Sechzig Zentimeter Indulgentia

Nein, nicht großartig sprachgähnen willich hier: ich bin nur sag ich immer Asterix-Lateiner und kann drum grad so unnütze Sachen wie “mein Lanze ist stärker als Dein Brustbein” oder “Die Totgeweichten grüßen Dich” vor Ort im Originalausdruck* loslassen, wenn mich eine gute RingsumStimmung dazu proviantiert. Äh, promoviert. ¿Produziert?  😉 Die Idee zur Überschrift kommt eher viel direkter aus meinem Englischvorrat..

Aber nun zum Schaum des Tages .. Sahne auf mein Haupt! Indulging in fantasy!

Heute gehts um das Ausprobieren-im-Raum. Ästhetik mal gewinnen lassen. Krasse Körperlichkeit gegen Vernunft und den ubiquitären Praktikabel-Komplex. Ich habe nämlich festgestellt, daß sich ungewöhnliche Möbeleigenschaften, im heutigen Fall die Tischhöhe, sehr anregend aufs Innengefühl auswirken.  Handbreit über kniehoch, so ein 60 Zentimeter hoher Tisch, an dem man mit keinem Stuhl, auf keinem normal gewachsenen Hocker sitzen kann, der aber gut Draufgelegtes in der perfekten Präsentationshöhe à la Pyramidenverleih-Modegeschäft showerledigt, daß der nämlich was hat.

Was genau? Mm, ich kann schnell dazu nur den in Germany unzutreffend händeringend radebrechend sperrig als Reiz* bekannten “Appeal” hervorholen: man guckt gern drauf, weil man einen anderen Winkel aufs Zeug dadurch bekommt.

Was bitte schafft einen derart großen Effekt sonst im Leben –  mit solch einfachen Mitteln?

Kopfständig sein vielleicht. Dabei kann man auch puzzlen, was man da 180°verdreht so jählings vor sich hat. (Auflösung für NeuAmBlogHier-Kandidaten: weiterführende Karstgoldvorlagen/-aufbauten. Diesmal wirkt das Ergebnis eher glasig, semi-transparent. Und monumentaler als beim ersten Anlauf:

Diese 60 cm-Vision, Herr Dokter, hab ich schon.. Jahre!!

Zuletzt diesen März, als Wegräumausredemöbel: gehörte CDs (oldschool* wie ich manchmal gerne mich gebe)  werden auf eine 25 Plätze bietende Treppe zwischengeräumt™ . Der Spaß Das Plus dabei: man erblickt ein stets wechselndes Mosaik aus CoverDesign file_under Musik. Und nicht immer nur diese schmalbrüstigen, langweiligen Rücken im Regal. Wie quasi ein Schaufenster zuhause: schau doch selber mal, was da Dolles (schon alles da) ist! Und das geht bestimmt auch mit Büchern!

Unten ein theoretisches Schema “zur Anschaulichen” – ich zage noch an der konkreten Ausführung. Zur Zeit fünf zu kurze Brettstücker aus MDF mit Joghurtbechersäulen drunter..

Ganz klar: das Unnütze, ja: Sperrige direkt vor der Nase macht halt den Unterschied. Und gleichzeitig das Ungewohnte: wann bitte  “präsentiermöbelt” man denn schon was @ home? Na also. Und wenn irgendwann im Rausch alles im Weg steht mitten am angefangenen Nachmittag, kann man ja Wolkengucken. zum Entspannen. Durch diesen nervigen Wind da dauernd gibts manch selten’ aufgerauftes flöck gerafftes Leckerli: Soweit meine Fantasie zum Thema 60 Zentimeter. Fotos folgen.. bis dahin: eine weitere “Heldenreise”, die sich um Zahlen dreht oder in der Zahlen die Richtung zeigen, wohin es rätselhafterweise & schlußendlich hingehen wird/soll: das grandios animierte Kurzfilmspektakel “850 Meters”.

* ab heute mal, spiel’risch und unverbindlich und zum vierzehn Tage ausprobieren gibts die neue Kategorie antike Rhetorik. Dieser Begriff “erreichte” meinen Gedankenfluß bei einem Kundengespräch mit einem gar nicht mal so bestürzend betagten Mann und stürzte sich hinein. Stürzte sich dermaßen wuchtig, daß das nun ein neues persönliches Schlagwort geworden ist, zurecht verschüttetes Sprech zu charakterisieren. Hört Euch doch da auch mal n bißchen um 😉 !

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Musik beim 3D-Schwelgen:

Best New Albums for May 21 on thevinylfactory.com 

various artists: “Latin On Impulse!”, Impulse, comp. 1998

Rockers Hi Fi: “Overproof”, WEA, 1998

Jonie Mitchell: “Court and Spark” A&M, 1974

Santana: “Moonflower”, Columbia, 1976

Beanfield: “Seek”, Compost, 2004 – aus dem Japanischen automatisch übersetzter Kommentar dazu: « Ich habe dieses Gerät bei soma.fm entdeckt, und es ist ein stilvoller und geschmackvoller instrumentaler Techno, der klingt, als würde er dort gespielt werden.
Ich fand später heraus, dass sie eine deutsche Einheit sind, aber ich genoss es ohne schwierige Elemente, wie es bei deutscher progressiver Musik üblich ist.
»

De-Phazz: “Godsdog”, Mole Listening Pearls, 1999

Was Pollock mit Pizza

Pizza Selbermachen ist 1 groß Spaß. Den kann man mit etwas Nonchalance und Willen zur Kunst noch aufbohren, denn ein teiggrundiertes Backblech gleicht ja täuschend ner unsolchen Leinwand!

Um den Zufall ins Spiel der Gestaltung zu bringen, “belegen” wir die Pizzafläche heute mal aus einem Meter Höhe und schlüpfen so in die Rolle des Jack, The Dripper: erst mal lassen wir aus der Tube mit dem Tomatenmark einzelne Kleinbatzen auf den ausgerollten, kräuterbeschneiten Teig fallen. Bei dieser Aufwärmübung kann man super sein räumliches Gefühl trainieren. Beispiel: “Krieg ich den Klecksabwurfpunkt in diese Ecke, an der noch nix is, ins Gefühl?” So kann man sich ins Action Painting einfühlen!

Dann eine zweite, antipodische Idee: das Aufblitzen dieses speziellen gelben Rahmens im Sucher meiner Kamera fiel mir beim Fotografieren einer der letzten Pizza-Making-Ofs auf. Warum also nicht mal gleichzeitig die Qualität der zugehörigen Gesichtserkennung testen? Also provozieren wir die und schneiden wir alles was geht in Kreise = Augen: die entkernten Oliven und die Zwiebel in (Augen)Ringe.

Das hier ist zu brav Tapete, Herrje Pollock, Nimm nochn Schluck! Quarantini-hour!

Wilder, bitte! Wil-der, Billy!!

Naja, vielleicht erstmal wild Unsymmetrisches wie die Sardellenfische anbringen. Inspiration,  Uknow… Dieser milchige Schleier da randständig ist übrigens.. Schlagsahne. Die macht den Teig unvergleichlisch.Besser, aber far from super.. Naja, bei der nächsten Version mach ich ma ne richtige Soße. Oder gleich zwei. In verschiedenen Farben auf dem Weg zum P. P wie Pürree..Painting.. Pyro..

Digitale Zwischenübung zur Blogillu: wie wenig Pfadpunkte braucht die Zqiebel zum Gedeihen?

Antwort: keine 20. La Zwiebel kommt dem Pfad entgegen.

Das oben mach ich, um wieder so eine Jokerkarte beim Bildergoogeln zu erlangen 😉 Es wird gefunden heute: “Spirale“. Aha, die noch völlig unbekannte “Zwiebelspirale”. “Zwiebeln in Spiralen schneiden”… noch nie gelesen.

Weiter im Küchenlab: Erkennungsdienst mit Zwiebellage: aha, das Ding schlägt an, findet aber niemand aus der Indoor-BildDatenbank 😉

Abwechslung ist die Würze des Lebens variety is the spice of life, deshalb kriegt das “Bild” nochn Finish aus Dreiecken. Dreiecke aus Käse drüber. Das berühmt-sperrige Dreieck-Dripping hihi Daß die Käsedreiecke beim Anwerfen ob ihres Reifegrades etwas an den Fingern pappen, bevor die Schwerkraft sie ins unvorhersagbare Ziel zieht, ist zusätzlich-super ™ für die nächste Stufe der Unwill-Kür:

Dafür fällt mir kein Kunstvorbild ein. Miro vielleicht. In seiner “Wimmelbildphase”. Als laienhafter Entwurf für nen Tiefkühlpizzensondereditionswerbeclip zum 40sten Todestag übernächstes Jahr. Man schreckt ja heute vor nix zurück.. Wie dem auch sei, Pfeffer drüber und ab in den Ofen.

Boni der Aktion: a) Nen-Händedruck-wie-abgesetzte-Präsidenten-kriegen = simply durch zähes Teigkneten/zähen-Teig-kneten, b) die wöchentliche Portion Play-Doh sparen. c) Gesichtserkennungsneugier weitertreiben: Yann Lecun, den “Gottvater der KI” kennenlernen und den Begriff  “Unüberwachtes Lernen” – paßt ja irgendwie auch für hier 😉

Rrring!! Zwanzig Minuten rum! d) Essen!! Ich würd’ mal sagen: Pizza “Pappagallo” 😉 Wer erkennt den Ausschnitt?

Pizza-auf-Teller-Nachtrag weitere 8 Wochen Belegepraxis später: Pizza “Demone“:

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Musik zur Kunst du moule heute:

Groove Armada “Late Night Tales” Late Night Tales UK, 2008

Sugar Ray: “14:59”, Atlanta, 1999

Nachtrag file_under action painting: 3 Wochen und drei Pizzen schlampig belegen üben später ist man der künstlerischen Essensausgabe gewaltig wohltuend nähergerückt:  angesichts dieses (diesmal noch) zwiebellosen Fast-Quadrats drängt sich mir gar der Begriff “Komposition” in den Sinn. Google “erkennt” auch keine Pizza mehr, sondern deutet das Vorgeworfene als messy harhar ;-)) Alles richtig gemacht! Jackson, gimme five!!

 

Leben aus der Wundertüte

Rausgehen ist super in diesen Tagen, die Luft weht frisch, die Sonne wunderbar, alles ist grün im Saft, doch dieses nachhaltig Hirnbefreite, dieses humorlose Ironie-für-Bares-Nehmen nervt. Da von fällt Isolation nicht schwer. al UHU’t ist soo yesterday!  Vaccinemadcap rules!Also schnell wieder nach hause mit dem yummie! lukullischen WochenEndEinkauf, in die grenzenlose&themenbefreite kreative EigenBewegung, ganz im Sinne der blue sky research°! Frühkaffee Uhrenvergleich: le Kassenbon zeigt auf 7:52, “mein” Restaurator vorletzte Woche auf das Unterteil eines ehemaligen Bürostuhls mit den Worten “Wie ne Rakete aus Tim&Struppi“. OK, warum das nicht gleich? als Warmupper / Vorhangheber ins Bild gesetzt, mit Spitze drangemalt:

Eine kleine Welt in der großen weiten, so seh’ (wahrscheinlich nicht nur) ich notgedrungen in diesen Tagen meine Wohnung. Eine Welt, die, obwohl selbst zusammengetragen, nun daraufhin abgeklopft werden will, welch unbekanntes Potential denn in ihr schlümmert. Potential, den Geist und Körper anzuregen wie ungekannt und nie zuvor als Wohnstätte.

Und so gings heute:

Ich hör im Radio (sooOLDSCHOOL!) Sachen über den Herrn Rams , “Industriedesigner der Moderne” – cool, äh, na, dann tät ich mal gerne nen “Industriedesigner des Neolithikums” kennenlernen. Da kommt mir meine indoor-Entdeckung der letzten Woche wieder in den Sinn: eigentlich Destiny Gelber Sack, aber: stapelbar wie alle gutgemachten Massenartikel, die sich im Lager/Verkaufsraum treffen, dieser gar dekroativ im Wechsel up-and-down-bar also: sammeln&stapeln/aufbauen und gucken, wie diese Muster mich zu Neeum bringen können. Methode: ganz à la Erwin Hauer (1926-2017), Bildhauer-went-Bauzulieferer. Bildergooglen!Supermarktaffine Schleckermäulchen erkennen diese Behältnisse sofort  – gibts ja auch schon unverändert seit 52 Jahren! Gestapelt in 3D als Säulenwand/Raumteiler unterm Fenster beginnen sich die reflektierenden BecherRänder erwartungsgemäß als fotogenes Muster darzubieten. Mit Photoshop erzeuge ich aus dem brauchbarsten Foto zum Aufwärmen eine mittenglänzende Achsensymmetrie:

Dann, impulsiv der Gedanke: davon will ich mehr haben, nicht nur Raster.. Faszination! Also (die Ränder) vergrößern, nach außen ziehen, irgendwann das zufällig als Vordergrundfarbe eingestellte Passepartouteigelb als Färbung ädden. Ta-dah! Wow ! – BlattgoldSpiegelung selbstgemacht. Verzerrende Effekte wie ein Konvexspiegel der havarierten Sorte:

Ich bin sofort entflammt: so was habe ich noch nicht gesehen! Also gleich nochmal ums neue Stadionrund. Was kommt mir dabei in den Sinn? Na: Gesehns und Gehörts und Gelesns der letstn Wochn: diese ägyptisch gestylte Anfangsszene vom fünften Element. Die Bebauung rings um die “Frogs in Reno”  auf Aporee. 70er Science fiction Landschaften, Mister Shainblums “Mirror City” mal wieder… Ebenso Cheryl Kelley *1968 malt fotorealistisch.. Autos in einer Paraderolle als Konvexspiegel. Dann:  was mein Nudelholz so anrichten hilft und natürlich: vergoldete Skulpturen. Aber flache, abstrakte Skulpturen, wie ins, äh, Viereck gegossener Pfannkuchenteig. Mal sehen, wer/was dabei Neues im Netz zu entdecken ist..mm.  Dani Karavan?! Gold Pouring Art?! Spiegel Architektur?! Antoni Gaudís Casa Battlo?? Vladimir Kagan (1927-2016) !! Ron Arad (*1951)!!

Dann Phase II: Variation der gewohnheitsmäßig gespeicherten Zwischenstadien (der Bildwerdung). Dann: Wirken lassen. Und: Was bleibt? Noch eine Wortmeldung, eine alternative Version?  Ach, Remind me later!

Viel besser als Theoretisieren: nach erquickenden Mittagsschläfchen wieder ran an den neuen Marmorblock. Hammer und Meißel sind im PC und: Whooah – FETT!! Protzgold!! Klunker!! Karstgold!!

Gewinnt n.a.t.ü.r.l.i.c.h. das neuen Soodlepoodle-Cover! Nächste challenge für den Einrichterpoodle: finde eine “natürlich sich anfühlende” Umgebung für die Dinger! Ich starte mal mit so Suchbegriffen wie architectural digest oder The World Of Interiors..

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Zaubermusik/Musik, sich zu Wundern auch heute und hierzu:

to rococo rot: “hotel morgen”, Domino, 2004

Natasha Atlas & Marc Eagleton Project: “Foretold In The Language Of Dreams”, Mantra Records, 2002

Original Score by Thomas Newman: “American Beauty”, Dreamworks Records, 2000

Von den zufälligen Blumen des Lebens

Heute: zurück von den zufälligen Blumen. Zum: Neuen. Serendipisch entdeckt vor fast genau zwei Jahren: die Methode Ich-werfe-der-Suchmaschine-mit-dem-großen-G-meine-“B(lumenb)ilder”-zum- Fraß-vor. Angesichts der gelieferten Ergebnisse startet dann die imperative Challenge des Tages: erstöbere unter den vielen “ähnlichen Ergebnissen” etwas Neues, Faszinierendes. Etwas, das Dir neue Türen aufstößt. Dich belebt, Dich aufweckt, vom gefühlten Leben im Murmeltierkäfich erlöst.

Also so ne Art Editor Aufgabe: erkenne ich an einem im Bildermeer schwimmenden Einzelnen, daß dahinter etwas Spannendes, gar: Großes steckt?

Also google ich und finde..

erst ein merkwürdig unterwasserartiges Bild auf gettyimages, darüber den Macher: den aha Glaskünstler Janusz Posziak. Ihn bei der Arbeit (nächster Schritt) zeigt das “etwa in der Mitte zwischen New York und den Niagarafällen” liegende Corning Museum Of Glass. Das bietet live action in ihrem Hot Shop:

Live glassmaking provides a unique context for understanding the Museum’s amazing collection.

Dann folgen im Bingemodus diese anderthalb-Stunden-Videos, in denen wo man den MeisterInnen beim Zaubern zugucken kann. Atemlos. Erst mal natürlich Janusz. Dann folgten Videos von Davide Salvadore und dem japanischen Glaskünstler Masahiro  Sasaki. Und den überaus überraschend-eleganten Abschluß bildet(e) dann gestern abend der “Bau” dieser wunderschönen schwarzweißen Kugelvasenkugel vom Team Mel Douglas.

Wahnsinn, was man mit diesem glühenden “Honig” so anstellen kann (nach zehn, zwanzig Jahren Übung ähem). Es bringt zu meinem Hirn/brings to mind meine im letzten Jahr mit dem Rechner “hergestellten” Veränderungen, von Streifen straight zu Strahlen:

  

Aus der Kohlenstoffwelt @ home dringt gleichzeitig grad folgende “zufällige Blume” von gesammelten Ratetmal* in den Mittelpunkt meines Interesses:Irgendwie, so denke ich, muß es doch möglich sein, mit visuellen Tricks wie dem Einfügen von menschlichen Figurenmaßstab oder Atmosphärischen, das wie die Außenfassade eines grandios exotischen Riesengebäudes/Pyramide à la Maraya Concert Hall aussehen zu lassen, das in der blauen Stunde seinen persönlichen Regenbogen wirft – soweit Gold dazu imstande ist 😉 Es gibt da nämlich ein sechs Jahre altes Acrylbild, das ich mir gernstens als Relief an einer Elfmeter mindestens langen konvexen(!) Außenmauer vorstelle:

Diese beiden zu einem Architekturgebilde zu molden wäre die nächste Reizung. Dazu gerne ein Backdrop genannter Hintergrund vom grandiosen Reuben Wu! *Unten noch ein zweit- und dritter Ratetipp zum gesammelten Ratetmal. Fotografiert, nachdem ich die Assoziation mit Maraya hatte und die gefundnen Bilder pestaunte:Und noch eins bei etwas kräftigeren Sonnenstand, wenn man das so nennen darf, das mich an diese unfaßbar zerklüftete Gegend Tsaratanana im Norden Madagaskars erinnert. Nein, auch da war ich noch nicht, aber es gibt ja das umweltschonende TeleStaunen 😉

Und dann als nächstes googlet mal bei schönem inneren Frühlingswetter das da:

Meine schnelle Wahl führt zum Eldorade der Dark+Abstract+Phone+Wallpapers

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Entdeckermusik heute:

Michael Kiwanuka: “Kiwanuka“, Polydor 2019

Sixty1strings

Ethereal 77: “Landscapes”, Basedaddy 1999

Plug: “Drum and Bass For Papa”, Blue Planet, 1996

Wayne Shorter: “Speak No Evil” Blue Note, 1966

Billie Eilish: When We All Fall Asleep, Where Do We Go? Darkroom, Interscope, 2019

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und hier noch ein paar erkennbare Blumen. Halle Luja. Handgemalt, Computergefärbt, 2015:

ein neues Soodlepoodle Startbildfeeling kam ebenfalls mit im Paket des kreativen Tages. Aber erst später halt:

It Was 505 y ago

Der deutsche Begriff für das englische delight schlägt sich nach als: Entzückung. Die hierzulande ganz schön aus der Mode gekommen ist – ich kenne niemanden, der “Ich bin entzückt” sagt. Oder gar ruft. “Holy wow” geht da leichter vom Finger zum Screen.

Wenn man als Bildgestalter (wie der famose ((Mode))fotograf Tim Walker) Den Garten der irdischen Entzückungenals Auftragsarbeit bekommt, ist das der Himmel auf Erden: völlig frei in der Gestaltung, mit grandiosen Team & diesem wahnsinnig zauberhaften Werk als Richtschnur!

Schaut Euch die 174 MB (!) des Original-Dings’ am besten erst mal auf Wiki an, geht dann nahtlos über zu diesem Making-Of Video. Dann googelt “Tim Walker” + “Bosch” und ich sag Euch: der Aben’ ist gerette 😉

Zuzärtliches delight ™ : besagte Surreal World of Set Designer Shona Heath:

Der Garten aus meinem Kopf

Irgendwie ahnte ich es schon: dieses digitale Bildermachen ist noch nicht abgeschlossen. Aus ein, zwei Grundformen diverse Variationen zu einem neuen Bild aufbauen. Nun gibts seit heute morgen das da ich würd mal sagen:

zwei dialogisierende Saurier, ein mittelalterlicher BlechHäher, ein olivbirkblattfahler Drachentänzer in Imponiererpose, die alle im weiteren BildLaufe/Zuge verkrauten, sich somit aus dem Reich der Wappentiere in den schwer unordentlich gehaltenen Garten schleichen. Und, stelle ich fest, trotzdem als zacken-blättrige Reinkarnation nicht von der Neigung zur Heraldik lassen wollen. Und der Anspielung auf Schmiedeeisenarbeit..OldSchoolität so weit das Auge reicht.

Dann der spontan unüberlegte Zauberspruch “Normalisiere!” und schwupp. Et voilá: extravagante Farbkombination:

Verschüttete KinakoMilch, Kakaolachen und Gartenabfälle.. Davon verschiedene Versionen übereinander geschoben beginnen, mithilfe der eingebauten, mitgelieferten Mathematik-im-Rechner zu kristallisieren, irisieren gar stellenweise und ich sinne vergeblich darüber, welche ComicSparte eine ähnliche Farbdramaturgie nutzt.. Irgendwas  uberbunt Asiatisches wie James Jean oder Jee Ook Choi klingt da an. Oder was Kalifornisches 😉

Abschließend gehts per Invertierung zum Eiskrautstrauchwuchern:

Aus dem sich dann, man ahnt es im oberen Bilddrittel schon, bald die Vögel aufschwingen, um…

zurück ins Reptilienhafte fliehend im dunkelverästelten Holz des Waldes zu veschwimmen. Oder war es der Dom eines Korallenriffs? Niemand wird es erfahren, denn schon krabbelt von unten der Abspann, eine noch unbekannte Wappentierart, auf und stellt sich bannergleich ins Zentrum..

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Musik beim Verkrauten-am-Sonntag:

The Irresistible Force: “It’s Tomorrow Already”, Ninja Tune, 2007 -耳が疲れません。

Ophelie Gaillard: “Carl Philipp Emanuel Bach Vol.2” , Harmonia Mundi 2015

Corinne Bailey Rae: “Corinne Bailey Rae”, EMI/Goodgroove, 2006

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PS.: “Gesucht: die Ration Sonntagsinspi!” Ich suchmaschine nach “colour+abstract+art+california” & finde listicles, irgendwann, unrelated gar:

 

 

 

Körpersprachen Add-On Spring/Summer 2021

Nicht erst seit den händeringenden Gesten- und Dämonenpostings vom vergangenen Herbst hab ich ein Faible für den Informationsgehalt, das Deutungspotential, die Spielbreite kurz: die Kommunikationswerte von Körpersprache. Sie ist universell, kommt überall vor und kann sehr zum unverstellten “Lesen” der Mitmenschen – und dadurch ermöglichten Vermeiden von Mißverständnissen – beitragen. Kein Wunder also, daß ich Euch heute noch sechzehn Tage Chance auf “Der Liebhaber – frei nach Marguerite Duras”- Ballett im Staatstheater Hannover online empfehlen mag, at the same time ein seltener Theaterbesuch, mit einem Klick nach hause geschlaucht, en passant zur Verfügung in dieser verrückten Zeit. Vielleicht könnt Ihr meine Faszination ja nachempfinden.

Choreograf Marco Goecke und das Ensemble “erfinden” für besagte Sprache neue “Wörter”/Vorgänge. Direkt von klassischen AlltagsGesten hin zu komplizierten Architekturen und Verschmelzungen mit Tanzfiguren, wobei das bislang ungesehene Staccato-plus-Tempo nicht nur bass beeindruckt, sondern mich zur Überschrift hin inspiriert hat: Da ist was Neues, jenseits des Tanzes. Das man gar als neues Vokabular für sich(!) in Betracht ziehen mag. Antipoden des Yoga quasi. Nur. so. ne. Idee!

..und: reizt mich, da noch ein paar Konstellationen zusätzlich zu bauen:

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Musik im Foyer in den Pausen (ok, gibts keine, stellt Euch halt vor: Ihr mit Hand an Sektkelch und Lachshäppenings-chen):

Wayne Shorter: “Speak No Evil”, Blue Note, 1964

Salaryman: “Salaryman”, City Slang, 1996

Queen: “Hot Space”, EMI, 1982

Träumen vom Fluss des Januar – per Film!

Die Challenge heute: der passende Text, die launige Anmoderation für dieses kleine Transferleistungsabenteuer (von 3 Clips zu 1 Gedicht). Ich machman Experiment heute und “verschiebe” das literarische Ergebnis auf die kommende Woche. Erstmal ein quick&dirty Prolog:

Kommt heute mit mir mit durch die drei “Tafeln” eines frisch gefundenen Videoabenteuers. Alle drei gibts erst seit der letzten Januarwoche, daher meine aus dem Portugiesischen geliehene Überschrift. Man benötigt zum Genuß des Videotriptychen im Gegensatz zum Klassiker, drei nebeneinanderliegende (Altar)Gemälde, einen genau vorgegebenen Zeitrahmen, heute knapp 56 Minuten. Es ersetzt also nur fast den sonntäglichen Fernse-habend 😉 .

Schaut in der Reihenfolge von oben nach unten, dann erhaltet Ihr das geplante Feeling ™ ! Ich ädde die mir charakterisierendsten Kommentare als kleinen poetischen Anhaltspunkt.

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Its done with a symphony of machine learning, automation and our amazing associates (11:08)

______________________________________________________________2
This is probably the most impressive Cnc project I’ve ever seen!! And I watch a lot (29:38)

______________________________________________________________3In this dystopian future, fashion shows have turned into short films and I’m here for it. (15:13)

Pfad follows function

Diese kleine Abwandlung des großen, modernen Gestalterthemas-unserer-Zeit-hierzulande-seit-Bauhaus fällt mir verläßlich immer ein, wenn ich über bestimmte Plätze der Stadt gehe oder radle. Da sieht man nämlich Denkmäler ‘für, die von den Anonymen Passanten “angelegt” wurden. Oder sagt man hier: angetrampelt? Oder feiner: DIY-bepfaded?

Heute aber feiere ich das WiederEintreten* des Bilderpfads in mein gestalterisches Leben. Hurra(y)! Wie ein neues Werkzeug, daß neben Aufblas-Genauigkeit vielmehr Elgenaz der Linien einführen hilft. Oder, anders gesagt: damit kann ich nun Kurvenschönheit üben!

Und los gehts mit einer alten Idee, der des formschönen Logos, oder der der harmonischen Schriftgestaltung. Ein eigentlich sakrosanktes Thema ausschließlich für wirkliche Profis, aber heutzutage darf ja jeder 😉 So kommt hier das neue/alte MoviepoodleDings**:

Ein Skulptur gewordener Fernseher goes Sprechblase, sehr angehaucht von den Siebzigern würde ich ädden, nicht nur im verwendeten Orange, auch in der Form, die passend tropfenförmig dem Riesenthema Blobject Tribut zollt. Man hat halt auch 2021 immer noch soo viel Orthogonales um sich rum den ganzen Tach!!

Grundlage für solch digital-grandioses Gestalterwerkzeug ist, wie fast immer, die Mathematik. Hier die Abteilung VektorRechnung. Die liefert die theoretische Grundlage für “mathematisch beschreibbare Zeichnungen oder Illustrationen“. Ihr Vater, der Mathematiker Hermann Graßmann (1809-1877), lebte fast zeitgleich mit, das muß man sich mal vorstellen: Richard Wagner (1813-1883)!

Zum “Verpfaden” nehme ich ein 2017 selbstentworfenes Alphabet,, dessen Einzelteile ich nun mit einem um die Pixelschwärze geklickten/gebogenen Pfad ersetze- hier zwei Phasen, an deren Vergrößerungen man die elegant geschwungenen Verbindungslinien zwischen den Punkten sehen kann:

 

Das fertige Ding brauch ich nun als Ersatz fürs youtube-Einbetten, hauptsächlich hier in der Abteilung Videotriptychon. Dazu gleiche ich farblich ans verlinkte Video an, siehe das nächste Posting!

  •   * zum Millenium erblickte ich den Pfad zum ersten Mal 😉
  • ** das gibts seit 13Jahren, als ich kreativ für einen Fernsehsender werden wollte.
  • Testläufe aus den ersten Tagen mit diesen mausgeklickten Buchstaben seht Ihr hier – den schota rocke bete Kuchen gibts immer noch:

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Musik beim Abrunden, Schwingen und Glätten heute:

Koschorreck: “Snapshot Music Box”, In & Out Records, 1997

Wendy & Lisa: “Fruit At the Bottom”, Virgin 1989

Scissor Sisters:”Ta-Dah!” Polydor UK, 2006 (cooles Logo b.t.w.)

Jamiroquai: “Synkronized”, Sony 1999

Thomas Dolby – Airhead vom 1988er Album “Aliens Ate My Buick

The Wolfgang Press: “Funky Little Demons“, 1992

Bedenken S Ihr’n Wortschatz!

The Wortschatz, da rum kann man immer feilen!

Bedenken Sie das!
Bezeugen Sie was!
Bewerten Sie das!
Verwerfen Sie was!
Belallen Sie das!
Beschallen Sie was!
Belatschert Sie das?
Bedächtigt Sie was?
Versohlt Sie wer?
Bejohlt Sie wer?
Beessigt und beölt Sie wer?
Dann knacken Sie dran!
Verbacken Sie dann
die Krumen und die Lackel, Mann!
Die neuen Dings
wer sie auch brings
hinein ins Buch
netter Besuch
von frischem Wind
im heim’schen Hirn
Die Zunge dann
radbrechend dran
auf neuen Touren
hoch!