Farbe: Turrell, Wirschigkeit: Kakinuma, Theorie: Mondrian

Man muß es genau so sagen: diese drei hab ich grad auf dem Schirm. Denn a) mal alle Schaltjahre wieder schleicht sich das Thema Kalligraphie ein. (dazu demnächst Näheres). Den b) James Turrell fand ich per Erwähnung beiseits eines Radioberichts über den Yorkshire Sculpture Park, der momentan 40-Jähriges feiert. und c) dann noch dieser Wahnsinns  flag-en Artikel über Piet Mondrian (1872-1944), in dem nichts ausgelassen wird | der einen in basses Staunen versetzen kann, daß | : ausgerechnet derjenige Maler der Moderne : |, der schwarzweiße Gitter mit den drei Grundfarben füllt, also zu den (geometrischen, Farblehrgrundsätzen und  augenscheinlicher Nüchternheit=) Basics durchdringt, dahin gelangt über die Bekanntschaft so obskurer Berühmtheiten wie  H.P.B. aka Helena Petrovna Blavatsky (1831-1871) der laut Wikipedia Mitbegründerin der Esoterrestrik!!?

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Welt-Tour d´Atelier Part II.

Was man heute fix über James Turrell ergooglen kann – das heute als amuse gueule (sorry, James)- hat recht deutlich was mit Farbflash zu tun. Wow! Krass: dabei handelt es sich um.. Skulptur!

Dann zur www-Kalligraphie: bei allzu vielen auffindbaren Videos mit vor Kamera/Publikum schwer arbeitenden Pinselschwingern jeglicher Art denke ich fast immer auch das Wort Showbusiness, aber gut: macht ja auch Spaß, den Meister – im heutigen Fall Koji Kakinuma – in totaler Aktion, mit diesem Riesending von Pinsel herumderwischen zu sehen, mit seinem “Linienrichter” am Verfolgerpot – ringsdarum in Zweierstaffel die improvisierte Tribüne – großes Kunstactionkino. Dazu live Trommeling für die Aufrechterhaltung der Wirschigkeit, was fürs Ohr darüberaus… watt en Jedöns sag ich da als Dahergelaufener. Nach Erfassung des englischen Statement “I draw the meaning of life as big as possible” zusätzlich: also, Humor hat der ja..

Gaanz toll darüberhinübrigens, wenn das beim Videodreh Entstandene dann tatsächlich auch was für ne Galerie ist (hier dann gerne 1 spontan-atemloses “Bravo!”) und ohne den Zeugenstand Video-Making-Of bestehen kann. Aber darauf würde ich mich nicht verlassen: lieber in aller unbeobachteten, unaufgezeichneten Abgeschiedenheit machen. Wenn ich unbedingt auf ne Bühne wollte, hinge ich mir lieber ne LuftGitarre um.. (hängte?)

Und dann hab ich noch angefangen, völlig stoisch und buchstabetisch alle Künstler auf wikipedia.org/wiki/Informelle_Kunst durchzusehen… am besten gefällt mir Hans Hartung, Georges Mathieu, (..)ysp-scanp-170303-448-recutDann fand ich Missus Laura Spong (American, b. 1926), nach Samantha Keely Smith als zweite persönliche Anregung und non-representational Künstlerin impossible to follow on Instagram.

Ich lad ja ab und an meine PinXoGraphien per Bildersuche hoch,

um zu erstaunen, was Google dazu alles so “meint” und “vermutet” (fractal effect?, Baustoff?, flute sonata in B minor HWV 367b?, marine biology?, visual effects?..). Mehr zu dieser spannenden Entdeckertechnik hier.

Nach solch breitgestreuter Lektüre  sprich Inspiration kein Wunder also, wenn heute und gestern so was jäh am besagten Bildschirm erscheint:

PinXoGraphy goes MetallicHintergrund:ysp-scanp-170310-451b-r4vnr

dann wieder mal ein Ausschnitt aus nem unbekannten Graphic Novel – der Farbchoreographie nach ne Mischung aus Wetsern und Sci-Fi…ysp-scanp-170310-452b-r2vnr

obskur, zu sortiert und zu wenig astlastig für meine Gestrüpp-Collection: ysp-scanp-170310-452-recolldas unten ist die neuste Anmutung – darf ich vorstellen?-  sehr malerisch, sehr reduziert: der einzelne Strich als Augenschmaus™:ysp-scanp-170223-441d-r180c
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Musik beim Schreiben und Blatt #449 Scannen heute:

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie Es-Dur, KV 543″, Freiburger Barockorchester

Sea Moya on soundcloud.com

Clinton: “Disco & The Half Way To Discontent”, Virgin, 1999

Crash Test Dummies: “Give Yourself A Hand”, Vik, 1999

Carl Cox: “At The End Of The Cliché”, COX, 1996

Rainer Tempel Trio: “Finger Food”, WayOut, 2004 (Hey! Immer noch online: meine Amazon -CD-Rezension von 2006! Damals konnte man auch ohne Kaufen schreiben ;-) )

Sven Van Hees: “Calypso”, Life Enhancing Audio, 2002