The dark side of my Bleistiftsammlung

Ja, Ihr habt schon recht gesehen am Eingang: nun kommen noch farbige Stifte ins Spiel. Hab ich beim Aufräumen gefunden. Eine ganze zwei Dutzend umfassende Packung. Irgendwann angeschafft und weggelegt. Und Papier! DIN A 2, über 100 Blatt, fast schon kartonstark. Die hab ich mir gleich als neuen Spielplatz herausgedeutet und angefangen, probezukritzeln.header-ebk-scan00bKringel, geschlossenen Linien in Dreieckform, was man halt so gedankenverloren macht beim längeren Telefonieren. Schraffieren, Spiralen..

Sieht unheimlich banal aus, bis man es umdreht: das leicht Angegilbte des immerhin schon dreissig Jahre alten Papiers und die Altersflecken des Scannerglases gehen zusammen imNegativ und machen diesen unverglaischlisch ge’ eimnisvollen Charme des Shabby-Patina-Hintergrundes. Die Farben digital noch etwas angeknipst- et voilá!

Soodlepoodle goes Illustratorruch. Just for Spaß. Nur mal so. Undum dieses Lyrisch-Verspielte noch zu unterstützen, brauchts fürs neue Deckblatt natürlich auch ein entsprechendes lyrisches Logo;-) Also hab ich noch schnell ein paar Beutelklammern auf den Scanner geworfen und daraus per Maushand etwas zusammengerührt. Hier unten seht Ihr RohScan und draus Gewirktes, auf 1 Tableau zusammengeklebt:soodlepoodles_beutelklammerKommt seeehr organisch und passend vor Scribbeleien , finde ich. Ob ich mich mit diesem Trick allerdings schon bei den Patternpeople.com bewerben kann.. wohl eher nicht.

Dafür entdecke ich nun, ganz à la Malinsel des Herrn Arno Stern diese gerne übersehene/belächelte  Kulturtechnik: leider..

youtube-embedding-memorial-
…”vom Benutzer gelöscht”: https://www.youtube.com/watch?v=dUNOqfKM-W0. Deshalb mein “Ersatz-memorial–gif”.

Malen als erster wortloser (prälingualer) Ausdruck der sogenannten organischen Erinnerung: aus dem Inneren des Menschen an sich, so die Forschungsergebnisse des Herrn Stern.

Hier mal ein zweiter Versuchsballon des Tages, gleiches erstes Blatt, anderer Ausschnitt:

soodlepoodles_ebkscanlogo15Super erstaunlich finde ich diese nun leuchtenden Stellen, die mir beim Skribbeln gar nicht als dermaßen “dicht” aufgefallen sind.

Das weiterhin Coole an diesen geschlossenen Linien (in unserem Beispiel das Weiße da rechts am Rand): sie lassen sich, zur Datei verwandelt, flugs mit mathematischen Farbeimern füllen. Das ist moderne Illustratorentechnique:

soodleoodle-verlaufslabyrin

Mit haushaltsüblichen Gerätschaften und – Software hat man da ganz schöne Möglichkeiten, findet Ihr nicht?!

Noch eins mit dem zweiten Blatt und der Erkenntnis des ersten:ebk-scan-150623-02c2_______________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Mozart: Sinfonie D-Dur KV 48 / Pietari Inkinen & Kammerorchester Lausanne