Ausgerechnet die Moden-, Waren- und Markenwelt kommt mir in den Kopf.. beim Malen!
Wie kann das passieren?
“Hier in der Stadt/im Internet ist das ja täglicher Input – kein Wunder” werdet Ihr denken. Stimmt gerne – dem kann man kaum entkommen. Also versuche ich, das nun genauer zu orten: könnte daran liegen, daß immer, wenn ich winzige Bleistiftstriche an größere Kleckse oder Schmierer “ranmogle”, ich durch diesen Anbau von neuen Duktusebenen das Bild raffinierter gestalte, aus eigener Anschauung weiß,
daß genau da drauf geguckt wird.
Zerstören diese maßstabs-treulosen Beifügungen doch den groben Ersteindruck, morphen die Message des Bildes im Auge des Betrachters zu etwas anderen. Ausgebuffteren. Irritierenden, das genauere Betrachtung einfordert. Einfach zur Klärung, WAS man denn da nun genau vor sich hat.
Seht Euch diese Bildauswahl der letzten fünf Wochen einfach mal an:
Ohne diese Feinheiten hätten diese Bilder das Prädikat Geschmiere™ redlich verdient – aber so? Augenscheinlich scheint da mehr zu sein..
Stimmt! kann ich nur sagen: sind wir moderne Augentierchen doch genau da drauf getrimmt: Details, Farbmusterclaims, Logos und Designs auf Anhieb und oft von Weitem zu erkennen. Unsere Unterscheidungs- & Konsumentenmuskel springen angesichts von Bildern jäh aus dem StandBy, da wir täglich das Wählen zwischen Logos, Accessoires fast automatisch zu erledigen gelernt haben. Und das – mir gehts gar im privaten Malen so wie gesagt – ist auf (Design-)Kleinigkeiten getrimmt (die dadurch keine mehr sind)..
Denn daran hängt im Alltag oft die allmächtige Kaufentscheidung, und die wird ja von jeder Firma, die in größerem Umfang (sprich: global) was verkaufen will, mit Riesenbudget oder – neu – Hashtagglaube beackert. Und wir Preis-Leistungs-Addicts sind damit speziell geschult und gestalten auf Mikroentscheidungsebenen damit unser Leben.
Warum also nicht diese unbewußt geschulte “Kulturtechnik” von Pastellbildern echoen lassen?!
Falls also jemand in den Bildern oben nen Swoosh entdecken sollte – das wäre dodaal Zufall , nullomatens und keinesnichtens in meiner Absicht, eher Anlaß, mal nen persönlichen Markencheck durchzuführen ![]()
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Musik beim Schreiben heute:
Ronny Jordan: “The Antidote”, Island, 1992
Ditzner/Lömsch: “DUO II” fixcelrecords, 2015
The Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”, STIR15, 2000
















Das wären so optische Phänomene wie Gebrauchsspuren an Gegenständen, Verwitterungsmuster auf Steinen, Rinden, Blättern, Straßenbelag mit schmelzenden Schnee, als Patina auf einst glatten Oberflächen, durch Gebrauch “erschienene” natürliche Pfade, als hierzulande selten gewordene Landschaftselemente, die fern von jeglicher menschlichen Einwirkung, nur den natürlichen Gegebenheiten der









Dabei hilft die durch Rechner flexibel gewordene Möglichkeit zur Koloration, fertig gemalte Formen umzufärben und dadurch in einen realen Kontext einzuordnen, die Assoziationstauglichkeit mit “noch lebenden” Gegenständen näherzurücken. In Orange gefärbt zum Beispiel Flammen in Formen zu entdecken, die in Grün eher organische Blätter waren. Oder in braun plötzlich hölzerne oder irdene Phänome zu erahnen. Und dadurch wie hier das lilafarbene Vertikale als zum Beispiel aufsteigende Rauchsäule mit.. äh, Fräsungen oder gar eine organisch-körperliche Form á la 
Oder wars eher die Lust, irgendwas auseinanderhalten oder einfach nur benennen zu können? Drehwurm von Noppen von Blättern von Gräsern von Perlmutt zu trennen? Oder gehts eher darum, hell von dunkel, düster von positiv, deprimierend von ermutigend, auf- von abwärts trennen zu können? Je größer das Rätsel, desto genauer jedenfalls guckt man hin – die Bilder sind somit weitere Beispiele/Hinweise für/auf die Tatsache, daß ..man ja unbedingt was erkennen wollen will!
Doch heute, zwei Tage vor Schluß 2015: wieder neuer Schwung & frisch erstandne Neugierde, ob das nun echt alles gewesen sein mag, was ich in diese Richtung 







Bläschen im All? Zwillingseier? Ringelwürmer? 





















Und wenn dann noch diese windig-verdrehten Gestalten dazukommen und mir aus dem jähen Nichts dieser lustige (Kinder)Titel angeflogen kommt – und dann noch das mir seit je brachliegende Wort 