Kategorie-Archiv: this is a Bildungsblog

Deckname: MedienKompetenzVerein

Es gibt in diesem Land zwei Sprachherde (im Sinne von Brandherde, nicht von Viehherde): die Politik und die Jugend. Diese beiden doch recht schnittmengenarmen Bevölkerungskreise “kümmern” sich zu einem großen Teil ihrer Schöpfer-Kraft und Lebens-Zeit um das Ist-und-Bleibe-Lebendig der Sprache.

OK, OK, die Journalisten und die Werberteppiche gehörten da auch dazu, sind aber ob Adblockergerangel und/oder der modernen Seuche suchmaschinenoptimiertes Schreiben gebremst und abgeschlagen™. Man spricht halt einfach freier, wenn man sich wirklich nur auf rhetorische Wirkung und Klang für echte Ohren konzentrieren muß, also Schulhof und Vereinslokal. ( Leider, leider ist das szenesprachenwiki seit Jahren abgeschaltet! Heul!!)

Wir müssen ihnen dankbar sein!

Denn da kommen ständig erstaunliche Wort- und Satzkonstruktionen nach, die ein neues Denken ermöglichen. Den Angelpunkt der Blickrichtung drehen. In seinem gar rostigen Scharniere. Kann man online auf der famosen Idee der wortwarte.de nachschauen - OK, OK, hier punkten die Journalisten, die’s geschafft haben! Tja – Kaum macht man’s richtig, klappt’s! (1. Beispielsatz)

Bei meinen Ausflügen in die Welt der Sprache (also immer, wenn ich das Internet aufschlage) kommen ständig neue Erstaunlichkeiten mit eben diesem Medium, das mit Bild und Sprache “zu tun hat” hinzu und ich c&p-e die besten Tagessätze (im Sinne von bon mots, nicht von Kostenvoranschlägle) in meine digitale Brouillone. Hey – durch das schlampig’ e am Schluß nach Suppe klingend ;-)

Lange vor einer schwärend angemahnten Forderung nach Medienkompetenz steht mir: Sprachkompetenz. Und Wachsein. Erkennen, daß die “herzliche” Geburtstagseinladung per Massen tstsmail nur so persönlich tut. Erkennt man an den unterschiedlichen grammatikalischen Subjekten. In der Überschrift: Hallo Du Poodle! Direkt drunter im Text: “Wie Ihr alle wißt..” Also Dikat! Schließlich sind dies die ersten Tage der social bots. für alle. Die sollte man freihändig erkennen lernen. Was Du nicht willst, was man Dir will, das willst Du nicht – was willst Du denn? (2. Beispielsatz)

Und wissen, daß es FindFace gibt..

Falls Ihr – zurecht! – nicht einfach und immer auf alles klickt, habt Ihr das internet-abc.de oben verpaßt. Nach Holbe: fehl! Erste Schritte, unter KompetenzVerdacht zu geraten! Ab 6! Da steht zum Beispiel der überaus nachklingende Satz: “Das Lernmodul “(Cyber)Mobbing” kann sowohl im Unterricht als auch zu Hause eingesetzt werden.” (3. Beispielsatz)

fsk_ab_6(Hey! 1Neues Emoji? Komischer Gesichtsausdruck…Rating: Mißlungen!)

Als Nachtrag am übernächstfolgenden Tag: ein kleiner Selbsttest MedienKompetenz: Ist das nun Werbung für

(Meinetwegen kreuzt alle fünf an)

Nachtrag vom 27. August 2017: wußt ichs doch – die Medienkompetenz ist ein verdeckt großgeschriebenes Thema hier am Blog. Von unten (ab 2011) beginnend, hatte ich an diesem Nachmittag keine Mühe, 39 Artikel mit dieser Kategorie und dem dafür frisch zurechtgeschnittenen Testbild-icon (mkv-icon) zu betaggen!

Nochn Nachtrag am 9. September: Frau Prof. Dr. Linda Breitlauch gibt ein “Walkthrough” durch die Spielegeschichte und -Relevanz. Und daß es die Stiftung digitale Spielekultur gibt und den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. – da hatte ich auch keine Ahnung. Bislang.

..und eine neue Legende auf meiner Übersichts-Seite mit der PinXography #512k in Farbe als Hintergrund gibts auch! Schräg? Schräg!
kategorien2017-09

 

Persönlichkeiten zu Buchstaben zu Einrichtungsgegenständen

Neues Design fürs Neue Jahr! Kann ich mich doch fast drauf verlassen, daß nach Tagen des klassischen Feiertags/Jahresendblocks (angefüllt mit stierem Herumgehaue/ atem- und pausenlosen Roboten-Gehen) solche der zurückgezogenen Introspektion (Bücher lesen, kochen, zuhause bleiben, niemand sehen wollen) folgen, bevor solch windstille Abende “fällig” werden wie gestern, an denen eine erste Idee mich an den Rechenkasten zieht, um daraus ein neues Startbild für diese Seite zusammenzuphantasieren.

Los gings mit einem rein mousegeklickten Bild aus meinem PinXographischen Gewerkel vom März letzten Jahres  – die trenne ich nämlich gerade in analogen und digitalen Anteil, um eine Übersicht über die mausgeklickten Komponenten zusammenzukriegen. Ich “schaltete” die gemalten Anteile aus und erblickte fasziniert.. das:Wow, dachte ich – sieht man dem fertigen pinxographischen Werk null an – das soll mir heute Startbild/Cover sein. Und nach dem ersten User-generated Klick drauf Leinwand  fürs 12 Gänge-Menue der Portfolio-Übersicht. Dafür galt es als nächstes, geeignete Fonts zu finden. Als Standard-PC-User und Untypologe hab ich mit nem gebräuchlichen Windows Rechner zwar ein bestimmtes Kontingent an Schriften, doch die paßten mir schnell nicht, hatte ich doch Lust auf etwas anderes, mehr Überraschendes. Etwas, das dieses schnittige Bild nicht bricht in seiner Dynamik. Oder zumindest etwas, das genauso verwunderlich + unbekannt wirkt.

Warum also mal nicht “schnell” ne eigene Schrift entwerfen, am konsequentesten/ praktischsten/ kühnsten/ schnödsten auch mit der Mouse – wie das Big Bild dahinter?2017_galerie_faqrEtwas wackelig, diese Gestalten, meint Ihr? Stimmt, diese optischen Mäuse sind als Zeichen”stifte” vielleicht nicht soo optimal.. Aber egal – beim Formenmalen gehts mir immer um die zündende Idee/Form für die einzelnen “Buchstabenpersönlichkeiten”. Das kriegt man mit etwas Wiederholung/Übung auch so händisch hin.

Und natürlich kann man, wenn man sich für eine bestimmte Version entschieden hat, immer weiter Richtung Perfektion dran herumfeilen. 

Kann. Aber das Ziel war der Gesamteindruck. Den wollte ich fertig kriegen. Keine Details, wenn die Dinger eh auf Versalhöhe von <100 Pixel runterscaliert werden. Remind me later. Jetzt nicht. Irgendwann kauf ich mir ein Bézierkurvenlineal. Versprochen. (Prokrastination-Sermon-of-the-day)

Heute jedoch gings erstmal um Ganze -  ich wollte mich vor dem Zubettgehen um eine 2017er Ausgabe reicher wissen.start-vrlf-296c-menueUnd plötzlich machten mir die möglichen Konstellationen aus fragil und wuchtig Spaß, als ich zwei verschiedene Strichstärken (4 und 13 Pixel) auszuprobierte, um mit dem anderweitig olwernen Häkchen des “e” fertig zu werden. Nun lacht es  verschmitzt und hat etwas ÜberGewicht ;-)

Dabei bin ich jedoch nichtens so schlüssig wie Profis – Zitat Lisa Krack – vorgegangen:

«Buchstaben jedoch sind (..) Eltern, Kinder, Geschwister, Cousinen und Cousins einer großen Familie, deren Verwandtschaft man ihnen auch ansehen sollte«,

…sondern einfach launisch, betont dekorationsgerichtet, schauwert- und lustbetont, also: bunt gemischt bis zur Grenze stilistischer Zusammenhangslosigkeit. Weniger Verwandtschaft, Cousins und Cousinen, eher Kassenschlange in einer größeren Stadt ;-)

Manche sind sehr gut lesbar, bei den anderen gehe ich das Risiko zur Absprungseite ein ;-)

Egal. Ich hab meinen Spaß (und Ihr hoffentlich auch). Fast schon schmunzeln nämlich mußte ich beim Punkten und Verbinden der drei “R”s oder die beiden “W”s und  “V”s mit dem Bömmelchen rechts und links, das aus dem quergedrehten “O”s ein zipfelmützig-skurriles “Q” macht. Ebenso der lausbubige Hinterkopfstachel des “p” und der “t”-Bommel , der wie ein Tennisball in der Aufschlagshand wirkt. Dieser kleine stil-ferne Kreis, der das “a” zum erkennbaren “a” macht, kam zum Schluß und macht mir nun Freude beim Einrichten der Seite ;-)

Wie Ihr seht, Persönlichkeiten von A-Z!

Was ich beim Machen-von ebenfalls immer wieder von besonderen Zauber finde, sind diese oh so flüchtigen Baustellen-Zustände in meiner Werkstatt wie die beiden Making-Of-Screenshots zeigen: Als Moodboard/ “Schneideunterlage” das gefundene Bild, darüber die schon gefundenen/ erarbeiteten, zusammengestempelten Worte des Alphabets in rot, “in schnell” hingeschobenen Farben die Menuepunkte – eine sehr fröhliche Szenerie, an der man als Bonus darüber hinaus sehr gut sehen kann, wie gut/schwierig/ kryptisch die Buchstaben oder Worte auf Schwarz funktionieren:start-vrlf-296c-menue0

Mmh, könnte man mal drüber schlafen: die Menuepunkte auf schwarz, unterm Bild… das Alphabet.. vielleicht oben…

(6 Stunden später) OK, kurze Nachtschicht:

So. Jetz. dele. etle. Das Design mit jahreszeitlich angesagt-passender Vereisung. Und der überfälligen Rubrik “Archiv” für abgeschlossene Projekte wie das Reingretchen (2012-2015) und den Charakterschutz (2005-2009)..

Typischerweise finde ich von allen Versionen den aktuellen Header oben am besten – der funktioniert blöderweise aber nicht ohne flash als Menueführung:header-296c-alphabet.jpg
…liegt an meinem Baustellenfaible, gerne auch am jüngst radio-belauschten Feature über die Felsenmalerei der Sammlung Froebenius.

Und der jählings problemlos erreichbaren Hieroglyphenähnlichkeit durch simples Übereinanderschieben zweier Alphabete.. Oder dreier:ysp-scanp-170106-425c-alpha

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Musik beim Schreiben heute:

London Elektricity: “Pull The Plug”, Hospital, 1999

Pat Metheny plays Steve Reich: “Electric Counterpoint”, ELEKTRA/ASYLUM, 1989

Ophélie Caillard & das Pulcinella Orchestra: “Carl Philipp Emanuel Bach  VOl.2″, Little Tribeca, 2016

 

Möge der Texter in Dir mit Dir sein – Prolog zum Interview

Interviews sind die perfekte Erfindung, um Neugierde an einer Person und die uralte menschliche weiterbildende Vorliebe für Geschichten, aber auch für Traatsch und Klaatsch zu befriedigen.

Aber Obacht: Interviews sind auch eine Kunstform.

Kunst, wie von-Können-kommen. Denn wie oft spürt man beim Lesen nur die wohlige Nähe der Beteiligten zum Ruhm zur Möglichkeit, Beachtung zu finden durch, während sowohl Fragen als auch Antworten wie trocken Häcksel schmecken. Oder schlimmer & superschnöd´: nach kaum verhüllten Werbemaßnahmen.    Igittigitt.ntr-scanp-160605-355d-recol

Keine Parodie dieses Sujets sind meine mittlerweile mehrfach erprobten Selbstinterviews. Im großen Stil (bildschirmseitenanzahlmäßig puuh), versuche ich gerade, eine dritte Annäherung an (m)ein Ideal. Interessant, unterhaltend und mit mehr Ensichten bestückt, die Außenstehende fragend gar nicht entdecken würden soll es geraten. Sag ich mal einfach so.  Ok,  im Alleingang, das ist eigentlich unkorrekt. Aber gegen den dafür well-proofed Inhalt sollte nix einzuwenden sein – der ist ja echt ;-) Und im Trend ist dieses Allesselbermachen auch, sagen die Großen, die warten, bis jemand auffällig viele follower hat, um dann zur Ernte zu schreiten…

Warum also hier Selbstinterviews?

Beweggrund #1:   mein Unmut als User

Bilder, Gemälde oder Fotos mir interessant scheinender Kreativer sind im Web 2.0 quasi auf Zuruf verfügbar. Je bekannter, auf desto zahlreicheren Webseiten, Blogs und Magazines finden sie sich, oft in entweder erstaunlicher Deckungsgleiche oder ebenso überraschender Vielfalt ohne Schnittmenge. Könnte gut am Mitwirken etwaiger Publizisten/PR-Abteilungen liegen. Oder am Phänomen “Klickvieh”.

Wenn man jedoch ein Künstler”Statement”, also einen “hauseigenen”,  “werkseitigen” Kommmentar lesen, sehen oder hören will, ist oft gewaltig Réschersché angesagt. Das hängt meiner Meinung nach damit zusammen, daß sehr wenige Künstler, Fotografen oder gar Maler einen Drang zur “sprachgestützten” Selbstdarstellung haben, ja gerade stellvertretend für Rethorik genau “das andere” produzieren, nämlich: ihre Bilder. Abteilung: “Wenn ich es benennen könnte, müßte ich es nicht tanzen.”ntr-scanp-160529-349e-r2vrePositiv dazu kommt, daß bei einem Interview, speziell für eine Galerie-Vernissage oder durch einen Journalisten dieser handfeste, “expertisielle” Fragestellungsblick von außen verhindert, daß sich der Künstler in einen Autismus verheddert, die Fragen von außen ihm also den Tellerrand überqueren helfen.

Was mich immer aufs neue fasziniert, ist, daß die Interviewten die im Interview gewonnen Erkenntnisse nicht auf ihrer Webseite weiterveröffentlichen. Und so – hey! -  selbstbestimmt das Bild, das sie angenommenerweise mit ihrer Präsenz erzielen wollen um diese wertvollen Informationen erweitern. (man glaubt das ja manchmal nicht angesichts kryptischer Klickbedingungen Richtung “Portfolio”). “Faulheit, Unterschätzung oder gar Ignoranz?” denke ich immer, wenn ich “von anderswo her” freudige Erkenntnis und Aha-Erlebnisse habe. Könnte aber auch daran liegen, daß die Interview-Macher&Bezahler das eigene Gequatsche nur gegen Aufpreis rausrücken. WTF??

Die Medaillenrückseite: wenn zwei Menschen sich dem offiziellen Interview widmen, sind mir da oft leider/zuviele Dritte gedanklich auch noch beteiligt:

  • die Auftraggeber, die ein erfolgreiches, postivies, Lead-generierendes Ergebnis erwarten,
  • der Schreiber&Frager, der mangels anderer erkennbarer Skills zumindest mit korrektem Deutsch glänzen will,
  • der Künstler, der sich irgendwann hat überreden/überzeugen lassen, daß Interviews immer gut für die Publicity sein sollen sind.
  • Wenn noch andere Faktoren Spannendes verhindern – gar der Anstand? – führt mir das Ergebnis dieser explosiven Mischung Intim/Medien doch allzu oft in Langeweile oder ins rein sensationsfixierte Off.

Wie lese ich doch selbsterkenntnisschwer im Interview mit dem Chef-der-100-Fragen: “dass jede Frage, die eigentlich mehr sagt als „alles okay bei dir?“, im Grunde eine Unverschämtheit ist.

Das Interview als wirkungsvolle, aber fragwürdige Erfindung der Medienwelt also.

Dieses ganze Personal spare ich mehrfach vorteilhaft ein, denn nun kann ich frei von der Leber weg ein interview-feindliches Genre untermischen: Direktheit aus Interesse am Kern,  abseits von sich personell überkreuzenden strategischen Rücksichtnahmen, und gelange direkt zum

Beweggrund #2: Faszination

Die Überraschung, die Erstaunlichkeit der Fragen, ebenso die der darauf gegebenen Antworten. Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit. SO. lernt. man. die. Welt. kennen. Ausrufezeichen.

Erste frühe Begegnung mit dieser türöffnenden Sprachpotenz: meine erste WG, wo´s in Diskussionen um die notorische Unaufgeräumtheit und die damit verbundene Unlust und den dahinterstehenden Anstand und die als “allgemein” betitelte Anforderungen ging: “Null Bock IST ein Argument.” Das kannte ich von zuhause nicht ;-)

Beweggrund #3: Wortspielfreude

Falschschreibungen, Wortcréationen, Wörterschlangenbildendürfen und multiple Mehrsprachigkeit, in einem Satz direkt hintereinander! …“ zwar elliptisch bis hin zur Ungrammatizität, aber gleichwohl jedem verständlich”- Hey – genau das isses, was mir beim Schreiben Spaß macht!! Bislang unmöglich, das in einem amtlichen Interview zu finden. (..) Und nun ratet mal, wo ich diese Stelle gefunden hab…

Zudem ist solche sprachliche Schrulligkeit super als Test geeignet, a certain kinda kindred spirit andocken zu lassen. Also nix von wegen “der Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler”. Dagegen halte ich die Erkenntnis: “If you are bored writing it, your readers will be bored reading it”.start-ntr-356g-re4v2 die SerenDips des Tages:

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Musik beim Schreiben und Prolongieren heute:

Joanna Newsom: “Ys”, Drag City Inc, 2006  + Video: “Sapokanikan”

London Elektricity: “Pull The Plug”, Hospital, 1999

Beim Nachschneiden:

Rough Trade: “The Best Of – Birds Of A Feather”, 1981 High Romance Music

Die Leitplanken der Kunst dürfen gerne auch meine sein

Nicht nur mein persönliches (Bild)gedächtnis, auch die klassischen Vorbilder der Maler- und Bildgeberei sind Kern meiner Betrachtungen in den “Malpausen”. Und wenn man kältbluetig + vorsätzly ziellos einfach vorsich-hin Blatt auf Blatt bemalt, nimmt es null Wunder, daß da Erinnerungen an Bildmonumente diverse Epochen oder, molto prosaischer, moderne Dessins aufploppen.

Augefallen ist mir das zum ersten Mal bei diesem pinxographischen Werk: ebk-scan-150630-09c-schnips

Achtziger Jahre Hemdblusenstoff – ohne Zweifel! Mit diesen für die damalige Zeit typischen Anklängen ans Ethnografisch-Exotische bei gleichzeitiger, äh, Blässe. Ich kann mich sogar an das Seidig-synthetische erinnern, nach dem sich diese Hemden anfühlten. Und oje – da kommen sogar die ein Jahrzehnt früher anzusiedelnden Vokuhilas wieder ins (Bild)gedächtnis.. Jetzt noch ne Level 42 oder Spandau Ballet-CD enilegen.. aber stop! Das geht too white! (..)

Ein, zwei Jahrzehnte früher schwappten die Visionen der Science Fiction von den Romanen langsam, aber unaufhaltsam in die darstellenden Künste. Grafik-Design und Space-Age kriegten Kinder. Ab da ungefähr alle extraterrestrisch geträumten Nachkommens des Mainstreamigen zwischen Star Wars (1977), Alien (1979) und Avatar (2009). Ich las damals Stanislaw Lem, die Strugatzkis und irgendwie kommen diese Bilder nun der (damals bildlosen) Lektüre des Fantastischen recht nahe – sind vielleicht gar Resultate -  who knows!

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..und n Stück zurück in die Fünfziger Jahre, mit den eleganten Nierenschwüngen, die sich bis in die Posen der fotografierten/gemalten Damenbeine fortsetzten, finde ich einfach mal beim Hingucken hier: ebk-scan-150814-73raw

ntr-scanp-160208-275fNah am Entstehungszeitpunkt des Malewitsch´schen Quadrates  findet sich ein Teilgebiet des Futurismus´, nämlich die aeropittura – die Luftmalerei. Diese geht in diesem pinxographischen Blatt ein inniges Verhältnis zu der sofort erkennbaren Reduziertheit des Lyonel Feininger´schen Werkes ein.

 

ebk-scanp-150924-137-secondAber auch Anklänge an den später folgen sollenden Expressionismus durfte ich schon schmecken: schnelle, entschlossene Striche, starke Kontraste – zwischen den Farben als auch zwischen Hell und Dunkel. Und: ich war da Sonntag morgens mal in einem fantastischen Kinofilm, der über die Gemälde von Max Beckmann strich…

 

Surrealismusverdacht hege ich – außer bei denen des letzten P-Artikels – bei diesen Bildern:

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Nach dem Herstellen einigen Gestiebes, Ballungen von bunten Wolken und Dutzenden funkensprühender Schmierer gehts zur Zeit mit einfachen, naiv scheinenden Strichen in die nächste Phase, Umrisse wie von Kandinsky oder Miro erscheinen vor meinem geistigen Auge – sprich beim Malen – und hier für Euch am Display:

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Na, und in der ganzen Zwischenzeit schon mischen sich die Dinge…

ntr-scanp-160421-329d-recve  ntr-scanp-160421-330b-recve  ntr-scanp-160327-316-rec7ve ntr-scanp-160328-317g-re4vr..bevor es dann mit der bildlichen Verquickung von Mörtel/Verputz/Patina/Graffiti in der Gegenwart ankommt:

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Dazu muß ich ob aller etwaiger Ähnlichkeit mit historischen “Ergebnissen” nochmal konstatieren:

Alles keine Absicht! Nur Echo!!

..und ich bin sehr gespannt, wohin dieses Pendel noch weiter hin ausschlägt…

PS.: Serendip des Tages:

«I really don’t know what I’m looking at many times when an image is finished. It is something unknown that has just been discovered.»

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Musik beim Schreiben heute:

Amon Tobin: “Permutation”, Ninja Tunes, 1998

Bartók: “3. Klavierkonzert”, Schwedisches RSO unter David Afkham, Francesco Piemontesi, Klavier

Soul Coughing: “Ruby Vroom”, Slash, 1994

The dark side of my Bleistiftsammlung

Ja, Ihr habt schon recht gesehen am Eingang: nun kommen noch farbige Stifte ins Spiel. Hab ich beim Aufräumen gefunden. Eine ganze zwei Dutzend umfassende Packung. Irgendwann angeschafft und weggelegt. Und Papier! DIN A 2, über 100 Blatt, fast schon kartonstark. Die hab ich mir gleich als neuen Spielplatz herausgedeutet und angefangen, probezukritzeln.header-ebk-scan00bKringel, geschlossenen Linien in Dreieckform, was man halt so gedankenverloren macht beim längeren Telefonieren. Schraffieren, Spiralen..

Sieht unheimlich banal aus, bis man es umdreht: das leicht Angegilbte des immerhin schon dreissig Jahre alten Papiers und die Altersflecken des Scannerglases gehen zusammen imNegativ und machen diesen unverglaischlisch ge’ eimnisvollen Charme des Shabby-Patina-Hintergrundes. Die Farben digital noch etwas angeknipst- et voilá!

Soodlepoodle goes Illustratorruch. Just for Spaß. Nur mal so. Undum dieses Lyrisch-Verspielte noch zu unterstützen, brauchts fürs neue Deckblatt natürlich auch ein entsprechendes lyrisches Logo;-) Also hab ich noch schnell ein paar Beutelklammern auf den Scanner geworfen und daraus per Maushand etwas zusammengerührt. Hier unten seht Ihr RohScan und draus Gewirktes, auf 1 Tableau zusammengeklebt:soodlepoodles_beutelklammerKommt seeehr organisch und passend vor Scribbeleien , finde ich. Ob ich mich mit diesem Trick allerdings schon bei den Patternpeople.com bewerben kann.. wohl eher nicht.

Dafür entdecke ich nun, ganz à la Malinsel des Herrn Arno Stern diese gerne übersehene/belächelte  Kulturtechnik: leider..

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…”vom Benutzer gelöscht”: https://www.youtube.com/watch?v=dUNOqfKM-W0. Deshalb mein “Ersatz-memorial–gif”.

Malen als erster wortloser (prälingualer) Ausdruck der sogenannten organischen Erinnerung: aus dem Inneren des Menschen an sich, so die Forschungsergebnisse des Herrn Stern.

Hier mal ein zweiter Versuchsballon des Tages, gleiches erstes Blatt, anderer Ausschnitt:

soodlepoodles_ebkscanlogo15Super erstaunlich finde ich diese nun leuchtenden Stellen, die mir beim Skribbeln gar nicht als dermaßen “dicht” aufgefallen sind.

Das weiterhin Coole an diesen geschlossenen Linien (in unserem Beispiel das Weiße da rechts am Rand): sie lassen sich, zur Datei verwandelt, flugs mit mathematischen Farbeimern füllen. Das ist moderne Illustratorentechnique:

soodleoodle-verlaufslabyrin

Mit haushaltsüblichen Gerätschaften und – Software hat man da ganz schöne Möglichkeiten, findet Ihr nicht?!

Noch eins mit dem zweiten Blatt und der Erkenntnis des ersten:ebk-scan-150623-02c2_______________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Mozart: Sinfonie D-Dur KV 48 / Pietari Inkinen & Kammerorchester Lausanne

Best of Bauschwammscan

Es soll ja Leute der schreibenden Zunft geben, die basteln um einen coolen, neugefundenen (Titel-)Begriff eine ganze Story. Obwohl ich als Hobby Blogger da eher außen vor bin, versuch ich das auch mal. Na – was seht Ihr da? Einenbauschwammscan-soodlepoodle

Bauschwammscan – so ein herrliches Wort!

Ich stell mir (s)eine Karriere im Rap-Universum vor  – «bow, bow, bow, shwämscän» ;-) Auch als genuines Musikinstrument super cool – dieser dumpfe, bassdrumähnliche Sound, wenn man mit ihm auf die Handfläche schlägt! Mit ein wenig Tonstudioerfahrung vorstellbar: ein ganzes Arsenal an Urigsounds™

Auch ein serendipisch grad gefunden´s Experiment: Der Bauschwamm als Ideenfundament zum Selberbasteln,  erst abwicklungstauglich gescannt, ausgedruckt, mit Laschen versehen, ausgeschnitten und zusammengeklebt.

Schritt 1: 47600031

Schritt 2: bauschwammscanabwicklung

Schritt 3: bauschwammfakebausatz

Voilà – ein Bauschwammfake, eine Bauschwammsimulation in Papier. Gehört als vorgetäuschtes Spezialistenstück in jeden MHH (Möchtegern Heimwerker Haushalt ,-) Ihr Vorteil: einfache Handhabung! Wegfaltbar in den Pausen! Super authentischer Look im Werkzeugschrank! Und – top feature – schmutzt und näßt nicht! & (kein großes Kaufmannsund verfügbar. Skandal!) da wären, @ genauerem Besehen noch weitere geometrisch einfache Angeberfakes angesagt: le KorkSchleifKlotz, la Muskatreibe, (..) – ich seh mich mal um!

Und ab jetzt available (engl.: verfügbar) auf Parties:

der Bauschwammscansmalltalk ;-)

Beispiele/Steilvorlagen: «Ich kann Ihnen versichern: Bauschwammscannen ist genauso entspannend wie Angeln!» oder «Darf bei Nichtvorhandensein so ein Bauschwammscan eigentlich auch mit nem Stück Toastbrot gedoubelscannt werden?» oder «Wie haben Sie denn Ihren Bauschwammfake denn so wunderbar shabby authentisch hingekriegt?»

Wer sich über sowas wundert, dem kann nur gesagt sein: Smalltalk muß möglich und Futter dafür stets einstecken/greifbar sein!

So viel Quatsch am Feiertag! Aber: der Quatsch führt geradewegs (= ein Klick weiter) zu

Im Abspann: die “Korallenriff-Variationen“:

bauschwammscan-e-soodlepood bauschwammscan-d-soodlepood bauschwammscan-b-soodlepood

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Musik beim Bauschwammscannen heute – nach B kommt bekanntlich C wie Cobody:

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The Cure: “Mixed Up”, Fiction, 1990

Camille: “Music Hole”, Virgin, 2008

J.J.J Cale: “5″, Mercury, 1979

Camiel: “On A Day Like This”, G-Rex, 2005

Wo waren Sie in den letzten beiden Wochen? Antwort: In 199 Ateliers. Und auf der Alm.

Wieder mal bestätigen kann ich: es reicht, einfach nur neugierig und begeisterungswillig zu sein, hungrig nach neuen Augen. Meine letzte Zwischenüberschrift («Das ist absolut faszinierender Kunstunterricht!!») ist untertrieben:  diese Entdeckung ist viel mehr! Einblicke in Menschenleben, Dutzende von neu zu entdeckenden MalerInnen, Geschichtsunterricht und Einsichten in das Leben mit und durch Kunst!

soodlepoodle1996-lago_mUnd ich werde nicht müde, mich auf die nächsten Bilder und Biografien zu freuen:

Zum ebenfalls angesprochenen Thema:

Es gibt ja schon alles und gar noch viel besser, als ich es je könnte:

ich schau das alles NICHT an, weil es da eine ermüdende selbstauferlegte Suche nach.. ner neuen Geschäftsidee gäbe. Oder nur, um einer psychischen  Konstitution zu genügen, die Futter braucht für die nächsten schlimmsten Befürchtungen.

Meine Ideen nach und während dieser beiden vergangenen Wochen gucken und staunen:

  • Verkleidungen und Accessoires basteln und diese dann zu Requisiten von künftigen Selbstporträt-Malvorlagen machen.
  • Miniaturen nach Stilen der Künstler malen. Am besten auf sowas kultiges wie U Bahn Karten NYC. Pop Art, Surrealismus aus, äh, Argentinien, Art Brut, etc..
  • Nach inspirierenden = vorzeigbaren = imageprägenden ;-) Gegenständen fürs eigene Atelier suchen. Abteilung: Me-Placement.  Auf künftigen Flohmärkten und @ home.
  • die Einwegpalette™ als Merchandise-Prototyp weiterentwickeln und archivieren.

- alles mit einem extra dicken ;-)

Hier ein paar soodlepoodlige foto-/pinxographische Beiträge zum Thema “Artist-and-studio”:

37220010  pinxography-helldunkel-d_pl start-13230021shoot_baby

Mein Tipp: bei Ermüdungserscheinungen durch historischen Ölfarbengeruch “ablöschen” mit aktuellen kritischen Fotoreportagebilder der Welt:

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Musik beim Schreiben heute:

Yoshinori Sunahara “The Sound Of The 70s”, Ki/oon Sony, 1999

Pat Metheny: “Secret Story” ,Geffen, 1992

diverse: “La Paloma” Trikont, 1995

 

 

Inspiration Frühjahrsputz

Ich hab saisonal aufgeräumt und alte Frühlingsfotos gefunden. Ihr seht sie unten. Typische Jahreszeiteninsignien: ein frisch erblühtes Blumenmeer und unscharf verstreute Hochwasserspaziergänger vor erwartungsvollem, demnächst grün berstenden G-strüpp.

Daraus hab ich dann den neuen Soodlepoodle gemacht, in aller stilistischer Unentschiedenheit ,-) Und à propos Klar-Schiff-im März:
39460018start-09360009-7blog

«Putzen beschäftigt das Gehirn, überfordert es aber nicht»

hab ich mal irgendwie gelesen, und das klang mir anfangs eher sarkastisch. Aber bei solch notwendigen/lästigen Hausaufgaben bemerke ich immer wieder, daß sich ein kreatives Türchen dadurch öffnet, daß beim Scheuern, Fegen oder dem Abwasch diese steten gedanklichen Hintergrundprogramme absorbiert und dadurch Fenster für Neues, quasi aus zweiter Reihe geöffnet werden und ein frischer Wind der Assoziation hereinweht.

Vom Finden vergessener Dinge mal ganz ebgesehen..start-09360009-cutWie dieses mir erstaunlich Drei D-ig gelungene, “bemalte” Relief (Original siehe Header oben)- pures, gedankenfernes `erumprobieren führte zu diesem interessanten Effekt – ob man den nun kitschig findet, überlasse ich jedem selbst. Nah dran is schon, ok. Als Gegengewicht dann nehmt das zuckerfreie andere Bild;-) übrigens eins meiner Favoriten unter den Nicht-Postkarte-gewordenen Mannheim-Motiven.

Und ein Dritt-wiedergefundenes, das  vor zwei Jahren als Titelbild in meinem Krimiprojekt Reingretchen “verschwand”:01000028reingretchenDie Aufnahmeorte für ortskundige Mannheimer übrigens alle zero Problem.. Mal sehen, was dieses Jahr so aufkreuzt vor meiner Linse oder auf der Leinwand @home.

Aufräumen auf der Inspirationsseite hier um die Ecke tat ebenfalls not – über 40 Neuzugänge sind einfach zu viel fürs Kaffeetischchen – und da! finden wir auch noch ne Kiste mit , die vor dem Verräumen vergeben werden will. Also:

  1. Gaanz toll fand ich die Idee, alten Chic und  überraschend ähnlich, äh, Neues (?) nebeneinander zu stellen/posten auf partnouveau.com    Fashion history blog
  2. socialhistoryofart.com   Connecticut´scher Kunstgeschichtsprofessor goes Internet
  3. snowce.tumblr.com    3.000 (!) Seiten riesiges BilderBlog des New Yorker Künstlers Cameron Snow mit allem, was mit alter, neuer Kunst und ihren populären Rändern zusammenhängt, von Pin-Ups über Egon Schiele Gemälde, Jimi Hendrix Fotos, Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Gemälde, Glen Orbik Cover bis zu Mort Künstler Civil War Art..
  4. Gemalte/gezeichnete Tourismuswerbung vor der Übernahme des Genres durch die Kamera: Inspiration, Reisefieber und Retromanie zugleich durch die simple Bildersuche nach “Railway Posters“.
  5. Der fotorealistischabstrakte Maler Gregory Thielker – ja, gibts sowas?!
  6. paintingperceptions.com Seite, die sich der Seh-Erfahrung mit/durch Gemälden widmet. Sehr diversen=anregenden Gemälden.
  7. Zwei hell ausstrahlende Quellen Abteilung “Farb(joker)karten”: Luigi Ghirris Monochromieperlen und der Farbflash Ernst Haases.

Den Rest habe ich einsortiert in die bestehenden 25 (oops -zu viele) Kategorien:

Musik im Bild
Competitione (Seiten nur für Wettbewerbe)
Product Placement
Online Magazine
Kreative Datenbanken
Fotografie/Kunst/Sammlungen
die Kunstmarkthysterie
Neues aus der 3-D Rendering-Welt
Branchenlevel, der, das
historische Fotos in Sammlungen
Fotografie/Kunst/Blogs
FotografenBlogs
Blogs/Seiten von/mit aus dem Nähkästchen plaudernden Fotografen/Malern
Grafik/Plakate
Technik/Architektur/Möbel/Design
Gemälde/Zeichungen/Comics/Illustrationen
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Musik beim Schreiben heute:

The Pizzicato Five: “Made In The USA” Matador Records, 1994 -
beste Beschreibung dieser grandios gutgelaunten Scheibe auf amazon:

When I first got this album in 1994, it literally became the soundtrack to my life. I listened to it nonstop, and ended up addicting my whole family as well — my father the jazz enthusiast, my kid sister the alternative fangirl, and my mother the Japanese native and Beatles groupie.

various artists: “Azure Ellington – Blue Note Plays The Duke”, BLUE NOTE, comp. 1998

 

Weight, nein: Whale, nein: WortWatching is on

Der Herr Linguist Lemnitzer fädelt “in seiner Freizeit” frisch Entdecktes aus Buchstaben auf. Und vergrößert den Briefumschlag unseres Deutschwortschatzes auf wortwarte.de

Infos im “about“: die Wortwarte hilft uns halten. Nämlich unser «mentales Lexikon in Form». Und mit den Fundstücken können wir darüberhinaus «Unsere textverarbeitenden Werkzeuge testen. » Watt will man mehr!

Nach ersten schnellen Checken hier meine drei Erst(fürgutb)gefundenen:

  1. Reheroisierung, die
  2. Galaxienraub, der
  3. Überholspurangebot, das ;-)

Und noch was zum Selber-die-gescannte-Häufigkeit-testen auf books.google.com/ngrams/