Category Archives: fotografie per se

Meditation glass

Wozu der Mannheimer Pfennigbasar der deutsch-amerikanischen Freundschaft #38 doch alles gut ist: diese vier eleganten Gläser fanden vergangene Woche den Weg direkt auf meinen frisch mit fettrunder Glasplatte aufgepimpten Moviepoodle Drehtisch. Jetzt könnt ihr den Effekt der Kartons in motion erleben. Ohne Tonspur – das Manko wird zum Plus – super geeignet, verschiedene Soundtracks dazu zu testen. Seit gestern abend staune ich über die “Kooperation” dieser Bilder – am besten als Endlosschleife schalten – mit der Thievery Cooperation– groovy! Cool! Edel (in den grauen Stellen)!

Und noch ein Standbild mit beiden Farben 😉

(Die) Wach(t) am Rhein

Ich & morgens unterwegs, wenn ich nicht muß – mark your calendar – kann ich da nur sagen. Aber: erfreuliche Bilder bei herrlichsten Vorfreude-auf-den-Frühling-Wetter. Und ich am Rückweg mit allen Tricks der LUMIX am Werk: extremer Zoom, mitdenkende Belichtungs- und Fokussierautomatik, Bild-Stabilisierungs-App und Echtzeit-Belichtungskontrolle. Tja, digital age halt – ich bin ja erst seit nem dreiviertel Jahr dabei dank Moviepoodle – muß man dazusagen. Bis dato waren ja knapp vierzehn Tausend Tage lang bedächtig analog angesagt.

Jetzt browse ich durch die 459(!) in zwei Stunden entstandenen Bilder und herauspicke nur wenige Stunden danach die “Gegenstücke” oder “Variationen” zu bereits bestehenden Werken, digital age halt. Alles, was gut aussieht, darf. Warum nicht auch.. Postkartografisches – siehe die 4er-Thumbnails:

Oben: April 2015. Drunter: Februar 2019.

OK, das unten hab ich erst ganz im ordentlichen Architktur-Sinn ins brave Rechteck reinverzerrt. Sieht man am dadurch schräggezogenen Gespiegelten.. Der Auto-Kontrast hat das Ganze dann in ein… unwirklich trümmerfeldiges Rasterbild verwandelt. Ganz à la der Letzte räumt die Erde auf. Hat aber auch was.

Bei der vor den Haupteingang der Original-Kunsthalle (fachmännisch: des Billing-Baus) verpflanzten “Slow Motion“-Ring-Skulptur von Nigel Hall fallen mir erstmals&plötzlich ironische Darstellungsmöglichkeiten dieser (nun) benachbarten Gegensätze auf.

Ich kann mich nicht entscheiden, was ich verschmitzter finde:

________________________Musik beim Schreiben heute:

Laika: “Sound of the Satellites”, Too Pure, 1997

Deep In Your Mind | Deep House Set | Winter 2017 Mixed By Johnny M

Working Week: “Working Nights”, VIRGIN, 1985

Ich höre nicht: das Titelstück 😉  “zersungenes Klischee” sagt Wiki. “Bereits vor 1900 (..) vielfach parodiert.” sagt Wiki. Erstaunlich: Versionen von Udo Jürgens und Heino gäbs davon.. Und mein (englisches?) WordPress biegt für die Kopfzeile/URL durchs Klammernweglassen dann auch noch das Original wieder hin. Für ne immer gutgemeinte SEO or what?.. ts.ts

Die Nachbrenner: tja, da gabs mal im März vor sechs Jahren auch ein KrimiCover mit Geländer.. Ob mich das Motiv unten daran erinnert hat? So.. unbewußt?

Vergleicht das nächste Bild mal mit dem dritten von oben.. Na? Wow, ne?

farb rausch poodle

Blätterei #2 heute:  ich sichte/ordne die frisch zugeflogenen Pappen. Heute: die grünblaue “Sektion”.

Der nun vorhandene beliebig! unifarbene *Hintergrund* taugt vorzüglich zu mit der Kamera gezogenen Farbübergängen. Also angewandte Bewegungsunschärfe, hier zum Farbmixen gnutzt. Cooler Bei-Effekt: die dezent muschelmustrige Papierprägung hilft mit, dezente, deshalb umso wirkungsvollere Bewegungslinien zu erzeugen.

Kombiniert man diese Aufnahmetechniken mit den Möglichkeiten der einfachsten (!) digitalen Nachbearbeitung, öffnet sich die Tür zu wirklichem Neuland:

die porträtierten Gegenstände, so interessant/geeignet genug, – das wird noch zu erkunden sein – beginnen eine phänotypische Reinkarnation: bloßes Fotografieren erzeugt etwas völlig Neues, löst die eigentlich ursprüngliche Form zu mysteriöser Unkenntlichkeit hin auf:

 

Plötzlich sehe ich nicht nur bizarre Tiefseefische wie der im Nordmeer tauchende Herr Semenov, sondern auch Bewegungsstudien de luxe wie die von Tobias Gremmler grandiosen digital veränderte chinesische Opern Studien. Die wiederum lass ich mir Anregung sein, es mit meinen schmalen Requisiten und der Farbe-aus-dem-Schuber ebenfalls ins Fantastische zu wagen:

Das sind die ersten Versuche mit dem neuen Material+Ideen. Da bin ich doch mal höchst gespannt .. Ihr glaubt nicht, was da vor der Linse stand!

Aber auch das ganz brav (stillebige) Analoge à la plage isolee darf nicht aus den Augen verloren werden, birgt es doch ebenfalls erstaunliches Set-Design-Potential: schaut doch mal auf dieses betont naiv goldige Ding da unten. Das sind grad mal zwei helle Pappen gegeneinandergestellt, die diese Weite, Draußigkeit und Natur bewirken, während die sichtbar gelassenen Blattkanten ein Theaterkulissenflair “beiraunen”. At the same time!

Und mit Makro und selektiver Tiefenschärfe gehts noch monumentaler, räumlicher:

Dazu ein Add-On aus lila Knoblauchzehen-Netzschlauch, nem roten und zwei blauen Bogen en plus & es ergibt sich gar nicht nur ein neuer FarbFlavour, sondern diese paar Requisiten “schlagen” eine kleine Geschichte vor(!) – ich ziehe im Geist grad eine zickzackige Linie von Szene zu Szene.. “Farbdramaturgie” @ home 😉

Nachtrag: das ist aber alles recht blaß gegen… den living room von Cary L. 😉

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Musik beim Stuanen und Schreiben heute:

Vanderkraft – Ce Bon Vieux Jean Lassalle

des Fotografen Farbkasten

“Ja ja – ich nehm’ alles!” sagte ich impulsiv/gedankenlos zum Angebot, den gesamten Bestand an Chromokarton einer sich verändernden Galerie in meinen Wirkungskreis rüberzuretten. Also gefärbtes Papier zum Passepartoutgebrauch  in diversen Rest-Größen irgendwo zwischen DIN A4 und DIN A 0. Quer durch den Regenbogen. Crazy Vorstellung. Tja und dann kam der große (Umzugs)tag.. Puuh! War ne ganz schöne Ochserei plus mitgelieferter transportation challenge..

Und noch mehr Ärmelhochkrempelimperativ  @ home –  das hab ich nun von der schieren Masse: da müssen weia noch Schränke dazu her. Deshalb die spärliche  Aktivitäten hier am Blog in den letzten Tagen, eher ich und das Bauhaus und torx und Bohrwinde mit Kegelsenker auf Du und Du. Natürlich in den (Schrauben)Drehpausen: kindliche Neugier sprich erste Probefotos – unter Mitwirkung der herumliegenden sichtbaren Spitze meines RequisitenlagerEisbergs:

..meines bescheidenen Obstvorrates:

..der immerwährenden Mengen-An-Sammel-Wut..

..und dem digitalen Scherenschnittspaß bei erster Sichtung am Bildschirm. Na, der bloßen Schauwerte/Komplementärkontraste zuliebe. Man könnte sich auch noch nen Ländernamen ausdenken für diese zufällig hingeratene Nationalflagge. Und welcher Art die Original-Embleme sind…

PS.: Noch ne Variation des obersten Motivs. Weniger BuchstabenVoiceOver, dafür irgendwie näher dran am Stil einer 50ies-Eiskarte: vergleicht einfach (die Farben und Audrey H. auf Echtheit) mit diesem Clip, ragazzi!

Das sind erste Schnellschüsse ins HEY künftig  prallfarbig mögliche Leben-mit-analogen-Color-Support. Se Hämmer, welche Wucht diese Art der Farbgestaltung entwickelt! Einfach zwei Griffe ins Lager R und ins Lager K und dann Staunen, wie das wirkt. Zwischendurch  eine leicht von den Möglichkeiten bestäubte Brummung im Schädel, was damit alles kommen mag.

Barbara Kasten sag ich da nur mal als erstbeste Assoziation. Von Produktfotografie bis zu humoristischer Animation in ironischen Farbdesign HAinIF geht da plötzlich alles:

Es gab natürlich schon den Einwand (von außen), diesen ganzen move mit den cartones doch einfach per Photoshop hinfällig zu machen, ABER!!

..man kommt auf gaanz andere Gestaltungs- und Fotoideen per Griff nach z.B. dem Rosa und den transparenten Plexikunkelen. Den oben kaum sichtbaren Einfluß der natürlichen Lichtfarbe in den reflektierenden Flächen kann man anschließend am Rechner per Autokontrasterei in völlig neue Bilder weiterdrehen – siehe das bleu hier unten. Sagt bloß, auf so ne fotonatürliche Idee/wirklichkeitsnahe Wirkung käme man per Mausklickerei auch!!  Also ich bestimmt nicht !! Für sowas bräuchte man schon ganz schön digitale Erfahrung – bin ich Joon Ahn oder wie??!! So geht das viel impulsiver, schneller und macht mehr Spaß!! Viel mehr!!

Find ich äußerst fett. Und zwei pinxographisch geübte Klicks weiter ergeben sich diese mysteriösen Bildnisse aus derselben rosa Serie:

Hier kommt gar die Oberflächenprägung des Kartons ins Spiel, dieses Leinwandartige, das den Lichter und -brechungen einen exakt räumlichen Platz, eine handfest räumlich zuordenbare  Existenz zuweist. Ein mords Gefrickel per Pixel würde das werden!! Wenn überhaupt!!

Ihr merkt: ich bin entflammt wie ein Schuljunge unterm Weihnachtsbaum 😉

..und auch “ernste” Sachen gehen mit diesem “gebürstetes Alu look” Karton – das hätte mein neustes Startbild werden können, wenn da nix Spannenderes dazwischenkommen..

..wird!

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Musik beim Schreiben heute:

 Lemin – Avant Garden

Harrison BDP – Parallax

Ausreisser: Ekseption – Alla turka

Fahrt auf nehmen 2019

Es ist so eine Krux mit MiniClips. 30 Sekunden sind zwar kurz, wollen aber trotzdem jede Sekunde spannend sein. Dramaturgie unter einer Minute – allein das klingt ja schon nach Challenge. Und bevor ich alles für den angestrebten fashion-handbag-clip zusammen hab (an Ideen, Gemäldeauswahl und -Aufnahme, Requisitenaufbau, footage, Musik und Filmschnittwissen), hilft wie immer und überall: Übung.

Also sitzstehbastelherumdenk ich grad am nächsten Musik im Bild Clip. Darin soll das erste “richtige” Musikinstrument (=im Fachhandel erhältliche) vorgestellt werden – eine zweite Ingredienziensorte neben den selbstgemachten, selbst zu machenden Instrumenten Abteilung funky Hausrat..

Das Trübe dieser Tage findet Verwendung in der easy Möglichkeit zu langen Belichtungszeiten beim Fotografieren. Diese Serie hab ich mit durchschnittlich 6 Sekunden pro Bild gemacht. Manchmal auch mit acht. Bei so viel Zeit zur fotografischen Verfügung kann man.. Landeanflug aufs Motiv üben. Bildlinien selber bestimmen oder vorhandene wie hier fett verstärken. Und dadurch einen fantastischen Bewegungssog erzeugen. Oder das Motiv per taumelnd-kreiselnder Kameraführung ins erstarrt Schrottplatzige verbiegen..

125 Fotos auf diese Art, zusammen mit einem stets klischeephoben Experimentierwillen – da kommt einiges an Material zusammen. Am plakativsten-auf-die-Husche gelang diese Collage:

Voilà, das erste Cover des Soodlepoodle 2019!

Recht ansehnlich finde ich auch dieses untige Bild, mir fehlt aber die angestrebte Dynamik. Außerdem erinnern mich die kleinen senkrechten Häkchen an.. Weihnachtsdeko. Die ist aberleiderleider grad zum Fenster raus 😉 . Dafür fanden aber schon die Bauteile des nächsten selbstgebastelten Instruments Verwendung. Ratet mal! Man braucht dazu: viel Prost.

Für das zum Menue erforderliche zweite Bild (aus ebendieser Serie, challenge #2) ergab sich eine weitere Collage. Mit rot gefärbten “Himmel”.  Ihr seht: eine erste Annäherung. Drunter den “Gewinner”.

Die ganze Aktion zeigt mal wieder und wieder und wieder:

Hier wird – aus reinem Experiment heraus – dem angestrebten echten Bewegtbild nicht nur vorgegriffen, sondern die bislang entstandene Idee – hab ich grad an einige Bekannte&Freunde vermailt –  gar gepuscht, per stiller Foto”Idee” die Vision gar “angefeuert”. Seid gespannt!

PS.: durch diese Fotosession und tags drauf folgender geistesabwesender Sortierung der Elemente beim Telefonieren – man fingert/zupft ja ab und an an was herum beim Zuhören –  kam ich auf die FilmIntroIdee eines verkörperten Crescendo per wie Muscheln sich öffnender ….

Hä? OK – 10 sec-Clipschnipselchen zur Klärung? Bitte:

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Musik beim bSchreiben der Bewegung heute:

die Ströme live 2016 (analoge elektronische Musik – Synthesizer, Trimmer, Plugs und Steckfelderl!!)

Midnight Grooves | Episode 7 | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M (ich springe gleich zu meiner Lieblingsstelle mit diesen fantastischen Keyboardglockenklängen)

Mir träumte von ner weiss n w Nacht

..hab ich meine neuste, das heißt letzte Galerielottobilderliste des Jahres getauft. Denn ich fand überraschendes Weiss chez Maman über die Feiertage: hier fünf Weihnachtsfustoali dank xxl-Makro und xxl-Tele an meiner Moviepoodle-Filmkamera:





Musik in mind beim Diashowmontieren:

Tom Gäbel: “Easy Christmas” (Amazon-Liefernotiz dazu am 27.12.2018: “Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Monaten.” Bringen die wohl auch UPS-Rikschahs in Umlauf??!)

Papier, Stein, Schere? Nö – Papier, Glas und.. Licht!

September again! Da ist wieder dieses über irdisch hell klare Licht, das alles durchflutet. Grad an so einem Tag wie heute! Ich ergreife flugs die Gelegenheit™ und mache zwei, drei Dutzend schnelle Fotos am Fenster zum Hof mit der fantastischen Makrofunktion der MoviepoodleKamera:91070969-beachathomeNa? Wenn das man kein TraumStrand ist, mit heranrollender Brandung auf weißesten Sand!! Ich bin begeistert von der Illusion. Und  diesen die Bewegung  “markierenden” weißen Linien in der Gischt, die sich auf geheimnisvolle Weise ohne weiteres Zutun ins Bild zaubern (und erkennen lassen, daß es dann wohl mit der Brandungs-Echtheit nicht allzu weit her ist – vergleicht da mal die fantastischen WellenBilder von Ray Collins  ‘mit!).

Sogleich “geraten” zwei Bilder in das Spiegelkabinett des Photoshops. Mit etwas Skalieren und unscharf eingestellten Radiergummi blende ich die Ränder der so gepatch-workten Bildteile ineinander und voilà: ein neues mysteriöses Startbild gelingt, kaum 90 Minuten nach Aufnahme – der frisch in Betrieb genommenen Digitalfotografie geschuldet/gedankt:

Auf den Kopf gestürzt schiebe ich eine weitere Version dieser Collage dem grad mal vier-Tage-alt-und-schon-wieder-langweiligen Menuebild mit den Spaßbrillen unter (das heißt: gleiche Position fast aller Menüpunkte im Bildviereck – da muß ich also kaum umprogrammieren) und Ihr kriegt nun das zum Anklicken:

Hier “zum Beweis” ein Ausschnitt, in dem recht deutlich das Glasartige sichtbar wird – zu meiner Freude am Geheimnis in den anderen Bilder kaum ;-) p1070939_cutUnd ein wie immer passender Blogheader mit einem strangen LöwenzahnAfro out of space springt ebenfall dabei raus:header-p1070969-939.jpg_________________________________________________________

passende FranzMannMusik am gläsernen Strand (à la plage de verre) heute:

Mais in Öl – nein, no Pop, no Style*, no Pop’o’Corn

Mit meiner Filmkamera at hand  und out door hab ich gestern ein neues Feld der Fotografie entdeckt – ein unklassisches double feature gewissermaßen: man macht ein Foto zwei mal. Oder, genauer: man sucht zwei mal aus, zoomt sich quasi ran ans “Endbild” durch eine Auswahl in zwei Stufen. Das ist der Gedanke des Tages beim Sichten des aufgenommenen Filmmaterials genannt “daily practice of Schwenk’n’Zoom”.

Zweistufige Näherung bedeutet: man nimmt vor Ort Filmmaterial auf und sucht aus diesem Material daheim dann die besten StandFotos aus. Superspannend dabei die Idee der Stufen der Attraktion, wenn man wie ich zuerst am Rande des Maisfelds anhält, weil man a) die Monochromie unter diesem speziellen verschatteten Nachmittags WolkenSonneLicht super fotogen findet. Beim anschließenden Aufnehmen allerdings bemerkt man, daß das ausklappbare Display bei Aufnahmen mit beiden nach oben gereckten Armen, die Kamera in zwei Meter zehn Höhe zu weit weg ist, um genau auszusuchen = Details zu berücksichtigen, auch wegen des sonnenseits “überbelichteten” Bilderkennungsstörung eine Aufnahmesituation, die unter “Test” und “Ausprobieren” laufen muß.

Also hält man on location erstmal “nur” die als bewährt erwiesenen Regeln für Schwenks ein:

zu langsam, dafür ausreichend lang. Also immer schön  im motorisch eigentlich unerträglichen Schneckentempo. Und das mindestens immer eine halbe Minute. Wenn sich das Motiv lohnt, gerne auch bis zu drei Minuten. Falls der Bewegungsapparat das mitmacht. Und produziert so erstmal nur laufende Meter, auf die Möglichkeiten des Schnitts, der Fantasie und der möglichst großen Auswahlmöglichkeiten vertrauend. Also etwas ungehalten (innerlich) und ungefähr so (gerafft, sprunghaft geschnitten und mit einem Reissschwenk als Joker zur Illustrierung – DAS hat Spaß gemacht):moviepoodle_1060739scsh01

Ich hab den O-Ton weggelassen heute und auch nix anderes (Geräusche, Musikalisches) angefügt. Es geht diesmal  ja rein ums Bild in der Menge. Außerdem:  Maisfelder in Stadtnähe unter der Woche haben alle denselben Soundtrack: rauschender Verkehr in a distance. Krass.

(Nachtrag/Idee am Tag danach: diesen ZwanzigSekundenClip könnte man exemplarisch mal zum Vertonen benutzen. Ganz so, wie seinerzeit dieses verwischte WinterwaldbildFoto zur mannigfachen “Auslegung” via Krimititel-drüberkleben. Mir fallen da selbsterzeugte Schrittgeräusche im Feld, gehetztes Atmen (also FilmKlischeeGeräusche für Maisfelder) oder dolldreist Sachen wie Rollschuhgeräusche, Blasmusik oder Stimmengewirr (!) ein ;-) )

Und dann, abends zuhause und nach einer mehrstündigen Foto- und Analytischer-SehPause das Erstaunen: da sind ja richtig sehenswerte Einzelbilder dabei: solche, die auf eine Weise faszinieren in der Bildaufteilung und -komposition. Bilder, die mich begeistern. Und die ich vor Ort gar nicht in ihrer Schönheit wahrgenommen hab – kein Wunder bei dem Maisblattoverkill.. Dazu hätte ich mich stundenlang reinknien müssen.

Könnt ich mir groß in Öl vorstellen!

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Ebenfalls extrem interessant, sich per footage selbst zusehen zu können, wie man sich dem Endbild nähert, einfach durch Film gucken. Ein bislang unentdecktes Plus des langsamen Schwenks’n’Zooms – das ich gestern eigentlich nur mal in freier Landschaft üben wollte. Üben und mal sehen, ob

  • dieses amateurhaft handgeführte Aufnehmen für irgendwas taugt – schließlich gibts ja mittlerweile erschwingliche Rigs, die komplett verwacklungsfreie Bewegtbilder aus der Hand ermöglichen.
  • ob ich das Aufgenommene zuhause als wertig für Filmzwecke bestätigen kann (teilweise). Oder ob es gar…
  • schon einen “Sinn für Vorahnungen gibt, wie die Sequenzen im Fertigen wirken (Null. Vorort bin ich zu beschäftigt und aufs Bild konzentriert, um mir Schnitte, Abfolge der Sequenzen oder gar Vertonung vorzustellen. bislang.)

Wenn ich mir nun das Dutzend frisch geschnittene Screenshots so auf der Zunge zergehen lasse, sie also mit Muße wiedersehe, fällt mir überdies die doch von Bild zu Bild starke Schwankung in der Räumlichkeitswirkung auf. Also das Gefühl von Weite, von  räumlicher Situation,  entweder von Beengtheit oder, im positiven Fall: Intimität, die diese trockenen Blätter=Flächen je nach Raumlage und Kamerawinkel zu generieren in der Lage sind. Und erinnern mich an dieses fantastische Zwischengefühl, weder draußen noch drinnen zu sein, wenn man sich in griechisch-römischen Tempelanlags-Ruinen zwischen den Säulen –  oder in Kiefernwäldchen bewegt.

Erstaunlich: genau dieses seltene Raumgefühl kann man an einem derart  zerbraust-zertrockneten Maisfeld testen, kann diverseste architektonische Gegebenheiten reihenweise mit der Kamera “notieren”. Zur Erhellung, Beispielhaftigkeit und zur (raum-)gestalterischen Lehre. Grandios! Und alles fern von jeglicher Farbkombinationswirkung

moviepoodle_1060752scsh01Zur Verortung oben als Abschluß Maisthema dieses Bild, das dem gemeigten Ortskundigen die nördliche Nähe zum Mannheimer Großkraftwerk offenbart. Und da gings auch anschließend hin, war es doch das eigentliche Zoom’n’Schwenk-Ziel.. Doch cinematografisch davon später. hier erst mal ein paar schnippische Filmstills als Motivanreger – gar zum Selbermalhinfahren?!

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Natürlich hab ich dort auch noch einige “echte” Fotos gemacht, die ich ausschließlich a) dem grandiosen Zoom  und b) der Makrolinse bis zu 1cm (!) Abstandstauglichkeit der Kamera “verdanke”. Minus hier: mich stört die digitale Anmutung. Das Licht war anders, undüsterer. Die Farben ebenfalls. Irgendwie deutlicher. Naja, kein Wunder nach achtunddreißig Jahren analog..

Aber als Motivideen außerordentlich tauglich..

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PS.: auch wenns übrehaupt nicht so wirkt: alle Bilder sind von gestern nachmittag! ;-)

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Musik beim Schreiben und fahrig ;-) Schneiden heute:

“The Story Of Jamaican Music”– Part II: “Reggae Hit The Town – 1968-1974″ * – get a glimpse of it here.

i:cube: “adore”, VERSATILE RECORDS, 1999

Gottberg: “Do You See Me?” , 2008

Smole City: “Flying Away”, ZOMBA, 1997

What A Little blaulicht Can Do

Das Thema “fotografische Gelegenheit” ist ein spezielles kreatives Gebiet, auf das jeder mit Kamera ab und an stößt, ist er nicht grad als lost places Spezialist oder StraßenFotograf drauf abonniert. Mir passierte es gestern abend, daß mir das Blaulicht von gegenüber erst auffiel, ich mich dann ob des leeren Fahrerhauses des Sanitätswagens gegenüber ermutigt fühlte (“das kann dauern, also mach was draus!”), und dann zügig zur Kamera griff. Zur Filmkamera muß ich sagen, um das Geflimmer mit den Bewegungen meiner “Libelle” überlagernd auszutesten. Und natürlich, um das Blaue für die Stills zu erwischen.

Die Clips will ich hier zwar nicht präsentieren, das zweimal An und Aus per second nervt dann doch zu schnell, aber ein paar gelungene FilmStills dürfen; und bringen ob der Färbung und der Kargheit des Motivs (=Aufenthaltsortes) einen ganz besonderen Flair ins Spiel. Der mich an dieses Achtziger Indie-Bunkerfeeling und den damals sexy neuen Untergangsdüsterchic erinnert – mittlerweile Grundausstattung UnterhaltungsIndustrie. Googelt allein mal dieses erste obere Bild, dann seht Ihr, was ich meine… moviepoodle_1060561scsh01moviepoodle_1060566scsh01moviepoodle_1060561scsh03moviepoodle_1060563scsh01moviepoodle_1060562scsh01moviepoodle_1060597scsh02Super spannend, sich dazu ne (noch nicht vorhandene) Filmhandlung vorzustellen, n’est-ce pas? Gehts da wohl um zeitgenössische Science-fiction, um (thought-)Verbrechen oder eher um was Psychohaftes… oder um ne gelungene Mischung? Plus: dieser ungewohnte, manchmal ans Unsichtbare grenzende Gegenstand im Bild trägt mir sehr zum “Alienhaften” bei. Als Moodboard also prima zu gebrauchen, diese Bilder. Besser als die rohen Clips selbst! Ich schwör!!

Für geistig Interessierte™ hab ich auch noch n Pärchen An-Aus  :: Blau-nahezu-farblos-Bilder angefügt. Da kann sich der Willige davon überzeugen, was ich mit nervig meine ;-)

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(dunkle) Musik zum dunklen Geflimmer heute, Sternchen fürs Video dazu:

und á propos Jonathan Glazer (Regisseur oben verlinkten “Under The Skin”): lissentu seiner MusiClips-10er-Sammlung auf youtube

Musik beim Schreiben:

manchmal funktioniert Musik zu dunkeldüsteren Bildern vom entgegengesetzten (=hellen) Ende ebenfalls, hilft auf eine weitere Ebene der cinematografischen Irritation – oder eher: Inspiration?!

So Up wie Kristian, so knallig wie Txema, so geheimnisvoll wie Elizaveta

..sollen “meine” künftigen Handtaschenmodefotos sein. Doch doch: darüber mach ich mir viele Gedanken. Noch bevor es die Täschchen überhaupt gibt. Denn was auf Fotos mondän, exzellent, schmuck, chic und modern aussieht, m.u.s.s. doch in echt eines Tages genauso sein: wie erträumt ;-) Und Träumen fiel noch nie so leicht wie heute: wann bitte hat man in der Menschheitsgeschichte von zuhause aus eine solche Chance zur Inspiration gehabt wie dieser Tage:Googelt  allein schon Sölve Sundsbö oder Nick Knight, da bekommt Ihr  das Experimentellste zu Gesicht, was sich bislang in meiner Liste findet. Und die ist surely schon ordentlich angewachsen, ob das nun Fotografen, Models, Posen, Settings oder allgemein: Ideen sind, die man ins Bild setzen kann. Und alles darf mit, von digitalen Retro Collagen, Kirlian Fotografien, Anime-Styling bis zu NixieröhrenSteampunkretrokonstruktionen und Luftblasenanimationen aus VideoGames.

Beim vielen (Mode)Schauen finden sich natürlich auch (Werke von) aktive(n) FotografInnen, die mich begeistern. Denn schließlich sollen meine künftigen Handtaschen artgerecht ins Bild ;-) Und da müssen schon Visionäre ran, wenn ich mir zum Beispiel solch neusten Entwürfe (die nämlich von gestern abend) angucke:

hbk-ebk-scanp-151230-252g-0 hbk-hbe-scanp-180108-580c-t hbk-ebk-scanp-151230-252g-z hbk-ebk-scanp-151230-252g-y  hbk-ebk-scanp-151230-252g-w hbk-ebk-scanp-151230-252g-s

Da brauchts Arsenal&Imagination, in welch fantastischer/urbaner/märchenhafter Umgebung diese Taschen passend vor der Kamera platziert werden möchten.

Hier also meine Wahl so far:

Wenn auch mit eigentlich übertriebenem ordentlich Prop-Aufwand begeistern mich diese wundersamen Bilder von Kristian Schuller. Dessen Leidenschaft für den Zirkus und die Weite des Himmels bringt Gegenstände und Szenerien ins Bild, die man sonst nicht so opulent auf Modefotos sehen kann. Und die Fotos wirken uplifting, voller unbekümmert-eleganter Energie wie die (gerne) ans Frivole grenzenden von Ellen von Unwerth (als weiblicher Gegenpart). Und sind (mir) nicht so exaltiert=übertrieben austaffiert wie Tim Walker– (cooles Video-Porträt hier) oder David LaChapelle-Werke, die in dieser Opulenz ja auch schon der Vergangenheit angehören. Dann, mein hombre Numero eins: Txema Yeste. Es muß an der gleissende Helle seines Herkunftslandes Spanien liegen, daß diese Bilder eine dunkel knisternde mystriöse Erotik ausstrahlen – all dieses Rot und Yves-Klein?Blau in den Bildern! Lest das Interview! Und hier meine fotografische femme Numero eins: Elizaveta Porodina. Da gibts nen interessanten Artist Statement Film ‘zu. Der ist leider nicht auf ihrer Homepage. Ebensowenig wie das Interview mit Txema auf seiner….das alte Leid mit den Kreativen..

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Also: (Mode)fotografen der Gegend! Ist da jemand? Der /die /das auch will?

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Musik beim Schreiben heute:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The Quiet Boys: “Can’t Hold the Vibe“,  Acid Jazz, 1992

St. Germain: “Boulevard”, F Communication, 1995