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Vor Bohrungen: punkten!

“Sammeln Sie Punkte?”  –  “Nee, Striche!” das sind hier in Mannheim diese typisch angeheiterten Dialoge am WochenMarktplatz quer über die Obst-und Gemüseauslagen hinweg. Natürlich nur bei Marktständlern, mit denen man sich auf solcherart Spaßigkeit über die Jahre eingeschossen hat.

Meine roten Punkte @ home taugen zur Zeit zur Kontemplation. Ich pappe sie auf selbst-schräg-gesägte Holzvierecke, um darüber zu meditieren, wo ich die damit markierten Bohrungen denn gern hin hätte, die schmuck und sinnvoll = festigend fürs  laufende Projekt sideboardhochbock wären. Vielleicht erinnert man sich an das Posting Das Sichtbarkeitsproblem @ home– da gabs erst diese unbekümmerte graphische indulgence… und dashabichnundavon sitz ich hier mit konkreten Befestigungsherausforderungen – wie die komplette Baubranche..

Aber mit der Ruhe kommt die Entschlußkraft und ich erstelle fachmännisch eine BohrSchablone. Das ist ein bauteilkongruentes Stück Karton mit kleinen Löchern an genau den Stellen, unter denen die Bohrungen “angebracht” werden sollen- siehe unten oben links im Bild. Mit diesem griffigen HandwerkerBrauch mißt man einmal genau, locht ebenso und kann durch anschließendes bloßes In-Deckung-bringen-und-Anzeichnen am Werkskörper diese Exaktheit beliebig oft reproduzieren.

Wie man sieht, herrscht auf meinem Arbeitsplatz Ordnung und Vollzähligkeit (der benötigen Schrauben, herausgepickt aus einem Längendurcheinander). Naja, ok, das Fotoshooting hat da etwas ordnend zugearbeitet..

Nonetheless ebenfalls interessant in solchen Fotos: was da sonst noch zum Einsatz kommt und man außerhalb von Tutorials oder höchstpersönlicher Anwesenheit in einer Werkstatt in process kaum zu Sehen kriegt: Die Bohrunterlage unten (mit dem Soodlepoodle Photography Logo drauf), die die durchgehende Bohrerspitze vor dem Eindringen in die Tischplatte schützt…oder wars eher umgekehrt? Den aus nem abgebrochenen Schraubendreher zurechtgefeilen Stichel sowie eins meiner Lieblingswerkzeuge: den handkurbelbetriebenen Krauskopf:

Ich schätze diese kugelgelagerte Kurbel auf 60 Jahre – mindestens! Und sie dreht und dreht und dreht! & völlig ohne APP’n’Akku!

So. Fertig mit den 80 Löchern plus Versenkungs”kratern” und korrekt aufgestapelt. Nun bin ich bereit für die nächste Herausforderung: das Anbringen dieser Teile an den vier Standhölzern. Schalten Sie also auch nächste Woche wieder ein… Ich in der Zwischenzeit indulge in WerkstattOrdnungsFotos – meine humble Alternative zu Selfies vor dem “Lempuyang Temple” 😉 Die Sichtung dieser “Schrauben in Formation” führen meine Gedanken direkt zu diesem ari-zonischen Fliegerfriedhof…puuh! 

2 muchO rdnung! Flugs wieder back to kreatives Chaos..

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Musik beim Punkten & Stricheln heute:

Liam Howlett: “Dirtchamber Sessions Volume One” , XL Recordings 1999

Nach der Vesperpause: “Reasons To Be Cheerful” The Best Of Ian Dury, 2005 comp. DEMON

Zero 7: “Simple Things” Ultimate Dilemma, 2001

Mantovani “..Plays Tangos” – fünf Punkte Sterne blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y blogstar-y für diese grandezza!! am besten von ner alten Vinylplatte runter, mit unvergleichlich stimmungs-boostenden Kratzern!!

Montage Feler und Geschmacks VerIrr Uungen @ home

Rrring! Ich nehm ein Paket für die Nachbarn an. Kaum ne Viertelstunde nach ordnungsgemäßer Weitergabe klingelt Stefan schon wieder und führt mir die absurde EndMontage des frisch eingetroffenen Klappnotenständers vor. Blech gewordener MC Escher. Googelt mal “unmögliche Figur“, dann wißt Ihr, was ich meine.

Wow, denke ich, das ist ja once again unbeaufsichtigter Surrealismus! Seltenheitswert! Unerträumt! Und noch frei haus!

Once again wie neulich mir – sind das die moderne Zeiten? – ich bestelle 1 neuen FilmClipProtagonisten und es trifft ein:

Die Limbo Giraffe!

Ein offensichtlicher Montagefehler – mit vermutlich für die kleineren Modelle (Kuh, Schwein, Hund) des Sortiments verwechselter Sprungfeder im Sockel – erzeugt hier nicht nur gaanz schön weiche Knie & liefert eine für Wakouwafiguren völlig neue “Grundstellung”, sondern auch noch einen völlig neuen, absurden Begriff = blogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-y!

Das kann bleiben denk ich da doch & mach mich fertig, neue Ideen und schräge Fotos damit aufzunehmen: eine PinXoGraphy-fueled first session: Space Limbo à la Mordillo anyone??

Gar nicht so easy, diese schwindlige Pose so einleuchtend schräg zu fotografieren, daß das echt/live wirkt. Ich winke also herbei aus dem Requisitenstadl: 3 mal Kartones, 4 mal Wiesenquadrat: Da bekommen die Schatten auf dem Untergrund plötzlich (Glaubwürdigkeits)Hauptrolle!

Ich google in den Pausen und finde a): These toys have a lot of character. They seem to come alive with just the slightest bit of pressure on their base. schreibt der frisch entdeckte Toy Making Dad mal wieder english&100%treffend.

B-Fund:”HochleistungsChiller” – hab ich vorgestern als Kandidat in der shortlist zum Jugendwort des Jahres 2010 entdeckt hihi.

Mit diesen struppigen Deko-Wiesenstücken plus (dr)angelassenen EAN-Bendel könnt man auch sogleich ins Grüne fotografieren gehen. Also back to Requisitenlager:Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Jaa, richtig entziffert: ob Ihr es glaubt oder nicht, dazn Rammstein T-Shirt der 1996er Herzeleid-Tour Mannheim Capitol – ich. war. da. – exotischst in seiner für die Band seither eher düsteren Farbgestaltung, mit Schrillitätsfaktor wie der neue 100 Euro Schein: zu Hirn kommt mir dabei diese unter Plattensammlern oft seufzend kolportierte Geschichte vom Kauf einer Fehlpressung (A-Seite: ABBA , B-Seite: Led Zeppelin), die Äonen später Raritätenhaulstatus erlangt.

Auf eBAY posten das XXL Ding? Glaubt mir eh keiner, der nicht dabei gewesen ist!  Doch bitte beachten Sie, Kopfschüttelnder: zum Debut-Cover paßt das sehr wohl! Zwei Mal mindestens! 😉

Fotos gemacht, arbeite ich ab sofort an einer filmischen Version des Limbos – interessanterweise gibt obiger Dad in seinem Video einen super Tipp: den Daumen, der von unten drückt, durch einen BodenKnubbel am Set ersetzen. Dann kann man mit sichtbaren Boden und vielleicht Handschuh-goes-schwarzes-Theater-Technik vorankommen. Mal sehen! Hier schon die ersten Screenshots der neusten footage– ich ädde noch das Morgenlicht durch die Prismen:

Gefunden c): wow und korrekt hoch2: die Drückerfigur Mauerfall 😉

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Musik beim Schreiben heute:

So Inagawa – De Facto

Little Village: “Little Village”, 1995

Santana: “Caravanserai”, CBS, 1972Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Selten hat fahrig Kritzeln mehr Spaß gemacht

Es ging ja schon gleich los damit im Sommer vor vier Jahren und nun, im selbstbetaggten Stadium des Fortgeschrittenen Fahrigen ™ landen die Dinger in ebenso fortgeschrittener Umgebung auf dem Blatt. Und wirken da völlig anders als anfangs. Kein Wunder, denn diese “Umgebung” hat sich mighty weiterentwickelt und bietet nun, so mein Urteil,  den idealen “Hintergrund” für diese Art schnellen, äh, Einwurf.

Warum sich fahrig Kritzeln so verläßlich durchs pinxographische Werk zieht?

Nun, es findet spannenderweise seinen Platz genau auf der Grenze zwischen gestalterischer Intuition und Seh-Erfahrung, zwischen ständig den nächsten (dadurch rückgekoppelten) Strich ansetzen und gleichzeitig die Hand agieren zu lassen, während sich das Hirn wegkonzentriert aufs bloße Aufnehmen des Geschehens per Auge, um den optimalen Zeitpunkt der (Fertig)Werdung nicht zu verpassen – ein Wunder des kreativen Menschseins!

Dabei strebe ich schon immer in die Richtung, mit einem jedem kühnen Strich alles zu sagen, was ein Bild ausmacht: Schauwert, Kühnheit und Schnelligkeit. Wie ein  Gedankenblitz, der bold&jäh von irgend wo her auftaucht/1fliegt. Oder wie ein grandioser landschaftlicher Effekt, der auch im Überschwang von umliegenden Flächen, Wolken oder Verschmierungen – nicht verlorengeht.

Was ich heute damit sagen will: Es dauert eben seine Zeit&Übung, bis man dem einzelnen Strich, der quasi einen Geste, die zu ihm notwendig ist, ausreichend, äh, vertraut. Ja, so kann man es sagen.

Was fällt mir an je Gesehenem alles dazu ein!! Raumstationen, Kolibirs, Spazierstege, Trapezkünstler, Serviettenständer, Positionierungslichterketten, Herzflakons, Schluchtenhangelszenen aus dem 2005er King Kong,  Wasserberührungen, künstliche Wimpern, 90er Jahre Tischdeko, Schlagzeugbecken… eigentlich aber weitfliegende Stimmungen ganz im Sinne von “Wenn du nicht fragst, wohin, weiß ichs genauer“…

  

 

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Musik zum Kritzeln en mouvements nerveux pas seulement aujourd’hui:

Freak Power: “More Of Everything For Everybody”   Island, 1996

Joe Jackson: “Night And Day”,  A&M, 1982

Blood, Sweat & Tears: “Greatest Hits”, SONY, comp. 1999

Chemical Brothers: “Dig Your Own Hole”, Virgin, 1997

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

Steely Dan: “Katy Lied”, ABC, 1975

Beasts Of Paradise: “Gathered On The Edge”, Intuition Music, 1996

JOHN COLTRANE – Na Baixa do Sapateiro [Bahia]

Back To Models, Back To Set Design

Ich bin der prooved Meinung, man sollte öfter mal mehrere Dinge gleichzeitig tun, wenns um kreative Dinge geht. Denn dadurch befruchten die sich gegenseitig. Schlicht durch Hirnüberlappung. Nicht nur deshalb der scheinbar doppelte Titel heute.

Nachdem ich nun massig FotoMaterial zum Thema Fashion akkumuliert habe (und es nicht nur on rainy days immer weiter tue) wird nun, ich spüre es deutlich, die nächste sTufe fällig: die Meilensteine der Recherche, Teil II: das Schlüsse-ziehen und Auswerten. Einfachste und wichtigste Erkenntnis:

Ein episches Modefoto ist Teamarbeit.

a) Es gibt grandios vielseitige Models wie die frish gefundene Sophie Vlaming, oder (meine) Klassiker wie Alek Wek, Arizona Muse, Anais Mali oder Fei Fei Sun. Diese Vielseitigkeit muß allerdings zum Vorschein gebracht werden: von nämlich den

b) Stylisten, Make-Up und Set-Design, den

c) Fotografen und last-but-not-least: den

d) Auftraggebern. Katalog-Fotografie für Arbeitskleidung auf Ölbohrplattformen erstrebt dann doch eine recht andere Optik/Ausstrahlung verglichen mit dem US-amerikanischen Phänomen Sports illustrated.   Ah – 3 Tage daNachtrag: es gibt noch ein

e): Körpersprachler 😉

Erst wenn all diese Komponenten optimal zusammenwirken, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Denn, so einst ein Student! der Mannheimer Popakademie: «Ein gutes Foto ist Gold wert». Dazu versuche ich mich in einer kreativen Mehrfachrolle und stelle im heimischen Labor an den lokalisierten Möglichkeiten herum. Aufgabe/Challenge dieser Tage: meinen gläsernen Kopfhörerglaskopf mit diversem wenigen Drumrum interessant aussehen zu lassen:

Das passiert mit zwei unterschiedlichen Methoden:

  • Styling: Farbwahl und 3D-Gestaltung des Hintergrunds, die interne Kopf-Verkabelung und the Art of Mützentragewerk.
  • Fotografie: Beleuchtung, Aufnahmewinkel und Bildausschnitt. In der Post(produktion) die Schwärzung des linken Hintergrundes – der war vorher beige. Ein Griff, um das optische Gleichgewicht zu verscheiben, eine Klärung des Motives zu erreichen.

Was Ihr also oben seht, ist ein erster erster Versuch, es nach dem Angucken von einigen Zehntausend(!) Hi-Class Fashion Bildern mal selbst in dieser Kombination zu versuchen. Ganz klein im Labor. Drei Farbkartons und eine struppige Mütze dazu. Eine für mich sehr wirksame Methode der Ideenentwicklung ist, es in Schritten zu tun. Nachdem nun dieses Foto zur ersten Zufriedenheit als Ausgangspunkt zur Weiterentwicklung gelungen ist, schau ich es erstmal an wie frisch gelieferte Blumen, schön @ home am Lieblingsplatz in der Vase arrangiert.

Also ohne Eile, ohne Anspruch. Wie etwas völlig Unbekanntes.

Die Verbesserungsideen kommen dann wie von selbst: während ich sehr zufrieden bin mit a) der recht lebendigen, weiblichen! Ausstrahlung des Kopfes, der eigentlich eher die typisch wächsern austrahlende Schaufensterpuppenphysiognomie besitzt, b) der oberen (fotografierten!) Bildkante, die an der interessantesten Linie schneidet ( die, die der Fantasie, wie’s weitergeht außerhalb am meisten Wind bietet) und c) der Idee zur Schwarzfärbung des linken Bildviertels – sie mit dem soften Licht von links macht das Bild rund.

In der Nachbetrachtung jedoch könnte ich mir a) als V 2.0 zwei (gerne auch rosa) Dreiecke vorstellen, die, am unteren Bildteil angebracht, sowas wie eine blusenumkleidete Schulterpartie symbolisieren/suggerieren – dann verschwindet nämlich der störende Stulp am Hals dahinter. Die Standfläche gibt ja schon die Idee/Richtung vor.

Warum das nicht schnell mit dem Photoshop simulieren, ganz nach dem Motto: Es gibt da eine feine Linie 😉

Ebenso b) eine Testreihe zur Füllung des Kopfes. Vielleicht besorg ich mir dazu e.n.d.l.i.c.h. eine multiple LED Handlampe für Langzeitbelichtungen..na für so was Grandioses!

Das nächste Objekt Abteilung Struktur und räumliche Darstellung stand vorgestern vor der Tür: HOng KoNg PusChen!

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Musik zur fashion evaluation heute:

Betke – Paris-Beirut-Texas (So Inagawa Remix)

Deep Unterground Deep & Underground Sounds | Superordinate Dub Waves | Techno/Minimal/Deeptech | Mixed By Johnny M

The Cardigans: “Life”, Stockholm Records, 1995

Etienne De Crecy: “Tempovision”, Disques Solid, 2000

Melodie – Justa

PS.: taugt auch in Schwarzweiß, die Arbeit des rainy Vormittags:

 

Es gibt da eine feine Linie

..in jedem halbwegs räumlichen Foto. Das hab ich mit großem Erstaunen/Entzücken bemerkt letztes Jahr – bei der digitalen Bearbeitung von Fotos. Fotos von Drapierungen immer desselben = repetitiven Motivs meines Requisitenbergs:hallenkit_p1050050-bMit feiner Linie meine ich hier&heute die zu (er)findende Horizontlinie, die, füllt man die entstehende Fläche unterhalb mit “bodenähnlicher” Farbe/Struktur, aus dem Foto eine mitunter grandiose InterieurVision machen kann. Ideal also für Träume von Präsentationen wie zum Beispiel diese oder diese hey! brandneuen!! Heute hochgeladen!! ( youtube-Kommentar: “Chanel has the best runway music!!”)

Diese vielversprechende Gestaltungsmöglichkeit will ich heute mit neuen Bildern von ebenso neuen “Situationen” mal austesten. Also: Erst-Sondierungen. Mal-Tests. Hier unten schön in Reihenfolge des Ent-Stehens, tutorialmäßig wie im ersten Beitrag vor fast nem Jahr. Und à propos: ratet mal, was das eigentlich ist – das Originalfoto unverändert, nur um 180° gedreht:Erster Schritt: die Linie. Warum nicht mal schön geschwungen als Rotunde, mit Aussparungen für die “Hallensäulen”. Zusätzlich wird die im Foto schon vorhandene lotrechte “Kante” einfach zur Raumkante umgedeutet.Fläche füllen – voilà der Boden. Allerdings halt ein Scherenschnittboden wie eine sorgsam aufgeklebte Pappe. Google “erkennt” aber schon planmäßig: “Architektur”, wenn man ihrer Bildersuche diese Version hinwirft.Passend umfärben, dann den Tortenboden etwas nachdunkeln, hier fahrigly, ohne genaue Recherche, wie sich eigentlich echte Schatten bilden  . Trotzdem ein deutlicher Schritt in die reale Illusion™.Ein Impuls läßt mich den Lichteffekt an der “Wand” herunter auf den frisch verlegten Fußboden kopieren und wie ein Spiegelbild anbringen. Fehlende Stellen werden einfach hingewischt. Dann: die unteren Enden der Säulen werden etwas abgedunkelt, um den Effekt der Echtheit, des Gegründetseins  zu verstärken..Nun kommt der menschliche Maßstab hinzu. In Form der vier Model-Silhouetten, die ich schon für den ersten Beitrag erstellte/mausmalte. Erfreut ich sehe: das Prinzip funktioniert, bedarf aber weiterer detaillierter Verfeinerungen. Schattenrecherche. Lichtexperimente. Und gerne eines anderen Motivs. Das soll meine Beschäftigung und Fragestellung der nächsten Zeit sein: Welches homemade Foto taugt zum “Ausbau” als Catwalk?

Hier schon mal ein paar Kandidaten/ Schnellschüsse der vergangenen Wochen: 1.mal nochmal dasselbe Motiv in dramatisch (von ihm selbst) hingebogenen Licht:– Ladet dieses Foto mal in die Google Bildersuche hoch – da kriegt man zur “Vermutung:  Architektur” ein grandioses Angebot abgefahrener Architekturbilder!

Dann die ewige Faszination mit Transparenz und Reflektion:
Dann flächig vs. räumlich:
..und real looking, aber irgendwie schwebend – Highdelbeeren above.. the ice?

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Musik beim Bodenlegen heute:

Les Ritas Mitsouko: “Marc et Robert”, VIRGIN RECORDS, 1988

The Kronos Quartet plays Steve Reich: “Different Trains” siehe hier am Chanelbahnsteig !!

Musik zum Catwalk im Videolink oben

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie D-Dur KV 385”  Orchestra of the Academy of Santa Cecilia, Rome Sir Antonio Pappano. conductor

& mal wieder Léo Delibes: Walzer aus “Coppelia”. Mal wieder? Na, hier schon erstmals als Soundtrack zum VOGUE-Wortspielkurs Englisch…

PS.: Französisch Lektion, heute auf Englisch:

de tulp en de kunst (und am Frühstückstisch)

..so hieß mal ein Poster, das ich mitten im Amsterdamer Strassengewimmel entdeckt und natürlich sogleich fotografiert hab. Gelacht dabei über diesen über-augenscheinlichen Banal-Kontrast zwischen Natur und Menschenstreben. Plus aufgrund des Mißverständnisses, es handele sich um den Hinweis auf eine aktuelle Ausstellung vor Ort…

Heute früh war mir dieser  immer noch im Gedächtnis steckende Slogan willkommen, um die grad (selten in meiner Wohnung) vorhandenen Schnittblumen im frischen Morgenlicht platziert  vor diversen meiner ebenfalls frisch zugelaufenen Chromokartons zu fotografieren. Die Sonne wanderte schnell, die Schatten dabei seehr apart. Und Farben! Farben al gusto.. Herausgekommen ist ein schmuckes Frühstücksdekogedeck. Natürlich auch für Euch!! Hier ein erstes Bild von gestern mittag zum Vorwärmen:

..am Abend gabs spontan ein paar wacklige Filmtakes à la »What a little  moonlight can do!« meets Max Ernsts “Petrified City”...

Aber dann:

Ich google das mal: Tulpen und Kunst: OUps, da gibts ja ein Video von!  Anlaß/aanleiding:

400 Jahre Tulp’o’manie, Baby!

..und morgen probiern wer mal Tulipen vor alten Blechen&Tapeten…

Nachtrag tags danach trag: is nix. Vor “gereifte” Hintergründe passen nur zebragefärbte “alte” Tulpen mit Tulpenmosaikvirus wie die Semper Augustus. Und die sollten im Zwielicht & schon an der Ecke zum Verblühen sein..

Nachtrag #2: Me: a new fan of… Tulipières!

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Meine weiteren musikalischen Empfehlungen zu Croissant & Ei & Sonnenschein:

The Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”

Little Village: “Little Village”

Griffigkeit kennt kein Pardon

Solange ich für meine Handtaschen noch am (bislang nur ermutigenden) Recherchieren nach einem neuen Material bin, schubst mich ein winziger TestFotoTermin auf die nächste wichtige Frage: die nach der Taschenarchitektur. Und um nun für mein bereits seit Januar (!) wartendes Dummy aus Draht und Blisterfolie nen anständigen Foto-Look & nen amtlich aussehenden/ funktionierenden Griff hinzubekommen, ist Einiges an Überlegung fällig.

Dazu muß eine Hülle um die bislang nur gewickelte PlastikfolienKonstruktion das Ganze in eine vorstellbare Vision, eine digital verwendbare Oberflächenform bringen. Also mal wieder: Nähmaschine.

Der Plan: ich will ein Taschenähnliches, das man bei einem echten Fotoshooting in der Realität im Foto sehen kann. Um es hinterher digital mit den PinXoGraphien auszustatten, meiner Vision so das nächste “Futter” Richtung Verwirklichung zu geben. Diese Hülle ist deshalb notwendig, um die darauf fallende Lichtsituation aufs zugefügte Digitale übertragen zu können. Und so einen möglichst authentischen Eindruck hinzubekommen.

Wie Ihr oben sehen könnt, habe ich drei unterschiedlich gefärbte Bauteile benutzt. Weiß, Oliv und für außenrum einen schwarzen Streifen, alle per scheinbaren Zufall™ aus meinen Stoffrestenvorräten angespült. Was auf ersten Blick wie Flickschusterei wirkte, stellte sich beim Fotografieren und digtialen Tapezieren jedoch als ideale FarbKombination heraus, denn

je nach Hintergrund, Farbe des Kleides des Models kann die Tasche so herum gehalten werden, daß ich hinterher bei der Bildbearbeitung seine optimale Lage und Umriß immer fassen kann.

Sichtliche Unperfektion inbegriffen.

Das unsichtbare Perfekte ist die Verhinderung von künftigen Gestaltungsmöglichkeiten. Also konzentriere ich mich aufs dafür Notwendige. Nähe seit hundert Jahren Knopflöcher (davon mal lieber keine Abbildung..) …Knopflöcher in der Oberkante für die beiden Austritte des Henkels. Dann: drei mal Handnaht an der Unterseite, nachdem der Bezug über den dabei knarrend- und quietschenden Plastikbody gezwungen ward – autsch. Das Fehlen von Polsternadeln weht.. In mind dabei: die kleinen Beulen auf der Fläche und die Falten an den Kanten sind per Unschärfefilter am Rechner schnell geglättet und können zum Shooting bleiben 😉

Entdeckung dabei: diese eigentlich unerwünschte unregelmäßig knubblig-knotige Wölbung kann nun, später am Rechner, wie ein Arbeits- und Schattierungsmuster verarbeitet werden – ich kann damit also aussuchen, ob ich die Tasche eher flach oder bauchig-gewölbt aussehen lassen will – perfekt!!

An der Mittelnaht hier unten erkennbar: das war mal schon in Verwendung. Als Hosenbein.

In den Resten hab ich gar noch einen ersten Versuch eines  Paspeltascheneingriffs gefunden! Alles noch weit vorm Millenium genäht. Und nicht weggeworfen 😉

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Musik beim Schreiben heute:

Grupo Corpo tanzt zur Musik von José Miguel Wisnik – “Nazareth”

Edward Elgar: “Chanson de matin”

Grupo Corpo tanzt zur Säge Musik von Tom Zé e Zé Miguel Wisnik – “Parabelo”

Meditation glass

Wozu der Mannheimer Pfennigbasar der deutsch-amerikanischen Freundschaft #38 doch alles gut ist: diese vier eleganten Gläser fanden vergangene Woche den Weg direkt auf meinen frisch mit fettrunder Glasplatte aufgepimpten Moviepoodle Drehtisch. Jetzt könnt ihr den Effekt der Kartons in motion erleben. Ohne Tonspur – das Manko wird zum Plus – super geeignet, verschiedene Soundtracks dazu zu testen. Seit gestern abend staune ich über die “Kooperation” dieser Bilder – am besten als Endlosschleife schalten – mit der Thievery Cooperation– groovy! Cool! Edel (in den grauen Stellen)!

Und noch ein Standbild mit beiden Farben 😉

farb rausch poodle

Blätterei #2 heute:  ich sichte/ordne die frisch zugeflogenen Pappen. Heute: die grünblaue “Sektion”.

Der nun vorhandene beliebig! unifarbene *Hintergrund* taugt vorzüglich zu mit der Kamera gezogenen Farbübergängen. Also angewandte Bewegungsunschärfe, hier zum Farbmixen gnutzt. Cooler Bei-Effekt: die dezent muschelmustrige Papierprägung hilft mit, dezente, deshalb umso wirkungsvollere Bewegungslinien zu erzeugen.

Kombiniert man diese Aufnahmetechniken mit den Möglichkeiten der einfachsten (!) digitalen Nachbearbeitung, öffnet sich die Tür zu wirklichem Neuland:

die porträtierten Gegenstände, so interessant/geeignet genug, – das wird noch zu erkunden sein – beginnen eine phänotypische Reinkarnation: bloßes Fotografieren erzeugt etwas völlig Neues, löst die eigentlich ursprüngliche Form zu mysteriöser Unkenntlichkeit hin auf:

 

Plötzlich sehe ich nicht nur bizarre Tiefseefische wie der im Nordmeer tauchende Herr Semenov, sondern auch Bewegungsstudien de luxe wie die von Tobias Gremmler grandiosen digital veränderte chinesische Opern Studien. Die wiederum lass ich mir Anregung sein, es mit meinen schmalen Requisiten und der Farbe-aus-dem-Schuber ebenfalls ins Fantastische zu wagen:

Das sind die ersten Versuche mit dem neuen Material+Ideen. Da bin ich doch mal höchst gespannt .. Ihr glaubt nicht, was da vor der Linse stand!

Aber auch das ganz brav (stillebige) Analoge à la plage isolee darf nicht aus den Augen verloren werden, birgt es doch ebenfalls erstaunliches Set-Design-Potential: schaut doch mal auf dieses betont naiv goldige Ding da unten. Das sind grad mal zwei helle Pappen gegeneinandergestellt, die diese Weite, Draußigkeit und Natur bewirken, während die sichtbar gelassenen Blattkanten ein Theaterkulissenflair “beiraunen”. At the same time!

Und mit Makro und selektiver Tiefenschärfe gehts noch monumentaler, räumlicher:

Dazu ein Add-On aus lila Knoblauchzehen-Netzschlauch, nem roten und zwei blauen Bogen en plus & es ergibt sich gar nicht nur ein neuer FarbFlavour, sondern diese paar Requisiten “schlagen” eine kleine Geschichte vor(!) – ich ziehe im Geist grad eine zickzackige Linie von Szene zu Szene.. “Farbdramaturgie” @ home 😉

Nachtrag: das ist aber alles recht blaß gegen… den living room von Cary L. 😉

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Musik beim Stuanen und Schreiben heute:

Vanderkraft – Ce Bon Vieux Jean Lassalle

des Fotografen Farbkasten

“Ja ja – ich nehm’ alles!” sagte ich impulsiv/gedankenlos zum Angebot, den gesamten Bestand an Chromokarton einer sich verändernden Galerie in meinen Wirkungskreis rüberzuretten. Also gefärbtes Papier zum Passepartoutgebrauch  in diversen Rest-Größen irgendwo zwischen DIN A4 und DIN A 0. Quer durch den Regenbogen. Crazy Vorstellung. Tja und dann kam der große (Umzugs)tag.. Puuh! War ne ganz schöne Ochserei plus mitgelieferter transportation challenge..

Und noch mehr Ärmelhochkrempelimperativ  @ home –  das hab ich nun von der schieren Masse: da müssen weia noch Schränke dazu her. Deshalb die spärlichen  Aktivitäten hier am Blog in den letzten Tagen, eher ich und das Bauhaus und torx und Bohrwinde mit Kegelsenker auf Du und Du. Natürlich in den (Schrauben)Drehpausen: kindliche Neugier sprich erste Probefotos – unter Mitwirkung der herumliegenden sichtbaren Spitze meines RequisitenlagerEisbergs:

..meines bescheidenen Obstvorrates:

..der immerwährenden Mengen-An-Sammel-Wut..

..und dem digitalen Scherenschnittspaß bei erster Sichtung am Bildschirm. Na, der bloßen Schauwerte/Komplementärkontraste zuliebe. Man könnte sich auch noch nen Ländernamen ausdenken für diese zufällig hingeratene Nationalflagge. Und welcher Art die Original-Embleme sind…

PS.: Noch ne Variation des obersten Motivs. Weniger BuchstabenVoiceOver, dafür irgendwie näher dran am Stil einer 50ies-Eiskarte: vergleicht einfach (die Farben und Audrey H. auf Echtheit) mit diesem Clip, ragazzi!

Das sind erste Schnellschüsse ins HEY künftig  prallfarbig mögliche Leben-mit-analogen-Color-Support. Se Hämmer, welche Wucht diese Art der Farbgestaltung entwickelt! Einfach zwei Griffe ins Lager R und ins Lager K und dann Staunen, wie das wirkt. Zwischendurch  eine leicht von den Möglichkeiten bestäubte Brummung im Schädel, was damit alles kommen mag.

Barbara Kasten sag ich da nur mal als erstbeste Assoziation. Von Produktfotografie bis zu humoristischer Animation in ironischen Farbdesign HAinIF geht da plötzlich alles:

Es gab natürlich schon den Einwand (von außen), diesen ganzen move mit den cartones doch einfach per Photoshop hinfällig zu machen, ABER!!

..man kommt auf gaanz andere Gestaltungs- und Fotoideen per Griff nach z.B. dem Rosa und den transparenten Plexikunkelen. Den oben kaum sichtbaren Einfluß der natürlichen Lichtfarbe in den reflektierenden Flächen kann man anschließend am Rechner per Autokontrasterei in völlig neue Bilder weiterdrehen – siehe das bleu hier unten. Sagt bloß, auf so ne fotonatürliche Idee/wirklichkeitsnahe Wirkung käme man per Mausklickerei auch!!  Also ich bestimmt nicht !! Für sowas bräuchte man schon ganz schön digitale Erfahrung – bin ich Joon Ahn oder wie??!! So geht das viel impulsiver, schneller und macht mehr Spaß!! Viel mehr!!

Find ich äußerst fett. Und zwei pinxographisch geübte Klicks weiter ergeben sich diese mysteriösen Bildnisse aus derselben rosa Serie:

Hier kommt gar die Oberflächenprägung des Kartons ins Spiel, dieses Leinwandartige, das den Lichter und -brechungen einen exakt räumlichen Platz, eine handfest räumlich zuordenbare  Existenz zuweist. Ein mords Gefrickel per Pixel würde das werden!! Wenn überhaupt!!

Ihr merkt: ich bin entflammt wie ein Schuljunge unterm Weihnachtsbaum 😉

..und auch “ernste” Sachen gehen mit diesem “gebürstetes Alu look” Karton – das hätte mein neustes Startbild werden können, wenn da nix Spannenderes dazwischenkommen..

..wird!

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Musik beim Schreiben heute:

 Lemin – Avant Garden

Harrison BDP – Parallax

Ausreisser: Ekseption – Alla turka