Category Archives: Mode Schauen

Winterfarben leicht gemacht

Vielleicht liegts an den vielen Antonio Lopez– Bildern und -Clips, die ich mir in den letzten Tagen angeguckt habe. Oder an seinem frühen prallfarbenen 70er-Style, der damit wieder ins Gedächtnis & wie gerufen kam. Grad eben jedenfalls schau ich aufs allerneuste PinXoGraphische des Tages – wir schreiben scannen mittlerweile Blatt #679 – und ich “bemerke jäh”, daß man mit nur einem handverlesenen Blatt ne ganze Collection mit Farben ausrüsten kann:

Die PinX-o-Graphy als MoodbOardmaschine quasi

mvp-scanp-181012-679-r2vr5Also, was sehe ich?

Erstmal wie immer die anregenden Farb-Kombinationen aus Warm und Kalt, sanft ineinander übergehend oder hart aneinanderstoßend. Das Zarte und das Kräftige beieinandergeschmiegt, Kontrast als Geschmackserzeuger und -verstärker. Und wie immer bei einem mir gelungen sich anfühlenden Bild: dieser neu schmeckende FarbMix!

Wenn ich da ins Detail gehen mag zu Taschen, Jacken, Mäntel, Handschuhen, Mützen:mvp-scanp-181012-679-moodSeht mir bitte die etwas ungelenken Farbbeschreibungen nach – mauve, karmesin, phtalogrün und “die  Gemse” = chamois et. al wollen a) erkannt und b) farbsicher benannt werden – da bin ich noch am Üben. Aber nun – was seht Ihr?? Ganz oben ohne Markierung – mit eigener “Einkreisung”? Oder gibts vielleicht eher Inspiration bei/in diesen beiden weiteren Blättern?

mvp-scanp-180829-667d-r2vn9 mvp-scanp-181004-677e-r2v8Nochn Nachtrag wegen der Farbigkeit 😉

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Musik beim MoodbOarden heute:

Ian Pooley:”TheTimes”, Force Inc Music Works, 1996

Catwalk in Scotland, Loopsteeg in Paris

Solange es noch goldenes Oktoberwetter gibt draußen – und hoffentlich drinnen auch – kann man helflings sich heute schon mit den doch irgendwann anrückenden (November)Tagen in grau vor-versöhnen. Ohne Unterbrechung des frohen Mutes also staunt mit mir über dieses a) fantastische SchlechtwetterModeVideo, diese otherworldly b) mysteriösen Bewegungsstudien ebensolcher Wesen und -Maschinen und ner c) Vorfreude auf eine fette 70er-Retrofarbigkeit – hoffentlich bald hierzulande im Kino!

Models-auf-Catwalks-Gucken ist mir eine gleichbleibend enttäuschende Angelegenheit: nach spätestens fünf Minuten treten Ermüdungserscheinungen auf: nicht nur der fortfließende Strom der Kleider und das défilé ist einfach nicht mein Ding – ich steh VIEL  mehr auf fashion photography und auf choreographierte/editierte Clips – Catwalkbilder höchstens als Umrißlieferanten, wenn mir mal ein Interieur “rausrutscht” smiley-blushhallenkit_p1050050-e, das in einen menschlichen Maßstab gesetzt werden will zur Veranschaulichung der imaginierten Dimensionen. Und übrigens: diese überwiegend überernst-angestrengten Gesichter der Models gehören eigentlich verboten, so sie ein Zeichen der Hektik/Seriousness des Businesses sei sollten.

Dennoch haben es zwei davon in meinen Inspirations-Olymp geschafft. Aus verschiedenen Gründen, wie Ihr gleich sehen könnt:

Rauhe Witterungsbedingungen wie Kälte, leichter Schneefall, Windböigkeit, Feuerfunkengestöber, Models mit Atemfahnen und ringsumme Dunkelheit sind wunderbar umgesetzt und eingebaut(!) in der vor sechs Jahren veranstalteteten Chanel-FashionShow im Innenhof des schottischen Linlithgow Palace. Maria Stuart was born there  steht auf der dazugehörigen Wikiseite. Und, ebenfalls augenschmausig: die fantastische Collection paßt in ihrer gedeckten Farbigkeit perfekt ins Ambiente, während der Soundtrack nach irreführenden Intro-Tschingderassa sogleich in aberwitzigen Minimaltechno mündet, der mit nur einem einzigen versöhnlichen Flötensample auskommt – perfekte Antagonisten zur ans Übertraditionelle angelehnten Mode, die dadurch den Genuß und die Sensation des Neuen erhöhen! Ich frage mich, ob die Gäste vorort denselben Soundtrack “abbekamen”…Aber nun lo and behold:

Paris-Édimbourg Métiers d'Art 2012/13 CHANEL show

Paris-Édimbourg Métiers d’Art 2012/13 CHANEL show

Dann – dem neusten I.v.H.-Newsletter sei dank – kann ich euch diese Augenweide von futuristischer Modenschau mit Beleuchtungskörperchoreografie (!) weiterleiten:

Iris van Herpen ~ Syntopia

Iris van Herpen ~ Syntopia

äh, den “Loopsteeg” hab ich für die Überschrift erfunden. Hört sich doch ziemlich holländisch an, oder? Und er befindet sich direkt in.. Paris oh làlà!

..und damit wir auf drei Videos (Kategorie Videotriptychon) kommen, hier noch ein dritter Flavour: den Trailor zum frischen Film über den (Mode)Illustratoren Antonio Lopez (1943-1987):

 

IDFA 2017 | Trailer | Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

IDFA 2017 | Trailer | Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

Dazu 2 coole flag-en Artikel auf nytimes.com und der VOGUE.com. Die Iiefert, da aktueller als der New York Times-Artikel, ebenfalls Infos zu Film und interessanteres Weiteres zur Person. Mehr Werke von ihm gibts beim Klick auf dieses Google-Bildersuch-. Hey! Und noch ein flag-en showstudio-Interview mit Pat, eins seiner frühen “Geschöpfe”..

Zu diesen wunderbar anregenden Ungereimtheiten gibts ein distorted Selbstporträt anno ’85. Da fand sich in meinem Kleiderschrank ein wunderbar anthrazithfarbener kragenloserTrachtenjanker mit silbernen MünzKnöpfen, dazu selbstgesteppte orange Sackleinenhosen nach einem altem KnickerbockerRezept und… Bügeleisenschuhe. Tja, damals.. die stylischen Achtziger… wo kriegt man sowas heute, F/W 2018/19 noch her??

Immerhin: die Brille hab ich noch!

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So. Und jetzt geh ich (wieder) Nähen üben. Am besten was super Einfaches, das ziert, fotogen rüberkommt, ich weder stecken noch heften, nur geradeaus steppen muß. Hey! Biesen!p1080824Und beim Nachschlagen wieder was gelernt: man kann damit Kinderkleidung längbar machen: Tucks are also used to shorten a finished garment, especially a child’s garment, so that it may be lengthened (“let down”) as the child grows by removing the stitching holding the tuck in place.

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Musik beim Steppen heute:

various artists: “AYIA NAPA – The Album“, Ministry Of Sound, 2000

Roisin Murphy: “Overpowered”, EMI, 2007

3x Schneiden, Heften, Legen, bitte!

Zurück zur Mode – meine Handtaschen stehen vor dem nächsten Level – und dem zugehörigen Hintergrundwissen. Heute gibts als Video-Trio drei mal Making-Of Haute Couture. Bitte beachten Sie nicht nur die gezeigten Details (Zuschnitt, Messen, Heften, Steppen, Falten, Plissieren, Besticken, Verstärken, Bügeln, Färben, etc.), sondern auch, wie das im Clip filmisch zurechtgezupft wird: Beleuchtungsstärke, Farbigkeit, Close-Up-Strategien, der durchgängig klassisch repetitiven Musik aus ebenfalls sehr gerne – nach Durchsicht einiger Clips – mit Streichern plus Piano besetzt (1Zufall?) sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden, erst dann hat man die geballte Unterrichts/Edutainment Packung!p1040280Die drei Video-Buttons hier unten verbergen.. à gauche Monsieur Dior, mittig wird Altmeister Balenciaga rückwärts engineert und á droite Bilder aus dem maison Chanel.

Dior   youtube-embedding-memorial-   Chanel

Für Interessierte: ich hab haute+couture+making+of gegoogelt. Und dann ausgesucht! Google hat unterwegs natürlich “mitgeholfen”

Beim Gucken darüberhinaus gefunden: das Victoria and Albert Museum, in dem die Balenciaga-Werke unter die Lupe genommen werden, den very down-to-earth sieben-Minuten-”Werkstatt”-Clip Handtaschenmachen in Kenia – (“Beauty is Beauty”). Dazu im Vergleich Hi-End-Dior, weiß behandschuht und mit allen technischen Rafinessen angefertigt – wow- ein dreiteiliges hölzern klickbares Model! …während ich unterdessen mit Draht-, Schraub- und Plastikschlauch-model  Zwischenstation mache:moviepoodle_1070256scsh03

Makro Mode Schauen – jaa, das gibts!

Wenn man diese filmischen Nahaufnahmen von Chanel-Kreationen erst mal entdeckt hat, fällt wie Schuppen von den Dächern auf, was die ganze Zeit gefehlt hat beim medialen ModeSchauen: dieser nahe Blick auf nicht nur näherische Details wie meisterlich gearbeitete Säume, Krägen, Perlen und Pailletten, sondern auch diese wunderbar knisternde Nähe zur Menschlichen Schönheit – dieser durch Kameratechnik und -führung mögliche “Zauber der kleinen Geste”, der durch Bild und Ton festgehalten, ja: übertragbar eingefangen werden kann.Und diese Bilder gehen soo! weit weg von klassisch-bewegten Catwalkaufnahmen mit versteinerten Models(gesichtern), die sich, bemüht ums Geradeausgucken&Nichtstolpern, ums einen-Weg-zwischen-den-HandyFackelzügen-finden!

So sehen meine Vorstellungen von erstklassigen ModeClips aus!

Eine bewegte Mischung aus Atmosphäre, Porträtfotografie & Handwerkskunst-aus-nächster-Nähe – alles unter der Ägide cinematografischer Grandezza! Obige Fotos-to-Do’s kann man ab sofort den Influencern und Bloggern überlassen (die erreichen die interessierten Massen und leiten sie (hoffentlich) auf diese Kleinode an die Freude weiter).

Wunderbar auch die erfrischende Vielfalt der Soundtracks! Da kommt alles Feine zum Zug, geht nur selten einmal in den klassisch pulsierenden Catwalk-Beat über, bleibt immer im verträumt-Schwelgerischen oder modern-Forschen, ohne jeden Hauch von Kitsch oder Ausgelutscht. Und man kann wie ich gestern abend eineinhalb Stunden träumen, ohne den kleinesten Anflug von Deja Vu! Schaut Euch mal das an! Da macht doch SommerRegenGucken Spaß!

Und, “blättert” man auf youtube ein Stück weiter zu den “Stories”, empfangen einen wunderbare Making-Of Bilder. Nicht nur Modeschau-Vorbereitungen hinter den ulissen, sondern auch Makros von geübten Händen, die das Wunder erzeugen helfen: Tausende von Pailletten, Strass, Schleifchen oder Bänder, in tagelanger Handarbeit appliziert..

Mein Favorit hier: Mood of the Tokyo Paris Cosmopolite Métiers d’Art

Und das Dolle: alles gibts unter 4 Minuten, die “Details” gar alle um die knappen 2. Ein perfekt(lang)er Augenschmauß!

Vorbild für mich! Denn HEY: ich kann ab sofort filmen!

(wird auch Zeit, denn ich brauch nen Clip!)

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So Up wie Kristian, so knallig wie Txema, so geheimnisvoll wie Elizaveta

..sollen “meine” künftigen Handtaschenmodefotos sein. Doch doch: darüber mach ich mir viele Gedanken. Noch bevor es die Täschchen überhaupt gibt. Denn was auf Fotos mondän, exzellent, schmuck, chic und modern aussieht, m.u.s.s. doch in echt eines Tages genauso sein: wie erträumt ;-) Und Träumen fiel noch nie so leicht wie heute: wann bitte hat man in der Menschheitsgeschichte von zuhause aus eine solche Chance zur Inspiration gehabt wie dieser Tage:Googelt  allein schon Sölve Sundsbö oder Nick Knight, da bekommt Ihr  das Experimentellste zu Gesicht, was sich bislang in meiner Liste findet. Und die ist surely schon ordentlich angewachsen, ob das nun Fotografen, Models, Posen, Settings oder allgemein: Ideen sind, die man ins Bild setzen kann. Und alles darf mit, von digitalen Retro Collagen, Kirlian Fotografien, Anime-Styling bis zu NixieröhrenSteampunkretrokonstruktionen und Luftblasenanimationen aus VideoGames.

Beim vielen (Mode)Schauen finden sich natürlich auch (Werke von) aktive(n) FotografInnen, die mich begeistern. Denn schließlich sollen meine künftigen Handtaschen artgerecht ins Bild ;-) Und da müssen schon Visionäre ran, wenn ich mir zum Beispiel solch neusten Entwürfe (die nämlich von gestern abend) angucke:

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Da brauchts Arsenal&Imagination, in welch fantastischer/urbaner/märchenhafter Umgebung diese Taschen passend vor der Kamera platziert werden möchten.

Hier also meine Wahl so far:

Wenn auch mit eigentlich übertriebenem ordentlich Prop-Aufwand begeistern mich diese wundersamen Bilder von Kristian Schuller. Dessen Leidenschaft für den Zirkus und die Weite des Himmels bringt Gegenstände und Szenerien ins Bild, die man sonst nicht so opulent auf Modefotos sehen kann. Und die Fotos wirken uplifting, voller unbekümmert-eleganter Energie wie die (gerne) ans Frivole grenzenden von Ellen von Unwerth (als weiblicher Gegenpart). Und sind (mir) nicht so exaltiert=übertrieben austaffiert wie Tim Walker– (cooles Video-Porträt hier) oder David LaChapelle-Werke, die in dieser Opulenz ja auch schon der Vergangenheit angehören. Dann, mein hombre Numero eins: Txema Yeste. Es muß an der gleissende Helle seines Herkunftslandes Spanien liegen, daß diese Bilder eine dunkel knisternde mystriöse Erotik ausstrahlen – all dieses Rot und Yves-Klein?Blau in den Bildern! Lest das Interview! Und hier meine fotografische femme Numero eins: Elizaveta Porodina. Da gibts nen interessanten Artist Statement Film ‘zu. Der ist leider nicht auf ihrer Homepage. Ebensowenig wie das Interview mit Txema auf seiner….das alte Leid mit den Kreativen..

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Also: (Mode)fotografen der Gegend! Ist da jemand? Der /die /das auch will?

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Musik beim Schreiben heute:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The Quiet Boys: “Can’t Hold the Vibe“,  Acid Jazz, 1992

St. Germain: “Boulevard”, F Communication, 1995

Ich brauch nen Clip!

Es gibt da eine große Lust. Kein Zucken, Umgucken, keinen nervös flackernden Augen-auf-Statistik-schlag, keine OnlineRechereche:

Nichts  fesselt (m)ein modernes Auge mehr als bewegte Bilder.

Und,  je mehr faszinierende Mode|Werbe|Kurzclips gar unter 1 Minute Länge mir da so unter besagtes kommen und mich erstaunt, was man mittlerweile ohne Hollywoodbudget ( schaut mal hier und hier und hier und hier) so machen kann, desto weniger Wunder löst sich da irgendwann der innerliche Ruf:  Ich brauch’ nen Clip!

Für mich immer  wieder LieblingsHerausforderung: etwas Cooles hinbekommen mit vorhandenen Mitteln. In meinem Fall: archivierte (!) oder neue Ideen. Und ein “Lager” an Collectionen. Damit meine ich meine, äh, “Charakteristika” der Requisitenhortung. Genau die ist jetzt nämlich reif.

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Das Dolle an diesen Haushaltsüblichen™ ist der visuelle Verfremdungseffekt, den man durch deren schiere Wiederholung (Stückzahl=Menge) im Bild und bloßes Fotografieren hinbekommt. Natürlich brauchts da im Vorfeld viel Zeit, konsequente Hartnäckigkeit und etwas schrulligen Geschmack, der sich lang angeleint allzeit bereit auf das Sammeln kaprizieren darf.

Hier zum Beispiel und à propos 1. Advent seht Ihr meine über die Jahre erworbene komplettkompakte Weihnachtsdeko: aus drei Teilen. Die steht das ganze Jahr über so in einer Ecke meines Schlafzimmers. Zum Fototermin hab ich sie erst auf ein Brett und dann in die Sonne gestellt – und der linke “Baum” mit den Wendepailletten hat den Schnee auf die Hintergrundpappe gezaubert..62850028Und – falls ich je zu Erwähnen vergaß – da sich der Clip natürlich auf die Handtaschen zubewegen soll, “dürfen” auch PinXoGraphien:nnn-scanp-171201-560e-r5vr2nnn-scanp-171201-560-recollvrlfscreen-160403-320-re2v3nnn-scanp-171130-559b-rec3nnn-scanp-171201-560d-r3vkhbk-nnn-scanp-171130-559-re

..verrührt das mal im Kopf!!

start--560h-meets-310e..und vom frischen Dezember-Einrichterpoodle-des-Monats kommen noch weitere Versatzstücke für dieses Moodboard/ Inspirationen aus dem echten Leben mit HandtaschenHandwerk:

http://theselby.com/galleries/collaborations/the-loewe-workshop-and-senor-loewe-at-home-in-madrid/

http://theselby.com/galleries/kimberly-and-nancy-wu-owners-and-product-designers-of-building-block-at-their-studio-in-los-angeles/

http://theselby.com/galleries/jason-jones-and-mike-feldman-at-their-studio-in-los-angeles/

..drei Links mit erwärmenden Inspirationen: nicht nur feine Waren und ihre Schöpfer, also explizite moderne Produktplatzierung in Bild und Text und Me-Placement, sondern auch – mir spannender – Werkzeuge im Gebrauch, “lehrreiche” Werkstattinterieurs, unerreichbare Sammlerobjekte @ home im Regal, die auch uns nonetheless Genuß bringen und die “richtige” Benennung der URLs ;-)

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Musik beim Nachschneiden am Morgen und Abend danach:

Dinah Washington: “Destination Moon” zum “unter 1 Minute”-Clip oben ;-)

Ital Tek: “Nebula Dance”, Planet Mu, 2012

Fever Ray: “Fever Ray”, V2 Records, 2009

Michael Haydn: “Sinfonie Nr. 23 F-Dur”, Deutsche Kammerakademie Neuss / Johannes Goritzki

WerbeClips als Rachenputzer

Sechzig Sekunden. Das wäre mein Limit, würde ich in einem Interview gefragt, wie lange ich Filme ertragen kann, ohne mich zu langweilen. Werbefilme, versteht sich.  Solche mit Story halt’ ich länger aus – man will ja wissen, wie’s ausgeht nach neun Minuten fünfundzwanzig  ;-) MusikClips? Gerne ein Stück länger! Spannende Spielfilme Making-Ofs am längsten (dazu demnächst mehr in der Kategorie The Making Of The Making-Of).Heute drei plus1 Clips in dieser kategorischen und irgendwie auch wörtlich chronologischen Reihenfolge:

1. Werbung: RankinFilm gibt sich die Ehre in aller Kürze (30 Sekunden)

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Dazu der Artikel: How Does Hunger Magazine See JIL SANDER? auf designscene.net

2. Find-ich-auch-youtube Kommentar:” i just cant believe the luxury brand has a funny commercial”
(Lanvin Fall 2011 Campaign Movie) (60 Sekunden inkl. Vorhang)youtube-embedding-memorial-

– Zur Auflockerung in 3:59 mein favorite MusikClip derzeit. Angesichts dessen man sich fragt, was fünfzig Jahre (elektro-)technische Entwicklung denn so bewirkt haben , wenns doch auch so geht: New Order‘s Hit aus dem Jahr 1983, auf 30er Jahre Instrumentarium gespielt:

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Handtaschenräuber, Handtaschenräuber, überall, überall Handtaschenräuber!

Daß man Diversestes in meinen pinxographischen Bildern entdeckt – das ist Programm und seit nun fast exakt zwei Jahren kaltblütig ausgeführter VorgehensPlan. Daß ich aber nun den zweck’gebundenen Haushalt’s üblichen G’brauch zugetragen kriege..

..Überraschung!

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Den Einwurf in einer vor-Ort-Bildbesprechung «Dieses da will ich als Bettwäsche für meine (künftigen) Kinder!» erstaunte mich schon, aber der Hammer ist, war und bleibt wohl

«Mach doch Handtaschen draus!»

Meine Spontan-Reaktion: dasselbe ungläubige «Hä?» wie seinerzeit zum Vorschlag:

«Ooch, mach doch mal Postkarten

Solch ubergriffige Verwertungsmentalität muß man als aufs Zweckfreie geeichte, sensible Kreativseele™ erst mal verdauen ;-) Also setz ich mich, nachdem nun schon drei, vier Wochen vergangen abgeklungen sind, gestern morgen halt hin und mach spaßeshalber eine digitale Stanze. Namens HandBagKit:HandBagKit2Das sind, ebenso wie die kürzlich schnell zusammengeklickte Inneneinrichtung, drei simple Grundbausteine aus dem  werkseitigen Formenkanon des Photoshop:

  • zwei Ellipsen, konzentrisch übereinander geschoben, dazu
  • ein perspektivisch verzerrtes Rechteck mit abgerundeten Ecken.

Zack. Handtaschenbausatztutorial. Die entstandene Form definier’ ich mir um, entferne das Grau & mach so eine Maske draus, die man wie nen schön geschnittenen Karton über die Bilder vor alles halten kann, um die Handbagtauglichkeit zu testen: hbk-nnn-scanp-170530-483bDAS ist der allererste Schnellschuß mit dieser Methode. Ich hab ein erst bestes farben frohes Blatt dieser Woche ausgesucht, etwas verkleinert und mit  Steuerung V die Handtaschenstanze automatisch in die Mitte des Blattes reingepastet. Hey Voilà! Don’t touch it! It’s perfect!

Gleich weiter. Nächstes Opfer, neuer Anlauf: unterseeisch diesmalhbk-nnn-scanp-170529-482c-rhbk-nnn-scanp-170529-482c-sHier ein Entwurf mit “Testumgebung”, also dem zugrunde liegenden Pinxographischen Bild im und als Hintergrund. Wie ne Tapete zur Tasche. Ganz so wie in American Beauty, wo die Stimme des  Off-Erzählers gleich anfangs-szenisch raunt: “Sehen Sie, wie gut die Farbe der Heckenschere zur Farbe der Schuhe meiner Frau paßt? Das ist kein Zufall.”

Und gleich noch eins – hey, das macht Spaß!

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jetzt back 2: Handtaschenstanzen!

hbk-nnn-scanp-170529-482b-rhbk-nnn-scanp-170529-482-rehbk-nnn-scanp-170526-481f-rWow! Ein neues Brachland wird von den Nebeln des Unbekannten freigegeben! Ein paar mal drüber schlafen, dann werde ich mich wohl in naher Zukunft um die Formen, deren 3D-Darstellung und Verschlüsse kümmern!

Aber jetzt sofort diesen herrlichen ersten Elan ausnutzen!

Und irgendwann vielleicht um eine HandBagApp, die dem Dilemma der Frau da neulich an der Kasse vor mir sacht entgegensteuert: “In dieser Tasche fehlt nur eines:  …. Ordnung!”

Hier gleich noch ein paar aus der “Nachmittagsschicht”:

 

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PS.: zum Titel, dem etwas länglichen heute: Der kann auch von Millennials schnell als launige Zeile eines 82er Foyer des Arts-Textes ergoogelt werden. Den gibts auch – wenig Wunder – als youtube – Anhörbeispiel. (..) So altes sperriges Zeuch liefe bei mir schon fast unter historisches Unterrichtsmaterial aus einer Zeit, als noch mehr  grobe/feine Ironie in der Öffentlichkeit verwendet wurde/ankam..

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Musik beim Schreiben und Stanzen heute:

Original Motion Picture Score: “American Beauty”, Dream Works, 1999

Marcel: “viginti etduo”, Mole Listening Pearls, 1999

Quazar: “21 hours”, Superstition, 1999