Category Archives: Text Boheme

3,2,1, Pos! ts

Das gabs noch nie: mein BlogDashboard “liefert” ne Überschrift! Hat natürlich ne geraume Weile gedauert, aber plötzlich wird der Punktestand= Anzahl der veröffentlichten Posts zu nem anfeuernden, ermutigenden, erstaunlich imperativen Slogan – sportlich, olympisch gar 😉
Ein Imperator von Slogan, quasi. Tja: Countdowns wirken fast immer/nicht besser so. lapi-department.

So. Das sind sieben mal laudatorisches Material/Vorschläge/Versionen. Und ein neuer frankophil angehauchter Ausdruck der stilistischen Tugend, institutionalisiert. 😉

Eigentlich war in der Vergangenheit dieses Marken-setzen immer ein bloß nach außen geklappter Anlaß zur Freude- so viel schon erreicht*!
Erst 333, dann 500 mit nem !, vor drei einhalb Jahren schließlich vorerst gar die 99 k.
Diesmal aber hats mich auf dem falschen Fuß erwischt, mit so! nem zufälligen! Ding! (Also Gelegenheit zum Freestylen.)

*So viel schon erreicht will sagen: so viel Schreib- und Formuliererfahrung, Satisfaction, Wissenszuwachs, Tellerranderweiterung, Begeisterung und simple Freude am gelungenen Text. “Etwas erreicht haben” wird ja in der Regel anders gelesen: da sind immer auch die anderen (Publikum, Offizielle, Preise, Referenzen, Orden, Auszeichnungen, Kontostand) angesagt. Ich mache das aber zu nem übergroßen Teil als l’art pour l’art, da ist die Freude direkter, umwegfreier. Wie beim Musizieren. Da braucht man ja auch keinstens unbedingt ein Publikum. Und man übt sich, da nicht dauernd drauf zu schielen. Schlecht für die Augen ,-)

Oh, It’s KlemmBauSteinDeutsch!

Die detusche Sprache funktioniert, wenn man sich nur mal die DingWortKiste vornimmt, wie eine Klemmbausteinfabrik: man kann aufeinanderklicken, bis es wirklich keinen Sinn mehr ergibt. Und der Turm ins Meer des Unsinns umfällt. Das tut er aber erfreulich spät, mit etwas syntaktischer Sorgfalt frühestens nach 5 oder 6 Elementen.
Dadurch kann man “eigene” Wörter erzeugen/herstellen, die sich super zum Ergooglen/Erenten eignen.
Will sagen: “Du findest mich voll in der “Umzugskartonoutboxingphase”.
Oder unter..

Da wir es heute mit hüstel wohlmeinender? KI zu tun haben, müssen die gesuchten Zusammengesteckten in Anführungszeichen gesucht werden: als Gesamtzeichenkette. Sonst bekommt man ein verteiltes-Suchen-und-Gefundenwerden vorgeschlagen, was nicht weiterführt. Ich suche ja nicht nach wie wärs dann mit Mehl, Oregano, Hefe und Tomaten, ich suche nach Pizza Goggolori. Und die auch nicht in Gagalheri, Indien oder in Bad Kötzting, Bayern.

Weiters: kann auch gerne genommen werden zum firsch entdeckten Zweck der ID-Bildung im Netz: Falschschschreibungen & simple hingehuddelte ™ Vertipper. Funktionieren nicht nur super auf ebay, sondern auch als sichere Passwörter. Bei mir gar die Leiter ganz rauf als veritable Projektnamen wie das “Reingretchen”. Weitere wären

Frau Weber zum Dikkat: die Liste wird fortgesetzt bzw. weiter aufgefüllt! Natürlich nur mit vorhandenen Sachen!

Ich kaufe nur bei den Reichen.

Ich liebe Aphorismen. Die beste sprich knappst-treffendste Beschreibung ihrer, die ich bisher gelesen habe: “..ihre Kürze steht im Gegensatz zu ihrer Tragweite.” Ein A erklärt sich nem B mit: sich: nem A. Super! SuperB!
Will ich auch können! Kann man bestimmt üben! Neue Challenge in den äh FabulierPausen also: kurz und treffend. Das Strukturelement Überschrift kann als nahe Verwandte auch mit. Voilà: Numero uno. Fehlt zur stets angestrebten visuellen Attraktivität nur noch ein, ..äh, wie wärs mit nem T-Shirt-goes-mansion-Icon + rätselhaften…WebDingslogan? Ich denke, der heutige erste A ist ganz gut gelungen. Oder?


Faketenstart 24

Die Fakete ist ein M-Wort, ein Mutationswort. Um sich der Gegenwart anzupassen, mußte es her. Und: man kann sogar sehen, woher es kommt und wie es gebaut wurde.
Am Anfang stand der Fakt. Daraus wurde per Virus Anfang der 20er Jahre der allgegenwärtige Fake. Und per Internet hob dieser Fake so ab, daß man an Weltraum dachte.
Voilá: die Fakete.
Läßt sich auch gut entsprechend abschätzig aussprechen.

Mind Harrow #1

Armesin Gallmei Fernambuck Muchajer Osemund Pletting Barchent
Coffa Lesten Karasey Perpetuan Sukkade Wedasche
Blausel Schmolke Podawel Schmack Triep Kamlot Zitwers
Grogram Korduan Eisengrappen Kronrasch Spelden Dozens
Düffel Konjanten Minie Driakel Steinblatt Bombasin Hundskott

Harrow = Egge | Mind= viel mehr als nur Σ aus: Gehirn, Verstand, Kopf, Sinn, Meinung, Psyche, Gedanken, Gedächtnis, Gemüt, Ansicht, Gedanke, Absicht, Denkweise, Phantasie, Wille, Neigung …

Dolo primo vix finito
Alter comparatur cito.
= Dieses war der erste Streich
doch der zweite folgt zugleich.

Jackpot bleibt Jackpot und Chatbot bleibt..

Das mit den “Keksen zwischen den Zeilen“, der Überschrift des letzten Posts, ist verpo etisiert so etwas wie mein großes Ziel beim Schreiben:
einen Text schaffen, der Funken erzeugt, die allein im Hirn des Lesers fliegen können, da die Feuersteine dazu außerhalb des Geschriebenen liegen.
Das ist für mich die grandiose Leistung, die Schreiben und Sprache schaffen können kann: Schalter, um “daheim” ein bis dato unbekanntes Licht anzumachen.

Ein wunderbares , rätselhaftes, spaßiges Beispiel? Ich tippe mal diese sieben Worte plus 3 Punkte:

Irgendwo auf der Welt sind diese Sätze…

Zungenbrecher, tongue twister, fourchelangue, tungvrickare:

  • Ein Jäger, der ohne seinen Hund jagen kann, kann auch gejagt werden, das sollten Sie wissen!
  • Es bleiben dreizehn frische Erdbeeren übrig.
  • Phantastischer frischer astfreier Besenstiel von der Westküste.
  • Sieben schöne Krankenschwestern kümmern sich um siebenundsiebzig gebrochene Seemänner an Bord des sinkenden Schiffs “Shanghai”.
  • Was machen denn die Hennchen da in der Tannenschonung drin??

ro h sen duft k nitter falt n früh. ling

Prolog: Inspiration ist immer. Und überall. Folgt mir anhand dieses schnell und fahrig als Überschrift hingetippten Poems, das damit auch Wortauswahl der diesmaligen Galerie-Auswahl sein soll, ohne über die Sinnvolligkeit dieser Buchstabenfolge/Brauchbarkeit* nachzudenken. Also folgen nun Sichtungen und Tippungen, um alles in die gewünschte Funktion hinzubiegen. Ich bin gespannt, wohin überraschend das alles führt.

Also:

Das ist meine Art der zersprengselten Message zu diesem April. Alles wie immer! Halt! mit! kurzen! Unterbr!ec!hung!en.
Sse messitsch:


Am Blumenstand das war mir neu sahen die noch aus wie gebündelte Radieschen an BLumenStengeln.
Ich fotografiere also dann nach begonnener Öffnung.
@ home in der guten Stube.
Vor der Display-Glitch-Lookalike-Gardine
s.m.i.l.e.y.:


Der Aussuche-Start dafür war nach der Sichtung der dreieinhundertungrad (three hundred-something sagt der Englischmän) Fotos des jüngst besuchten floral überaus gesättigten Geburtstages erstmal dieses brave GartenkalenderBlumenBild:

Da rÜber gelangte ich einen Tag und achtzehn Versionen später..

..zur dann zur als endgültig erklärten™ Version Zwischendurch und hinterher gelang durch Spiel-herum-mit dem AdobeArsenal noch die vakuumisierte Veriosnjust in case we forget und à propos vakuumisierte Liebe file_under Haruhiko Kawaguchi das da:

Dann folgten am Schluß noch untige Makros:

  • zerklüftete Landschaften in Rosa. Sich zart aufblätternd.
  • Wie imperativ wirkende Anregungen,
  • sich seinen persönlichen/privatenLebensraum
  • mal in dieser 3Digkeit vorzustellen!

Ich zitiere dazu meine aktuelle Lektüre Charan Ranganath von Seite 33/34: « As Tulving put it, the main characteristics of human consciousness is that we are “capable of mental time travel, roaming at will over what has happended as readily over what might happen, independently of the physical laws that govern the universe. »
Und das alles bereitsfast vier Wochen vor Pentecost, dem Namensherausgeber der Pfingstrosen oder Paeoniaceae, da fehlt nur noch ein “u” – ha!


So weit der zeitliche Ablauf der Kreation dieses Menues & Startbildes. Heute, zwei Tage nach dem LayOut-goes-live weitere Findungen beim postenundschreiben, immer offfen für alle Arten der herbeifliegenden Assoziationen, so faszinierend genug:

  • diese aparten Bildern unter display glitch
  • dieser bajuwarische Hauch beim Lesen (und vor allem: sich diesen gesprochen-vorgestellten) Vertippers “Veriosn”. Was könnte man in Süddeutschland/Ost wohl damit bezeichnen/meinen?
  • das Bouquet garni

Und ein nach dem Tippen des Begriffs(!) gemachtes-ungeplantes HimmelsGlitchbild des 1 Blende unterbelichteten dadurch unnatürlich düsteren Vormittags:

Solche Schnappschüsse sind nur möglich als Screenshots nach dem Bewegtbildrekorden. Bewegtbildrekorden im APRIL naturellement:

Und, Postskriptum, damit das hier und heute nicht komplett in rosa versinkt: es gab auch noch die Farbe orange im Bukett: Roso range. Womit wir wieder beim Gartenkalender wären:



So. Und jetzt wäre ja wieder alles vorbereitet vorgeritten vorgewandert*, damit die Galerie im rosa Mittelfeld unten nen Sinn macht. So in etwa einer Woche schätze ich werden sisch unter allen zehn Suchbegriffen Ergebnisse finden. Guggemermal!

*zur Vorgehensweise:
ich starte mal wieder bei quasi Null: aktuell in der “Galerie” des aktuellen Menues finden sich zur Zeit unter den Stichworten/Buchstaben ro | h | sen | duft | k | nitter | falt | n | früh | ling keine Ergebnisse für Bilder in Textnähe zu “sen”, “nitter” und “ling” am gesamten Blog des Soodlepoodle – kein Wunder. Bis halt grad eben (da ich die Worte hierher tippe). Sobald Ergebnisse vollständig in allen Anfragen-des-Monats erscheinen, stopp ich die Zeit, die diese Indexierung dann gedauert hat. Yo!

Sen nitterling, Senn itterling, oh liebliches Sennitterl ing…

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Musik beim Blumenstecken und -schneiden:
Green Piece: “Northern Herbalism”, PIAS Germany, 1996
Amp Fiddler: “Afro Strut”, Universal, 2006
Maxwell’s “Urban Hang Suit”, Columbia Records, 1996
Beanfield: “Human Pattern”, Compost Records, 1999

Abtönungspartikeln versüsseln meinen Alltag

Schön, wenn man im nächsten Freundeskreis eine Linguste hat! Nein, nicht Languste, ich meine eine FreundIn, die frisch eingestiegen ist in das Studium der Linguistik smiley. So kommts, daß zum letzten Geburtstag ein Buch der “Kegli” – Reihe hereingeflattert kommt, was akronymisch steht für: kurze Einführung in die germanistische Linguistik.

Ganz vorne in dem handlichen Büchelchen steht zum Anwärmen, wer diesmal zum Club dazugehört:

aber | auch | bloß | denn | doch | eben | etwa | halt | ja | mal | man | nicht | nur | schon | vielleicht | wohl | eh | eigentlich | einfach | erst | ruhig | überhaupt.

Voilá, der Club der Modalpartikeln. Partikeln mit nem wohl elitär zu nennenden n am n.D. (Ende). Wahrscheinlich, um damit diese vom sonst nur herumflottierenden, doodaal nervenden Weltraumgrätz fein zu unterscheiden ja, ja, so sind die Linguisten smiley:

Ein ko(s)mischer Zufall willes, daß mir diese (siehe unten) sandig-beige Liste punktgenau reinläuft bei der automatischen Bilder-Kuratierung des neusten Portfolios Soodlepoodle. Da hab ich einfach mal die 5 MPn, die die spannendsten Bildsuchergebnisse liefern, dafür ausgesucht:

Lustiger-unerwarteter Weise ergeben die gar nen etwas verlegenen Sinn ™ , wenn man “seit | gerade | eben” noch abschließend dazu(er)findet. Aber auch bloß eigentlich erst seit gerade eben..

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Maler färben, Musiker tönen:
Bigband17: “Speak Low”
Nino Rota: “Konzert für Streicher” | Archi di Santa Cecilia; Luigi Piovano
Savvas Ysatis: “Select”, Tresor, 2001

Post Skript um: die heutige Überschrift steht gern zum Verlesen bereit: Verschusseln, Verrüsseln, oder, wenn man die amerikanisierte, ü-freie dadurch etwas charmant aussprachegestörte URL oben im Blick hat gerne: Versusseln meinen Alltag hihi. Was habt Ihr zuerst gelesen??

je oller

gestern an der Abendkasse:
Nachdem der junge Mann mit seiner Armbanduhr elektronisch bezahlt hat, meint die nachrückenden ältere Dame, die alles genau beobachtet hat und mit der ich anschließend über noch Dolleres wie Bezahlringe spreche: “Ach Gott, das ist mir alles viel zu modern! Ich halts da ganz altmodisch.. und bezahle immer noch mit..
Falschgeld!”