Pixel plus Pinsel = PinXoGraphy!

Weniger mit Pinsel und Leinwand und Farbe hab ich in den letzten fünfzehn Jahren Erfahrungen beim “Bildgeben” gesammelt als vielmehr mit digitalen Bildbearbeitungswerkzeugen. Stets erstaunten Auges erblickte ich die faszinierenden Möglichkeiten und unerwarteten Ergebnisse meines langsamen autodidaktischen Vortastens in diese Welt, die für mein heutiges Gefühl zwischen Fotografie und Malerei steht. In der Fantastik der Malerei nahe, im Bauteilchenlager sich aber der Fotografie bedienend. Während man als Maler mit Schwamm, Spachtel oder Pinselhieben Lagen über Lagen aufbauen kann, mag dies ebenso mit Pixeln bewerkstelligt werden.

Beim digitalen Arbeiten ist natürlich nichts real außer Information und Bildschirmbilder. Und die Mathematik als Werkzeug “angestellt”, sie färbt=rechnet um, steigert die Kontraste, verschmiert, schattiert oder hellt auf. Mathematik “verschmiert”? Ja, auch dazu kann man sie zurechtzupfen. Sagenhafte Gestaltungsmöglichkeiten und darauf folgende Sinneseindrücke werden wahr zum Beispiel beim “Verflüssigen” von festgeglaubten Formen oder bizzarre Muster entstehen beim “Kräuseln”…

Nun nehme ich meine angearbeiteten Erkenntnisse und Fähigkeiten dazu her, mir Vorlagen zu der kürzlich gestarteten klassischen Malerei zu erzeugen. Zum Lieferumfang ;-) gehört natürlich auch essentiell meine jahrzehntelange Fotografier- und Seh-Erfahrung. Die sucht nicht nur das Rohmaterial aus, sondern bestimmt auch die Vorgehensweise beim Arbeiten. Wie lese ich heute beim Verlinken so überaus treffend auf der Wikiseite über sie:

«Malerei ist das Festhalten von Gedanken des Malers.»

Und die können doch auch erstmal maschinell vor-gefertigt werden, n´est-ce pas? ;-) . Als Anschauungsbeipiel und Tapete für den neuen Soodlepoodle hab ich eine Gemengelage aus drei im Internet und vom Küchenkalender eingespeisten Fotos-Go-Photoshop-Mustern zusammengerührt: Strohwiese, Baststuhllehne und Schopftintling:pinxography-soodlepoodle
Diese Zutaten kann man natürlich nicht mehr erkennen, da ich eine “verschleiernde” Prozedur darauf angewendet habe: einfach, um auszuprobieren und um spielerisch etwas Neues daraus zu gewinnen. Etwas, das man sich nur mithilfe des Rechners “ausdenken” kann. Seht Euch davon eine umgefärbte Version en detail hier mal an – das sieht doch viel mehr nach äußerst elaborierter Malerei als nach schnödem Gepixel aus, oder?!

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Wobei ein organische Textur wie obige – so will ich das mal nennen – wiederum und hauptsächlich als Baustoff für Weiterverarbeitungen dienen soll – Hintergründe, Texturen, Patinaersatz, Schleier..

Und sich, wie man klar sieht, beliebig nah/stark an Malerisches annähern kann. Und dann wird zum Pinsel gegriffen und an der Leinwand losgelegt!  Das soll mein neues Abenteuer sein!15710010pinxography

Das geht sogar “rückwärts” oder “recyclend”, wie ich nach dem Abholen der ersten Fotos des Gemalten festgestellt habe: hier sind zwei davon übereinandergerechnet. Mit etwas “ermutigter” Farbe als Canvas fürs Menue dieser Seite:start-02970014bleu2mini

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Musik beim Schreiben heute:

various artists: “Groove Anthology – Steppers School”, INDIGO, 2000

Stereolab: “Dots And Loops”, Elektra, 1997