Traum. Szeno. Graphie.

Treffender kann diese Überschrift nicht beschreiben, was mir bei diesem Bild einfiel:ntr-scanp-160314-307f-recx6

«Ganz oben, über dem granitenen Gipfel schwebte ein Käfig, aus Punkten und Strichen gefertigt, achtlos, ungenau, ja – ohne eigentliche Käfigform. Doch in seinen TupfenMaschen und Seilen schwebte ein Etwas, das fischig und amorph, leblos und durch das Gitter gleichzeitig merkwürdig unberechenbar war.»

Eine phantastische Traumszene, ausgelöst allein durch freie Assoziation beim Erblicken/Erstellen dieses tagfrischesten pinxographischen Werkes. Das Dolle: beim Blattbemalen selbst oder den anschließenden digitalen (Farb-)Versionen dieses Blattes war das bis zu genau dieser Version null abzusehen -  eine Überraschung aus dem Quasinichts!

“Nicht ganz einsame Spitze” würde ich dieses Bild nennen. Und zu diesem Phänomen gibts ja viele kulturelle Beiträge , musikalisch von Mick Jagger über Randy Newmann  zu mehr allgemein gesellschaftlichen Analysen, von Demografen bis zu – na, da hamwer ja den Käfig! – Wirtschaftspsychologen.

Das ist mir ab und an passiert beim Malen und Photoshoppen hinterher: ein/e sehr deutliches/r Bild/Geschmack/Stimmung schnellt hervor beim Schieberegeln an der Farbton/Sättigung/Helligkeits-Armatur. Überraschungsmaschine pur. Eine immer neu sich bewahrheitende Macht der Farbwirkungen, des meistens unbeabsichtigt hergestellten HellDunkel und mit ihnen die überraschende räumliche Illusion. Der Grund, warum ja auch die Faszination nicht nachläßt, fällt mir doch immer eine noch nicht ausgetestete Variante des Farb-und FormenAuftrags oder der Konfrontation zwischen erarbeiteten Techniken ein. Wie gestern abend:

ebk-scanp-151230-252g-recolDa zeigte mir mein Bildschirmschoner ein Bild wieder, dessen hellstes Detail mich an die Langzeitaufnahmen von verwackelten Lichtspuren während einer nächtlichen Autobahnfahrt erinnerte, somit meinen Malmuskel trafen und ich heute vormittag diese Lichtspuren mal in einer Versuchs-Reihe “auswalzte”. Also frisch ans Werk und ohne groß auf dem Originalblatt nachzuschauen, wie das prä-digital verwirklicht ist. Im Ensemble mit den neusten Techniken des Farbauftrags ein internes Wow:ntr-scanp-160316-308-rec5ventr-scanp-160316-308f-rec2vNicht nur Frontscheinwerfer des nachts, auch Schmauch versprengende Flugkörper kommen mir da in den Sinn. Und zuckende Blitze zuhauf wie in Venezuela  – zur größeren Wirklichkeitsnähe werde ich da noch weitere Versuche starten.

Da ist also Einiges drin – angesichts dieser frisch erreichten, faszinierenden Science-Fiction-Anmutung – Peter Elson ,Chriss Foss   , John Harris , Bruce Pennington und vor allem natürlich  Roger “Avatarvatar” Dean lassen grüßen und inspirieren!

Und, via CGsociety.org gerade eben dazugefunden: Monsieur Efflam Mercier – noch mehr Ermutigation sein

«Hello! I spent more than 10.000 hours learning about CG art and still have much more to learn.»

ntr-scanp-160316-308b-rec3vUnd ebenfalls aufgetaucht heute und hier zum CG-Ausgleich: Weltraum analog style auf sci-fi-o-rama.com plus mal wieder ein grandioses tumblr-blog namens 70sscifiart

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Musik beim Schreben und Bletzen heute:

Simple Minds: “Sons And Fascination”, VIRGIN, 1981

Bubba Sparxxx: “Deliverance”, Beatclub, 2003

Steve Bug: “The Minimal Funk”, RAW ELEMENTS, 1996