Category Archives: über 7 Eselsbrücken

Die Methode. El método. Yöntem bilgisi, eben!

“Wollen Sie nicht erstmal eine Sprache fertig lernen, bevor Sie die nächste oder gar übernächste anfangen?” fragte relativ ratlos meine Kollegin in der Mittagspause. Ich war ebenso ratlos, was ich auf eine solch bizarre Frage, denn nicht anders als bizarr kam sie mir vor, antworten sollte, flogen mir doch durch meine Arbeit ständig gefühlt alle 125 Sprachen zu, die man, so liest man, hier in Mannheim in täglichem Gebrauch hat. In irgend einer Ecke der Stadt halt.

“Ich nehme immer das, was so (vor)kommt. Und daran mache ich dann weiter!” oder sinngemäß lautete meine provisorische Antwort. Und abends fiel mir mein erstes Beispiel dieser Methode, immer stückweise anzubauen und von KollegInnen Übersetzungen satzweise zu erbitten wieder ein.
Es begann ohne Aufhebens oder gar Erkennen’s im zarten Alter von dreiundzwanzig: italienisch lernen mit dieser Methode denn. Irgendwie kann ich mir komplette Sätze, wenn sie nicht zu lang sind – sloganmäßige Länge quasi – am besten merken: Sbadiglio nell’ascensore – ich gähne im Aufzug. Nicht nur passen da mehrere Vokabeln gleichzeitig rein, auch habe ich ultrapraktischerweise gleichzeitig die korrekte grammatikalische “Anpassung” @ händ. In einem Wort: Eine persönlich getestete und funktionierende Methode.

Um den am meisten “vorkommenden” Zungen meiner Umgebung entgegen zungen zu können, habe ich mir gerade heute am hellen Vormittag folgendes Repertoire x14 zurechtgelegt: Sprache(n) lernen und gleichzeitig aktive, freundliche Kommunikation mit “dem noch Fremden” s.m.i.l.e.y.: Start: in Mutter’s Sprache:

Meine Methode funktioniert so, dass ich meine muttersprachlichen Kolleginnen bitte, mir einen Satz zu übersetzen, den ich selbst formuliert habe. Dann lerne ich ihn mit der richtigen Aussprache auswendig.
Genau so, wie das, was ich gerade gesagt habe!

Mi método consiste en pedir a mis compañeras nativas que me traduzcan una frase que yo (mismo) he redactado. Después, (me) la aprendo de memoria con la pronunciación correcta.
¡Exactamente como lo que acabo de decir!


Il mio metodo funziona così: chiedo alle mie colleghe di madrelingua di tradurmi una frase che ho formulato io stesso. Poi la imparo a memoria con la pronuncia corretta.
Esattamente come ho appena detto!

Ma méthode consiste à demander à mes collègues de langue maternelle de me traduire une phrase que j’ai moi-même formulée. Ensuite, je l’apprends par cœur en veillant à la prononciation correcte.
Exactement comme je viens de le dire !

Rêbaza min wiha dixebite: ez ji hevkarên xwe yên ku zimanê dayikê diaxivin daxwaz dikim ku hevokeke ku min bi xwe nivîsandiye wergerînin. Paşê ez wê ezber dikim û piştrast dibim ku bilêvkirina wê rast e.
Tam wekî ku min nû got!

Here’s how my method works: I ask my native-speaking colleagues to translate a sentence that I’ve written myself. Then I memorize it with the correct pronunciation.
Exactly as I just said!

Az én módszerem az, hogy megkérem anyanyelvi kollégáimat, hogy fordítsák le egy mondatot, amit én magam fogalmaztam meg. Ezután megtanulom a helyes kiejtéssel.
Pontosan úgy, ahogy az imént mondtam!

Moje metoda funguje tak, že požádám své kolegyně, které jsou rodilé mluvčí, aby mi přeložily větu, kterou jsem sám sestavil. Potom si ji s správnou výslovností zapamatuji.
Přesně tak, jak jsem právě řekl!

Način na koji moja metoda funkcionira jest da zamolim kolege koji govore maternji jezik da prevedu rečenicu koju sam sam napisao. Zatim je naučim napamet, pazeći da je izgovaram ispravno.
Baš kao što sam upravo rekao!

Moja metoda polega na tym, że proszę moje koleżanki, dla których dany język jest językiem ojczystym, o przetłumaczenie zdania, które sam sformułowałem. Następnie uczę się go na pamięć, zwracając uwagę na prawidłową wymowę.
Dokładnie tak, jak to, co właśnie powiedziałem!

Min metod går ut på att jag ber mina kollegor, som är modersmålstalare, att översätta en mening som jag själv har formulerat. Sedan lär jag mig den med rätt uttal.
Precis som jag just sa!

Benim yöntemim şu şekilde işliyor: Anadili İngilizce olan meslektaşlarımdan, kendim oluşturduğum bir cümleyi çevirmelerini rica ediyorum. Sonra bu cümleyi doğru telaffuzla ezberliyorum.
Aynen az önce söylediğim gibi!

Käytän seuraavaa menetelmää: pyydän äidinkielisiä kollegoitani kääntämään lauseen, jonka olen itse laatinut. Sitten opettelen sen oikealla ääntämisellä.
Aivan kuten juuri sanoin!

Add-On Special: albanisch:

Mënyra se si funksionon metoda ime është që i kërkoj kolegëve të mi që flasin gjuhën si gjuhë amtare të përkthejnë një fjali që e kam shkruar vetë. Pastaj e mësoj përmendësh, duke u siguruar që e shqiptoj saktë.
Saktësisht ashtu siç sapo thashë!

Elf Freunde und drei mon Schiris sollt Ihr sein! In order of appearance:
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Epilog zu dieser unschieren Masse an Info Lernvorratspackung/ Eintrittskartensammlung: was Weniges davon habe ich heute gelernt?

Die spanische Version habe ich mir genauer angeschaut, sie schon gegenlesen lassen können (daher die eingeklammerten = überflüssigen beiden Worte) die anderen erstmal “nur” fleissig gecopied, gepastet und ordentlich ge-staunet über so viel Fremdeln beim Anblick der Schriftbilder, Worte und Sonderzeichen.
Fürs persönliche Instant-Gedächtnis heute fand ich das Futter, Snippets und Partikel eher an den Rändern dieses Blogposts:

  • eine kleine Zwischenrunde Flaggenkunde
  • Die slavischen Sprachen sind sehr miteinander verwandt s.m.i.l.e.y. Sagen (& verstehen) auch die KollegInnen.
  • Yöntem bilgisi heißt Methodenkenntnis auf türkisch. Also: Know How 😉
  • Piros-fehér-zöld sind die drei Farben von oben nach unten der ungarischen Flagge: rot weiß grün
  • Wow! Entdeckung des Tages: das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache – dwds hat eine Fußballsprachensektion eingerichtet! Estupendo! Daraus neu to me: Auflaufkind, das | Einlaufkind, das | austanzen, Verb | Ballbehauptung, die | Ballbesitzfußball, der | ballestern, Verb | Beton anmischen, Mehrwortausdruck | Bummerl, das | Chancentod, der | das Ergebnis verwalten, Mehrwortausdruck | den Bus parken, Mehrwortausdruck | die Kabine verlieren, Mehrwortausdruck | die Mauer dirigieren, Mehrwortausdruck | dritte Halbzeit, Mehrwortausdruck | Durchhaus, das | Einsergoalie, der | englische Woche, Mehrwortausdruck | ewiges Talent, Mehrwortausdruck | tbc
  • Was will ich können? Na: Tam wekî ku min nû got!

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Musik-dazu-Liste. Endlich mal wieder; beim Übersetzen lassen. falemindérit deep l!
Julia Plays Groove: Aretha Franklin – What a Fool Believes (Bass Cover)
Talking Heads: “Little Creatures”, SIRE , 1985
Savvas Ysatis: “Select”, Tresor, 2001
Burnt Friedmann & Jaki Liebezeit: “Secret Rhythms” , EFA, 2002
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Kreuzwortquiz: wie viele Deppen-Apostrophe findet Ihr auf dieser Seite ? s.m.i.l.e.y.

Ich spreche babylonisch

Das sind meine aktuell stark befahrenen Eselsbrücken from all over the globe:

Plishki or Nůžky? [pälzisch, tschechisch]
brombeerfarbener Jazz? Wähle ‘1678 Broadway’! [türkisch]
A klares Nein zum Rhotazismus Bohemicus!
erkiesen oder erkoren – sowohl als auch, Komma!
mirupafshim | flunitrazepam [albanisch, chemisch]
Ejder ha und zwedder H [türkisch, Kennzeichen hamburgish]
no plus -cik: klein[teuflisch] gibts nich!
Ich traf Dich irgendwo, allein in Mexiko [stimmlich, gesanglich]
Corda dorsalis oder Costa Cordalis, Herr Dokter? [medizinisch]

Epilog: oops, da könnten die operativen Hälften eines einstigen siamhesischen Interrobangs ‽* noch schmückend wirkend verwendet werden:

Ich? spreche babylonisch – for it rewires my brain!

*‽=Fragerufzeichen, ein seltenes, im Deutschen nicht benutztes Nichtstandardsatzzeichen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Interrobang.
Wie Ihr jäh seht Nein, kein KI-generiertes, wahrscheinlich Fantastisches! s.m.i.l.e.y.

De nada, nadel, fado, 1A Ficionado!

Ich tippe dies, um als MusikundSprachliebhaber endlich mal,
und überfälligst längst
dies wunderbare Wort
Aficionado
stets hier bei mir zu haben.

..und suche mein’m Hirne je
ne Eselsbrücke zum Ver
lier’n und Wiederfinden wie
der Andi einste stat! In diesem Sinn :gib2:
O Fizio, sci figlio ,
fil-ament, Muffin, Niñio!

Dann rude und comme un Tornado
ins Off fliegt “Tournamentaalo”,
an Office boff & bolderol,
ein Bureau ohne “o”ld Rrol
wie in der gelb’ Tournane 😉

Afrique, ballique, Affiche, Afiz
zwei a, zwei i, zwei o,
per ici sie getrennt/vereint
direkt vor Euren Augen.

Jed’ Zeil’ ein Tritt auf E’zelz’ Brigg.
Das “hier” kommt hier, en francais zwar,
doch wohlbestrumpft und re-erkannt
das Endergeb: Banado,
Tournado & Ciao! Nado!
e.r.g.o.:
Afici ‘O’ nado.

1 Yard + Babette (small) = Hilfsbereit sein

Sprachen lernen hat wie alles andere Lernen mit Gehirn-Aktivieren zu tun. Gehirn aktivieren bedeutet anfänglich, ihm erst was beizubringen, also Material reinzuräumen. Modern gesagt content. Das klappt am besten, wenns da schon was gibt, an das man das Neue anverankern kann. Sagt die Wissenschaft hat festgestellt.

Das heutig zu Verankernde seht Ihr schon fertig-plus-Rezept an der Überschrift: 1 englische längliche Maßeinheit + hessisch angewandter Diminutiv ergibt/verankert einen sehr brauchbaren türkischen Ausdruck. Der ist zwar überhaupt NICHT gängig , da die “continuous form” im Türkischen eigentlich brachliegt, ich kenne sie bislang* auch nur im Englischen, dennoch aber sehr gute Gegenreaktionen der künftigen Hörer ihrer damit erbracht werden können – bei mutiger Aussprache von
[yard im tsche olmak]
Das hinten noch fehlende “olle Mak” finde ich so geschrieben/gedacht ebenfalls easy to merken.
Offiziell wird das Ganze geschrieben

yardımcı olmak!

Probierts einfach mal aus! Auch, wenn Ihr nicht genau meine heutige Assoziationskette nachfollvühren könnt s.m.i.l.e.y.

Jugendsprache Mock Up

Ein Mock Up ist ein 1:1 oder eins-zu-irgendwasanderem-Modell des geplanten Künftigen. Deutschwiki gibt diesem eigentlich mehrdimensionalen Begriff bislang keine Chance und verlikt SOFRTO auf “Vorführmodell” OK.. soweit die Vorrede. Nun zur Mehrdimensionalité:

Neue Wörter und Begriffe Erfinden macht super Spaß und hält jung, sagt die AOK* (= fake, but interesting news). Durch mein Projekt JazzyKolamii entspringt mir angesichts dieser Idee eine weitere jene, eine nämliche welche wäre: neue NachwuchsWörté zur detuschen Jugend können freilich auch (nicht bloß zu nem Bruchteil) von woanders héé kommen: ich greife a)us der Luft und nach den 5 kleinen hier umher liegenden Reisewörter b)üchern (Seite 358 Pfanne – Seite 359 Politur – Ausnahme: #8. Der/die/das stammt von Seite 326 Kaugummi – 327 klatschen (Beifall)):

  1. Gib mal Piipputupakka!
  2. Keinen Kantarelli wert!
  3. Hell & Tai
  4. Pluspiste
  5. auf die lankku mit dem!
  6. da bin ich total helpp’o hoi toinen!
  7. muovipussi
  8. Alles für meine Lapsuus!
  9. levyke dran! (großes Lob)
  10. too much raataa!

Kiitos Suomelle tänään! s.m.i.l.e.y

Wow! Ich finde eine schwyzerdüütschi “Mock-Up Spotting Map“!

*Arzt-Oberlehrer-Kongregation hihi

Finally Gotta NY Elv Tö Rők

Wie schön, wenn mir außerdeutsche Sprachkenntnisse helfen, neue schräge Wörter aus Drittsprachen SOFORT in den Sprachvorrat (sprich ins Gehirn) zu integrieren!
Denn, so der geradige Fall als Per-Popmusik-Denglisierter lese ich beim Anblick von

nyelvtörők

hier natürlich SOFORT die “zu schaukelnde Elfe aus New York. Äh, zu rockende siehe Überschrift/Headline.”

Isses! aber! nicht!

: es ist das Wort für: ungarischer Zungenbrecher auf ungarisch. Und schöön auseinandergebrochen gelesen fantastischerweise instantly verzehrfertig für mein Langzeitgedächtnis s.m.i.l.e.y..

Und es ist überhaupt nicht so, wie Frau Hungarian by Heart meint: csak foglalja az agyamban a helyet (“verbraucht nur Platz in meinem Gehirn”, flaust es also nur zu (Pfeil nach unten)).

..zum Glück falsch: die 😉 kulturelle Bedeutung von Zungenbrechern “erklärt” entdecke ich doch gleich drauf auf magyarvoice.com:

Zungenbrecher spiegeln oft humorvolle oder absurde Situationen wider, was sie besonders unterhaltsam macht. Sie sind ein Beispiel dafür, wie Sprache spielerisch und kreativ genutzt werden kann, um Freude und Gemeinschaft zu schaffen.
Genau! Geht mir auch! So! Meine Rede! Besser könnt ich das auch nicht! Sagen!

Schlußendlich wähle ich diese drei beiden to go:
Ádám bátyám pávát látván száját tátván pávává vált. Mit einleuchtenden! Bild wiedergefunden auf https://www.citatum.hu/idezet/1451
dann, passend zum Frühjahr:

Egy kis kertet kerteltem, Ich habe einen kleinen Garten angelegt
benne vermet vermeltem, Ich habe eine Grube darin gegraben
répát, retket termeltem. Ich habe Karotten und Radieschen angebaut.

und, first in, last out:
Mit sütsz, kis szűcs? Tán sós húst sütsz, kis szűcs?

Und a propos und by the way: “Eine Elfe in NY rocken” übersetzt die heutige KI ins Ungarische mit « Rocking egy manó New Yorkból »

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Musik anbei heute: schon wieder mal
Róisin Murphy: “Ruby Blue”, ECHO, 2005
und by the way Michael Jackson, versteckt oben im Link auf “rocken“: Julia Hofer und Patrick Metzger spielen ihre Lieblings MJ Grooves

Nakakapagpabagabag! oder: Welcome To JazzyKolami

JazzyKolami ist die eingegroovte Version des tschechischen Begriffs Jazykolamy für: Zungenbrecher.
Zu dieser so getauften Kategorie hier am Blog gibts mit diesem neusten bereits vier Artikel – ich wollte mit Futter aufwarten können, anstatt das Ding im solothurn zu enthüllen..


Enthüllung Benz Dankmal Augustaanlage Mannheim, ziemlich sicher am 22. August 2008

Das erste Wort hier und oben stammt aus der Filipino national language Tagalog

nakakapágpabagabag
that which is upsetting
das was son bischen beunruhigend ist. OK, empörend. son bischen.

nakakapagpabagabag na tanong
disturbing question
irritierende Frage

angeblicher Superlativ: pinakanakakapagpabagabag
hab ich gefunden auf https://www.tagaloglang.com/nakakapagpabagabag/

ich sach nur: das sind Zungensprünge auf Austronesisch!! – nein, das ist weit weg von Wien.. Super weit.

Whats that all about? Nun,

Fremdländische Zungenbrecher lernen

sind wie Kurztriptickets in die ganze Welt lösen. Wenn man bespielsweise in einer mittelgroßen Stadt wie siehe oben Mannheim lebt, hat man die ganze Welt direkt vor Ort. Und damit hunderte Türen und die Schlüssel, diese per bloßer Sprachanwendung (z. B. “Sju sjösjuka sjömän sköttes av sju sköna sjuksköterskor på det sjunkande skeppet Shanghai” ) zu entdecken. Und zu öffnen. Persönlichst. Gastfreundschaftlich. Humorvöllig. Ausrufezeichenst.

Für interessierte einheimische Hirne™ brauchts da natürlich dringend den

Eselsbrückenbau à la Soodlepoodle:

yo! und jetzt: wie sich das Ding merken??
Merkspruch Beta: die Seite NaKAKA, the nAkAkA pag(e)), dann Karl Lagerfeld, wie er mit seinem verächtlichen, fast gespuckten pa! die Taschenflut kommentiert:”på! bag a bag” . Bleibt noch, mir ne Brücke für den “Start ins Nakaka” zu bauen/finden. Mh. Mal abwarten. Kommt sicher über Nacht! Oder genau das zum (diesmal) bajuwarischen (Merk)Thema machen: “Kannst Du Dir das denn merken?” “Na, ka i ned!” et voilá!

PS.: das oben weiß verhangene Ding enthüllt. Erst Wochen später aufgenommen mit meinem größten Teleobjektiv damals, um beide Teile des “Ensembles” direkt nebeneinander aufs Bild zu kriegen.


Siehe da: das Ganze mit dem mittlerweile dem ähem Schwund gegenüber aufgegebenen Kurbelgestänge. So war das eigentlich geplant.

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gutgelaunt mitwippen und dabei die Zunge verdrehen bei:

  • The Busters: “Stampede”, SONY MUSIC ENTERTAINMENT, 1996
  • Glissando Bros.: “A Great Gift Anytime”, STIR15 Recordings, 2000
  • various: “Blue Brazil Vol. 2” Blue Note In A Latin Groove, 1997
  • Pantha Du Prince: “Black Noise”, Rough trade, 2010

Figurine #17 – der Navigator

Schnabel vs. Auge oder: Schnabel + 3 Augen, wie auch immer: erkennbar eindeutly on top die Positionslampenklassiker aus der Schiffs- und Luftfahrt (grün: steueroasenbord, rot: backblechbord). Könnten drehend beleuchtbar sein. Trotz seines figürlichen Aussehens mit diesen rotklobigen “Schuhen” – man will ja unbedingt was erkennen wollen! – kommt dennoch der Verdacht auf: Voll?Pfosten?Automat? Denn das Ding ist einfach zu rechteckig, die organischen SchnabelaugenStücke zu angebracht wirkend™ .
Durch den breiten braunen erdfarbenen Sockel der laienhaften Irritation Fragen: gehört der auch dazu? Oder ist der optional abnehmbar? Oder ist da der Maschinenraum drinne??

Oasen, Blech. = 2 Eselsbrücken.

Über 7 Eselsbrücken mußt Du gehn

Es geht ums Gedächtnis heute und was es mit uns so macht. Und was wir mit ihm ausrichten können – an ihm gar?

Das großartige, universelle «Wie krieg ich das Gemüse in die Kinder?» kann man übersetzen mit wie schaff ich es, meinem Wortspielhirn was sperrig/Wertvolles einzutrichtern, das drinne bleibt¿ Bislang gelernt: man braucht einen vorhandenen Anknüpfungspunkt für das Neue, das wäre artgerechte Haltung.

Ein mir jüngst zugeflogenes italienisches Ding, das zusätzlich DEMOmäßig vom “Überbringer” heruntergerattert (mit rollendem R gelesen in 0,3 Sekunden, bitte!) wurde, bekam dadurch den starken Appeal, es selbst herunterrattern zu können, denn, finde ich auf kalbalietuva.com (=litauische Sprache. komm) «durch das Üben von Zungenbrechern entwickeln Sie eine phonemische Bewusstheit, das heißt die Fähigkeit, die kleinsten Klangbausteine einer Sprache zu erkennen und zu manipulieren. Dies ist entscheidend für das flüssige Sprechen und das Verstehen der Sprache.»

Ich würde ädden: jeder Sprache, also andiamo. Sieht erstmal so aus:

„Trentatré trentini entrarono in Trento tutti e trentatré trotterellando”.

Auf deutsch auch ein ziemliches Dingeling : „Dreiunddreißig Trienter betraten Trient, alle dreiunddreißig in leichtem Trab“. Das soll ins Hirn. Und allzeit bereit stehen zum Zungen”schmelzen” (scioglilingua): in der Pizzeria, in der Eisdielenwarteschlange oder sobald jemand “aspetta” ruft. Oder: “subito!

Also muß ne E Brücke her. Nein, nix, was man über Nacht irgendwo einsteckt.

Die 33 trottenden Trienter sind für mich leicht zu merken, sind sie doch Thema des Satzes. Die 7Brücken brauche ich, um die mir ungeläufigen Teile abrufen zu können. Und der Abruf klappt, wenn man weiß, wie & wo man da welche losen Enden zusammenklicken kann. Wie Ihr sehen werdet, ist es locker möglich, diese Punkte gar zu erfinden: aus dem gesamten Stamm der persönlichen Erfahrung, der individuellen Fehleranfälligkeit, des verstammelten Unverständnisses oder auch geschöpft aus reinstem Wissen! Yo! Also los und last for first:

Beim Tippen des letzten italienischen Wortes fällt mir und meiner luxierten ASso* auf: ich habe Trottel und Tellerrand getippt. Überlappend in einem Wort! Wow! Und dann noch in einem importierten gleich italienischen Wort! C.r.a.z.y. + O! Erste E Brücke!!

Dann die Entdeckung: Oh, No – ich habe mich vertippt und L und R vertauscht: es gibt weder Trottel noch Tellerand sondern ein Trotterellando. Dafür (!) hab ich mir mit diesem Vertipper das Grundgerüst dieses Bergriffes gemerkt.

Zum guten Gedächtnis (Vorschlag für ne Gasthaustaufe) entdeckt: eine “falsch” geschriebene terre und Land sind in derselben Schublade. “Terminus-intus” Tusch!

Das französische Verb “entrer” (eintreten) bildet die folgende Brücke zum “Überqueren” des “entrarono”. Das kennt man aus der Schule vielleicht/gerne, seit man zwölf ist.

Freie kindliche Assoziation bringt den Schüttelreim TRari, TRaro! TRarono. Sowas wie ich tute, Du tutest, sie tuten 😉 Fehlt dann nur noch die Einstiegssilbe: en

Trienter heißen trentini, die Stadt nördlich der Alpen Trient, südlich davon Trento. Woher das i für Deutsche kommt.. Call a Linguste! Vielleicht vom Konzil! Demnächst 500 Jahre her!

Die letzte ist keine 100%ige E Brücke, sondern hybrides lexikalisches Gedächtnis: alle (Esel) = tutti e

Fazit durch Gegencheck + Nachlesen der Überschriftenquelle heute:

Bisogna attraversare sette ponti mnemonici

= das Gedächtnis ist ein Esel. Aber was war ein Esel nochmal?

Und die Stelle, wo das hier alles steht, merk ich mir mit diesem 7 Jahre alten…

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Musikhören beim Versuch einer von Lagerfeuergitarrenklampfen verzerrten Erinnerung:

  • Nosie Katzmann: “Greatest Hits”, GIM Records, 2008
  • Amp Fiddler: “Afro Strut”, GENUINE, 2006
  • David Byrne: “Rei Momo, Luaka Bop, 1889
  • Steely Dan: “Katy Lied”, MCA, 1975
  • Laurent Garnier: “Unreasonable Behavior”, MUTE, 2000

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* Hat mir ein Medizinerfreund mal so optimal korrekt diagnostiziert: luxierte Assoziation= nächstes, “ausgekugeltes” Level der gelockerten Assoziation. Perfetto per me: Ich denke sowieso nur schulterlings.m.i.l.e.y.