Archiv für den Monat: August 2015

der Blick von oben.. das kann doch nicht bloß Hobby sein?

Bring Deinem Hausseeadler bei, immer schön knapp unter Deinem brummenden Lieblingsspielzeug zu fliegen, dann kriegste die unfaßbarsten Bilder.. Grad zum ersten Mal gelesen – schon die Wortschöpfung ist neudeutsch cool und merkwürdig bedrohlich-modern zugleich: Dronestagram. Und zeigt, wie das alle guten Namen machen, aufs Herz der Sache: das moderne Verteilen Posten von digitalen Bildern aus fliegenden Gestellen, ferngesteuert gemacht. Also Hi-Tech, die ins Massenlager rübergeleakt ist – mein Nachbar bekam neulich auch so´n Päckchen als Werbedanke einer Computerzeitschrift mit sonen Dingens drin. Da stürzen sich nun alle Tec-Freaks drauf. Und ich denke über den Kauf einer Zwille, einer Vitrine und eines Schmetterlingsnetzes nach ;-)

Beim Anblick der Fotos vermisse ich schmerzlich die Bewegung und schiebe dazu noch ein Bewegtbilderfirmafund von oben nach: brooklynaerials.com. Krasse Vorstellung: zwischen all den Häusern, Manschen, Kabeln und dicht über dem Autoverkehr diese Dinger steuern..aber: This is so.. Brooklyn!

Mein Lieblingsdrohnenfilm bislang jedoch: Energiegetränkehersteller und Jugendkultur in motion ;-)

Maybe I should rename to DoodlePoodle?

Heatwave in Germany. Afternoon temperature reaching 100° F. All extra action is cancelled, siesta mode established as possible. But early in the waking morning there´s plenty o´ space and mood to scribble on newly rediscovered sheets of paper. Once in the eighties (!) they were made to become my first band´s posters. Now well-aged, the sheets sport a fine surface structure springing from all those thirty years of all the ever-changing humidity can do to wood(en products). And 600 dpi-scanning-after-scribbling and some hurry-scurry photoshopping  ;-) reveals these awesome effects & details:

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Exciting fact: all these mindless scribbles lead me straight into my personal iconic memory. And be sure to have a pretty crammed one at a certain age having seen all these millions of pictures. The trick here is avoiding figurative painting in any form. Only allusions do the work for this pareidolic experiment. Just look at the pics and think of things that come to your mind!

See more here, here and here.

 

..und immer weiter durch mein Bildgedächtnis

Heute bin ich am einundsiebzigsten Blatt dran und hatte im Erwachen die Idee, daß ich ja noch gar kein einziges davon hab, auf dem jede meiner BuntstiftFarben mit je einer durchgezogenen Linie vorkommt.

Also gleich ran an den Speck und.. schmunzel! freu! – ein ganzes, großes, per Vorgabe dadurch zusammenhängendes Bild entsteht. Selbst gesetzte Zeichenregel: klare Linien (Geraden, Kreisteile), höflicher Abstand, Harmonie, Anschmiegsamkeit und.. freier Lauf der Fantasie:

Angesichts solcher musterhafter Linienführung stellen sich dann auch gleich Reminiszenzen ein. Auf..

Verlegepläne für elektrische Leitungen, Schnittmusterbogen, Straßen- oder U-Bahn Linienpläne, aber auch Drahtwendel, topographische Linien, Stufen, steinern und abgetreten, Ranktriebe, Schnürungen und Borten durchdringen sich hier in Anspielungen aufeinander.

Was seht Ihr?

Aber auch das “Wiedersehen” mit den hier benutzten beschreibenden Begriffen ergibt sich – durchs Zeichnen (!)

(..)

Hier noch ein Lieblingsausschnitt am “Rande der Regel”: (wer entdeckt die Panettone? ;-) )ebk-scan-150812-71g________________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Faltsch Wagoni: “Paare” aus dem Programm “Ladies First, Männer Förster”

Paul Agricola Genin: “Carnaval de Venise” (Mein Hut, der hat 3 Ecken)

das Einbett als Denkmal

Tja – mußte ja irgendwann soweit kommen: ein neuer Streit bricht aus, wer was wo im Netz veröffentlichen darf. In den USA darf ja jeder erstma alles, solange der Urheber dann nicht veto schreit. Solange das nicht der Fall ist, wird gecopyd&gepastet, was die Maus so hergibt/bis die Schwarte k.  Da hatte man sich in Detuschland auch klammheimlich dran gewöhnt, die Server stehen ja auf der anderen Seite der Kugel…

Und nun gibts ein taufrisches Urteil zum Einbetten von (Youtube)-Videos. Das ist – wie ich finde – gaanz schön schräg, vergleicht man es mit den erstaunlichen Logik-Konstruktionen zum Verlinken. Das nämlich darf man ungestraft/unbelangt, solange man sich “von den verlinkten Inhalten distanziert/sie sich nicht zu eigen macht”. Aha. Hab ich nicht kapiert. Ich “empfehle” etwas weiter, was geistig nicht mir gehört? Darf man das??  ;-) Wärmstens empfehlen, aber kühle Distanz wahren, Euer Ehren? Erwähnen, aber an der Verbreitung und deren Folgen unbeteiligt sein?

Beim Einbetten, das bislang problemlos dadurch möglich war, daß youtube per Mausklick-Anfrage den Einbettungs-Code zur copy&paste-Verfügung sichtbar machte, sieht das nun, wenn ich es richtig verstanden habe, so aus, daß man einbetten darf, solange der – so das Urteil – Urheber des Videos diesem User & der anschließend werksgenießenden Öffentlichkeit= youtube erlaubt. Nun scheiden sich die deutschen von den globalen Usern, denn..

jetzt “bemerken” die ungebremsten Hiesigen  p.l.ö.t.z.l.i.c.h., daß sie Material hochgeladen haben = auf ihrem Kanal veröffentlichen, für das sie kein Veröffentlichungsrecht haben. Mir kommt da der schöne englische Satz to mind:

Since you don’t own the copyright, it´s not yours to copy.

Nun leben wir aber im vernetzten Computerzeitalter, dessen Grundfesten auf dem Kopieren von Data ruhen. Und wenn jeder einen solchen zuhause hat… also ziemlich flachgetreten, dieser Hinweis (wohl aus Printzeiten) und wir haben damit nun die infame globale Krise der kreativen Arbeit an sich anbrechen lassen. Insofern wird da jetzt ein wohl geräumiges Erschüttern durch die Landschaft gehen, denn die jähe Frage, ob der Urheber oder wer überhaupt der Urheber..  wird per Gerichtsurteil nun für die Gedankenlosen auch in den Fokus gerückt und es wird unangenehm schwierig, so lässig weiterzumachen..

Ich indessen sehs ja gern ein: schön, einfach einzubetten und auf dieser Seite schön Filmchen und Musik zeigen (präsentieren sagt man ja verschleiernd) zu dürfen. Aber zwiespältig.  Und diese Argumentation, der urheber meinte mit der Veröffentlichung ja sowieso die g.a.n.z.e. Internetnutzergemeinde, egal, wie und vor allem wo sie da drankommt.. ich rieche da einen gewaltigen Denkfehler aka ist ja eh´ im Netz..

Also hab ich ein je ein Schild aufgestellt, das auf diesen historisch zu werden versprechenden Sachverhalt hinweist: mein youtube embedding memorial gif:

youtube-embedding-memorial-

Fast zwei Stunden Quellcode ändern war da angesagt heute vormittag, aber ok.

Man fragt sich nun, was der “Service” von youtube nun bedeutet(e), den Einbettungscode zur Verfügung zu stellen auf Mausklick hin. Anleitung zum Urheberrechtsstreit? Nein nein, wir sind doch in den USA. Da ist “Inhalte-Teilen” angesagt. Was die außerhalb dazu sagen…

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Musik beim Schreiben heute:

Art Farmer: “Here And Now”, Mercury, 1962

Stan Getz Meets Joao & Astrud Gilberto “Immortal Concerts 1964″, Giants Of Jazz

Fahrigkeit im Bild* oder: das Zeichnen als Gestikulieren sehen

Man kann nicht nur täglich üben, eine vielsagende Kurve oder elegant präzise Schraffur, auch gegen anatomische Disposition(= gegen den Strich) zu perfektionieren. Man kann zur  gegenteiligen Abwechslung mal erstaunt sein darüber, daß man mit etwas willentlicher Unterstützung (=Absicht) einfach zulassen kann, daß tatterig und offenscheinlich planlos, gar mit einem Anflug von Zittrigkeit/geistiger Abwesenheit Neues entsteht. Das klappt frühlich morgens am besten, ich berichtete ;-)

Meine erstaunliche Erfahrung dabei nach mittlerweile 15 Quadratmeter (!) vollgekritzelter Fläche seit Mitte Juli: eine “Spur” entsteht so auf dem Papier, die eben so sehr charakteristisch ist wie..hey! – eine Geste, eine Körpersprache, ein Bewegungsmodus. Die sich als “Stil” auf dem Papier niederschlägt und.. highly wiedererkennbar ist.

Bemerkt man diesen Zusammenhang, kann man das Zeichnen &  Malen, als Art KörpersprachenNiederschlag sehen.

Und die ganze Sache somit nicht mehr motivistisch, sondern gestisch angehen. Also einen im deutschen Wiki bemerkenswert ungenannten Teil des Prinzips “Action Painting” im kleinen DIN-Rahmen ;-) in seine Tätigkeit als Rezept zur Bild- und Gestaltgewinnung mit einbeziehen.

Beispiele:  wenn auch impulsiv mit Schwung gezeichnet, sind folgende drei Ausschnitte doch sehr gesteuert = zeichnerisch sozialisiert:

 ebk-scan-150806-62h  ebk-scan-150806-62d  ebk-scan-150805-61c

während diese nachfolgenden das heute Gemeinte darstellen:

ebk-scan-150725-45bfahrig  ebk-scan-150727-49  ebk-scan-150727-49-2 ebk-scan-150716-31fahrig  ebk-scan-150727-47efahrig ebk-scan-150727-47fahrig

.  Strichspuren, die mich in der “gelungensten” Form an..  Absichtslosigkeit erinnern. Also an Spuren von Tätigkeiten, die ohne Willen entstehen bzw. man erkennen kann, daß die Aufmerksamkeit des Verursachers anderen Dingen zugewendet war. Das probiere ich immer wieder gerne mit den Stiften: zum schönsten, einfachen Beispiel mehrere in der Faust bündeln und versuchen, mich auf die Beibehaltung dieser Bündelung zu konzentrieren. Während die Stiftspitzen auf dem Papier irgendwas machen. Das ergibt dann Folgendes:

ebk-scan-150708-17fahrigWie Wischspuren von Bäumen und Ästen an Außenwänden, die schon lange gekappt sind. Oder wieder freigeräumte Werkbänke nach Schul- oder Arbeitsschluß, Einpackflächen in Kaufhäusern, unbeachtete Ablageflächen von Zeitungen, Kleidung oder ähnlich Schnelldrehern. Jetzt, wo ich gerade die entstandenen Bilder durchgucke, ist klar zu bemerkennen, wo “zuviel” zeichnerische Wille am Werk war: zu akkurat die Linienführung, zu durchsichtig die schlampige Absicht ;-)   Das WAHRE Fahrige ist da schwieriger hinzukriegen..

Die Ergebnisse lassen sich dann sogleich zeichnerisch wiederholen, um noch breitere Inspiration zu erhalten. Ratet doch mal, welche Fgur hier unten die erste war ;-) :

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Ebenso spannend finde ich, nach Gehör und Musik der Stifte zu malen (ja, richtig gelesen): man wählt ein kurzes Riff, eine rhythmische Figur, die beim schnellen Malen einer ebenso kleinen Figur (Strich) entsteht. Und wegkonzentriert sich vom Papier auf die “ordnungsgemäßen” Geräusche beim Malen. Und kann dann staunen, was dabei herauskommt:

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Das mittlere profitiert vom “Rebound” der Stifte, eigentlich ein Phänomen aus dem Bereich Schlagzeug/Mallets.

Wenn man, wie ich, Umgang mit sehr vielen, sehr unterschiedlichen Menschen hat, kann man diese erlebte Vielfalt als Prinzip in die Bildgestaltung übernehmen. Schaut und fühlt doch mal, ob Ihr in folgenden Kritzeln so etwas wie einen bestimmten Menschentypus ausmachen könnt (die sind zuerst gezeichnet, danach erst kam die Idee):

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* Ich liebe diese leider wieder verschwundene Wiki-Unterüberschrift “Laugengebäck im Bild”, die ich mal beim zugehörigen Artikel entdeckt habe und verbaue/memorialisiere sie heute mal im Titel.

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Musik beim Schreiben heute:

Diego Figueiredo, Na Baixa do Sapateiro v.1

Marco Pereira – Na Baixa do Sapateiro – Festival Acordes do Rádio

The Bambi Molesters: “in: Sonic Bullets”, Dancing Bear, 2001

Was (Not Was): “Hello Dad.. I´m In Jail” Phonogram, 1992

Blur: “Parklife”, Food Records, 1994

Freund werden mit Gemälden

Es ist schon etwas sehr Merkwürdiges: wie sehr Gemälde erst Fremde sind und dann, hat man sie in der Wohnung hängen, zu so etwas wie Weggefährten werden. Keine anderen “Produkte” schaffen das so wie Farben auf Leinwand. Sogar selbstgemalte!

55120024Diese vier zum Beispiel gucke ich nun jeden Tag an, seit sie aus dem “Bürstenwasser” der diesjährigen Frühlingstrilogie entstanden sind. Alle nach Malvorlage: für das links hab ich ein ehemaliges Startbild des 2010er Soodlepoodle.de “umgebaut”, dann eins, für das ich gescannte Farbwischer eines später “verbesserten” Bildes erst vergrößerte, dann leichtfüßiger/ anders/lückenhafter ausgemalt hab und rechts die ersten beiden tastenden Schritte Richtung Polygonmalerei (dazu später eine ordentliche Einleitung).

So unzusammenhängend diese vier in der (so hingeratenen) Kombination anfangs wirkten, so gerne schau ich sie mir nun an jeden Morgen in der kürzlich extra für Bilder frei geräumten Küche. Durch das zufällig gleiche Format und Bildgröße gibts da ja ein verbindendes Element, von der Farbwirkung der quasi Aquarelltechnik mal abgesehen.

Nun sinne ich also beim Kaffetrinken und Frühstücksbrötjekauen darüber, wie sie das Lebensgefühl beeinflussen. Verglichen mit anderen Gegenständen, die hier auch denkbar oder üblich wären..

Könnt Ihr ja jetzt dank Foto-im-Internet auch mal!

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Musik beim Schreiben heute:

St. Germain: “Boulevard”, F Communications, 2003

die Grafen des Tages

Nicht, daß die Fotografie nun abgemeldet wäre auf dieser Seite. Nein, nein, sie ist da. Grad “erklickt” per Bildersuche auf www.lenscratch.com (1. & 3.) bzw. munchies.vice.com (2.):

  1. Fred Lyon (*1924) grandiose Retro-San Francisco-Fotos auf slate.com
  2. Michael Massaias interessanter Mix aus a) schwach beleuchteten, farbfreien Gegend- und Gefährten und b) gruselig-lustig bunt meltendem Eis.
  3. Hunde ziehen Leuchtspuren auf dem Nachtgassigang mit JT Blatty und verwandeln Gewohntes in Neues.

Meine  Leuchtspuren des Tages indes sehen kameralos so aus:

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und schwarzweiß “Aufnahmen” hätte ich auch:

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Nur bei Fotos aus San Francisco der 40er-60er Jahre muß ich passen ;-)

Frühstücksfigur!

Man kann nicht sagen, wonach man sucht. Es muss das Überraschende sein. Es muss eine eigene Form haben, eine eigene Sprache, Notwendigkeit. Umgekehrt formuliert: Es dürfen keine Bilder sein, die man schon oft gelesen hat. Nichts, was zu naheliegend ist.

Das hab ich gestern  von der S. Fischer-Lektorin Petra Gropp im Netz gefunden. Und, obwohl es ihr da natürlich um (noch) unbekannte Literatur geht, ist diese “Eingangsbedingung” genau das, was ich zur Zeit mit meinen aufgegriffenen Buntstiften bildgeberisch anstelle. Wie diese große, grüne, luftige  “Frühstücksfigur” da rechts mittig, die mir heute morgen gelungen/herausgerutscht ist:ebk-scan-150803-59fruehsKeine zwei Sekunden und in dieser wohlgerundeten, vertrauenserweckenden Form so nicht wiederholbar – das kann mich als vom Ergebnis selbst erstaunten Schöpfer doppelt begeistern. Da muß man rechtzeitig stoppen, um die kühne Anfangsidee zu erhalten – lediglich zwei Segmente hab ich wegen des optimalen optischen Gewichts ausgemalt – fertig. Über so einen Wurf bin ich immer sehr erstaunt, um nicht zu sagen glücklich. Schließlich hat man schon mehrere Jahrzehnte Seh-Erfahrung hinter sich, und daß etwas Unbekanntes auftaucht, gar unter dem eigenen Stift, ist unbeschreiblich, ist unwahrscheinlich.

Wenn Ihr nun denkt: «naja, ein bißchen Kritzeln und das dann so hochloben ist ja äächt leicht übertrieben.»

Doch jedoch mir geht es da anders: da ist plötzlich etwas, was ich noch nie so (harmonisch oder  spannend in Komposition und/oder Farbe) gesehen habe. Und beim unscheinbaren “BuntStiftMalen” etwas Neues zu finden, finde ich großartig. Denn das kann man ja dann weiter interpretieren. Als “Hauptdarsteller” eines künftigen Gemäldes zum Beispiel. Wie eine Formel, die existent wird und das Schaffen der Zukunft beeinflußt. ebk-scan-150803-59frstfgSo geht es mir seit Wochen- immer wieder erstaunt mich die Unvorhersagbarkeit nach dem “Umdrehen” der Farben und Helligkeiten. Hier noch ein Beispiel von vorgestern:ebk-scan-150802-55cDas Ganze morgens, kaum ist man aus dem Bett, zu machen, ist wichtig: es geschehe mit dem noch schläfrigen Körper und einer dementsprechend  zerebral noch nicht vollständig motorisch kontrollierten Hand. Die macht stattdessen körpereigene Erinnerungsbewegungen, nur mäßig beeinflußt vom erwachenden Hirn. Das wiederum ist wohl noch wiederkäuend mit den jüngsten Input beschäftigt und erzeugt mit der manuellen “Automatik” das Unbekannte.

“Jüngster Input” bei mir: eine gestern erlebte Vision  von organisch “gedrehten” Zelten für Flüchtlinge , die auf dunklen Wegen zu dieser Form beigetragen haben mag – eine neue Herausforderung für Architekten in diesen Zeiten. Denn: “Designer und Architekten setzen sich mittlerweile nicht mehr nur mit der Formsprache ihrer Produkte auseinander, wie bei Bobby Kolade oder Van Bo Le-Mentzel sind auch die gesellschaftlichen Hintergründe relevant geworden.” Anscheinend wird nun endlich das Thema Upcycling, Selbermachen und ein Überdenken der altehrwürdigen Vernichtungsgewohnheiten wahrgenommen. (Vernichtung = consumare)

Hier noch ein Zoom-In auf die beiden winzigen “Gestalten” unten rechts, die ich auch interessant finde in ihrer unzureichenden Zurechnungsfähigkeit:

ebk-scan-150803-59bIrgend eine Mutation aus Eiskufe, Fleischerhaken und Hieroglyph, zackigesInitialen, das rechte Sechzigerjahre Raumkäpselchen, Spinnenelefant auf drei Beinen dafür mit Rüssel ohne Ohren sind mir wert, ans schwarze Brett im Flur gepinnt zu werden – da kommt sicher die nächstgrößere Idee angeflogen irgendwann!

Darüberhinaus gefunden: Tensegrity: Stäbe und Seile machen einen Raum. Hier: Fotos

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Musik beim Schreiben heute:

Thomas Fehlmann: “Gute Luft”, flow publishing/BMG, 2010