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Nick & Glen And The Cyberpunks Of The Future

Immer wieder erstaunlich, wenn man “alte” Modefotografen-Links an Bekannte vermailt, diese gewohnheitsmäßig – das Internet ist ja soo unzuverläßig – nochmal checkt und dann Ungesehenes dabei auf dem Bildschirm auftaucht.

Heute in aller Minutenkürze: Nick Knight and Glen Luchford sprechen über ihre erstaunliche Laufbahn seit den Siebziger Jahren. Ähnlich der “Modernisierung” des klassischen Paper&Pen Rollenspiels: eine digitalisierte Version als punkig passendes WalkThrough zu Cyberpunk 2077 plus Erklärvideo – Ich träume den Transhumanismus? Oder träumt er mich?

Wem das alles etwas zu futuristisch*, zu chaotisch, zu gewaltsam und unübersichtlich, schon zu düster/gruselig, also zu cyber ist, kann chillen mit ner “Führung” durch ne Beethoven Sinfonie. Der siebten. Mit der Dirigentin Joana Mallwitz persönlich. Cool anno 1812.

* naja: die Ideenvorlage zu dem Ganzen ist nun auch schon 36 Jahre alt..

Nadeln und Fadeln vs Wursteln und Fingerln

Heute endlich finde ich  die innere Ruhe, um mich dem Nähen und Entwerfen des neusten ModeAccessoires mitten im Gesicht so en detail zu widmen, wie sich das beim Nähen per se gehört: Sorgfalt,  Genauigkeit und (dummerweise) spitzfindige Finger. Die wachsen mir gerade wieder unter Schmerzen, einfach mithilfe von Geduld: soo lange hab ich die Nähmaschine beim Umziehen nur mitgenommen und im neuen Zuhause irgendwo untergestellt, zuletzt als… Telefontischchenersatz. Und dieses Kratzen mit dem Nagel, um Stoffteile übereinanderzubringen, diese spezielle Handhaltung zum Nadelknotenmachen ins Vergessen und Ungeübtsein entweichen lassen. Nun tut der WiederAnfang weh und ich denke mehrfach diesen Nachmittag übers Flüchegoogeln nach (man will sich ja polyglottly weiterentwickeln).

Es hilft aber alles nichts: beim Nähen braucht man einfach Geschick ob der speziellen Materie, das ist Millimeterarbeit:
Die Gepflogenheit, daß ich wenn schon beispielhaft erklärende, dann = ordentliche Fotos beizusteuern pflege, hilft mir eben durch diesen Anspruch, nicht fahrig zwei schludrig gechnittene BaumwollRechtecke rechts auf rechts zu nähen und ohne zu stecken drei Falten an den Rändern ranzubollern – wie die bisherige Wochenschau ergäbe.

Makroaufnahmen bringen es zusätzlich an den Tag. Nicht nur die gute Naht, auch diesen crispen Stoff und seinen Dreifaltigkeitswurf 😉 Kurz: der Vorsatz, ansehnliche Fotos beizusteuern, bremst mich und hält mich nähseitig vom Pfuschenab. Prima!

Aber da ist wow noch mehr, das die Nähgeschwindigkeit drosselt: ich entdecke Verbindungen. Verbindungen mit völlig anderen Gebieten dieses Universums. Los gehts, und, das bringt dann die Kamera kategorisch ins Spiel, mit diesem Foto:

da nämlich fällt mir ein Falter ein, den ich vorletzten Sommer in ähnlicher “Körperhaltung” direkt vor meinem Fenster aufgenommen hab:

Der hatte seine Flügelpaare auch übreinandergefaltet und manchmal km dieses wunderschöne Rot hervorgeblitzt. Naturähnliches in gefalteten Stoffstücken! Ich war begeistert, angepiekst und “entdeckte” knapp ne halbe Stunde drauf dieses Gebilde, das nun auch die Hälfte neues Titelbild Soodlepoodle stellt siehe erstes Bild oben:

gaaanz klar Theaterkulisse: ein dunkler Berg, der am hell erleuchtbaren Horizont düster drohend aufragt. Man guckt ja unheimlich viel Theater in diesen Tagen zuhaus am Internet, bei mir war der Berg in Mannheim gefertigt, Gaia hieß das fantasetische Setücke.

Dann beim Kleinkramrichten (die Maske soll mit Filtereinlage bestückbar sein, also brauchts einen klassischen HosenEingriff)  erscheint dieses freche kleine Ding der Wellen:

Assoziation, Assoziation. Man liest ja viel in diesen stillen Tagen des Harrens @ Home. Ich zwar schon auch, hab da dieslings eher Bücher in Händen beim Regalaufbauen, naja, das ist sowas Ähnliches. Also kein Falter im Hirn, eher ein TextilArchitekturmodel einer klassischen italienischen Hartweizennudel. So ne Art kulinarische Kachel à la Erwin Hauer. Ich hab da nämlich ein crazy Buch eines nudelafinen Architekten namens  George L. Legendre.. Was war das doch noch gleich? Orecchiette? Lumaconi Rigati? Fiocchi Rigati? Castellane? Oder eher nur ein Modul für diese Teigmodelle?

Mmmm. Ich glaub langsam, ich muß mir schnell was Nettes Kochen. Und da erscheint das nächste Bild: ganz klar 2 Koch(mütz)e((n)): the light & dark side of the spoon:

Ein perfektes Cover für irgendwas dolldreist Amüsantes zum Thema Küche – wer hat nen Titelvorschlag? Oder vermisst noch nen dollen Aufmacher zum Sequential-Drehbuch? Hätt ich nie gehabt die Idee/Vision, wenn ich heute nicht auf penibel gemacht hätte und die Fadenfarbe passend zum zu nähenden Teilstück verwendet!! Und à propos Essen-im-Bild: gleich mal nach neuen Tutorials von Andrew Scrivani suchen.. ah! Da ein mir neues, gar unter der Ägide von Adobe auf seinem youtube Kanal 😉 Wow

Ergebnis: immer noch keins: das fertige Gebilde entspricht zwar e.n.d.l.i.c.h. meinem Anspruch auf handwerkliche Vorzeigbarkeit, entbehrt aber des angestrebten Tragekomforts ergo der Vorbildfunktion, so daß nun eine nächste Version (die Riemen, es waren die katastrophal verbauten Riemen) angesagt ist. Bis es soweit ist, schau ich zum Runterkommen einfach ein paar ModeMakingofVideos!  Man youtube schlicht Making Of Chanel (extrem appealing Makro-Aufnahmen!! Außerdem und à propos: die haben auch die besten Soundtracks/Musikauswahl zu den Clips)

Sprechblase: Boaaah ey, wasssn Gefummel!

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Gute-Laune-Musik beim s.o.r.g.f.ä.l.t.i.g.e.n. Einfädeln, Versäubern und vollständig-bis-i-n-d-i-e-Ecken-Wenden mithilfe eines Pinselstiels heute:

Bobby Shew: “Salsa Caliente”, Mama Records, 1998

Des Geysirs neue Kleider

Robert Overwegs https://www.shotbyrobert.com/end-of-the-virtual-world liegt mittlerweile in uns und um uns herum, ganz schön viel Land ist da gerutscht seit 2011.. Nun, im 2019er September & durchs viele Youtubegucken ( im heutigen Fall Gameplays) krieg ich nen Werbe!Clip rein, der sehr plastisch ins Bild setzt, wie genau sich diese einst als fremd-zueinander getaggten Welten vermischen: los Zockers @ Sofa @ Home, ballernde Avatare auf der Waldkampfbahn und darüber die alles verbindende Sprach-Kommunikation untereinander in einem  -nicht nur für die Zielgruppe- sehr vergnüglichen Video (nein, nein, das hier ist schon wieder kein “gesponserter” Artikel, es geht um.. Weiterbildung:

Ghost Recon Breakpoint, der Live-Action-Trailer mit US-Promi?  Rapper Lil Wayne.

Bis jetzt, beim Schreiben, bin ich der Meinung, daß die Kampfszenen mit echten Schauspielern gedreht wurden – moderne, antiquierte Naivität? Mal nachgoogeln..Nichts, außer creative/hunter_hindman… Ich stoße aber auf mir unbekanntes Wikipedia: “Als Uncanny Valley (englisch „unheimliches Tal“, „Gruselgraben“) oder Akzeptanzlücke bezeichnet man einen bisher hypothetischen und paradox erscheinenden Effekt in der Akzeptanz dargebotener künstlicher Figuren auf die Zuschauer.” Spannend!! Und: sehr unkünstlich, der Clip!

Echt informativ außerdem die versteckte Message des Spektakels für digitale Einwanderer, daß es sich bei diesem – man muß “leider” dazusagen – normalblutigen durchschnittsgewalttätigen Game um ein Spiel handelt ( siehe das genervte “Ich brauch bessere Mitspieler” 2:24). Tja, und um ne neue dramaturgische (Film)Idee. Mal sehen, ob wann sie sich gar ins Kino fortsetzt.. Außerdem, daß ich diesmal die deutsche Synchronisation und das Stimmencasting um Längen lustiger/prägnanter finde als das Original.  Ausnahmsweise.

Und alle, die noch nicht ab18 sind – oder keine Kumpels haben, die mitzocken lassen – können ja Fortnight ab12 spielen und sich auf diese moderne Weise etwas Unterschlupf vom Sonstigen gönnen.. Denn wie schreibt dasnuf so schön: Wie erhellend es ist Computerspiele als Ort zu verstehen.

Für die heutige Überschrift paßte mir als kleiner Twist der Originalredewendung eigentlich am besten: geysain heftige Bewegung bringen auf leider isländisch und hierzulande unverständlich. Also nehm ich als SprachspielKompromiß das deutsche Geysir 😉 – als überdies willkommnes Bild unseres Digitalen Zeitalters .. Und da ist noch mehr Hochsprudelndes, Entdecktes: reicht fast für ne virtuelle Woche beim Stellt-Euch-Das-Mal-Vor-Und-Gucket-Und-Staunet-Poodle. Könnte aber auch am langen Einheitswochenende zu schaffen sein:

Am Anfang war das Skinnen von Autos, dann das Ausrüsten von Spielfiguren bzw. Kriegern – im besagten Spiel selbst eine (bier)ernste Angelegenheit, frappierend kontrastierend™ zu  obigen Spaß-am-gemeinsam-Zocken-Trailer!, per Whatsapp kam dazu die GesichtsfilterAPP . Augmented reality – “erhöhte Realität”. Mir in Erinnerung ist das “Erhöhen” von Architektur(plänen).

Und nun die Idee, erst per reiner Aufmerksamkeitsheischung im Marketing, dann das Einsickern in die digitale Kultur: virtuelle Kleidung. Ausschließlich für die Online-Präsenz. Von Influencern. Dann, zusammen mit gear (engl.: Ausrüstung) für Online player overall the globe. Nun schwappt das zurück: sind die kohlenstoffweltlichen Influencer dran:

instagram-trends-influencers-are-now-buying-digital-clothes-to-wear

Und jetzt schnallt Euch an für nen Blick auf carlings’ digitalcollection.. Echt cool, die  brandneue Art of Nachhaltigkeit vs fast fashion, somit ultrachic der Claim:

Every second the world wastes a truckload of clothes. This is the digital clothing collection with zero impact on the environment.

So hat man das und das auch noch nicht zusammengeklebt gesehen…

PS.: Nochmals back in time: TEDx mit Microsofts Photosynth erklärt..

PPS.: keine eigenen Bilder heute&hier, dafür 25 Links auf. die. Welt.

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Zur Entspannung ohne virtuell heute: Malerei mal zwei 😉

Google schlägt mir Chris zu Tomma vor because of a common thread, the https://de.wikipedia.org/wiki/Turner_Prize

Analog 😉 dazu: Musik beim Schreiben heute das bewährte Full Album “Road to Knowhere” des Tommy Guerrero – das mittlerweile stolze 982.208 Aufrufe verzeichnet.

 

The Nerdy Road to Neue Ode an die Mode

Während die einen sonntags ihren Garten harken, die andern «lustlos ist die Haselnuß» singen, ergreift indes mich in der Am-7.-Tage-sollst-Du-Stille das Gefühl der Herausforderung. Die nämlich, aus bloßen wenigen, in der Werkstatt fahrig geschossenen Fotos™ etwas Neues hin zu bekommen. Irgendwie lotteriemäßig. Wie auf Zuruf aus dem Publikum. Oder mit verbunden’ Augen in den (Jack)pot greifen.

Heute mal: Glitzer ‘n’ pink – für Mode?immer gut.Erstmal silbern glänzende Fischschuppenroofs in der Farbpapiercollagentechnik à la plage isolee. Oder sehe ich da eher Strandbrandungsbilder aus Paillettendämmen und -meer?  Who knows.. Dann gehts über zu raketomenalen Begegnungen à la Fang-den-Hut..

Dann zum Discoburgenbau am Strand mit handgenagelten Bretterdächern. Unten, außerhalb des Bildes (aber innerhalb meiner Fantasie): der zugehörige Sandhaufen, auf dem das alles steht….

Zoomen-auf Burgfried in Glamourkleid…
Dann Boden-Verlegen einmal anders: diesen unbekümmert hin und her und dann ooops hochgeschoben, erkannte ich plötzlich den Torso, gar richtig mit so Taille/Hüfte und  schräg ablaufender Rockkante. Wow. Von da ein winziger Schritt, mal eine meiner Handtaschenentwürfe im Startbild mitzuverwenden:

Nach einigen weiteren Geschiebe und Gesichtsumrisserfinden wurde nun die untige, irgendwie elisabethanische Modenschau draus:..zusammen mit dem immer zugehörigen Portfolio-Menue, angereget vom Wissen um die Möglichkeit, Kunst aufzuräumen – (Danke, Urs, the Wehrli):

Als Auslöser(!) für dieses Post sollte natürlich auch Erwähnung finden: die neue Soodlepoodle-Galerie namens neueOdeandieMode.

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Musik beim Startbildbasteln heute:

Franz Schubert: “Sinfonie No. 5, B-Dur”, D 485 und seine famose 6. in C-Dur, D 589 (Barenboim/Berliner Philharmoniker)

Sidney Youngblood: “Feeling Free”, Circa Records, 1989

A und Prop O:

Gebastelt wurde das (fast alles) aus diesem Bild- plus mehr Schuppen eines zweiten und der Farbnummer E417D6 als Concealer: das ist doch.. wieder ein perfekt rätselhaft ungestülptes Beispielbild, per Einrichterpoodle-vs-Googletechnik neue Architekturschätzchen zu finden 😉 Heute dadurch dazu: die Louis-Vuitton-Foundation, Paris, die Tama Art University Library, Tokyo, und eine coole Art, sich ein Dach aus Holz zu, äh, erflechten?

Back To Models, Back To Set Design

Ich bin der prooved Meinung, man sollte öfter mal mehrere Dinge gleichzeitig tun, wenns um kreative Dinge geht. Denn dadurch befruchten die sich gegenseitig. Schlicht durch Hirnüberlappung. Nicht nur deshalb der scheinbar doppelte Titel heute.

Nachdem ich nun massig FotoMaterial zum Thema Fashion akkumuliert habe (und es nicht nur on rainy days immer weiter tue) wird nun, ich spüre es deutlich, die nächste sTufe fällig: die Meilensteine der Recherche, Teil II: das Schlüsse-ziehen und Auswerten. Einfachste und wichtigste Erkenntnis:

Ein episches Modefoto ist Teamarbeit.

a) Es gibt grandios vielseitige Models wie die frish gefundene Sophie Vlaming, oder (meine) Klassiker wie Alek Wek, Arizona Muse, Anais Mali oder Fei Fei Sun. Diese Vielseitigkeit muß allerdings zum Vorschein gebracht werden: von nämlich den

b) Stylisten, Make-Up und Set-Design, den

c) Fotografen und last-but-not-least: den

d) Auftraggebern. Katalog-Fotografie für Arbeitskleidung auf Ölbohrplattformen erstrebt dann doch eine recht andere Optik/Ausstrahlung verglichen mit dem US-amerikanischen Phänomen Sports illustrated.   Ah – 3 Tage daNachtrag: es gibt noch ein

e): Körpersprachler 😉

Erst wenn all diese Komponenten optimal zusammenwirken, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Denn, so einst ein Student! der Mannheimer Popakademie: «Ein gutes Foto ist Gold wert». Dazu versuche ich mich in einer kreativen Mehrfachrolle und stelle im heimischen Labor an den lokalisierten Möglichkeiten herum. Aufgabe/Challenge dieser Tage: meinen gläsernen Kopfhörerglaskopf mit diversem wenigen Drumrum interessant aussehen zu lassen:

Das passiert mit zwei unterschiedlichen Methoden:

  • Styling: Farbwahl und 3D-Gestaltung des Hintergrunds, die interne Kopf-Verkabelung und the Art of Mützentragewerk.
  • Fotografie: Beleuchtung, Aufnahmewinkel und Bildausschnitt. In der Post(produktion) die Schwärzung des linken Hintergrundes – der war vorher beige. Ein Griff, um das optische Gleichgewicht zu verscheiben, eine Klärung des Motives zu erreichen.

Was Ihr also oben seht, ist ein erster erster Versuch, es nach dem Angucken von einigen Zehntausend(!) Hi-Class Fashion Bildern mal selbst in dieser Kombination zu versuchen. Ganz klein im Labor. Drei Farbkartons und eine struppige Mütze dazu. Eine für mich sehr wirksame Methode der Ideenentwicklung ist, es in Schritten zu tun. Nachdem nun dieses Foto zur ersten Zufriedenheit als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung gelungen ist, schau ich es erstmal an wie frisch gelieferte Blumen, schön @ home am Lieblingsplatz in der Vase arrangiert.

Also ohne Eile, ohne Anspruch. Wie etwas völlig Unbekanntes.

Die Verbesserungsideen kommen dann wie von selbst: während ich sehr zufrieden bin mit a) der recht lebendigen, weiblichen! Ausstrahlung des Kopfes, der eigentlich eher die typisch wächsern austrahlende Schaufensterpuppenphysiognomie besitzt, b) der oberen (fotografierten!) Bildkante, die an der interessantesten Linie schneidet ( die, die der Fantasie, wie’s weitergeht außerhalb am meisten Wind bietet) und c) der Idee zur Schwarzfärbung des linken Bildviertels – sie mit dem soften Licht von links macht das Bild rund.

In der Nachbetrachtung jedoch könnte ich mir a) als V 2.0 zwei (gerne auch rosa) Dreiecke vorstellen, die, am unteren Bildteil angebracht, sowas wie eine blusenumkleidete Schulterpartie symbolisieren/suggerieren – dann verschwindet nämlich der störende Stulp am Hals dahinter. Die Standfläche gibt ja schon die Idee/Richtung vor.

Warum das nicht schnell mit dem Photoshop simulieren, ganz nach dem Motto: Es gibt da eine feine Linie 😉

Ebenso b) eine Testreihe zur Füllung des Kopfes. Vielleicht besorg ich mir dazu e.n.d.l.i.c.h. eine multiple LED Handlampe für Langzeitbelichtungen..na für so was Grandioses!

Das nächste Objekt Abteilung Struktur und räumliche Darstellung stand vorgestern vor der Tür: HOng KoNg PusChen!

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Musik zur fashion evaluation heute:

Betke – Paris-Beirut-Texas (So Inagawa Remix)

Deep Unterground Deep & Underground Sounds | Superordinate Dub Waves | Techno/Minimal/Deeptech | Mixed By Johnny M

The Cardigans: “Life”, Stockholm Records, 1995

Etienne De Crecy: “Tempovision”, Disques Solid, 2000

Melodie – Justa

PS.: taugt auch in Schwarzweiß, die Arbeit des rainy Vormittags:

 

Es gibt da eine feine Linie

..in jedem halbwegs räumlichen Foto. Das hab ich mit großem Erstaunen/Entzücken bemerkt letztes Jahr – bei der digitalen Bearbeitung von Fotos. Fotos von Drapierungen immer desselben = repetitiven Motivs meines Requisitenbergs:hallenkit_p1050050-bMit feiner Linie meine ich hier&heute die zu (er)findende Horizontlinie, die, füllt man die entstehende Fläche unterhalb mit “bodenähnlicher” Farbe/Struktur, aus dem Foto eine mitunter grandiose InterieurVision machen kann. Ideal also für Träume von Präsentationen wie zum Beispiel diese oder diese hey! brandneuen!! Heute hochgeladen!! ( youtube-Kommentar: “Chanel has the best runway music!!”)

Diese vielversprechende Gestaltungsmöglichkeit will ich heute mit neuen Bildern von ebenso neuen “Situationen” mal austesten. Also: Erst-Sondierungen. Mal-Tests. Hier unten schön in Reihenfolge des Ent-Stehens, tutorialmäßig wie im ersten Beitrag vor fast nem Jahr. Und à propos: ratet mal, was das eigentlich ist – das Originalfoto unverändert, nur um 180° gedreht:Erster Schritt: die Linie. Warum nicht mal schön geschwungen als Rotunde, mit Aussparungen für die “Hallensäulen”. Zusätzlich wird die im Foto schon vorhandene lotrechte “Kante” einfach zur Raumkante umgedeutet.Fläche füllen – voilà der Boden. Allerdings halt ein Scherenschnittboden wie eine sorgsam aufgeklebte Pappe. Google “erkennt” aber schon planmäßig: “Architektur”, wenn man ihrer Bildersuche diese Version hinwirft.Passend umfärben, dann den Tortenboden etwas nachdunkeln, hier fahrigly, ohne genaue Recherche, wie sich eigentlich echte Schatten bilden  . Trotzdem ein deutlicher Schritt in die reale Illusion™.Ein Impuls läßt mich den Lichteffekt an der “Wand” herunter auf den frisch verlegten Fußboden kopieren und wie ein Spiegelbild anbringen. Fehlende Stellen werden einfach hingewischt. Dann: die unteren Enden der Säulen werden etwas abgedunkelt, um den Effekt der Echtheit, des Gegründetseins  zu verstärken..Nun kommt der menschliche Maßstab hinzu. In Form der vier Model-Silhouetten, die ich schon für den ersten Beitrag erstellte/mausmalte. Erfreut ich sehe: das Prinzip funktioniert, bedarf aber weiterer detaillierter Verfeinerungen. Schattenrecherche. Lichtexperimente. Und gerne eines anderen Motivs. Das soll meine Beschäftigung und Fragestellung der nächsten Zeit sein: Welches homemade Foto taugt zum “Ausbau” als Catwalk?

Hier schon mal ein paar Kandidaten/ Schnellschüsse der vergangenen Wochen: 1.mal nochmal dasselbe Motiv in dramatisch (von ihm selbst) hingebogenen Licht:– Ladet dieses Foto mal in die Google Bildersuche hoch – da kriegt man zur “Vermutung:  Architektur” ein grandioses Angebot abgefahrener Architekturbilder!

Dann die ewige Faszination mit Transparenz und Reflektion:
Dann flächig vs. räumlich:
..und real looking, aber irgendwie schwebend – Highdelbeeren above.. the ice?

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Musik beim Bodenlegen heute:

Les Ritas Mitsouko: “Marc et Robert”, VIRGIN RECORDS, 1988

The Kronos Quartet plays Steve Reich: “Different Trains” siehe hier am Chanelbahnsteig !!

Musik zum Catwalk im Videolink oben

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie D-Dur KV 385”  Orchestra of the Academy of Santa Cecilia, Rome Sir Antonio Pappano. conductor

& mal wieder Léo Delibes: Walzer aus “Coppelia”. Mal wieder? Na, hier schon erstmals als Soundtrack zum VOGUE-Wortspielkurs Englisch…

PS.: Französisch Lektion, heute auf Englisch:

Winterfarben leicht gemacht

Vielleicht liegts an den vielen Antonio Lopez– Bildern und -Clips, die ich mir in den letzten Tagen angeguckt habe. Oder an seinem frühen prallfarbenen 70er-Style, der damit wieder ins Gedächtnis & wie gerufen kam. Grad eben jedenfalls schau ich aufs allerneuste PinXoGraphische des Tages – wir schreiben scannen mittlerweile Blatt #679 – und ich “bemerke jäh”, daß man mit nur einem handverlesenen Blatt ne ganze Collection mit Farben ausrüsten kann:

Die PinX-o-Graphy als MoodbOardmaschine quasi

mvp-scanp-181012-679-r2vr5Also, was sehe ich?

Erstmal wie immer die anregenden Farb-Kombinationen aus Warm und Kalt, sanft ineinander übergehend oder hart aneinanderstoßend. Das Zarte und das Kräftige beieinandergeschmiegt, Kontrast als Geschmackserzeuger und -verstärker. Und wie immer bei einem mir gelungen sich anfühlenden Bild: dieser neu schmeckende FarbMix!

Wenn ich da ins Detail gehen mag zu Taschen, Jacken, Mäntel, Handschuhen, Mützen:mvp-scanp-181012-679-moodSeht mir bitte die etwas ungelenken Farbbeschreibungen nach – mauve, karmesin, phtalogrün und “die  Gemse” = chamois et. al wollen a) erkannt und b) farbsicher benannt werden – da bin ich noch am Üben. Aber nun – was seht Ihr?? Ganz oben ohne Markierung – mit eigener “Einkreisung”? Oder gibts vielleicht eher Inspiration bei/in diesen beiden weiteren Blättern?

mvp-scanp-180829-667d-r2vn9 mvp-scanp-181004-677e-r2v8Nochn Nachtrag wegen der Farbigkeit 😉

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Musik beim MoodbOarden heute:

Ian Pooley:”TheTimes”, Force Inc Music Works, 1996

Catwalk in Scotland, Loopsteeg in Paris

Solange es noch goldenes Oktoberwetter gibt draußen – und hoffentlich drinnen auch – kann man helflings sich heute schon mit den doch irgendwann anrückenden (November)Tagen in grau vor-versöhnen. Ohne Unterbrechung des frohen Mutes also staunt mit mir über dieses a) fantastische SchlechtwetterModeVideo, diese otherworldly b) mysteriösen Bewegungsstudien ebensolcher Wesen und -Maschinen und ner c) Vorfreude auf eine fette 70er-Retrofarbigkeit – hoffentlich bald hierzulande im Kino!

Models-auf-Catwalks-Gucken ist mir eine gleichbleibend enttäuschende Angelegenheit: nach spätestens fünf Minuten treten Ermüdungserscheinungen auf: nicht nur der fortfließende Strom der Kleider und das défilé ist einfach nicht mein Ding – ich steh VIEL  mehr auf fashion photography und auf choreographierte/editierte Clips – Catwalkbilder höchstens als Umrißlieferanten, wenn mir mal ein Interieur “rausrutscht” smiley-blushhallenkit_p1050050-e, das in einen menschlichen Maßstab gesetzt werden will zur Veranschaulichung der imaginierten Dimensionen. Und übrigens: diese überwiegend überernst-angestrengten Gesichter der Models gehören eigentlich verboten, so sie ein Zeichen der Hektik/Seriousness des Businesses sei sollten. So! sollte das doch eigentlich sein.

Dennoch haben es zwei davon in meinen Inspirations-Olymp geschafft. Aus verschiedenen Gründen, wie Ihr gleich sehen könnt:

Rauhe Witterungsbedingungen wie Kälte, leichter Schneefall, Windböigkeit, Feuerfunkengestöber, Models mit Atemfahnen und ringsumme Dunkelheit sind wunderbar umgesetzt und eingebaut(!) in der vor sechs Jahren veranstalteteten Chanel-FashionShow im Innenhof des schottischen Linlithgow Palace. Maria Stuart was born there  steht auf der dazugehörigen Wikiseite. Und, ebenfalls augenschmausig: die fantastische Collection paßt in ihrer gedeckten Farbigkeit perfekt ins Ambiente, während der Soundtrack nach irreführenden Intro-Tschingderassa sogleich in aberwitzigen Minimaltechno mündet, der mit nur einem einzigen versöhnlichen Flötensample auskommt – perfekte Antagonisten zur ans Übertraditionelle angelehnten Mode, die dadurch den Genuß und die Sensation des Neuen erhöhen! Ich frage mich, ob die Gäste vorort denselben Soundtrack “abbekamen”…Aber nun lo and behold:

Paris-Édimbourg Métiers d'Art 2012/13 CHANEL show

Paris-Édimbourg Métiers d’Art 2012/13 CHANEL show

Dann – dem neusten I.v.H.-Newsletter sei dank – kann ich euch diese Augenweide von futuristischer Modenschau mit Beleuchtungskörperchoreografie (!) weiterleiten:

Iris van Herpen ~ Syntopia

Iris van Herpen ~ Syntopia

äh, den “Loopsteeg” hab ich für die Überschrift erfunden. Hört sich doch ziemlich holländisch an, oder? Und er befindet sich direkt in.. Paris oh làlà!

..und damit wir auf drei Videos (Kategorie Videotriptychon) kommen, hier noch ein dritter Flavour: den Trailor zum frischen Film über den (Mode)Illustratoren Antonio Lopez (1943-1987):

 

IDFA 2017 | Trailer | Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

IDFA 2017 | Trailer | Antonio Lopez 1970: Sex, Fashion & Disco

Dazu 2 coole flag-en Artikel auf nytimes.com und der VOGUE.com. Die Iiefert, da aktueller als der New York Times-Artikel, ebenfalls Infos zu Film und interessanteres Weiteres zur Person. Mehr Werke von ihm gibts beim Klick auf dieses Google-Bildersuch-. Hey! Und noch ein flag-en showstudio-Interview mit Pat, eins seiner frühen “Geschöpfe”..

Zu diesen wunderbar anregenden Ungereimtheiten gibts ein distorted Selbstporträt anno ’85. Da fand sich in meinem Kleiderschrank ein wunderbar anthrazithfarbener kragenloserTrachtenjanker mit silbernen MünzKnöpfen, dazu selbstgesteppte orange Sackleinenhosen nach einem altem KnickerbockerRezept und… Bügeleisenschuhe. Tja, damals.. die stylischen Achtziger… wo kriegt man sowas heute, F/W 2018/19 noch her??

Immerhin: die Brille hab ich noch!

modepoodle-1987-minox_150

 

So. Und jetzt geh ich (wieder) Nähen üben. Am besten was super Einfaches, das ziert, fotogen rüberkommt, ich weder stecken noch heften, nur geradeaus steppen muß. Hey! Biesen!p1080824Und beim Nachschlagen wieder was gelernt: man kann damit Kinderkleidung längbar machen: Tucks are also used to shorten a finished garment, especially a child’s garment, so that it may be lengthened (“let down”) as the child grows by removing the stitching holding the tuck in place.

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Musik beim Steppen heute:

various artists: “AYIA NAPA – The Album“, Ministry Of Sound, 2000

Roisin Murphy: “Overpowered”, EMI, 2007

3x Schneiden, Heften, Legen, bitte!

Zurück zur Mode – meine Handtaschen stehen vor dem nächsten Level – und dem zugehörigen Hintergrundwissen. Heute gibts als Video-Trio drei mal Making-Of Haute Couture. Bitte beachten Sie nicht nur die gezeigten Details (Zuschnitt, Messen, Heften, Steppen, Falten, Plissieren, Besticken, Verstärken, Bügeln, Färben, etc.), sondern auch, wie das im Clip filmisch zurechtgezupft wird: Beleuchtungsstärke, Farbigkeit, Close-Up-Strategien, der durchgängig klassisch repetitiven Musik aus ebenfalls sehr gerne – nach Durchsicht einiger Clips – mit Streichern plus Piano besetzt (1Zufall?) sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden, erst dann hat man die geballte Unterrichts/Edutainment Packung!p1040280Die drei Video-Buttons hier unten verbergen.. à gauche Monsieur Dior, mittig wird Altmeister Balenciaga rückwärts engineert und á droite Bilder aus dem maison Chanel.

Dior   youtube-embedding-memorial-   Chanel

Für Interessierte: ich hab haute+couture+making+of gegoogelt. Und dann ausgesucht! Google hat unterwegs natürlich “mitgeholfen”

Beim Gucken darüberhinaus gefunden: das Victoria and Albert Museum, in dem die Balenciaga-Werke unter die Lupe genommen werden, den very down-to-earth sieben-Minuten-”Werkstatt”-Clip Handtaschenmachen in Kenia – (“Beauty is Beauty”). Dazu im Vergleich Hi-End-Dior, weiß behandschuht und mit allen technischen Rafinessen angefertigt – wow- ein dreiteiliges hölzern klickbares Model! …während ich unterdessen mit Draht-, Schraub- und Plastikschlauch-model  Zwischenstation mache:moviepoodle_1070256scsh03