Kategorie-Archiv: Entdeckung right heute

Briefmark N von Planet P

Je kleinteiliger und bunter die PinXoGraphy des Tages  dieses Herbstes 2017, desto überraschender oft ihre vierteljährliche Schrumpfung – beim Malen dieses, wie es jetzt in klein scheint – Gerippes unten, das sich aus dem wüsten Boden erhebt, hätte ich nie und nimmer dran gedacht, daß es ( der Korb, der Boden, der wüste) mal eines wird. start-shrunk-540b-trioMit Archäologie hab ich nix am Hut, Wüstenfuchs bin ich auch nicht einer, und Westernfan… ebenfalls Fehlanzeige – null Ahnung also, woher mir diese Deutung kommt..Ich experimentiere zur Zeit nur grad mit bekannten Formen, die ich meinen Flecken und Wolken anheim stelle. Mit “bekannten Formen” sind natürlich die geometrischen gemeint, dahinter ihre realen Inkarnationen, also Blumen, Kugeln, Körbe, Flammen, Hügel, Eiffeltürme  smiley-blushstart-shrunk-532Nun scrolle ich durch die Bilder der letzten vier Wochen. Und suche  gespannt, ob das was fruchtet, nach zusammenpassenden Dreiern – funktioniert!

start-shrunk-532e…und sieht geschrumpft besser aus als, äh, na: ungeschrumpft eben.

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Oben mal wieder ne japanische Reistapete.. Kommt alle hundert Blätter mal vor. Glücksfall. Zufall.

Das mit den Briefmarken kam mir mal wie schon oft bei der ..Hausarbeit zwischendurch. Tenor: “Putzen beschäftigt das Gehirn, es überfordert es aber nicht” ;-) Dazu das Mikro-Tutorial: Nehmt dieses Lochmuster, legt Eure Miniaturen rein, bis die Löcher gleichen Abstand ringsum haben, dann: Zauberstab, Auswahl-minus-Rechteck, Stanze, Schatten, Tupfer… Tusch!

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Musik beim Schrumpfen, Stanzen und Be-Zahlen:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The B52′s: “Planet Claire” vom Album “The B 52′s”, Island 1979

 Federspiel live 18. Mai 2017 aus dem SWR-Funkhaus in Mainz

Heute fotografiert man… Frauen, die Einfluß nehmen

Politiker, Schauspieler, Models, Vorstandsvorsitzende, TV-Promis, Künstler, Schriftsteller oder Sportler im persönlichen Fotografenportfolio…

Vergeßt das alles!  Porträtiert: Influencer!

Fotografin Pauline Darley /Paris était en route avec la caméra et..

..macht suma summarum instagrum.. 750.000 Follower. Et pas seulement à Paris.. Oh là là!

Gelobhüdél? Mit nem französischen Touch? Mmh. Ihr vermißt den Bedenkenbutton? Mmh!

Bunt. Knallig. Experimentell. The Perfect Handbag Fit also.

Nein, Nein: vor lauter REadyMades, wiederzuentdeckenden Postkarten und ausufernden Landschaftsthemenparks ;-) :  die pinxographischen Handtaschen brodeln wild unter der (Blog)Oberfläche: ich bin fleissig & am Suchen nach

Bildern im Netz, die zu meinen Taschen passen. WTH??

..also in genau die entgegengesetzte Richtung schaue, wie vielleicht üblich. Da betrachtete man nämlich die neuste fashion, um dazu Accessoires zu erdenken, hence the name.. Da meine Taschen aber schon vorhanden sind, “hilft” bestimmt das Gegenteil: ich wende die Aufgabenstellung nach links  (um im Jargon zu bleiben).

Und sieh’ da: ging mir grad eben  – acht Uhr vierundfünfzig sagt die Revisionsabteilung WP -  so. Gefunden! No kidding. Passende Bilder = Fotografen = Fashion zu meinen Taschenentwürfen. Und überhaupt: wie anders soll bitte so was ne Trägerin finden:hbk-nnn-scanp-170726-514g-kAlla dann get ready 4 3rei heißbunte Links des modischen Tages. Geholfen hat: die Suche auf “farbig” stellen. Begonnen hab ich bei den Klassikern Patrick Demarchelier, David Lachapelle und Txema Yeste – Unvermeidbar, wenn man zum Beispiel Vogue (Korea) nicht ignorieren will..

Dagegen frisch entdeckt beim Schreiben und Suchen: die beiden  fantastisch experimentfreudigen  Warren Du Preez & Nick Thornton Jones, Elizaveta Porodina desselben! Das Magazin (und Suchgelände der nächsten Tage) dazu: Numéro.

hbk-nnn-scanp-170824-526b-rNa dann Neonröhrengrill, Doppelbelichtungsmodus, Nebelwerfer an und: Hey – was meint Ihr??! Ich schmeiß noch den visualizing-fashion.tumblr und thefashionography.com dazu..

hbk-nnn-scanp-170802-518h-r..und übers Bildersuchen finde ich die Avantgarde-Macherin -

Hey! Iris Van Herpen! Na also! Geht doch! ;-)

Hier ein kleiner Werkstatt-Clip für das New York Times Magazine..

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zu verwirrend? OK, hier die Teschen im Einzelschrank plus acht REMIXE:

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hbk-nnn-scanp-170802-518h-sund die englische Modekuh schmeiß ich auch noch dazu..

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Musik beim Schreiben heute:

The Brand New Heavies: “Heavy Rhyme”, Delicious Vinyl, 1998

Peter Philly & Perequisite: “Mystery Repeats”, Unexpected Records, 2007

MRI: “All that Glitters”, Force Trac, 2002

The Combustible Edison: “The Impossible World”, Bungalow, 1998

 

Diese Schrift macht mich lächerlich

Hätte ich nicht gedacht: mein neulich selbst (hin)entworfener Font, mit meiner Optomaus direkt am Bildschirm gemalt… paßt nicht zu meinen Gemälden.

Und wenn ich -seit Internet-  schon der “Selbstbestimmer” meiner Außenwirkung bin, dann bitte mit einer ohne Widerspruch. Der, so stelle ich mit Verwundern fest, stellt sich ein bei der Verwendung eines unpassenden Schriftsatzes. “Unpassend?” werdet Ihr Euch fragen. “Gibts unpassende Schriften für ne ..Gemäldeseite?” – “Eindeutig!” werde ich da rufen, “guckt doch mal da drauf!” Zusammen mit den doch recht “unbeschwerten” Farben in all ihrem “fröhlichen Durcheinander”..

suggeriert dieser Anblick die abendlich-kreativen Reste einer Kindertagesstätte.

Obschon ich diese verspielte und daher für Unbekanntes, Erstaunliches weit offene Haltung einer solchen äußerst bejahe ( und mit der PinXoGraphie tatsächlich versuche selbst zu verwirklichen), gibt es da doch eine unkindliche Ernsthaftigkeit dahinter: es geht um erwachsene Themen in bunt.

Und Ernsthaftigkeit verlangt vom Design: Kante zeigen, verlangt: Eckigkeit. Definition (eng.)

Umso kategorischer, je mehr und je sattere Farben im Spiel sind. Denn die sind ja per Klischee “auf der anderen Seite” allen Ernstes.  Vergleicht doch bitte selbst die ersten beiden Versionen von gestern abend hier (oder analog Anwaltsseiten vs. Fashionblogs) mit den folgenden drunter:Das war die erste Version. Dann zur Abschwächung eine Schrumpfung/Wegrückung nach oben links..Das ist zwar ebenso verspielt wie die Bilder, strömt mir aber mangelnde Stringenz aus. Und Stringenz claime ich sehr wohl. Es muß ja nicht diese überstrapazierte griechisch-römische Boldness sein wie unten, in Kapitälchen und Halbrelief, plus Farbverschiebung ins klassisch Vintagefarbene, um (flag-en) das Bild abzurunden:start-nnn-170702-498f-kapii

Ganz erstaunlich nicht wahr, wie da “das GoldBunte” hintendran plötzlich ehrwürdiger wirkt, ja, wie fast schon historisch gereift. Patiniert in kostbarsten Sinne. Da liegt mir die Assoziation einer telegenen Tempelanlage auf dunklen Holz, hohen marmornen Säulen, langen, in der Brise leicht wehenden hochaufschiessenden Vorhängen und dem alles ins Gold schiebende flackernde Feuerlicht in den Schalen tatsächlich nahe.

Mach ich vielleicht mal, wenn sich ein erster Tempelbesitzer meldet, dem eine Wand “zu marmorn” ist ;-)

Vorerst aber bleibe ich beim persönlich Überkommenen, Bestehenden, Bewährten – moderner, serifenloser, kantiger Font zu ebensolchen Bildern -  ist ja auch gut für die corporate identity ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

John Scofield Band: “Überjam”, Verve, 2002

Stereolab: “Margerine Eclipse”, ELEKTRA, 2004

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Nachtrag: sieh an. Dieselben Buchstaben ohne Textfunktion ergeben ein völlig anderes Bild – da plötzlich darf das Dekorative!ysp-scanp-170106-425c-alpha

Nachtrag 2: jetzt mit neuem “70ies Airline -Banderolen-Logo” die nächste Frage: Das soll passen? Auch nicht? Nun, ich arebiete dran – ergibt mit den Bildern drunter auf jeden Fall nen neuen Geschmack/Flavour  ;-) ntr-scanp-160413-328-r3v2r2

 

Elevator Pitch @ home

Danke Elke, für diesen umfassenden Begriff! Auf den Elevator Pitch wäre ich null gekommen, aber es ist tatsächlich einer: wenn man C|et|O eine Nachricht schicken will, ist sie auf 250 Zeichen begrenzt. Denn tippt man oben “Hello” rein, steht unten, unter dem Eingabefeld:

You have 245 characters left out of 250

Wenn das man kein knackiger Schubs ist, zur Sache zu kommen! So nen fantastischen Kommunikationsmodus wünscht man sich doch auch s.o.f.o.r.t. für den “funktionellen Teil” des Lebens – und jetzt ist Gelegenheit dazu da, sich kurz zu pitchen – hier&heute – ohne Aufzug fahren oder Hemden bügeln zu müssen – einfach interaktiv zum Eintippen @ home, Martini anbei, Süper!

Natürlich muß man sich angesichts solch jäher Herausforderungen erstmal

  1. sammeln – ging mir so: tipp tipp tipp – huch! 5 schon weg!
  2. Dann la Herausforderung annehmen: ok, Google…, dann beginnen zu
  3. üben, quasi
  4. eine sportive (Haus)aufgabe draus machen.

Lucky me: Gottlob schon geübt=gebloggt seit 2011. Lucky Me II: Plus (entscheidend): ich=aphorismophil – mein Lieblings-A., gleichzeitig knackige Selbst-Definition:

Seine Kürze steht im Gegensatz zur Tragweite.

So war ich dann nach wenigen Minuten (no kidding) fertig. Mein – ähem, gemäß Wikipedia – «Nutzenversprechen eines Geschäftsmodells beschreibt den Nutzen und damit den Wert, den Kunden oder Wertschöpfungspartner durch ein Geschäftsmodell erhalten.» as following:

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Pitch-Urkunde-für-mich: der Satz, der jetzt druntersteht ;-)

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Musik beim Aufzugfahren/Pitchen heute:

Adam F: “Colours”, Blow Up, 1997

Spice: “69 Overdrive”, SPV, 2005

The Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”, STIR15, 2000

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“@ home” Nachtrag: zwei weitere Artikel zu schön informativen “Tätigkeiten-mit-Internet” hier am Blog: Rasterfahndung @ home: TechnoCover 1996, Bildrasterfahndung mit Fischbällchen. Hat alles damit angefangen, als ich dieses kuriose Wissenschaftsprojekt  “Searching for extra terrestrial intelligence @ home” (SETI @ home) entdeckt hatte.

Handtaschenräuber, Handtaschenräuber, überall, überall Handtaschenräuber!

Daß man Diversestes in meinen pinxographischen Bildern entdeckt – das ist Programm und seit nun fast exakt zwei Jahren kaltblütig ausgeführter VorgehensPlan.

Daß ich aber nun den zweck’gebundenen Haushalt’s üblichen G’brauch zugetragen kriege..

..Überraschung!

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Den Einwurf in einer vor-Ort-Bildbesprechung «Dieses da will ich als Bettwäsche für meine (künftigen) Kinder!» erstaunte mich schon, aber der Hammer ist, war und bleibt wohl

«Mach doch Handtaschen draus!»

Meine Spontan-Reaktion: dasselbe ungläubige «Hä?» wie seinerzeit zum Vorschlag:

«Ooch, mach doch mal Postkarten

Solch ubergriffige Verwertungsmentalität muß man als aufs Zweckfreie geeichte, sensible Kreativseele™ erst mal verdauen ;-) Also setz ich mich, nachdem nun schon drei, vier Wochen vergangen abgeklungen sind, gestern morgen halt hin und mach spaßeshalber eine digitale Stanze. Namens HandBagKit:HandBagKit2Das sind, ebenso wie die kürzlich schnell zusammengeklickte Inneneinrichtung, drei simple Grundbausteine aus dem  werkseitigen Formenkanon des Photoshop:

  • zwei Ellipsen, konzentrisch übereinander geschoben, dazu
  • ein perspektivisch verzerrtes Rechteck mit abgerundeten Ecken.

Zack. Handtaschenbausatztutorial. Die entstandene Form definier’ ich mir um, entferne das Grau & mach so eine Maske draus, die man wie nen schön geschnittenen Karton über die Bilder vor alles halten kann, um die Handbagtauglichkeit zu testen: hbk-nnn-scanp-170530-483bDAS ist der allererste Schnellschuß mit dieser Methode. Ich hab ein erst bestes farben frohes Blatt dieser Woche ausgesucht, etwas verkleinert und mit  Steuerung V die Handtaschenstanze automatisch in die Mitte des Blattes reingepastet. Hey Voilà! Don’t touch it! It’s perfect!

Gleich weiter. Nächstes Opfer, neuer Anlauf: unterseeisch diesmal

hbk-nnn-scanp-170529-482c-rhbk-nnn-scanp-170529-482c-sHier ein Entwurf mit “Testumgebung”, also dem zugrunde liegenden Pinxographischen Bild im und als Hintergrund. Wie ne Tapete zur Tasche. Ganz so wie in American Beauty, wo die Stimme des  Off-Erzählers gleich anfangs-szenisch raunt: “Sehen Sie, wie gut die Farbe der Heckenschere zur Farbe der Schuhe meiner Frau paßt? Das ist kein Zufall.” ;-)

Und gleich noch eins – hey, das macht Spaß – Handtaschenstanzen!

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Aber jetzt sofort diesen herrlichen ersten Elan ausnutzen!

Und irgendwann vielleicht um eine HandBagApp, die dem Dilemma der Frau da neulich an der Kasse vor mir sacht entgegensteuert: “In dieser Tasche fehlt nur eines:  …. Ordnung!”

Hier gleich noch ein paar aus der “Nachmittagsschicht”:

 

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PS.: zum Titel, dem etwas länglichen heute: Der kann auch von Millennials schnell als launige Zeile eines 82er Foyer des Arts-Textes ergoogelt werden. Den gibts auch – wenig Wunder – als youtube – Anhörbeispiel. (..) So altes sperriges Zeuch liefe bei mir schon fast unter historisches Unterrichtsmaterial aus einer Zeit, als noch mehr  grobe/feine Ironie in der Öffentlichkeit verwendet wurde/ankam..

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Musik beim Schreiben und Stanzen heute:

Original Motion Picture Score: “American Beauty”, Dream Works, 1999

Marcel: “viginti etduo”, Mole Listening Pearls, 1999

Quazar: “21 hours”, Superstition, 1999

..übern Kamin ins Herrenzimmer!

Heute: Riegelahorn, selbstgemacht. Äh, selbstgemacht? Meinten Sie nicht wohl eher: selbstgemalt? Nun, nicht ganz. Da war auch eine Rechenmaschine mit viiiiel Mathematik im Spiel. Tja- eine wieder mal ganz erstaunliche Entdeckung in diesem stets mäandernden Fluß meiner PinXoGraphie. Und dazu auch noch right heute. Denn eigentlich wollte ich meinem herübergekommenen Nachbarn nur mal kurz mein state-of-my-art vorführen, da, plötzlich am Bildschirm dieses ubercharakteristische Muster:nnn-scanp-170509-478-r3v2neAlso.. also… das sind doch eindeutige Farben eines halbdunklen, in sattwarmen Farben gestalteten… Herrenzimmers! Mit Kamin, schwarzmattlackierter Umrandung desselben, gar tiefgrüne Samttapeten ringsum, mit diesem exemplarischen Hang ins Türkise. Dazu reichen wir schwere, erdwarme Teppiche, die nur noch da und dort eine Handbreit das altgereifte,  gedunkelte Eichenparkett durchlugen lassen..

Und diese Bild mittig obendrüber!

Plus als Hausaufgabe “Einrichterpoodle” die Frage: Möbelierung! Aber was da?

Vielleicht mal n.. Frauenzimmer fragen?! ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

das am 2. August 2002 zusammengestellte und immer noch knorke

My Way To Brazil Teil 2

  1. Lou Rawls: “The Girl From Ipanema”
  2. Bebel Gilberto: “Bananeira”
  3. Tamba 4: “Canto de Ossanha”
  4. Astrud Gilberto: “Berimbau”
  5. Stan Getz & Charlie Byrd: “O Pato”
  6. Edu Lobo: “Upa Neguinho”
  7. Sergio Mendes & Brazil´66: “Constant Rain (Chove Chuva)”
  8. Doris Day: “Quiet Nights & Quiet Stars (Corcovado)”
  9. Pete Belasco: “Get It Together”
  10. Kosho: “Tropical Rain”
  11. Eric Clapton: “Reptile”
  12. Jobim: “Lamento”
  13. Elza Soares: “Mas Que Nada”
  14. Eli Goulart: “Destino”
  15. Getz/ Gilberto: “Bim Bom”
  16. Escravos De Jo: “Dom Um Romao”
  17. Bossacucanova: “Surfboard”
  18. Joao Bosco: “Paranoia”
  19. Zimbo Trio: “Agua De Beber”
  20. Badi Assad: “Uma Valsa e Dois Amores”

.und à propos Playlist: das ist ja krass anders geworden in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten. Folgende Beschreibung dieses Phänomens fand ich auf der Programmseite des in der Mannheimer Popakademie im April stattgefundenen futuremusiccamp.de/programm/keynotes/: Kuratierte Playlists sind inzwischen einer der Treiber für Streaming Services geworden. Der Mix zwischen der Auswahl von Experten und Algorithmen wird bei jedem Service anders gehandhabt und neben redaktionellen Playlists erreichen auch User Playlists viele Follower. Die Labels haben eigene Playlist Brands, die sie mit viel Aufwand pflegen und promoten.

Das ist mal wieder moderne Kulturverwertung weitab vom Geldbeutel der Musiker, also wenn DAS man kein Anlaß ist, sich nach nem old fashioned Herrenzimmer zu sehnen!!

ich leg noch Faith No More: “Album Of The Year”, Slash, 1997 nach..

 

Blech Me Up! Four Fourty-Four

NATÜRLICH hab ich da ne Vorauswahl getroffen zum

ta-dah! 444sten

pinxographischen Blatt, dessen digitale “Ergebnisse” Ihr hier und heute sehen könnt! Komfortabel eingerichtete Vorauswahl muß ich sagen, denn fünf quasi abgeschlossene Blätter meiner shortlist liegen kaum noch unfertig verteilt vor mir. Die gibts fast immer, graduell vielversprechend. Und wenn nicht, mal’ ich drüber, bis.

Solche personal Jubiläen sollen ja schmuck, beglückend und spannend sein. Aber, das hab ich beim Jurorsein gecheckt: sowas liegt mir nicht. Langweilić!

Viel spannender fand ich es, den (gestrigen) Morgen dazu zu wenden, ein Neues aus dem Nichts zu malen:ysp-scanp-170301-444d-r4v2n Denn ich hab bemerkt, daß sich bei mir, äh, analytisches Gedankengut regt. Damit meine ich, daß sich so langsam  ein ungeplantes Bewußtsein für die gestalterischen Möglichkeiten der PinXoGraphie in mir regt. Hört sich merkwürdig an, ich weiß, und, schlimmer: wollte ich eigentlich vermeiden, dessen Einsetzen so lange wie möglich hinausziehen: einfach immer weiter das Unbewußte treibende Kraft beim Machen sein lassen.

Doch nach all diesem Bemalen und digitalen Fertigstellen schleicht sich ein neuer Blickwinkel ein: der der Erfahrung….

Das bemerke ich heute, wenn ich meine Bilder angucke, dazu das Geschriebene im Hinterkopf: ich sehe mich jäh als “absichtlich Gestaltender”™ (Pech!) und mir fällt dazu die ursprüngliche Idee wieder ein – in aller Deutlichkeit: obwohl ich sie natürlich nie richtig verlassen habe, gibt es da diese initiale Laborsituation, ursprüngliche Aufgabenstellung dieser Art halbabstrakter bildgestalterischer Experimentation:

die Pareidolie. Das Potential, den Aufruf, sich als Betrachter zu erkennen. In unentschiedenen Formen und suggestiven Farbkonstellationen.

ysp-scanp-170301-445e-rec18Heute, zum schnapszahligen Viererjubiläum, hab ich Euch eine richtige kleine Galerie zusammengestellt, aus den 2 Blättern davor und 3 danach (wie gesagt: gestern waren die alle ja fast schon soweit). Keine sekundenbrüchige Momentaufnahme also, sondern ein kleines Stück des Weges. Und, das kommt auch selten vor hier am Blog: fünf Farb- und DrehVersionen desselben(!) Ausschnittes, zwischen denen ich mich nicht entscheiden mag. Also: lassen! Und Ihr könnt mal sehen, was da nach dem Malen noch so geht alles.

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Und, ach ja: ein “altes” vom Mai 2016 hat sich, durch meine laufende Revision bedingt, noch dazugeschlichen…

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So. Aufgeblecht. Yeah!

Und à propos Wiedersehen/REvision: bei soo vielen Bildern auf einmal kann man ja mal non chalante in pinxographische “Warengruppen” einteilen: Graphic Novel Stuff (6), Weltraumbilder (2 – Doppelnennungen!), UnBeUnruhigendes für.. Arztpraxen (1), BlumenÄhnliche? (1), Fälle für den arbeitspsychologischen Beratungsdienst (5), das Vorstandsvorsitzendenfoyer (5), der Rest – reine Kunst (1) ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

Joe Jackson: “Night And Day”, A&M Records, 1982

Fever Ray: “Fever Ray”, V2 Records, 2009

Trentemöller: “The Last Resort”, Poker Flat, 2006

Veronika Harcsa & Balint Gyemant: “Tell Her”, TRAUMTON, 2016

Geteilter Flug ist… doppelter Flug?

“Und nicht vergessen den Flug mit den Freunden zu teilen!” steht am Ende nach der Landung. Na, neben dem Dirigentenpult, quer im Bild. Und die Bilder waren cool. Neugebautes, noch nicht mal Eröffnetes gabs zu sehen -  im Durchflug. Und indoor Drohnen, die den Aufzug auf Ebene 15 verlassen oder kurz  den Restroom aufsuchen. Oder sich kopf über tollkühn über die Balustrade im fünften Stock katapultieren. Wow. Also werden wir wohl zu frisch erfundnen..

Flugteilern?

Ja, klar: Flug Adagio oder (Leertaste bitte) Flug Presto. Beethoven oder  Big Beat. So hab ich das (auch) (gern) verstanden auf countdown.elbphilharmonie.de/de/slowmotion/

À propos “Flugteiler”: das ist mal so ein richtig gut gelungenes = entblößendes Beispiel für moderne Wort- und Sinnverbräme. “Lasset uns teilen” oder, original biblisch “und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle.” Oder n Beispiel für Bibleserverferne: der GutmenschKlassiker “Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude.”

Diese edlen Worte sind heutzutage in wieder in fleissigen, nutzbringenden Gebrauch. Als Anstoß. Doch Anstoß wozu? Na Teilen natürlich. Mal nicht immer so egoistisch alles für sich behalten wollen! OK, jeder dahergeklickte Sich-Angesprochen-Fühlende wird damit zum Menschenfreund getauft, per geschickter “Slogalform” seine Zeig- und Postsucht ermutigt, ja, sie wird dadurch geradezu  “veredelt”.

Aber was z.T. sollen all diese “geteilten” Bilder? “Geteilte” Musik? “Geteilten” Clips, wie der oben? Was sagen wohl deren Urheber dazu? Ja & Amen?

Oder, noch abstrakter (anzuhören): geteilte “Likes“?

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Musik beim Schreiben permanenten Nachbessern und Insta-CD-Nachempfinden:

various Artists: “MTV´s AMP“, Astralwerks, 1997

Ludwig van Beethoven: “Egmont Overtüre”, Tonhalle Orchestra Zürich/ David Zinman, SONY CLASSICAL, comp. 2007