EinrichterPoodle des Monats

Zum Start in den Frühling ’17 beginne ich zur frisch eingeführten Blog-Kategorie ebenfalls diese neue Seite, die meine Schwäche für Ästhetik, sprich spezielle Raum- und Lichtsituationen in die Welt der Innenarchitektur, des Möbelbaus und der Wandgestaltung, gerne durch PinXoGraphien transferiert.

Digitale Werkzeuge zur Bildgestaltung und über Jahrzehnte entwickelte Seherfahrung plus gleichfalls fortschreitende Geschmacksbildung helfen mir dabei. Die Welt mit ihren Möglichkeiten lasse ich nicht außen vor: Ideen und technische Möglichkeiten der Gegenwart und Zukunft dürfen gerne an Bord!

Kann man es besser sagen als das Büro Rael-Sanfratello: «Architecture is a turbulent form of practice and we battle the forces that shape it as well as those that allow it to exist» ?

Dezember 2017

97920028 Passend zur Weihnachtszeit gehts dem Einrichterpoodle im Dezember wieder zurück zum Materiellen ;-) , aber in einem nicht so sarkastischen Sinn, wie man vielleicht gerade noch begonnen hat, anzunehmen: es geht um die “geronnenen” Ideen und die Geschichte von Gebrauchsgegenständen. In der Wohnung, im persönlichen Leben oder auch gerne, vorbildhaft beschrieben, im Museum. Wenn ich mir da per Internet so die versammelt geposteten Interieurs angucke, fällt mir natürlich immer zuerst die Frage ein “Wie lange haben die Einwohner wohl dagestanden und darüber gebrütet, was für  den Fototermin ins Regal kommt?” Dann aber entdecke ich häufig echte Anregung und die Antwort wird mir schnurz.

97920025Es sind ja die Geschichten, die hinter den Gegenständen stecken wie im heutigen Bilderfall dieses sehr gut erhaltenen “Original Rührfix“, der zusammen mit dem äußerst aufschlußreichen Buch “Zu Tisch! Zut Tisch!” der Gräfin Schönfeld fester Bestandteil meiner kleinen – bislang noch rein imaginativen – Küchengalerie ist.

Denn auch zur Materie gewordene Ideen sind nach wie vor als reine Idee zu gebrauchen, wie der sprichwörtliche Knoten im Taschentuch. Und je reicher an Ideen= Potential die persönliche Umgebung, desto luftiger fühlt sich das Leben doch an, oder?

November 2017

96880024Wonach strebt man denn eigentlich, wenn man sich nach einer kuschligen Bleibe, vielleicht gar-für-immer, umsieht und genug investieren kann? Nicht nur nach einem Dach überm Kopf, schön warm und Aussicht und Helle und möblierter Geschmack und Kühlschrank voll. Direkt danach kommt das Umfeld, kommen die Nachbarn, die zu einem unübersehbaren Teil das Leben mitgestalten. Im guten wie leider auch im schmerzhaften Sinn.

Also gibts heute meine etwas weiter als sonst gefaßte Frage zum Sich-das-Leben-einrichten: Warum gibts da keine “Partner”schaftsinstitute für, wo doch die tägliche Erfahrung mit auf althergebrachte Weise zusammengewürfelten Gemeinschaften doch oft so wertmindernd auf die Lebensqualität wirkt? Wir haben doch Big Data! DAS wäre mal ein wirklich nützliches Ding!  Mein Beitrag zum “betrieblichen Vorschlagswesen” im November also:
Eine neue Branche mit neuen partnerschaftlichen Paßgenauigkeits-Kriterien für all die muß her, die (dann glücklich gemeinsam) zu üppig Blumen gießen, zu laut Vuvuzela unterm Schlafzimmer der anderen Fußballfans üben, zu viel (Kartonagen) bei Amazon bestellen, zu wenig ihren nicht mehr vereinzelten Hund im Griff haben, zu pingelig genug  im Treppenhaus  mit der Fugen- und Treppensauberkeit sind etc. etc.
Oktober 2017

Die Neugierde, wie andere so leben in ihren Höhlen, Ateliers und Wohnungen ist so alt wie die behauste Menschheit. Das galt seit TV und yellow press natürlich erstmals für: Promis. Da gab es gar nen Spartenname dafür: die “Homestory“. Mit “Hilfe” des Internets hat sich nun eine neue Art der öffentlichen Privatheit™ etabliert: nicht nur affine Familien wie die Tazas posten ihr Leben (und machen einen einzigen Werbebanner draus), auch spezielle Online-Magazine wie freundevon freunden oder theselby.com leben zu nem großen Teil (mein fester Eindruck) von den gewährten Einblicken ins einstmals? Private.

Man muß, wenn man da so durchscrollt, fairerweise ergänzen, daß sich daraus etwas Neues, Größeres entwickelt hat. Interaktive Einnahmequelle, Influencerplattform sprich Aufmerksamkeitsmagnet und -generator, “Mood”lieferant per Playlists,  online-Marktplatz mitten in den gezeigten Bildern mischen sich da mit Stilvorlagen, (Künstler)interviews, Reiseberichten, Fotostrecken sowieso, und: Infotainment, kurz: “a new way of storytelling” und natürlich: einem starken “Schöner Wohnen“-Anregungs-Effekt. Und ein Nachtrag à propos de luxe™: scrollt Euch mal, wenn Ihr das schafft, ohne Fernweh und Luxus-Versuchung durch die Insiderei.com

Aber es geht auch noch versteckter, nur für fremde Mächte sichtbar, wenn man auf eigene Rechnung (!) spieltriebgesteuert eine Steady<Cam in seine Wohnung installiert. Die spielt mit, guckt aber auch, ob man mit dem Spiel zufrieden ist und vorankommt mit dem Spielergebnis. Und ob da Leute mitmachen, die nicht bezahlt haben..

September 2017

Wie Dinge hergestellt werden, aus welchem Material und vor allem: auf welche Weise, hat mich schon immer fasziniert. Und mit dem erwachenden Bewußtsein im Netz, daß man mit Bewegtbild da fast alles mit erschlagen kann, sitzen wir nun gerne daheim in Richtung Herbststürme, unter unseren Fingern ein Universum an Anregung und Wissen.

Diesen Monat soll es genau darum gehen: Material, Know-How und Handwerk. In motion.

Grad (!) hab ich per sibirisches Flechtstuhlbild aus Birkenrinde die grandiose matterofstuff.com entdeckt. Im “about”: «Co-founders Simona Auteri and Sofia Steffenoni coordinate community of designers, manufacturers, film makers and story tellers with the aim of promoting a culture where craftsmanship is at the heart of any creation.»
Wir schalten um auf die Sektion Making-Of..
soodlepoodle_IMG_1313cutMeine spontant begeisternden 1.-Entdeckungen: per mobiler Werkstatt Vasen gießen, deren Form man vorher selbst zusammengefaltet, genutet und geformt hat. ODer: Möbel durch Meltdown herstellen. Und am Ende wie im Western (mit blauen Kühen) mit Brandzeichen versehen.. Top outdoor activity: der Marmorabbau  per Handzeichen (an die Baggerfahrer). Fast wie Handpuppentheater meets Rollfeld!

August 2017

Nein, bamboo-kat1987-soodlepoodledas ist kein erster Beitrag zum Thema cat content, den hab ich schon final und ein für alle Mal hier abgehandelt. Das ist eine spinnert “aufgestellte” abgesägt-restliche Bambusjalousie. Die plötzlich zu etwas überraschend Neuen geworden war. Durch den orthogonal zum ursprünglichen Gebrauch “gefundenen” Einsatz. Plötzlich gab es Raumillusion spendendes Seitenlicht und die beiden “Endröhren” wurden zu kleinen Knopfaugen. Na sowas.
Dieses Foto, das geschätzt vom Ende der Achtziger Jahre stammt, – da hatte man diese Art Sichtschutz massenhaft aus den Siebzigern und Achtzigern geerbt  -  soll meine bis heutige Faszination mit dem Potential von Unfertigem illustrieren.Will sagen: ich liebe Baustellen. So bestimmte, häuslich-entschärfte. Muß echt nicht unbedingt die grobe Ausführung auf Rohbauten sein, oder die Staubflutversion beim Wänderaushauen zwischen Wohn- und künftigen Esszimmer. Eher diese durchgängige Neigung, mit dem Material, das man so anhäuft, lustige Dinge zu arrangieren, gerne auch mit Schrauben oder Scharnieren, selbst übertapezierten Sperrholzflächen oder gefundenen Panzerglasstreifen (da gibts ein schräges Foto von einer Küchendemontage, das füge ich hier noch an, so wiedergefunden). Oder die Lust, in bestimmten Momenten des Übergangs dessen flüchtige Schönheit zu entdecken:

 

Juli 2017headerkit-79280016Wenn man heute die drei Begriffe abfall+kreislauf+upcycling googelt, stößt man auf den zwar erstaunlichen Satz Diese 7 einzigartigen Produkte waren früher mal Müll, die Zeit aber ist eher reif für die Einstellung ..immer, wenn etwas als „Abfall“ gilt, stimmt etwas nicht. Diese “Reife” springt jäh ins Auge, wenn man sich diese mittlerweile um die gelben Tonnen angewachsene Mülleimerpopulation in unseren Innenhöfen ansieht.Nur 0,02 (Klick-)Joule Interesse fördert anregendes Bildmaterial zutage, das hilft, sich aufs Thema einzuschießen. Und die Augen öffnet, was da alles schon global unterwegs ist. Gerne natürlich in edlem Design, das darüberhinaus Einfluß auf die recycelte Zukunft nimmt.
Da ist doch zum Beispiel zu überlegen, ob man nicht gleich nachher im Treppenhaus einen Zettel aufhängt, der von der WEG alle Amazonkartons größer gleich DIN A3 “anfordert”, um daraus die nächsten Möbel zu schneide(r)n.. Stichwort:

Für meine Möbel muss kein Baum gefällt werden.

Juni 2017

Irgendwann, es war vor Jahren, hab ich den Zauber von Gefalteten entdeckt. In papiernen Stabilitätswundern, beim Flugzeugbau, in haushaltseigenen Falt- und Klappmöbeln ( schaut Euch mal in aller Faszination die “Grätsche” eines Bügelbretts an! ) Und natürlich Origamiwelten, die ja mittlerweile softwaremäßig erfaßt zu werden suchen.

74940030Ein überdimensionierter Leporello ist mir nächtlicher Rollo-Ersatz, Raumskulptur und Ablageflächelieferant an jeder schnell benötigten Ecke der Wohnung. Und an diesen architektonisch-desingerischen Zelten für die mäandernde Weltbevölkerung sollte man auch nicht kaltschultrig vorbeigehen.

Es muß aber nicht immer die im Dreidimensionalen starre Papierfläche sein. Auch so etwas gegensätzlich Strukturiertes wie Porzellan kann man wie zu faszinierenden Gebilden formen.

Stichworte heute: curved folding, elii-Architekten, Nuala O’ DonovanAbeer Seikaly, Origami Software, folding architecture.

Nachtrag 31.8.2017: origami-dresses

Mai 2017

Auch diesen Frühlingskaltstart  gibts nix in Richtung Schöner Wohnen, eher Größer Denken:  Malt Euch dazu noch neu erwachsene Möglichkeiten, damit zu Potte zu kommen aus, zum Beispiel einen solchen Scan mit dem mobile phone In-Metall-zu-drucken wie zum Beispiel die andersweitig unmöglichen Ringe von monomer.com. Und nun bedenket Euer nächstes Leben, gerne mit diesen neuen transparenten Photovoltaikfolien – aufm Küchenfenster ;-)

Dreingretchen-c581c-22900013as hier heißt aber nicht, daß ich simpleren Dingen des täglichen Lebens abgeneigt wäre und nur auf moderne Spitzentechnologie setzen wollte.

Ganz im Gegenteil: es geht oft nichts über die patente Wirkung so einfacher Einrichtungen wie zum Beispiel einer “afrikanischen Grauwassertechnik” @ home ;-)

April 2017

Warum ich diesen Monat dieses fantastische Video des Dali Museums hier einbette? Na, um so was wie den Horizont abzustecken, in dem ich mich mit dieser Rubrik bewegen will: fantastische Ideen aus der dunkel-verschrobenen Vergangenheit können heute dank technischer Entwicklung aufgegriffen werden, in eine bislang undenkbar virtuelle, dynamisch interaktive  Welt transferiert und so zu neuer Strahlkraft gebracht werden – schaut doch zum Beispiel während dieser (Kamera)fahrt einfach mal senkrecht nach oben, wenn Ihr in den ersten “Turm” eintretet – grandios! Zeit, Raum und Vorstellungskraft haben plötzlich neue Werkzeuge, um die Zukunft zu meistern..

Und, Nachtrag vom 15. September 2017: in den GAME-Kosmos Eingang fand das 1987 “errichtete” Carhenge. Name of the Game: Fallout. In einer Version mit eingebuddelten Raumschiffchen.. Und Reiseführer ;-) .

März 2017

“Grau ist die wertvollste Farbe, denn sie läßt alle anderen aufleuchten” liest man im echt bildenden Buch “Schwarz – Geschichte einer Farbe” auf Seite 102. Die passend-beweisende Abbildung “dialogue entre le gris et le noir” anonym, um 1440 ist auch dabei.

Nachdem durch diese moderne Art der Inneneinrichtungsvisualisierung ein naheliegendes Verwendungsgebiet der PinXoGraphy konkret vorstellbar wurde, hab ich begonnen, diese pareidolischen Werke ab und an in selbsterklickte Innenraumsituationen zu “hängen”:ysp-398b-r2v2r-exhicDa find ich es begrüßenswert, daß es überall auf der Welt Interieurs eben dieser “hoffnungsvollen” Farbe gibt. Und kann mal zu Farbsehtestzwecken im ebenso grauen Monteurs-Overall durch die Schiebeglastüre schlüpfen und an der wertvollsten sprich größten der verfügbaren Wände diese “kleine Abwechslung” anbringen. Macht die Umgebung farbig umso wertvoller ;-)