Category Archives: Stellt Euch mal vor..

Es ist nicht alles Schein, was trügt

Eine sehr twisted MixVersion aus zwei verwandten Redensarten. Ist mir irgendwann vor Jahren so ins Hirn gefahren und zeigt perfekt, wie man aus schlicht durchgewürfelten Sprachbausteinen neue Ansichten der Welt gewinnen kann: Was kann hier in lehrerhaften Ton wohl gemeint sein? Oder “geht” das gar nicht? Das Sein als Täuschung gar? Betrug im Echten?

Das Ganze kann – fällt mir heute als Anlaß für dieses Posting ein&auf – mit 4 Fotos desselben Gegenstandes verdeutlicht werden. Ganz nach Beleuchtung & Blickrichtung aufs corpus delicti ergeben sich sehr unterschiedliche Bildwirkungen und -stimmungen. Was hier aussieht wie eine stylisch gewölbte Edelstahlfläche in ebensolcher Sanitärumgebung:


..wird ein paar Zentimeter weiter runter-und-weg mit der Nahlinse zu dem, was es ist: ne schlichte, frisch abgespülte Frischkäseabdeckung!
Ich, begeistert von der Klarheit dieses Motivs, der Feinzeichnung des Makros und der jäh stürmischen Atmosphäre, entdecke bei der nächsten Version diese Kugeln in der Kugel und mache schnell ein neues Start/Menuebild draus – der neue Schriftzug entstand durch Weiterdenken einer einzigen Löschung wegen Wasserfleckverdeckung..:

Wenn alles Feuchte weggetrocknet ist nach Minuten – was bei diesen Spätsommer-Temperaturen ruckzuck vonstatten geht, hat man, mit den reflektierten Eigenfarben  von Kameralinse, Hemd und Hand plötzlich das:

Zum Raten, was hier unten wohl trügt oder nicht, ein echtes (tja) Foto mit “gemachten” Innenrahmen der letzten Fahrradwoche-mit-Kamera: Na – ortskundige Mannheimer – was stimmt hier nicht? Oder trügt hier der Schein mal NICHT? Oder ist das einfach nur mal wieder typisch für hier?!

__________________________________________________________

Musik beim Staunen und Trügen:

Isaac Albéniz: “España – Albumblätter” für 2 Gitarren, bearbeitet von den  Catona Twins –

hinterher für euch gleich den Mambo aus der Westside Story

 

Neue Gedanken bauen

Von Gedenkbauten zu gebauten neuen Gedanken. Alles per Internet, mit etwas Muse, Neugier und viel festen Willen, sich dem Staunen verführen zu lassen. Entdeckt unlängst mit den fantastisch weitreichenden Möglichkeiten, per Suchmaschine-plus-Bilderupload zu neuen Ufern zu gelangen, hab ich heute via Suche* erst nach dem Mount Herzl Memorial, darüber den Artikel auf floornature.de, anschließend daselbst drauf den Architekten David Chipperfield mit dessen Amorpacific Headquarters, Seoul, anschließend- ebenfalls per Bilderübersichts-EingabeBefehl:

Anlaß, im eigenen kleinen Kosmos @ home nach vielleicht solchen Erscheinungen zu suchen. Oder, falls die Funde etwas zu humble sind, mit nem kleinen Abendrot über der JeansDünenStecknadelKarawane nachzuhelfen 😉 A propos – kennt ihr dieses extrem wuchtige Foto von Brad Pitt kopfüber-auf-den-Dünen? Auf so ne Idee/Markenzeichen kommt nur einer: Ryan McGinley mal wieder…

*So ging das mit meiner handgeklickten (Browser-)Verlaufskette, wo man von wo nach wohin man gelangt – na sowas finde ich immer sehr interessant und hab sie Euch deshalb mal aufnotiert.

___________________________________________________________________

Musik beim/mit Staunen heute:

Kitty MacFarlane: “Namer Of Clouds” – die als Zwischenansage vom Livemitschnitt vom 14. März 2019 von sardinischer Muschelseide erzählt – Anregung für meine Handtaschenrecherche aus völlig unerwarteter Ecke WOW. Big Cheers, Kitty!

Malen statt Hitzewellenreiten

Nur die Nächte bringen Erleichterung. Man lüftet, so man nicht fürchtet, geklaut zu werden, ab früh um vier. Der Geist versucht, sich von der Hitzebeklemmung wegzukonzentrieren. Arbeit taugt dazu ideal. Falls man nicht urlaubsmäßig chillt.

Aber auch Malen. PinXoGraphieren. Mit schnelleren, kühneren Strichen denn je. Ebenso die per Computer anschließend applizierte, beigerechnete Farbschicht, die der Fantasie plötzlich das Fliegen beibringt:

Dunkle, funkelnde Nächte voll exotischer (Farb)Eleganz:

Das Kühl-Nasse und das Trocknende:

Dann das Bonbonknallige der explosiven Lebensfreude – vielleicht auch angesteckt vom frisch entdeckten museum of ice cream..Na, das mit dem 100% FOMO Faktor.

Gestern abend, schon nach Dämmerung, plötzlich: mein Sommerbild 2019:

Doch nichts geht bei Nachmittagstemperaturen von 38° über diese Idee des Kühl-Sanften der Natur – schattige, freundliche Plätzchen der Sehnsucht. Und meine mir selbst erstaunliche neue Neigung fürs Leichte, überaus Zarte im Bild:

Eindrücke wie Waldwanderungen: kühle Gründe: diese erdig-lehmige Feuchte des Bodens:

Elegant-Pastellnes wie seidene Ballkleider aus den Science-Fiction Filmen der Zukunft:

________________________________________________________________

Kühlung für die Ohren steht ebenfalls bereit: Big Bands spielen Weihnachtslieder (no kidding!) oder flockig-Vocales mit M. Bublé, Dean M., Take 6, T. Gäbel, Ella & Louis…

oder zeitgemäßer, aber ebenfalls “naturgekühlt”: das Deep In Your Mind | Deep House Set | Winter 2017 Mixed By Johnny M

Die Waldbilder treten deutlicher hervor beim Hören von Beast Of Paradise: “Gathered  On The Edge” , 1996, City Of Tribes

oder mitten rein: Santana: “Caravanserai”, Columbia 1972 –  Wiki schreibt: “Die Woodstock-Besetzung war auseinandergebrochen.”

Montage Feler und Geschmacks VerIrr Uungen @ home

Rrring! Ich nehm ein Paket für die Nachbarn an. Kaum ne Viertelstunde nach ordnungsgemäßer Weitergabe klingelt Stefan schon wieder und führt mir die absurde EndMontage des frisch eingetroffenen Klappnotenständers vor. Blech gewordener MC Escher. Googelt mal “unmögliche Figur“, dann wißt Ihr, was ich meine.

Wow, denke ich, das ist ja once again unbeaufsichtigter Surrealismus! Seltenheitswert! Unerträumt! Und noch frei haus!

Once again wie neulich mir – sind das die moderne Zeiten? – ich bestelle 1 neuen FilmClipProtagonisten und es trifft ein:

Die Limbo Giraffe!

Ein offensichtlicher Montagefehler – mit vermutlich für die kleineren Modelle (Kuh, Schwein, Hund) des Sortiments verwechselter Sprungfeder im Sockel – erzeugt hier nicht nur gaanz schön weiche Knie & liefert eine für Wakouwafiguren völlig neue “Grundstellung”, sondern auch noch einen völlig neuen, absurden Begriff = blogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-yblogstar-y!

Das kann bleiben denk ich da doch & mach mich fertig, neue Ideen und schräge Fotos damit aufzunehmen: eine PinXoGraphy-fueled first session: Space Limbo à la Mordillo anyone??

Gar nicht so easy, diese schwindlige Pose so einleuchtend schräg zu fotografieren, daß das echt/live wirkt. Ich winke also herbei aus dem Requisitenstadl: 3 mal Kartones, 4 mal Wiesenquadrat: Da bekommen die Schatten auf dem Untergrund plötzlich (Glaubwürdigkeits)Hauptrolle!

Ich google in den Pausen und finde a): These toys have a lot of character. They seem to come alive with just the slightest bit of pressure on their base. schreibt der frisch entdeckte Toy Making Dad mal wieder english&100%treffend.

B-Fund:”HochleistungsChiller” – hab ich vorgestern als Kandidat in der shortlist zum Jugendwort des Jahres 2010 entdeckt hihi.

Mit diesen struppigen Deko-Wiesenstücken plus (dr)angelassenen EAN-Bendel könnt man auch sogleich ins Grüne fotografieren gehen. Also back to Requisitenlager:Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Jaa, richtig entziffert: ob Ihr es glaubt oder nicht, dazn Rammstein T-Shirt der 1996er Herzeleid-Tour Mannheim Capitol – ich. war. da. – exotischst in seiner für die Band seither eher düsteren Farbgestaltung, mit Schrillitätsfaktor wie der neue 100 Euro Schein: zu Hirn kommt mir dabei diese unter Plattensammlern oft seufzend kolportierte Geschichte vom Kauf einer Fehlpressung (A-Seite: ABBA , B-Seite: Led Zeppelin), die Äonen später Raritätenhaulstatus erlangt.

Auf eBAY posten das XXL Ding? Glaubt mir eh keiner, der nicht dabei gewesen ist!  Doch bitte beachten Sie, Kopfschüttelnder: zum Debut-Cover paßt das sehr wohl! Zwei Mal mindestens! 😉

Fotos gemacht, arbeite ich ab sofort an einer filmischen Version des Limbos – interessanterweise gibt obiger Dad in seinem Video einen super Tipp: den Daumen, der von unten drückt, durch einen BodenKnubbel am Set ersetzen. Dann kann man mit sichtbaren Boden und vielleicht Handschuh-goes-schwarzes-Theater-Technik vorankommen. Mal sehen! Hier schon die ersten Screenshots der neusten footage– ich ädde noch das Morgenlicht durch die Prismen:

Gefunden c): wow und korrekt hoch2: die Drückerfigur Mauerfall 😉

______________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

So Inagawa – De Facto

Little Village: “Little Village”, 1995

Santana: “Caravanserai”, CBS, 1972Rammstein T-Shirt Merchandise 1996 Herzeleid-Tour Debut

Selten hat fahrig Kritzeln mehr Spaß gemacht

Es ging ja schon gleich los damit im Sommer vor vier Jahren und nun, im selbstbetaggten Stadium des Fortgeschrittenen Fahrigen ™ landen die Dinger in ebenso fortgeschrittener Umgebung auf dem Blatt. Und wirken da völlig anders als anfangs. Kein Wunder, denn diese “Umgebung” hat sich mighty weiterentwickelt und bietet nun, so mein Urteil,  den idealen “Hintergrund” für diese Art schnellen, äh, Einwurf.

Warum sich fahrig Kritzeln so verläßlich durchs pinxographische Werk zieht?

Nun, es findet spannenderweise seinen Platz genau auf der Grenze zwischen gestalterischer Intuition und Seh-Erfahrung, zwischen ständig den nächsten (dadurch rückgekoppelten) Strich ansetzen und gleichzeitig die Hand agieren zu lassen, während sich das Hirn wegkonzentriert aufs bloße Aufnehmen des Geschehens per Auge, um den optimalen Zeitpunkt der (Fertig)Werdung nicht zu verpassen – ein Wunder des kreativen Menschseins!

Dabei strebe ich schon immer in die Richtung, mit einem jedem kühnen Strich alles zu sagen, was ein Bild ausmacht: Schauwert, Kühnheit und Schnelligkeit. Wie ein  Gedankenblitz, der bold&jäh von irgend wo her auftaucht/1fliegt. Oder wie ein grandioser landschaftlicher Effekt, der auch im Überschwang von umliegenden Flächen, Wolken oder Verschmierungen – nicht verlorengeht.

Was ich heute damit sagen will: Es dauert eben seine Zeit&Übung, bis man dem einzelnen Strich, der quasi einen Geste, die zu ihm notwendig ist, ausreichend, äh, vertraut. Ja, so kann man es sagen.

Was fällt mir an je Gesehenem alles dazu ein!! Raumstationen, Kolibirs, Spazierstege, Trapezkünstler, Serviettenständer, Positionierungslichterketten, Herzflakons, Schluchtenhangelszenen aus dem 2005er King Kong,  Wasserberührungen, künstliche Wimpern, 90er Jahre Tischdeko, Schlagzeugbecken… eigentlich aber weitfliegende Stimmungen ganz im Sinne von “Wenn du nicht fragst, wohin, weiß ichs genauer“…

  

 

_______________________________________________________

Musik zum Kritzeln en mouvements nerveux pas seulement aujourd’hui:

Freak Power: “More Of Everything For Everybody”   Island, 1996

Joe Jackson: “Night And Day”,  A&M, 1982

Blood, Sweat & Tears: “Greatest Hits”, SONY, comp. 1999

Chemical Brothers: “Dig Your Own Hole”, Virgin, 1997

Deep Endless Nights | Deep House Set | 2017 Mixed By Johnny M

Steely Dan: “Katy Lied”, ABC, 1975

Beasts Of Paradise: “Gathered On The Edge”, Intuition Music, 1996

JOHN COLTRANE – Na Baixa do Sapateiro [Bahia]

Sternennebel zum Selbst(ein)bau

Obsessed with dem Bilder-Suchwort “Frühstückstisch” auf meiner Site seit einer Woche finde ich damit gerade ein sehr, ich sag mal fluides KrimiCoverMenuebild meines stillgelegten/abgeschlossenen reingretchen.de vom Dezember ’15 wieder. Das da:

Lade es in die Google Bildersuche hoch, bekomme den Vorschlag “Poster” und entdecke – abgesehen von jeder Menge recht beeindrockender anderer Inspirationen über ein Bild namens “Lost Boy” den Künstler Ash Thorp (hier ein interessantes Interview auf medium.com). Dann via greyscalegorilla.com und Neugierde, was sich seit 1988 mit dem KultManga AKIRA getan hat – ich war im Kino –  und einem  quicken Klick  aufs Rocketstock-feature den Nebula, das ebenfalls/wiederums fluides Download-Paket dieser erstaunlichen studiogemachten, selbstgeträufelten, eigenhändig pipettierten Space-Nebelsammlung:


Und so fließt sich der Kreis..

Unsere Soundtrack-Empfehlung: Hören Sie dazu ein sehr spacig-schwebendes Tangerine Dream Cover “Love On a Real Train” und staunen Sie über die coole Live-Optik elektronischer Musikerzeugung bumm.

 

 

Es gibt da eine feine Linie

..in jedem halbwegs räumlichen Foto. Das hab ich mit großem Erstaunen/Entzücken bemerkt letztes Jahr – bei der digitalen Bearbeitung von Fotos. Fotos von Drapierungen immer desselben = repetitiven Motivs meines Requisitenbergs:hallenkit_p1050050-bMit feiner Linie meine ich hier&heute die zu (er)findende Horizontlinie, die, füllt man die entstehende Fläche unterhalb mit “bodenähnlicher” Farbe/Struktur, aus dem Foto eine mitunter grandiose InterieurVision machen kann. Ideal also für Träume von Präsentationen wie zum Beispiel diese oder diese hey! brandneuen!! Heute hochgeladen!! ( youtube-Kommentar: “Chanel has the best runway music!!”)

Diese vielversprechende Gestaltungsmöglichkeit will ich heute mit neuen Bildern von ebenso neuen “Situationen” mal austesten. Also: Erst-Sondierungen. Mal-Tests. Hier unten schön in Reihenfolge des Ent-Stehens, tutorialmäßig wie im ersten Beitrag vor fast nem Jahr. Und à propos: ratet mal, was das eigentlich ist – das Originalfoto unverändert, nur um 180° gedreht:Erster Schritt: die Linie. Warum nicht mal schön geschwungen als Rotunde, mit Aussparungen für die “Hallensäulen”. Zusätzlich wird die im Foto schon vorhandene lotrechte “Kante” einfach zur Raumkante umgedeutet.Fläche füllen – voilà der Boden. Allerdings halt ein Scherenschnittboden wie eine sorgsam aufgeklebte Pappe. Google “erkennt” aber schon planmäßig: “Architektur”, wenn man ihrer Bildersuche diese Version hinwirft.Passend umfärben, dann den Tortenboden etwas nachdunkeln, hier fahrigly, ohne genaue Recherche, wie sich eigentlich echte Schatten bilden  . Trotzdem ein deutlicher Schritt in die reale Illusion™.Ein Impuls läßt mich den Lichteffekt an der “Wand” herunter auf den frisch verlegten Fußboden kopieren und wie ein Spiegelbild anbringen. Fehlende Stellen werden einfach hingewischt. Dann: die unteren Enden der Säulen werden etwas abgedunkelt, um den Effekt der Echtheit, des Gegründetseins  zu verstärken..Nun kommt der menschliche Maßstab hinzu. In Form der vier Model-Silhouetten, die ich schon für den ersten Beitrag erstellte/mausmalte. Erfreut ich sehe: das Prinzip funktioniert, bedarf aber weiterer detaillierter Verfeinerungen. Schattenrecherche. Lichtexperimente. Und gerne eines anderen Motivs. Das soll meine Beschäftigung und Fragestellung der nächsten Zeit sein: Welches homemade Foto taugt zum “Ausbau” als Catwalk?

Hier schon mal ein paar Kandidaten/ Schnellschüsse der vergangenen Wochen: 1.mal nochmal dasselbe Motiv in dramatisch (von ihm selbst) hingebogenen Licht:– Ladet dieses Foto mal in die Google Bildersuche hoch – da kriegt man zur “Vermutung:  Architektur” ein grandioses Angebot abgefahrener Architekturbilder!

Dann die ewige Faszination mit Transparenz und Reflektion:
Dann flächig vs. räumlich:
..und real looking, aber irgendwie schwebend – Highdelbeeren above.. the ice?

__________________________________________________________________
Musik beim Bodenlegen heute:

Les Ritas Mitsouko: “Marc et Robert”, VIRGIN RECORDS, 1988

The Kronos Quartet plays Steve Reich: “Different Trains” siehe hier am Chanelbahnsteig !!

Musik zum Catwalk im Videolink oben

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie D-Dur KV 385”  Orchestra of the Academy of Santa Cecilia, Rome Sir Antonio Pappano. conductor

& mal wieder Léo Delibes: Walzer aus “Coppelia”. Mal wieder? Na, hier schon erstmals als Soundtrack zum VOGUE-Wortspielkurs Englisch…

PS.: Französisch Lektion, heute auf Englisch:

2000 Bilder + 1 Software Quirl = die Inspirations-Lotterie

Was mir immer mehr zum Faszinosum gerät beim steady Beschicken dieser Webseite mit immer noch mehr Bildern und Worten ist: der Output an Bildercocktails, der – auch für Euch! – per Werkschau-Bericht zu bedienen und bestaunen ist. Seit ich vor nun demnächst vier Jahren recht ahnungslos, dafür umso begeisterter die pinxographische Bilderschwemme gestartet hab, fasziniert mich die stets anschwellende Menge an Kombination von a) Fotos des Realen und b) Gemalten HalbAbstrakten und c) Diversen im Mix.

Suchmaschinenerzeugte Zusammenstellungen und Nachbarschaften, die man, so meine feste Überzeugung, eben nur mithilfe von Mischmaschinen hinbekommt ( und überhaupt: händisch kuratieren ist soo yesterday 😉 ).

Sind es doch genau diese Nachbarschaften, die mich besonders begeistern, suggerieren sie doch eine unbekannte (mentale) (thematische) Verbindung zwischen den Bildern, die bislang nicht sichtbar, nicht spürbar, deshalb nicht existent schien.

Und je mehr und je disparater die Bilderinhalte, desto weiterreichender die Inspiration, eine einfache Gleichung. Nicht zuletzt deshalb streue ich auch immer wieder down-to-earth-Blumen in die Melange 😉 Fünf Tage hat es diesmal gebraucht, bis die neusten in den Google-Index aufgenommen waren. Kennwort: Soodlepoodle Frühstückstisch. Nach einer Woche online der Wechsel zur Anfrage: site:soodlepoodle.net Frühstückstisch. Seht/fühlt den Unterschied!!

Wie Ihr sehen könnt, kommen hier Konstruktionsskizzen und Industriefotografie, Gemäldeausschnitte und nächtliche Bewegungsaufnahmen direkt nebeneinander zu stehen, kleine Deko-Miniaturen @ home, “Fotofußballcollagen” und waghalsige,

1.handgemalte, dann nachcompjuterte Farbmischungen. Eye Candy jeder Couleur.

Ebenfalls xtrem a-part finde ich die “zeitliche Mischung”: angejahrte Startbilder wie unten das Buddelschiff auf der Knopfsammlungs”werft” neben den neusten Schachbrettvariationen – von den SchwarzWeiß-vs- Kolor-Kontrasten ganz zu schweigen.

Zusätzlich funktioniert das Ganze wie eine Art digitales Tagebuch, daß von Algorithmen der wichtigsten Suchmaschine (nicht nur in Deutschland) mitgestaltet wird. Eine Art Mensch-Maschine-Zeitdokument. Man muß dazu natürlich screenshotten und archivieren.  Dann gewinnt man ebenfalls Erkenntnis.

Angesichts des steten Wechsels der Ergebnisse – heute bringt das Suchstichwort “Frühstückstisch” schon andere Bilderfolgen als gestern! – stellt sich die Frage nach Sinn des Rennens nach Ranking, oder?!

Ebenfalls kann man sich diese konveniente Zusammenstellungs-Automation mal in aller Ruhe zu Gemüte führen, um auf diese faulenzermäßige Tour zu nem repräsentativen “Menue” im Sinne des immer wieder mal gefragten “artist statements” zu kommen. Heute und hier wäre das da meine Wahl.

To be joyously continued!!

___________________________________________________________________________

Musik beim Schreiben und Aussuchen heute am grauen Freitag:

Locust: “Morning View” Apollo Records, 1997
Johnny M | 03:30 AM (Part 01) Deep & Atmospheric Underground Music

Frühlingsbaukasten!

Heute, knapp vor Ostern könnte es nun endlich so weit sein: der  Frühling ist da! Und ich will Euch die heurigen Magnolien™ nicht vorenthalten – diesmal in (Schlüpf-) Bewegung:

Alles neu macht der Moviepoodle: mithilfe der frischen FilmKameraTechnik, einer von weitem nach Tai Chi aussehenden, kaum spürbaren Körperbewegung in Hüften und Knien (um die mikroskopische Kamerabewegung hinzubekommen) und einer echt krassen Soundtracklüge™ dürft Ihr Euch, nur leicht von den Verwacklungen (es fehlt einfach ein gimbal dafür) gestört, ins Schwelgen stürzen.

Und wenns ein bißchen passende Musik dazu geben darf: Haydns Streichquartett in G Dur