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Digitale Geschichte ’12: “Unterwegs im datenlosen Raum”

Vor dreizehn Jahren, am genau 5. Oktober 2012 gabs dieses Post erstmals hier am Blog. Angeklickte/ aktivierte/ getaggte Kategorie damals (wie heute wieder, erst recht wieder): Stellt Euch mal vor..
der Text, damals ohne Illu & ungewohnt kurz 😉 :

Hab ich neulich im Radio gehört: den Begriff datenloser Raum. Wattndatt? Nun: ein Raum, ein Ort, eine Lokalität, in der weder durch Näherungselektronik, Handyaufkommen oder Geo-Caching-Gruppen Daten von eben diesem Raum erzeugt werden.
Ist das nicht… romantisch?

Zooooom to 2025. (Entdeckung Right) Heute kann man diesen Begriff noch nicht mal mehr finden im Internet auf die Schnelle. Effekt bei mir:

A-ha??!! Dann: Wow – ist das jetzt digitale Geschichte – am eigenen Leib erlebt?!

Käffchen con el Encoder

Wir lassen das mal mit dem Adventskalender, der Idee des letzten Posts – a)nstrengend für non-aficionados und es gib)t Spannenderes:
Besser in der Gegenwart und knackig, kurz und prägnant, meine neue olympische Disziplin ,-)

Also heute am Start: die neue Kategorie hier am Soodlepoodle Blog, genannt nach der Überschrift*:

Prolog: Wie fast alle anderen bin ich, was den Gebrauch des Internets und der damit zusammenhängenden Technik angeht: Laie.
Ich sehe nur das eine und andere, lausche Podcasts und kopiere fleissig Meldungen und mir unbekannte neue Begriffe aus dem Netz (neuster zur Zeit: “chatbait”. Ältestes: “lip detection”), was mir auffällt, was mich wundert. Sehr oft sehr verwundert. Und hätte drum ein paar Fragen, grad wie anno 1900 Señor Hilbert es gemacht hat, anstatt mit Festreden** zu langweilen.

Das Ganze hier am Blog zu posten entspringt meinem Bedürfnis, diese Erkenntnisse mit möglichst vielen Interessierten zu teilen, mehr noch: ich versuche, mit einer spannenden Schreibe möglichst viele user für diese Themen zu interessieren, ganz im Sinne des Herrn Rushkoff (“Program or Be Programmed” – so hab ich ihn gefunden):
«The debate over whether the Net is good or bad for us fills the airwaves and the blogosphere. But for all the heat of claim and counter-
claim, the argument is essentially beside the point: it’s here; it’s everywhere. The real question is, do we direct technology, or do we let ourselves be directed by it and those who have mastered it? “Choose the former,” writes Rushkoff, “and you gain access to the control panel of civilization.
»

Dazu gibts ne stetig wachsende Liste an kleinscheinenden Fragen. Here they are:

  1. Mauszeigerbewegungen werden übermittelt an die Sitenbetreiber und, Fall C: dazu benutzt, um aus dem Verlauf der Fahrigkeiten Schlüsse zu ziehen. Ergo: gibt es Mausbewegungs-Psychologie?
  2. Das Ganze soll n.a.t.ü.r.l.i.c.h. so extrem unterhaltsam und lustig sein wie geht. Kennt zum Beispiel jemand jemand auf deutsch, der/die so n perfekten Cocktail aus Nerdig, Computertech, Mathe und Selbstironie schafft wie in diesem TED Vortrag von Andrew T., der ganz neue Sichten aufs berühmte WTF enthüllt?
    Angestrebtes Motto hab ich mal in verschwundenen Zeiten gecopied: aus einer Printausgabe(!) des Londoner Q Magazines – damals gabs noch professionelle Musikbesprechungen: “Its so entertaining, its probably illegal” **** 😉
  3. “Inspiriert durch Deinen Browserverlauf” lese ich und staune – woher wissen die den &: wer ist da hinter, was sind die technisch-historischen Voraussetzungen und mit welchen Mitteln geschieht’s? Dafür hab ich schon ne passende Artikel-Überschrift: “Die Keksdose der Pandora“. Der Text beginnt, so viel sei schon mal geleakt, mit: “In der Keksabteilung der New York Times erfährt man, daß es verschiedene Spezies von Keksen gibt: First-Party cookies, session cookies und…persistente”. Und dann solls flugs weitergehen durch die deutschen Keksbäckereien.
  4. Gibt es in Deutschland einen Studiengang, oder so nen Dreierpaket wie zu Bamberg, der/das einem/r erlaubt, so Großartiges wie diese DIY-Braillezeile zu planen und zu verwirklichen?
  5. Notiz am Morgen: «heute Nacht: wieder massive Mengen von Usern; im Kerker »type of online computer game. Zigtausend Spieler verwandeln (durch ihr Spiel) ihr Leben, ihre Verhaltensweisen, Rituale und Gewohnheiten, ihr Sprech- und Sozial-Verhalten in ..DATEN. Daten, die nur der Betreiber a) kennt, darauf Zugriff hat und sie mit an Sicherheti grenzender Wahrscheinlichkeit: nützt. Wem nützt das, wer wertet es womit aus und wer schlägt daraus Vorteile?
  6. Wenn ich mal Bock auf Echtzeit-Chilliges hab (grad eben “48.021 Alarme in 60s”), schalt ich den sicherheitstacho.eu an. Hat jemand noch nen weiteren naja entspannenden Linktipp, an dem man im Gemüsemodus so ne Ahnung der (digitalen) Gegenwart bekommt?
  7. Angewandte Geometrie: wir bauen ein deutliches Bild. Ein Bild von der Ortbarkeit Unser (Psalm 11/2025). Mit dem quadratisch abklingenden SendestärkeGenom und dem Herrn Pythagor’s sein’m Co-Sinus. Kann sich jemand an die trigonometrische Mathe 10. Klasse erinnern? Kam da auch die Ursuppe des Gedankens/dieser Disziplin vor??
  8. ..da ist es wieder: das berühmte heureka zusammen mit der nächsten provozierenden Frage, was Pflanzen von Zahlen wissen (What do plants know about numbers?), heute: Fibonacci’s Folgen, eine Einführung per “Exploratorium”.
  9. Digital muß/kann man heute schon oft ab 8 zurechtkommen, die Erwachsenen bemerken aber allmählich, daß das zuviel des Anspruchs ist, wenn man da künftig ‘mit surviven will Stichwort Chatbot Psychosis. Also muß Medienkompetenz her. Das Spannendste daran ist aber: auf ausländisch. Wer also bitte übersetzt bitte bitte (nicht nur) altersgerecht ins deutschlichste Deutsch? Informatiker? Lehrer? Politiker?? Werber? Oder gar: Hoster? Tech-Giganten? KI?? Oder ist da eine neue Branche uberfällig zur Zukunftsbewältigung?
  10. Ich guck Statistik am Morgen. Online-Besucher-Statistik Soodlepoodle.net. Ich lese erstaunt diese Zahl hinten in der Kategorie “Summe der unterschiedlichen Anwenderprogramme”: 835. a) WOW. b) Fragezeichen. Achthundertfünfunddreissig?? Verschiedene???
  11. Wieviele Tüten Arduino und fitte Musikstudenten benötigt man für den Bau eines Nopia?

Also gebe ich HIERMIT diese Anzeige auf:

Code Talker*** gesucht

Wer hat Lust, darauf einzugehen & die Gesprächsergebnisse, die sich aus meiner technischen Laien-Neugier und Eurem Fachwissen, das vielleicht in einer Techniknische unsichtbar (=nutzlos für Betroffene ™ ) bleiben würde, hier und anderswo zu verbreiten? Ich, so ging es vor Jahren schon los, wollte immer wissen, warum das Eichhörnchen als Textdatei rüberkam, als ich auf “Bild anzeigen” klickte. Warum alle so Angst vor Java haben, obwohl das doch der Motor ist, zur Not ne Insel. Und diese (schul)kindische Abscheu vor spannenden Geschichten, nur, weil das Wort compression drin vorkommt. Und ob da der european digital sevice act dahinter ist, daß dem so wird.

Weitere Inspirationen

Existierende Soodlepoodle-Blog-Kategorien

Daraus ne Tüte Snippets. For your interests. to be continued:

**** es handelt(e) sich um eine DJ-Mix-Compilation von Liam Howlett: “Prodigy – The Dirtchamber Sessions Volume One”
*** eine Umwertung meiner’, weg von den historischen Navahos. Wow, ich verlinke die CIA.gov (!!=)
** ..zu diesem 400sten Blogpost
* “con el encoder” ist kein ordentliches Spanisch – dafür müßte “Auf ein Käffchen mit dem Programmierer” nämlich “a tomar un café con el programador.” heißen. Ist mir aber zu lang. Meine erfundene Version finde ich ok°rätselhaft, mucho más memorabler und: man kann (für T Shirts) so schön kryptisch abkürzen zu KÄFFCHEN con LN Code R

s.m.i.l.e.y.

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Musik zum äh, Anzeigeschreiben im Advent:

Let It Snow

  1. Vanessa Paradis: Just As Long As You Are Here
  2. Betty Carter: Open The Door
  3. Paula: Süßer Morgen
  4. ? : Santa Claus Is Comin´ In Town
  5. Plastillina Mosh: Bungalow Punta Cometa
  6. Millie: My Boy Lollipop
  7. Paolo Conte: l´ultima donna
  8. Julian Dawson: (Listen To My) Heartbeat
  9. Nat King Cole: Mood Indigo
  10. Jona Lewie: Stop The Cavalry
  11. Lauryn Hill: Can´t Take My Eyes Off Of You
  12. Bang Bang: Two Fingers
  13. Joni Mitchell: Moon At The Window
  14. Les Rita Mitsouko: Nuit d´ivresse
  15. A Tribe Called Quest: Luck Of Lucien
  16. The Wannadies: Because
  17. Teen Idols: Lovely Day
  18. Smash Mouth: Can´t Get Enough Of You Baby
  19. Albert Hammond: I´m A Train
  20. Heatwave: Boogie Nights
  21. Moloko: Day For Night

AnfangsVerdacht: AdventsKalender

39 mal 10 sind kurz vor 400. So viele Blogbeiträge aus meinen Anfangsjahren als Blogger seit 2012 liegen unter der aktuellen Oberfläche dieses Blogs. Der Grund: ihr bloßes Alter und ihre beim Serverumzug als uninteressant bewerteten Inhalte.

Aber ich und die englischsprachige Welt kennen das Phänomen des bestandenen Test-Of-Times. Dafür gibts im Deutschen nur Umrisshaftes, wie so oft nicht dermaßen Prägnantes ‘für.

Egal & anyway: wir heben aus der Versenkung, direkt in die Kuchenbackform Adventskalenderbild: die anregendsten Überschriften von dunnemals s.m.i.l.e.y.
Und ein unverwirklichtes Deckblatt dafür gibts auch noch: die “verweihnachtete” Version einer meiner Mannheim-Postkarten:


Die Idee kam mir, weil ich den Post und die Story von der Winter-in-Mannheim-am-Wasserturm-Karte vermißte und dies nun mit der Wiederveröffentlichung von 5x Engelchen flieg, bitte! am ursprünglichen Platz im November 2013 nachhole. Darüber ergab sich ein Blick über dieses Archiv, wobei mir einige ebenfalls schmerzlich vermißte Überschriftenwerke 😉 auffiielen.
Warum also mal nicht einen etwas anderen A-Kalender entwerfen, der – das liebe ich ja besonders: Baustellen – Unfertig Anregendes mit sich bringt?!

Ideen der zweiten Generation – also am tAg danach – : ich könnte die Dinger wieder hochladen und im Anschluß einen modernen Epilog, oft über zehn Jahre danach schreiben. Dann sähe man, wie die Zeit alles(?) verändert hat.

Mal sehen.