Kategorie-Archiv: a new kind of handbagigkeit

Gesucht: HANDTASCHENTRÄGERIN. Typ: HIGH CLASS.

Tja, nun hab ich schon mal diese Idee mit den Taschen-aus-Bildern, aber wie weiter?  Ermutigende Feedbacks und meine extrem entfachte Entdeckerlaune lassen mich flitzbogenmäßig daran herumspinnen: wie diese Geschichte nun weitergehen soll, was aus dieser Idee - Material gibts ja  in abundance - heraus möglich werden könnte, was sich als next step anböte, wie die Handtaschen und Clutchbags gar konkret drei D ins Leben treten könnten, von der Produktions- und Distributionsseite als auch vom Marketing. Da die ersten beiden Punkte weitreichendere Überlegungen und Dritte-mit-Know-How einbeziehen müssen – Hilfe! mir fehlt Kompetenz – sowohl als auch! -  legt mir meine häufige Beschäftigung mit Außenwirkung, Medienkompetenz und Marketing-Geschichten erstmal folgendes nahe – sprich: kann ich jetzt und hier machen:

Es geht nix über einen 1A Serviervorschlag, ergo: Bilder müssen her.

Und zwar nicht nur Bilder der bloßen Taschen(entwürfe), die gibts ja schon, nein – die Umgebung, das Rundherum muß stimmen, um den passenden Geschmack des Außergewöhnlichen Lebens™ mit ihnen ;-) zu ergeben, auch und gerade bei so erstmal spinnerten Ideen wie… Abstraktes zu Handtaschen. Die gibts zwar bislang nicht als physisches Objekt, die dazugehörige Präsentations”haltung” kann aber schon mal projektiert = ausgehirnt werden und lautet: keine Handtasche ohne Handtaschenmodelfoto, no desirable bag to schlepp without the flavour des coolen, luxuriösen, exquisiten Lebens dazu.. Das bedeutet aus der Sicht des Vermarkters: eine Tasche ist nix ohne “entsprechende” Präsentation. Und da die Idee, etwas Toppes zu (er)schaffen, sexy ist, helfen nur die besten Zutaten™. Also warum nicht gleich

Supermodels. Fotografiert in Superposen und -Klamotten von Weltklassefotografen in unüberbietbarer Umgebung????

Die digitalen Zauberkräfte @ home und die Bilderflut im Netz als wohlfeiler nudge. Nix is easier. Aber wie starten? Wo perfekt passende Ideen herkriegen? Nun, man beginne in aller Schlichtheit der Idee mit der… Supermodelsuche. Then you quickly bump into … Emily DiDonato, Barbara Palvin, Doutzen Kroes, die Hadid-Schwestern, Rihanna, Kim K., … und die üblichen, weltweit operierenden verdächtig Hochglänzenden… Auch ne Idee: wikipedia.org/List_of_most_followed_users_on_Instagram

Da ich aber eine eingefleischte Abneigung gegen Hitparaden i.e. das allzu Offensichtliche habe – es ermüdet mich (etwas, das niemals passieren darf) – und ich schon Erstaunliches beim BildErStöbern auf “kleinen” Blogs entdeckt habe, starte ich eine Etage tiefer ..bei den “Oberen Zehntausend” der modernen Modeseiten, also den Online-Mags/Blogs: schnell gefunden sind in unsortierter Reihenfolge, gar mit hauseigenem claim in «…»

Ganz vorne bei mir, (denn) die sind etwas dreister/doller:

und zur dedizierten “Personalsuche” findet sich: inoubliablemodelarmy.com, premiermodelmanagement.com, marie claire modelsuche. Oder simply theones2watch.com. Da ist dann Personal und Styling und exquisite photographic craftsmanship in einem Knäuel  genau im gesuchten Mix – super B!
Hey! Serendip! Ein echtes Schneiderblog: patternvault.files.wordpress.com

In frisch erwachtem Jagdfieber stoße ich dann irgendwann auf diese neuartige Plattformen wie lundlund.com, die “full production service, casting & art buying.” anbieten. Oder das Amsterdam-Berlin. Claim: “Wir wollen Populär-Kultur schaffen: keine Werbung, sondern Inhalte, mit denen man sich gerne auch eingehender befasst“. Aha und so so: ganz klar ein neues UntersuchungsObjekt für meinen MedienkompetenzVerein :-)

Nach all den Aficionados und ihren bunt zusammengewürfelten liebevoll mit viel Herzblut editierten Online-Werkschauen kann man nun einen Blick auf die ( in dieser Hinsicht “armen”, im corporate design gefangenen) Klassiker werfen: Harper’s Bazaar, hier vielleicht die Abteilung “street fashion”VOGUE (…Korea zum Beispiel, steh ich drauf und: kann man per google-fundsache hier auch noch um große Bilder “schröpfen”), ebenso wie Marie Claire , l’OFFICIEL , ELLE , Vanity Fair Abteilung “fashion” und, jaaa, da will ich keine Widerworte: Hennes & Mauritz – schließlich gehts hier um die Qualität der Fotos, nicht um die Hochpreisigkeit der Couture..

Weiterhin ”kümmern” sich noch folgende Personengruppen ums Thema Mode:

“the Sartoralist”  Scott Schuman , “Facehunter” Ivan Rodic  als Ur-StreetFashionBlogger -  logo. Und, frisch entdeckt susiebubble gleich hinterher.

Naheliegend auch, bei den dafür einschlägig berühmten Fotografen anzusetzen: dick AnschauungsMassse kriegt man, wenn man “Peter Lindbergh for Vogue” googelt. Zusätzlich: die Such-Tools auf “farbig” stellen. Patrick Demarchelier. Steven Meisel. Mario Testino, Gilles Bensimon. (to be continued)..

Schnell ergoogelt sich auch die neue Fotografengeneration: Elisabeth Frang, Julia Noni, Liz Collins, Emma Summerton, Yana Bardadim, Luigi & Daniele + Iango, Warren Du Preez & Nick Thornton Jones, Elizaveta Porodina, Luis Monteiro, Nicole Bentley, Josh Olins, Iga Drobisz, Filippo Mutani, Ezra Patchett, Thomas Whiteside, Nhu Xuan Hua, Kim Bo Sung, Giampaolo Sgura, …

Und natürlich ebenfalls die Vorväter: mir neu der Herr Jacques Henri Lartigue (1894-1986)

Ebenfalls super anregend, mir für die Taschen aber zu weit im OFF: die Coops von Nick Knight und Alexander McQueen

Und bevor man, ebenfalls naheliegendst, länglich erst Agenturen sucht & die dann durchforstet mein Tipp: einfach nach “new faces” model ne schnellfertige Bildersuche starten.

Und wenn man das alles durch hat, gibts noch die Was-tragen-die-Modells-in-ihrer-Freizeit?-Abteilung. NATÜRLICH gibts da auch Fanblogs zu wie stylebythemodels.tumblr.com

Ein wenig beachteter Quell von Geschmack und Ästhetik: die Stylisten. Gefunden hab ich Daniel Gonzalez Elizondo: dgestylist.com die schnelle Übersicht hier. Models finden sich auf der Seite von helenreavey.com. Oder Monsieur Olivier Schawalder – “ein fleissiges Bienchen”  kann ich da nur eine Kollegin zitieren, wenn man diese vielen Fotos sieht..

Selten, doch ungeschlagen im Aufmerksamkeit-Ranking, weniger passend zu meiner heutigen Hausaufgabe: Styler, die alles in einem sind: Model, Fotograf, Editor und Art director fürs eigens editierte (Katalog-zum-Warenkorb)Outfit. Lest doch mal den (englischen) Artikel  über eine gewisse Pernille Teisbaek. Oder Micah Gianneli mit”ihrem” Fotograf onpoint.photo

Bleibt noch das Kriterium “Unüberbietbare Umgebung“. Harpers Bazaar, Vogue, L’OFFICIEL, ELLE und die anderen angestammten Klassiker halten es hoch, das opulent-luxuriöse Setting. Und wenn man die obigen Bildermassen der “Modernen” so durchklickt, mit all dem unablässig kokettiert gestateten “natural light” Anspruch ist mein Eindruck: die zeitgenössische FashionFotografiererei hat stark verloren. An essentiellen Zutaten eines herausragend opulenten hi class Modefotos. Zu sehr ist (mir) der moderne Street Photography-Style eingezogen: fast immer mit Hauswand und Trottoir als Hintergrund… Gähn… OK – ganz klar eine Budgetfrage. Und alle wollen dabei sein. Aber suboptimal für die “gehobene” Bildgestaltung. Ich habs da lieber etwas üppiger  – gebt als Anhaltspunkt  theartoftheroom.com in die Suchmaschine. Oder (den klassischen) Aaron Slim.. Oder expressionistischer, knalliger. N Cocktail aus Yeste und Rodney Smith (1947-2016)

Fazit Recherche: im Jahr 2017 besteht die Herausforderung nicht im Finden, sondern komplett in der Auswahl, die man unter den Massen der auf Fingerklick zur Verfügung stehenden Anregungen treffen muß.

Jeder also sein personal fashion/photo/style editor.

Und wenn Ihr dieses Posting heute übertrieben bilderoverkillig («wer soll sich bloß das alles angucken??») findet, kann ich nur nach 2012 weisen & sagen: «Zeit sparen durch VieleBilder gucken». Was? Genug gelesen für heute? OK, gibts auch als MusikClip… Moment… der ist noch besser!

Nadann wollnwermal…

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Musik beim Mode Schauen heute:

Stereolab: “Dots And Loops”, DUOPHONIC, 1997

The Chemical Brothers:”Dig Your Own Hole“, ASTRALWERKS, 1997

à propos “way too sexy”*: Right Said Fred: “Up”, TUG Records, 1992  smiley-blush

Kungs vs. Cookin’ On 3 Burners: “This Girl” (heute 270.627.682 Aufrufe – “Musik ist der Joker im Internet!” (Zitat futuremusiccamp-Redner Youtube Mannheim 2015)

M.I.A.: “Arular”, Interscope 2005

Boozoo Bajou “Dust My Broom”, K7, 2005

David Byrne: “Rei Momo”, SIRE, 1989

Disclosure: “Settle”, ISLAND, 2013

John Scofield Band: “Überjam”, Verve, 2002

Seelenluft/Synchronschwimmer EP:  “Silvercity-Bob Meets Acapulco 11″, Kleinrecords, 2001

The Solid Doctor: “Beats Means Highs”, Pork, 1996

stitches’ brew part one

Ich nehme meine Nähmaschine nach langer Pause wieder in Gang und übers drüberSchreiben komme ich zu.. Miles Davis’ opulent-psychedelischen Werk aus dem 1970er-Jahr – heute vormittag auf nüchternen Magen schaff ichs bis Minute 11:49, dann steig’ ich aus.. puh! Ganz schön ausgekugelte Sprünge heute, n’est-ce-pas!? ;-) garnrolle-cut

Nähmaschine? Hä? Wie kommts? Na – die Handtaschen wollen ins Leben! Also muß ich den 2D Pfad verlassen und mir Gedanken machen, wie die Pinxographie “in den Raum gebogen” werden, ins Räumliche treten kann. Natürlich prototypemäßig als Flächendruck auf Folie, der ausgeschnitten und schön “bastelbogen”artig hoch- & umgebogen wird. Dazu brauchts Vorerkundungen: Materialforschung. Werkzeugfindung. Verbindungstechniksfragen: Kleben/Falzen vs. Lochen/Stitschen. Zum Beispiel fiel mir ein lange (im Gedächtnis) verschüttetes Loch- und Ösenwerkzeugset ein, das ich jetzt “auf” den Folien ebenfalls wieder in Gang setze.

Gleichfalls der Nähmaschine bringt hier einen das Ölkännchenprinzip weiter. The Hämmer: die Betriebsanleitung der Maschine umfaßt einen “Schmierplan”: fotografierte Ansichten des aufgeklappten “Maschinenraums” unter der Haube (obere Abdeckung) und Unterseite der hochgeklappten Maschine. Mit aufgemalten Pfeilen für die praktische Hausfrau, wo denn nun das Öl aus der werkseitig mitgelieferten, spitzpipettigen Blechdruckpille hin(ein)geträufelt gehört. «Vergessen Sie nicht das vom Spulerrad halbverdeckte hintere Armwellenlager!» steht da – mit Ausuferzeichen – in all der dem Maschinenbauer anno 1958! eigenen Dringlichkeit.

stitches-brew_002Hier eine kleine readymade Erstcollage der Ergebnisse mit (zufälligen) Berggipfel über Stadtlandschaft und mitgescannten Schnittmusterrädchen . Naja “Erstcollage”- eigentlich erste WerkstoffErkundungen: läßt sich die Folie gut stanzen? Wenn nein: woran liegts? Sind die Löcher zu groß für den doch um einiges schlankeren Faden-in-blau?  Sollte man an die Löcher einen dickeren d.h. dekorativeren Faden anlegen? Müssen genähte Ecken anders gehandhabt werden (der Faden zieht sich ecklings, siehe linkes unteres Viertel)? Was passiert bei zwei Lagen, dem kleinsten Normalfall einer Steppnaht? Wird die Folie reissen? Welche Art Faden ist notwendig, wenn das ganze farbig ist- 1transparenter, um nicht aufzufallen? Oder ein betont knalliger, um die Naht zu betonen? Wird die Folie Zugbelastungen standhalten? Wie sollen die Griffe gestaltet werden? Auch aus Folie? Oder teste ich schlicht Schläuche aus dem Aquaristikbedarf? Und der Verschluß? Dazu mehr soon.

Vorerst noch eine andere Stitch-Idee, ebenfalls beigeflogen: eine digitale Version meiner PinXoGraphien mit drübergelegten Stitches-Brew-Muster:

Hier die erste lazy Muster-per-Photoshop-Version:

stitches-bruise

Effekt: Gitter? Ja, Effekt: handgestickt? Nö. Da müssen ganz klar diese beiden typisch manuellen, charmanten Ungenauigkeiten dazu: Drehung, variierte Stichweite. Nein nein, stimmt nicht: ich hab mir eine echte Kreuzsticharbeit anscheinend noch nie so richtig angeschaut.

Also mach ich ein leeres Gitter und stemple leicht verdrehte Kreuzstichideen rein. Schon unterwegs im noch leeren Gitter:

Ah – das hat mir Charme!

nnn-scanp-170922-535f-r2sxZusätzlich gefunden ohne Sponsoring(!) in Zeiten des DIY: die klassische Brigitte machts vor. Mit allen weiteren Fachbegriffen wie “Stramin”, “fadengebundene Technik”, “Sticktwist” etc. Kannte ich alle noch nicht – bin nicht so der Sticker… Aber die “Appretur“- kennisch!

Hey! guckt mal:hbk-nnn-scanp-170922-535d-p

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Musik beim Sticken Stempeln Schreiben heute:

Savvas Ysatis: “Connect”, Tresor (EFA), 2001

Miles Davis: “Bitches’ Brew”, Columbia, 1970

und ein vor Jahrzehnten selbstgemachter Lieblings-80er Mix, heute Playlist genannt:

1 Kim Carnes: Draw Of The Cards
2 Robert Palmer: Looking For Clues
3 Eurythmics: Would I Lie To You
4 Mick Jagger: Lonely At The Top
5 Prince: Dance On
6 The Pretenders: Middle Of The Road
7 Joe Jackson: Sunday Papers
8 Inxs: Devil Inside
9 Boom Operator: Nutbush City Limits
10 Joe Cocker: Talking Back To The Night
11 Marianne Faithful: Broken English
12 Kate Bush: Hounds Of Love
13 Grace Jones: Private Life
14 Sade: Your Love Is King
15 Paul Simon: Under African Skies
16 Spargo: Just For You
17 The Look: I Am The Beat

Musik beim Fadenendenversäubern (Nachtrag):

Neneh Cherry: “Homebrew”, Circa, 1992

Alice Coltrane: “Turiya and Ramakrishna” – von youtube vorgeschlagen, als ich nach “Fadenenden versäubern”-Videos suchte…

Bunt. Knallig. Experimentell. The Perfect Handbag Fit also.

Nein, Nein: vor lauter REadyMades, wiederzuentdeckenden Postkarten und ausufernden Landschaftsthemenparks ;-) :  die pinxographischen Handtaschen brodeln wild unter der (Blog)Oberfläche: ich bin fleissig & am Suchen nach

Bildern im Netz, die zu meinen Taschen passen. WTH??

..also in genau die entgegengesetzte Richtung schaue, wie vielleicht üblich. Da betrachtete man nämlich die neuste fashion, um dazu Accessoires zu erdenken, hence the name.. Da meine Taschen aber schon vorhanden sind, “hilft” bestimmt das Gegenteil: ich wende die Aufgabenstellung nach links  (um im Jargon zu bleiben).

Und sieh’ da: ging mir grad eben  – acht Uhr vierundfünfzig sagt die Revisionsabteilung WP -  so. Gefunden! No kidding. Passende Bilder = Fotografen = Fashion zu meinen Taschenentwürfen. Und überhaupt: wie anders soll bitte so was ne Trägerin finden:hbk-nnn-scanp-170726-514g-kAlla dann get ready 4 3rei heißbunte Links des modischen Tages. Geholfen hat: die Suche auf “farbig” stellen. Begonnen hab ich bei den Klassikern Patrick Demarchelier, David Lachapelle und Txema Yeste – Unvermeidbar, wenn man zum Beispiel Vogue (Korea) nicht ignorieren will..

Dagegen frisch entdeckt beim Schreiben und Suchen: die beiden  fantastisch experimentfreudigen  Warren Du Preez & Nick Thornton Jones, Elizaveta Porodina desselben! Das Magazin (und Suchgelände der nächsten Tage) dazu: Numéro.

hbk-nnn-scanp-170824-526b-rNa dann Neonröhrengrill, Doppelbelichtungsmodus, Nebelwerfer an und: Hey – was meint Ihr??! Ich schmeiß noch den visualizing-fashion.tumblr und thefashionography.com dazu..

hbk-nnn-scanp-170802-518h-r..und übers Bildersuchen finde ich die Avantgarde-Macherin -

Hey! Iris Van Herpen! Na also! Geht doch! ;-)

Hier ein kleiner Werkstatt-Clip für das New York Times Magazine..

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zu verwirrend? OK, hier die Teschen im Einzelschrank plus acht REMIXE:

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hbk-nnn-scanp-170802-518h-sund die englische Modekuh schmeiß ich auch noch dazu..

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Musik beim Schreiben heute:

The Brand New Heavies: “Heavy Rhyme”, Delicious Vinyl, 1998

Peter Philly & Perequisite: “Mystery Repeats”, Unexpected Records, 2007

MRI: “All that Glitters”, Force Trac, 2002

The Combustible Edison: “The Impossible World”, Bungalow, 1998

 

Handta Schener Spiegler

Randstücke. Irgendwie ne Pest, nicht nur in der Welt der Pizzabelegschaft. Gerne auch bei  Gemälden. Naja: meinen. Etwas diplomatischer: Randstücke muß man mögen. Also ich scanne sie bei meinen Blättern der bloßen Vollständigkeit halber mit und hab sie, sie sind noch gar nicht richtig zu Ende “durchgelaufen”, schon in meiner geistigen Schublade verstaut, denn:

das Spannende der pinxographischen Blätter “passiert” im Mittelbereich.

Weil ich da freestylemäßig und beschränkungs- = randlos kreuz und quer “Maß” nehmen kann. Wie ein Landschaftsfotograf, der in der formlosen Weite ungehemmt den Ausschnitt bestimmt.

ErSchaut hier das allerneueste Beispiel (dieses kreativen Elends):hbk-nnn-scanp-170720-511d-mMit den aufgepappten üblichen Umrissen sieht man gleich, wozu das heute gut ist, über “eigentlich Abfall” zu reden: auch die wildesten, unfertigsten Farbspuren können Recyclinghofmäßig Verwendung finden. Einfach durch Spiegeln. Einfach: rübergeklappt wiederholen. Da is’  voll egal, wasses is: Ich schwör’:

mit so ne schlicht gemachte Achsensymmetrie bringt man bannig Ordnung ins Heim.

Und mirundEuch neue Handtaschensensationen, heute welche mit LKW-Spuren:

hbk-nnn-scanp-170720-511d-x hbk-nnn-scanp-170720-511d-rhbk-nnn-scanp-170720-511d-t hbk-nnn-scanp-170720-511d-v hbk-nnn-scanp-170720-511d-w“Erspiegelte” Taschen also… Klappt mit jeder halbwegs gelungenen Form- und Farbkombi, macht die Tasche-daraus rund, ja fast konventionell in ihrer Wirkung. Und diese geistige RandstückSchublade, schon ganz abgenutzt vom ständigen Auf- und Zu, beherbergt plötzlich ein Ideenvorkommen. Thumbs-Up! Tja, ‘kommt mal wieder nur auf den Blickwinkel an.

Der nächste Griff hinein-in-die-Lade fördert das zutage – nach einigem Herumgezupfe:nnn-scanp-170525-480d-remirPlötzlich machen die freien randständigen Flächen, ansonsten gehaßt, Sinn, stellen dem zentral-royalen Dekor Raum zum Wirken. Zur Taschenherstellung kann man ihn gar noch vergrößern- siehe unten.

Aus dieser Szenerie à la Unterwassermuseum Mexiko stanze ich mir fix eine edel besetzte ClutchBag – edel wie: mit nem doppelten Rubin-Cluster als auseinanderstiebenden Fischsynchronschwarm:hbk-nnn-scanp-170525-480d-rDas macht Laune und ich finde à la serendip anschließend “den doppelten Spiegel”:

Tutorial: ursprüngliches Bild doppeln, eins davon spiegeln, halb durchscheinend übereinanderschieben zur Achsbestimmung al gusto, dann daran schneiden – nicht löschen, sondern symmetriepassend wieder reinpasten! So gewinnt man entlang dieser so entstandenen neuen Achse zwei verschiedene Symmetrien, die man dann (zur Handtaschengewinnung) “beschürfen”/nutzen kann. Verwirrend beschrieben? Dann Anschauung:

nnn-scanp-170530-483b-m1nnn-scanp-170530-483b-m2nnn-scanp-170530-483b-m3g Hier mein Favorit: “die Libelle” aus Flugsamenformen, ich hab noch nen schlichtperlenden Verschluß dazu gebaut:hbk-nnn-scanp-170530-483b-p..die Realvorlage gabs schon mal als Cover:drei_lose_2

..oder lieber diese Kronleuchter-über-PolarLichtWeite-Clutch?hbk-nnn-scanp-170530-483b-s

Dann, sofort am Tag danach, dieses neugierige/abenteuerlustige “Ich-geh-mal-ins-Lager”:hbk-ysp-scanp-161101-401f-r hbk-ysp-scanp-161101-401f-sHier die (mich) entzückende Entdeckung: PinXoGraphy “kann” auch Ver-Schlußsteine ;-) hbk-ysp-scanp-161101-401f-uUnd nun, nach all diesen ungezügelten Experimenten und groovy Entdeckungen die Frage:

Wie soll dieses Posting heute heißen?

  • Taschenspiegel,
  • Taschenigel,
  • Taschenspieler,
  • Taschendealer,
  • Taschentrickster,
  • Taschenklickster,
  • …Taschenspiegeltricksterei?

oder

  • Erfahrer
  • Erkenner
  • Erschleicher
  • Verbrenner
  • Aschhändler
  • Benenner?

oder

  • Erspiegler
  • Besiegler
  • Aufwiegler
  • Zersiedler
  • Bespeier
  • Zerseiher
  • Verzeiher
  • Dreireiher?

Klingt dem SEOCrack nach suchmaschinenoptimierter Lyrik, ist aber bätsch! nur die sanft gekämmte, wordwolkige Annäherung an den Titel heute. Der dann doch ganz anders (zersägt) wurde. Dazu in mind mein verschlungenster Lieblingsaphorismus zu so nem altbackenen Sujet wie Meriten:

Es gibt vier Arten von Orden: verdiente, erdiente, erdienerte und erdinierte.

Sorry, no simple German 2-day!

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Musik beim Schreben & Schriben heute:

St. Germain: “Tourist”, Blue Note, 2000

various artists: “re:jazz”, Infracom, 2002

various Artists: “A Collection Of Various Interpretations Of …Sunny” Part 2

Nochn HandBagNachtrag, denn der Spiegel als Werkzeug zur Taschenwerdung ward schon im Juni erfunden – nur führten die initialen Randstückprobleme heute wiederum zu ihm hin:hbk-ebk-scanp-151109-214c_n
Gemalt & gescannt schon gaanz am Anfang der PinXoGraphie (nämlich am 9. November 2015, wie man an ihrem Dateinamen sehen kann), besitzt diese Tasche  wahrhaft opernkulissenhafte Züge (was hör ich da bloß immer beim Machen??)

Hasenklatsch in Rabbitfur

Handtaschenrecherche. Nah an der Buntigkeit meiner entdeckt man recht zügig Desigual. Die setzen  – ganz unpinxographisch – auf das Prinzip Eklektare/Collagere/Applicare. JP Go tje punktet ebenfalls mit Farbe – leider aber leider nur in Sonderausgaben für Fashion Weeks etc. -, ädded erfrischend punkige Trashigkeit.

Unzügig, da mit Elevator Pitch Hindernissen bestückt, fand ich als Aussenstehender “die Tasche ohne Henkel/Kordel/Rope”. Na die, die man als frau ausschließlich in der Hand herumträgt, -knautscht & -clutched.

Kwasi A Bag Called Clutch .

Lustig, daß sie laut Wikipedia auch “Klatsch” geschrieben wird werden soll kann. Und so zu meiner heutigen Überschrift führt. Es gibt gab nämlich auf meiner Bewerbungsseite eine Version in roten iberischen Karnickel. Ähem: Kaninchen Rabbit from Spain. Mm – “Wenn das mal nicht einfach überfahrene Karnickel an der carretera für jetzt 295 USD sind har har” dachte ich und ergoogelte grimmigly.. road kill fashion. You kill it – we grill it tailor it?  Tatsächlich! Aber diese drastische Benamung könnte zartstylische Seelen abschrecken. “Accidental fur” macht daher alles richtig und nur wenig falsch. Daher der Rabbitfur.

Das sind jetzt drei schmale Absätze für Euch, nur, um in meine Gedankengänge zu kommen,  nur, um das Kurzgedicht zu erklären, das heute meine Überschrift ist. Gedankenverfolgungsposting. Sprachliches Mentales Making-Of. Mit ordentlich Korrekturen und Betonungen (64 67 70 72 mal – laut WordPress-Revisionendokumentation – seit 2. Juli 2017 @ 13:16:35 hab ich an diesem Artikel herumgemacht, einmal gar eine Handtaschenfarbe (!) korrigiert).

Und für die Bleiwüstenflüchter unter Euch noch dreimalzwei Klatschentwürfe aus dem hauseigenen Labor des Tages™, denn – ohne Bilder liest das hier ja keiner ;-)

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Da ist bei mir zwar kein Felltäsch²en dabei, kann aber noch. Aber nur mit/aus erlegtem Pastellstift! Nix Autobahn! Das wären ja dann in doppelter Hinsicht fashion victims!

57620003cutUnd à propos Drei?ohrhase: Ich weiß, es ist nervig anstrengend, über ständig Durchgestrichenes zu lesen, aber diese stehengelassenen “Korrekturen” erzählen unbestreitbar über den bloßen Text hinaus eine weitere Geschichte. Meta. Deshalb ist diese Option beim hemdsärmeligen Bloggen wohl so beliebt, bietet sie doch ein anders schwer zu verwirklichendes Ironie- und Humorwerkzeug, ähnlich wie Sprache an Facetten gewinnt durch “Stimmführung”  in gesprochener Form oder durch Gesten eine “Zusatzausstattung” erfährt. Aber keine Angst – dieses abschreckende Durchgekritzel hier&heute soll in seiner Ballung die Ausnahme bleiben..

Ihr müßt auch nicht alle 29 Links anklicken! ;-)

Nach diesem lehrerhaften Epilog ist nun wirklich Zeit für eine finale BelohnungsKlatsche – auf dem neusten Blatt #508 findet  sich eine schmucke Stelle, die an BetonBalkonÜberlauf der botanischen(?) Art erinnert – wer trägt schon sowas mit sich rum?!:hbk-nnn-scanp-170717-508-rcUnd nachher, wenn man diesen Text googeln kann, bin ich gespannt, ob die durchgestrichenen Kandidaten erkannt werden. Als ordnungsgemäß ungültig.

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Musik beim Schreiben/Korriigeren heute: Tipptaste für ungestalkten Musikgenuß: F5 =Reload. Zaubert nasty Werbung weg ;-) Zur Not mehrmals drücken!!

João Bosco: “Zuna de fronteira”, Columbia, 1991

Paolo Conte: “Paris Milonga”, BMG, 1981

Piccola Orchestra Avion Travel: “Cirano”, Peregrina, 1998

Seelenluft/Synchronschwimmer EP:  “Silvercity-Bob Meets Acapulco 11″, Kleinrecords, 2001

Handtaschenräuber, Handtaschenräuber, überall, überall Handtaschenräuber!

Daß man Diversestes in meinen pinxographischen Bildern entdeckt – das ist Programm und seit nun fast exakt zwei Jahren kaltblütig ausgeführter VorgehensPlan.

Daß ich aber nun den zweck’gebundenen Haushalt’s üblichen G’brauch zugetragen kriege..

..Überraschung!

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Den Einwurf in einer vor-Ort-Bildbesprechung «Dieses da will ich als Bettwäsche für meine (künftigen) Kinder!» erstaunte mich schon, aber der Hammer ist, war und bleibt wohl

«Mach doch Handtaschen draus!»

Meine Spontan-Reaktion: dasselbe ungläubige «Hä?» wie seinerzeit zum Vorschlag:

«Ooch, mach doch mal Postkarten

Solch ubergriffige Verwertungsmentalität muß man als aufs Zweckfreie geeichte, sensible Kreativseele™ erst mal verdauen ;-) Also setz ich mich, nachdem nun schon drei, vier Wochen vergangen abgeklungen sind, gestern morgen halt hin und mach spaßeshalber eine digitale Stanze. Namens HandBagKit:HandBagKit2Das sind, ebenso wie die kürzlich schnell zusammengeklickte Inneneinrichtung, drei simple Grundbausteine aus dem  werkseitigen Formenkanon des Photoshop:

  • zwei Ellipsen, konzentrisch übereinander geschoben, dazu
  • ein perspektivisch verzerrtes Rechteck mit abgerundeten Ecken.

Zack. Handtaschenbausatztutorial. Die entstandene Form definier’ ich mir um, entferne das Grau & mach so eine Maske draus, die man wie nen schön geschnittenen Karton über die Bilder vor alles halten kann, um die Handbagtauglichkeit zu testen: hbk-nnn-scanp-170530-483bDAS ist der allererste Schnellschuß mit dieser Methode. Ich hab ein erst bestes farben frohes Blatt dieser Woche ausgesucht, etwas verkleinert und mit  Steuerung V die Handtaschenstanze automatisch in die Mitte des Blattes reingepastet. Hey Voilà! Don’t touch it! It’s perfect!

Gleich weiter. Nächstes Opfer, neuer Anlauf: unterseeisch diesmal

hbk-nnn-scanp-170529-482c-rhbk-nnn-scanp-170529-482c-sHier ein Entwurf mit “Testumgebung”, also dem zugrunde liegenden Pinxographischen Bild im und als Hintergrund. Wie ne Tapete zur Tasche. Ganz so wie in American Beauty, wo die Stimme des  Off-Erzählers gleich anfangs-szenisch raunt: “Sehen Sie, wie gut die Farbe der Heckenschere zur Farbe der Schuhe meiner Frau paßt? Das ist kein Zufall.” ;-)

Und gleich noch eins – hey, das macht Spaß – Handtaschenstanzen!

hbk-nnn-scanp-170529-482b-rhbk-nnn-scanp-170529-482-rehbk-nnn-scanp-170526-481g-rhbk-nnn-scanp-170526-481f-rWow! Ein neues Brachland wird von den Nebeln des Unbekannten freigegeben! Ein paar mal drüber schlafen, dann werde ich mich wohl in naher Zukunft um die Formen, deren 3D-Darstellung und Verschlüsse kümmern!

Aber jetzt sofort diesen herrlichen ersten Elan ausnutzen!

Und irgendwann vielleicht um eine HandBagApp, die dem Dilemma der Frau da neulich an der Kasse vor mir sacht entgegensteuert: “In dieser Tasche fehlt nur eines:  …. Ordnung!”

Hier gleich noch ein paar aus der “Nachmittagsschicht”:

 

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PS.: zum Titel, dem etwas länglichen heute: Der kann auch von Millennials schnell als launige Zeile eines 82er Foyer des Arts-Textes ergoogelt werden. Den gibts auch – wenig Wunder – als youtube – Anhörbeispiel. (..) So altes sperriges Zeuch liefe bei mir schon fast unter historisches Unterrichtsmaterial aus einer Zeit, als noch mehr  grobe/feine Ironie in der Öffentlichkeit verwendet wurde/ankam..

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Musik beim Schreiben und Stanzen heute:

Original Motion Picture Score: “American Beauty”, Dream Works, 1999

Marcel: “viginti etduo”, Mole Listening Pearls, 1999

Quazar: “21 hours”, Superstition, 1999