Category Archives: fotografie per se

Papier, Stein, Schere? Nö – Papier, Glas und.. Licht!

September again! Da ist wieder dieses über irdisch hell klare Licht, das alles durchflutet. Grad an so einem Tag wie heute! Ich ergreife flugs die Gelegenheit™ und mache zwei, drei Dutzend schnelle Fotos am Fenster zum Hof mit der fantastischen Makrofunktion der MoviepoodleKamera:91070969-beachathomeNa? Wenn das man kein TraumStrand ist, mit heranrollender Brandung auf weißesten Sand!! Ich bin begeistert von der Illusion. Und  diesen die Bewegung  “markierenden” weißen Linien in der Gischt, die sich auf geheimnisvolle Weise ohne weiteres Zutun ins Bild zaubern (und erkennen lassen, daß es dann wohl mit der Brandungs-Echtheit nicht allzu weit her ist – vergleicht da mal die fantastischen WellenBilder von Ray Collins  ‘mit!).

Sogleich “geraten” zwei Bilder in das Spiegelkabinett des Photoshops. Mit etwas Skalieren und unscharf eingestellten Radiergummi blende ich die Ränder der so gepatch-workten Bildteile ineinander und voilà: ein neues mysteriöses Startbild gelingt, kaum 90 Minuten nach Aufnahme – der frisch in Betrieb genommenen Digitalfotografie geschuldet/gedankt:

Auf den Kopf gestürzt schiebe ich eine weitere Version dieser Collage dem grad mal vier-Tage-alt-und-schon-wieder-langweiligen Menuebild mit den Spaßbrillen unter (das heißt: gleiche Position fast aller Menüpunkte im Bildviereck – da muß ich also kaum umprogrammieren) und Ihr kriegt nun das zum Anklicken:

Hier “zum Beweis” ein Ausschnitt, in dem recht deutlich das Glasartige sichtbar wird – zu meiner Freude am Geheimnis in den anderen Bilder kaum ;-) p1070939_cutUnd ein wie immer passender Blogheader mit einem strangen LöwenzahnAfro out of space springt ebenfall dabei raus:header-p1070969-939.jpg_________________________________________________________

passende FranzMannMusik am gläsernen Strand (à la plage de verre) heute:

Mais in Öl – nein, no Pop, no Style*, no Pop’o’Corn

Mit meiner Filmkamera at hand  und out door hab ich gestern ein neues Feld der Fotografie entdeckt – ein unklassisches double feature gewissermaßen: man macht ein Foto zwei mal. Oder, genauer: man sucht zwei mal aus, zoomt sich quasi ran ans “Endbild” durch eine Auswahl in zwei Stufen. Das ist der Gedanke des Tages beim Sichten des aufgenommenen Filmmaterials genannt “daily practice of Schwenk’n’Zoom”.

Zweistufige Näherung bedeutet: man nimmt vor Ort Filmmaterial auf und sucht aus diesem Material daheim dann die besten StandFotos aus. Superspannend dabei die Idee der Stufen der Attraktion, wenn man wie ich zuerst am Rande des Maisfelds anhält, weil man a) die Monochromie unter diesem speziellen verschatteten Nachmittags WolkenSonneLicht super fotogen findet. Beim anschließenden Aufnehmen allerdings bemerkt man, daß das ausklappbare Display bei Aufnahmen mit beiden nach oben gereckten Armen, die Kamera in zwei Meter zehn Höhe zu weit weg ist, um genau auszusuchen = Details zu berücksichtigen, auch wegen des sonnenseits “überbelichteten” Bilderkennungsstörung eine Aufnahmesituation, die unter “Test” und “Ausprobieren” laufen muß.

Also hält man on location erstmal “nur” die als bewährt erwiesenen Regeln für Schwenks ein:

zu langsam, dafür ausreichend lang. Also immer schön  im motorisch eigentlich unerträglichen Schneckentempo. Und das mindestens immer eine halbe Minute. Wenn sich das Motiv lohnt, gerne auch bis zu drei Minuten. Falls der Bewegungsapparat das mitmacht. Und produziert so erstmal nur laufende Meter, auf die Möglichkeiten des Schnitts, der Fantasie und der möglichst großen Auswahlmöglichkeiten vertrauend. Also etwas ungehalten (innerlich) und ungefähr so (gerafft, sprunghaft geschnitten und mit einem Reissschwenk als Joker zur Illustrierung – DAS hat Spaß gemacht):moviepoodle_1060739scsh01

Ich hab den O-Ton weggelassen heute und auch nix anderes (Geräusche, Musikalisches) angefügt. Es geht diesmal  ja rein ums Bild in der Menge. Außerdem:  Maisfelder in Stadtnähe unter der Woche haben alle denselben Soundtrack: rauschender Verkehr in a distance. Krass.

(Nachtrag/Idee am Tag danach: diesen ZwanzigSekundenClip könnte man exemplarisch mal zum Vertonen benutzen. Ganz so, wie seinerzeit dieses verwischte WinterwaldbildFoto zur mannigfachen “Auslegung” via Krimititel-drüberkleben. Mir fallen da selbsterzeugte Schrittgeräusche im Feld, gehetztes Atmen (also FilmKlischeeGeräusche für Maisfelder) oder dolldreist Sachen wie Rollschuhgeräusche, Blasmusik oder Stimmengewirr (!) ein ;-) )

Und dann, abends zuhause und nach einer mehrstündigen Foto- und Analytischer-SehPause das Erstaunen: da sind ja richtig sehenswerte Einzelbilder dabei: solche, die auf eine Weise faszinieren in der Bildaufteilung und -komposition. Bilder, die mich begeistern. Und die ich vor Ort gar nicht in ihrer Schönheit wahrgenommen hab – kein Wunder bei dem Maisblattoverkill.. Dazu hätte ich mich stundenlang reinknien müssen.

Könnt ich mir groß in Öl vorstellen!

moviepoodle_1060746scsh07 moviepoodle_1060745scsh01moviepoodle_1060745scsh15 moviepoodle_1060743scsh01

Ebenfalls extrem interessant, sich per footage selbst zusehen zu können, wie man sich dem Endbild nähert, einfach durch Film gucken. Ein bislang unentdecktes Plus des langsamen Schwenks’n’Zooms – das ich gestern eigentlich nur mal in freier Landschaft üben wollte. Üben und mal sehen, ob

  • dieses amateurhaft handgeführte Aufnehmen für irgendwas taugt – schließlich gibts ja mittlerweile erschwingliche Rigs, die komplett verwacklungsfreie Bewegtbilder aus der Hand ermöglichen.
  • ob ich das Aufgenommene zuhause als wertig für Filmzwecke bestätigen kann (teilweise). Oder ob es gar…
  • schon einen “Sinn für Vorahnungen gibt, wie die Sequenzen im Fertigen wirken (Null. Vorort bin ich zu beschäftigt und aufs Bild konzentriert, um mir Schnitte, Abfolge der Sequenzen oder gar Vertonung vorzustellen. bislang.)

Wenn ich mir nun das Dutzend frisch geschnittene Screenshots so auf der Zunge zergehen lasse, sie also mit Muße wiedersehe, fällt mir überdies die doch von Bild zu Bild starke Schwankung in der Räumlichkeitswirkung auf. Also das Gefühl von Weite, von  räumlicher Situation,  entweder von Beengtheit oder, im positiven Fall: Intimität, die diese trockenen Blätter=Flächen je nach Raumlage und Kamerawinkel zu generieren in der Lage sind. Und erinnern mich an dieses fantastische Zwischengefühl, weder draußen noch drinnen zu sein, wenn man sich in griechisch-römischen Tempelanlags-Ruinen zwischen den Säulen –  oder in Kiefernwäldchen bewegt.

Erstaunlich: genau dieses seltene Raumgefühl kann man an einem derart  zerbraust-zertrockneten Maisfeld testen, kann diverseste architektonische Gegebenheiten reihenweise mit der Kamera “notieren”. Zur Erhellung, Beispielhaftigkeit und zur (raum-)gestalterischen Lehre. Grandios! Und alles fern von jeglicher Farbkombinationswirkung

moviepoodle_1060752scsh01Zur Verortung oben als Abschluß Maisthema dieses Bild, das dem gemeigten Ortskundigen die nördliche Nähe zum Mannheimer Großkraftwerk offenbart. Und da gings auch anschließend hin, war es doch das eigentliche Zoom’n’Schwenk-Ziel.. Doch cinematografisch davon später. hier erst mal ein paar schnippische Filmstills als Motivanreger – gar zum Selbermalhinfahren?!

moviepoodle_1060856scsh04 moviepoodle_1060847scsh05 moviepoodle_1060854scsh04 moviepoodle_1060824scsh01

Natürlich hab ich dort auch noch einige “echte” Fotos gemacht, die ich ausschließlich a) dem grandiosen Zoom  und b) der Makrolinse bis zu 1cm (!) Abstandstauglichkeit der Kamera “verdanke”. Minus hier: mich stört die digitale Anmutung. Das Licht war anders, undüsterer. Die Farben ebenfalls. Irgendwie deutlicher. Naja, kein Wunder nach achtunddreißig Jahren analog..

Aber als Motivideen außerordentlich tauglich..

p1060767 p1060805 p1060811b   p1060795

PS.: auch wenns übrehaupt nicht so wirkt: alle Bilder sind von gestern nachmittag! ;-)

_______________________________________________________________

Musik beim Schreiben und fahrig ;-) Schneiden heute:

“The Story Of Jamaican Music”– Part II: “Reggae Hit The Town – 1968-1974″ * – get a glimpse of it here.

i:cube: “adore”, VERSATILE RECORDS, 1999

Gottberg: “Do You See Me?” , 2008

Smole City: “Flying Away”, ZOMBA, 1997

What A Little blaulicht Can Do

Das Thema “fotografische Gelegenheit” ist ein spezielles kreatives Gebiet, auf das jeder mit Kamera ab und an stößt, ist er nicht grad als lost places Spezialist oder StraßenFotograf drauf abonniert. Mir passierte es gestern abend, daß mir das Blaulicht von gegenüber erst auffiel, ich mich dann ob des leeren Fahrerhauses des Sanitätswagens gegenüber ermutigt fühlte (“das kann dauern, also mach was draus!”), und dann zügig zur Kamera griff. Zur Filmkamera muß ich sagen, um das Geflimmer mit den Bewegungen meiner “Libelle” überlagernd auszutesten. Und natürlich, um das Blaue für die Stills zu erwischen.

Die Clips will ich hier zwar nicht präsentieren, das zweimal An und Aus per second nervt dann doch zu schnell, aber ein paar gelungene FilmStills dürfen; und bringen ob der Färbung und der Kargheit des Motivs (=Aufenthaltsortes) einen ganz besonderen Flair ins Spiel. Der mich an dieses Achtziger Indie-Bunkerfeeling und den damals sexy neuen Untergangsdüsterchic erinnert – mittlerweile Grundausstattung UnterhaltungsIndustrie. Googelt allein mal dieses erste obere Bild, dann seht Ihr, was ich meine… moviepoodle_1060561scsh01moviepoodle_1060566scsh01moviepoodle_1060561scsh03moviepoodle_1060563scsh01moviepoodle_1060562scsh01moviepoodle_1060597scsh02Super spannend, sich dazu ne (noch nicht vorhandene) Filmhandlung vorzustellen, n’est-ce pas? Gehts da wohl um zeitgenössische Science-fiction, um (thought-)Verbrechen oder eher um was Psychohaftes… oder um ne gelungene Mischung? Plus: dieser ungewohnte, manchmal ans Unsichtbare grenzende Gegenstand im Bild trägt mir sehr zum “Alienhaften” bei. Als Moodboard also prima zu gebrauchen, diese Bilder. Besser als die rohen Clips selbst! Ich schwör!!

Für geistig Interessierte™ hab ich auch noch n Pärchen An-Aus  :: Blau-nahezu-farblos-Bilder angefügt. Da kann sich der Willige davon überzeugen, was ich mit nervig meine ;-)

moviepoodle_1060564scsh02 moviepoodle_1060566scsh03

______________________________________________________________

(dunkle) Musik zum dunklen Geflimmer heute, Sternchen fürs Video dazu:

und á propos Jonathan Glazer (Regisseur oben verlinkten “Under The Skin”): lissentu seiner MusiClips-10er-Sammlung auf youtube

Musik beim Schreiben:

manchmal funktioniert Musik zu dunkeldüsteren Bildern vom entgegengesetzten (=hellen) Ende ebenfalls, hilft auf eine weitere Ebene der cinematografischen Irritation – oder eher: Inspiration?!

So Up wie Kristian, so knallig wie Txema, so geheimnisvoll wie Elizaveta

..sollen “meine” künftigen Handtaschenmodefotos sein. Doch doch: darüber mach ich mir viele Gedanken. Noch bevor es die Täschchen überhaupt gibt. Denn was auf Fotos mondän, exzellent, schmuck, chic und modern aussieht, m.u.s.s. doch in echt eines Tages genauso sein: wie erträumt ;-) Und Träumen fiel noch nie so leicht wie heute: wann bitte hat man in der Menschheitsgeschichte von zuhause aus eine solche Chance zur Inspiration gehabt wie dieser Tage:Googelt  allein schon Sölve Sundsbö oder Nick Knight, da bekommt Ihr  das Experimentellste zu Gesicht, was sich bislang in meiner Liste findet. Und die ist surely schon ordentlich angewachsen, ob das nun Fotografen, Models, Posen, Settings oder allgemein: Ideen sind, die man ins Bild setzen kann. Und alles darf mit, von digitalen Retro Collagen, Kirlian Fotografien, Anime-Styling bis zu NixieröhrenSteampunkretrokonstruktionen und Luftblasenanimationen aus VideoGames.

Beim vielen (Mode)Schauen finden sich natürlich auch (Werke von) aktive(n) FotografInnen, die mich begeistern. Denn schließlich sollen meine künftigen Handtaschen artgerecht ins Bild ;-) Und da müssen schon Visionäre ran, wenn ich mir zum Beispiel solch neusten Entwürfe (die nämlich von gestern abend) angucke:

hbk-ebk-scanp-151230-252g-0 hbk-hbe-scanp-180108-580c-t hbk-ebk-scanp-151230-252g-z hbk-ebk-scanp-151230-252g-y  hbk-ebk-scanp-151230-252g-w hbk-ebk-scanp-151230-252g-s

Da brauchts Arsenal&Imagination, in welch fantastischer/urbaner/märchenhafter Umgebung diese Taschen passend vor der Kamera platziert werden möchten.

Hier also meine Wahl so far:

Wenn auch mit eigentlich übertriebenem ordentlich Prop-Aufwand begeistern mich diese wundersamen Bilder von Kristian Schuller. Dessen Leidenschaft für den Zirkus und die Weite des Himmels bringt Gegenstände und Szenerien ins Bild, die man sonst nicht so opulent auf Modefotos sehen kann. Und die Fotos wirken uplifting, voller unbekümmert-eleganter Energie wie die (gerne) ans Frivole grenzenden von Ellen von Unwerth (als weiblicher Gegenpart). Und sind (mir) nicht so exaltiert=übertrieben austaffiert wie Tim Walker– (cooles Video-Porträt hier) oder David LaChapelle-Werke, die in dieser Opulenz ja auch schon der Vergangenheit angehören. Dann, mein hombre Numero eins: Txema Yeste. Es muß an der gleissende Helle seines Herkunftslandes Spanien liegen, daß diese Bilder eine dunkel knisternde mystriöse Erotik ausstrahlen – all dieses Rot und Yves-Klein?Blau in den Bildern! Lest das Interview! Und hier meine fotografische femme Numero eins: Elizaveta Porodina. Da gibts nen interessanten Artist Statement Film ‘zu. Der ist leider nicht auf ihrer Homepage. Ebensowenig wie das Interview mit Txema auf seiner….das alte Leid mit den Kreativen..

hbk-hbe-scanp-180327-621c-r

Also: (Mode)fotografen der Gegend! Ist da jemand? Der /die /das auch will?

____________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The Quiet Boys: “Can’t Hold the Vibe“,  Acid Jazz, 1992

St. Germain: “Boulevard”, F Communication, 1995

Wikipoodle, der Allererste

Obwohl das Wissensportal Wikipedia oft in der Kritik steht – hauptsächlich bewegt sich diese als Kraftfeld zwischen dem Vorwurf des  Wirkens von verdecktem Lobbyismus einerseits und der Bezichtigung als Halbwahrheitspool andererseits – häng ich beim Schreiben mit mindestens einem geöffneten Tab immer drauf rum, um schnell Grundlegendes zu reahsschen, äh: erhaschen.

Irgendwann fiel mir beim Lesen englischer Artikel auf, daß diese erstaunlicherweise keine deutschsprachigen Wiki-Artikel zugeordnet hatten. Und wurde so auf dieses Phänomen aufmerksam. Da seit Gründung der Wikipedia am 15. Januar 2001 und dem heutigen Datum wahrlich genug Zeit vergangen ist, um diesen Wissenspool wahrhaft gesättigt zu wähnen, alle möglichen und unmöglichen Themen als erschöpfend abgedeckt zu sehen und der Vervollkommnung nahe zu vermuten, kommt man aufgrund dieser Entdeckungen schnell zu dem Schluß, den Grund dazu unterschiedlichen Kulturen und deren Wissenspräferenzen geschuldet zu sehen.

Interessanterweise klaffen also bei manchen Auffassungen von der Welt  kulturell bedingte blinde Flecken (im Vorhandensein, nicht nur in der Übersetzung oder Illustration) auf, die ich für spannende Lücken halte. Als erstes frappantes Beispiel stieß ich auf den doch sehr kontrastierenden “content” der deutschen und englischsprachigen Version des Artikels zum Thema Rourkela. Nach dem Begriff “Kreditanstalt für Wiederaufbau” zum Beispiel sucht man in der englischen Version recht vergebens..

Auch die sich in Sprichworten ausdrückenden Weltsichten unterschiedlicher Kulturen sind mir von ähnlichem Interesse. Oder das Ausbleiben sinngemäßer Sprüche aufgrund.. unterschiedlicher Kulturen! Ein Beispiel: das Fehlen des zimmereigenen Elefanten im deutschen Sprachraum ;-)

Ebenso ist die Art der “Wiki-Fotografie”, die ja auffällig und zielsicher zwischen den Klischees Amateur- und Schnappschußästhetik verharrt und durch diese “fotografische Suggestion” jeglichen Verdacht des Wirkens von werblichen Fotoprofis – und analog: Artikel-Verfassern – zu vermeiden sucht für die eine oder andere künftige Bildbetrachtung spannend.

Warum zum Beispiel  – und zur Übung – schiede untiges Bild aus??

ÄtscheAntwort: unmöglich zu sagen. Man müßte wissen, worum sich der Artikel dreht, an den das angeheftet wäre. Schotterflug? Bokeh? Steingarten? Urban Gardening? Merksprüche der Eisenbahnerzunft? Ursprünge des GeoCaching? Meteoriten in Wohngebieten? Mm.. Also ich könnte mir da schon einige passende Stellen vorstellen, an denen dieses Foto mit entsprechender Unterschrift ausschließlich humorfrei illustrierenden Charakter hätte, also keinerlei Beimengungen von Ironie, Sarkasmus oder gar Subversion “beinhalten” würde.

Mein Lieblings-Paradebeispiel Fotos-plus-erklärende-Wiki-Ernsthaftigkeit: die mittlerweile entfernte  :-( Rubrik/Galerie-Überschrift: Laugengebäck im Bild.

Wenn ich da allerdings anfinge, zu fantasieren, kämen ganz schön schräge Themen und Kombinationen bei raus. Das ist aber nicht der Sinn eines Online-Lexikons.

Ausscheiden würde das Bild, so für sich allein stehend, eher  wegen der… Symmetrie. Die gilt ja schon als Gestaltung. Das wäre verdächtig..

Darum eröffne ich im Halbspaß heute & hier eine neue Kategorie, den WikiPoodle, in der ich diese gefundenen und künftig auffällig werdende Lücken zusammentrage und dieses Fehlen zum SchreibAnlaß nehme, dazu Essays,  Gedankenfetzen und Überlegungen anzustellen zu verüben.

Materialsammlung, die ebenfalls allererste:

Vor knapp einem Jahr gabs meinen ersten Fall der vergeblichen Wikipedia-Suche, nämlich die nach dem optischen Gewicht.

Ebenso, eine Weile später: das augenscheinliche Fehlen von nützlichen Idioten in Deutschland wunderte mich als zweites, kommt eigentlich doch keine höher entwickelte Gesellschaft ohne sie aus ;-)

Auch eine bestimmte hochinteressante Zeitgeisterscheinung, ein Phänomen der Ideenverklappung, das social media und überschüssige freie Kreativität (wirklich?) um ihrer selbst willen vereint, vermisse ich dieser Tage: den Freitagstexter.

Und gar ein Neues, gerade entdeckt: 81.800 Einträge heute chez Google, aber nicht mal EINE Erwähnung oder Sinnspruchlisteneintrag auf Wikipedia für Nicht zur Strafe, nur zur Übung.

(..)

Funde heute. Beim Schreiben und Links-verfolgen:

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Die heute nur als Kontrastmittel mit dem Text zusammenhängende Bilderstrecke (leider kein Wikitaugliches dabei ;-(  Warum bloß – dazu später mehr) gibts heute mal erst hier unten, aufgenommen: kürzlich, nämlich Ende Mai 2014.

Rheinlustfelsen “1837″. Mannheim, ehem. Schloßgarten

 

__________________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Quincy Jones: “Pure Delight – The Essential Of”, Polygram, comp. 1995

The Talking Heads: “Remain In Light”, SIRE , 1980

The Ting Tings: “We Startet Nothing”,  SONY, 2008

Fonosandwich: “Fonosandwich”, Rather Interesting, 1997

various artists: “The Best Of Acid Jazz Volume 2″, ACID JAZZ, 1993