Archiv für den Monat: Oktober 2014

Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Fotografen ist..

..daß der gute Fotograf seine schlechten Bilder nicht zeigt.

In diesem schlitzohrigen Statement steckt mehr drin, als auf den ersten Lacher aufblitzt. Denn – aha, so entnehmen wir diesem: der gute Fotograf hat auch schlechte Bilder? So,so!

Aber anscheinend erkennt er diese und kann von den guten scheiden. Und für sich behalten. Es geht also nicht (nur) um den Vorgang des Fotografierens als solchen, sondern um das Danach, um die Bewertung des Geschossenen. Um Selbstkritik. Um das Wissen darum, was ein gutes Foto ausmacht. Um das Ziehen der Zeig-her-Bremse. 87 aus 27.000.

Also: nicht nur draufdrücken, sondern vor allem beim Bewerten des geschaffenen Materials seine Erfahrung walten lassen. Und streng mit sich sein. Sehr streng. Denn: für sich im Stillen üben sollte, kann und darf ein jeder. So viel das geht. Nach draußen darf das Gute dringen – man erspart der Welt damit weiteres Minderwertige, zu dem sich ob Masse gerne auch das Mediokre hinzugesellen darf- also ne Art gentlemänmäßige Rücksichtnahme, eine Höflichkeit gegenüber den allzu beanspruchten NormalOhirnen. Oder soll ich gleich sagen: selbst initiierter small-data-Umweltschutz? ;-)

Alzoganzo, wie ich, in musikalischer Analogie, den grandiosen Song  dat dere hier mal nach den Guten aussiebe:

Die Kunst baut überall eine Heimat. Die steigt anschließend im Preis. Dann darf die Kunst woanders weiterbauen.

“Ein Kulturspaziergang”, “Ein Erlebnis”. So oder ähnlich bewerben hierzulande die Kulturverwerter™ und Standortprofilschärfer gerne Aktionen der standardmäßig als “die Kreativen” oder “Kreative Szene” betitelten Protagonisten der Stadt: lange Nachmittage, vorzugsweise gegen Wochenende hin, an denen “ihr” Stadtteil in aller wohnlichen/ inspirativen Atmosphäre erstrahlt. Introtenor: “Dutzende von Künstlern und Musikschaffenden öffnen ihre Ateliers, Studios und Hinterhöfe, damit…”

..die brennend interessierten Immobilienmakler/Investorenagenten kostenlos und unauffällig das schön Hergerichtete in Augenschein nehmen können, ein paar unbezahlbare Innenhofbilder mit grandiosen, blumenbekränzten Balkonatmos, zünftig-rustikal dekorierten Bierbankgarnituren und/oder selbstgemachten Exponaten mit gutgelaunten Menschen darum aufnehmen können. Und den Fang anschließend neu bewerten/raten: mit diesen wohlfeilen Fotos/Infos wird dann ein neues Ziel ins Visier genommen.

Denn Gemütlichkeit, Einzigartigkeit und Attraktivität in der Ausformung des persönlichen Lebensraumes als Antwort auf ein verständliches Begehren, irgendwo zu wohnen, wo man auch im besten Sinne leben will, schaffen hier Menschen, die dafür einen Sinn haben. Einen Sinn, aus einem gesichtslosen, technischen Irgendwo einen Ort zu machen, eine Lokation zu zaubern, einen Treffpunkt, an dem erstrebte Existenz  – meistens nach Feierabend – stattfindet. Das geht am idealsten im Privaten, Unkommerziellen. Denn an unsere Arbeit stellen wir ja anders geartete Anforderungen, sie findet nach wie vor ja auch anderswo statt: in den Bürocontainern oder -hochhäusern, Fabriken, Shopping Malls oder, modern: im Großmarkt oder Fulfillment-Center auf der grünen Wiese, umtost von Informations-, Anforderungs- und E-Mail-Flut.

Und den vorgefertigten (Geschmacks)Standard der Industrielandbewohnermarken möchten wir in dieser Sendestärke bitte nicht auch noch zum Feierabend haben. Da bitte mehr Eigenes, Unverwechselbares.

Diese Art der “Lebensraumerschließung” ist ja nicht per se abzulehnen, ich frage mich allerdings angesichts der nicht abflauenden Gentrifizierungsdebattenkämpfe, die ohnmächtig in den betroffenen Stadtteilen toben, ob die “Kreativen”sich DIESES DIREKTEN Zusammenhangs bewußt sind.

Schauen wir in den unbeteiligten, lediglich “berichtenden” Mannheimer Morgen vom 20.07.2012 :

Vier Treppen hochging es zur vietnamesischen Fotokünstlerin Lys: Ihr kleines Wohnatelier hielt tapfer dem Besucheransturm Stand. Alexa G., die einen der kreativen “Lili Hüte” spazieren trug, schwärmte: “So viele Künstler wie hier gibt es in keinem anderen Stadtteil von Mannheim, dazu die schönen alten Häuser, das ist eine Atmosphäre, einfach wunderschön”.

Alte Häuser und neu erzeugte Atmosphäre: kann und darf da Kunst und Kreativitätsdrang weiterhin nur verschönern bezaubern und Besucher in schwammigen Sinn “inspirieren”, wenn sich die Künstler/Schöpfer dieser ihrer für angelockte Dritte nützlichen Idiotie gewahr werden? Sich plötzlich des Zynismus´ bewußt werden, den der Begriff  “Kulturverwertung” auch besetzen kann? Jäh verstehen, wie Aufwertung ihres Lebensraumes von Immobilien, damit zusammenhängende märchenhafte Gewinnmargen und ihre eigene unschuldige Lust an der Kreation, am Schönmachen und Neues kreieren zusammenhängen? Muß die Kunst nicht genau da drauf reagieren? Und politisch werden?

Damit im Zusammenhang: Sein Lieblingscafé im Internet loben – DARF MAN DAS?  – oder die etwas andere Sicht auf diese Dinge bietet der immobilien-kompass.capital.de

Bis ich das alte Tagesabreißkalenderblatt wiedergefunden hab, von dem der Anfang der heutigen Überschrift stammt, hab ich als Ersatz das da in memoriam gebastelt:die_kunst_baut_ueberall_1

Spannend, sich mal vorzustellen, wie der gute Alte das wohl gemeint haben mag, denn damals gabs noch nicht, was in “meine” Bedeutung hier&heute mit einfließt: Industrialisierung, elektronische Medien, Investorengruppen, Marketingexperten, Individualismus, Gentrifizierung, Turbokapitalismus und last b.n. least: die Fotografie..

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Musik beim Schreiben heute:

Kimbra: “Vows”, Warner, 2012

Hamel: “Nobody´s Tune”, Dox Records, 2009

Randy Newman: “Little Criminals”, Warner, 1977

Terence Trent d´Arby: “Introducing The Hardline According To..”,  CBS, 1987

Weight, nein: Whale, nein: WortWatching is on

Der Herr Linguist Lemnitzer fädelt “in seiner Freizeit” frisch Entdecktes aus Buchstaben auf. Und vergrößert den Briefumschlag unseres Deutschwortschatzes auf wortwarte.de

Infos im “about“: die Wortwarte hilft uns halten. Nämlich unser «mentales Lexikon in Form». Und mit den Fundstücken können wir darüberhinaus «Unsere textverarbeitenden Werkzeuge testen. » Watt will man mehr!

Nach ersten schnellen Checken hier meine drei Erst(fürgutb)gefundenen:

  1. Reheroisierung, die
  2. Galaxienraub, der
  3. Überholspurangebot, das ;-)

Und noch was zum Selber-die-gescannte-Häufigkeit-testen auf books.google.com/ngrams/

26 X 17 = 442 oder: der Ikonenpixler

Soodlepoodle heute starring in: “The Pixler Of Icons”. In weiteren Rollen: der Erdball globe-icon, der Strichcode barcode-icon, die Schraube werkstatt-icon, die Malerpalette palette-icon und das Puzzlestück puzzle-icon. Wie kams denn da zu?

“Auch alle andere Kategorien hier am Blog könnten, mit einem Icon markiert, schneller erfaßbar sein.”

denke ich praktischbravgelehrsam seit dem letzten Blog-Eintrag angesichts meiner litaneienhaft überquellenden Inhaltsübersicht. Und heran kommt die heutige Herausforderung, Bildchen aus Themen zu machen. Und dann auch noch so winzige, daß sie nur Wesentliches erkennen lassen. Und auch noch plausibel sollen sie sein, gut aussehen und Spaß beim (Er)Finden machen. Also ran an die “Werkbank” von sagen wir… 1000 X 654 Pixel Abmessung und los. Erste frequently erwartete Frage:

Warum denn so groß – das “Ziel” sind ja nur 26 x 17 ? Die richt´ge Antwort: Nicht nur, weil das etwas fummelig ist auf dieser groessen-icon Größe, sondern erstaun- & lustigerweise, weil das Wesen eines zu bauenden Bildes in groß besser in den Griff zu bekommen ist: die Proportionen spielen ja bei so kleinen Bildern die Hauptrolle, man erkennt sie instinktiv schneller und in ihrem Wesen viel besser, als man sich dessen bewußt ist. Und daran zu werkeln kann man besser in einer vernünftigen Tischsetgröße. Sehr schön kann man das an meiner Bearbeitung des geklauten Globusses sehen:

Ursprünglich ein normales www-Foto eines solchen, mit allen ‘Eigenheiten’ eines Fotos: Details, Glanz, Farbübergänge durch Lichtverhältnisse – ätzend ;-) . Wollt ich nicht, brauch ich nicht – als ICON. Also hab ich, um die ganzen Beschriftungen und Lichtreflexionen des Fotos, all die störenden Hell- und Dunkeltöne zu eliminieren, erstmal einen auf unscharf gemacht. Den Ozean vom Land getrennt wie ein Ei beim Kochen/Backen. Und beim anschließenden Verkleinern auf 26 X 17 bemerkt, daß die Erkennbarkeit der Kontinente besser wird, wenn man etwas sachummlet,globe-iconxxl

“Kanten” samt Madagaskar nach Westen verlegt, die Sahara vergrößert und den größten See der Erde zustopft. Sieht dann in klein so aus: globe-icon Ohne diese Prä/Postproduktion sähe es so aus: globe-icon1 Kaum ein Unterc´schied meint Ihr? Ich finde: wohl. Und allein wegen des großen Schummelbildes oben, das mir einen gewissen Charme hat, der Müh´ wert gewesen. Wohl!

Dafür dann zum Ausgleich für alle Perfektionshasser, Anti-Akkuratisten und Trotzmessies : beim Kategorie:Werkstatt-Icon-bauen (der Schraube) und der MalerVirus-Palette die Chance zum Schludern, die Gelegenheit für grobe Kelle ™: Gewinde ohne Konik, Gewinderänder, die sich planmäßig eigentlich einschneiden sollen in stumpf, ne fahrig mit dem Handradierer angefressene Spitze oder zu Fingerspitzen geratene Grifflöcher harhar…:

werkstatt-iconxxl palette-iconxxl

der Clou: in fertig, das heißt auf 26 x 17 Pixel, merkt man das gar nicht: palette-icon  werkstatt-icon Da wäre übertriebene Penibilität reines Hobby gewesen ;-)

Genau andersrum, beim in-Originalgrößenmodus-Bauen zu besseren Ergebnis zu gelangen, wars beim Barcode-Icon: barcode-iconfaux Dieses zaudernde Grau in den Zwischenräumen ergab sich durch bikubische Umrechnung von 1000 auf 26. Da nämlich erzeugt Photoshop, wenn man die Standard-Einstellung nicht umändert in den Pixelwiederholungsmodus diese Zwischenwerte. Und die haben bei Strichcodes ächt nix verloren. Also war die Lösung: mit 26 x 17 Pixel anfangen, das Ganze so groß wie möglich anzeigen lassen und dann jede der 26 Spalten zu schwarz oder weiß “bestimmen”: barcode-icon

Zum Vergleich: bei der Schraube Kategorie:Werkstatt sähe das Kleingeschluderte, wieder zurückvergrößert, so aus. Da kann man das Prinzip bikubisch mit den errechneten Zwischenwerten=Schwummrigkeiten sehr gut erkennen. Oder so. 1:1 scharfkantigst gewiederpixelt. Auch die Schludrigkeiten ;-)

Dann die neuen Miniaturwerke per Drag&Drop in die Inhaltsübersicht einfügen.. Wow- soo viele Werkstatt-Berichte! Und mit den Icons: mehr Farbe im Spiel! kategorien2014-10redUnd soo viel Lebenserleichterungshilfe von plöden 442 Pixeln! ;-)

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Musik beim Schrauben Schludern Schreiben heute:

Young Marble Giants: “Colossal Youth”, ROUGH TRADE, 1980

Ian Dury & The Blockheads: “Do It Yourself”, Stiff Records, 1979

Emiliana Torrini: “Tookah”, ROUGH TRADE, 2013

Jetzt puzzle mir doch einer ne Banane!

“Übersicht schaffen” – das klingt nach grauen, zusammengebissnen Nachmittagen, an denen man sich, auch noch bei Regenwetter, stundenlang mit Kleinkram rummacht. (..) Geht aber auch anders, lustbetonter: meine Inhaltsangabe braucht ob Länge dringend mehr Transparenz, also, so der Plan, “entwerfe” ich ein weiteres kleines Icon in Form eines Puzzlestückes, um die Gewinnspielaktionen und -lösungen auf einen Blick erkennbar zu machen.

Mit Photoshop ein Vergnügen, denn mit dem Befehl “Verflüssigen” geht fast alles. Denksportkniffel-Vorarbeit siehe unten: fünf Elipsen machen den Rohkörper, vier schneiden die Inneneinbuchtungen. Dann beginnt man darüber nachzudenken, worin eigentlich die typische Puzzlestückform, das Prinzip Puzzle denn besteht – Formschluß rules Kraftschluß jedenfalls, soviel ist klar….stop! NICHT GOOGELN! Das ist doch die Gelegenheit, sich JETZT an eigene Puzzleerlebnisse als Kind zu erinnern, an welche mit den eigenen Kindern. Oder gar an die in/mit nem (Jigsaw)PuzzleClub (gibts das? -Jaa, das gibts..)!

puzzle-kit-phase01  puzzle-kit-phase02  puzzle-kit-phase03 puzzle-kit-phase04  puzzle-kit-phase05  puzzle-kit-phase06 puzzle-kit-phase07  puzzle-kit-phase08  puzzle-kit-phase09

Dann in Originalgröße, auf iconhafte 26 x 17 Pixels geschrumpft: ein kleiner, verwaschener pink´ner Fleck – mh, das geht doch besser, authentischer, puzzliger! Also, was hamwer denn da als “Aufbild”? Gleich mal im Mustervorrat schauen…

Ah – meine Bananenscans -süper! Da ein Stück “Fell” draufgebügelt, Kante (Effekt, automatisch) & Schatten (Ebenen-Double in unscharf und schwarz druntergeschoben) dran – voilá:

puzzle-xxl

sieht auch in klein gut aus (der dunkelbraun gefleckte Querstreifen kommt wie eine gold-metallische Reflektion) und schmückt nun die betreffenden Artikel mit den nicht weniger rätselhaften Titeln:

 

Bunt zu sein, bedarf es wenig

.. und wer bunt ist..  Nein, nein, es war ganz anders: Nachdem nun schon so lange Funkstille mit Neuheiten bei meinen Postkarten ist – ich kann mich grad nicht auf ein Motiv meiner “Shortlist” durchringen und will lieber den üblichen Impuls und/oder einen 100%-ig überzeugenden Fund in der Halde (oder der Stadt) abwarten.

Hab also nach so langer Unbeweglichkeit Nervosität Schaffensdrang gespürt und schließlich, wie immer zufällig, im Archiv ein Foto à la: Postkartenmotive zum falschen Zeitpunkt aufnehmen gefunden. Und gedacht: da mach ich was draus!47320003

Eine zwar auffallende Konstellation dreier originärer Bauteile in der Stadt, aber ohne das “richtige” Licht und Wetter eher unter “ganz nett und weiter?” abzuhaken. Da ich mit der Unschärfe in der Ferne nicht die perfekt grafischen Elemente der Postkarte Serie 05 le ciel beige (siehe unten)serie05-1von1zur Verfügung habe, muß daraus also was ganz anderes werden. Warum also nicht mal das Motiv farblich verändern? In letzter Zeit experimentiere ich mit farbverstärkenden digital erzeugten Überlagerungen desselben Bildes. Insbesondere die Photoshop Ebenen-Modi “Ineinander kopieren” und “Multiplikation” ergaben mir ansehnliche, farblich ordentlich überreizte ;-) Ergebnisse. Also los:start-47320003-beta

Da das Grafische dieser Aufnahme ja nicht abzuleugnen ist – warum also nicht spiegeln, um es zu verstärken? Und anschließend die Quadranten farblich variieren?start-47320003-quatroDas Ergebnis fand ich schon mal ermutigend genug, um an diesem Platinenmuster weiterzuarbeiten, aber es scheiterte dann an den Menuepunkten. Also den sieben Wörtern, die optimal funktional auf diesem Bild unterzubringen mir ohne ästhetische Schmerzen nicht gelingen wollte. Was tun? Ich veränderte die Farbigkeit ohne befriedigendes Egebnis. Dann schlug ich das Archiv wieder auf und entdeckte das Gegenteil von strenger grafischer Komposition – kleinteiliges Musterähnliches:47320017originalDas stürzte ich wie einen Kuchen aus der Backform und verschlimmerte die vorhandenen Schwingungen mathematisch:47320017schwingDieses Muster “tapezierte” ich nun über das Vorhandene. So verschmolz das Grafische mit der Farbigkeit, die sich durch diese “Zugabe” nun, in die dunklen Bildbereiche hineinsippend, vergrößerte.start-47320003-deltaDen “Soodlepoodle” testweise drübergelegt – mh: könnte ein mit bewußtseinsverst Industriebeigaben aufgepoppter nativer Teppich aus den Anden sein. Mir zu kleinteilig, zu folkloristisch und vor allem: zu verworren, zu unklar.

Da half nur eins: drüberwischen. Natürlich entlang der Bauwerks-Senkrechten, sonst wäre ja schließlich jedes beliebige Bild ausgangsseitig verwendbar gewesen.start-47320003-omegaAh ja! Einmal Regenbogen bitte! Und die poodle-Lettern fügen sich perfekt ins Bild, das Grafische is back und die spektrale Farbigkeit herbsttrübsinnvertreibend ;-)

Zum guten Schluß noch ein experimenteller Wisch von links nach rechts und voilà: fertig ist die Oktoberlaube:

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Musik beim Schreiben heute:

Bobby Shew: “Salsa Caliente!”, MAMA FOUNDATION, 1998

Obacht: Rätsel mit Überlängen!

Am Wochenende hab ich als letzten fehlenden Autor den skurrilen Gero Hufnschnuhrz aus den Buchstaben des gesuchten zweiten Begriffes zusammengescrabbelt. Das zum “Ordnungsgemäßen” des Familiennamens fehlende «e» und das überzählige «h» haben mich erst etwas gestört. Dann hab ich die Uhr darin entdeckt, an Kunstnamen wie Häagen Dasz oder “falsch” geschriebene Künstlernamen wie Erykah gedacht und nun finde ich es  super: nur diese eine einfache Regel, Buchstaben in strikter (Mengen und Anzahl)Vorgabe zum Namensfinden zu benutzen, schafft sowas.
Und nun sind alle fertig “getauft” und hier sind sie und Ihr sollt aus ihren Buchstaben die leeren Kästchen daneben wieder füllen:autorennamen-reingretchen18mSo funktioniert dieses Gewinnspiel in kurzen Worten ohne erschöpfende Einleitung und Vorgeschichte. Die kann man sich hier zu Gemüte führen.

Wir lesen dieses Mal in den Hinweisen zu den Lösungen die Begriffe «Bodenschätze», «Kriegsbeute», «Erkenntnissuche», «Bauwerke», «Erinnerung», «Kohle» und «Zusatzinfo». Schon daran kann man erkennen, daß wir diesmal thematisch in den Untiefen der menschlichen Geschichte, dem ewigen Ringen, Kämpfen und Hoffen und Gieren unterwegs sind – verglichen mit meinen sonstigen Rätselgewohnheiten ungewohnt passend ;-) zum Thema Krimi.

Wie man zum Beispiel sofort sieht, stehen diesmal zwei überlange Suchbegriffe je einem Autorenduo gegenüber. Das ist neu: zwei Namen, ein Buch. Das ist auch irgendwie Notwendigkeit, denn bei soo langen Begriffen muß man auf dem Boden bleiben und zwei Namen bauen. Und hat dadurch praktischerweise zwei neue Inspirationsstartpunkte statt nur einem. Ob das Raten dadurch einfacher wird, naja. Ähem.

Der “Übergang” von Rätsel zu Lösung findet wie seit kurzem Brauch geworden per Anagramm-Technik statt, die beiden “&” zwischen Frauke, Tammir, Doris und Isaak gelten nicht und müssen daher draußen bleiben. Soviel zu den Details.

Und zum “Gesamtwerk Rätselbauen”? Es ist mir ein liebstes ZweitHobby geworden seit Beginn dieser Krimicovergestaltung. Denn zu Krimis gehören Autoren. Und wenns diese Krimis (bislang) nur als Fantasie-anregendes Deckblatt gibt, müssen Autoren und ihre Namen eben irgendwoher kommen. Warum also nicht interessante Begriffe aus der Weltgeschichte, moderner Technik und Zeiterscheinungswortschöpfungen de- und zu Namen rekonstruieren?!

So auch dieses Mal: ich finde, fast immer beim Herumadrenalieren im InterNet irgendwelche Begriffe, die mich faszinieren. Begriffe, die mich auf meine Bildungslücken aufmerksam machen und denen dann neugierig nachgegangen wird. Themengebiete lassen sich schwer einkreisen: allzu breit ist da mein Interesse an der Welt gestreut. Das geht diesmal (unter dem Aspekt zeitlich/kulturell gesehen) in der Antike (Ken Tapho) los und endet bei ironischen Selbsthilfegruppenvideos spielsüchtiger Egoshooter (Tine Tammilin)..

Gewinne gibts diesmal sechs wohlklingende: Meine (je einmal) Lieblings-CDs: von Erdmöbel (siehe und höre unten), Faith No More, The Bird And The Bees, Swayzak, Tiefschwarz, und The Shins. Bitte angeben, von welcher Band Ihr sie gewinnen wollt!

Also ran an den Speck! Die gesuchten sieben Begriffe erraten, googeln, re-anagrammieren und bis auf #2 und #6 bei Wikipedia nachlesen(!), in die Kästchen eintragen/ausgefülltschreiben an gewinnspiel at reingretchen.de bis Halloween, das dieses Jahr am 31. Oktober stattfindet ;-) Einschließlich! Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Musik beim Schreiben heute:

Danny Gatton: “Cruisin’ Deuces”, Elektra, 1993

The Bird And The Bee: “The Bird And The Bee”, Blue Note Records, 2007

3 mal Erdmöbel: