Deckname: MedienKompetenzVerein

Es gibt in diesem Land zwei Sprachherde (im Sinne von Brandherde, nicht von Viehherde): die Politik und die Jugend. Diese beiden doch recht schnittmengenarmen Bevölkerungskreise “kümmern” sich zu einem großen Teil ihrer Schöpfer-Kraft und Lebens-Zeit um das Ist-und-Bleibe-Lebendig der Sprache.

OK, OK, die Journalisten und die Werberteppiche gehörten da auch dazu, sind aber ob Adblockergerangel und/oder der modernen Seuche suchmaschinenoptimiertes Schreiben gebremst und abgeschlagen™. Man spricht halt einfach freier, wenn man sich wirklich nur auf rhetorische Wirkung und Klang für echte Ohren konzentrieren muß, also Schulhof und Vereinslokal. ( Leider, leider ist das szenesprachenwiki seit Jahren abgeschaltet! Heul!!)

Wir müssen ihnen dankbar sein!

Denn da kommen ständig erstaunliche Wort- und Satzkonstruktionen nach, die ein neues Denken ermöglichen. Den Angelpunkt der Blickrichtung drehen. In seinem gar rostigen Scharniere. Kann man online auf der famosen Idee der wortwarte.de nachschauen - OK, OK, hier punkten die Journalisten, die’s geschafft haben! Tja – Kaum macht man’s richtig, klappt’s! (1. Beispielsatz)

Bei meinen Ausflügen in die Welt der Sprache (also immer, wenn ich das Internet aufschlage) kommen ständig neue Erstaunlichkeiten mit eben diesem Medium, das mit Bild und Sprache “zu tun hat” hinzu und ich c&p-e die besten Tagessätze (im Sinne von bon mots, nicht von Kostenvoranschlägle) in meine digitale Brouillone. Hey – durch das schlampig’ e am Schluß nach Suppe klingend ;-)

Lange vor einer schwärend angemahnten Forderung nach Medienkompetenz steht mir: Sprachkompetenz. Und Wachsein. Erkennen, daß die “herzliche” Geburtstagseinladung per Massen tstsmail nur so persönlich tut. Erkennt man an den unterschiedlichen grammatikalischen Subjekten. In der Überschrift: Hallo Du Poodle! Direkt drunter im Text: “Wie Ihr alle wißt..” Also Dikat! Schließlich sind dies die ersten Tage der social bots. für alle. Die sollte man freihändig erkennen lernen. Was Du nicht willst, was man Dir will, das willst Du nicht – was willst Du denn? (2. Beispielsatz)

Und wissen, daß es FindFace gibt..

Falls Ihr – zurecht! – nicht einfach und immer auf alles klickt, habt Ihr das internet-abc.de oben verpaßt. Nach Holbe: fehl! Erste Schritte, unter KompetenzVerdacht zu geraten! Ab 6! Da steht zum Beispiel der überaus nachklingende Satz: “Das Lernmodul “(Cyber)Mobbing” kann sowohl im Unterricht als auch zu Hause eingesetzt werden.” (3. Beispielsatz)

fsk_ab_6(Hey! 1Neues Emoji? Komischer Gesichtsausdruck…Rating: Mißlungen!)

Als Nachtrag am übernächstfolgenden Tag: ein kleiner Selbsttest MedienKompetenz: Ist das nun Werbung für

(Meinetwegen kreuzt alle fünf an)

Nachtrag vom 27. August 2017: wußt ichs doch – die Medienkompetenz ist ein verdeckt großgeschriebenes Thema hier am Blog. Von unten (ab 2011) beginnend, hatte ich an diesem Nachmittag keine Mühe, 39 Artikel mit dieser Kategorie und dem dafür frisch zurechtgeschnittenen Testbild-icon (mkv-icon) zu betaggen!

Nochn Nachtrag am 9. September: Frau Prof. Dr. Linda Breitlauch gibt ein “Walkthrough” durch die Spielegeschichte und -Relevanz. Und daß es die Stiftung digitale Spielekultur gibt und den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. – da hatte ich auch keine Ahnung. Bislang.

..und eine neue Legende auf meiner Übersichts-Seite mit der PinXography #512k in Farbe als Hintergrund gibts auch! Schräg? Schräg!
kategorien2017-09