The Making-Of Polar.Blue.T

polarbluete_229520036Endlich mal Morgensonne und ich kann dieses erste Bild mit Farbverlauf darin fotografieren. Etwas gelbstichig zwar, aber dafür gleichmäßig beleuchtet. Und es mir dann heute abend als biegsame Datei vornehmen. Um zum Beispiel erst die Farben zu puschen, dann das Bild zu doppeln, zu spiegeln, zu invertieren und zu collagieren: polarbluete_229520036cVollständig  bunt, mit rechts gut sichtbar gemalten Farbgrenzen – leider. Das wollte ich eigentlich anders, aber: an jedem Bild lernt man.

Und wie nun weiter? Mmh -  vielleicht.. Polarkoordinatenfilter – der “biegt” daraus einen Nierentisch, dann bei abermaliger “Anwendung” gehts in die Fungistik. Und – das ist meine stets im Nachhinein belohnte Gewohnheit: immer schön die Zwischenergebnisse speichern. Zum Nachvollziehen für mich und für Euch und das vorliegende Making-Of. Denn ich finde es immer sehr erstaunlich, welch Winkelzüge die schnelle Intuition da macht – und wie wichtig es fürs Erreichen eines Ergebnisses ist, vorschnelles Urteil unterwegs zu vermeiden:

polarbluete_229520036d  polarbluete_229520036e  polarbluete_229520036f  polarbluete_229520036g  polarbluete_229520036h  polarbluete_229520036i  polarbluete_229520036j  polarbluete_229520036k  polarbluete_229520036m

Dann alle entstandenen “Comic-Pilz-Phasen” übereinander – wirkt wie eine psychedelische Buntstiftzeichnung – chaotisches Ding, wirr in der Bildwirkung, zusammengefegte Schnipsel nach dem Basteln, aber: die Schwünge gefallen mir! Also das Ganze auf die Umrisse runterrechnen lassen – Wow, denke ich mir: ein cooler Strudel! Wie eine Science Fiction Botanik oder ne Zitrone, ein Rotor, ein Wirbel im stylisch-logohaften Explosionszeichnungsmodus.

Den dann noch umdrehen – weiß wird schwarz und vice versa: Noch wower: die Farbspurenkonturen und Pinselstriche werden zu organischer “Schraffur”
DAS könnte eine neue Malvorlage werden! Ausschnitt verkleinern noch, also Uninteressantes wegschneiden- voilá! Erinnert mich an einen Blütentrichter, geremixt mit eleganten Comicstrichen à la Sean Dawson (frisch entdeckt und grad in Mannheim zu sehen) oder Roy Lichtenstein! Damit – es ist schon spät und der Tag war lang – mach ich mal morgen weiter und freue mich schon auf die Möglichkeiten, daraus Schattierungen, Trichtertiefe und 3D-Effekte ranzupinseln. Dann kaufen wir mal eine neue Leinwand, 80 x 60 cm..

Erstaunlich: immer wieder muß man durch eine total läppisch wirkende Zwischenphase..