Category Archives: Entdeckung right heute

Elevator Pitch @ home

Danke Elke, für diesen umfassenden Begriff! Auf den Elevator Pitch wäre ich null gekommen, aber es ist tatsächlich einer: wenn man C|et|O eine Nachricht schicken will, ist sie auf 250 Zeichen begrenzt. Denn tippt man oben “Hello” rein, steht unten, unter dem Eingabefeld:

You have 245 characters left out of 250

Wenn das man kein knackiger Schubs ist, zur Sache zu kommen! So nen fantastischen Kommunikationsmodus wünscht man sich doch auch s.o.f.o.r.t. für den “funktionellen Teil” des Lebens – und jetzt ist Gelegenheit dazu da, sich kurz zu pitchen – hier&heute – ohne Aufzug fahren oder Hemden bügeln zu müssen – einfach interaktiv zum Eintippen @ home, Martini anbei, Süper!

Natürlich muß man sich angesichts solch jäher Herausforderungen erstmal

  1. sammeln – ging mir so: tipp tipp tipp – huch! 5 schon weg!
  2. Dann la Herausforderung annehmen: ok, Google…, dann beginnen zu
  3. üben, quasi
  4. eine sportive (Haus)aufgabe draus machen.

Lucky me: Gottlob schon geübt=gebloggt seit 2011. Lucky Me II: Plus (entscheidend): ich=aphorismophil – mein Lieblings-A., gleichzeitig knackige Selbst-Definition:

Seine Kürze steht im Gegensatz zur Tragweite.

So war ich dann nach wenigen Minuten (no kidding) fertig. Mein – ähem, gemäß Wikipedia – «Nutzenversprechen eines Geschäftsmodells beschreibt den Nutzen und damit den Wert, den Kunden oder Wertschöpfungspartner durch ein Geschäftsmodell erhalten.» as following:ceto-handbag-ppitch

Pitch-Urkunde-für-mich: der Satz, der jetzt druntersteht ;-)

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Musik beim Aufzugfahren/Pitchen heute:

Adam F: “Colours”, Blow Up, 1997

Spice: “69 Overdrive”, SPV, 2005

The Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”, STIR15, 2000

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“@ home” Nachtrag: zwei weitere Artikel zu schön informativen “Tätigkeiten-mit-Internet” hier am Blog: Rasterfahndung @ home: TechnoCover 1996, Bildrasterfahndung mit Fischbällchen. Hat alles damit angefangen, als ich dieses kuriose Wissenschaftsprojekt  “Searching for extra terrestrial intelligence @ home” (SETI @ home) entdeckt hatte.

Handtaschenräuber, Handtaschenräuber, überall, überall Handtaschenräuber!

Daß man Diversestes in meinen pinxographischen Bildern entdeckt – das ist Programm und seit nun fast exakt zwei Jahren kaltblütig ausgeführter VorgehensPlan. Daß ich aber nun den zweck’gebundenen Haushalt’s üblichen G’brauch zugetragen kriege..

..Überraschung!

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Den Einwurf in einer vor-Ort-Bildbesprechung «Dieses da will ich als Bettwäsche für meine (künftigen) Kinder!» erstaunte mich schon, aber der Hammer ist, war und bleibt wohl

«Mach doch Handtaschen draus!»

Meine Spontan-Reaktion: dasselbe ungläubige «Hä?» wie seinerzeit zum Vorschlag:

«Ooch, mach doch mal Postkarten!»

Solch ubergriffige Verwertungsmentalität muß man als aufs Zweckfreie geeichte, sensible Kreativseele™ erst mal verdauen ;-) Also setz ich mich, nachdem nun schon drei, vier Wochen vergangen abgeklungen sind, gestern morgen halt hin und mach spaßeshalber eine digitale Stanze. Namens HandBagKit:HandBagKit2Das sind, ebenso wie die kürzlich schnell zusammengeklickte Inneneinrichtung, drei simple Grundbausteine aus dem  werkseitigen Formenkanon des Photoshop:

  • zwei Ellipsen, konzentrisch übereinander geschoben, dazu
  • ein perspektivisch verzerrtes Rechteck mit abgerundeten Ecken.

Zack. Handtaschenbausatztutorial. Die entstandene Form definier’ ich mir um, entferne das Grau & mach so eine Maske draus, die man wie nen schön geschnittenen Karton über die Bilder vor alles halten kann, um die Handbagtauglichkeit zu testen: hbk-nnn-scanp-170530-483bDAS ist der allererste Schnellschuß mit dieser Methode. Ich hab ein erst bestes farben frohes Blatt dieser Woche ausgesucht, etwas verkleinert und mit  Steuerung V die Handtaschenstanze automatisch in die Mitte des Blattes reingepastet. Hey Voilà! Don’t touch it! It’s perfect!

Gleich weiter. Nächstes Opfer, neuer Anlauf: unterseeisch diesmalhbk-nnn-scanp-170529-482c-rhbk-nnn-scanp-170529-482c-sHier ein Entwurf mit “Testumgebung”, also dem zugrunde liegenden Pinxographischen Bild im und als Hintergrund. Wie ne Tapete zur Tasche. Ganz so wie in American Beauty, wo die Stimme des  Off-Erzählers gleich anfangs-szenisch raunt: “Sehen Sie, wie gut die Farbe der Heckenschere zur Farbe der Schuhe meiner Frau paßt? Das ist kein Zufall.”

Und gleich noch eins – hey, das macht Spaß!

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jetzt back 2: Handtaschenstanzen!

hbk-nnn-scanp-170529-482b-rhbk-nnn-scanp-170529-482-rehbk-nnn-scanp-170526-481f-rWow! Ein neues Brachland wird von den Nebeln des Unbekannten freigegeben! Ein paar mal drüber schlafen, dann werde ich mich wohl in naher Zukunft um die Formen, deren 3D-Darstellung und Verschlüsse kümmern!

Aber jetzt sofort diesen herrlichen ersten Elan ausnutzen!

Und irgendwann vielleicht um eine HandBagApp, die dem Dilemma der Frau da neulich an der Kasse vor mir sacht entgegensteuert: “In dieser Tasche fehlt nur eines:  …. Ordnung!”

Hier gleich noch ein paar aus der “Nachmittagsschicht”:

 

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PS.: zum Titel, dem etwas länglichen heute: Der kann auch von Millennials schnell als launige Zeile eines 82er Foyer des Arts-Textes ergoogelt werden. Den gibts auch – wenig Wunder – als youtube – Anhörbeispiel. (..) So altes sperriges Zeuch liefe bei mir schon fast unter historisches Unterrichtsmaterial aus einer Zeit, als noch mehr  grobe/feine Ironie in der Öffentlichkeit verwendet wurde/ankam..

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Musik beim Schreiben und Stanzen heute:

Original Motion Picture Score: “American Beauty”, Dream Works, 1999

Marcel: “viginti etduo”, Mole Listening Pearls, 1999

Quazar: “21 hours”, Superstition, 1999

..übern Kamin ins Herrenzimmer!

Heute: Riegelahorn, selbstgemacht. Äh, selbstgemacht? Meinten Sie nicht wohl eher: selbstgemalt? Nun, nicht ganz. Da war auch eine Rechenmaschine mit viiiiel Mathematik im Spiel. Tja- eine wieder mal ganz erstaunliche Entdeckung in diesem stets mäandernden Fluß meiner PinXoGraphie. Und dazu auch noch right heute. Denn eigentlich wollte ich meinem herübergekommenen Nachbarn nur mal kurz mein state-of-my-art vorführen, da, plötzlich am Bildschirm dieses ubercharakteristische Muster:nnn-scanp-170509-478-r3v2neAlso.. also… das sind doch eindeutige Farben eines halbdunklen, in sattwarmen Farben gestalteten… Herrenzimmers! Mit Kamin, schwarzmattlackierter Umrandung desselben, gar tiefgrüne Samttapeten ringsum, mit diesem exemplarischen Hang ins Türkise. Dazu reichen wir schwere, erdwarme Teppiche, die nur noch da und dort eine Handbreit das altgereifte,  gedunkelte Eichenparkett durchlugen lassen..

Und diese Bild mittig obendrüber!

Plus als Hausaufgabe “Einrichterpoodle” die Frage: Möbelierung! Aber was da?

Vielleicht mal n.. Frauenzimmer fragen?! ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

das am 2. August 2002 zusammengestellte und immer noch knorke

My Way To Brazil Teil 2

  1. Lou Rawls: “The Girl From Ipanema”
  2. Bebel Gilberto: “Bananeira”
  3. Tamba 4: “Canto de Ossanha”
  4. Astrud Gilberto: “Berimbau”
  5. Stan Getz & Charlie Byrd: “O Pato”
  6. Edu Lobo: “Upa Neguinho”
  7. Sergio Mendes & Brazil´66: “Constant Rain (Chove Chuva)”
  8. Doris Day: “Quiet Nights & Quiet Stars (Corcovado)”
  9. Pete Belasco: “Get It Together”
  10. Kosho: “Tropical Rain”
  11. Eric Clapton: “Reptile”
  12. Jobim: “Lamento”
  13. Elza Soares: “Mas Que Nada”
  14. Eli Goulart: “Destino”
  15. Getz/ Gilberto: “Bim Bom”
  16. Escravos De Jo: “Dom Um Romao”
  17. Bossacucanova: “Surfboard”
  18. Joao Bosco: “Paranoia”
  19. Zimbo Trio: “Agua De Beber”
  20. Badi Assad: “Uma Valsa e Dois Amores”

.und à propos Playlist: das ist ja krass anders geworden in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten. Folgende Beschreibung dieses Phänomens fand ich auf der Programmseite des in der Mannheimer Popakademie im April stattgefundenen futuremusiccamp.de/programm/keynotes/: Kuratierte Playlists sind inzwischen einer der Treiber für Streaming Services geworden. Der Mix zwischen der Auswahl von Experten und Algorithmen wird bei jedem Service anders gehandhabt und neben redaktionellen Playlists erreichen auch User Playlists viele Follower. Die Labels haben eigene Playlist Brands, die sie mit viel Aufwand pflegen und promoten.

Das ist mal wieder moderne Kulturverwertung weitab vom Geldbeutel der Musiker, also wenn DAS man kein Anlaß ist, sich nach nem old fashioned Herrenzimmer zu sehnen!!

ich leg noch Faith No More: “Album Of The Year”, Slash, 1997 nach..

Wo kann ich mich bewerben??

Schön, wenn man sich nicht an Namen erinnern kann: ich suche im Netz vergeblich dieses letztens gesehene eine, schwarzgrüne, gegenlichte, traumartig verschwommene, grandiose Ölgemälde der Häuserschluchten von NYC und entdecke dafür

Jeremy Mann (Painter, * 1979)

So müßte die Bundesagentur für Arbeit die Berufsberatung verbildern!! ;-)

Eine-Viertelstunde-suchen-daNach-trag: heureka: Ben Aronson (*1958): “Over Madison”– jetzt kann ich auch auf meinem Rechner nach “Aronson” & dem Datum des Fundes suchen: aha: 27. Mai 2015 – wohl der Beweis für ein pretty eindrucksvolles Bild, oder?

Berufsbezeichnung: Tangled Undergrowth Painter

Na, DA ist mir wieder mal was zugefallen:

Ich malte und fand es Gestrüpp!

Als übersehene Restmenge jenseits des kartesischen, doppelt buchgeführten, verappelten Lebens der Moderne, antipodisch auf der Rückseite der allgegenwärtig angestrebten Optimierungsvorgaben und VerselbStatistifizierung gelegen,  tut sich mir angesichts meiner stets  verändernden PinXoGraphien seit September der Begriff Gestrüpp auf, der auf mich malerisch/ wundersamerweise wie ein großer, attraktiver Wegweiser wirkt.

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Wie das kommt? Muß als Reaktion auf die allgemeinen Nachrichten zum (nicht nur technischen) Stand der Dinge liegen, die man so beim interessierten Surfen findet: “News” wie z.B. Clips satellitenbeäugter Aufklappdrohnen für die Aaschdash (= 12Hundert Euro), die mit dieser “Leine” auf Knopfdruck “nach hause finden“, den 25 Gigabyte Daten, die künftig pro Stunde Autofahrt anfallen werden, die feinjustierbare Fernauswertbarkeit, wenn meine Maus über ein Element am Bildschirm fährt , oder wenn üplötzlich “das Internet geschützt werden” soll (WTF??)

Sehr anregend, sich da vorzustellen, wie das bei den Großen ankäme, wenn plötzlich alle nur noch Gestrüpp hochladen, posten, verschicken und sich GPS-mäßig in einem solchen bewegen würden. Da wäre gaanz flugs wohl eine Gestrüpperkennungssoftware fällig harhar.

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Man malt ja immer Sehnsucht. Ich hier wohl die nach Ungesehen, Unvermessenen.

Ich male Gestrüpp, weil alles andere nur die halbe Wahrheit ist. So viele Selbstoptimierungsmöglichkeiten, immer mehr Apps und Anwender, und na – was ist denn de facto mit denen, so live und in echt, per Fußarbeit selbstbeobachtet im täglichen Leben? Nie dagewesenes Chaos herrscht – denn die persönlichen Vorlieben, Eigenheiten, Charakterzüge und Passionen, befreit von Eis und Schnee Konvention mischen-alles-auf.de

Und da hat Malerei (mal) nichts mit Realitätsflucht zu tun: es geht ums Interesse am Zustand der Kulisse.

»As she continues her practice, her work has continued to pure abstraction.«
steht bei wikipedia.org/wiki/Barbara_Kasten, ist bei mir irgendwie andersrum: ich entdecke in meinen fahrlässigsten Schmierern™ immer wieder etwas, das ich schon so oder sehr ähnlich gesehen habe, an unauffälligen Orten und unter merkwürdigen Beleuchtungen – und wenn es die Schatten zerknüllt- und zerkritzelter, verschwitzter Zettel in Einkaufskörbenstapel oder die feinen Fahr- Öl- und Schleifspuren auf einem Autohof sind. Denn eigentlich ist die umliegende Wirklichkeit™ Chef in Abstraktion.

Erstaunlich nur, daß ich zum “Erreichen des Gestrüpps” 360+ Blätter und über ein Jahr gebraucht habe.. denn es gibt da schon seit Jahren (fotografische) Vorboten:

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Wie man oben sieht: Gestrüpp ist nicht gleich Gestrüpp, wie ich neulich (2015) mal à propos KrimiCoverProjekt verlauten ließ. Und ohne diese kleinen gemalten Irritationen im Wilden wäre es ja nur: wild. Öde Action-Klischeemalerei, vom letzten Jahrhundert rübergepumpt. Aber ich will da mehr: die Hürde, die eingebauten Häkchen, kurz: die Brechung. Nur sie hilft, anzuhalten.

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..und da geht es ja auch viel weiter: ich will nicht nur ungezügelt wirkend wuchernde Flora, Anflüge von treibenden Seegras Segrad oder sturm/zerzauste, unbewachtete Böschungen –

Ich will das Prinzip “Gestrüpp”!

Das aber erst seit kurzem – seit ich das auch malen kann. Und erst anschließend bemerkt hab. Denn ein schneller Rückblick über die letzten sagen wir 30 Blätter ergibt: da ist etwas Neues in meiner pinxographischen Tätigkeit: alle hier versammelten Gestrüppe sind handverlesen und ich staune. Darüber, daß es da ein sehr feinjustiertes Gespür dafür gibt, ob ein Gestrüpp gelungen ist oder dann eben nicht zur Kategorie gehört. Diese beiden unten zum Beispiel markieren mir den Übergangsbereich:ntr-scanp-160601-352d-r3v2r ntr-scanp-160421-330b-recve

Ebenso diese, die ich aber nicht dazurechne – da ist zuviel Weltraum mit ‘bei:

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Aber die Richtung ist spürbar, zeichnet sich (logo) vor allem im Rückblick ab.

Na dann mal flugs zurück zum Frischentdeckten! Da liegen noch fünf Angefangene und warten..

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Musik beim Schreiben heute:

Combustible Edison: “The Impossible World”, Bungalow, 1998

Plastilina Mosh: “Aquamosh”, Capitol, 1998

Crash Test Dummies: “Give Yourself A Hand”, BMG, 1999

Antonín Dvořák: “Sinfonie Nr. 9 e-moll “Aus der Neuen Welt“, Staatskapelle Dresden/ James Levine

Guiliano Carmignola: “Vivaldi – Late Violin Concertos”, Sony, 2001

Kulturtechnik: Auspacken. Streamen.

Jäher Entdeckerschreck in der Abendstunde: an mir als digital immigrant vorbei – heimlich im Netz- :-)   ist (mal wieder) spurlos und ahnungslos eine ganze Kulturtechnik erstanden: das Auspacken. Ok, daß es Auspackparties gibt, davon hab ich schon vor zwei Jahren Wind gekriegt.

Nun finde ich per Zufall/Herumadrenalieren im Internet das

Unboxing.

46 Millionen mal auf youtube zu finden. Zeitrafferstellen beim Groben, “I´m so excited” Kommentare bei den “Höhepunkten”.

Die Katze beißt sich in den Schwanz, wenn man durch sooo viele Klicks dazu kommt, den diamanten Play-Button aus nem Karton zu ziehen. Und das zu streamen..

Voilá – Blatt Nr. 333 – n Schnaps dazu?

So hab ich es gern – wild und ungestüm sollen sie sein, die pinxographischen Bilder meines dritten dreistelligen “Repdigit-”Blattes. Erstaunlich, unvorhersehbar, fremd und rätselhaft. Sternenstaub und Kaffeeflecken. Elektrische Kürbisse, verheißungsvolles Über/UnterwasserLicht, schnabelhaltende Stahlwolleknäuel. Muscheln, die von Rugbyellipsoid und Kürbis abzustammen scheinen oder umgekehrt. Zielflagge, rostmetallische Verwitterungspatinae, Treppenabgänge in rotschäumende Gischt, Lasershowstrudel und partikeldurchwehte Kinderschnörkel zum Thema “sphörische Dreiecke selbstgebastelt”.

ntr-scanp-160501-333-r3vrec ntr-scanp-160501-333b-r180vk4ntr-scanp-160501-333c-r180v ntr-scanp-160501-333e-recvkntr-scanp-160501-333h-r3v2rDavor, von letzten Donnerstag das Blatt 332, als Prélude quasi. Bonus: ein neues Startbild für die PinXoGraphy.com:

ntr-scanp-160428-332c-re5vk  ntr-scanp-160428-332f-rec6

Ab morgen gehts dann wieder brav weiter – 7 nächste Blätter sind schon “an”gemalt.

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Musik zum Anstoßen nach getaner Arbeit heute:

Megashira: “At Last”, INFRACOM, 2001

Salvadores Fahrradhimmel

Heute eine Entdeckung mitten in meinem Wohnzimmer. Da nämlich steht zur Zeit mein selbstgeschraubtes Scanmobil. Aus vier Bauhausmöbelrollen, zwei Brettern, auf dessen obersten der Scanner schön auf Tischhöhe kommt, dazwischen hochkant eine alte Schublade mit Knauf.

Mit dieser Vorrichtung scanne ich gerade das neuste Blatt # 328 Stück für Stück ein. Pro Blatt im statistischen Schnitt sieben sich zum Teil, je nach Attraktivität kreuz und quer überlappende Scans. Natürlich wär ein großer Scanner, den man nur einmal anlegen muß, viieel praktischer, aber dadurch wäre mir vielleicht dieser Ausschnitt entgangen und mit ihm die Freude an der Entdeckung «Salvadores Fahrradhimmel»:ntr-scanp-160413-328-reganzIst im unteren Bilddrittel für mich völlig offensichtlich – na klar: ein typisch surrealistisches Fahrrad. Mit ebensolchem Fahrer. Oder ist es der Monteur, der sich grad dranmacht, so kopfüber purzelbäumig? Oder Fahrer und Monteur als eine verschmolzene Figur?  Und wo ist da oben und unten, was sind Arme sind Beine? Und dieser kupferfarbene Fukenregen rechts vom Rad? Und der ewig lange Riesentropfen da links lang, der in den (noch) nicht montierten Gepäckträger fallen müßte? Oder ist das die berühmte, bis dato noch unbekannte “Reparaturschlaufe”? Wie auch immer: alles weist auf die Welt der Werkstatt hin – soo viele charakteristische Gegenstände. Ihr fragt Euch: wie kommt man auf sowas?

Die Vorgehensweise ist einfachst – probierts einfach selbst aus:  ich male “angefangene Umrisse” (also kurz: Striche) mit spitzen Buntstiften, deren Rundungen ich fleissig und akribisch schattiere. Anschließend wird sich mit Pastellkreiden darüber und dazwischen ausgetobt. Danach lasse ich den Assoziationen freie Leine und kritzle oder verstärke entstandene Bildeindrücke, so daß sich die beiden “Auftragswelten” etwas näherrücken.

Et voilà – das kann nur Surrealismus sein!

Schaut Euch doch nur mal den aufgezäumten, äh, Riesenhasen in der Bildmitte an:ntr-scanp-160413-328-rverkrDiese Dreidimensionalität! Dieses Fellige! Diese frei umherfliegenden Kugeln, Stahlseile, Borsten, Unterlegscheiben, Messer und Pinsel.. alles klassische Werkzeuge im Explosionszeichnungsmodus  – surreal halt ;-)

Und dann in groß – so hatte ich es ja auch erst auf dem Bildschirm – der Namensgeber:ntr-scanp-160413-328-rec3vbSogar umgefärbt ergibt sich dieser Eindruck – ok, der Hase now looks like a sheepsche:ntr-scanp-160413-328-regan2Der Bildtitel kam sozusagen über mich, denn: wer fällt einem sofort ein, wenn man an Surreales denkt: natürlich dieser katalanische Chefexzentriker mit dem stets irgendwohin verbogenen OliSpibart. Mit diesen gravitationsfreien (Werkstatt)Gegenständen  des Halsmanschen Dali-Fotos mit den fliegenden Katzen in mind – Steilvorlage par excellence!

Find ich immer super, wenn da ein Bildtitel so mühelos anfliegt. Ob Ihr das auch so seht.. mag sein. Muß nicht. Ich zeig Euch einfach kommentarlos noch einen anderen Ausschnitt: ntr-scanp-160413-328bDadurch, daß die bemalten Blätter mit meinem Equipment nur zum geschätzten fünften Teil am Stück scannbar sind, muß ich die papiernen “Fertigteile” unter dem klassisch fotografischen welchen-Ausschnitt-wähle-ich-denn-da-jetzt-Aspekt erneut einer pictorialen Prüfung unterziehen. Mir fällt da der Schriftsteller Wolf Haas ein, den ich in einem Interview den schönen Satz

«Formale Beschränkungen sind wie eine Batterie, die Strom erzeugt»

habe sagen lesen. Durch die Rahmenwahl werden alle diese “Motive” ja erst sicht- und deutbar und gehen nicht in der schnellfertigen Übersicht des Gesamtansicht -auf-einen-Streich unter. Deutungen, Entzifferungen der Bilder, sprich Vorschläge gerne an mich! Tiere, Spielzeug, Kleidungsstücke, ballistische Gelatineguglhupfrezepte – you name it!

Und à propos Strom – Hey – da kommt noch was Schräges aus der Zwischenablage:

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Musik beim Schreiben und digital Umfärben heute:

Samy Moussa w/ Armida Quartett/ ORF-Radio-Symphonieorchester: “Cyclus”,

das Mike Svoboda Trio spielt Erik Satie

Paul Anka: “Rock Swings”, Centaurus, 2005

Swedish Hardcore Bands Play “Purple Pain”, Dolores Records, 1995 (siehe unten :-) )

Prince & The Revolution: “Music From Purple Rain”, Warner, 1984

Faith No More: “Album Of The Year”, Slash Records, 1997

Graphic Novel Soodle Poodle

Massiv sollte es sein, das Blatt # 279. So mit viel schwarz, breitgroben Strichen, kraftvoll und schmutzig. Eine wohltuende TapetenwechselPause nach den vorangegangenen Blättern mit allerfeinsten Nuancen (mein Thema Nr. 1 bei der Pastellkreiderei) oder einfachsten, reduzierten Formen (ein Ausflug in die Variation).

Nach mehreren groben Anläufen mit Pastellkreide in stets neu hingeworfenen Schichten über das schon Bestehende sah es dann auch so aus: ungezügelt. Allerdings wirklich nur so: wie ein impulsives Austoben mit sich beissenden heterogenen Bereichen in Formen und Farben.

Die Dramatik, die jetzt, nach dem Digitalisieren und Umfärben so aus diesen (beiden) Bildern herausbricht, ist wirklich  (nur) dem Rechner und seinen Möglichkeiten geschuldet:

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Ich staune, denn jetzt sieht die PinXoGraphie plötzlich aus wie ein (Hintergrund)Stil eines Graphic Novel Zeichners – windgepeitschte Urwaldszenarien oder dramatisch überzeichnete Kakteenwüstensonnenaufgänge. “Fehlen zum fertigen Gesamt(Comic) Eindruck nur noch die verwegenen Silhouetten der gejagten Protagonisten oder ein Stück schlaglichtartig beleuchtetes Stück Gesicht mit tiefgezogener Hutkrempe im nahen Vordergrund”, denke ich und bin fasziniert, welche neue Tür sich da unerwartet aufgetan hat.

Wie kams?  Die bloße Überlagerung von feinen und groben Spuren tats, energische Striche und anschließende Verwischungen in derselben Richtung, organisch wellengleiche Bewegungen, die sich gruppiert überlagern. Plus viele schnell passend hingeworfene impulsive “Bewegungen”.

Da muß ich morgen gleich weiter forschen!

BettLektüre: “Comic Art Now” Knesebeck-Verlag, 2010  blogstar-y blogstar-y blogstar-y !

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Musik beim Schreiben heute:

Plastikman: “Consumed”, Novamute, 1998

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Am Tag danach:

Noch feiner, gleichzeitig noch impulsiver – das sind die Versuche heute, am 16. Die Erkenntnis gestern: es geht noch feinstofflicher, obskurer; und mit entsprechenden Werkzeugen und passenden “Gesten” zum Aufbringen der Farbe erhält man Ergebnisse, die sich noch weiter vom Herkömmlichen, bereits Erarbeiteten weg in unbekanntes Land bewegen.

Auch bei der digitalen Nachbearbeitung, dem Umfärben, gelang noch ein serendipischer Schritt, der nun solch folgende Bilder ermöglicht. Hier seht Ihr ein Screenshot meiner Schablone zum Aussuchen des Blog-Headers. Graphic Novel Abteilung: Sci-Fi Space Psycho Adventures! ;-) headerkit-ntr-scanp-276fDa hab ich denkmalgleich natürlich ein neues Startbild draus gemacht.

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Musik beim Schreiben und Umstylen heute:

Prodigy Present “The Dirt Chamber Sessions Volume One“, XL Recordings, 1999

Soundgarden: “Badmotorfinger”, A&M, 1991

Joe Jackson: “Fast Forward”, earMUSIC, 2015