Weiter ins Gestrüpp

… war mein erster Gedanke, als ich DAS plötzlich sah heute morgen:ysp-scanp-160908-383c-r2layMit “plötzlich” meine ich das im Wortsinn, denn der Rechner erlaubt es ja,  jeglichen Eindruck, den man von den fertig gemalten pinxographischen Blättern hat, fast vollkommen frei umzugestalten – mit einer winzigen Mausbewegung, die den Fader bewegt:

aus gemalt bunt wird “berechnete” Düsternis, aus freundlich abweisend. Und, erstaunlicherweise: umgekehrt ebenso -siehe Übernächstes unten.

Farben machen das (mal wieder). Und mit einer frisch entdeckten, speziellen Layertechnik kommt nun eine neue Bildvariante ins Spiel: Gezeichnetes/Gemaltes löst sich weiter auf, verschwimmt dadurch noch nahtloser mit dem mauserklickten Hintergrund. So gelingt es, in a serendip way ;-) , einen noch natürlicher wirkenden Raumeindruck hinzubekommen. Der weiterhinnen Treue zu meinem selbstgewählten Dogma:

«Genau so hab ich das gemalt, nur nicht in diesen Farben»

seid versichert, der Kolorierung sind damit aber weiterreichende Freiheiten erschlossen. Irgendwie schwindelerregende, denn ich dachte, nun langsam an das Ende dieser andauernden, fast ans Zwanghafte (=Neugierige) Grenzende  dieser Blätterfärberei  -  das ist immerhin schon Blatt #383 – zu gelangen.

Und dann “passierte” mir gestern abend dieses neue Deckblatt der PinXoGraphy.com:

Metallic-Effekte blenden über in Solarisationen, diese wiederum in strukturbesetzte Farbverläufe, Originalfarben werden bis zur Unkenntlichkeit “verrechnet”.

Schon wieder Neuland! Mitten im Dickicht der Routine! ;-)

Grad eben: diese regengebogene Farborgie mit rätselhaft deutlicher Raumwirkung, aus Flammenbogen im Hintergrund, dazu/davor scharfgezogene Silhouetten zwischen fixierten Eiskristallen und mineralischen Querschnitten…

ysp-scanp-160908-383c-r2v_xUnd das Dollste: ausgerechnet mit nem Blatt voller tiefschwarzer Striche, Schmierer und Grobwolken!!

Und hier noch ein “darker” Beitrag zum beliebten Thema cat content, illustrierend gemixt mit einer labyrinthischen  “Zyklopengeschichte”…ein Vorschlag für einen mythologischen Reload quasi. “Gefunden” auf dem nächsten Blatt #384. Das gerade fertig geworden ist und frisch fixiert im Scanner unterm stets wandernden Lichtriegel ruht..ysp-scanp-160909-384-r4invrAber es geht auch ohne Layerei (weiter) – mit Farbe am Blatt ist mittlerweile dies Erstaunliche drin: ysp-scanp-160909-384c-manor

Nachtrag vom 29. September: da sieht man mal wieder, wie Ideen, die mal formuliert sind, im Hintergrund ungefragt weiterwirken. Jedenfalls jählings gestern abend beim digitalen PinXographieren fällt mir das ideale “Gestrüpp” ins Auge – gestrüppig in einem Maße, wie ich es bislang noch nicht hingekriegt hab. Mich erstaunt das sehr, erkenne ich da eine Weiterentwicklung ins Rohe, Wilde, Unvorhersagbare, die mich sehr reizt, da weiterzuforschen:

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Musik beim Schreiben heute:

Beanfield: “Human Patterns”, COMPOST, 1999

Zero 7: “Simple Things”, Ultimate Dilemma, 2001

Karma: “Thrillseekers”, Spectrum Works, 1999

Kitty Daisy & Lewis: “Kitty Daisy & Lewis” Sunday Best, 2008