Für diese / an dieser Stelle bitte eine Idee!

..das simpelste aller Rezepte zum Füllen des Lebens einer Fläche mit Farbe! Nach diesem nämlich “untersuche” ich meine entstehenden pinxographischen Blätter, sind die ersten Farbflächen oder Liniengebilde mal verteilt. Dann: Vervollständigen en detail. Anfangs am leerne Blatt gehts immer erst mal mit ner Kombination aus freier zeichnerischer Assoziation, ungezügelter (grob)motorischer Fahrigkeit und – neu – gerne waghalsigen Klischees (Bäume, Sonne, Berge à la Kinderstyle) los. Und dann, gerne erst am nächsten Tag, versuche ich, an allen langweiligen Stellen, an denen mit meiner Begeisterungsfähigkeit nix passiert, möglichst ein Stück Idee so einzufügen, daß.

  • etwas Ungeplantes
  • auf den erwachsenen ersten Blick Kindisches
  • Unzusammenhängendes
  • Chaotisch die schon versammelten Bildelemente Ignorierendes
  • exzentrisches Etwas

dazukommt.

Etwas, das das Bild verwandelt/umdreht und plötzlich Funken der Faszination schlägt. Oder Gedanken wie auweia hervorruft. Das geht auch und: macht gar Spaß. So kann man Schritt für Schritt zu einer Vollendung eines Ungeplanten schreiten. Und wird ob begrenzter Fläche irgendwann fertig. So einfach ist das.

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OK. Ein seehr Wichtiges fehlt noch, um zu diesen Bildergebnissen zu gelangen/vorzudringen: rechtzeitig loslassen. “Fertig” sagen und zum nächsten Blatt übergehen. Ganz oben das neuste Beispiel, denn dieses Blatt #350 lag nun fast vierzehn Tage, bevor ich es mit #vollendet, #fertig taggte. Kann man täglich üben. Papier und Stifte als wohlfeiles Material.

Oder nur einen einzigen Strich machen und den so lassen. Können. Das ist auch eine bildfüllende Idee -  für nicht nur diese Stellen heute ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

Louis Théodore Gouvy: “Caprice No. 59 opus 2″ , Duo Tal/Groethuysen

The Kilimandscharo Darkjazz Ensemble