Kategorie-Archiv: Pinxography

Nix da verwaiste Staffelei !

Daß ich die letzten vier Wochen hier bevorzugt mein großes neues Beschäftig-  und Begeisterungsfeld MoviePoodle hier poste, heißt noch lange nicht, daß die Malerei und die “Verwandlung” der b.malten Blätter in PinXoGraphische Werke brach läge.

Es ist im Gegenteil äußerst spannend für mich zu erleben, wie sich die Filmerei, der dazu frisch erstandene Spürsinn für und die losgetretene Bauwut von Requisiten, das fotografische Sondieren und Permutation der Film-Motive und Settings auf mein emotionales Verhältnis zum Thema PinXoGraphy auswirken.

Noch spannender ist dabei allerdings der Einfluß, den das Handtaschen-Experience aufs Malen nimmt: Ist man sich nämlich eimal gewahr geworden, daß jeder Strich, den man aufs Papier setzt, handtaschentauglich sein könnte, oder müßte, oder sollte oder nicht sollte, weil man ja Eigenständiges schaffen will, ändern sich die Bilder. Man kämpft da nämlich plötzlich um die innere Vorherrschaft: Malt man nun den Handtaschen zu oder sollen die Bilder zu Werken werden – aus denen dann nach Vollendung als Werk die Handtaschen erst “gesucht” werden? TRickY!

Genauso stelle ich mir den Zwiespalt jedes berühmten Künstlers vor, der das Wissen um die Publikumsliebe und damit zusammenhängend die Erlöse mit seiner täglichen Arbeit im Studio kompatibel machen muß. Da rutscht die Freiheit der Kunst plötzlich ins Innere des Machers und die Motivation warum-das-alles steht auf dem Prüfstand. 1st world problems.

Jo mei -  hier mehr der neuen Bilder, allesamt entstanden seit dem letzten Post Abteilung PinXoGraphy vor vier Wochen:

hbe-scanp-180617-643-r2vr91hbe-scanp-180528-638g-r2vrUnd tatsächlich sind mir beim Festplattenaufräumen “alte” PinXoGraphien (2015-2016) untergekommen, die sich ob ihrer Mustersuggestivkraft flugs in Handtaschen haben umfunktionieren lassen:

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Dazu im Vergleich der aktuelle Output Ende Mai/erste Hälfte Juno 2018 – noch ohne Griff und Trapezumriß ;-) :

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hbe-scanp-180521-637d-r2vnrDas Frappante nach all diesen Überlegungen und Befürchtungen: selbst, wenn ich gezielt an Handtaschendesigns und verwertbare Muster denke beim Malen, was ich immer wieder mal tatsächlich tat und diese graphischen Wiederholungen dann sogar aufs Blatt bringe, so ergeben sich gerade aus diesen testweise als “Ausschneidebogen” konzipierten Blättern durch die digitale Bearbeitung überraschend eigenständige, ja gehoben exzentrische™ Ergebnisse, die mit keiner Spur an ihre “gefährlich fahrlässige” Erstellung mit heimtückischer Musterzeichnungswut entstanden sind. Puuh! Jlück jehabt!

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Musik beim Schreiben heute:

Volker Engelberth: “Prismatic Colours”, UNIT RECORDINGS, 2018

Gesichtserkennung aus Bodenhaltung

Dieses Exemplar, das ich glücklich als Anschauungsmaterial par excellence in einem Baucontainer der Nachbarschaft fand, ist ein eher karg ausgestattetes  Stück. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich, Euch den Anstoß meiner pareidolischen Arbeit = PinXoGraphie vor fast drei Jahren hier präsentieren zu können:terrazzo-pinxographyGenau diese Art von Vintage Fußboden @ home, genannt Ortsterrazzo war es, die mich “anregen half”, es im kreativen Bereich mit genau diesen “unabsichtlichen Anspielungen” als Generalthema zu versuchen. Denn der mit etwas Muße gedankenverlorene Blick darauf gebiert in diesen Splittern Erkennungsmomente, “findet” aus dem Leben “bekannte” Figuren: hauptsächlich Gesichter, Köpfe, Blumen. Eben..

Pareidolie mit/aus/von Terrazzoböden. Klassischerweise kann man auch noch rustikal verkleidete Holzwände dazu “nehmen” und in den mitverarbeiteten Ästen und Maserungen ringsum Gestalten, Gesichter, Pferde etc. “erkennen”. Oder, modern mit Technik und dem Blick nach oben: erkennen lassen, hier Gesichter in vorbeiziehenden Wolken..

In diesen neusten PinXoGraphien könnt Ihr Euch also mal austoben. Erkennungsdienstlich. Aber Obacht: allzu einfach mach ich es Euch heute nicht, denn das Thema Masken hatten wir ja schon..hbe-scanp-180513-634c-rec2vhbe-scanp-180403-626c-r2v94hbe-scanp-180416-630b-rvr7hbe-scanp-180425-632b-r2vr2 hbe-scanp-180510-633c-recvn hbe-scanp-180513-634e-rec2v
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Musik beim Schreiben heute:

Kruder & Dorfmeister: ”DJ-Kicks” , !K7, 1996

Michael Atherton: “Sea and Mountain: Music in the Korean Style”, Celestial Harmonies, 2006

Frühlingstäschchen gefällig?

April ist da! Das Grün donnert aus dem Boden durch die Äste und Stengel right up in die Sonne – Frühlingsrolle für mich: Ich b(r)aue oops Blumenbeete aus “einjährigen” PinXographien (Mai 2017) und schneide dann flugs Täschchen draus. Macht sich dann so:

hbk-ysp-scanp-170502-474e-0im Einzelnen | im Vergrößerten: Obacht! Keep Out, Allergiker!

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So muß sich ein Gärtner de la Landschaft im Frühling fühlen! Macht mir gar Laune, in die beiden nächstgelegenen Parks zu radeln. Um am lebenden Vorbild weitere Inspiration zu finden: hbk-27840025mirrsmlIch mit Kamera in einem Park.. kommt auch nicht soo oft vor ;-) Damit jedoch würde sich der Kreis wieder schließen, denn diese Fotos vom gestrigen (!) Mannheimer Friedrichsplatz waren zuerst da, als inspirational nudge für den kreativen Abend danach gewissermaßen:278400322784002827840007 2784001327840026

..und das daraus geschnitten’ Täschchen wieder hinterher. Heute.

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Frühlingsmusik heute:

Joseph Haydn: “1. Cellokonzert”,  Jean-Guihen Queyras / Freiburger Barockorchester

So Up wie Kristian, so knallig wie Txema, so geheimnisvoll wie Elizaveta

..sollen “meine” künftigen Handtaschenmodefotos sein. Doch doch: darüber mach ich mir viele Gedanken. Noch bevor es die Täschchen überhaupt gibt. Denn was auf Fotos mondän, exzellent, schmuck, chic und modern aussieht, m.u.s.s. doch in echt eines Tages genauso sein: wie erträumt ;-) hbk-hbe-scanp-180324-620g-rUnd Träumen fiel noch nie so leicht wie heute: wann bitte hat man in der Menschheitsgeschichte von zuhause aus eine solche Chance zur Inspiration gehabt wie dieser Tage:

Googelt  allein schon Sölve Sundsbö oder Nick Knight, da bekommt Ihr  das Experimentellste zu Gesicht, was sich bislang in meiner Liste findet. Und die ist surely schon ordentlich angewachsen, ob das nun Fotografen, Models, Posen, Settings oder allgemein: Ideen sind, die man ins Bild setzen kann. Und alles darf mit, von digitalen Retro Collagen, Kirlian Fotografien, Anime-Styling bis zu Nixieröhren-Steampunkretrokonstruktionen und Luftblasenanimationen aus VideoGames.

Beim vielen (Mode)Schauen finden sich natürlich auch (Werke von) aktive(n) FotografInnen, die mich begeistern. Denn schließlich sollen meine künftigen Handtaschen artgerecht ins Bild ;-) Und da müssen schon Visionäre ran, wenn ich mir zum Beispiel solch neusten Entwürfe (die nämlich von gestern abend) angucke:

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Da brauchts Arsenal&Imagination, in welch fantastischer/urbaner/märchenhafter Umgebung diese Taschen passend vor der Kamera platziert werden möchten.

Hier also meine Wahl so far:

Wenn auch mit eigentlich übertriebenem ordentlich Prop-Aufwand begeistern mich diese wundersamen Bilder von Kristian Schuller. Dessen Leidenschaft für den Zirkus und die Weite des Himmels bringt Gegenstände und Szenerien ins Bild, die man sonst nicht so opulent auf Modefotos sehen kann. Und die Fotos wirken uplifting, voller unbekümmert-eleganter Energie wie die (gerne) ans Frivole grenzenden von Ellen von Unwerth (als weiblicher Gegenpart). Und sind (mir) nicht so exaltiert=übertrieben austaffiert wie Tim Walker- (cooles Video-Porträt hier) oder David LaChapelle-Werke, die in dieser Opulenz ja auch schon der Vergangenheit angehören. Dann, mein hombre Numero eins: Txema Yeste. Es muß an der gleissende Helle seines Herkunftslandes Spanien liegen, daß diese Bilder eine dunkel knisternde mystriöse Erotik ausstrahlen – all dieses Rot und Yves-Klein?Blau in den Bildern! Lest das Interview! Und hier meine fotografische femme Numero eins: Elizaveta Porodina. Da gibts nen interessanten Artist Statement Film ‘zu. Der ist leider nicht auf ihrer Homepage. Ebensowenig wie das Interview mit Txema auf seiner….das alte Leid mit den Kreativen..

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Also: (Mode)fotografen der Gegend! Ist da jemand? Der /die /das auch will?

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Musik beim Schreiben heute:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The Quiet Boys: “Can’t Hold the Vibe“,  Acid Jazz, 1992

St. Germain: “Boulevard”, F Communication, 1995

Achtung! Achtung! Sie verlassen den virtuellen Sektor!

Man sollte sich angewöhnen, sich selbst mal etwas zuzurufen. So ab und an. Wie in der heutigen Überschrift angelegt. Und: sich damit explizit selbst zu meinen. Das hat nix mit psycho zu tun, das ist ne Übung in Selbsterweckung: sich lauttönend etwas bewußt machen (bevor es etwa andere, hier Mr. DJ Chris Whap-a-dang, tun) ;-)

Whap-a-dang plus GrammophontrichterSchon wieder dreieinhalb Wochen ist es her, daß ich die landbrechende Gelegenheit hatte, mein Handtaschenprojekt an den Rand des virtuellen Sektors heranzufahren, in dem es bislang ausschließlich blühte. Es existierte ja lediglich die Idee, jede Menge Bildschirm-Material, Bloggergedanken, einen Ordner voller schnell “gestanzter” Entwürfe – rein virtueller Output also.

Bis die Idee “Ich als Bildhauer” daher und damit die Handtaschenaussägerei ins Spiel kam vergangenen Januar.

UnErstaunliche Feststellung: das Ende der virtuellen Welt grenzt, wie mir dabei bewußt wurde, nicht ans Nichts, wie das zufälligerweise Robert Overweg vor knapp neun Jahren entdeckt zu haben glaubte, sondern das Ende der virtuellen Welt grenzt an die echte Welt. Und diese Grenze neigt naturgemäß zur Durchlässigkeit.  Neulich erst (wieder) kam mir das Zitat von William Arthur Ward, (one of America’s most quoted writers of inspirational maxims) in die Quere: “If you can imagine it, you can create it.” Das betont chique Virtuelle ist also bloß alter Wein in neuen Schläuchen:  Ideen, Visionen und Träume also, die seit Menschen G-denke’ ins echte Leben drängen.

Und nun schaut Euch mal dieses Bild an und.. und?  Welche Art der Handtaschen“realität” seht Ihr? Oder: glaubt, zu sehen?

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Bis vor ein paar Jahren gab es noch diese rhetorisch klar / scharf gezogene Trennlinie im Kopf. Zwischen echt und virtuell. Zwischen persönlicher, sinnlich erfahrbarer Körperlichkeit und diesem von irgendwie fragwürdig/undurchsichtigen Rechenmaschinen entsprungenen, rein gedanklichen, errechneten Ideenraum. Interessant dazu die (heutige) Defintion auf Wikipedia:

«die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen.»

hbclip-180313_7768_04Wenn ich das lese, tauchen plötzlich tausend zeitgenössische Erscheinungen vor meinem inneren Auge auf: nicht nur die Klischees Videogames, Simulations- und bildgenerierende Programme. Sondern ebenfalls: Kinofilme! Fotorealismus in der bildenden Kunst! Und gar gleich selbst: die Fotografie, die Räumlichkeit “vorgibt”. Der kleine Schritt zu virtuell im modernen Sinne bedeutet (ja nur), daß Rechner das Ganze interaktiv machen: der Benutzer kann den Blickwinkel und die Bewegung mit Kopf- oder Mausbewegungen bestimmen, die Maschine ändert daraufhin die Ansichtssache. Ein organischer Entwicklungsprozeß meiner Meinung nach.

Das alles meint(e) ursprünglich: bildliche Eigenschaften. Eigenschaften also, die das Auge betreffen. Per Rechner und Digitalisierung kamen noch audiofiles dazu. Man kann also plötzlich hören, was im ausgerechneten Raum “passiert”, in dem man sich per VRBrille bewegt. That’s all. Düfte und Hautempfndungen dauern noch – das schaffen bislang nur die… Träume als klassischster Fall von umfassender Virtualität ;-)

Heute rückt die umfassende Machinenhilfe beim Imaginieren in den Fokus und den Alltag. In Robert Overwegs Worten auf seinem digital is taking over: «How everything will be digitised, from pop stars, drawings, your thoughts, people, to your environment. How we will experience all this in VR simulations or recordings. And how we will mix virtual and physical memories.»

Tja, daß diese Verwischung gar die Erinnerung (be)trifft – das hätte man erst mal am wenigsten erwartet. Obwohl das ja am nächsten liegt, besieht man sich das mal genauer.

Dann bin ich also mal flitz gespannt, was denn meine erste persönliche Erinnerung an die 3D Handtaschenwerdung sein wird. Diese Bilder gar?

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Epilog:

In zehn Jahren, so schätze ich heut mal, wird sich das Ding von selbst erledigt haben. Die digitalen Einwanderer werden langsam im Ruhestand versacken, ihre Stimme und Taufhoheit der die Öffentlichkeit prägenden Wortschöpfungen langsam verstauben. Sogar bei so nem In-Ding wie die Virtuelle Realität.

Hat ja jetzt bereits die ersten Löcher/Glitches: nochmal Wiki P zum Begriff des “virtuellen Teams“: «Der Begriff virtuell ist schlecht gewählt (..), denn er suggeriert, es handele sich um ein unwirkliches und künstliches Gebilde.»

Und mit Aufkommen der 3D Drucker, die “helfen”, alles Vorgestellte, Ausgerechnete, maschinell Imaginierte flugs ins Hardwarige zu überführen ein weiterer Trennschärfezerstörungsfaktor.  Wir sind ja grad mitten in seinen stürmischen Kinderschuhtagen.

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Musik beim Schreiben und künftige-Erinnerung-imaginieren ™ heute:

Adam F: “Colours”, Blow Up, 1997

Leopold (Vater) Mozart: “Sinfonie G-Dur”, London Mozart Players/Matthias Bamert

Greenpiece: “Northern Herbalism”, PIAS, 1996

Micatone: “Is You Is”, SONAR, 2003

Erikativ des Tages: “freu!!”

Vor fast nem Jahr war es nach zwei Jahren Malen, Scannen, Färben soweit: ich bestellte probeweise den ersten pinxographischen “Katalog”: ein tablettgroßes Muster für die frisch entdeckten pinxographischen Farbverläufe. Neugierig, wie die Ersterwählten 28  wohl so aussehen mögen als “3D-Gegenstand”:

86960019Aber, next step, wenn man nun wie ich heute zum ersten Mal seine Werke, die durch die Mühle analog- digital-analog gegangen sind in groß ( je 72 x 100 cm ) an einer ebensolchen Wand, von Graze unter Acrylglas gefaßt, erblicken darf, noch dazu perfect fittend in einem eleganten Studio für Luxusküchen, dann darf muß das Grund für die heutige Überschrift sein.bc-kuechenstudio-20180328_1

Nachdem die Lage der vier erforderlichen Bohrungen per Zollstock und Wasserwaage in exakter Lage ermittelt und vollbracht, die beiden Bilder direkt übereinander platziert waren, gereichte das abschließende Abziehen der Schutzfolie zum großen Moment. Der Moment, an dem man direkt vor sich sieht, was man sich bislang schön intim zuhause und am (nächtlichen) Bildschirm erträumt hat:

die durch die Darreichungsform Acryl irreal wirkende Wucht der bloßen Farbe.

Interessanterweise fand ich den Umstand, daß diese Art der Oberflächengestaltung,  fast wie ein Spiegel wirkend, immer die direkte (helle) Umgebung des Bildstandortes “mitnimmt” bei dieser Art Bild ohne Gegenstand, ohne zu erkennende Gestalten das Mysterium vergrößert! Señor Rothko, Monsieur Matisse, Ihr hattet recht! Die Farbe selbst ist es! In meinem Fall:

bc-kuechenstudio-20180328_3Reale PinXoGraphy ;-)

Schaut also gern mal vorbei im bc küchenstudio in der Mannheimer Augustaanlage 54-56  – der Block direkt neben dem Kunstverein! Obiger “Katalog” ist übrigens auch vorort!

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Freumusik für Euch und mich:

Joyce – Aldeia de Ogum - siehe Joyce Morena

Frank Sinatra: “Come Fly With Me”, Capitol, 1958

Joshua Redman Elastic Band: “Momentum”, Nonesuch, 2005

 

 

Himmelswiesensternefrühling! plus! Astrolab!

“Genug “Schaufensterzeit” fürs letzte Soodlepoodle-Outfit” (ganz pur, nur ein Farbkreis am Bildschirm) , so meine Samstagsgedanken heute, als im Radio… Sommerzeitumstellung angesagt wird für heut nacht, eine Stunde weggeklipst, dafür abends länger hell. “Ich will was Frisches” denke ich und fang an herumzusuchen.. Am besten mit gleichfallsiger Umstellung: aufs Helle, auf Energie, auf Sich-nach-außen-öffnen nach dem langen Kalten W.

Dazu male ich ne Tulpe in der Sonne. Also: erstmal ich in der Sonne. Die Tulpe dann irgendwann nach zehn Strichen/Hieben auch ;-)

Hey kids, I shrunk the Frühjahrsgrüße! hbe-scanp-180324-620_tulipDann probier ich an einem wiedergefundenen Foto vom April 2007 herum, @home in Mannheim aufgenommen. Mit längst verschwundener Kunst im öffentlichen (Rück-)Raum. Wer kennt diese Installation noch? Nur von der Witterung touchierte mannshohe Plexiglasbubbles. Ohne Bewachung, ohne Kamera; Zeiten ohne Randale/Demolage oder stammhirngesteuerter Graffitiseuche…start-61540024blurNatürlich habens mir die Gänseblümchen auf der Fläche dahinter angetan und ich hab so lange an dem Grün und dem Kontrast herumgemacht, bis das Astrolab fertig war: eins mit Blümchenwiese als backdrop ;-)   54640021_astrol2hier die Arbeitseinstellung “Header-fürs-Blog-ausschneiden”:54640021_astrol1 und dann hab ich mich auf ne himmelsnachtblaue Version als Startbild und ne saftgrüne Version plus Menue festgelegt: und ja,  recht gesehen: ein paar dreist ergoogelte Schriftzeichen oben links | rechts nach dem Punkt Handbags sind erstmalig eingefügt: 54640021_astrol3japanese_for_handbag… also das↑ sollte das↓ bedeuten smiley-blush. Mmh. Vielleicht sollte ich es mal mit jemand versuchen, der/die sich auskennt. Some Japanese “fashion translators” out there for my  クラッチバッグ | デザイン | ドイッチュ project?

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Noch mehr und klassischknallige Frühlingsblumen find ich grade als heutiger Instant-Nachtrag auf diesem lustigen Musiker-und-sein-”Arbeitstier”-foto, das im Zuge obiger Serie, irgendwann später entstanden ist: Hi again, Superfro! 54620007 _______________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Jamiroquai – “Time Won’t Wait” [Bass Cover] heute 10.290.039 Aufrufe. Hey! Marta!

Queen: “Hot Space”, EMI, 1982

Danny Gatton: “Cruisin’ Deuces”, Elektra, 1993

Stereolab: “Dots And Loops”, Duophonic, 1997

Yoshinori Sunahara:” Pan Am – The Sound of The 70ies”, Bungalow, 2000

Spice: “Vario bel air”, SPV, 1996

Was macht den März nun… x Cent, Rike?

Was? Schlechte Laune, weil der Frühling abgesagt hat? Die Influenza B immer noch zu Gast ist? Man Mitte März auf dem verschneiten Balkon Bettvorleger ausklopfen kann* statt  parkseits die Osterglocken zu beg(l)ucken?

Kann ich gut verstehen, aber

man kann diese merkwürdig getrübte Zwischenzeit auch nutzen: für Außergewöhnliches, das durch diese spezielle Verfassung möglich wird. ZUm Beispiel Bilder in diesem emotional/körperlichen Zustand malen, die dadurch(?) einen Geschmack des Neuen, Ungesehenen bekommen. So “tuts mir” mit den aktuellen März-PinxoGraphien.

Obs Euch auch so geht? Und? Exzentrisch? Oder: interessanter zum längeren Hingucken? Vor allem auf diese Farbmischungen? Schaut mal:hbe-scanp-180317-616d-rvr6 hbe-scanp-180318-617c-r180hbe-scanp-180312-613-r2vr4hbe-scanp-180317-616c-r2v6hbe-scanp-180320-618e-r2vr6hbe-scanp-1800303-608f-r180 hbe-scanp-1800304-609g-rec hbe-scanp-1800306-610c-re2v hbe-scanp-1800309-612c-r2v9

* Fotos folgen! ;-)

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Musik beim Bilderhängen und Teppichklopfen heute:

The Brand New Heavies: “Heavy Rhyme”, Azid Jazz, 1992

The long awaited Winter’s End’s Nylon Schrumpf** Show

Beim PinXographien-seit-Jahresbeginn-Durchbrausen fällt mir immer wieder die ideale Schrumpfbarkeit einiger 600+* Kandidaten ins Auge: als Briefmarke super – in groß naja. Hier sind die Auserwählten fürs erste Sechstel des Jahres, heute mal ganz nach dem Vorbild der durchgestrichenen Kontaktbögen à la Marilyn M. / Bert S.:

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Eins davon “schafft” es per Inspirations- und Suggestionskraft gar aufs PinXoGraphy.de- Deckblatt. «Mein lateinamerikanischstes zur Zeit» würde ich als Nie Da Gewesener sagen. Liegt bestimmt am Musik-Belletristik-Fotografie- Input der Tage:

David Byrne: “Rei Momo” |  John Irving: “Strasse der Wunder”  |   Mario Vargas Llosa: “Tante Julia und der Kunstschreiber”  | Edward Burtynsky: “Lithium Farm in Atacama/Chile

Bei diesem für mich untypischen Bild – es wirkt mir wie eine etwas fahrig/naiv bemalte Lehm/Kalk/Wand – kommen als Einfluß bestimmt noch mein Staunen über “Murals”, Wandmalereien dazu. Vor allem die von Frida Kahlo-Ehemann Diego Rivera und dem US-Amerikaner Aaron Douglas.

Wer noch mehr meines Südamerikas am Bildschirm will, kann noch die Floßsiedlungen auf dem Titicacasee googeln. Oder, ebenfalls in Atacama: die ALMA-Teleskop-”anpflanzungen” in 5030 m Höhe.

* = pinxographisches Blatt #600 plus. Seit 19. Februar 2018 ;-)

** = zu Schrumpf paßt Nylon. Rein For excellent Verwechselbarkeit beim Hören, n’ est-ce pas?

Ah – da! – Nachtrag! Noch ein lateinamerikanisches: ntr-scanp-160413-328g-rc3vk

Name That Bag! oder: Na, wie heißt denn Du, mein kleines Täschchen?

Als ständig sprchvrlbtr Poodle und als notwendige Reaktion auf Ansprache von außen schwärt seit “Empfängnis” der Handtaschenidee n.a.t.ü.r.l.i.c.h. auch der Punkt Taschentaufe auf der To-Do-Liste. Das ist so wichtig, daß ich das an mein Schlafhirn delegiert habe. Und so praktisch: kann ich tagsüber hier am Blog weitermachen ;-)

Denn: Namen sind eben nicht

Schall & Rauch,

sondern das genaue Gegenteil

, wenns um Namen für Produkte, Verkauf, Image und Marketing geht.

Das US-amerikanische Luxus-Speiseeis Häagen Dazs war schon immer ein spezieller Lieblingsmarkenname plus -geschichte von mir. Der wurde a) von einem Undänen zuhause in Brooklyn zusammengehirnt, hat b) weiterhin nix mit der dänischen Sprache, dafür mit c) dem Image der Nachkriegsdänen zu tun -d) lest mal die story flag-en. Das dazugehörige Produkt hat mich nie wirklich interessiert, aber mit dem Namen a dash of Danish nach den USA zu tragen, fand ich stets als die geglückte Mischung aus  Griffig und Exotisch zugleich.

Und die ist notwendig, wenn man kein Konzern ist, der sich eher darüber Gedanken macht, daß seine Sachen in möglichst allen Sprachen zu packen sind. Das jedenfalls hab ich von Nike, Adidas, Cola, Maggi etc. gelesen. Global verkaufen ist super, man hat aber auch einige Hindernisse zu beachten, die manchmal tief in den Sprachen(!) der Absatzländer liegen.

Also gerne ausgefallen, gar nen Tick ausspracheübbedürftig .. wenn nicht Mode, wer dann darf das: freaky klingen, n’est-ce-pas?

Zur Veranschauung der Größe des Objektes Tauf-mir-ne-Handtasche diese erste kleine Namensinspirationsgalerie: drei neue HandBagEntwürfe: erblicken, einklicken und dann cool sprech: “na, wie heißt Du denn…”

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Aus Malerei entsprungen, machen diese Entwürfe einen gewaltigen Bogen an Anmutung™ aus: von luftig-leicht, fast schwebend über derb-rustikal bis gar düster-dunkel:

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Abteilung Clutch:

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Taufgedanken weiterhin: wenn man – wie ich – bei seiner Idee das starke Gefühl hat, daß man damit eher anderswo punkpunkpunkten kann, drängt sich nicht erst am Taufbecken das in Germany extrem wichtige Thema foreign branding flag-en wie von selbst auf. (Warum ich heute ausdauernd die englischen WikiVersionen verlinke? Nun, da steht einfach nicht nur mehr. Auch Interessanteres. Das T-Becken unten wiederum stand? in … Mannheim, Germany.)15590008

Ihr seht unten: aufgrund der Vielgestaltigkeit der Taschen ne echte challenge, 1 Namen dafür zu finden.. Denn wenn ich mir zet be diese drei dystopischen so ansehe..

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vielleicht… Donnerwetterbag??

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Musik am Taufbecken heute:

Zero 7: “Simple Things”, Ultimate Dilemma, 2001

Savvas Ysatis: “Select”, TRESOR, 2001