Archiv für den Monat: März 2010

Ich sag da immer Benz O’ Mobil(e) ‘zu

Durch einen “Hinweis aus der Bevölkerung” hab ich von der genauen Stunde der Enthüllung erfahren. Im Frühjahr 2008. Und konnte mit Kamera vor Ort sein. Und die “anderen” Bilder fotografieren. Na die, die von den Presseleuten deshalb nicht gemacht werden konnten, weil sie sich um die Vorderfronten, die obligaten ein, zwei Bilder für die Lokalnachrichten kümmern mußten. Und da gibts Gepflogenheiten, wie sowas auszusehen hat, wenn auf der Agenda bei “Fotostrecke” kein Häkchen ist..

80430029Ich hingegen hab mich auf die flüchtigen Details des Tages konzentriert und konnte das Offizielle fotografisch als bloße Tapete “verwenden”. Denn auch so bekommt man historische Bilder, die aussagekräftig sind, oder?!

Seitdem  nutze ich immer wieder die Gelegenheit, diesen Bronzeabguß/nachbau des ersten Automobils im Bild festzuhalten – allzu oft bin ich diese Tage im September 2017 ja nicht mit der Kamera unterwegs. die Kunsthalle nähert sich rasant ihrem Endaussehen, der Wasserturm ist für meine Dafürhalten schon ausreichend aufgenommen. Nur halt das Licht reizt mich ab und an, eine neue Version aufzunehmen:

Macht als Postkartenmacher und -vertriebler ebenfalls (immer wieder) Spaß, den genauen Standort für FAQ-ler mithilfe historischer Stadt-Motive zu erläutern. Und dadurch die Verwirrung nicht zu schmälern. Wie zum Beispiel mit diesem Motiv #3, “unscharfe Serie”:65540012_print

“Genau da, auf diesem Grün da, hinter den Tulpen steht das!” Dumm für ne Ortsbeschreibung, daß alle außer-”grünrasige” Flora auf dem Foto nicht mehr da ist, die Lichtverhältnisse damals recht einzigartig waren und ausgerechnet dieses braungraue Rechteck, das zudem auch noch unscharf abgebildet ist, die einzig definitive Referenz darstellen könnte.

Irgendwie ne blinde Ecke in Zentralst-Mannheim, umflossen von stetem Verkehr aus und in Richtung Heidelberg und deshalb: unbeachtet. Mit der Lipsi-Rad-Skulptur, die gefühlte 30 Meter vom Benz-Abguß und “gegenüber” Wasserturm entfernt steht, gehts mir ebenso:

start-11460035_01sprechblasen

Zur Deklaration deren Lage hol ich immer dieses Postkartenmotiv unten hervor, das die Lage beider zeigt, zwar winzig klein, innerhalb der stadtbekannten Umgebung aber völlig ausreichend.

Hier habt Ihr auch das graubraune Rechteck wieder. Sogar mittig, an selber Stelle im Bild. Davor das winzige Kreislein in dunkelbraun.  Es gibt gar ein Bild, auf dem nur die beiden Gesuchten zu sehen sind – Morgennebel sei dank:

97420007In Gegenrichtung, bei klarer Sicht, unser Motiv des Tages:

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Glücksfall/Serendip des (Aufnahme)-Tages: diese unfaßbar helle, gleichmäßige Beleuchtung am Friedrichsplatz. So gleichmäßig, daß viele Beschauer seit Erscheinen dieser Karte den Standplatz gar nach indoor verortet haben. Ins Museum. Aha. Aber welches denn?

Und- Ihr seht: ich bin mit dieser Motiv”lage” echt ausgestattet – noch eine kleine Suchbildaufgabe: hier ein abendliches Foto aus dem Jahr 2008. Autofreaks werden recht schnell zu dem oberen, offiziellen Kartenbild und dem farblosen ganz oben eine Fehlermeldung ausgeben können: es geht um ein für Transportation essentielles Bauteil in jedem Fahrzeug. Das anscheinend gern mal als Souvenir mitgehen geheißen wird…11930032-benz2008Eigentlich wollte ich das Foto bis auf das untere Drei-Fünftel beschneiden, fand dann aber im Gegenteil die dafür angebrachte Blende zur Ausschnittsermittlung ebenso reizvoll und hab alles und mehr stehenlassen.

Ihr könnt ja mal de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Denkmäler_in_Mannheim durchscrollen!

Und für diejenigen, die sich über das Datum der Veröffentlichung dieses Artikels wundern: hab ich “so gelegt”. Ausnahmsweise. Auf das Datum, an dem dieses 26. Motiv aus der Druckerei bei mir gelandet ist, dem 8. März 2010.

Denn heute, beim Tippen und Fotos-aus-der-Versenkung-zurückholen,  ist der 3. September 2017. Nur ist mir beim Schreiben des letzten Postkartenartikels aufgefallen, daß auf meiner Übersicht noch jede Menge Info-Buttons und Geschichten zu den  mannheim-auf-postkarten.de fehlen… Und die unter dem aktuellen Datum zu veröffentlichen, wäre eine Verzerrung meines Blogs/Tagebuchs. Ich sehe es file eher unter “nachgeholte Hausaufgaben”.

Auch hübsch, eigentlich nach diesem Datum entstandene Fotos und Geschichten hier als Anreicherung beifügen zu können – Zeitreisen Falschdatierungen machens möglich ;-)

Und wahnsinnig spannend, zu checken, wann OK, google diesen versteckten Artikel findet!