Category Archives: Aha-Effekthascherei

hoch und komplex und komposit: der Flüsterer

Heute tauchen wir mal ins völlig Unbekannte. Und lassen die kontemporäre künftige Intelligenz™ uns fremde Sprachen erklären. Fremde Sprachen, die uns g.l.e.i.c.h.z.e.i.t.i.g. auch noch täglich umgeben nokidding. Und wir tun das beileibe nicht, um schnell & sofort zu verstehen, sondern diesmal ausnahmsweise eher, um ins Wundern zu geraten. Der Weg dahinein ist ja durchgängig durch irgendwelche obskuren Tageshindernisse versperrt/ unsichtbar.

Folgt mir also unauffällig.
Bis zur angeberisch-naiven Frage:

«Wie erklärt sich die grammatikalische Konstruktion von der türkische Flüsterer?» Dieses hieroglyphische Ungetüm kam zu mir ebenfalls per KI. April dieses Jahres. Promptlings bekommen wir heute im August die so benannte großgestische..

Ki Übersicht:
Das Wort fısıldayıcısıyın ist ein agglutinierendes, hochkomplexes türkisches Komposit, das sich in seine einzelnen Morpheme zerlegen lässt: Es bedeutet auf Deutsch „du bist derjenige/diejenige, der/die mir/ihm zuflüstert“ oder dialektal/umgangssprachlich verkürzt „du bist der Flüsterer von…“.

Morphematische Zerlegung

fısılda-: Verb-Stamm für flüstern

-yıcı / -ici: Nominalisierungssuffix zur Bildung von Agentenomen (entspricht im Deutschen -er, also fısıldayıcı = „der Flüsterer“)

-sı: Possessivsuffix der 3. Person Singular (hier als Bindeglied oder Genitiv-/Verknüpfungselement in einer Nominalkonstruktion fungierend)

-y-: Gleitkonsonant (y) zur Vermeidung eines Hiatus


-sıyın / -sı-y-ın: Die Kopula-Endung bzw. Personalendung für die 2. Person Singular (sen … -sın, im Dialekt/lokalen Vokalharmonien oft abgewandelt zu -sıyın).

Wow, Wow, Hälfte verstanden. Erste Hälfte 😉 . But: dieses jähe Eintauchen in grammartialische Tiefenteufeleien hilft mir tatsächlich weiter; ein neues Stück Bongo w/ my Lingo .
Zum ersten Mal gelesen habe ich heute (!) die Begriffe “Rückläufiges Wörterbuch”, Nominalisierungssuffix, Nomen Agentis (=Täterbezeichnung), der externe Sandhi & die auch so called Morphematik.
UND ein neues Pärchen blubbert da aus meinem Assoziationskessel hoch: Mathematik und Morphematik hihi und die obskure Neugierigkeit: wie heißt wohl die fehlende Dritte im Bunde?

by the way bongo: gleich wieder mal hören: MIA: “Arular”, 2005 XL, Interscope

Glossar des Heute – eine Null-Klick Annäherung

Das Internet und damit unser Leben verändert sich rasant mit KI, dazu passend entsteht gerade eine neue Branche: das Answering Machine Handling (mein Vorschlag. Eigentlich Answering Machine Optimization): wie gehe ich mit den Suchmaschinen um, die ungefragt vordrängelnd KI Antworten geben, die die gesuchten Inhalte vorweg nehmen und wie gehe deshalb ich mit meinem Rankingwillen um, wenn ich davon Nutzen haben will?
https://blog.hubspot.de/marketing/aeo, das ich (wie immer unbezahlt!) über die Suche nach AEO gefunden habe (=Earned Media, Glückwunsch!), liefert erstmal einen Haufen brennender Stichworte. Leider, aber logischerweise ™ in englisch. Nichtsdestotrotz nonetheless ausreichend für nachfolgende spannende Erkenntnisse.
Plus: ein zu googelndes/duckduckgoendes/startpagendes “Glossar des Heute”, das allerdings erst RICHTIG Knaller wird, wenn man die Ergebnisse/Erklärungen bewertet. Selbst bewertet, einfach nach Grad des persönlichen Aha-Erlebnisses (!):

Glossar: Aufkistung des Erklärbedarfes:

In den Ergebnissen finde ich weiter:

Schon anhand der bloßen Riesenmenge an Suchtreffern kann man schon die Relevanz dieser Schlagwörter erahnen. Nun “nutzen” wir ganz im Sinne der heutigen Schulstunde 😉 die Null Click-Darstellung der Suchmaschine und ziehen unsere bestmöglichen Antworten aus den angezeigten Minitexten der Ergebnisse. Ohne, auf die betreffenden Seiten zu klicken (=Null Click). Das ist modernes Suchen.
Überaus Aha-like auch das Zahlenverhältnis in % , sprich x von hundert tatsächlich(!) abgerufenen der Antworten auf deutsch, obwohl es sich doch durchweg um englische Suchbegriffe handelt – so vorneraus ist die englische IT-Welt! So hinterher in Deutschland mit Verständnisvermittlung!
Ebenso interessant, WER sich hier alles zu (Such)Wort meldet: von Gedächtnistrainern, Hirnphysiologen, Lehrern bis Wirtschaftsforschungsinstitute, the Harvard Business School, Cambridge University, Fraunhofer Institut(!), IT-Riesen von IBM, Oracle, Google Developers bis zu last but not least (Werbe)Agenturen, die das in den Griff zu kriegen versprechen –

alles dabei heute!

Weiterhin: falls Euch in den Ergebnissen immer wieder dieselben URLs auffallen, kann das nur bedeuten: alles richtig gemacht, liebe SEO/AEO-Teams! Spannend dazu: daß das einzelne SEO/AEO Berater ebenfalls ins Top Ranking geschafft haben = Webseiten mit Eigennamen. Chapeau!
Benefit obendrauf: Durch die kurzen Übersichtstexte bekommt man auch eine Ahnung, wie treffend (oder schwammig) die weiteren Infos auf den Seiten sind..Sprachgefühls-Training + l-ogisches VerstehenWollen – Leude!

Epilog:

Begriffe, die es (schon) ins deutschsprachige Wiki (so als Maß fürs Ordinäre, Angekommene) geschafft haben:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Annotation#Semantische_Annotationen
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/JSON-LD
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Key-Performance-Indicator#KPIs_im_Bereich_der_Web-Analyse
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Knowledge_Graph
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Konversion_(Marketing)
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Medientyp_(Mediaplanung)
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Retrieval-Augmented_Generation
  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Rich_Snippets – guckt mal auf a-ha Beispiele für Rich-Snippet-Typen
  9. https://de.wikipedia.org/wiki/Sales-Funnel
  10. https://de.wikipedia.org/wiki/Sentimentanalyse_(Börse)

my kyrillian liaison

Irgendwann nervt es. Nervt, daß ich dieses Alphabet immer nur als völlig alienhaft wahrnehme und nur “weiß”, daß es das ja,ja rückgewendete R gibt und ein iiiieh! spiegelverkehrtes N und der senkrecht durchstrichne Kreis, start of Fjodor by the way. Die einzelnen Worte aber unverrückbar rätselhafte Gesteinsbroken vor meinen Augen.
So kann das nicht weitergehen!
Nun also zur Tat: ein schönes Blau auf Karton geht her und ich mit dem frisch erstandenen NähKreidestift ans Werk.

nicht zu verwechseln, doch angeregt von kyrie eleison 😉 finde ich auf dem entsprechenden WikiArtikel dieses mir ganz brauchbar scheinende

Russische Buchstabieralphabet:

А Анна (alt: Алексей) Anna (alt: Alexei)
Б Борис Boris
В Василий Wassili
Г Григорий Grigori
Д Дмитрий (alt: Дарья) Dmitri (alt: Daria)
Е Елена Jelena
Ё ёж josch („Igel“)
Ж Женя Schenja
З Зинаида, Зия (alt: Зоя) Sinaida, Sija (alt: Soja)
И Иван Iwan
Й Иван краткий Iwan kratki („kurzer Iwan“)
К Константин (alt: киловатт) Konstantin (alt: Kilowatt)
Л Леонид Leonid
М Мария (alt: Михаил) Marija (alt: Michail)
Н Николай Nikolai
О Ольга Olga
П Павел Pawel
Р Роман Roman
С Семён (alt: Сергей) Semjon (alt: Sergei)
Т Татьяна Tatjana
У Ульяна Uljana
Ф Фëдор Fjodor
Х Харитон Chariton
Ц цапля zaplja („Reiher“)
Ч Человек tschelowek („Mensch“)
Ш Шура Schura
Щ щука schtschuka („Hecht“)
Ъ твёрдый знак twjordy snak („hartes Zeichen“)
Ы игрек (alt: еры) igrek „(Ypsilon“; alt: jery)
Ь мягкий знак mjagki snak („weiches Zeichen“)
Э эхо (alt: Эмилия) Echo (alt: Emilia)
Ю Юрий Juri
Я Яков Jakow

Ein mal eigen händig schön geschrieben ist genau das der erste Schritt ins eigene Gedächtnis. 33 Zeichen, langsam in drei geordneten Spalten und auf ihre Unterschiede bedacht abzumalen – das ist, wie neue Bekannte erstmals kennenzulernen, jedem mal die Hand zu geben und einen interessierten Blick auf sie/ihn zu werfen. Auf Pawel, Schenja, Fjodor, Juri, und diesen faszinierenden Konstantin Kilowatt ;-).
Frappierende Erkenntnis: durch simples Zeichenstiftbenützen schafft es das k Alphabet schon teilweise direkt ins Hirn und vor allem: die einst nervtötende Verwirrung läßt schlagartig an Intensität nach. Und weicht gar einem zarten..ta-dah! Interesse, gar: einer sacht sich regenden Фaszination. Whooey!

Thank YOu, ThAnk YOu, Thank You a.n.d.: THank YOu! (THankesTank V2.6)

Ein unwirklich* begeisterter Jubel bricht aus, als Frank Zappa die Bühne “entert” zur Erstaufführung des, ich würde es unbedenklich symphonisches Werk namens “The Yellow Shark” nennen, performed durch das Frankfurter Ensemble Modern, das angerückt ist, sein letztes großes aufzuführen. Von ihm entlehne ich heute die Überschrift, verbatim 😉

Das ist nun 33 Jahre her, die europäisch mit-initiierte Globalisierung hat uns mit einer wunderbaren Menge an neuen Leuten, deren Kultur und Sprache beschenkt, also bohre ich den Thanktank auf – 90% innerhalb des home continent -immerhin trifft man mittlerweile schon in jeder mittelgroßen(!) deutschen Stadt schon auf diese Sprachen und mit nem simplen Vielen Dank! eröffnet sich das Freundlichkit der Gegenwart ™ :

  • litauisch: Labai ačiū!
  • polnisch: Bardzo dziękuję!
  • albanisch: Faleminderit shumë!
  • türkisch: teşekkürler ederim!
  • rumänisch: Mulțumesc mult!
  • tschechisch: Moc děkuji!
  • bosnisch: Hvala vam puno!
  • kroatisch:Puno vam hvala!
  • norwegisch: Tusen takk!
  • finnisch: Kiitos paljon!
  • baskisch: Eskerrik asko!
  • kurdisch (kurmandschi): gelek spas!
  • ungarisch: Nagyon köszönöm!
  • luxemburgisch: Villmools Merci!
  • persisch (i.e. farsi): Merci!
  • arabisch: shokran = شكرًا جزيلاً!
  • tagalog: Maraming salamat!


*Wiki siehe oben und ich zitieren dagern Tom Waits: “Frank reigns and rules with the strangest tools.”
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Von ihm – danke für die Anregung! – liegt auf dem virtuellen Plattenteller: “Swordfishtrombones”, Island Records, 1983
p.l.u.s.
Duran Duran: “Pop Trash” , Hollywood Records, 2000
p.l.u.s.
Jimi Tenor: “Higher Planes”, Kitty-Yo, 2003
p.l.u.s.
Harrison BDP: Decompression

Die Methode. El método. Yöntem bilgisi, eben!

“Wollen Sie nicht erstmal eine Sprache fertig lernen, bevor Sie die nächste oder gar übernächste anfangen?” fragte relativ ratlos meine Kollegin in der Mittagspause. Ich war ebenso ratlos, was ich auf eine solch bizarre Frage, denn nicht anders als bizarr kam sie mir vor, antworten sollte, flogen mir doch durch meine Arbeit ständig gefühlt alle 125 Sprachen zu, die man, so liest man, hier in Mannheim in täglichem Gebrauch hat. In irgend einer Ecke der Stadt halt.

“Ich nehme immer das, was so (vor)kommt. Und daran mache ich dann weiter!” oder sinngemäß lautete meine provisorische Antwort. Und abends fiel mir mein erstes Beispiel dieser Methode, immer stückweise anzubauen und von KollegInnen Übersetzungen satzweise zu erbitten wieder ein.
Es begann ohne Aufhebens oder gar Erkennen’s im zarten Alter von dreiundzwanzig: italienisch lernen mit dieser Methode denn. Irgendwie kann ich mir komplette Sätze, wenn sie nicht zu lang sind – sloganmäßige Länge quasi – am besten merken: Sbadiglio nell’ascensore – ich gähne im Aufzug. Nicht nur passen da mehrere Vokabeln gleichzeitig rein, auch habe ich ultrapraktischerweise gleichzeitig die korrekte grammatikalische “Anpassung” @ händ. In einem Wort: Eine persönlich getestete und funktionierende Methode.

Um den am meisten “vorkommenden” Zungen meiner Umgebung entgegen zungen zu können, habe ich mir gerade heute am hellen Vormittag folgendes Repertoire x14 zurechtgelegt: Sprache(n) lernen und gleichzeitig aktive, freundliche Kommunikation mit “dem noch Fremden” s.m.i.l.e.y.: Start: in Mutter’s Sprache:

Meine Methode funktioniert so, dass ich meine muttersprachlichen Kolleginnen bitte, mir einen Satz zu übersetzen, den ich selbst formuliert habe. Dann lerne ich ihn mit der richtigen Aussprache auswendig.
Genau so, wie das, was ich gerade gesagt habe!

Mi método consiste en pedir a mis compañeras nativas que me traduzcan una frase que yo (mismo) he redactado. Después, (me) la aprendo de memoria con la pronunciación correcta.
¡Exactamente como lo que acabo de decir!


Il mio metodo funziona così: chiedo alle mie colleghe di madrelingua di tradurmi una frase che ho formulato io stesso. Poi la imparo a memoria con la pronuncia corretta.
Esattamente come ho appena detto!


Ma méthode consiste à demander à mes collègues de langue maternelle de me traduire une phrase que j’ai moi-même formulée. Ensuite, je l’apprends par cœur en veillant à la prononciation correcte.
Exactement comme je viens de le dire !


Rêbaza min wiha dixebite: ez ji hevkarên xwe yên ku zimanê dayikê diaxivin daxwaz dikim ku hevokeke ku min bi xwe nivîsandiye wergerînin. Paşê ez wê ezber dikim û piştrast dibim ku bilêvkirina wê rast e.
Tam wekî ku min nû got!


Here’s how my method works: I ask my native-speaking colleagues to translate a sentence that I’ve written myself. Then I memorize it with the correct pronunciation.
Exactly as I just said!


Az én módszerem az, hogy megkérem anyanyelvi kollégáimat, hogy fordítsák le egy mondatot, amit én magam fogalmaztam meg. Ezután megtanulom a helyes kiejtéssel.
Pontosan úgy, ahogy az imént mondtam!


Moje metoda funguje tak, že požádám své kolegyně, které jsou rodilé mluvčí, aby mi přeložily větu, kterou jsem sám sestavil. Potom si ji s správnou výslovností zapamatuji.
Přesně tak, jak jsem právě řekl!


Način na koji moja metoda funkcionira jest da zamolim kolege koji govore maternji jezik da prevedu rečenicu koju sam sam napisao. Zatim je naučim napamet, pazeći da je izgovaram ispravno.
Baš kao što sam upravo rekao!


Moja metoda polega na tym, że proszę moje koleżanki, dla których dany język jest językiem ojczystym, o przetłumaczenie zdania, które sam sformułowałem. Następnie uczę się go na pamięć, zwracając uwagę na prawidłową wymowę.
Dokładnie tak, jak to, co właśnie powiedziałem!


Min metod går ut på att jag ber mina kollegor, som är modersmålstalare, att översätta en mening som jag själv har formulerat. Sedan lär jag mig den med rätt uttal.
Precis som jag just sa!


Benim yöntemim şu şekilde işliyor: Anadili İngilizce olan meslektaşlarımdan, kendim oluşturduğum bir cümleyi çevirmelerini rica ediyorum. Sonra bu cümleyi doğru telaffuzla ezberliyorum.
Aynen az önce söylediğim gibi!


Käytän seuraavaa menetelmää: pyydän äidinkielisiä kollegoitani kääntämään lauseen, jonka olen itse laatinut. Sitten opettelen sen oikealla ääntämisellä.
Aivan kuten juuri sanoin!


Meu método funciona da seguinte maneira: peço às minhas colegas cuja língua materna é a que estou aprendendo que traduzam para mim uma frase que eu mesmo formulei. Depois, decoro essa frase com a pronúncia correta.
Exatamente como o que acabei de dizer!

Add-On Special: albanisch:

Mënyra se si funksionon metoda ime është që i kërkoj kolegëve të mi që flasin gjuhën si gjuhë amtare të përkthejnë një fjali që e kam shkruar vetë. Pastaj e mësoj përmendësh, duke u siguruar që e shqiptoj saktë.
Saktësisht ashtu siç sapo thashë!

Elf Freunde und quattro mon Schiris sollt Ihr sein! In order of appearance:
deutsch | spanisch | italienisch | französisch | kurdisch | englisch | ungarisch | tschechisch | kroatisch | polnisch | schwedisch | türkisch | finnisch | portugiesisch/ brasil | albanisch

Epilog zu dieser unschieren Masse an Info Lernvorratspackung/ Eintrittskartensammlung: was Weniges davon habe ich heute gelernt?

Die spanische Version habe ich mir genauer angeschaut, sie schon gegenlesen lassen können (daher die eingeklammerten = überflüssigen beiden Worte) die anderen erstmal “nur” fleissig gecopied, gepastet und ordentlich ge-staunet über so viel Fremdeln beim Anblick der Schriftbilder, Worte und Sonderzeichen.
Fürs persönliche Instant-Gedächtnis heute fand ich das Futter, Snippets und Partikel eher an den Rändern dieses Blogposts:

  • eine kleine Zwischenrunde Flaggenkunde
  • Die slavischen Sprachen sind sehr miteinander verwandt s.m.i.l.e.y. Sagen (& verstehen) auch die KollegInnen.
  • Yöntem bilgisi heißt Methodenkenntnis auf türkisch. Also: Know How 😉
  • Piros-fehér-zöld sind die drei Farben von oben nach unten der ungarischen Flagge: rot weiß grün
  • Wow! Entdeckung des Tages: das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache – dwds hat eine Fußballsprachensektion eingerichtet! Estupendo! Daraus neu to me: Auflaufkind, das | Einlaufkind, das | austanzen, Verb | Ballbehauptung, die | Ballbesitzfußball, der | ballestern, Verb | Beton anmischen, Mehrwortausdruck | Bummerl, das | Chancentod, der | das Ergebnis verwalten, Mehrwortausdruck | den Bus parken, Mehrwortausdruck | die Kabine verlieren, Mehrwortausdruck | die Mauer dirigieren, Mehrwortausdruck | dritte Halbzeit, Mehrwortausdruck | Durchhaus, das | Einsergoalie, der | englische Woche, Mehrwortausdruck | ewiges Talent, Mehrwortausdruck | tbc
  • Was will ich können? Na: Tam wekî ku min nû got!

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Musik-dazu-Liste. Endlich mal wieder; beim Übersetzen lassen. falemindérit deep l!
Julia Plays Groove: Aretha Franklin – What a Fool Believes (Bass Cover)
Talking Heads: “Little Creatures”, SIRE , 1985
Savvas Ysatis: “Select”, Tresor, 2001
Burnt Friedmann & Jaki Liebezeit: “Secret Rhythms” , EFA, 2002
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Kreuzwortquiz: wie viele Deppen-Apostrophe findet Ihr auf dieser Seite ? s.m.i.l.e.y.

file_under: Schwa B

Tja, fürs geheimnisvolle

außerhalb Hannovers wohl a must im Büchershrunk: Nachschlagewerke file_under: “Deutsch als Fremdsprache”. Ich frisch e-ntdeckt:

Das Schwa oder e-Schwa (zu unterscheiden vom a-Schwa [ɐ]) bezeichnet einen Laut, der auch mittlerer Zentralvokal genannt wird. Dieser befindet sich artikulatorisch und akustisch im Vokaltrapez im Zentrum zwischen den anderen Vokalen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwa Wow. La Schwà. Nie gehört `von. Aber es wird noch doller:

Der häufigste Vokal im Deutschen ist das sogenannte Schwa. Es wird als »e« am Ende von »Blume« verschriftet und klingt wie der unbestimmte Artikel im Englischen: a. [Der Spiegel, 17.06.2013]
Quelle: https://www.dwds.de/wb/Schwa (digitales Wörterbuch der deutschen Sprache)

Als Epilog hier die obigen, fantastisch-mysteriösen Acht. In Reihenfolge des Auftretens und vor allem: in linguistischer Bezeichung! eckige Klammer/Vorhang auf:
[

  1. Stimmloser glottaler Frikativ
  2. Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal
  3. Stimmloser velarer Frikativ
  4. Stimmhafter alveolarer Plosiv
  5. Gerundeter halboffener Hinterzungenvokal
  6. Ungerundeter zentralisierter fast geschlossener Vorderzungenvokal
  7. Stimmloser alveolarer Plosiv
  8. Stimmloser postalveolarer Frikativ

Die anderen drei (!) Zeichen dazwischen und drunter sind weder Apostroph noch Doppelpunkt 😉
]

so Fragen halt

Jetzt, wo man im Jahre 2026 “plötzlich” eine Antwortmaschine gegenüber haben kann rund um die Uhr, warum nicht verschüttete Neugiertrümmer ™ aktivieren und… fragen. Einfach ins Leere, just so formuliert, wie das, was einem durch den Kopf geht – mit nem Fragezeichen am Ende.
Die künftige Intelligenz ist das, was man aus dem macht, was die künstliche heute liefert.


.

Mit diesen selbstgehäkelten Fragen betritt man, ich bemerke das an mir, persönliches Neuland, denn wem bitte hätte man diesen Gemischtwarenladen denn vorher präsentieren mögen? Einzelnen Personen bestimmt nicht mit allen Sparten, also hätte man erstmal schön suchen müssen. Abturner #1 also.

2026 kann man eintippen und staunen. Nicht nur über die Geschwindigkeit, mit der da etwas zurückkommt, auch über den anscheinend unvermeidlich brav papageienhaften, sich stets jovial gebenden Plaudertaschenton, in dem sich die KI-Antwort einleitet, begleitet und ihre Kernaussage anschließend noch erweiternd komplementiert. Nach ein wenig begriffstutzigen Testen finde ich wow den englischen Begriff dafür: Verbosity Bias . Oder deutschwundervoll und oops – da arbeite ich auch grad dran 😉 : “Geschwätzigkeits-Fehler“, leider als Grundfeste/Startblock der KI eintrainiert(!) – machine “lernt” ja erstmal vom content echter Menschen und die(se) Leute finden im Gegenzug ausschweifenden Textausfluß einer Maschine super. Denn: er erinnert sie an echte Gegenüber. Das entspannt das eingebildete Plaudern™ . Für mich aber Abturner #2, but nevermind. Also hätte ich als Anfang einer wundervollen Freund?schaft..

so Fragen halt wie:

Welche sozialpsychologischen Schlüsse kann man aus dem Verhalten der Spieler in MMOGs ziehen?
Die KI-Antworten, heute von Google, führen mich weniger zu Antworten als zu interessanten Begriffen, die ich weiterverfolgen kann (und werde). In diesem Fall, ich copy & paste in Himbeercreme *:
Das Verhalten in Massively Multiplayer Online Games (MMOGs) bietet tiefgreifende sozialpsychologische Einblicke in menschliche Interaktionsmuster, Identitätsbildung und Gruppendynamiken.
Stichworte: Selbstwirksamkeit, Schutzraum, In-Group/Out-Group, Aggressionspotenzial, “Online Disinhibition Effect”, Suchtgefahr.
Nächstfolgende, weitaus spannendere Frage: Wer zieht sozialpsychologischen Schlüsse aus dem Verhalten der Spieler in MMOGsn?
Nick Yee, Dmitri Williams, American Psychological Association (APA), Medienpsychologie und Soziologie, z. B. an der Universität Potsdam oder Graz...
“Warum wird der Bot-Besuch auf manchen Webseiten abgelehnt?” (“Zeige uns, daß Du ein Mensch bist!”)
Verhaltensanalyse, Content-Scraping, Schutz vor KI-Training, SQL-Injektion, Credential Stuffing ,
“Wie programmiert man für den Gebrauch auf websites Ausschnitte von JPS, gifs oder PNGs, die auch noch drehbar werden durch den html oder JAVA Code?”
Das Drehen von Bildern (JPG, PNG, GIF) auf Webseiten erfolgt am effizientesten über HTML in Kombination mit CSS (für statische Drehung oder Hover-Effekte) oder JavaScript (für dynamische Drehung per Klick).
Wie programmiert man eine Website, damit man die Mausbewegungen der Besucher analysieren kann?
Mouse Move Heatmaps, Click Maps, Scroll Maps & Session Recordings, Die Aufzeichnung von Mausbewegungen unterliegt in Europa strengen Datenschutzbestimmungen.
Wie ist das Datenformat webp aufgebaut?
RIFF-Header, WebP-Signatur, Datenblöcke (Chunks): VP8-Chunk, VP8L-Chunk, ANIM/ANMF-Chunks, ALPHA-Chunk

Fazit: ein wunderbares, der Neugier Tür- und Tor aufreizendes Feld ist hier [für mich] eröffnet! Als Appetizer und Stoffsammlung für mein Projekt Käffchen con el encoder teste ich heute als PilotFolge mal Fragen aus dem Medien- und Computer(spiel)bereich. Bei einem der nächsten Male kommen bestimmt auch noch Kulinarik, Sport, Musik, Steuerrecht, Nordamerikanische Grammatiken, Quantenelektrodynamik, Makramee und Blumenbinden zum Zug.
s.m.i.l.e.y.!

Anti grau Musik-im-Bild:
The Specials: “Monkey Man”
Heart: “Barracuda” (1977)
Rita Hayworth & Fred Astaire dance to: “Rock n Roll” / Led Zeppelin

Schlendern mit nem Griechen am Ohr

Paleo-Balkan. Dieser strange, meine Neugier instantly weckende Bergiff führt mich heute schnell weg von einer Dinosaurierzeit-Vorahnung zur Wiki-Liste “griechischer Wortstämme in deutschen Fremdwörtern”. Dort findet man
A-ha: paläo = alt. OK, hätte man mit nem Graecum am Gürtel () wissen können. Aber eben nur mit nem Graecum, Herr Pfarrer… Padre! That’s whatShqip0 (die albanische Sprache) is: the “only surviving representative of the Albanoid branch” =Sprache des Alt-Balkan. Zusammen übrig geblieben mit.. griechisch! Wow.

Und n.a.t.ü.r.l.i.c.h. guck ich mir diese mir neue Liste mal durch und bin begeistert von diesem Wissensschaufenster, das zwar Bekanntes ausgestellt hat – griechisch ist schließlich überall, aber mit zusätzlichen Informationen, von denen ich HEUTE erfahre, aufwartet. Ergo: Ädd-On fürs Hirn, denn

Neu s.m.i.l.e.y. = Lern s.m.i.l.e.y.


Meine Top 11:

  1. Agogik: Sammelbegriff der Sozialen Arbeit für die Lehre über das professionelle Leiten und Begleiten von Menschen jeden Alters.1
  2. Agoraphobie: die (moderne) Angst (#1), hervorgerufen durch bestimmte Orte und Situationen wie weite Plätze, geschlossene öffentliche Räume, in einer Schlange stehen, in einer Menschenmenge sein, von zu Hause entfernt sein oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. (Wieso lese ich hier immer Angoraphobie??)
  3. Amphiphilie: chemische Eigenschaft einer Substanz, die sowohl hydrophil als auch lipophil ist. OK, und wie war das nochmal bei der.. SEIFE3??
  4. Anthozoa: Blumentier. Oh, I love the Unterart Seefedern!! Bildergoogelt mal Octocorallia! Oder Pennatuloieda! Sowas läuft bei mir schon unter “Mode Schauen”!!
  5. Basilosaurus: Königspudelsaurier
  6. Onomantie: die Vorhersage der Zukunft (Wahrsagung oder Mantik) eines Namensträgers aus dem Zahlenwert der Namensbuchstaben.
  7. Otopexie: Ohrmu schelanle g. pla stick – ein klarer Fall für den Wortspielpoodle in mir. Auch_in_Euch??
  8. Periöken: deutsch ‚Herumwohnende, Nachbarn‘.. waren Angehörige antiker griechischer Stadtstaaten, insbesondere im Staat Sparta. Ein neues.. Schimp’wort für daheimrum? Klingt voll so. Und irgendwie nach Ruhrpott..
  9. Petersilie: früher auch (deshalb) Felsensilge und Steineppich
  10. Synoptik: eine zusammenfassende und vergleichende Übersicht und Gegenüberstellung gleichartiger Daten und Texte in zwei oder mehr Dokumenten.2
  11. Toponymie: Teilgebiet der allgemeinen Namenforschung und der Sprachgeographie mit allen Örtlichkeitsnamen oder auch Ortsnamen im allgemeinen Sinne des Wortes.

nur einen Link weiter auf den gefundenen Soodlepoodle’s Eleven und ich surfe/browse/clique in die nächste a-Ha Schicht. Hier nachgereicht, nachsortiert 😉

A-ha secundo

0[Sprachcode nach ISO 639-1]
1 Geragogik beschäftigt sich mit didaktischen Konzepten, Methoden und Inhalten des Lernens von älteren Menschen und auch mit der Aufgabe, Menschen mittleren Alters auf den Ruhestand und die Begleiterscheinungen des Alterns vorzubereiten. Und wat is mit Geranistik, Golgathanik, Greogor’janik, Grobianik..womit beschäfftijen die sisch da alle hä?
2 diff ist eine grundlegende Kommandozeilenfunktion eines Unixsystems.
3Saponification englische soap. Die deutschen Ws ringen noch um die Beschreibung des Prinzips Seife….

erläuterndes Postskriptum™:

Lauren Hill *1975: Everything Is Everything
Siegfried Krakauer 1889-1966: Im Meer der weit verzweigten Interessen

Digitale Geschichte ’12: “Unterwegs im datenlosen Raum”

Vor dreizehn Jahren, am genau 5. Oktober 2012 gabs dieses Post erstmals hier am Blog. Angeklickte/ aktivierte/ getaggte Kategorie damals (wie heute wieder, erst recht wieder): Stellt Euch mal vor..
der Text, damals ohne Illu & ungewohnt kurz 😉 :

Hab ich neulich im Radio gehört: den Begriff datenloser Raum. Wattndatt? Nun: ein Raum, ein Ort, eine Lokalität, in der weder durch Näherungselektronik, Handyaufkommen oder Geo-Caching-Gruppen Daten von eben diesem Raum erzeugt werden.
Ist das nicht… romantisch?

Zooooom to 2025. (Entdeckung Right) Heute kann man diesen Begriff noch nicht mal mehr finden im Internet auf die Schnelle. Effekt bei mir:

A-ha??!! Dann: Wow – ist das jetzt digitale Geschichte – am eigenen Leib erlebt?!

Du hast Geburtstag, also: Plüschtierwas!!

Geburtstage im Zeitalter des Überflusses/der Zukunftsangst – was gibt man sich da? Na Schönes vor allem, Erfreuliches, aber gleich über Flüssiges anstatt über Überflüssiges nachzudenken, tsts 😉
..und hier kommt das Symbol des Überflüssigen, das PTiUniversum. Zumindest überflüssig für alle ab sage mal 14 Jahre. (Obhohl gibt es wohl auch was für erwachsene “Kinogänger” ,-) Spannend dabei, sich die daraufhin aufkreuzende Frage ans St. Bundesamt vorzustellen, welche Warengruppen, von denen wir ja insgesamt gesehen überquellen, ab welchem Alter denn generell ins Reich des Überflüssigen “wandern”. Und, was es mit dem überaus spannenden Prinzip der ugly cuteness so auf sich hat.

Aber: Plüschtiere sind etwas, wobei man (endlich mal) Un-orthogonal werden, Kuscheliges im Blick, und Intimes in Time @ home haben werden kann – als Ausgleich zur schnöden Welt! ..und: Sehet dabei mal aufs popüläre Phänomén ‘guilty pleasures‘ . Alle vernünftig Älteren, die bei meiner Altersgrenzschätzung nen deutlichen ProtestierImpuls empfinden, seien hiermit ob Überflüssigkeitsverdachts’ beruhigt, denn ich habe sogar zwei betriebswirtschaftliche(!) Begriffe dazu gefunden: “Kidult” und, damit zusammenhängend, den “Lipstick effect”. Also alles im grün-flauschigen [Relevanz]Bereich. s.m.i.l.e.y.

Die Plüschtiere in meinem Haushalt FotoFundus gelangten dahin durch

  • eine zu riskant geringe|gefährliche Nähe zum örtlichen Spielzeugparadies
  • eine Vorliebe für Spaßergänzungs(nahrungs)mittel
  • gut getauft ist schon gekauft – ich sammle Dinge mit fantastischen Namen. Fantastisch lustig, fantastisch schräg oder fantastisch unerwartet. Auch fantastisch kommentiert – auf den zugehörigen sozialen Plattformen

ratet mal, was denn wohl gemeint ist mit dem erleichterten Kommentar (ich copy and paste(!)):

Immer, wenn ich diese hellen TRexe sehe, tun mir die Augen weh. Aber JETZT, mit dem dark mode ist das Problem endlich gelöst.

Also versuche ich mal eine adäquat(orial) trashige Darstellung als FotoCollage 2025, kontrastiert zu einem Vintage Flohmarkt Foto mit ebensolch körnigen Vintage peluche Motiv – leider nicht der schwarze Titanic-Steiff-Bär:

Wobei

dann sofort Ideen zur Stilisierung und weiteren künstler’schen Behandlung auftauchen, nämlich Detail(an)sichten im 6y Querformate, alles schön rätselhaft:


Durch meine mediocre Erfahrung mit dem Nähen bin ich tief beeindruckt, was da so geht im Nebenbei und stelle mir die dazu notwendigen schwindligen Zuschnitte vor.. (..)

Immer noch nicht überzeugt? Na, dann machen wir den kühnen Schritt in die große Kunst und schaueln oder besser: persönlich besuchen-in-Aktion die Puppen der Suse Wächter, die ich zum Mannheimer Stadtjubiläum (= vor geraumer Zeit) kennenlernen und fotografisch dokumentieren durfte. Leude, ich bin noch heude in awe:

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