{"id":295,"date":"2018-04-05T21:12:33","date_gmt":"2018-04-05T21:12:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/?p=295"},"modified":"2018-11-08T21:13:26","modified_gmt":"2018-11-08T21:13:26","slug":"achtung-achtung-sie-verlassen-den-virtuellen-sektor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/index.php\/2018\/04\/05\/achtung-achtung-sie-verlassen-den-virtuellen-sektor\/","title":{"rendered":"Achtung! Achtung! Sie verlassen den virtuellen Sektor!"},"content":{"rendered":"<header class=\"entry-header\"><\/header>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Man sollte sich angew\u00f6hnen, sich selbst mal etwas zuzurufen. So ab und an. Wie in der heutigen \u00dcberschrift angelegt. Und: sich damit explizit selbst zu meinen. Das hat nix mit psycho zu tun, das ist ne \u00dcbung in Selbsterweckung: sich lautt\u00f6nend etwas bewu\u00dft machen (bevor es <del>etwa<\/del> andere, hier <a title=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/pg\/Chriswhapadang\" href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/pg\/Chriswhapadang\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mr. DJ Chris Whap-a-dang<\/a>, tun) <img decoding=\"async\" class=\"wp-smiley\" src=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/icon_wink.gif\" alt=\";-)\" \/><\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/92440015.jpg\" href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/92440015.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-26061\" src=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/92440015.jpg\" alt=\"Whap-a-dang plus Grammophontrichter\" width=\"600\" height=\"396\" \/><\/a>Schon wieder dreieinhalb Wochen ist es her, da\u00df ich die <a title=\"https:\/\/www.linguee.de\/englisch-deutsch\/uebersetzung\/groundbreaking.html\" href=\"https:\/\/www.linguee.de\/englisch-deutsch\/uebersetzung\/groundbreaking.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">landbrechende<\/a> Gelegenheit hatte, mein <a title=\"www.soodlepoodle.net\/handbags\/\" href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/handbags\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handtaschenprojekt<\/a> an den Rand des virtuellen Sektors heranzufahren, in dem es bislang ausschlie\u00dflich bl\u00fchte. Es existierte ja lediglich <strong>die Idee<\/strong>, jede Menge Bildschirm-Material, Bloggergedanken, einen Ordner voller schnell \u201cgestanzter\u201d Entw\u00fcrfe \u2013 rein virtueller Output also.<\/p>\n<p>Bis die Idee \u201cIch als Bildhauer\u201d daher und damit die Handtaschenauss\u00e4gerei ins Spiel kam vergangenen Januar.<\/p>\n<p>UnErstaunliche Feststellung: <a title=\"http:\/\/www.shotbyrobert.com\/?page_id=102\" href=\"http:\/\/www.shotbyrobert.com\/?page_id=102\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Ende der virtuellen Welt grenzt, wie mir dabei bewu\u00dft wurde, nicht ans Nichts<\/a>, wie das zuf\u00e4lligerweise <a title=\"http:\/\/robertoverweg.com\/\" href=\"http:\/\/robertoverweg.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robert Overweg<\/a> vor knapp neun Jahren entdeckt zu haben glaubte, sondern das Ende der virtuellen Welt grenzt an die echte Welt. Und diese Grenze neigt naturgem\u00e4\u00df zur Durchl\u00e4ssigkeit.\u00a0 Neulich erst (wieder) kam mir das Zitat von <a title=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/William_Arthur_Ward (1921 -1994)\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/William_Arthur_Ward\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">William Arthur Ward<\/a>, (one of America\u2019s most quoted writers of inspirational maxims) in die Quere: \u201cIf you can imagine it, you can create it.\u201d Das betont chique Virtuelle ist also blo\u00df <a title=\"https:\/\/de.wiktionary.org\/wiki\/alter_Wein_in_neuen_Schl%C3%A4uchen\" href=\"https:\/\/de.wiktionary.org\/wiki\/alter_Wein_in_neuen_Schl%C3%A4uchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">alter Wein in neuen Schl\u00e4uchen<\/a>:\u00a0 Ideen, Visionen und Tr\u00e4ume also, die seit Menschen G-denke\u2019 ins echte Leben dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Und nun schaut Euch mal dieses Bild an und.. und?\u00a0 Welche Art der <a title=\"www.soodlepoodle.net\/handbags\/\" href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/handbags\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handtaschen<\/a>\u201crealit\u00e4t\u201d seht Ihr? Oder: glaubt, zu sehen?<\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/handbag-clip-2018-03-13_775.jpg\" href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/handbag-clip-2018-03-13_775.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/handbag-clip-2018-03-13_775.jpg\" alt=\"handbag-clip-2018-03-13_775\" width=\"780\" height=\"618\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bis vor ein paar Jahren gab es noch diese rhetorisch klar \/ scharf gezogene Trennlinie im Kopf. Zwischen echt und virtuell. Zwischen pers\u00f6nlicher, sinnlich erfahrbarer K\u00f6rperlichkeit und diesem von irgendwie fragw\u00fcrdig\/undurchsichtigen Rechenmaschinen entsprungenen, rein gedanklichen, errechneten Ideenraum. Interessant dazu die (heutige) Defintion auf <a title=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Virtualit\u00e4t\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Virtualit%C3%A4t\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a>:<\/p>\n<p>\u00abdie Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/hbclip-180313_7768_04.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-25780\" src=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/hbclip-180313_7768_04-177x300.jpg\" alt=\"hbclip-180313_7768_04\" width=\"177\" height=\"300\" \/><\/a>Wenn ich das lese, tauchen pl\u00f6tzlich tausend zeitgen\u00f6ssische Erscheinungen vor meinem inneren Auge auf: nicht nur die Klischees Videogames, Simulations- und <a title=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Computer_Generated_Imagery\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Computer_Generated_Imagery\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bildgenerierende Programme<\/a>. Sondern ebenfalls: Kinofilme! Fotorealismus in der bildenden Kunst! Und gar gleich selbst: die Fotografie, die R\u00e4umlichkeit \u201cvorgibt\u201d. Der kleine Schritt zu <strong>virtuell im modernen Sinne<\/strong> bedeutet (ja nur), da\u00df Rechner das Ganze interaktiv machen: der Benutzer kann den Blickwinkel und die Bewegung mit Kopf- oder Mausbewegungen bestimmen, die Maschine \u00e4ndert daraufhin die Ansichtssache. Ein organischer Entwicklungsproze\u00df meiner Meinung nach.<\/p>\n<p>Das alles meint(e) urspr\u00fcnglich: bildliche Eigenschaften. Eigenschaften also, die das Auge betreffen. Per Rechner und Digitalisierung kamen noch audiofiles dazu. Man kann also pl\u00f6tzlich h\u00f6ren, was im ausgerechneten Raum \u201cpassiert\u201d, in dem man sich per VRBrille bewegt. That\u2019s all. D\u00fcfte und Hautempfndungen dauern noch \u2013 das schaffen bislang nur die\u2026 Tr\u00e4ume als klassischster Fall von umfassender Virtualit\u00e4t <img decoding=\"async\" class=\"wp-smiley\" src=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/icon_wink.gif\" alt=\";-)\" \/><\/p>\n<p>Heute r\u00fcckt die umfassende Machinenhilfe beim Imaginieren in den Fokus und den Alltag. In Robert Overwegs Worten auf seinem <a title=\"http:\/\/digital.robertoverweg.com\/\" href=\"http:\/\/digital.robertoverweg.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">digital is taking over<\/a>: \u00abHow everything will be digitised, from pop stars, drawings, your thoughts, people, to your environment. How we will experience all this in VR simulations or recordings. And how we will mix virtual and physical memories.\u00bb<\/p>\n<p>Tja, da\u00df diese Verwischung gar die Erinnerung (be)trifft \u2013 das h\u00e4tte man erst mal am wenigsten erwartet. Obwohl das ja am n\u00e4chsten liegt, besieht man sich das mal genauer.<\/p>\n<p>Dann bin ich also mal flitz gespannt, was denn meine erste pers\u00f6nliche Erinnerung an die 3D Handtaschen<em>werdung<\/em> sein wird. Diese Bilder gar?<\/p>\n<p><a title=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/hbclip-180313_7756_01.jpg\" href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/hbclip-180313_7756_01.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-25777\" src=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/hbclip-180313_7756_01-1024x587.jpg\" alt=\"hbclip-180313_7756_01\" width=\"604\" height=\"346\" \/><\/a><\/p>\n<p>Epilog:<\/p>\n<p>In zehn Jahren, so sch\u00e4tze ich heut mal, wird sich das Ding von selbst erledigt haben. Die digitalen Einwanderer werden langsam im Ruhestand versacken, ihre Stimme und Taufhoheit der die \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4genden Wortsch\u00f6pfungen langsam verstauben. Sogar bei so nem In-Ding wie die Virtuelle Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Hat ja jetzt bereits die ersten L\u00f6cher\/<a title=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glitch\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glitch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glitches<\/a>: nochmal Wiki P zum Begriff des \u201c<a title=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Virtuelles_Team\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Virtuelles_Team\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">virtuellen Teams<\/a>\u201c: \u00abDer Begriff virtuell ist schlecht gew\u00e4hlt (..), denn er suggeriert, es handele sich um ein unwirkliches und k\u00fcnstliches Gebilde.\u00bb<\/p>\n<p>Und mit Aufkommen der 3D Drucker, die \u201chelfen\u201d, alles Vorgestellte, Ausgerechnete, maschinell Imaginierte flugs ins Hardwarige zu \u00fcberf\u00fchren ein weiterer Trennsch\u00e4rfezerst\u00f6rungsfaktor.\u00a0 Wir sind ja grad mitten in seinen st\u00fcrmischen Kinder<a title=\"FUTURECRAFT 4D: CREATE \u2013 adidas\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DFtVF2DdSuM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schuh<\/a>tagen.<\/p>\n<p>___________________________________________________________________<\/p>\n<p>Musik beim Schreiben und k\u00fcnftige-Erinnerung-imaginieren \u2122 heute:<\/p>\n<p>Adam F: \u201cColours\u201d, Blow Up, 1997<\/p>\n<p>Leopold (Vater) Mozart: \u201cSinfonie G-Dur\u201d, London Mozart Players\/Matthias Bamert<\/p>\n<p>Greenpiece: \u201cNorthern Herbalism\u201d, PIAS, 1996<\/p>\n<p>Micatone: \u201cIs You Is\u201d, SONAR, 2003<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man sollte sich angew\u00f6hnen, sich selbst mal etwas zuzurufen. So ab und an. Wie in der heutigen \u00dcberschrift angelegt. Und: sich damit explizit selbst zu meinen. Das hat nix mit psycho zu tun, das ist ne \u00dcbung in Selbsterweckung: sich lautt\u00f6nend etwas bewu\u00dft machen (bevor es etwa andere, hier Mr. DJ Chris Whap-a-dang, tun) Schon &hellip; <a href=\"http:\/\/www.soodlepoodle.net\/blog\/index.php\/2018\/04\/05\/achtung-achtung-sie-verlassen-den-virtuellen-sektor\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Achtung! Achtung! 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