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Schach dem langweiligen Licht!

Wenig Aufwand mit Lampen, Reflektoren oder Stativen (jeweils ein/e. In Worten: eins), dafür immer 15 Sekunden action pro Foto:Next step Lichtstiftmalerei. Im abendlichen Dunkel meines Zimmers überstreiche oder spotleite ich die hölzernen Mannen und -ginnen.  Händisch mit LED-Taschenlampe. Ein schneller “Strich” vorne über die Weißen, ein etwas verzögerter=längerer über die dunkle Seite d.M. Dann lange hintoben auf den “Himmel”- er soll erstrahlen!  Untergrund: Glas über Silberkartonage, das Spielbrett wirkt abgehoben ja, schwebend. Hintergrund: rotundenrund. Painting by doing, nach jeder Belichtung checken, was man anders machen, wo man beim nächsten Anlauf sonst noch mit dem schnellen Lichtstrahl drüberhuschen oder drunterleuchten könnte, immer in Bewegung, um eventuelle Schatten zu zerstreuen, Aquarelle an die Wand zu malen:

Endlich hab ich wieder ein Schachspiel!

Nicht unbedingt zum Zocken (sagt man das bei.. SCHACH??), mehr zum Angucken-im-Raum, an Jungentage im örtlichen Schachclub spielerische Nachmittage verbringend denkend, wie ich begeistert von der dadurch zu solcher gewordenen Ernsthaftigkeit die Uhr drücke nach jedem frisch gefahrenen Zug, dazu quasi uhnisono mit den Gegnern Unmengen an Erdnußflips vertilgend, unverzagt und gedankenlos “geschmeidige” Figuren und Bretter hinterlassend uaargh..

Oder sich angeregt fühlen, 4 große Partien nachzuklicken..  Aber dann schnell zurück zum Thema Fotografie:  Mit der Handlampe gehen erstaunlich schnell erstaunlich dramatische Beleuchtungssituationen, finde ich. Theater-like. Gleißende Dramatik, knallharte NeonHärte, unheilschwangere Schlierenschlachtenhimmel, alles immer mit dem Hintergrund als dritter Mann(schaft):

Unten eine kleine spielerische Verfärbung-danach. Was übrigens bei den weißen Figuren wirkt wie unter einer langen Reihe von Spotlights auf die Köpfe gestellt ist schlicht die Spur des zügig drübergezogenen Handlampenstrahls. Muß man bischen üben!
Die stark kontrastierenden natürlichen! Bildfarben rühren von der Anwesenheit der gelblich streuenden Zimmerbeleuchtung, unsichtbar in meinem Fotografenrücken her: die vom Taschenlampenstrahl unbestrichenen Bildteile und Figuren sammeln/reflektieren dieses Licht, die Kamera errechnet mit eingestellter Automatik dann das entweder blau oder gelb der Bildstellen.. MischLicht als Schmaus, nicht Graus des Fotografen. Heute mal.

Photoshop boostet diese dann. Erstaunlich dieser Himmel-plus-Wetter-effekt des schlierenden Hintergrunds! Prima zum schnellen Checken der atmosphärischen Möglichkeiten!! Kame-rasta-tiv: das kuriose Tripod Mini Metal Flexi.

PS.: und – welche 2 Fehler in der Mannschaftsaufstellung findet der Kenner??

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Musik beim Lichtziehen heute:

DINOSAUR: ‘Together, As One’

Kapustin plays Kapustin – Paraphrase on Aquarela do Brasil, Op 118

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Sonntagsschach: da geht noch was: erst à la nature.. à la rotonde mit der Schachinselsilhouette da hintoben.

..dann Richtung SparringsSchach, Showkampfschach, WWChess – He! Wo ist Euer Coach??

la Schach Lab:griechisch-römisch:

aHoi VitrinenSchach? MuseumsSchach!

FluchTachSchach:

Rotationschach:

Zentrifugalschach:

Loftschach:

und Schachonne stage:

diese 10 gehen mit 2 DEUTLICHEN Lichtquellen- nicht so versteckt wie Teil 1: das Wanderlicht und der bewegungsrundgedrehte Bäckgrund.

Und zu den übermäßig vielen Schachbildern heute ein wunderbar passendes bon mot von Hans Zippert in der “Welt” als Nachtrag am 1. November:

«Die künstliche Intelligenz können wir nur durch natürliche Blödheit in Schach halten.»

Dazuhören!_________Stay In The House #1 | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

Steely Dan: “The Royal Scam” ABC, 1976

Wir baun a ibée Ka Russerll

“Was? Ebay kann man noch nicht mit Clips bespielen??” staunte ich Unbeteiligter nicht schlecht im Gespräch mit alten Online-Vercheckern, die ich an einem vergangenen Samstag bei der analogen Version=nem Flohmarkt traf.. Wobei doch alle Clips-gehen und ein paar Sekunden Sich-drehen-vor-Kamera das optimalste Bild eines Dreidimensionalen™ rüberbringen kann – das Hirn macht das für Euch! Und das macht frau ja auch schon mit sich selbst – guckt den Clip-im-Clip mit dem Alexa-Style Check c/o Amazon.

Sich vor den interessierten Augen drehen, das sollten auch die schönen Dinge des Lebens. Vor allem, wenn diese Dinge Kaufinteressenten suchen. Auch gerne Größeres an Dingen wie Blumenstöcke, Designerstühle, Telefontischchen oder Nähmaschinen.

Die passen zu AbFilmzwecken aber null auf Omas Tortendrehscheibe, also braucht man was Größeres, das sich mit den loszuschlagenden Barhocker, Bonsais oder Schaufensterpuppen drauf sicher & smooth drehen läßt. Fragt mich bitte! nicht!, wie ich da zugekommen bin! – aber mir “wuchs” per Moviepoodle-eTuden eine Bastelanleitung zum

d.i.y.-ebay Karussell.

Dazu führen unsre ersten beiden Besorgungen nicht etwa in den Baumarkt, sondern in einen gut&klassisch sortierten.. Spielzeugladen. Dort erstehen wir zwei größengleiche Hula Hoop Reifen. Am besten die kleinen (für Kids) mit angepeilt 60cm Durchmesser. Die werden nach folgender Formel zu einem offenen Kugellager der sehr spielerischen Art:  Aufgepaßt-haben-im-Mathe-Unterricht sei dank sägen wir ein so passendes Stück raus, daß bei Wiederverschluß und Platzierung des nun inneren Ringes die unten zu erblickende Anordnung entsteht. Formel-für-die-Sägestelle:

Rohrdicke mal zwei mal π.

Das macht bei unserem Beispiel

1,6cm x 2 x 3,1415.. = 10cm

Wie Ihr unten seht, kommen nun die drei Säckchen Murmeln vom selben Einkaufszettel ins Spiel, mit deren Inhalt wir das Ganze zu ner Ringlaufspur umdeuten – da ist ja plötzlich eine. Jetzt fehlt nur noch eine feste Platte drauf, die – am besten ebenfalls kreisförmig&krößer –  da vorsichtig draufgelegt wird, wenn alles dicht mit Murmeln bestückt ist- – dafür gehts dann (endlich, Jungs!) zum Baumarkt. Manche kennen auch einen Schreiner. Mir reicht ein ausgedientes FrühstücksEckstück vor erst.

Mit dem Bild oben als bildlichen Epilog, Einführung und Teaser – im Gegensatz zu den üblichen Standbildern AUS dem nachfolgenden Bewegten –  erwächst der auf Klick folgende Clip zu ner veritablen” brasilianischen Anzeige” – alles Notwendige in 28 Sekunden – das ist genau mein Ziel für den angestrebten Fashion Clip Abteilung HandBagstyle. Die auch heute wieder weggelassene Tonspur (ich hatte nix Passendes Eigenes) als Steilvorlage, es mit diversesten “Soundtracks von außen” zu probieren.

PS.: BewegtBilderRätsel: Na, wer erkennt, welches klassische Möbelstück da zersägt und wieder neu verzinkt in manueller Rotation roh glänzt??

PPS.: Ergoogelt per “Hula Hoop Art”-Eingabe: die Ring-O-Graphy 😉

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Musik beim Schreiben:

diverse: “Viennatone” !K7 Record (Rough Trade)

XTC: “Transistor Blast”, Cooking Vinyl, 1998 – “Real By Reel

Le demi-monde de ma rotonde…

Wenn man für notwendige Handwerkerarbeiten tagweise zur home-Verfügung stehen muß und dann noch, wenns losgeht, angestammte Einbauten zu Diagnosezwecken entfernen, könnte das Ursprung einigen Unmutes sein. Überraschenderweise nicht so bei mir:

Man demontiert durch jahrelangen Wanddruck™ rundgebogene HolzfaserFlächen und bemerkt, wenn sie dann unten am Boden – und damit eigentlich  im Weg stehen – oops, das ist ja ne super gebogene Hintergrund-Fläche zum Fotografieren! Und Filmen! Vom Himmel gefallenes Serendip!! Ein weiterer Baustein zum Magischen Kabinett 😉

Das Magische Kabinett (für Produktfotografie) so far: der (heute) gläsern belegte Drehtisch, mindestens 1 Gegenstand mit Schauwert drauf, Reflektionen, Schatten Vexiereffekt und am Horizont: die charakteristische Wölbung 😉 Die ist nicht nur als bloßer oberer Rand von Wert, vielmehr als konkaver Schatten- und Reflektionenfänger, der besonderes Flair und Bildtiefenwirkung fürs Foto erzeugen hilft, grad so wie neulich das verchromte, am Sperrmüll gelandete Alien mit seinen Lichtfächer-werfenden Rohrbeinen:

Heute unter dem “Eis”:  Farbkarton mit gebürsteter Metalloptik. Und natürlich noch die digitalen Bildwerkzeuge, die nicht nur flugs Gegenlichtflecken erzeugen (unten) und so die merkwürdig nach innen gekehrte Beleuchtung des gespiegelten Duos “plausibilisieren” –  auch die Möglichkeiten, Schrift bildgestalterisch (heute: die Perspektive-verstärkend) einzusetzen, komplettiert das Kabinett:

.. und über die 1.-Verwendung des Begriffs Rotunde finde ich: das Innen derselben  at Ranelagh Gardens. Wow. Canaletto. 1722-1780.

und für die Menüversion faltet man eben mal andersrum (die Symmetrie):

Da bin ich – wie Ihr seht –  grad im ersten, hochspannenden Experimentierstadium! Drei Tage später: Sonntagsbilder in Glas und Schwarz und Weiß und Stahl(draht)locken:

Die à-Proposse des Tages:

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Musik dazu!:

Mayer Hawthorne: “A Strange Arrangement”, Stones Throw 2018

Ben: “l’oncle soul” , Motown France, 2010

Jamie Lidell: “Jim”, WARP, 2009

Harrison BDP – Hard Boiled

Ich geh dann mal Licht stiften

Manchmal kommen Wendungen im Werk unerwartet, doch diese heutige wirkt mir überraschenderweise irgendwie wie “heimlich” (oder besser: schläflings?) vorbereitet. Oder: Neugier und Erfahrung an einem kritischen Punkt, nun neue Funken schlagend. Oder: Das Prinzip Zeit sparen durch Viele Bilder gucken – spielt hier eine mit-entscheidende Rolle. Oder: Die Zeit war nun reif, das könnte man ebenfalls sagen.

Und dann allein die simple Frage, wie ich als Einrichterpoodle meine “möblierenden Ideen” denn zeigen, visualisieren wollte – die zu 90%  unfertig,  quasi als 3D-Explosionsszeichnung irgendwo verteilt herumstehen wie Inspirations-Moleküle, versetzt mich seit gestern in den improvisierenden Produktfotografenstand™ :

Eine alte Idee für eine Bodenlampe im Schlangengewand taucht demnach völlig folgerichtig aus dem Keller auf. Bis heute “gelang” grad mal die Fertigung des Hauptholzkörpers, noch ohne jegliche Idee der technischen Umsetzung. Dennoch  kommt mir diese challenge grad recht, das Ding in die angestrebte Szene zu setzen.

Vorüberlegung/Impuls: Komplementärfarben kommen immer gut, also öffnet sich das blaue Fach meines fotografischen Farbkastens  für vier mittelgroße Kartons, deren eventuell sichtbare Stöße bitte bei der Bildbearbeitung zum Verschwinden gebracht werden möchten – ich mag für diese action nix kleben, nix großartig fixieren, alles soll on the fly geschehn..

Hier unten zu Eurer Anschauung der digitale Kontaktbogen mit allen für diese Serie schnell aufgenommenen Fotos – in Reihenfolge des Erscheinens:

Diese paar reichen, um sich durch die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten und Perspektiven direkt nebeneinander folgerichtige Gedanken machen zu können.

Gleich am Abend der Nächste, bitte: meine ta-dah! unvorhergesehene! Premiere fürs Lightpainting – ich mag das Ding als funktionierende Lampe,  als Leuchtkörper mit charakteristischen, selbst-induzierten Umriß sehen. Dazu: 15 Sekunden Belichtung im “Manuellen Belichtungsmodus”, das Ganze auf Stativ natürlich, eine smarte, kleine Handlampe zum Selberaufladen per Dynamo (!) und dann sechs Dutzend Versuche zur optimalen Lampenführung – ne Art Test-Choreographie per Lichtdramturgie:

 

 

Das unterste mein Tages-Liebling file_under: Produktfotografie mit:  Chiaroscuro plus Vintage Holzstruktur plus eigenchoreographierte Rallyestreifen 😉

Wow – ein neues Fled tut sich da auf – und dazu noch im Dunkeln! Ab sofort wird erkundet- im Netz und in der Kohlenstoffwelt!

Im Netz: voilà – meine schnellen Top 5 unter den doch massig auffindbaren Lichtstiftmaler(idee)n:

  1. Sølve Sundsbø
  2. Alex deForest
  3. Idee: Glühwürmchen Brautschau-Gucken-und-Fotografieren
  4. Idee: mit Schirm, Charme und Funkenflug draußen sein
  5.  man läßt das Licht fliegen(!) und beleuchtet… Landschaft(!) Idee: Reuben Wu

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Musik zur langen Nacht der Belichtung heute:

Ben Buitendijk – Promised Land

Harrison BDP – Standing In The Rain

Handtaschenbauplätze – die dritte Stufe der PinXoGraphie

Eine ganz besondere Art pinxographische Bilder sind meine schlicht “Bausteinchen” genannten Digital-Collagen fürs Handtaschenentwerfen: mehrere Schichten derselben Originale, durchwegs zu einem gewissen, intuitiv ertasteten Grad auf “durchsichtig” eingestellt, ergeben meinen

Handtaschenschürfplatz,

erzeugen aus den ursprünglichen Pinxographien eine oft symmetrisch angehauchte Ästhetik, aus der sich dann, ebenso impulsiv wie alle gemalten und erklickten Bildvorgänger und -Versionen die fertigen Entwürfe “herausfotografieren” lassen.

Durch die Digitalisierung jedes fertig gemalte, ursprüngliche  Bild Rohstoff für unendlich viele weitere Bilder – deshalb liebe ich dieses Projekt so!!

Oft gelingen mehrere Entwürfe aus einem größeren Feld aus Form und Farben wie hier oben. Bei einigen dieser (Roh)flächen fällt mir immer wieder die sehr ansprechende Bildwirkung des Gesamten auf – Bildmotivwiederholung und Symmetrie tun das ihrige! Die will ich Euch heute in einigen Beispielen nicht vorenthalten: Ihr könnt ja mal raten, wie oft und wie herum das Original hier vorkommt..Da ist die Gestaltung ohne weitaus mehr mit “Jägern und Sammlern” beim Outdoor-Fotografieren vergleichbar!Da brechen aus “überdrehten” PinxoGraphien plötzlich neue Eindrücke hervor, die erstaunlich originär  und mit den ursprünglichen PinXoGrpahien in keinerlei Zusammenhang zu stehen scheinen wie unten, wenn ein schlichter Verpackungsfilter im Taschenviereck plötzlich den inneren Wow Effekt herauslöst. Oder wie oben, wenn aus den entfernten Stellen der Blick aufs Schwarze neue Blicke inspiriert..

Ebenfalls zupass kommt das Verdunkeln der Gesamtfläche, um im Spotlicht die richtige Stelle = fertige Tasche quasi im Dunkeln 😉 zu finden – und das passende stylische Drumherum gleich mitgeliefert zu bekommen:

Auch in-die-Taschenform-hineinverkleinern ist ein bevorzugtes Mittel, um zum nächsten Entwurf zu gelangen. Eine Bildfindungstechnik ebenfalls schwer vorstellbar ohne Rechnerhilfe:

Ebenfalls die ins Bild hineingezogenen Bildränder mit ihren harten Kanten geben oft neue gestalterische Impulse und sexy Schnitte, und wenns wie unten als Bild mit Taschenform stehen gelassen werden kann, plakatgleich:

Opulenz rules hier, wie in einem der Tasche total angepaßten Interieur der extra-luxurösen Sorte – warum bloß muß ich da immer an Scheichs’n’Dubai denken??

ComicHaft-KnallBuntes, Naiv-Psychedelisches wie irgendwie aus der Yellow Submarine-Zeit der Beatles übriggeblieben:

broschig- blumig-bouquethaftes:

Oder  postapokalyptisch designte Taschen aus dem pinxographischen Graphic Novel– Universum – ladet das Bild mal in die Bildersuche 😉 :

Überall kann ne Tasche drinne stecken 😉

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Musik aufm Bauplatz heute zum Jubiläum:

50 Jahre Joni Mitchell: “Woodstock” oder die Version von CSN&Y..

Santana – Evil Ways 1969 “Woodstock”

Joe Cocker: “Talking Back To The Night” 1982 from Sheffield Steel

Liquid Lounge: “Urban Soulscapes” Scat!! 1995

So Inagawa – Side Ways

PS.: à propos “dritte Stufe der Pinxographie”- die beiden ersten stecken hier:

PPS.: Fashion Quiz: was ist hier anders bunt als bei den frisch entdeckten Ankara Box Bags?

The Nerdy Road to Neue Ode an die Mode

Während die einen sonntags ihren Garten harken, die andern «lustlos ist die Haselnuß» singen, ergreift indes mich in der Am-7.-Tage-sollst-Du-Stille das Gefühl der Herausforderung. Die nämlich, aus bloßen wenigen, in der Werkstatt fahrig geschossenen Fotos™ etwas Neues hin zu bekommen. Irgendwie lotteriemäßig. Wie auf Zuruf aus dem Publikum. Oder mit verbunden’ Augen in den (Jack)pot greifen.

Heute mal: Glitzer ‘n’ pink – für Mode?immer gut.Erstmal silbern glänzende Fischschuppenroofs in der Farbpapiercollagentechnik à la plage isolee. Oder sehe ich da eher Strandbrandungsbilder aus Paillettendämmen und -meer?  Who knows.. Dann gehts über zu raketomenalen Begegnungen à la Fang-den-Hut..

Dann zum Discoburgenbau am Strand mit handgenagelten Bretterdächern. Unten, außerhalb des Bildes (aber innerhalb meiner Fantasie): der zugehörige Sandhaufen, auf dem das alles steht….

Zoomen-auf Burgfried in Glamourkleid…
Dann Boden-Verlegen einmal anders: diesen unbekümmert hin und her und dann ooops hochgeschoben, erkannte ich plötzlich den Torso, gar richtig mit so Taille/Hüfte und  schräg ablaufender Rockkante. Wow. Von da ein winziger Schritt, mal eine meiner Handtaschenentwürfe im Startbild mitzuverwenden:

Nach einigen weiteren Geschiebe und Gesichtsumrisserfinden wurde nun die untige, irgendwie elisabethanische Modenschau draus:..zusammen mit dem immer zugehörigen Portfolio-Menue, angereget vom Wissen um die Möglichkeit, Kunst aufzuräumen – (Danke, Urs, the Wehrli):

Als Auslöser(!) für dieses Post sollte natürlich auch Erwähnung finden: die neue Soodlepoodle-Galerie namens neueOdeandieMode.

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Musik beim Startbildbasteln heute:

Franz Schubert: “Sinfonie No. 5, B-Dur”, D 485 und seine famose 6. in C-Dur, D 589 (Barenboim/Berliner Philharmoniker)

Sidney Youngblood: “Feeling Free”, Circa Records, 1989

A und Prop O:

Gebastelt wurde das (fast alles) aus diesem Bild- plus mehr Schuppen eines zweiten und der Farbnummer E417D6 als Concealer: das ist doch.. wieder ein perfekt rätselhaft ungestülptes Beispielbild, per Einrichterpoodle-vs-Googletechnik neue Architekturschätzchen zu finden 😉 Heute dadurch dazu: die Louis-Vuitton-Foundation, Paris, die Tama Art University Library, Tokyo, und eine coole Art, sich ein Dach aus Holz zu, äh, erflechten?

Schönheit ohne Symmetrie! Nicht nur eine Handtaschen-Challenge..

Natürlich erwartet man von einer desirable* Handtasche eine ganz bestimmte klare, classy* Ästhetik. Auch, wenn es sich vielleicht um eine noch nicht bekannte neue Art classy handeln sollte. Und dieses Klassische ist, das liegt an der royalen Herkunfu, immer eng verknüpft mit dem Phänomen Symmetrie. Ordnung (im Spiegel) gebiert: Schönheit.

Es war, kann ich mich lebhaft, aber ob der URL unscharf erinnern,  im Zusammmenhang mit fernöstlichen Design, diesen als “hocherfreuten Ausruf getarnten” gestalterischen Imperativ vernommen zu haben: Schönheit ohne Symmetrie! Ein gewisses Lächeln machte sich da sogleich in mir breit, dessen Grund vielleicht so beschreiben wäre:

Für mich die Königsdisziplin, wenn es um Gestaltung geht. Natürlich dann auch in der Handtascherei.

Ein Prinzip, das in der freien-Wildbahn-Fotografie an der Tagesordnung, beim Gestalten von Dingen des täglichen (industriellen) Bedarfs aber eher ungewöhnlich ist. Zum Beispiel Handtaschen. Handtaschen aus Gemälden. Hier treffen beide Welten aufeinander und schlagen den Funken der Herausforderung 😉

Wenn ich mich hier am Blog so umgucke, wären dies meine bislang favorisierten “Symmetrielosen”:

   

  Die unten sind etwas geschummelt, enthalten sie sehr wohl symmetrische Elemente:

 

Neu diesen jähen Sommer dazugekommen sind (im crescendo LayOut)..

 

 

Das überaus Spannende an ohne Symmetrie liegt für mich darin, diese “fruchtbaren Stellen” auf den reichlich vorhandenen PinXoGraphien zu entdecken und dann, wie beim Fotografieren von gefundenen Situationen, nur halt mit TaschenplusHenkelförmigen Sucherausschnitt die anregensten Stellen festzuhalten. Dazu erlaube ich es mir, ganz wie beim “Malen mit Licht” mal näher heranzuumen oder die Kamera vor dem Motiv etwas zu verdrehen, so daß der optimale Bildausschnitt= das perfekte Handtaschenaußen erzielt werden kann.

Hier ein kleiner Einblick in meine Werkstatt des Soodlepoodle’s HandbagExperience: es gibt, wie vor zehn Tagen gemalt, gescannt und umgefärbt, “Stellen”, die eignen sich mehrfach zum “Auslösen”:

Diese aparte Mischung aus Türkis, Schwarz und rostenden Rost – oder etwas außerhalb in blau und pink als Start, gelangen schnelle fünf Variationen nach obigen Rezept – welche sich dann als real entpuppen, mag der Test of Time zeigen:

Mir jedenfalls gefällt diese Art halbdurchsichtiger “Arbeitsschleier”, der die benachbarten Stellen der ursprünglichen Pinxographie durchsehen läßt… schon seit Stunde Null vor fast genau zwei Jahren:Epilog des Tages: natürlich weiß und akzeptiere und bewillkommne ich es, daß die Symmetrie als Gestaltungsprinzip-für-alle-Tage ein hochzuverlässiges Werkzeug darstellt, auf das ich natürlich zurückkomme, wenn ich vom Suchen-nach-ohne erschöpft bin:

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Musik beim Designsfotografieren & -besprechen heute:

Midnight Grooves | Episode 1 | Deep House | New 2017 Series By Johnny M

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* = irgendwie verknüpfe ich mit den englischen Begriffen “lebendigere”, “begeistertere” Eigenschaften als mit den vorgeschlagenen deutschen – erstrebenswert, wünschenswert, stilvoll, edel, nobel, Staub, Staub, Staub…

Vor Bohrungen: punkten!

“Sammeln Sie Punkte?”  –  “Nee, Striche!” das sind hier in Mannheim diese typisch angeheiterten Dialoge am WochenMarktplatz quer über die Obst-und Gemüseauslagen hinweg. Natürlich nur bei Marktständlern, mit denen man sich auf solcherart Spaßigkeit über die Jahre eingeschossen hat.

Meine roten Punkte @ home taugen zur Zeit zur Kontemplation. Ich pappe sie auf selbst-schräg-gesägte Holzvierecke, um darüber zu meditieren, wo ich die damit markierten Bohrungen denn gern hin hätte, die schmuck und sinnvoll = festigend fürs  laufende Projekt sideboardhochbock wären. Vielleicht erinnert man sich an das Posting Das Sichtbarkeitsproblem @ home– da gabs erst diese unbekümmerte graphische indulgence… und dashabichnundavon sitz ich hier mit konkreten Befestigungsherausforderungen – wie die komplette Baubranche..

Aber mit der Ruhe kommt die Entschlußkraft und ich erstelle fachmännisch eine BohrSchablone. Das ist ein bauteilkongruentes Stück Karton mit kleinen Löchern an genau den Stellen, unter denen die Bohrungen “angebracht” werden sollen- siehe unten oben links im Bild. Mit diesem griffigen HandwerkerBrauch mißt man einmal genau, locht ebenso und kann durch anschließendes bloßes In-Deckung-bringen-und-Anzeichnen am Werkskörper diese Exaktheit beliebig oft reproduzieren.

Wie man sieht, herrscht auf meinem Arbeitsplatz Ordnung und Vollzähligkeit (der benötigen Schrauben, herausgepickt aus einem Längendurcheinander). Naja, ok, das Fotoshooting hat da etwas ordnend zugearbeitet..

Nonetheless ebenfalls interessant in solchen Fotos: was da sonst noch zum Einsatz kommt und man außerhalb von Tutorials oder höchstpersönlicher Anwesenheit in einer Werkstatt in process kaum zu Sehen kriegt: Die Bohrunterlage unten (mit dem Soodlepoodle Photography Logo drauf), die die durchgehende Bohrerspitze vor dem Eindringen in die Tischplatte schützt…oder wars eher umgekehrt? Den aus nem abgebrochenen Schraubendreher zurechtgefeilen Stichel sowie eins meiner Lieblingswerkzeuge: den handkurbelbetriebenen Krauskopf:

Ich schätze diese kugelgelagerte Kurbel auf 60 Jahre – mindestens! Und sie dreht und dreht und dreht! & völlig ohne APP’n’Akku!

So. Fertig mit den 80 Löchern plus Versenkungs”kratern” und korrekt aufgestapelt. Nun bin ich bereit für die nächste Herausforderung: das Anbringen dieser Teile an den vier Standhölzern. Schalten Sie also auch nächste Woche wieder ein… Ich in der Zwischenzeit indulge in WerkstattOrdnungsFotos – meine humble Alternative zu Selfies vor dem “Lempuyang Temple” 😉 Die Sichtung dieser “Schrauben in Formation” führen meine Gedanken direkt zu diesem ari-zonischen Fliegerfriedhof…puuh! 

2 muchO rdnung! Flugs wieder back to kreatives Chaos..

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Musik beim Punkten & Stricheln heute:

Liam Howlett: “Dirtchamber Sessions Volume One” , XL Recordings 1999

Nach der Vesperpause: “Reasons To Be Cheerful” The Best Of Ian Dury, 2005 comp. DEMON

Zero 7: “Simple Things” Ultimate Dilemma, 2001

Mantovani “..Plays Tangos” – fünf Punkte Sterne blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y für diese grandezza!! am besten von ner alten Vinylplatte runter, mit unvergleichlich stimmungs-boostenden Kratzern!!

Montage Feler und Geschmacks VerIrr Uungen @ home

Rrring! Ich nehm ein Paket für die Nachbarn an. Kaum ne Viertelstunde nach ordnungsgemäßer Weitergabe klingelt Stefan schon wieder und führt mir die absurde EndMontage des frisch eingetroffenen Klappnotenständers vor. Blech gewordener MC Escher. Googelt mal “unmögliche Figur“, dann wißt Ihr, was ich meine.

Wow, denke ich, das ist ja once again unbeaufsichtigter Surrealismus! Seltenheitswert! Unerträumt! Und noch frei haus!

Once again wie neulich mir – sind das die moderne Zeiten? – ich bestelle 1 neuen FilmClipProtagonisten und es trifft ein:

Die Limbo Giraffe!

Ein offensichtlicher Montagefehler – mit vermutlich für die kleineren Modelle (Kuh, Schwein, Hund) des Sortiments verwechselter Sprungfeder im Sockel – erzeugt hier nicht nur gaanz schön weiche Knie & liefert eine für Wakouwafiguren völlig neue “Grundstellung”, sondern auch noch einen völlig neuen, absurden Begriff = blogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-y!

Das kann bleiben denk ich da doch & mach mich fertig, neue Ideen und schräge Fotos damit aufzunehmen: eine PinXoGraphy-fueled first session: Space Limbo à la Mordillo anyone??

Gar nicht so easy, diese schwindlige Pose so einleuchtend schräg zu fotografieren, daß das echt/live wirkt. Ich winke also herbei aus dem Requisitenstadl: 3 mal Kartones, 4 mal Wiesenquadrat: Da bekommen die Schatten auf dem Untergrund plötzlich (Glaubwürdigkeits)Hauptrolle!

Ich google in den Pausen und finde a): These toys have a lot of character. They seem to come alive with just the slightest bit of pressure on their base. schreibt der frisch entdeckte Toy Making Dad mal wieder english&100%treffend.

B-Fund:”HochleistungsChiller” – hab ich vorgestern als Kandidat in der shortlist zum Jugendwort des Jahres 2010 entdeckt hihi.

Mit diesen struppigen Deko-Wiesenstücken plus (dr)angelassenen EAN-Bendel könnt man auch sogleich ins Grüne fotografieren gehen. Also back to Requisitenlager:Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Jaa, richtig entziffert: ob Ihr es glaubt oder nicht, dazn Rammstein T-Shirt der 1996er Herzeleid-Tour Mannheim Capitol – ich. war. da. – exotischst in seiner für die Band seither eher düsteren Farbgestaltung, mit Schrillitätsfaktor wie der neue 100 Euro Schein: zu Hirn kommt mir dabei diese unter Plattensammlern oft seufzend kolportierte Geschichte vom Kauf einer Fehlpressung (A-Seite: ABBA , B-Seite: Led Zeppelin), die Äonen später Raritätenhaulstatus erlangt.

Auf eBAY posten das XXL Ding? Glaubt mir eh keiner, der nicht dabei gewesen ist!  Doch bitte beachten Sie, Kopfschüttelnder: zum Debut-Cover paßt das sehr wohl! Zwei Mal mindestens! 😉

Fotos gemacht, arbeite ich ab sofort an einer filmischen Version des Limbos – interessanterweise gibt obiger Dad in seinem Video einen super Tipp: den Daumen, der von unten drückt, durch einen BodenKnubbel am Set ersetzen. Dann kann man mit sichtbaren Boden und vielleicht Handschuh-goes-schwarzes-Theater-Technik vorankommen. Mal sehen! Hier schon die ersten Screenshots der neusten footage– ich ädde noch das Morgenlicht durch die Prismen:

Gefunden c): wow und korrekt hoch2: die Drückerfigur Mauerfall 😉

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Musik beim Schreiben heute:

So Inagawa – De Facto

Little Village: “Little Village”, 1995

Santana: “Caravanserai”, CBS, 1972Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Selten hat fahrig Kritzeln mehr Spaß gemacht

Es ging ja schon gleich los damit im Sommer vor vier Jahren und nun, im selbstbetaggten Stadium des Fortgeschrittenen Fahrigen ™ landen die Dinger in ebenso fortgeschrittener Umgebung auf dem Blatt. Und wirken da völlig anders als anfangs. Kein Wunder, denn diese “Umgebung” hat sich mighty weiterentwickelt und bietet nun, so mein Urteil,  den idealen “Hintergrund” für diese Art schnellen, äh, Einwurf.

Warum sich fahrig Kritzeln so verläßlich durchs pinxographische Werk zieht?

Nun, es findet spannenderweise seinen Platz genau auf der Grenze zwischen gestalterischer Intuition und Seh-Erfahrung, zwischen ständig den nächsten (dadurch rückgekoppelten) Strich ansetzen und gleichzeitig die Hand agieren zu lassen, während sich das Hirn wegkonzentriert aufs bloße Aufnehmen des Geschehens per Auge, um den optimalen Zeitpunkt der (Fertig)Werdung nicht zu verpassen – ein Wunder des kreativen Menschseins!

Dabei strebe ich schon immer in die Richtung, mit einem jedem kühnen Strich alles zu sagen, was ein Bild ausmacht: Schauwert, Kühnheit und Schnelligkeit. Wie ein  Gedankenblitz, der bold&jäh von irgend wo her auftaucht/1fliegt. Oder wie ein grandioser landschaftlicher Effekt, der auch im Überschwang von umliegenden Flächen, Wolken oder Verschmierungen – nicht verlorengeht.

Was ich heute damit sagen will: Es dauert eben seine Zeit&Übung, bis man dem einzelnen Strich, der quasi einen Geste, die zu ihm notwendig ist, ausreichend, äh, vertraut. Ja, so kann man es sagen.

Was fällt mir an je Gesehenem alles dazu ein!! Raumstationen, Kolibirs, Spazierstege, Trapezkünstler, Serviettenständer, Positionierungslichterketten, Herzflakons, Schluchtenhangelszenen aus dem 2005er King Kong,  Wasserberührungen, künstliche Wimpern, 90er Jahre Tischdeko, Schlagzeugbecken… eigentlich aber weitfliegende Stimmungen ganz im Sinne von “Wenn du nicht fragst, wohin, weiß ichs genauer“…

  

 

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Musik zum Kritzeln en mouvements nerveux pas seulement aujourd’hui:

Freak Power: “More Of Everything For Everybody”   Island, 1996

Joe Jackson: “Night And Day”,  A&M, 1982

Blood, Sweat & Tears: “Greatest Hits”, SONY, comp. 1999

Chemical Brothers: “Dig Your Own Hole”, Virgin, 1997

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

Steely Dan: “Katy Lied”, ABC, 1975

Beasts Of Paradise: “Gathered On The Edge”, Intuition Music, 1996

JOHN COLTRANE – Na Baixa do Sapateiro [Bahia]