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Schachnovelle vague

Unendliches Thema Schachfiguren vor der Kamera.  Heute: die ObjektTransparenz (bei mir als Fotografierender seit eh und je chef) plus e.n.d.l.i.c.h. fantastische Frühlings!Sonne-auf-matt!weißen-Glas!Figuren. Wo genau ich diese Halbe Besetzung  (die dunkle Seite der Macht gabs nicht mehr) in ihrer unfaßbar trashigen purpurnen(!) Schaumsamtbox mit figuren-nachformenden PlastikDeckel aufgegablert hab – ist mir nicht mehr aufm Schirm

,aber seht mal,

was man bei fantastiquer, kräftiger Sonne am Vormittag, mit noch mehr Glas-im-Bild, Totalreflektionseinbau und dem Unter-bzw. Überbelichtungsmodus an der Kamera eingestellt hinkriegt:  Prolog: Erst noch nicht erschienen über dem Dach in der Zauberkugel,

aber dann gings los. Und zwar fett: silberfolienunterlegt: pure LichtEnergie:

 

Das Störende bei zuviel Licht&Schatten ist hier&schnell der ebenfalls “zuviel” vorkommende ungleich verteilte Bildkontrast. Der verkrasst&vergrätzt die (eigentlich schon immer angestrebte) Bildharmonie, macht den charakteristischen Touch Rauheit, Reportagewirklichkeit. Ein probates Mittel der fotografischen Darstellung, nicht nur der inneren Wirklichkeit. Geht aber auch anders, smooother: Kontrast als Werkzeug, die Motive betonend herauszustellen, das Bild zu klären, zu vereinfachen, plakativ zu machen. Das geht auch! Aber so halt nicht. Also weiter.

Man gibt nicht auf, dafür ist alles viel zu spannend:

Durch die Platzierung der Figüran im a) schrägen Licht, auf b) einer Glasplatte, die zudem c) noch drehbar und d) von allen Blickrichtungen erreichbar war, konnte ich mich ohne gereingstes Nachlassen der Faszinatinspiegels im Hirn an folgendes Kristalline heranklicken™:
Genau besehen: Farbfotos, Leude! Viel interessanter als farbentfernte!

Und dann, kurz bevor die Sonne vom Spielfeld entschwindet: purste Bildwirkung im Mitlicht(!) mit Ultraschwarzem Hintergrund. Und oh guck die Zauberkugel wird zu …Quecksilber.

Und dann…Familienaufumstellung auf dem Waberzerrspiegel, und es kommt das Neue Vage ins Spiel..

…Menschen in der nassen Stadt..

Ich bin begeistert von diesen Neuentdeckungen! Was? Wie bitte? Aprilscherz?

Ja, ja, aye,aye, es ist Frühling. Die Natur platzt in frischesten Farben aus allen Nähten – und ich mach mir farblose Glasfiguren zum Thema…

Also gut,

dann halt hier noch eins mit den (plötzlich marmormassiv weißen) Figuren im Grünen (frisch aufgestellt, das): like a walk in the park.

Plus meinetwegen guckt der Frühlingsblumenfarben halber alte bunte FrühlingsblumenPosts hier und hier und hier. Nichtsdestotrotz hör ich heute trotz Farbmangels nebenbei Frühling:

Nouvelle Vague: “Nouvelle Vague”, Kwaidan Records 2004
Britten The Young Person’s Guide to the Orchestra (Lars Reichow / Hugh Wolff)
Vaughan Williams 5. Sinfonie D-Dur (Andrew Davis) blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y

..und frische das Weltliteraturgedächtnis auf. Mit Playmobil: la Schachnovelle to go (Zweig in 8 Minuten) 😉

PostKar 10 Le Porello 20 20

Fotografisch extrem spannend, wenn sich zwei Arten Mobiliar und Einrichtung mischen: Schöner Wohnen/Neue Heimat und le bureau. Vor allem, wenn in diesem bureau noch historische bureau-Gegenstände zu finden sind wie diese Faltaufbewahrungsbox für Software-CD-ROMs. Die macht mir heute bei scharfkantigen Morgenlicht nicht nur Freude am Grafischen, sondern auch ein neues Startbild der mannheim-auf-postkarten-Seite – war auch mal wieder Zeit, Archiv hin oder her 😉

Hat auch was von ner alten Registrierkasse, n’est-ce pas??

Vorher: das Bild selbst “gefaltet”___________________________________________________________________

Musik beim Schreiben und Frankieren heute:
Deep & Lounge | Deep House Set [Dinner & Drink] Mixed By Johnny M

Schauwertproduktion (in mehr als one go)

Fotografie heute chez moi. Die reine Lust am Bildermachen. Ich schau das grad eben aufgenommene hier unten an, habe  prompt ein déja-vue und denke: «Früher, da warf man Katzen und verschüttete nachmittagelang eimerweise Wasser, um zu einem wahrhaft memorablen Bild zu gelangen.» Nun, zweiundsiebzig (!) Jahre später will die Kreativität der nachfolgenden Generationen immer noch ran und bedient sich eben modern (gewordener) Methoden. Und Alt-Kastanien-Koffer 😉

Schauwerte zählen wie eh und je – mir liebste plakativ-ironische Fundgrube aus zum Beispiel der Welt der Werbung das grandiose adsoftheworld..

Geht bei mir @ home zur Zeit komplett anders, viiiel spontaner, schneller und (bis auf  das bißchen essentiellen Schattenbausch oben & ganz unten Hintergrund & die Figuren) fast ohne Photoshop: Gegenstände sammeln, die nicht zusammengehören, aber durch eine spezielle “Technik der überraschenden Anordnung” – recipe: man zieht übereilt um und entpackt dann großäugig die so unvergleichlich ge-remixte Collection. Dazu kommen noch klassisch handwerkliche Zutaten wie Lichteinfall, Perspektive, Makro-Einsatz. Und Assoziationen  an eben solche klassische Werke, die beim Arrangieren der “Gegenstände 2020” plötzlich “zusammengehen” &  zu neuen Bildern werden. Readymades quasi, total old school.

Will sagen: es erfordert immer mehr als einen Schritt. Faszination als Erstlings-guide, ok, dann das kontrollierte Chaos als kaltblütig instrumentalisierte Lotterie, das Schlafhirn als kunstaffine/-gesättigte, unermüdlich nachtschichtende Jury. SUPERPLUS für mich: neben dem (meinem!) Arbeitsplatz: ein Spielzeugladen – wunderbar!!

Und plötzlich – durch diese Tätigkeit frisch ästhetisch erwacht – entdeckt man ein Morgenmondgeschenk zum Schlotenbart – a’part! Und aus ner Laune heraus gekippt nach rechts werden exotische Farnwedel draus – der Zollbeamte Henri läßt grüßen 😉und das schwindende Nachmittagslicht im Januar bringt diese ganz spezielle Stimmung, bokeh oh làlà` ohe!Schauwerte, die das Leben anregend machen, die Lust an der Neugierde am Unbekannten, Ungesehenen wecken. Am dollsten freut mich gerade eine Entdeckung, die durch etwas träges Herumgestikulieren mit einem ebenfalls jüngst wieder ausgepackten Werkzeug Experimentierwut entfachen half. Später mehr dazu, wenns ausgebufftere Ergebnisse gibt!

Das hier aber entzündete den Funken!

Hier&heute wirken weiterhin mit als mir notwendige/ vorausgehende Schritte/Lektionen:

Und immer nebennebenher – Kamerastativ aufbauen, justieren, ranzoomen und abdrücken null Aufwand – entsteht massig “Schlotfootage” – bei windigem und mitfliegenden Wetter extrem geeignet als Entspannungsbildschirmschoner no kidding Stellteuchnicht soanindustrielandbewohner! Musik /Sound dazu unten!

PS: Wow. Ich finde eine recreation des oben genannten Philippe Halsman Fotos vom 17. Februar 1948, anvisiert, geplant und durchgeführt knappe siebzig Jahre danach. Dollstes 2. EntdeckerPlus  : eine kleine, überaus amüsante Geschichte zur collaboration, erzählt von des Fotografen Tochter ..

PPS.: Wer ihn noch nicht auf meiner lehrer-fotografen-Seite entdeckt hat: Wasser in der Luft, selbst geworfen, filmisch extrem verlangsamt = Schönheit. file_under: Shinichi Maruyama “Water Sculptures”. Die erstaunlichen fotografischen (Wasser)werke («Images are exposed in seven thousandth of a second) findet unter shinichimaruyama.com/gardens. Der Künstler schreibt dazu:

It is said that a Zen garden represents in a three dimensional space the spirits of high priests who have achieved enlightenment. The Zen garden is the expression of boundless cosmic beauty in a physical environment, created through intense human concentration, labor and repeated action.

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Musik beim Schreiben heute:

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Suite aus “Ein Sommernachtstraum” op. 61

Nae:Tek – Dub Waves #45 On Proton Radio | Guest Mix By Johnny M | Dub Techno

Das Gegenteil von dunklen Bergen sind… qualmende Schornsteine

Ein Tag vor Nikolaus, beziehungsweise am Tag des N-Abends: hier kommen die ersten Bilder meines neuen Ausblicks aus der frisch “kartoniert vollgestellten” Wohnung – ein unerwartetes Superplus für mich Industriefreak: der nächtliche (und natürlich auch tägliche) Ausblick auf hier in “Mannheim Süd” allzu bekannte Schlote und in die Weite:Superplus für mich deshalb, weil ich a) diesen Anblick liebe als Landei – Umweltmahnung inbegriffen – das ist unser Leben als Industrielandbewohner (oder wird es einst gewesen sein!) und b) ich den Neubau des bei Eröffnung schon fragwürdigen Großkohlekraftwerks begeistert mit der Kamera verfolgt habe. Zwei (oder gar drei?) Jahre lang ging das, glaube ich so aus Erinnerung sagen zu können. Hier zwei meiner allezeitefavorite:

So kann ich nun die dunklen Berge vom November und passende Lektüre …”wegrauchen” lassen und mit diesem arkadisch – im Sinne von lateinisch: der Bogen – gelungenen Bild file_under: gloomy sunday:

Überaus erstaunlich überdies, welche Lichtvielfalt und Räumlichkeit in diesem Motiv steckt – von der praktischen Nutzbarkeit als Wetteranzeige da ganz geschwiegen: Wolken nach rechts: Ostwind, kalt, trocken. Nach links: Westwind, regnerisch, ihr Anstellwinkel Funktion der Windstärke. Jetzt fehlt nur noch mein altes Thermometer am Fenster – fertig ist der persönliche Regenradar 😉

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Musik beim Einrichten/Auspacken/”Farbkarten” aussuchen V.1:

Drexciya: “Harnessed The Storm” TRESOR, 2002

Nachtrag am Tag danach: hier noch ein gaanz altes aus meiner Reingretchen Zeit, da gabs die beiden Schornsteine auf dem “Altbau” (die beiden “oberen”) noch – Ganze als unmerkliche Montage™ – das Motiv herhielt für gleich zwei Cover vom Januar 2013 :

und nochn Musik-Nachtrag: Ben Buitendijk – “Promised Land”

The Nerdy Road to Neue Ode an die Mode

Während die einen sonntags ihren Garten harken, die andern «lustlos ist die Haselnuß» singen, ergreift indes mich in der Am-7.-Tage-sollst-Du-Stille das Gefühl der Herausforderung. Die nämlich, aus bloßen wenigen, in der Werkstatt fahrig geschossenen Fotos™ etwas Neues hin zu bekommen. Irgendwie lotteriemäßig. Wie auf Zuruf aus dem Publikum. Oder mit verbunden’ Augen in den (Jack)pot greifen.

Heute mal: Glitzer ‘n’ pink – für Mode?immer gut.Erstmal silbern glänzende Fischschuppenroofs in der Farbpapiercollagentechnik à la plage isolee. Oder sehe ich da eher Strandbrandungsbilder aus Paillettendämmen und -meer?  Who knows.. Dann gehts über zu raketomenalen Begegnungen à la Fang-den-Hut..

Dann zum Discoburgenbau am Strand mit handgenagelten Bretterdächern. Unten, außerhalb des Bildes (aber innerhalb meiner Fantasie): der zugehörige Sandhaufen, auf dem das alles steht….

Zoomen-auf Burgfried in Glamourkleid…
Dann Boden-Verlegen einmal anders: diesen unbekümmert hin und her und dann ooops hochgeschoben, erkannte ich plötzlich den Torso, gar richtig mit so Taille/Hüfte und  schräg ablaufender Rockkante. Wow. Von da ein winziger Schritt, mal eine meiner Handtaschenentwürfe im Startbild mitzuverwenden:

Nach einigen weiteren Geschiebe und Gesichtsumrisserfinden wurde nun die untige, irgendwie elisabethanische Modenschau draus:..zusammen mit dem immer zugehörigen Portfolio-Menue, angereget vom Wissen um die Möglichkeit, Kunst aufzuräumen – (Danke, Urs, the Wehrli):

Als Auslöser(!) für dieses Post sollte natürlich auch Erwähnung finden: die neue Soodlepoodle-Galerie namens neueOdeandieMode.

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Musik beim Startbildbasteln heute:

Franz Schubert: “Sinfonie No. 5, B-Dur”, D 485 und seine famose 6. in C-Dur, D 589 (Barenboim/Berliner Philharmoniker)

Sidney Youngblood: “Feeling Free”, Circa Records, 1989

A und Prop O:

Gebastelt wurde das (fast alles) aus diesem Bild- plus mehr Schuppen eines zweiten und der Farbnummer E417D6 als Concealer: das ist doch.. wieder ein perfekt rätselhaft ungestülptes Beispielbild, per Einrichterpoodle-vs-Googletechnik neue Architekturschätzchen zu finden 😉 Heute dadurch dazu: die Louis-Vuitton-Foundation, Paris, die Tama Art University Library, Tokyo, und eine coole Art, sich ein Dach aus Holz zu, äh, erflechten?

Back To Models, Back To Set Design

Ich bin der prooved Meinung, man sollte öfter mal mehrere Dinge gleichzeitig tun, wenns um kreative Dinge geht. Denn dadurch befruchten die sich gegenseitig. Schlicht durch Hirnüberlappung. Nicht nur deshalb der scheinbar doppelte Titel heute.

Nachdem ich nun massig FotoMaterial zum Thema Fashion akkumuliert habe (und es nicht nur on rainy days immer weiter tue) wird nun, ich spüre es deutlich, die nächste sTufe fällig: die Meilensteine der Recherche, Teil II: das Schlüsse-ziehen und Auswerten. Einfachste und wichtigste Erkenntnis:

Ein episches Modefoto ist Teamarbeit.

a) Es gibt grandios vielseitige Models wie die frish gefundene Sophie Vlaming, oder (meine) Klassiker wie Alek Wek, Arizona Muse, Anais Mali oder Fei Fei Sun. Diese Vielseitigkeit muß allerdings zum Vorschein gebracht werden: von nämlich den

b) Stylisten, Make-Up und Set-Design, den

c) Fotografen und last-but-not-least: den

d) Auftraggebern. Katalog-Fotografie für Arbeitskleidung auf Ölbohrplattformen erstrebt dann doch eine recht andere Optik/Ausstrahlung verglichen mit dem US-amerikanischen Phänomen Sports illustrated.   Ah – 3 Tage daNachtrag: es gibt noch ein

e): Körpersprachler 😉

Erst wenn all diese Komponenten optimal zusammenwirken, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Denn, so einst ein Student! der Mannheimer Popakademie: «Ein gutes Foto ist Gold wert». Dazu versuche ich mich in einer kreativen Mehrfachrolle und stelle im heimischen Labor an den lokalisierten Möglichkeiten herum. Aufgabe/Challenge dieser Tage: meinen gläsernen Kopfhörerglaskopf mit diversem wenigen Drumrum interessant aussehen zu lassen:

Das passiert mit zwei unterschiedlichen Methoden:

  • Styling: Farbwahl und 3D-Gestaltung des Hintergrunds, die interne Kopf-Verkabelung und the Art of Mützentragewerk.
  • Fotografie: Beleuchtung, Aufnahmewinkel und Bildausschnitt. In der Post(produktion) die Schwärzung des linken Hintergrundes – der war vorher beige. Ein Griff, um das optische Gleichgewicht zu verscheiben, eine Klärung des Motives zu erreichen.

Was Ihr also oben seht, ist ein erster erster Versuch, es nach dem Angucken von einigen Zehntausend(!) Hi-Class Fashion Bildern mal selbst in dieser Kombination zu versuchen. Ganz klein im Labor. Drei Farbkartons und eine struppige Mütze dazu. Eine für mich sehr wirksame Methode der Ideenentwicklung ist, es in Schritten zu tun. Nachdem nun dieses Foto zur ersten Zufriedenheit als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung gelungen ist, schau ich es erstmal an wie frisch gelieferte Blumen, schön @ home am Lieblingsplatz in der Vase arrangiert.

Also ohne Eile, ohne Anspruch. Wie etwas völlig Unbekanntes.

Die Verbesserungsideen kommen dann wie von selbst: während ich sehr zufrieden bin mit a) der recht lebendigen, weiblichen! Ausstrahlung des Kopfes, der eigentlich eher die typisch wächsern austrahlende Schaufensterpuppenphysiognomie besitzt, b) der oberen (fotografierten!) Bildkante, die an der interessantesten Linie schneidet ( die, die der Fantasie, wie’s weitergeht außerhalb am meisten Wind bietet) und c) der Idee zur Schwarzfärbung des linken Bildviertels – sie mit dem soften Licht von links macht das Bild rund.

In der Nachbetrachtung jedoch könnte ich mir a) als V 2.0 zwei (gerne auch rosa) Dreiecke vorstellen, die, am unteren Bildteil angebracht, sowas wie eine blusenumkleidete Schulterpartie symbolisieren/suggerieren – dann verschwindet nämlich der störende Stulp am Hals dahinter. Die Standfläche gibt ja schon die Idee/Richtung vor.

Warum das nicht schnell mit dem Photoshop simulieren, ganz nach dem Motto: Es gibt da eine feine Linie 😉

Ebenso b) eine Testreihe zur Füllung des Kopfes. Vielleicht besorg ich mir dazu e.n.d.l.i.c.h. eine multiple LED Handlampe für Langzeitbelichtungen..na für so was Grandioses!

Das nächste Objekt Abteilung Struktur und räumliche Darstellung stand vorgestern vor der Tür: HOng KoNg PusChen!

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Musik zur fashion evaluation heute:

Betke – Paris-Beirut-Texas (So Inagawa Remix)

Deep Unterground Deep & Underground Sounds | Superordinate Dub Waves | Techno/Minimal/Deeptech | Mixed By Johnny M

The Cardigans: “Life”, Stockholm Records, 1995

Etienne De Crecy: “Tempovision”, Disques Solid, 2000

Melodie – Justa

PS.: taugt auch in Schwarzweiß, die Arbeit des rainy Vormittags:

 

2000 Bilder + 1 Software Quirl = die Inspirations-Lotterie

Was mir immer mehr zum Faszinosum gerät beim steady Beschicken dieser Webseite mit immer noch mehr Bildern und Worten ist: der Output an Bildercocktails, der – auch für Euch! – per Werkschau-Bericht zu bedienen und bestaunen ist. Seit ich vor nun demnächst vier Jahren recht ahnungslos, dafür umso begeisterter die pinxographische Bilderschwemme gestartet hab, fasziniert mich die stets anschwellende Menge an Kombination von a) Fotos des Realen und b) Gemalten HalbAbstrakten und c) Diversen im Mix.

Suchmaschinenerzeugte Zusammenstellungen und Nachbarschaften, die man, so meine feste Überzeugung, eben nur mithilfe von Mischmaschinen hinbekommt ( und überhaupt: händisch kuratieren ist soo yesterday 😉 ).

Sind es doch genau diese Nachbarschaften, die mich besonders begeistern, suggerieren sie doch eine unbekannte (mentale) (thematische) Verbindung zwischen den Bildern, die bislang nicht sichtbar, nicht spürbar, deshalb nicht existent schien.

Und je mehr und je disparater die Bilderinhalte, desto weiterreichender die Inspiration, eine einfache Gleichung. Nicht zuletzt deshalb streue ich auch immer wieder down-to-earth-Blumen in die Melange 😉 Fünf Tage hat es diesmal gebraucht, bis die neusten in den Google-Index aufgenommen waren. Kennwort: Soodlepoodle Frühstückstisch. Nach einer Woche online der Wechsel zur Anfrage: site:soodlepoodle.net Frühstückstisch. Seht/fühlt den Unterschied!!

Wie Ihr sehen könnt, kommen hier Konstruktionsskizzen und Industriefotografie, Gemäldeausschnitte und nächtliche Bewegungsaufnahmen direkt nebeneinander zu stehen, kleine Deko-Miniaturen @ home, “Fotofußballcollagen” und waghalsige,

1.handgemalte, dann nachcompjuterte Farbmischungen. Eye Candy jeder Couleur.

Ebenfalls xtrem a-part finde ich die “zeitliche Mischung”: angejahrte Startbilder wie unten das Buddelschiff auf der Knopfsammlungs”werft” neben den neusten Schachbrettvariationen – von den SchwarzWeiß-vs- Kolor-Kontrasten ganz zu schweigen.

Zusätzlich funktioniert das Ganze wie eine Art digitales Tagebuch, daß von Algorithmen der wichtigsten Suchmaschine (nicht nur in Deutschland) mitgestaltet wird. Eine Art Mensch-Maschine-Zeitdokument. Man muß dazu natürlich screenshotten und archivieren.  Dann gewinnt man ebenfalls Erkenntnis.

Angesichts des steten Wechsels der Ergebnisse – heute bringt das Suchstichwort “Frühstückstisch” schon andere Bilderfolgen als gestern! – stellt sich die Frage nach Sinn des Rennens nach Ranking, oder?!

Ebenfalls kann man sich diese konveniente Zusammenstellungs-Automation mal in aller Ruhe zu Gemüte führen, um auf diese faulenzermäßige Tour zu nem repräsentativen “Menue” im Sinne des immer wieder mal gefragten “artist statements” zu kommen. Heute und hier wäre das da meine Wahl.

To be joyously continued!!

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Musik beim Schreiben und Aussuchen heute am grauen Freitag:

Locust: “Morning View” Apollo Records, 1997
Johnny M | 03:30 AM (Part 01) Deep & Atmospheric Underground Music

Handbag Poster Nr. 1

So was von Zeit für endlich ne Visitenkarte, die straight zu meiner Handtaschenseite führt! Soo viele Bilder im August, September, Oktober, .. geguckt und mal wieder in-Liebe-gefallen mit: dem Plakativen. Vielleicht als Ausgleich für die stets nuancierten PinXoGraphien? Maybe.

Also mit Lust ran ans Peck. Das heißt: fette Schrift im fetten (Farb)Kontrast zum (drunterliegenden) Bild. Leuchtreklamefaktor, biddee!!

Wie die Aufgeräumten unter Euch sicher sehen, oder besser: sofort sehen, ist die  Symmetrie unscharf –  im Anfangsstadium eines Designs gerne zugunsten der emotionalen Bildbalance, der Verteilung der Elemente, dem Überall-guck-und-fühle brrrr. Es geht erstmal rein um ne gute Idee mit diesen vier Zutaten:

  1. Schrift wie und wo,
  2. pinxographisches Hintergund-“Material”,
  3. Handtaschen-Umriß oder -Ausschnitt und:
  4. den Rahmen.

Gerne schneide ich wie hier die Elemente (den Griff, die Schrift, den Rahmen) an oder lasse Bildwiederholungen zu wie das gemalte “Borstenherz” in verschiedener Skalierung. Hat was Filmisches. Was von Bewegung. Was von RanZoomen. Und: Wiederholung brennt ein. Lesbar sollte trotzdem alles sein, wenn auch nicht allzu leicht – eine kleine Irritation, ein optischer Kniff, ein typografischer Nudelsalatsnack gehört für mich zu nem gelungenen Plakat.

Oft ergeben auch ausgeschnittene Ecken, die durchs Verschieben der Ebenen sichtbar werden wie verschobene “Passepartouts” wie hier zwar keine Lösung, dienen aber trotzdem zur Bereicherung der fühlbaren Möglichkeiten. Das viele Weiß und das Rosé erinnert mich zum Beispiel jetzt grad an dieses fantastische Marmor-Steinbruch + Baggerdirigat-Video.

Aah – da ist es ja noch!

Getrennt hier Handtasche und Schriftband. Was fällt auf? Es wird klarer. Und zur Erkennung einer Handtasche? Reicht das obere Drittel. Vor allem, wenn ihr Name auch noch direkt drüber steht.

Aber: zum Schluß ist es nun diese Version geworden:

Halt! Stimmt nicht! Diese Version hab ich zwar ab sofort dabei im Portemonnaie, sie war aber die Anfangsidee für dieses Posting 😉

Weiterhin gefunden beim “Plakat”link-oben-Durchlaufen: den fantastischen Poster-Designer Tom Eckersley (1914-1997). 1 Muß in meiner Sammlung!

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Musik beim anschließend-Drüberlesen heute:

Harrison BDP – “Decompression” heute 2.245.546 Aufrufe

Ladies And Gentlemen, We Are Floating In Space – A PinXoGraphic Tribute To John Berkey (1932-2008)

Genauso wie vor fast 16 Monaten, als mir angesichts eines ins fette Rot wechselnde pinxographischen Bildes jäh der Ausruf “Kakadoo 500!” entfuhr, wirkt nun, ganz nach Rezept&Plan, die PinXoGraphie, und katapultiert aus meinem Unterbewußten das Werk, die Sci-Fi Illustrationen und das Bild eines dieser typisch “klumpigen” Raumschiffes des US-amerikanischen Illustrators/Malers John Berkey herbei:
Mein Raumschiff ist dabei eher eine Mischung aus gekrümmter Shrimpsgestalt mit allerlei Dekoration, das sich mit einem faustähnlichen Kompaktfön der 70er Jahren mischt, aber naja: so verkettet mein Hirn eben.

Und schwelgt aufs Neu in diesen farbstrotzenden Bildern. Was mich bei den Werken des Herrn Bentley, der mit 28 übrigens von der NASA als Maler engagiert wurde, völlig fasziniert, ist diese Mischung von perfekter Darstellung “technischer Apparate” mit all ihrer  perspektivisch-mathematisch plausiblen StromlinienGestalt und diese malerische Grandezza, wenns um verqualmten, zerstobenen, undeutlich grollend-weltallenen Hintergrund geht. Gran-Di-Os!

Hier kommen noch weitere sieben zusammen, alle mit einem nicht ganz unermutigten space-factor.. Vielleicht haben sie die unterbewußte “Vorarbeit” geleistet, um nun bei diesem Post anzukommen. Wer weiß!

Ob hier unten space oder eher Unterwasserwelt – ich finde, das kann irgendwie beides!

Alles frisch gemalte/gemachte Bilder, keines älter als drei Wochen. Wie Ihr seht, tut sich da wieder was im Stil (das ich als Beteiligter schlecht beschreiben kann)!

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Musik beim Schreiben heute:

Unknown Artist – Untitled 02

direkt zeitlich passend zum Thema: der 2001-Walzer

Schubert: “Symphony No. 5 in B-flat major”, D. 485 (Mackerras)

Danke für den Titel! Spiritualized: “Ladies And Gentlemen We Are Floating In Space”, Dedicated, 1997 … und die wiederum habens aus “Sophies Welt” von Jostein Gaarder. Ihm also auch ein Dankeschön.  A even bigger one 😉

Mais in Öl – nein, no Pop, no Style*, no Pop’o’Corn

Mit meiner Filmkamera at hand  und out door hab ich gestern ein neues Feld der Fotografie entdeckt – ein unklassisches double feature gewissermaßen: man macht ein Foto zwei mal. Oder, genauer: man sucht zwei mal aus, zoomt sich quasi ran ans “Endbild” durch eine Auswahl in zwei Stufen. Das ist der Gedanke des Tages beim Sichten des aufgenommenen Filmmaterials genannt “daily practice of Schwenk’n’Zoom”.

Zweistufige Näherung bedeutet: man nimmt vor Ort Filmmaterial auf und sucht aus diesem Material daheim dann die besten StandFotos aus. Superspannend dabei die Idee der Stufen der Attraktion, wenn man wie ich zuerst am Rande des Maisfelds anhält, weil man a) die Monochromie unter diesem speziellen verschatteten Nachmittags WolkenSonneLicht super fotogen findet. Beim anschließenden Aufnehmen allerdings bemerkt man, daß das ausklappbare Display bei Aufnahmen mit beiden nach oben gereckten Armen, die Kamera in zwei Meter zehn Höhe zu weit weg ist, um genau auszusuchen = Details zu berücksichtigen, auch wegen des sonnenseits “überbelichteten” Bilderkennungsstörung eine Aufnahmesituation, die unter “Test” und “Ausprobieren” laufen muß.

Also hält man on location erstmal “nur” die als bewährt erwiesenen Regeln für Schwenks ein:

zu langsam, dafür ausreichend lang. Also immer schön  im motorisch eigentlich unerträglichen Schneckentempo. Und das mindestens immer eine halbe Minute. Wenn sich das Motiv lohnt, gerne auch bis zu drei Minuten. Falls der Bewegungsapparat das mitmacht. Und produziert so erstmal nur laufende Meter, auf die Möglichkeiten des Schnitts, der Fantasie und der möglichst großen Auswahlmöglichkeiten vertrauend. Also etwas ungehalten (innerlich) und ungefähr so (gerafft, sprunghaft geschnitten und mit einem Reissschwenk als Joker zur Illustrierung – DAS hat Spaß gemacht):moviepoodle_1060739scsh01

Ich hab den O-Ton weggelassen heute und auch nix anderes (Geräusche, Musikalisches) angefügt. Es geht diesmal  ja rein ums Bild in der Menge. Außerdem:  Maisfelder in Stadtnähe unter der Woche haben alle denselben Soundtrack: rauschender Verkehr in a distance. Krass.

(Nachtrag/Idee am Tag danach: diesen ZwanzigSekundenClip könnte man exemplarisch mal zum Vertonen benutzen. Ganz so, wie seinerzeit dieses verwischte WinterwaldbildFoto zur mannigfachen “Auslegung” via Krimititel-drüberkleben. Mir fallen da selbsterzeugte Schrittgeräusche im Feld, gehetztes Atmen (also FilmKlischeeGeräusche für Maisfelder) oder dolldreist Sachen wie Rollschuhgeräusche, Blasmusik oder Stimmengewirr (!) ein ;-) )

Und dann, abends zuhause und nach einer mehrstündigen Foto- und Analytischer-SehPause das Erstaunen: da sind ja richtig sehenswerte Einzelbilder dabei: solche, die auf eine Weise faszinieren in der Bildaufteilung und -komposition. Bilder, die mich begeistern. Und die ich vor Ort gar nicht in ihrer Schönheit wahrgenommen hab – kein Wunder bei dem Maisblattoverkill.. Dazu hätte ich mich stundenlang reinknien müssen.

Könnt ich mir groß in Öl vorstellen!

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Ebenfalls extrem interessant, sich per footage selbst zusehen zu können, wie man sich dem Endbild nähert, einfach durch Film gucken. Ein bislang unentdecktes Plus des langsamen Schwenks’n’Zooms – das ich gestern eigentlich nur mal in freier Landschaft üben wollte. Üben und mal sehen, ob

  • dieses amateurhaft handgeführte Aufnehmen für irgendwas taugt – schließlich gibts ja mittlerweile erschwingliche Rigs, die komplett verwacklungsfreie Bewegtbilder aus der Hand ermöglichen.
  • ob ich das Aufgenommene zuhause als wertig für Filmzwecke bestätigen kann (teilweise). Oder ob es gar…
  • schon einen “Sinn für Vorahnungen gibt, wie die Sequenzen im Fertigen wirken (Null. Vorort bin ich zu beschäftigt und aufs Bild konzentriert, um mir Schnitte, Abfolge der Sequenzen oder gar Vertonung vorzustellen. bislang.)

Wenn ich mir nun das Dutzend frisch geschnittene Screenshots so auf der Zunge zergehen lasse, sie also mit Muße wiedersehe, fällt mir überdies die doch von Bild zu Bild starke Schwankung in der Räumlichkeitswirkung auf. Also das Gefühl von Weite, von  räumlicher Situation,  entweder von Beengtheit oder, im positiven Fall: Intimität, die diese trockenen Blätter=Flächen je nach Raumlage und Kamerawinkel zu generieren in der Lage sind. Und erinnern mich an dieses fantastische Zwischengefühl, weder draußen noch drinnen zu sein, wenn man sich in griechisch-römischen Tempelanlags-Ruinen zwischen den Säulen –  oder in Kiefernwäldchen bewegt.

Erstaunlich: genau dieses seltene Raumgefühl kann man an einem derart  zerbraust-zertrockneten Maisfeld testen, kann diverseste architektonische Gegebenheiten reihenweise mit der Kamera “notieren”. Zur Erhellung, Beispielhaftigkeit und zur (raum-)gestalterischen Lehre. Grandios! Und alles fern von jeglicher Farbkombinationswirkung

moviepoodle_1060752scsh01Zur Verortung oben als Abschluß Maisthema dieses Bild, das dem gemeigten Ortskundigen die nördliche Nähe zum Mannheimer Großkraftwerk offenbart. Und da gings auch anschließend hin, war es doch das eigentliche Zoom’n’Schwenk-Ziel.. Doch cinematografisch davon später. hier erst mal ein paar schnippische Filmstills als Motivanreger – gar zum Selbermalhinfahren?!

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Natürlich hab ich dort auch noch einige “echte” Fotos gemacht, die ich ausschließlich a) dem grandiosen Zoom  und b) der Makrolinse bis zu 1cm (!) Abstandstauglichkeit der Kamera “verdanke”. Minus hier: mich stört die digitale Anmutung. Das Licht war anders, undüsterer. Die Farben ebenfalls. Irgendwie deutlicher. Naja, kein Wunder nach achtunddreißig Jahren analog..

Aber als Motivideen außerordentlich tauglich..

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PS.: auch wenns übrehaupt nicht so wirkt: alle Bilder sind von gestern nachmittag! ;-)

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Musik beim Schreiben und fahrig ;-) Schneiden heute:

“The Story Of Jamaican Music”– Part II: “Reggae Hit The Town – 1968-1974″ * – get a glimpse of it here.

i:cube: “adore”, VERSATILE RECORDS, 1999

Gottberg: “Do You See Me?” , 2008

Smole City: “Flying Away”, ZOMBA, 1997