Category Archives: Einrichterpoodle

Neue Gedanken bauen

Von Gedenkbauten zu gebauten neuen Gedanken. Alles per Internet, mit etwas Muse, Neugier und viel festen Willen, sich dem Staunen verführen zu lassen. Entdeckt unlängst mit den fantastisch weitreichenden Möglichkeiten, per Suchmaschine-plus-Bilderupload zu neuen Ufern zu gelangen, hab ich heute via Suche* erst nach dem Mount Herzl Memorial, darüber den Artikel auf floornature.de, anschließend daselbst drauf den Architekten David Chipperfield mit dessen Amorpacific Headquarters, Seoul, anschließend- ebenfalls per Bilderübersichts-EingabeBefehl:

Anlaß, im eigenen kleinen Kosmos @ home nach vielleicht solchen Erscheinungen zu suchen. Oder, falls die Funde etwas zu humble sind, mit nem kleinen Abendrot über der JeansDünenStecknadelKarawane nachzuhelfen 😉 A propos – kennt ihr dieses extrem wuchtige Foto von Brad Pitt kopfüber-auf-den-Dünen? Auf so ne Idee/Markenzeichen kommt nur einer: Ryan McGinley mal wieder…

*So ging das mit meiner handgeklickten (Browser-)Verlaufskette, wo man von wo nach wohin man gelangt – na sowas finde ich immer sehr interessant und hab sie Euch deshalb mal aufnotiert.

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Musik beim/mit Staunen heute:

Kitty MacFarlane: “Namer Of Clouds” – die als Zwischenansage vom Livemitschnitt vom 14. März 2019 von sardinischer Muschelseide erzählt – Anregung für meine Handtaschenrecherche aus völlig unerwarteter Ecke WOW. Big Cheers, Kitty!

Vor Bohrungen: punkten!

“Sammeln Sie Punkte?”  –  “Nee, Striche!” das sind hier in Mannheim diese typisch angeheiterten Dialoge am WochenMarktplatz quer über die Obst-und Gemüseauslagen hinweg. Natürlich nur bei Marktständlern, mit denen man sich auf solcherart Spaßigkeit über die Jahre eingeschossen hat.

Meine roten Punkte @ home taugen zur Zeit zur Kontemplation. Ich pappe sie auf selbst-schräg-gesägte Holzvierecke, um darüber zu meditieren, wo ich die damit markierten Bohrungen denn gern hin hätte, die schmuck und sinnvoll = festigend fürs  laufende Projekt sideboardhochbock wären. Vielleicht erinnert man sich an das Posting Das Sichtbarkeitsproblem @ home– da gabs erst diese unbekümmerte graphische indulgence… und dashabichnundavon sitz ich hier mit konkreten Befestigungsherausforderungen – wie die komplette Baubranche..

Aber mit der Ruhe kommt die Entschlußkraft und ich erstelle fachmännisch eine BohrSchablone. Das ist ein bauteilkongruentes Stück Karton mit kleinen Löchern an genau den Stellen, unter denen die Bohrungen “angebracht” werden sollen- siehe unten oben links im Bild. Mit diesem griffigen HandwerkerBrauch mißt man einmal genau, locht ebenso und kann durch anschließendes bloßes In-Deckung-bringen-und-Anzeichnen am Werkskörper diese Exaktheit beliebig oft reproduzieren.

Wie man sieht, herrscht auf meinem Arbeitsplatz Ordnung und Vollzähligkeit (der benötigen Schrauben, herausgepickt aus einem Längendurcheinander). Naja, ok, das Fotoshooting hat da etwas ordnend zugearbeitet..

Nonetheless ebenfalls interessant in solchen Fotos: was da sonst noch zum Einsatz kommt und man außerhalb von Tutorials oder höchstpersönlicher Anwesenheit in einer Werkstatt in process kaum zu Sehen kriegt: Die Bohrunterlage unten (mit dem Soodlepoodle Photography Logo drauf), die die durchgehende Bohrerspitze vor dem Eindringen in die Tischplatte schützt…oder wars eher umgekehrt? Den aus nem abgebrochenen Schraubendreher zurechtgefeilen Stichel sowie eins meiner Lieblingswerkzeuge: den handkurbelbetriebenen Krauskopf:

Ich schätze diese kugelgelagerte Kurbel auf 60 Jahre – mindestens! Und sie dreht und dreht und dreht! & völlig ohne APP’n’Akku!

So. Fertig mit den 80 Löchern plus Versenkungs”kratern” und korrekt aufgestapelt. Nun bin ich bereit für die nächste Herausforderung: das Anbringen dieser Teile an den vier Standhölzern. Schalten Sie also auch nächste Woche wieder ein… Ich in der Zwischenzeit indulge in WerkstattOrdnungsFotos – meine humble Alternative zu Selfies vor dem “Lempuyang Temple” 😉 Die Sichtung dieser “Schrauben in Formation” führen meine Gedanken direkt zu diesem ari-zonischen Fliegerfriedhof…puuh! 

2 muchO rdnung! Flugs wieder back to kreatives Chaos..

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Musik beim Punkten & Stricheln heute:

Liam Howlett: “Dirtchamber Sessions Volume One” , XL Recordings 1999

Nach der Vesperpause: “Reasons To Be Cheerful” The Best Of Ian Dury, 2005 comp. DEMON

Zero 7: “Simple Things” Ultimate Dilemma, 2001

Mantovani “..Plays Tangos” – fünf Punkte Sterne blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y für diese grandezza!! am besten von ner alten Vinylplatte runter, mit unvergleichlich stimmungs-boostenden Kratzern!!

Es gibt da eine feine Linie

..in jedem halbwegs räumlichen Foto. Das hab ich mit großem Erstaunen/Entzücken bemerkt letztes Jahr – bei der digitalen Bearbeitung von Fotos. Fotos von Drapierungen immer desselben = repetitiven Motivs meines Requisitenbergs:hallenkit_p1050050-bMit feiner Linie meine ich hier&heute die zu (er)findende Horizontlinie, die, füllt man die entstehende Fläche unterhalb mit “bodenähnlicher” Farbe/Struktur, aus dem Foto eine mitunter grandiose InterieurVision machen kann. Ideal also für Träume von Präsentationen wie zum Beispiel diese oder diese hey! brandneuen!! Heute hochgeladen!! ( youtube-Kommentar: “Chanel has the best runway music!!”)

Diese vielversprechende Gestaltungsmöglichkeit will ich heute mit neuen Bildern von ebenso neuen “Situationen” mal austesten. Also: Erst-Sondierungen. Mal-Tests. Hier unten schön in Reihenfolge des Ent-Stehens, tutorialmäßig wie im ersten Beitrag vor fast nem Jahr. Und à propos: ratet mal, was das eigentlich ist – das Originalfoto unverändert, nur um 180° gedreht:Erster Schritt: die Linie. Warum nicht mal schön geschwungen als Rotunde, mit Aussparungen für die “Hallensäulen”. Zusätzlich wird die im Foto schon vorhandene lotrechte “Kante” einfach zur Raumkante umgedeutet.Fläche füllen – voilà der Boden. Allerdings halt ein Scherenschnittboden wie eine sorgsam aufgeklebte Pappe. Google “erkennt” aber schon planmäßig: “Architektur”, wenn man ihrer Bildersuche diese Version hinwirft.Passend umfärben, dann den Tortenboden etwas nachdunkeln, hier fahrigly, ohne genaue Recherche, wie sich eigentlich echte Schatten bilden  . Trotzdem ein deutlicher Schritt in die reale Illusion™.Ein Impuls läßt mich den Lichteffekt an der “Wand” herunter auf den frisch verlegten Fußboden kopieren und wie ein Spiegelbild anbringen. Fehlende Stellen werden einfach hingewischt. Dann: die unteren Enden der Säulen werden etwas abgedunkelt, um den Effekt der Echtheit, des Gegründetseins  zu verstärken..Nun kommt der menschliche Maßstab hinzu. In Form der vier Model-Silhouetten, die ich schon für den ersten Beitrag erstellte/mausmalte. Erfreut ich sehe: das Prinzip funktioniert, bedarf aber weiterer detaillierter Verfeinerungen. Schattenrecherche. Lichtexperimente. Und gerne eines anderen Motivs. Das soll meine Beschäftigung und Fragestellung der nächsten Zeit sein: Welches homemade Foto taugt zum “Ausbau” als Catwalk?

Hier schon mal ein paar Kandidaten/ Schnellschüsse der vergangenen Wochen: 1.mal nochmal dasselbe Motiv in dramatisch (von ihm selbst) hingebogenen Licht:– Ladet dieses Foto mal in die Google Bildersuche hoch – da kriegt man zur “Vermutung:  Architektur” ein grandioses Angebot abgefahrener Architekturbilder!

Dann die ewige Faszination mit Transparenz und Reflektion:
Dann flächig vs. räumlich:
..und real looking, aber irgendwie schwebend – Highdelbeeren above.. the ice?

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Musik beim Bodenlegen heute:

Les Ritas Mitsouko: “Marc et Robert”, VIRGIN RECORDS, 1988

The Kronos Quartet plays Steve Reich: “Different Trains” siehe hier am Chanelbahnsteig !!

Musik zum Catwalk im Videolink oben

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie D-Dur KV 385”  Orchestra of the Academy of Santa Cecilia, Rome Sir Antonio Pappano. conductor

& mal wieder Léo Delibes: Walzer aus “Coppelia”. Mal wieder? Na, hier schon erstmals als Soundtrack zum VOGUE-Wortspielkurs Englisch…

PS.: Französisch Lektion, heute auf Englisch:

Möbellagerung nach der Sznurówki-Methode

Sznurówki, das ist polnisch und heißt Schnürsenkel (mehrere)(Plural). Haben mir meine Kolleginnen auf der Arbeit beigebracht. Ein drolliges Wort mit nem lustig-niedlichen sound – wie eine kindsbeliebte Zeichentrickfigur, grad halt ebenso wie das Ding, um das es geht. Darum noch besser!

Und ein abgerissenes Exemplar geriet mir in die Hände, als ich, diese ringend nach meiner Dose Kabelbinder suchte. Und nicht fand, um damit die nächste Stufe (Ausprobieren mit Pappeattrappe) meiner neusten Möbelei auszutesten.

Also “schnürte” ich den Entwurf und: er gefile 😉

Wär nach der Sofort-Wegschmeiß-Methode nix geworden, dieses szenische Foto. Und beim Fotografieren so mit hin- & reingeraten, denke ich grad: ne ordentliche Sammlung Drahtbügel am Schnürboden 😉 empfehle ich jedem (Stadt)theater. Wegen der Lichteffekte! Stellt Euch mal vor, die werden leicht bewegt – was  für ein magisch anorganisches Geflimmer das auf der Bühne ergäbe!

Ich jedenfalls kann nun dieses Ding mit den vier Flügeln und den dickschwarzen Verschnürung im täglichen DranVorbeiGehen angucken. Und mir die “EndVersion” mit Holz statt Pappe ausmalen. Und feststellen, wo genau der Knicks-am-Fuß in der Brettversion hin muß. Das ist meine bevorzugte Art, etwas Handfestes zu konstruieren: immer in kleinen Schritten, wenn die große Vision irgendwann ins Reale dringen mag.

So nen Riesenkran wie diesen Amsterdamer hatte ich dabei in mind, als ich irgendwann fand, mein grad geplantes Sideboard sollte weg vom Boden, nur auf den Enden der beiden großen Bögen gelagert sein. Und die sollten nach realitätsnahen (Schwer- und Scher-)Kräften designt sein. Also wie auf meinem aktuellen Menue sichtbar aus Mittelsäule und Stabilisierungs”flügel”.

Unterwegs kommen dann vorhandene Gebilde zusammen und spielerische Tests vor wie diese Version mit gelifteten Spiegel:

Ach ja: die große Vision “macht” derweil Plakate, Teil 2:

Dieser nachtblaue Fächer aus vier übereinandergedrehten Ellipsen ergab sich als Kurvenlineal für die Bögen des Boards. Hochgeklappt, aufgefächert und gekippt: die nächste Idee für den (Innen)Einrichter– und Beleuchterpoodle 😉 Décor hier: scaliertes Vogelaugenahornfurnier 😉

Hey – der Kran ist immer noch da! Und crazier than ever!!

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Musik zur Aussicht und à propos DJ: ein Mix aus der Zeit der obigen Aufnahme, geschätzt ums Millenium:

  1. Rinocerose: le mobilier
  2. Moloko: The Time Is Now (RMX)
  3. Colonel Abrams: Trapped `97
  4. MJ Cole: Slum King
  5. Smash Mouth: Walking On The Sun
  6.  Cornershop: Brimful Of Asha
  7. Deee Lite: Groove Is In The Heart
  8.  the Cardigans: Lovefool
  9. Citizen King: Better Days ( And The Bottom Drops Out)
  10. Beck: Sexx Laws
  11. Lou Bega: Mambo #5
  12. the Specials: A Message To You, Rudy
  13. Eminem: My Name Is ***wow – Eminems Song ist volljährig! (1999) Und Ihr wundert Euch..***
  14. Cypress Hill: Insane In The Brain
  15. the Beastie Boys: Sure Shot
  16. Mousse T.: Horny ( Southpark Edit )
  17. Gipsy Kings: Bamboleo
  18. the Good Men: Give It Up ( Batucada Refrescante )

Das Sichtbarkeitsproblem @ home

Neue Designanstrengungen fürs Soodlepoodle-Deckblatt am Tag nach dem zweiten Advent – diesmal ein extrem grafisches Ergebnis. Kurioserweise eins möbelkonstruktiver Überlegungen – das nämliche Gebilde soll ein von vier Füßen/Auflager meiner neust in Angriff genommenen Sideboardvision werden – jaja- unangemeldet mitten im Weihnachtstrubel und Handtaschenmodelsuchen – der frisch wiedererwachte Einrichterpoodle läßt grüßen:

Das Board ist massiv, mächtig und schwer, soll der Eleganz wegen aber (optisch) weg vom Boden- der große charakteristische Bogen soll quasi schweben. Inspiration für die dazu notwendigen Lager bilden frisch erworbene harthölzerne Tischbeinstücke, die ich kürzen & mit seitlich angeschraubten Dreiecken stabilisieren, ins Konische überführen will. Hab ich so ähnlich mal unter großen Brücken gesehen. Oder wars eher auf ner Werft??

Und bevors an Sägen/Ausprobieren-3D geht – grafischer Spieltrieb! Challenge am Bildschirm: bekomm’ ich das als anschauliche Grafik ohne spezifische (Architekten)-Software hin? So als kleine Gehirnübung im dreidimensionalen Zeichnen, das wir ob Mangels an SpezialSoftware mal selber mit elementaren tools erledigen werden:

Schritt 1: den imaginierten Grundriß in die Perspektive klappen, drehen, verjüngen mit Augenmaß, doppeln wegen den angestrebten Senkrechten.  Dann zur Klärung der Verhältnisse den Hintergrund farblich abheben. Anschließend: Kanten ziehen – Sudoku meets Tetris – Hey! ich staune über den jähen Plakat-Effekt!

Weiter: die Hilfskonstruktion in grauweiß verschwindet allmählich & planmäßig “hinter” den angestrebten Flächen, die ich in ihren Helligkeitswerten entsprechend einer imaginierten Beleuchtungsrichtung wähle:

Spieltrieb Phase II: Dekonstruktion. Das Ganze im Explosionszeichnungsmodus – schwedisch Sprängskiss genannt ;-):

Ich laß mich anstecken von.. Zufall und Ordnung. Meinem Wissen um den Begriff Sichtbarkeitsproblem in der Computerei. Hier mal durch reine Imagination/Malerfahrung. Per Photoshop-Handling getestet! Und Seh-Erinnerung an mein Lieblings-RetroGrafikBlog.iso50.com – Naturalmente!

Und – welches gefällt euch am besten? Effekte fast wie im Monument Valley Game 😉

 

Nachtrag durch Wiederfinden™ am Tag danach – ich hab das Sideboard nach hinten verschoben zugunsten eines pinxographischen GemäldeEntwurfs anno März 2015 – damals seitenverkehrt & in einer anderen Farbzusammenstellung entstanden – warum denn nicht mal Aubergine@home?!:

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Musik beim Schreiben heute:

Jay Bliss – Zâmbet De Soare

Liam Howlett: “Dirtchamber Sessions Volume One” , XL Recordings 1999

Bermudafunk am Montag ab 22.00: “Blast From The Past”

Götz Alsmann: “Rom”, Blue Note, 2017

3D Sudoku? Gehirn-Jogging? MöbelbauThrill!

Eleganz ist ein universelles Phänomen der Anmut und Schönheit und beschränkt sich keineswegs auf Kleidung, Wohngeschmack, Accessoires, Automobile oder (Körper)sprache. Es gibt eleganten Code beim Programmieren, der durch seine schlicht geniale griffig-lakonische Übersichtlichkeit die zu bearbeitende Aufgabe in der minimalsten Form “beschreibt” und händelt, ebenso aber gibt es eine Konstrukteurs-Eleganz, die ich mit meiner Schwäche für Durchdachtes-im-Haushalt™ immer gerne wieder als lockende Herausforderung sehe und mich stets freue, ohne Zeitdruck an einem möblierten Soll herumzuhirnen und -konstruieren.

Durch den mit dem MoviePoodle “mitgelieferten” Teilaspekt der Filmerei, dem Requisitenbau, bin ich gerade an diesem Ding dran: p1080636Das sind zwei (von fünf) selbstgezimmerte Rahmenprofile einer BarKonstruktion, die, um 90° gekippt, nun fahrbar auf einem Retro-Büro-Rolltisch aufgestellt sind. Thrill #1: die Veranschaulichung fixieren per einfachster Anbringung einer (oder zweier) Schraubzwinge(n), so daß ich das Ding schon real vor Augen habe und hin-und- herdrehen kann. Um dann – Thrill #2 – daran herumzuhirnen, wie die angestrebte fertige Konstruktion haltbar, einfach und zerlegbar plus möglichst geringem Materialaufwand verwirklicht werden könnte.

Grund für diese Konstruktion sind die 7°, die die entstehende Oberkante/fläche gegen den Fußboden geneigt ist – die “unrechtwinklige Stellen” seht Ihr ob der Geringfügigkeit des Winkels und der perspektivischen Verzeichung nicht (ich habe aber in der unteren Zeichung eine von drei eingefügt). Dadurch gelingt ein millimeterweise in der Höhe justierbares keilartiges “Podest” für die filmisch aufzunehmenden Handtaschenmodels. Einfach durch Vor- oder Zurückfahren der ganzen Konstruktion. Rollbare, mit einer Handbewegung gelingende Eleganz, so mein Plan.

Konstruieren beginnt ja im Hirn: man versucht, die Challenge in möglichst einfache=anschauliche Teile zu zerlegen oder diese gedanklich faßbar darzustellen. Während das bei mir fast immer ohne Zeichnung vonstatten geht – ich hab ja das provisorische 1:1 Modell schon vor Augen und in Händen, mach ich Euch diesmal ein kleines Tutrorial draus. Um meine Gedankengänge = Thrill nachvollziehbar zu machen.

Also: Konstruktionszeichnung, um die Gegenbenheiten/Aufgabenstellung damit herauszuarbeiten. Ich greife zur Schraffur, um mit diesen 45° Linien die Räumlichkeiten darzustellen. Dazu ein schneller Schraffurbau-Stunt per Photoshop:

  1. Rechteck aus vier gestapelten Quadraten anweisen, das obere davon weiß füllen.
  2. dieses Ganze als Muster zum Kacheln definieren. Bescheidene Maße:  5 x 20 Pixel
  3. die Bildfläche über dem Originalfoto damit querstreifen
  4. das Ganze per Zahleneingabe in die exakte Schräge drehen:

p1080636-qNun fährt man die Umrisse und Kanten der Hölzer mit dem Rechteck-Lasso nach, um aus den entstehenden polygonalen Umrissen Ausschneideformen zu erhalten. Durch die 1:4 Aufteilung des Schraffurmusters ist nun möglich, für die zu betonenden senkrechten und waagrechten Flächen eine zweite Lage “zwischenzuschieben”, um per entstehender Schraffurverdichtung einen räumlichen Effekt zu erhalten:p1080636-schraffurSo kann man mit  nicht übermäßig viel Geklicke die zu verbindenden Rahmenzwillinge als technische-Zeichnung-Lookalike direkt aus dem Foto drunter visualisieren – ich “zitiere” meinen nen super Verlauf zaubernden PC-Bildschirm:

p1080715-screenverlaufDie beiden IKEA-Regalbretter, die Ihr im Foto ganz oben zusätzlich seht, haben die idealen Maße, müssen nur noch per Säge in einen formschlüssigen Zusammenhang/-halt mit den Rahmen und untereinander gebracht werden. Sie erzeugen dann den idealen Abstandshalter, der alles zusammenhält und – das will ich ausprobieren – per Gewindestange lösbar verbunden ist.

Demnächst Fotos!

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Musik beim konstruktiven Schreiben – heute mal was Neues: Handgepflücktes aus der ever vorbeistreamenden youtube AUTOPLAY-Liste – angefangen von unten mit Fisher “Losing It” – TanzteeAlarm!!

St. German: “Boulevard”, F-Communications, 1995

bereifter Pareidola im Dreierpack

Hört sich an wie ein neues provozierend falschgetipptes Käse-Angebot im Wiesbadener REWE PopUp Store, der zur Zeit(?) im Biennale-”befallenen” Staatstheater aufgebaut ist –  aber nein – ich baue an einer kleinmöbelig daherrollenden dreiteiligen “Ambulant”galerie:

p1070371Drei “abgestreifte” PCs, die plötzlich wieder willkommen sind (und nicht aufs finale Ausschlachten wartend irgendwo hingeschoben stehen),  unter der improvisierten “Tischdecke” verborgen auf einem selbstgeschraubten MöbelRollbrett und mit einer überkragenden Längsplatte.

Der Clou sind die um 90 Grad gedrehten Bildschirme. Mit dieser Hochkantigkeit kann ich den fast durchgängig ebenfalls vertikal gefertigten/gemeinten pinxographischen Bildern gerecht werden – ganz wie Herr Grotjans, amerikanischer Maler/Künstler ebenfalls entdeckte: “I found that rotating it took all the landscape out, so it became a nonobjective painting.“
p1070371-exhkit1Daß es grad drei Teile sind und daher das klassische theme Triptychon hier mal wieder aufersteht, kann mir als jemand, der sich gerne in einem allgemeinen KulturKanon bewegt oder wenigstens drauf referenziert, nur willkommen sein, ist aber schlicht.. Zufall.

Und zum Aufklappen wie die historischen Vorbilder sind sie auch nicht, eher wird das mittlerweile doch sehr “durche” Thema digitaler Bilderrahmen damit verwirklicht.

Hip oder nicht=wurscht, mir dient das Ganze zu zweierlei:

Ich will mal testen, wie der Zufall, durch Software möglich, den Eindruck des Dreierbilds “gestaltet” – ob neue Seheindrücke damit möglich werden. Durch das pareidolische Grundrezept der Bilder also eher der entstehende emotionale Mix des leuchtenden Trios also. Welche Art von Vorauswahl ich dabei einfüttern muß, zum Beispiel links nur gelbe, mittig blaue, rechts grüen oder ähnliches, oder zentral sanfte Farbverläufe mit wilden Exposionen angrenzend parallel laufen lasse etc.

Und natürlich ist das smooth rollende Ding ein weiteres, willkommenes Teststück für meine Möbelentwurfsliebe aus improvisierten “Aufbauten” sprich: der EinrichterPoodle kriegt damit auch mal wieder nen Knochen hingeworfen.. Es geht darum, auf elegante Weise dieses kopfstehende Trapez zu einem stabilen, doch luftigen Gehäuseartigen werden zu lassen. Erste Idee beim ersten Aufstapeln: rechts und links auf der gekappten Spitze stehende Dreiecke wie Lamellen hintereinander zu den Seitenteilen werden lassen. Damit das Ganze nicht in z- Richtung einklappgefährdet wird, diese vielleicht nicht zueinander parallel sondern im ZickZack planen&montieren..

(Bider folgen!)

Ach so ja: als neue Darreichungsform der PinXoGraphien wird es davon hier natürlich jede Menge Bild- und Clipfootage geben. Mit Photoshop- und RequisitenHilfe ist eine recht große Bandbreite und Raumeindruck möglich. Hier noch eine zweite, hellere Version:p1070371-exhkit2und noch eine mit RegenBogenSmoothies:p1070371-exhkit3

Nachtrag ne Woche später: noch cool-stylischer Fund-und-wie-ich-ihn-fand:

  1. ich schau mir die drei oben an und bildergoogle: “Öllache” und “irisierend”
  2. dann schau ich das englisch “iridescent” nach und komme damit auf
  3. Jeffrey Campbells Schuh-Collection, die mich sehr vergnüglich an dieses
  4. Buch mit 500 Schuhen erinnert = Linda O’Keeffe – SHOES
  5. Der hatte ;-/ auch mal so ein Pärchen Boots im Programm (daher der Fund!)
  6. Coool! n’Täschen dazu!!??

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Musik beim Schreiben heute: das ebenfalls “cool rolling bubble

Donald Fagen: “Kamakiriad“, REPRISE, 1993

..übern Kamin ins Herrenzimmer!

Heute: Riegelahorn, selbstgemacht. Äh, selbstgemacht? Meinten Sie nicht wohl eher: selbstgemalt? Nun, nicht ganz. Da war auch eine Rechenmaschine mit viiiiel Mathematik im Spiel. Tja- eine wieder mal ganz erstaunliche Entdeckung in diesem stets mäandernden Fluß meiner PinXoGraphie. Und dazu auch noch right heute. Denn eigentlich wollte ich meinem herübergekommenen Nachbarn nur mal kurz mein state-of-my-art vorführen, da, plötzlich am Bildschirm dieses ubercharakteristische Muster:nnn-scanp-170509-478-r3v2neAlso.. also… das sind doch eindeutige Farben eines halbdunklen, in sattwarmen Farben gestalteten… Herrenzimmers! Mit Kamin, schwarzmattlackierter Umrandung desselben, gar tiefgrüne Samttapeten ringsum, mit diesem exemplarischen Hang ins Türkise. Dazu reichen wir schwere, erdwarme Teppiche, die nur noch da und dort eine Handbreit das altgereifte,  gedunkelte Eichenparkett durchlugen lassen..

Und diese Bild mittig obendrüber!

Plus als Hausaufgabe “Einrichterpoodle” die Frage: Möbelierung! Aber was da?

Vielleicht mal n.. Frauenzimmer fragen?! ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

das am 2. August 2002 zusammengestellte und immer noch knorke

My Way To Brazil Teil 2

  1. Lou Rawls: “The Girl From Ipanema”
  2. Bebel Gilberto: “Bananeira”
  3. Tamba 4: “Canto de Ossanha”
  4. Astrud Gilberto: “Berimbau”
  5. Stan Getz & Charlie Byrd: “O Pato”
  6. Edu Lobo: “Upa Neguinho”
  7. Sergio Mendes & Brazil´66: “Constant Rain (Chove Chuva)”
  8. Doris Day: “Quiet Nights & Quiet Stars (Corcovado)”
  9. Pete Belasco: “Get It Together”
  10. Kosho: “Tropical Rain”
  11. Eric Clapton: “Reptile”
  12. Jobim: “Lamento”
  13. Elza Soares: “Mas Que Nada”
  14. Eli Goulart: “Destino”
  15. Getz/ Gilberto: “Bim Bom”
  16. Escravos De Jo: “Dom Um Romao”
  17. Bossacucanova: “Surfboard”
  18. Joao Bosco: “Paranoia”
  19. Zimbo Trio: “Agua De Beber”
  20. Badi Assad: “Uma Valsa e Dois Amores”

.und à propos Playlist: das ist ja krass anders geworden in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten. Folgende Beschreibung dieses Phänomens fand ich auf der Programmseite des in der Mannheimer Popakademie im April stattgefundenen futuremusiccamp.de/programm/keynotes/: Kuratierte Playlists sind inzwischen einer der Treiber für Streaming Services geworden. Der Mix zwischen der Auswahl von Experten und Algorithmen wird bei jedem Service anders gehandhabt und neben redaktionellen Playlists erreichen auch User Playlists viele Follower. Die Labels haben eigene Playlist Brands, die sie mit viel Aufwand pflegen und promoten.

Das ist mal wieder moderne Kulturverwertung weitab vom Geldbeutel der Musiker, also wenn DAS man kein Anlaß ist, sich nach nem old fashioned Herrenzimmer zu sehnen!!

ich leg noch Faith No More: “Album Of The Year”, Slash, 1997 nach..

Rothko in drei Zügen

vrlf-160205-273e-r8vManchmal brauchts schlicht erholsamen Schlaf, um auf Grundlegendes “zurück” zukommen/Wie verworren muß das Leben sein, um schläflings auf: “Der Einfachheit sollte man immer zugänglich sein” zu kommen? Das nämlich notierte ich mir diese Woche, noch im morgendämmrigen Halbschlaf auf eine der Kartenrückseiten am Bettrand. Die liegen da immer, vorsichtshalber, erfahrungsgemäß, denn solch Wort- und Sinnfetzen aus dem halbseiden träumenden Hirn kann man  “biologisch-dynamisch” kaum anders – das heißt: ohne Elektrowolke –  festhalten.

Dazu kam die Überschrift heute morgen dazu, die lange verschüttetes Schachvokabular revitalisiert. Nachdem mir der Name “meines Großmeisters” der Farbfeldmalerei wieder eingefallen war.

Warum nur mein Hirn diese Fetzen anspült? Nun, als Ausgleich vielleicht? Die PinXoGraphie zum Beispiel wird momentan immer wilder, chaotischer: man sehe sich nur mal diese neusten “Ergebnisse” der März/April-Blätterei  an:

ysp-scanp-170409-468e-r2vr5ysp-scanp-170409-468b-r3vnrysp-scanp-170315-454b-r6vr3ysp-scanp-170423-471g-re3veysp-scanp-170310-450c-r3vkysp-scanp-170315-454g-recolysp-scanp-170331-465e-r3vr2ysp-scanp-170423-471e-r180

Da ist eine deutliche Wirrniszunahme zu verzeichnen. Umso überraschender nun diese “Zwischenergebnisse”, die genau das Gegenteil darstellen. Und, noch erstaunlicher, genau aus demselben Werke entspringen:

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Zu dieser Überraschung notwendig war… Ameisenarbeit™: ich habe zu diesem Zweck begonnen, die fertiggestellten PinXographien – so es so was überhaupt gibt – kleiner zu rechnen. Ganz im Sinne von: “Dann hab ich meine Rastalocken abgeschnitten und anschließend meine Mützen kleinergehäkelt” ;-) Anfänglich, um ganz alla svevo mehrere(!) Dutzend(!) Gigabyte(!) Speicher “zurückzugewinnen”. Dies führte zur “Entdeckung” der im Verlauf der PinXoGraphie-Werdung unsichtbar erzeugten Färbungsschichten.

Unsichtbar erzeugt?

Ja, nun: beim Umfärben füge ich ja neue Schichten ins Bild ein, die dieses zu etwas Neuem machen, ganz apparent. Dabei wird der Fortgang der Färberei, der in mehreren Stadien geschieht, immer von fertigen Ergebnis bestimmt, das ich ja in Echtzeit am Bildschirm habe. Ich nehme also das Eingefügte nur im Zusammenspiel mit dem Gemalten/ Gescannten wahr. Und entdecke eben jetzt die schlicht-schwebende Anmut  dieses “Mezzanins“:

So kann ich Euch heuteundhier präsentieren, was dabei herauskommen kann, wenn man erst

  1.   Blätter bemalt,
  2. einscant und umfärbt, und dann
  3. das Gemalte digital wieder “abzieht”.

Aber bittet mich nicht, diese Erscheinungen en plein air “nachzuspielen”. Da ginge es mir wie John Coltrane nach Vorlage seiner eigenen, transkribierten Soli…

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Für mich sehr erstaunlich. Überraschend. Erfreulich. Und willkommener Anlaß, wieder mal was über Herr Rothko zu lesen. Und mir diese “Großflächigen” an einer ebensolch großzügigen Wand vorszustellen – der “Einrichterpoodle” läßt grüßen–

vrlfscreen-160115-260b-exhivrlfscreen-272d-267b-436g-.jpgHier mal drei davon auf elegantem Anthrazit über dem aufgepimpten Sofa vom Januar. Der zottelige Bodenbelag drunter ist frisch “gefertigt” und stammt von Blatt #473.

Weiterhin gefunden beim Recherchieren/Herumadrenalieren im Internet™: 4 große Schachpartien “zum Nachspielen” – durch Weiterklicken – auf www.spiegel.de – und à propos Schachsymbole: die Figuren schwarze Dame als svg.png weißer Bauer als svg.png schwarzer Läufer als svg.pngund das Schachbrett sind durch  die Verwendung von SVGs und simplen HTML auf dem am Schirm dargestellten www-Brett positionier/programmierbar..

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Musik beim Schreiben heute:

John Coltrane: “A Love Supreme”, Impulse, 1964

Marcel: “Viginti Etduo”, Mole Listening Pearls, 1999

Adriano Celentano: “Svalutation”, WARNER, 1976

Cody Chesnutt: “The Headphone Masterpiece“, Ready Set Go!, 2002

Erik Satie: “Gymnopédie No. 1″, Stefan Grasse Quintett

Claude Debussy: “Fünf frühe Lieder”, HR-Sinfonieorchester, Anu Komsi, Sopran

Photek: “Form And Function”, Science, 1998

Musik beim Wiederhochladen am 4. November 2018;

Keziah Jones: “Black Orpheus”, Delabel, 2004

Gehen. Leben. Leuchten. PinXoGraphy geht live.

Oh, welch schöner Valentin! Nachdem nun per Mausklick die ersten “Serviervorschläge” für pinxographische Gerichte angezettelt sind, kam heute der Tag, an dem das erste der digitalen Bilder real wird. Auf sogenannter Backlit-Folie. Und zwar fast genau so, wie Ihr und ich das schon aufm Schirm habt, in echt eben/ergo an Bord eines Leuchtkastenschiffs:pinxography_cohrs-1678pinxography_cohrs-1688  pinxography_cohrs-1702

Das liegt vertäut bei Danie c/o COHRS  – alle Neckarstädter kennen das Gegenüber – das Foto hier ist direkt vom Eingang aus gemacht.cohrs-location_1710. Molto grazie, Frau Cäptn Cohrs!

Dank II & ein herzliches aHoi an die Sloganeers von www.speicher7.com: ich hab Euer “Leben. Lieben. Lachen.” reworked ;-)

 

Nachtrag: 9 Tage später erreicht die zweite Pinxographie (Blatt #438) das COHRS, direkt aus der Digitaldruckerei. Da sich die “Montage” bis in den späteren Nachmittag hinein zieht, habt Ihr nun eine ziemlich wirklichkeitsgetreue zweistufige “Vision” vom Leuchten in der/die Nacht:

pinxography_cohrs-1718 pinxography_cohrs-1726

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Musik beim Schreiben und Leuchten, heute, am schmutzigen Nachtragstag:

various artists: “Viennatone”, !K7, 1998