Archiv für den Monat: Mai 2015

Best of Bauschwammscan

Es soll ja Leute der schreibenden Zunft geben, die basteln um einen coolen, neugefundenen (Titel-)Begriff eine ganze Story. Obwohl ich als Hobby Blogger da eher außen vor bin, versuch ich das auch mal. Na – was seht Ihr da? Einenbauschwammscan-soodlepoodle

Bauschwammscan – so ein herrliches Wort!

Ich stell mir (s)eine Karriere im Rap-Universum vor  – «bow, bow, bow, shwämscän» ;-) Auch als genuines Musikinstrument super cool – dieser dumpfe, bassdrumähnliche Sound, wenn man mit ihm auf die Handfläche schlägt! Mit ein wenig Tonstudioerfahrung vorstellbar: ein ganzes Arsenal an Urigsounds™

Auch ein serendipisch grad gefunden´s Experiment: Der Bauschwamm als Ideenfundament zum Selberbasteln,  erst abwicklungstauglich gescannt, ausgedruckt, mit Laschen versehen, ausgeschnitten und zusammengeklebt.

Schritt 1: 47600031

Schritt 2: bauschwammscanabwicklung

Schritt 3: bauschwammfakebausatz

Voilà – ein Bauschwammfake, eine Bauschwammsimulation in Papier. Gehört als vorgetäuschtes Spezialistenstück in jeden MHH (Möchtegern Heimwerker Haushalt ,-) Ihr Vorteil: einfache Handhabung! Wegfaltbar in den Pausen! Super authentischer Look im Werkzeugschrank! Und – top feature – schmutzt und näßt nicht! & (kein großes Kaufmannsund verfügbar. Skandal!) da wären, @ genauerem Besehen noch weitere geometrisch einfache Angeberfakes angesagt: le KorkSchleifKlotz, la Muskatreibe, (..) – ich seh mich mal um!

Und ab jetzt available (engl.: verfügbar) auf Parties:

der Bauschwammscansmalltalk ;-)

Beispiele/Steilvorlagen: «Ich kann Ihnen versichern: Bauschwammscannen ist genauso entspannend wie Angeln!» oder «Darf bei Nichtvorhandensein so ein Bauschwammscan eigentlich auch mit nem Stück Toastbrot gedoubelscannt werden?» oder «Wie haben Sie denn Ihren Bauschwammfake denn so wunderbar shabby authentisch hingekriegt?»

Wer sich über sowas wundert, dem kann nur gesagt sein: Smalltalk muß möglich und Futter dafür stets einstecken/greifbar sein!

So viel Quatsch am Feiertag! Aber: der Quatsch führt geradewegs (= ein Klick weiter) zu

Im Abspann: die “Korallenriff-Variationen“:

bauschwammscan-e-soodlepood bauschwammscan-d-soodlepood bauschwammscan-b-soodlepood

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Musik beim Bauschwammscannen heute – nach B kommt bekanntlich C wie Cobody:

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The Cure: “Mixed Up”, Fiction, 1990

Camille: “Music Hole”, Virgin, 2008

J.J.J Cale: “5″, Mercury, 1979

Camiel: “On A Day Like This”, G-Rex, 2005

Wo waren Sie in den letzten beiden Wochen? Antwort: In 199 Ateliers. Und auf der Alm.

Wieder mal bestätigen kann ich: es reicht, einfach nur neugierig und begeisterungswillig zu sein, hungrig nach neuen Augen. Meine letzte Zwischenüberschrift («Das ist absolut faszinierender Kunstunterricht!!») ist untertrieben:  diese Entdeckung ist viel mehr! Einblicke in Menschenleben, Dutzende von neu zu entdeckenden MalerInnen, Geschichtsunterricht und Einsichten in das Leben mit und durch Kunst!

soodlepoodle1996-lago_mUnd ich werde nicht müde, mich auf die nächsten Bilder und Biografien zu freuen:

Zum ebenfalls angesprochenen Thema:

Es gibt ja schon alles und gar noch viel besser, als ich es je könnte:

ich schau das alles NICHT an, weil es da eine ermüdende selbstauferlegte Suche nach.. ner neuen Geschäftsidee gäbe. Oder nur, um einer psychischen  Konstitution zu genügen, die Futter braucht für die nächsten schlimmsten Befürchtungen.

Meine Ideen nach und während dieser beiden vergangenen Wochen gucken und staunen:

  • Verkleidungen und Accessoires basteln und diese dann zu Requisiten von künftigen Selbstporträt-Malvorlagen machen.
  • Miniaturen nach Stilen der Künstler malen. Am besten auf sowas kultiges wie U Bahn Karten NYC. Pop Art, Surrealismus aus, äh, Argentinien, Art Brut, etc..
  • Nach inspirierenden = vorzeigbaren = imageprägenden ;-) Gegenständen fürs eigene Atelier suchen. Abteilung: Me-Placement.  Auf künftigen Flohmärkten und @ home.
  • die Einwegpalette™ als Merchandise-Prototyp weiterentwickeln und archivieren.

- alles mit einem extra dicken ;-)

Hier ein paar soodlepoodlige foto-/pinxographische Beiträge zum Thema “Artist-and-studio”:

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Mein Tipp: bei Ermüdungserscheinungen durch historischen Ölfarbengeruch “ablöschen” mit aktuellen kritischen Fotoreportagebilder der Welt:

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Musik beim Schreiben heute:

Yoshinori Sunahara “The Sound Of The 70s”, Ki/oon Sony, 1999

Pat Metheny: “Secret Story” ,Geffen, 1992

diverse: “La Paloma” Trikont, 1995

 

 

Welt-Tour d´ Atelier

Volles Wow dieser Entdeckung heute: artistandstudio.tumblr.com. Da versammelt einer oder eine annähernd 270 (!) Blog-Seiten Bilder von Künstlern in ihrer Arbeitsumgebung, Selbstporträts, Bilder von Malklassen, Paletten und Arbeitsplatzfotos & andere artverwandte Dokumente. Zeitrafferclips entstehender Gemälde (75 Stunden in 75 Sekunden), eine verstreute Accessoire-Sammlung der Selbstporträts: “mit orangenem Hemd”, roten Hosenträgern, mit Fellmütze, Turban, mit Hund, Affe, Katze, Horn, Masken, als Engel mit Rosenkrone, als Modefotograf, mit gelben Jesus, Baumwollpflanze, Topfhyazinthe,  dem Tod als Geigenspieler und im zerbrochenen Spiegel. Und natürlich schießt Salvador den exzentrischen Vogel ab. Immer wieder.

Also Anregung und Neuentdeckungen, Klassiker und Zeitgenossen zuhauf! Ich bin erst grad auf page 27 und der Abend ist noch lang. Zeitgenössische Favoritin bislang: Samantha Keely Smith. Auf Seite 58 (es ist mittlerweile Sonntag, 10. Mai) dann Alison Van Pelt dazu.

Das ist absolut faszinierender Kunstunterricht!!

Klickt mal hier für eine schnelle Bilderübersicht!

PS.: Auf page 46 entdecke ich den Link auf noch viel mehr (Werk-)Stätten der Kunst im atelierslog.

PPS.: Nach stundenlangem Bildergucken und Biografien-lesen frage ich mich, welcher Art von Typ man sein muß, daraus eher Inspiration, also Anfeuerung zu ziehen als in dieses fürs Internet-Zeitalter typische Regressieren zu verfallen à la “Es gibt ja sowieso schon alles und viel besser, als ich es je hinbekommen würde.” – dazu demnächst mehr.

Rasterfahndung @ home: TechnoCover 1996

“Ich bin neidisch auf Deine Plattensammlung” schrieb mir mal Matthias und bezog sich auf meine alte Gewohnheit, den Soundtrack zu meiner Bloggerei am Ende der Artikel zu posten. Nun höre ich seit langem mal wieder eine meine Lieblingstechnoplatten. Und kann sie aber nicht ergoogeln. Ein neuer Anlaß, die Bildfindung im Netz mal zu testen. Also bau ich das Cover grob nach (scannen würde auch gehen, aber ich will es der Maschine nicht so einfach machen): es geht darum, Ähnliches zu “erkennen”.

Also ein erster Versuch mit dem da: touche-1996-nachbau

87 x 87 Pixel, das sind 7569 total. Sehr wenig im Größenvergleich zu den Daten im Netz, oder?! Das Suchergebnis bei Google ist hier nachzusehen. Erstaunlich part 1: selbst diese einzelne (!) Bildersuche per einzelnem Upload “merkt” sich Google. Sonst würdet Ihr ja das nicht nachgucken können, was ich gefunden hab. Krass.

Bevor ich das JPG verfeinere, um vielleicht doch einen Treffer zu landen, erstmal beschreibend wirken. Ich gebe das Wort “Touché” in die Suchzeile neben dem Bild oben ein. So heißt die CD und das Label. Ergebnis hier. Dann das Ganze mit dem Tag: “various artists” – auch kein Treffer, aber immerhin schon mal Coverabbildungen von Tonträgern.

Ok, also werde ich das Bild verfeinern: touche-1996-nachbau_02

Schriftformen und -größen sind nun angeglichen, ihre Proportionen der Vorlage angenähert. Das helle Oval hinter dem Titel hinzugefügt. Nach wie vor per Augenmaß. Nach wie vor werfe ich Google nur das Mini-Jpg zum Fraß vor. Testergebnis hier: immer noch nix. Mit der Beschreibung erhält man: gar nix Brauchbares. Der Verdacht: ein rares Exemplar eines Bildes, das vor Beginn der massenhaften Uploadära schon wieder aus dem allgemeinen Blickfeld verschwunden war.

touche-1996-muybridgeOk, ein letzter Versuch mit nachgezeichneten & hinzugefügten Figuren, denn

- die Querstreifen auf diesem Cover lehnen sich nämlich an Filmstreifen mit Bewegungsbildern à la Eadweard Muybridge (1830-1904) an:

Diese beiden kachele ich in die Streifen rein. touche-1996-nachbau_03

Ergebnis: auch nix. Ich füge als Beschreibung dazu: “touche compilation 1″- Zack! Da ist es! Prima! Jetzt kann ich testweise dieses Originalbild mit seiner URL eingeben und weitersuchen. Aber oh Schreck: wieder.. nix! Sehr merkwürdig.

Nun versuche ich es ohne Bild nur mit den drei Begriffen “touche compilation 1″. Aha. Geht ohne Verzögerung: das Gesuchte findet sich auf http://www.discogs.com/Various-Touch%C3%A9-Compilation-1/release/98092  (%C3%A9 = é)

Da ist gar ein youtube-Clip-Mix mit einigem Audio-Inhalt eingebunden. Also könnt Ihr das auch hören, was ich gerade höre. Sogar mehr. Remixe additional. Und was lernen wir?

  • Niemand braucht mehr CDs. Alles ist verfügbar, wenn man suchen gelernt hat. Ich hab mal Radio-DJs getroffen, die ihre Sendung direkt von youtube aus zusammenstellen und senden. No kidding.
  • Urheberrecht? Ein Witz. Alle veröffentlichen alles. Und ich darf diese wunderbar schizophrene Klausulierung “mache mir den Inhalt der verlinkten Seiten nicht zu eigen” erneut hier anbringen. Stimmt. Hören/zu eigen machen müßt Ihr schon selber harhar. Ich hab meine Scheibe im Laufwerk…
  • Bezeichnungen-wissen ist Macht.
  • Heutzutage braucht man nur drei Worte, um im Netz fündig zu werden. Das. ist. neu. auf. dieser. Welt.
  • die Bildersuche für User ist noch zu verbessern. Ähnliches bleibt leider nur sehr entfernt Ähnliches. Aber Anregung liefert diese Methode ordentlich: Holzmaserungen, vergilbte Zeitungsausschnitte, künstlich Vergilbtes und – Gemasertes, Statistik und Listen  in unendlichen LayOut-Varianten, The world of Streifenmuster..

Mehr Rasterfahndung @ home (nach, äh, Fischbällchen) hier. Die klassische SETI-Suche @ home hier.

Tja – was hängen wir denn HIER auf?

Grad mach ich das neue PinXoGrapghy – Outfit in den Mai klar und weiß, daß man natürlich erstmal gucken will. Auf möglichst anregende Bilder.

Also gibts ab sofort unten&mittig im Online-Menü den neuen Bilderbutton. Der führt hierher. Dabei ist es erstmal egal, ob das nun  Fotos von Gemälden oder deren Baustelle oder Scans oder digital errechnete Malvorlagen oder sonstige Oscuridades sind – Hauptsache Schauwert!

Die neusten sind – es geht fix und viiel Material kommt grade nach – beim Klick auf http://www.soodlepoodle.net/blog/?cat=32 zu erblicken: mit Buntstift schnell gemalt und dann umgepixelt wie z. B. diese drei:

ebk-scan-150727-49-2  ebk-scan-150727-48e-spira2  ebk-scan-150727-48-cookie

flag-en Read the English introduction to PinXoGraphy here.

Also schnell mal den Blick von außen aufgesetzt und hier gepostet, was mich am meisten pictorialisch kickt ;-) :palette-punkte-mdf-mult-aut

kubistische-palme_aqua-scan pinxography-dolor-treated pinxography40980017k

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Das wäre nun mein optischer Appetithappen zum Thema PinXography. Natürlich auch Fotos von den Werkzeugen und einigen wenigen fertig gehängten Gemälden.

Wobei mindestens ebenso faszinierend die Geschichten sind, wie ich immer von einem zum nächsten Bild komme. Dafür gibts dann die “Kapitel“..

 

Ja, am Anfang mußte man malen. Und aber dann..

..kam der Scanner, mit ihm eine 600 dpi – Digitalisierung, schließlich das Hexenlabor der Neuzeit. Und nun hab ich von der selben (!) fahlen Leinwand, 40 x 100 cm diese vier brandneuen Bilder, die alle wenig mit dem Gegenstand selber zu tun haben, aber gut knallen und/oder Überraschungen bergen. Immerhin: bei dreien ist die Leinwandstruktur geblieben..

Ohne Pinselarbeit – ich hab gelernt, wie man einen solchen runterschrubbt zum Radiergummi und uns dabei kreuzschraffierend erstaunliche Effekte hinkriegt – und übriges Farbwasser (von der Frühlingstrilogie) wäre jedoch keines möglich geworden:

start-polygon001d-ministart-polygon001c-mini start-polygon001b-mini start-polygon001a-mini

Jetzt schau ich auf diese Neuen und träume von den nächsten Gemälden, die aus diesen Pixelpuppen schlüpfen können.

Aber eigentlich wollte ich Google-Polygone malen..

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Musik beim PinXoGraphy-ren heute:

Ry Cooder/Manuel Galban: “Mambo Sinuendo”, NONESUCH, 2003