Archiv für den Monat: Mai 2014

Halbierter Buchdeckel = doppeltes Mysterium

Was Ihr hier oben seht, ist das brandneue, heute vormittag frisch gestaltete Monatsblatt meines nun fast zwei Jahre sich immer weiter entwickelnden Krimiprojekts Reingretchen. Ich “entdeckte” diese halbierte Ansicht dieser drei (der üblichen 16) neuen Cover zufällig als etwas Eigenständiges, als ich den eigentlich schon fertig erstellten Text und die ebenfalls “eßfertig” zurechtgeschnittenen Bilder für diesen Artikel im Editier-Fenster hoch- und runterschob. Und diese Bilderreihe halb verdeckt genau so stehenblieb. “Das ist alles, was das reingretchen ausmacht”, fuhr es mir durch den Sinn, “diese Ansicht bringt alles auf den Punkt:

Obskure Bilder, die von Zeichen überlagert sind, die man nicht entziffern kann.” ;-)

Beglückt ob dieses Fundes, der wie ein Vorschlag zur Straffung des erarbeiteten Designs,  ja: wie imperativ formuliertes Lastenheft zur Besinnung auf die Kernaufgabe des LayOuts herangeflogen kam,  begann ich, das Eingangsbild der Krimiseite dahingehend umzukrempeln, denn es wurde unheimlicherweise entgegen bester Absichten in den letzten Monaten trotz gleich gebliebenen Inhalts unaufhaltsam (v.l.n.r.) voller, wirrer, unübersichtlicher. Und mir ästhetisch immer mulmiger dabei:

Zuviel Geflimmer, Hintergrundbuchstabensuppe, Coverthumbnails, die sich wie die Menuepunkte unschön drängeln, in ihrer beabsichtigen Wirkung gar gegenseitig aufheben – kurz: zu wenig Leerflächen, die beim Lesen entspannend wirken können ;-) Also hab ich alles vom Tisch gewischt und lasse nun diese drei “angebrochenen” Cover für alles stehen. Es gibt neuen Raum für dezent angeordnete Kapitelüberschriften und das zentrale Wort: “Cover”.

Soodlepoodle goes purity sozusagen. Das ist wie ne neue Wohnungseinrichtung, deren Gebrauchswert&Gefälligkeit ab sofort zur Debatte steht. Sprich: Ich lass´ man so und schlaf zwanzig mal drüber. Und guck dann mal, ob ich das weiterhin leiden kann. Erinnert mich, von der Aufgeräumtheit und enigmatisierenden Bildauswahl her betrachtet, an die doch sehr strenge Ästhetik eines “ernsten” Fotojournals. Ist keine Absicht, muß ich wohl nicht dazusagen.. Frappant: kleine Buchstaben wirken mit viel Platz drumrum ..deutlicher, prominenter, wichtiger. Bemerkenswert dabei: in keiner der Vorgängerversionen gab es so kleine Schriftgrößen.. Ja ja: alle Graphikdesigner starten zu gähnen, aber: das sind die späten Freuden des Autodidakts ;-)

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Musik beim Scheriben und Greteln heute:

Eddie ‘Lockjaw’ Davies: “Afro-Jaws”, Riverside, 1961

Dash: “Dash!”, Dox Records, 2006

Me’ shell Ndegéocello: “Peace Beyond Passion”, Maverick, 1996

 

 

OXentourage im Mai

Da bin ich echt wie so n Ladenbesitzer. Der kann sein Schaufenster nicht drei Wochen einfach mal so lassen, wie er es nach der letzten Umdekorierung irgendwann cool fand. Nach spätestens einem Monat ist ihm auch das langweilig geworden, und eine nervöse Suche im “Deko-Lager” beginnt. Ich genauso. Nur eben: in meinem Archiv.

Rasch reiße ich die “Tür” zu derjenigen Festplattenpartition auf, die es beherbergt, und beginne ungeduldig,  die Ordner zu durchblättern. Ebenso fahrig, wie man die verstaubten Kisten im Keller durchwühlt, in Regale hoch- und runterwuchtet, wenn man etwas Bestimmtes sucht, aber keine Lust auf Keller hat.

Mm, mal sehen… soo viele urbane Bilder von unbeachteten Nebenschauplätzen: Gerüste, Brachflächen, Masten, grauer Himmel, Geleise, Rauchfahnen, Kreuzungen mit Baustellenabsperrungen. Aber damit hab ich beim letzten/nächsten Reingretchen-16er-Schwung ausgiebigst  herummanövriert, heute will ich mal was anderes! Ah- Bilder von einer Reise aufs Land letzten Sommer. Mal sehen: Brachflächen, Masten, Zäune… Aber auch: viel Grünes. Bäume, Wiesen, Blumen, Zweige am Wegesrand.  Und eine konspirative Aufstellung jenseits des Weidenzauns. Die reizt mich irgendwie. Was könnte man daraus machen? So mit LayOut in mind, Schrift-auf-Bild, FarbEimer, den Sägen, Zangen und Hämmern meiner Werkzeugkiste…

Die Form der Vierer, nein – Fünfergruppe (Sechser!) ohne erkennbares Vorderteil ist ganz schön skurril und ich beginne, sie en bloc vom Bild drum herum abzuisolieren. Voilà Bluescreenweide:

Freistellen ist ja niemandes Ding (das läßt Profi über Nacht in Indien machen – kein Scherz!). Da der Aufwand aber abzusehen ist – eine Silhouette wie diese, mit vier “Enklaven” schafft man grob in.. höchstens zehn Minuten – mach ich man los. Die Viecher rausgeschnitten, die übrige Fläche mal in Blau und in Schwarz dazu kombiniert – wow! Aus so nem Bild, dessen einziger Clou (erstmal) diese charakteristische kopflose Aufstellung ist – gekauft!

Durch die “Trennung nach Fauna und Flora” gewinnt dieses banal-mittelmäßige Bild – es werden praktischerweise gar zwei brauchbare Bilder draus: ein Blickfänger für vorne auf die Webseite drauf, und eins, das sichtbar damit in Verbindung steht, mit genügend Raum fürs Menue. Notierenswert: das eingefügte Schwarz betont nicht nur den Kollektiv-Umriß, es wirft die Aufmerksamkeit ebenso auf die “Gegend”, die durch ihre fast achsen-symmetrische Viererakzentuierung der umliegenden “Requisiten” (Baumstamm, Blattwerk, Grasbüschel  und “schwarzes Eck” unten rechts) mir jäh harmonisch&sympathisch wird. Ein Bild mit verschwundenem (Haupt)Motiv, trotzdem oder gerade deswegen? ein Hingucker, nicht wahr?! Das betrachtende, landgewöhnte Hirn ergänzt den Sinn, das Bild wirkt durch die große Blankfläche gar.. stylisch & komponiert! Und bekommt mit diesem augenfälligen Eingriff einen Hauch Darkness, gar: Geheimnis.

Aber auch die reine Ochserei in Blau hat was. Hab ich durch Herumprobieren gefunden. Ziemlich komplementär zum Fell und himmelsfarben, eine Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Lösung ;-) Und Platz fürs Menue = die Auslagerung der Schrift gibts als willkommene Zugabe, denn ich habe das Bild ausnahmsweise diesmal NICHT beschnitten: die Ränder sind die, die ich auch schon bei der Aufnahme vor einem Jahr im Sucher gewählt hatte:

Hätte man auch noch so haben können:

Das “paßt” durch das konsequente Platzieren der Elemente, der Flächen und des Unruhigen besser zum schwarz-grünen Startbild- mit dem zertretnen “Fünf-Meter-Raum“. Leider aber kann man den Soodlepoodle und die Photography+ nicht mehr entziffern, zumindest in einer statischen Version des Menues. Und einen Poodle oben, eine Photography unten hinters Menue geschoben ist mir zu langweilig. Aber naja: kriegt nen Platz hier in der Werkstatt am Spind ;-) So als Anregung für Künftiges. Ganz im Sinne des Zitats eines mir namentlich entfallenen Autorenfilmers über seine Anregungstechnik: “Immer, wenn ich nicht weiter weiß, schau ich mir Filme von Godard an. Dann weiß ich wieder, was man alles machen kann.” Schön, wenn man so elegant auf seine Vorbilder hinweist. Und wir erfahren Interessantes zum Thema Jump-Cut, oder Continuity-Regeln.

PS.: beim Lesen des oben verlinkten Wiki-Artikels zum Freistellen finde ich noch eine weitere Möglichkeit: Freistellen durch Unschärfe. Würde hier so aussehen:

Ganz schön strange, obwohl das grad mal ein einziger Pixel Unschärfe ist, da im Hintergrund, wirkt das Braunviehensemble wie appliziert. Und verwirrt darüberhinaus durch (logischerweise) passende Beleuchtungssituation. Total künstlich. Krass – mit so nem billigen Trick.

PS.: ich bastele mit wordle eine Textübersicht für diesen frischen Artikel:

wordle-vs-soodlepoodle3982b Vielleicht auch mal nett, alle Links des Artikels hier zu versammeln. Heute sinds wenig, Bilder haben ja den Vorrang:

  1. Festplattenpartition  (Wikipedia Computerwissen)
  2. Reingretchen-16er-Schwung
  3. Freistellen  (Wikipedia Freistellen)
  4. Enklaven  (Wikipedia Französisch- & Geschichtsunterricht)
  5. Fünf-Meter-Raum  (Wikipedia Torraum)
  6. Godard  (Wikipedia Jean-Luc Godard)
  7. wordle (wordle.net) Java-Werkzeug zum Schriften-LayOut

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Musik beim Schreiben heute:

various artists: “Viennatone”, !K7, 1998

Neu im Angebot: Weltbildkippschalter

“Woher haben Sie dieses Bildmaterial? Das sieht ja aus wie mit Drohnen aufgenommen! Und so nah an der Hauswand! Mitten im Wohngebiet! Und dann noch zwischen Hochhäusern! Das ist doch höchstens zehntes Stockwerk! Das ist verboten, das wissen Sie! Also: Woher??”

So oder ziemlich ähnlich lautete der Einstiegssatz meines ersten Krimis – falls ich so etwas je plante – und würde von dem unscheinbaren Mann gegenüber schulterzuckend-entschuldigend beantwortet werden mit: “Ich mußte nur warten, bis es endlich Mai 2014 wurde. Dann hab ich mit haushaltsüblichen Maschinen und dem Internet diese Bilder rausgelassen!”

“Wir haben in Ihrer Wohnung dieses Ding gefunden. Sieht aus wie ein Kippschalter. Woher haben Sie den?”

Schweigen.

Der Kommisar seufzte, drehte sich nach hinten um und gestikulierte seinen Kollegen durch die Scheiben etwas zu, das diese wohlweislich auffassten als sein berühmtes: “Gebt das mal in die Forensik! Mit Fingerabdrücken ist ja da wohl nichts, aber die Jungs finden vielleicht was mit ihrer… Mathematik!”
“Nicht nur Ihre geliebte Mathematik, auch Ihr anderes Herzchen, die Suchmaschine!” breit grinste Kollege Schrader und lancierte eine halbe Stunde später mit Schwung eine Linklisten-Papierfahne auf den überfüllten Schreibtisch “Die da haben wir reichlich zerknüllt in seinem virtuellen Papierkorb gefunden!” Der Kommissar beugte sich mit grießgrämigen Gesicht darüber, murmelte etwas von Wahnsinn, scheiß Computer und Kopfschmerzen. Und tippte den obersten Link in den Laptop. DA! Der Schalter! Klickend und schnaufend sah man sein Gesicht über der Bildschirmkante eine Palette von Staunen bis Unglauben durchspielen. Dann, nach wenigen Minuten mit versteinertem Gesicht, den nächsten..

Er erwachte früh, am berühmten Morgen danach,  irgendwie erschüttert ob der schlafgereinigten Erkenntnis dieses neuen Falles mit dem nächtens angespülten Wort:

Allmachtspanik

Essen Vollposting – schau Dir dieses Gemüse an!

Wow, ich finde eine Webseite , die die moderne Kulturtechnik des Essenpostens zur Ernährungsvitrine um deutet rechnet:

foodpornindex.com

In der Selbst/Missionsbeschreibung  “What The Food” lesen wir:
“Why should junk food get all the glory? We believe fruits and veggies deserve their day in the sun. So we created the Food Porn Index to collect food porn hashtags and track what kind of food we´re all sharing. Because we believe if we can change the way people think (and post) about fresh fruits and veggies. we´ll make the world a healthier place. Start posting more fruits & veggies and make every #FoodPorn count – togehter we can change the imbalance.” 

Quasi der potentiell erzieherische Wert des Ich esse, also poste ich. Wie sagt man da so schön in aller modernen Kürze: Auch Part sein/Teilhaben wollen!  Im Zuge der Werkstattberichte, die da nicht zu zählen, gabs ja schon Bananen, Walnüsse und Farfalle-Nudeln – also kommt hier mein erstes vorsätzliches Essensposting:

Ekmek vom Samstag. Betörend wie eine Wüsatenaufnahme von weit weg, eine Mondoberfläche, eine Mikroskopie… Und: in Überlebensgröße ;-)

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Zum Thema weiterhin gefunden auf wikipedia: die Verschwörungs- oder Bildungsformel (?) :Toxic food environment. Darüber wiederum den Begriff Food Marketing To the Youth

Nicht zu vergessen das nach wie vor das fantastisch appetitanregend fotografierte Mampf-Blog von Meister Rollinger.

Zur Begriffsklärung: http://en.wikipedia.org/wiki/Food_porn (Not to be confused with food and sexuality.)

Also, ich werd wohl erst mal das Karottenklavier zum neuen Hintergrundmusikinstrument meiner Sprachbox machen – nach dem Klicken einfach n bißchen warten. Dann hängt der Himmel bald voller Möhren ;-)

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Musik zum EssenPosten (in optimaler Verdauungslautstärke):

Deadmau5: “Random Album Title”, Ministry Of Sound, 2008

 

Ein gutes Bildis Goldes wert.

..Alter Wein in neuen Schläuchen, diese Feststellung, sicher. Aber in unserer Zeit häufig übersehen, leben und genießen wir doch den Trash ;-)

Nach all dem Berichten über Nach- & Vorteilnahme im letzten Posting nun die gute Nachricht: es gibt Bemühungen, die content generating Allgemeinheit wieder auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Man muß nur, äh, Geldwertes in den Vordergrund stellen, dem Interesse einen funky Teppich bereiten und das große Aufhorchen setzt ein ;-)

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Links: Ludwigshafen rot-weiß,                                                                                               rechts: Mannheim rot-weiß

Eine der angestammtesten Bildagenturen geht diesen Weg: sexy anzusehen, voll auf der ästhetischen Höhe der Zeit und vor allem: voll wertvoller Tipps zum persönlichen Weiterkommen im Marktgeschehen (Anm. d. Red.: Neinnnn, ich krieg keine Provision; dieser Artikel ergötzt sich einfach nur an der sprachlichen Umsetzung der klassischen Erkenntnis, daß ta-dah! ohne gute Bilder einfach nichts läuft):

curve.gettyimages.com

Höchst amüsant, da den Titel dieses Artikels in verschiedenen rhetorischen Figuren wiederzufinden wie:

Großartig! Genau meine Meinung! Jetzt wissen wir (endlich), wie gutes Marketing funktioniert: mit exzellenten, gut ausgewählten, passenden, nicht übermäßig angehäuften… Bildern!   ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

der DJ Schaeden mixte:
The Funk Void. (compiled Jan.,22th 2003)
1 Liquid Lounge:Journey Into… Ocean Deep
2 Rae & Christian feat The Pharcyte: It Ain´t Notihng Like
3 d´Angelo: Spanish Joint
4 Megashira :At Last
5 Project 2000: Parallax
6 Dzihan & Kamien: Stiff Jazz
7 Q-tip: Wait Up
8 J-Live:Like That Anna
9 Charles: Fruit
10 Brand New Heavies feat. Main Source :Bonafied Funk
11 MJ Cole :Crazy Love
12 Jaffa :Elevator (Fred Everything´s Afro Loft 2000 MIX)
13 Llorca :I Cry
14 Angie Stone: Baby Slow Down
15 The Quiet Boys :Inside Your Mind
16 Underwolves: Lay Down

“Fotografen protestieren gegen die neue Google Bildersuche”

..das lese ich gerade etwas verspätet in der März-Ausgabe der Photonews. Der Grund des Protests: weil von der Google.com- Seite” ..die Bilder groß und losgelöst von der Original-Webseite angezeigt werden” und so den Betrachtern eine Angenehmität bietet, die dazu führen kann, daß “die Bildquelle, die ursprüngliche Webseite, nicht mehr wahrgenommen wird.” Die Autoren in der Beachtung also verblassen und das reine Bildergucken in den Vordergrund manövriert wird:

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Also wieder ein Beispiel dafür, wie Dritte mit eigenen Bildwerken verfahren (können), sobald diese mal online sind. Neue Prekäre Lage für diejenigen Seitenbetreiber, die von ihren Werbebannerungserlösen abhängig sind. Auffällig, daß das in der deutschen Version nicht so ist – Google riecht da den Braten wohl schon und vermeidet Zoff mit den “pingeligen” Deutschen und ihren “Spitzfindigkeiten“. Die französische Version ergibt ein nochmal anderes Mischbild.. Na, das will ich doch mal sehen & teste sogleich. Mit den Bildern auf dieser Seite: klicken Sie also bitte hier!

Einen Schritt diese “Isolationstechnik” weitergedacht stell ich mir dann per “Suchmaschinen-App” eine im Netz zusammengestellte Porträt-Galerie vor, in gleicher repräsentativer Anmutung, genau wie dies besagte Neuversion so tut. Tumblr, Flickr und pinterest personalisiert quasi.

Damit wäre nun die Trennung (fast) vollständig vollzogen zwischen dem, der zeigt und dem, der macht.

Ich schreibe “fast”, denn da hilft verläßlich das häßlich-doch-bewährte,  gut platzierte Wasserzeichen. Auf oder halt am Rand des Bildes. Als kleinster gemeinsamer Nenner beim Bilderhochladen und Internetnutzen: die Betrachter sollen wenigstens “zurückfinden” wie Hänsel und Gretel ;-)

Weitere Maßnahmen: eine “vorsätzliche Beeinflussung der textlichen Gestaltung” der betreffenden Seite, denn wie man sieht, werden ja auch kleine Snippets Text und der Titel der Seite gezeigt- immerhin! Das gilt es zu nutzen. Ja, ja, ich weiß: macht Arbeit mit Bildbearbeitungstool = ästhetische Schmerzen durch Bild-mit-URL-drüber und Texterkopfbrummen. Und schade um den Aufwand mit dem eigentlichen Heim der Bilder…

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Also, ich hab ja sowieso keine ordentliche Galerie auf dieser Seite und lasse stattdessen die dickste Suchmaschine der Welt die Arbeit machen. Und jetzt, mit dieser Entdeckung guck/klick ich gleich mal n bißchen rum und finde folgende Mischungen ganz cool:

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Da krieg ich nen recht krud gemixten, doch mir sehr anregenden Einblick, was sich alles hier so angesammelt hat: alte Startbilder wie das blaue da links unten mit Fraktur, Reingretchen-Rätselgitter, Werkstattskizzen, Schnappschüsse von Fototouren, Musiker on stage, Krimibuchdeckel, CD-Cover, Making-Of-Bilder, Postkarten.. ,-)

Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich trotz aller Goutierung jedoch. Zu dem kleinen Beisatz rechts unten im Galeristengrau. Er sollte geschrieben werden:

Die Bilder sind eventuell urheberrechtlich geschützt. Fragt sich nur, wovor..

Bilder im Internet, ein modernes, spannendes Thema also. Sobald man hochgeladen hat und somit für (fast) jeden erreichbar = downloadbar ist, kommen Phänomene & Fragen auf. Zum Beispiel diese seehr bedenkenswerte fand ich im faz.net: ..kann man seine (Anm. d. Red.: des Urhebers) Suchmaschinenoptimierung schon als Zustimmung sehen?

PS.: Weitere Tipps, Links und Infos dazu auf dem Blog von Heike Rost.

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Musik beim Schreiben heute:

The Cardigans: “Life”, Stockholm Records, 1995

Paolo Conte: “Paris Milango”, Ariola, 1981

Manuel Galbán & Ry Cooder:”Mambo Sinuendo”, Nonesuch, 2003

various artists: “Lost In Space – Drum & Bass Phase 00 : 02″, Lacerba, 1996

Gewinnet Mannheim selbstgebastelt

Tja, da steh ich nun da. Als selbsternannter Gewinnspielarchitekt mit psychologischer, zeitgemäßer, ja – trendiger Sperre, die ordentlich verhindert, daß sich jemand beteiligt. Weil das Basteln dieser Rätselgitter mir aber übermäßig Freude bereitet und ich mich deshalb davon keineswegs abbringen lassen werde, habe ich mir diesmal eine sehr verquere Version der Mitmachgelegenheit ausgedacht:

Da heutzutage “Datensparsamkeit erste Bürgerpflicht” ist, befreie ich mein Spielchen von jeglichem Anruch, bloßer Adressfänger zu sein, einfach dadurch, daß nur noch Leute mitmachen dürfen (!), die ich persönlich treffe. Zufällig bitte. Die können mir dann einen auch noch vorbereiteten Zettel mit den Lösungen zustecken und ich sie beim nächsten, logo von der Korrektheit abhängigen, vorsätzlichen Treffen mit dem Gewinn beglücken. Voilá. Geht doch: kein Adressaustauch notwendig. Daten bleiben schön da, wo sie sind, und die Gewinnspielsphäre datenlos, unschuldig und pur ;-)

Die Preise diesmal: en detail sehr gut identifizierbar, im Ensemble gruseli deplatziert:

Handelt es sich doch um 10 der untigen Mannheimplakate à la selbstzusammengestellt, die die ersten zehn Teilnehmer mit den richtigen Lösungen überreicht kriegen, mit richtig viel  Aufwand “gebaut”  von Ralph Hackeland à la Wimmelbildtechnik:

Ich fühle mich beim Anschauen in meine Jungenzeit zurückversetzt und bin darüberhinaus fasziniert, mir vorzustellen, wie Stadtplanung auf diese Modellbauer-Art aussehen könnte, wie neu da alles Vertraute wieder wirkt: Bahnhof am Waldrand, Ehrenhof als Pool mit Badegästen, die  Popakademie im Vorhof der Alten Feuerwache, Diffené- und Neckarvorlandbrücke in einem Rutsch: (fast) alle Wahrzeichen der Stadt im Bauklötzchenlook, also

Grandios zum Mannemer-Sein-Üben.

Und schön groß sind die Poster mit 60 x 85 cm auch noch. Weiteres Plus: die roten rechteckigen Infobubbles fehlen in der Druckversion ;-)

Davor ist aber erst mal Richtig Deftig Raten angesagt: Sieben Begriffe, aus denen die Reingretchen-Autorennamen links oben “gewonnen” sind, gilt es wieder zu erraten/ -googlen, -recherchieren & -fantasieren:

Meine Tipps, vom Spielfeldrand aus geflüstert, heute weisen grob die Denkrichtungen/ Wissensgebiete aus, aus denen die Gesuchten stammen:

  1. Moderne Produktentwicklung (Breanne),
  2. Geographie und Technik (Hally),
  3. Sprachskurrilitäten (Ingo & Unica),
  4. literarische Erfindung (Francis),
  5. griechische Mythologie (Kurt) und
  6. optische Phänomen (Emma).

Drei Lösungen lassen sich durch Buchstabenumstellung à la Annagramm finden, im Verzweifelsfalle mit dem Knobelbecher und Scrabblesteinen (dazu im nächsten Gewinnspiel mehr). Umlaute kommen dieses Mal nicht vor, die beiden Bindestriche bekommen natürlich je ein eigenes Kästchen ;-)

Neueinsteigern in dieses Universum empfehle ich meine Einführung und die Übersicht über die schon geposteten Rätsel.

Deadline ist der 30. Juno. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Tollkühne mailen entgegen aller guten Ratschläge an gewinnspiel at reingretchen.de – da gibts was extra..

Ich bin gespannt!

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Musik beim Schreiben heute:

Original Soundtrack: “Get Shorty”, Polygram, 1995

Lucy Pearl: “Lucy Pearl”, Pookie Records, 2000

Luscious Jackson: “Fever In Fever Out” Grand Royal, 1996

Schluß mit Tortenschau und Fieberkurv – ich lerne von Wortwolken!

Über William Shakespeare, der Ende April 450 Jahre alt geworden wäre, “vernehme” ich im zugehörigen deutschen Wiki-Artikel, sein Wortschatz wäre mit 17.750 Worten für die damalige Zeit “sehr umfangreich” gewesen. So viele nämlich zählte “man” in seinem Gesamtwerk.

Wie viele Worte man selbst denn so parat habe/hätte, interessiert natürlich auch. Den ersten Schritt zur Erkenntnis schulde ich meinem Nachbar Christóbal, der mich gestern auf wordle aufmerksam gemacht:  diese Webseite und die zum Bau derselben verwendete App Maschine von (mal wieder) Google machen es möglich, daß man nicht nur beliebige Texte einfüttern kann, aus denen das Wordle-Applet a) schmucke Textbilder errechnet, die man b) gar noch in der Anordnung, der Farb- und Schriftgestaltung und c) Wortmenge mitbeeinflussen kann, nein:

d)as Informative daran ist die Wortgewichtung: Häufige Wörter werden größer dargestellt als seltener benutzte. Ideal für mich, der beim Bloggen oft den Eindruck hat, daß gedankenlos reingefingerte Füllwörter den Schreibstil mit .. äh,  Ablagerungen versehen. Die müssen nicht sein. Wie schreibt so schön der Herr Kerr:

“Aus einem Gedanken macht der Stückmacher ein Stück. Der Schriftsteller einen Aufsatz. Ich einen Satz.”

Das will ich auch können. Klar und prägnant wäre das ein Ziel. Ohne natürlich bei anderen, absichtlich blumig-ausufernden Artikeln den Inspirations-Joker des  Stream-of-consciousness-Stils zu vernachlässigen ;-)

Doch zurück zur Entdeckung dieses schmucken Werk/Spielzeugs. Nach dem notwendigen Java-Update darf ich Euch hier mein allerallererstes Wordle-Bild präsentieren:

Das ist die Wortwolke aus meinem Artikel Nummer 3274. Irgendwie wie ein als Tapete verkleideter automatischer Klappentext, ein linguistischer Fingerprint, finde ich: man bekommt schnell und auf ästhetisch ansprechende Weise – geschriebene Worte sind einfach was Faszinierendes – Eindruck von Inhalt und verwendeter Sprache- nicht wahr?

Gleich noch eins, vom ebenso “wortgewaltigen” Artikel Nummer 93:

Ich bin echt begeistert! Diese “150-Worte-Plakate” sind super, um meine mitunter umfangreichen Artikel etwas appetitlicher zu präsentieren, ne sexy Preview damit zu veranstalten.

(..)

Ok, was haben wir noch als abschließenden Dritten? Ah- ja, die “Beichte“:

Und? Das eine odere andere mal kann weg ;-) Wieder was gelernt! Schön aufgeschneckte Statistik  = Doppeltes + hilft dem Schreibstil weiter.

weiter am Morgen danach:

Nicht nur der Schreibstil und die Wortwahl bildet sich hier ab im Wortsinn, diese “Spielerei” mit eigenen Texten öffnet auch die Augen für das LayOut von sehr beweglichen Lettern, erzeugt so sehr erstaunliche Konstellationen und Proportionen in-zwischen, daß ich den ganzen Abend wie gebannt immer weiter geklickt, geschnitten und gefärbt (die ersten beiden zusätzlich “prägnantiert” mit Photoshop) und mich dabei gefragt habe, woher diese Faszination mit einer doch so einfachen Idee kommt.

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Ich versuche mich an einer PluspunkteListe:

Durch diese Schütteltechnik geraten neue Suggestionen in den Blick. Fasziniernd, wie das mit selbstgetippten Texten möglich wird: ich blicke auf plötzlich benachbarte Worte und mein Hirn vesucht, Sinn daraus zu ziehen – unwillkürlich. Die geschriebenen Worte formen sich weiterhin zu abstrakten Ballungen und Bildern, die sehr wohl ästhetische Qualitäten bergen. Grandios, daß man da auf einzelne Parameter (Lage, Farbe, Font, Wortmenge) gezielt Einfluß nehmen, aber auch dem Zufall per Randomize-Knopf eine Chance geben kann: mühsames prä-rechner-notwendiges Herumschieben von womöglich selbstgefertigten Lettern entfällt, das Ergebnis wird fast augenblicklich sichtbar. Nach angeregten Herumprobieren, wie das Programm mit vorsätzlichen Worthäufungen zum Zwecke der Hervorhebung umgeht, kam ich natürlich auf die Idee, meine Start- plus Menüseite damit zu gestalten:

Die Formen der Wortballungen sind Zufallsgebilde, erinnerten mich aber (rechtzeitig vor allzu schnellem Weiterklicken, das geht ja allzu leicht) an etwas Vertrautes, so mußte ich meinen Ideen nur eine einfache Form dazufügen, hier ein Dreieck, beim Startbild eine Strömungsparabel – schon wieder die alte Freude-durch-Computer, das bei diesem Spiel greif- und fühlbar wird – er nimmt einem Ameisenarbeit ab und liefert begeisternd schnell sinnliches Plus ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

Camiel: “On A Day Like This”, G-REX, 2005

Luscious Jackson: “Fever In Fever Out”, Grand Royal, 1996

Savvas Ysatis: “select”, Tresor, 2001

Charlie Haden/ Pat Metheny: “Beyond The Missouri Sky”, Polydor, 1997

Gottberg: “Do You See Me?”, Chaos, 2008

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Serendip des Tages:

  • das “eXplorarium fördert die Sach- und Medienkompetenz und ist ein Angebot für ausgewählte Schulen in sozialen Brennpunkten Berlins. Das Projekt wurde von 2005 – 2012 vom Europäischen Sozialfonds und der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen des eEducation-Masterplans gefördert und wird von LIFE e.V., einer gemeinnützigen Bildungsorganisation in Berlin, durchgeführt”. Kommentar eines Lehrers:

“Jedes Kind kann auf diese Art und Weise im eigenen Tempo lernen und es gibt durch die vielfältigen Möglichkeiten, die man hat, viel mehr Einblicke für den Lehrer oder Lehrerin, was die Kinder so lernen, denn es bildet sich alles im Internet ab.”

Director´s Double Cut – Möglichkeiten Möglichkeiten bleiben lassen

Anfang neuer Monat, Mai der erste. Zeit, sich um die nächsten Reingretchen-Werke zu kümmern. Fotos aus dem Archiv und frisch gemachte neue, denn: nach fast zwei Jahren KrimiThema hab ich irgendwann impulsiv angefangen, schon unterwegs die Vision eines Buchdeckels vor meinem geistigen Auge mit in den Kamerasucher zu wursteln. So komme ich öfter von Ausflügen fotograficae mit “kriminellen Extraanfertigungen” nach hause und der ursprüngliche Plan, ausschließlich meine schon geschossenen Bilder dafür zu verwenden, weicht dadurch natürlich etwas auf, but I don´t care…

Und, daß man dadurch geeicht vor Ort plötzlich ein von außen gesehen schwer nachvollziehbares Interesse an zum Beispiel der Bodenstruktur am Bahnsteig entwickelt, sich auf aus Entfernung “unsichtbare” Details stürzt  oder die Kamera in merkwürdig anmutende Richtungen hält (“da ist doch nichts!”), und dabei  einen wohl eher merkwürdigen Eindruck für Zuschauer generiert, was solls ..

Wie beim wiederholten Kauern über die im Abriß befindlichen Gleise an der Mannheimer Verbindungskanal-Promenade, es muß vor über 5 Jahren gewesen sein. Da entdeckte ich am “entklammerten” Boden im Holz der Schwellen plötzlich Gesichter der echt knorrigen Art. Und versuchte, sie bei schwindenden Licht und ohne Stativhilfe noch festzuhalten, denn ob sie bei nächster Fotogelegenheit genau so noch erhalten sein würden inmitten der Bauarbeiten, erschien mir unwahrscheinlich.

Angestoßen wurde das Ganze aber mit der Mehrfachverwendung (-verwertung) eines einzelnen Bildes. Verschiedene Ausschnitte daraus ergaben verschiedene Covers. Je weniger diese Ausschnitte gemein hatten, desto cooler fand ich die “Ausbeute”. Hier unten ein Paradebeispiel mit null Überschneidung:

Oder man kann noch schmale übereinstimmende Flächen erkennen wie bei diesen beiden Neuzugängen, die ich einmal kranartig vollgepackt, ein zweites mal sparcely mit den Konstruktionen bestückt hab, mehr auf die doch charmanten Blendenflecke hinarbeitend:

Oder verschiedene Bildhälften, die durch die Spiegelung ein gemeinsames Motiv haben, taugen ebenfalls zur Mehrfachnennung, sind prima geeignet für “Fortsetzungs”-Cover, da ja auch Farb-, Stimmungs- und Lichtverhältnisse identisch sind:

Und irgendwann führte mein fehlender Entscheidungswillen ;-) dazu, hier nun zwei nahezu identische Ausschnitte nebeneinander zu präsentieren. Da es sich beim Reingretchen Projekt um ein freies handelt, Thema daher nicht Erfüllung von Kundenwünschen ist, es ebenfalls nicht um eine zu erreichende ANZAHL an Bildern geht und dazu jedes lauwarme Mittel recht wäre, nicht zuletzt die Kategorie hier “Werkstatt” heißt, kann ich Euch doch einfach hier einmal meine beiden unentschiedenen Varianten präsentieren:

Fast identisch, diese ungewohnte Ansicht eines arg verwitterten Parkverbots-Schildes. Jedoch, und das finde ich entscheidend: nicht ganz. Das Feeling zu den beiden Ausschnitten ist unterschiedlich: mal fast leer, mal mit einem Störer am rechten Bildrand. Taugt also zu unterschiedlichen Geschichten. Die Lage der Schrift “kann” weiteres.. Frappant finde ich die Wirkungsunterschiede hier unten:


Etwas farbliche Verstärkung links, den Ausschnitt leicht verschoben und sacht herangezoomt – und schon hat man bei diesem von sich aus schon extrem zweigeteilten Motiv abenso unterschiedliche Anmutungen: mal Streß auf den Gullideckel, die Linien im Bild rechts, mal auf die Beziehung zum fernen Geländer und dem flimmernden Fluß dahinter links.

Erstaunlich unterschiedliche Wirkungen erzielt man auch, wenn man einen der beiden Ausschnitte um 90° kippt wie hier. Und damit nicht nur unterschiedliche Bestandteile, sondern auch Ansichtsrichtungen, verschiedene “Oben&Unten” wählt. Das linke rein abstraktes Muster, gewinnt das Bild rechts jäh Plausibilität durch den in Sicht geratenden Baum, erhält Maßstab und vertikale Ausrichtung, wird als Stück einer Landschaft deutbar.

Alles zusammen Möglichkeiten der Bildverarbeitung, die ich, da es ja noch keine Geschichten hinter den Krimicovers gibt, auch genauso nebeneinander stehen lassen mag. Es geht um Inspiration, da laß ich alle verfügbaren Türen offen..

Soweit diese Werkstatt-Betrachtungen und Neuzugänge zum ersten Mai. Bei einem der nächsten Monatswechsel mag ich mich dann, es sind ja mittlerweile 352 (!) Cover hier einsehbar, um die “Gefahr” der Wiederholung, das Thema Ähnlichkeitenvermeidung kümmern. Oder gehts da eher (und ebenfalls) um: Variantenreichtum?

Man wird sehen. Hier ein kleiner “baumiger” Vorgeschmack:

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Musik beim Schreiben heute:

Various Artists: “Pop Swings!”, Universal Strategic Marketing, 2005

Kimbra: “Vows”, Warner Bros., 2012. Schaut & Staunt mal auf youtube:
Nina Simone’s “Plain Gold Ring” LIVE & Settle Down (Live)

various artists: “Lost In Space – Drum & Bass Phase 00 : 03″, Lacerba, 1997

Karten offenbaren, was Menschen darüber reden..

Grad auf Google Maps im Seitenfenster links oben entdeckt: den kleinen Satz

“Menschen reden über: angelrolle, ruten

Befremdlich ist das oberflächlich betrachtet nicht, da man auf dem Kartenteil rechts drunter einen Angelladen markiert sieht. Erstaunlich ist nur, daß man hier lesen kann, worüber man betreffs dieses Kartenausschnitts “spricht”, das heißt, womit dieser “Breitengrad” thematisch getaggt ist, was hier “geht”, welcher Art Interesse an diesem Ort besteht, wofür dieser Ort stehen soll..

Die Informatonsdichte, – sphären werden also weiter verdichtet, quellen mithilfe der Computerkraft über die gewohnte, althergebrachte Information, die man von geographischen Karten erwartet, weit hinaus: nicht nur werden sie durch ihre elektronisch/programmierte Version selbsterklärender, massenhaft mit herbeifliegenden Fotos bestückt – ab sofort kann man gar erfahren, worüber Menschen zu dem jeweils gewählten Kartenausschnitt Informationen austauschen. Metainformation: Drumrum- und Darüber(hinaus)-Infos.

Natürlich online und digital, denn ohne die grenzüberschreitende Dateneingabe freiwilliger Art ginge da gar nichts. Auch wenn das nur geschäftlich motivierte Selbsteinträge zum Gefundenwerden sind. Das ist nur der (motivierende) Anfang. Der erste Pflock in der Datenleere dieses Fleckens Erde. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß mit einer künftigen Daten-Bündelung mehrer Sozialer Netzwerke – allen voran foursquare – unendlich mehr Information zu immer präziser definierten Mikro-Lokationen gesammelt und kommuniziert werden.

Wobei man sich da mal vor Augen führen kann, wer da was sammelt und wer was, natürlich vorsätzlich, selektiv kommuniziert. Also, mir kommen dabei rasend schnell neue Vorahnungen zum nächsten Reingretchen- Cover…

__________________________________________________________________________ Musik beim Schreiben heute:

The Sushi Club: ”Neo Sashimi”, Elektrolux 2000