Archiv für den Monat: Januar 2014

To Do Twei Dausend Things In `14

Vielleicht liegt es an diesem außergewöhnlichen Wetter: ich radel zur Arbeit im Morgengrauen- die Vögel tschilpen in den Zweigen, verhohlen, vorsichtig, wie leicht ungläubig. Ebenso gehts mir: man muß sich nicht wappnen diesen Winter, nicht überwinden, aus dem Bett, aus dem Haus, aus sich selbst rauszugehen, einer etwaig schneidenden Kälte gegenüberzutreten, `tändig Sachen überziehen, an Schal und Handschuhe denkengewöhnen. Irgendwie fühlt sich das großartig an, wie.. eine Einladung. Wozu, kann man selber bestimmen. Großartiger kann man ein Jahr doch nicht starten, oder?!

Also Pläne. Pläne, die man sich, bevor man sie faßt, erstmal g.e.n.u.ß.v.o.l.l. auf der Zunge zergehen läßt unter dem Tenor: wozu hätte ich denn Lust? Was wollte ich schon lange mal anfangen/tun, wie will ich mich ausprobieren und nicht: was habe ich bisher versäumt, was müßte unbedingt jetzt mal angegangen werden, was ist seit Jahren fällig?

Mit diesem frisch zugewachsnen Motivationsschub fände ich für meinen Teil es cool, zum Starterplan 2007 meiner Postkarten zurückzukehren: und pro Monat eine neue Karte rauszubringen. Davon die #1 startet leicht verspätet Anfang Februar, hat dann aber 6 Jahre Angeschautwerden überstanden. Wurde nicht verdrängt oder für ungenügend empfunden, kommt also nun “verdientermaßen” in den Umlauf. Es ist ja so: Bilder hab ich genug; es gibt da ja erwähnten Test-Of-Time-Pool an Kandidaten, außerdem kommen ja noch ein paar Tausend (!) neue=unbekannte dazu -  aus der Halde 2013. Und dabei zeichnen sich gar zwei neue Themen(!) ab, die natürlich wiederum mindestens zwei Serien starten können.

Themen, die gar die Funktion von Postkarten aufbohren. Wow- klingt obskur, aber spannend, nicht wahr? Find ich auch – extremly. Ein Thema kann ich hier ja mal schon leaken/ankündigen. Es entstand direkt auf eine unwillkürliche Anregung, ein Kommentar, der eigentlich ein schnell gezücktes Feedback war, ohne Nachzudenken, geradeheraus und ungefiltert. Eben so, wie ich das an den Rückmeldungen und Kommentaren schätzen gelernt habe, hier, in Monnem:

“Also – DIESMAL gefällt mir die Neue RICHTIG gut- aber was ist das? (zeigt auf die Ringe)- Hast Du das selbstgebastelt?”

Mein verschluckter Lachanfall als Antwort sorgte für Stirnrunzeln, aber ich fand es zu komisch/peinlich/entblößend, wenn man sich als anheischige stadtbekannte Kulturgalionsfigur auf so ein schmales Brett begibt, oder soll ich lieber sagen: stürzt. Denn dieses unbekannte “Selbstgebastelte” ist geschätzte fünf Meter hoch, aus Stahl, und steht seit mehr als einem Jahrzehnt am prominentesten Platz Mannheims, direkt vor der Kunsthalle.. Deshalb kann ich auch leider keine Namen nennen, obwohl genau dieser Kommentar erst zu meiner lachtränenerstickten Erwiderung “Genau – ich mach´jetzt ne Serie ‘Mannheim selbstgebastelt!’ ” führte … und nun tatsächlich umgesetzt werden soll.

Soodlepoodle Startbild 2011- NovemberDas hat natürlich ne Weile gedauert – ich mußte “erst noch” das Bild hier links schießen, das mich mit obiger “Anregung” in mind dann irgendwann an die aus Leerverpackungen gebastelten “haushaltsüblichen/bekannten Umrisse”  des Covers des 1979er Albums “Breakfast in America” der Band Supertramp erinnerte.

Daraus entwickelte sich, langsam wie in einem chemischen Bad ein Positiv, die Vorstellung, wie das wohl mit Mannheim als “Vorbild” aussähe..

Auf diese schlichte Tour (d.h. in DIN A6) mal ne eigene Vision der Stadt ins Spiel bringen. Kann ich den Kollegen auch mal empfehlen:

Hey, Charlotte, Siggi, Isabelle, Annette und Johannes! Macht doch mal! Da kommen bestimmt interessante Sachen und Sichtweisen zum Vorschein! Ne Start-Idee für mein erstes Motiv, den Aufmacher der Serie, hätt ich schon. Dazu brauch ich aber den Beginn der Faschingszeit..

(..)

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Musik beim Schreiben heute:

various: “le pop – die chansons der nouvelle scène francais“, Melting Pot Music, 2002

Groove Armada: “Late Night Tales”, Lazuli, 2008

Pothead: “Learn To Hypnotize”, Janitor Records, 1997

MaxiMaler Beck, Mann!

13 Uhr am Sonntag. Ich trete aus dem Schummer des Kinos ins Freie: Die Sonne als unscharfer Fleck hinter einem Wolkentuch. Licht überall. Hell und grau leuchtet die sonntagskahle Innenstadt, annähernd menschenleer.

Fast 2 Stunden hatte ich nun im Dunklen den präzisen, fokussierten Blick auf Öl auf Canvas, kinoleinwandgroß. Ganz große Kunst macht großes Kino. Der Film als bebilderte Erzählung/Bericht über einen Künstler, den die beiden Weltkriege extrem geprägt und künstlerisch mitgenommen haben. Im Guten wie im Drastischen. Die Gemälde erscheinen, aktuelle Momentaufnahmen der Gegenden, in denen sie damals gemalt wurden, Museumsmacher erzählen dazu in deutsch, französisch und englisch, historische Aufnahmen geben auflockernd/erhellend den Zeitgeschmack dazu. Perfekt, um das Phänomen Malerei und Lebensverlauf des M.B. von innen heraus zu erleben, NICHT nur jäh auf grobschlächtig anmutende, farbensatte Bilder zu gucken oder museal verfaßte Statements zu lesen. Und dadurch irgendwie ebenfalls “draußen bleiben zu müssen”.

Weiterhin angenehm: die passende, nicht allzu gefühlige Hintergrundmusik, die mich an die zum Piano erinnert hat. Abwechselnd mit den sehr stimmig gemachten Geräuschhintergründen der eigentlich ja stummen historischen Aufnahmen zwischen und nach den Weltkriegen. Weiter ein gutes Dutzend Kommentare aus berufenen Kuratorenmündern. Kunst erklärt- direkt en face mit dem Werk, in Museen in Deutschland, Frankreich und den USA.

Ich bin begeistert vom Anblick der getupften, gestrichenen und auf der Fläche vermischten Farben, dieser gemalten Metaphysik, für die Max Beckmann (1884-1950) steht (erfahre ich) und seiner selbstsicheren Meisterschaft auf dazu noch selbsterschaffenen(!) Feld: insbesondere die gezeigten Details der Kompositionen, die Symbolik Beckmanns in Fischen, Vögeln, Pagen und Trapezartisten. Den unglaublich räumlichen Effekten, den fünf, sechs gekonnt gesetzte Farbflächen erzeugen können, vor allem in der “Inkarnation” als Gesicht. (..)

Dazu die faszinierende Information, mit dem Beginn seiner Triptychonmalerei die Addressaten seiner Kunst zu wechseln- weg von den Sammlern, Auktionären oder Auftraggebern hin zu: Jedermann. Triptychen hängen ja an öffentlich zugänglichen Stellen und, so der Kommentar: “so was würde auch niemand in sein Wohnzimmer hängen.” Das hab ich noch über keinen Maler so gehört.

Bildbeispiele? Da die urheberrechtliche Frist zur Freigabe der Gemälde als Allgemeingut erst 2020 fällig ist, hier leider keine: man bekommt interessanterweise auf der entsprechenden wikipaintings.com, betrachtet man sie von Deutschland aus, ein bläuliches Ikon wie ein Absperrband präsentiert mit dem Hinweis “Due to copyright law restrictions this image is not available for your country” präsentiert. Läßt man aber Google alle Bilder anzeigen, die es auf genau dieser restricted Seite findet- Oho! Da ist das plötzlich wurscht. Oder vielleicht zu kompliziert zu trennen…

Ich entdecke eine ähnliche Se(h)nsation im heutigen “Schreib-Abfall” und scanne den für Euch hier mal ein- eine ebenso frappante visuelle Erfahrung: wenn man auf bislang Unbeachtetes en Detail hingestoßen wird. Oder?

Fasziniert von diesem Arte-Films des vergangenen Jahres bin ich durch diesen eindrucksvollen Input nun ganz nah dran am Startimpuls, es mit dem Malen selbst zu versuchen. Nach gut dreißig Jahren Pause. Für mich als eingefleischt Fotografierender ein doch sehr herausfordernder Gedanke: nicht mehr den Bruchteil einer Sekunde- und vielleicht noch ein paar Minuten zum anschließenden Schnitt- für ein Bild aufzuwenden, sondern einen völlig anderen Zugang zum Visuellen Darstellenden zu wählen. Mich auf den Prozeß der Bildentstehung einzulassen..

Ah, doch noch was gefunden: besagter Film kam als Arte-Beitrag interessanterweise heute morgen um 3 Uhr 50.. Und ein Stück Filmpluskommentar: “from Bundeskunsthalle Bonn”: ein Clip über die “Auferstehung”. Sehr erhellend am Unfertigen des Riesenbildes: daß es dadurch wie ein Blick in die Werkstatt wirkt und die Vorgehensweise Beckmanns von Skizzierung bis zum fertig gemalten (Detail) offenlegt.

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Musik beim Schreiben heute:

Michael Nyman: O.S.T.: “The Piano”, Virgin, 1993

Hanne Hukkelberg: “Little Things”, Propeller Recordings, 2004

M.I.A.: “Arular”, XL, 2005

Heidi Ohrensteif und das Iversum, Nus Chelun

Halbzeit der Bedenkzeit zum laufenden Reingretchen Gewinnspiel. Noch 15 Tage To Go. Und still kein Gewinner in Sicht. Ich treffe Axel in der Stadt. Er berichtet von seinem Ringen mit dem Rätsel. Er hats versucht. “Zu schwierig!” Aha.
Nun… das hab ich auch schon von anderer Stelle als Feedback bekommen.

- “Mach doch mal was total EINFACHES!”
- “Du meinst, endlich mal Sachen zu fragen wie: ‘Wie heißt dieses Blog?’ oder ‘Welche Städte sieht man auf meinen Postkarten?’”
- “Genau! So was!”

Mm. Ich glaube, da wird jetzt wohl ein Geständnis fällig ;-)

Ich mach das, um damit zu kompensieren. Und zwar eine vergangene Lebensform. Nicht nur eine persönliche, sondern die eines ganzen Berufszweiges. Mit dem Rätselnerfinden diese in veränderter Form, quasi transformiert, wiederzubeleben. Inspiration zurückzugeben, die mich in all den Jahren “erweckt” (oder wachgehalten ,-)) hat. Nein, nein, nicht eine drög-heulig-brav-schwelgende Nostalgie bei trübem Teelicht, sondern das andauernde Training der geistigen Beweglichkeit, das mir der Beruf des Tonträgereinzelhändlers nahegebracht hat, wird in den Rätseln weitergeführt. Mit außerordentlichem Vergnügen!

Die Vorgeschichte liegt bei mir in der Schublade: mein Resumée als Musikverkäufer am Vorabend seines Untergangs. Mit “Untergang” meine ich die technikgestützte Obsolenz dieses Berufsbildes. Oder was meint Ihr zu dem im Januar 2014 beobachteten Phänomen, daß sich Kunden IM LADEN an ihr Handy/Shazam wenden und den fassungslosen Händler links liegen lassen mit den Worten zur Begleitung (!): “Das ist Lana del Rey, zweites Album“??

Lest hier “fürs Detail” eine der vielen “Songbesprechungen” zum historischen Thema:

Heidi Ohrensteif
Als Plattenhändler ist man bei mittleren Ladengrößen von geschätzten 20.000 bis 35.000 Tonträgern umgeben. Die Musiker, die diese verursachten, wollen IMMER originell sein und erfinden nicht nur für sich, sondern auch für ihre Produkte ungewöhnliche Namen, Aussprachen und Schreibweisen. Die armen Händler werden in Folge von Musikbegeisterten belagert, die weder Namen richtig verstanden haben, als der Titel mal im Radio lief, geschweige denn irgendwas buchstabieren, was dem Finden in einer Datenbank, so vorhanden, förderlich wäre.
So gerät dieser Berufszweig zu einem, bei dem Phantasie, wie man was aussprechen könnte, zum entscheidenden Pluspunkt wird. Nachteil für den Händler: die Assoziation lockert sich zusehends zugunsten der beruflichen Optimierung. Im Gegenzug kann es aber dann gerne auch vorkommen, daß logisch-soziale Bedeutungskontexte nicht mehr als Leitfaden verwendet werden, normale Sprache mit Alltagsinhalt zu verstehen- the crazy world of Tonträger Einzelhandel öffnet statt dessen die Tore zu völliger Exzentrizität. Kein Wunder kommt solches Lied zustande, in dem selbst normale Umgangsklauseln wegverzerrt werden.
Babylonische Sinnverwirrung als Preis für gewollte Originalität, für den Zwang, auffallen zu wollen. Vielleicht ist das Gottes Werk gewesen, damals..

Das ist das zugehörige Cover: “Der Rohrwanderer”:

Also erst mal keine Entwarnung beim Rätseln, sorry – aber: das wird schon noch ;-) Beim nächsten ab 4. Februar gibts dann mal versuchsweise eine dritte Kategorie von Tipps, genannt: die Buchstabenbilanz. Das wäre beim heutigen Beispiel im Titel oben “Iversum, Nus Chelun” ein (-0+0). Was bedeutet: zum gesuchten Begriff muß weder ein Buchstabe entfernt noch dazugeklebt werden.  Aber: die Reihenfolge kann natürlich variieren. Als klassische Unterschrift (Tippkategorie #1) würde ich wählen:

“das Undeutliche ist immer und überall” ;-)

__________________________________________________________________________ Musik beim Schreiben heute:

“Music by” Ry Cooder, Warner, 1995

Take 6: “The Most Wonderful Time Of The Year”, Take 6 Records, 2010

Shudder To Think: “Pony Express Record”, 1994, Big Cat/Rough Trade

Diesen-Kunden-schickt-der-Himmel.de

Unterirdische Kunden gibts an jeder Ecke. Ich zum Beispiel kannte mal einen, der seinen anfänglich locker-ironischen Spruch “Wer hier zu oft aufkreuzt, den bestrafe ich mit einem Auftrag” knallhart bis zum Amtsgericht, das mitbestrafen sollte, durchgehalten hat -  Was´all´gibt!

Aber Anfang der 3. Novemberwoche des vergangenen Jahres erfolgte der Gegenbeweis: es gibt auch ein oben. Drum verleihe ich ab sofort eine Urkunde plus für den freundlichsten, unkompliziertesten, schnellsten und mir bis zu diesem Datum unbekannten (!) Kunden des Jahres. Und, obwohl das Jahr noch nicht mal zu 80% rum war- gaaanz oben auf der Shortlist steht seither Martin S. aus M. am Rh. , der ihn auch sogleich nach Jahresfrist erhielt. Schiere Begeisterung, die in Preisgestaltung (siehe unten) umschlagen kann:

Und das ging so:

15:49 Uhr  Rrriing- e mail! “Hallo Herr Soodlepoodle ! Ich würde gerne die Serien Mannheim 01 & 02 bestellen.
Wie kann ich bezahlen?”

16:20 Uhr e mail zurück:”Hallo Herr S., entweder mit ner Überweisung, oder, wenn Sie in Mannheim zugegen sind, mit/bei ner Lieferung.”

16:25 Uhr Aw:- e mail: “Prima- Ihre Wohnung liegt auf meinem Nachhauseweg. Da komm ich dann einfach vorbei.”

16:39 Uhr  Re: Aw:- e mail: “Na dann brauchts nur noch die Telefonverbindung, um nen Termin abzumachen: 0621-….”

17:02 Uhr  Rrriing- Telefon!  “Also ich fahr dann los! Bis gleich!”

17:29 Uhr die Haustür klappt zu. Jedem das Seine. Ich staune Klötze!

Stoppuhrenvergleich: exactamente 90 min. vom Erstkontakt (wir kannten uns nicht) bis zum Abschluß.

(Preisbild: Lorbeerkränzken) Tusch! Glückwunsch!

 

 

ParaGazing – altes Geld gucken

Entdeckung des Tages, am 217. Geburtstag der Frau Droste-Hülshoff: die alten DM Scheine, schön groß, wunderbar farbig, weiter bildend, vorne und hinten, plus Stories dazu. Cool & sauinformativ. Vor  allem die des “verantwortlichen” Grafikers Reinhold Gerstetter.

Best puzzling bit: bei der Auswahl der Porträts “..verzichtete (??, Anm. d. Red.) man auf offensichtliche Größen wie Goethe oder Dürer ebenso wie auf solche, die konfessionell oder politisch als Provokation hätten aufgefasst werden können, wie etwa Karl Marx oder Martin Luther.”

Grittibänz in Amsterdam

Regelmäßige Besucher dieses Blogs erkennen schon-am-doch bizzaren Titel und am “Unterbetonierten” des Kreuzwortartigen unten, daß mal wieder ein Reingretchen-Gewinnspiel dräut. Gewissermaßen ein “neues Abfallprodukt” meines fotografisch-literarisch-psychologischen Cover-Projekts.
Ich bin gegen diese Art Ideenansturm schlicht wehrlos- es macht einfach zu viel Spaß, aus meinen Exkursionen in die Weiterbildung  neue Autorennamen zu gewinnen, quasi aus dem Nichts/Alles (Space( Weltall)). Und noch mehr gegen die Herausforderung, die Gedanken(ent)wicklungen dahin sprachlich so zu fassen, daß daraus  “Hinweise” zum Knobeln entspringen, wie “Schulterklopfen auf Kunstrasen” oder “Sprühdosen-Bob” – meine zwei Lieblinge bislang..

So auch ab heute wieder. Sieben Begriffe, aus denen die Autorennamen links oben gelistet  “gewonnen” sind, gilt es wieder zu erraten/-googlen, -recherchieren & -fantasieren. Meine Tipps heute weisen grob die Zeiten aus, aus denen die Gesuchten stammen:

  • über dreihundert Jahre und still going strong sind die Herren (!) Regner und Sepeiz. Und haben weder mit den Kriminellen Elementen noch mit Polly Jean zu tun. Auch wenn man aus der Umschreibung gritty bands raushören könnte. Und dadurch in die musikalische=falsche Richtung irrte.
  • die alles durcheinanderbringende Rebecca erreichte im Jahr 1600 grad die Schulreife. Die es damals noch gar nicht gab. Zumindest in ihrem Heimatland.
  • Lousie lebte im 19. Jahrhundert. Die Zerstörung, die ihren Sohn bekannt machte, erfolgte aber im 20sten.
  • Feng High So Hu ist keine Verquickung einer daoistischen Harmonielehre und des berühmtesten Spaghetti-Westerns, eher ein poetisch gelungener Umbau des Namens eines crazy Techniker-Vogels des 20./21. Jahrhunderts.
  • des Zaren Eiermann überlebte diesen “Kunden”, also vom 19. ins 20. Jahrhundert.
  • Mündungsfeuer von 1722 bis 1822.
  • Ts ts- vom 17. bis ins 19. Jahrhundert außerplanmässig- da sieht man mal wieder: nichts hält so lange wie ein Provisorium..

Und das waren sie schon, die diesmal historischen Datierungs-Tipps zum neuesten Gewinnrätselspiel. Wie immer gilt beim Ausfüllen: Leerstellen sind Leerstellen, der eine Umlaut diesmal benötigt 1 Kästchen, der Bindestrich ebenfalls.

Noch mehr Beispiele für diese spezielle Art der Verschlüsselung/Neugewinnung/Verleserei findet Ihr hier unten in meiner ersten ungelösten Rätselsammlung zum Thema. Und hoffentlich erhellend erklärt auf den dazugehörigen  Artikeln, Artikeln & Artikeln ;-)

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Wer immer noch auf dem Schlauch steht- hier eins von ganz früh mit eingetragenen Lösungen:

 

Acht Preisträger plus wird es diesmal geben. Die werden zum einen meine 3 Lieblings-Mannheim-Fotobücher gewinnen:

  1. Hauptpreis (erste richtige Einsendung):  Eine einheimische Fotografin hat mit immensem Aufwand “ihr” Mannheim zusammengestellt: Industrie und Subkultur, Persönlichkeiten aus  der Alternativszene, Kunst- und Kulturimpresarios, Unternehmer und Marktfrauen ergeben zusammen mit diversesten Ansichten  ein herausragendes Bilderwerk zu dieser meiner Stadt. Hardvcover. Format 24 x 30 cm,  200 Seiten, 130 Photographien.
  2. Zweiter Preis (zweite richtige Einsendung): großartige Nachtaufnahmen am Fluß, meistens inmitten der nächtens doch recht karstig wirkenden Industrielandschaften, oft noch mehr verfremdet durch den der analogen Fotografie zugehörigen Schwarzschild-Effekt- ein großes Werk aus dem Jahre 1991! Muß man kennen! 50 Farbfotos. 72 Seiten. Großformat 27 x 30 cm. Fester Einband.
  3. Dritter Preis (dritte richtige Einsendung):   Der Ausstellungskatalog, der in Retrospektive das Werk dieses Mannheimer Fotografen & Zeitzeugen umfaßt. Erwähnenswert die Dokumente, die gegen und nach Ende des Zweiten Weltkrieges geschaffen wurden. Biografische Daten: 1909-2002. Format: 23 x 24 cm, 144 Seiten mit 141 Abbildungen, fester Einband,
  4. Der Preis plus, je eine Zehnerbox meiner Postkarten nach Wahl geht an die ersten fünf, die mir die drei Autoren nennen können ;-)

Die sieben gesuchten Begriffe erraten, gegoogelt & gefunden, eingetragen/ausgefüllt und bis einschließlich Sonntag, 3. Februar 2014 unter Ausschluß des Rechtsweges können gemailt werden an: el.Berndo ]at[ reingretchen.de

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Musik beim Schreiben heute:

György Cziffra spielt Franz Liszt: “Paraphrasen & Interpretationen”, Hungaroton, 1954-6

Beyond Border Band: “Un coup de destin”, 2013 auf bermudafunk.org

Till Brönner: “Till Brönner”, Bam Bam/Verve, 2013

Minus 8: “Elysian Fields”, Compost 2000

Swinga-Dilla Street, Echoes Of Swing:youtube-embedding-memorial-

Zwischen Hans Albers und Charlie Parker: “La Paloma – One Song For All Worlds Vol.1″, Trikont, 1995

das Blanke Tuch des Neuen

Die stillen ersten Tage des neuen Jahres. Man ruht. Lebt mal wohltuend ohne Aufgaben. Die Jahresend-To-Do-Listen sind abgearbeitet und -gefeiert. Leere, Ausschnaufen. Nur mit der Ahnung, daß jetzt die Zeit für Pläne ist. Das Wetter ist milde, Winter gibts nur auf dem Kalender.

Ich schaue in mein Archiv. Heute, zufällig, die Jahrgänge 2004, 2009. Und wähle: das Blanke. Bilder ohne wirkliches Motiv. Bilder, die wirken, als seien sie in merkwürdig geistesabwesenden Momenten aufgenommen. Bilder, die gerade mal aus Flächen gegeneinander bestehen, als belanglos Wahrgenommenes der industrialisierten Welt, ein ungezielt-tranceartiger Griff in den Ozean der beliebigen urbanen Unorte und Ingredienzen: Beton, Stahl, Glas, Spritzer. Flimmern und Rauschen; ohne Identität, unverortbar, beliebig im Irgendwo.

Beim Bauen der Cover ein neuer Gedanke, ein Impuls hin zum Experiment: die Frage für diesen, noch ebenso blanken Monat: können solche Motive auch was taugen?

Mit dem Reingretchen-Trick: sehr wohl! Geschichten in der Ödnis, die diese zu Orten macht, gibts ja beispielhaft in der Weltliteratur- das ist also nichts Neues. Kann hier also gerne auch mal entgegen der “Funktion” von Titelblättern auch auf diesen Darstellung finden: blanke Baufassaden, Bahngeleise bei Nacht, hochgezogene Schleusentore mit Wartungsleitern.. Alles Lokalitäten, die sich für Krimizwecke sehr wohl eignen. Eigentlich fällt mir auf Anhieb keine Örtlichkeit ein, die gegen das Stattfinden von kriminellen Begebenheiten “immun” wäre. Sobald irgendwo Menschen auftauchen, ist ja (fast) alles möglich.. Mal wieder frappant also, was da unerwarteterweise Verwendung finden kann..

Sehr zufrieden bin ich auch dann immer, wenn aus einem Foto zwei Titel gewonnen werden können wie hier unten. Ist seit Start im August 2012 schon das erste, zweite, dritte Mal! Trotz gleichen “Themas” Dachfläche wirken mir die beiden athmosphärisch doch sehr unterschiedlich: das linke eher kahl, trostlos und in aller Hitze eher unwirtlich, ja: abweisend wie Stacheldraht um ein Sperrgebiet oder hermetisch gesichertes Versuchsgebäude. Das andere rechts erinnert mich an Sommer, freie See, Takelagen von Schiffen. Hier kommt die Sonnenwärme richtig rüber. Ich bilde mir sogar ein, die salzige Brise von der See zu spüren ;-) Sogar ein unerwartet sommerliches Trio gelang zum Abschluß, dessen “flachstes” Motiv gar zum Startbild und Cover des Monats wurde. Alles drei Bilder, die jetzt, in Erwartung des Winterkalten umso mehr wärmen- findet Ihr nicht?

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Musik beim Schreiben und Gretcheln heute:

Till Brönner: “Oceana”, Universal, 2006

Adam F: “Colours”, Blow Up, 1997

Yoshinori Sunahara “The Sound Of The 70s”, Ki/oon Sony, 1999

Minus 8: “Elysian Fields”, Compost, 2000