favorisierten “Symmetrielosen”:

   

  Die unten sind etwas geschummelt, enthalten sie sehr wohl symmetrische Elemente:

 

Neu diesen jähen Sommer dazugekommen sind (im crescendo LayOut)..

 

 

Das überaus Spannende an ohne Symmetrie liegt für mich darin, diese “fruchtbaren Stellen” auf den reichlich vorhandenen PinXoGraphien zu entdecken und dann, wie beim Fotografieren von gefundenen Situationen, nur halt mit TaschenplusHenkelförmigen Sucherausschnitt die anregensten Stellen festzuhalten. Dazu erlaube ich es mir, ganz wie beim “Malen mit Licht” mal näher heranzuumen oder die Kamera vor dem Motiv etwas zu verdrehen, so daß der optimale Bildausschnitt= das perfekte Handtaschenaußen erzielt werden kann.

Hier ein kleiner Einblick in meine Werkstatt des Soodlepoodle’s HandbagExperience: es gibt, wie vor zehn Tagen gemalt, gescannt und umgefärbt, “Stellen”, die eignen sich mehrfach zum “Auslösen”:

Diese aparte Mischung aus Türkis, Schwarz und rostenden Rost – oder etwas außerhalb in blau und pink als Start, gelangen schnelle fünf Variationen nach obigen Rezept – welche sich dann als real entpuppen, mag der Test of Time zeigen:

Mir jedenfalls gefällt diese Art halbdurchsichtiger “Arbeitsschleier”, der die benachbarten Stellen der ursprünglichen Pinxographie durchsehen läßt… schon seit Stunde Null vor fast genau zwei Jahren:Epilog des Tages: natürlich weiß und akzeptiere und bewillkommne ich es, daß die Symmetrie als Gestaltungsprinzip-für-alle-Tage ein hochzuverlässiges Werkzeug darstellt, auf das ich natürlich zurückkomme, wenn ich vom Suchen-nach-ohne erschöpft bin:

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Musik beim Designsfotografieren & -besprechen heute:

Midnight Grooves | Episode 1 | Deep House | New 2017 Series By Johnny M

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* = irgendwie verknüpfe ich mit den englischen Begriffen “lebendigere”, “begeistertere” Eigenschaften als mit den vorgeschlagenen deutschen – erstrebenswert, wünschenswert, stilvoll, edel, nobel, Staub, Staub, Staub…

Vom Blog weg in die Kunst Galerie

Kommt selten genug vor, ist daher umso desto erfreulicher: Galerist entdeckt Foto online……und ordert es in sein Schaufenster (59 x 96 cm Außenmaß):


Wie immer spannend, was die Galeriescheiben davor und die Reflektionen darin mit/aus dem Bild machen! Hatte ich schon mal vor zwei Jahren mit den beiden dolly-gezoomten  Wasserturmbildern. Zum tagsüber Fotografieren mir diesmal zu sehr Wirrnis – also gings über zu Plan B: liegend, beschattet von der Markise & von innen nach außen, von Schrift zu Spiegelschrift.

Lokation: @ Mannheim AugustaAnlage chez theuer + scherr – der quasi Gegenschuß zu meiner Postkarte  Mannheim Serie 05 (“le ciel beige” getauft) :

Wer genau hinguckt, kann jeweils den Kleinfeldsteg und seine Plexiglasgalerie erkennen! Geschichte zur neusten Version- West-Ost Blick –  Seen on (die) Wach(t) am Rhein @ Soodlepoodle Blog vom Februar des Jahres. Erfreulich, Herr Theuer!!

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Musik beim Bildhängengucken/seine eigenen Fotos fotografieren:

G. Love & Special Sauce: “Coast to Coast Motel”, OKEH, 1995

various artists: “Lost in Space – phase II”,  Lacerba 1997