Kategorie-Archiv: Werkstatt

Das Arbeiten am Hintergrund(wissen)

..und natürlich gleichzeitig im Hintergrund, dem quasi unsichtbaren. Das ist grad meine busy Beschäftigung beim Kennenlernen meiner Filmkamera.

Das heißt, ich mache kleine Testclips* von allem, das zur cinematographischen Inspiration taugt. Ganz im Sinne von “We don’t care what the shot looks like YET” – es kommt nur drauf an, die Möglichkeiten des Bewegtbildmachens @ home kennenzulernen.

Also zerre ich alles Mögliche aus dem Dunkel ins pralle Licht und vors Makro-Objektiv, sehr überrascht, was zum Beispiel simple SchlauchPlastikfolien im Sonnenlicht can do:

moviepoodle_1040147Also, das, das ist doch…Gold, auf gentle gebrochenen Oberflächen aufgebracht! Falls Euch das nicht so geht – werft mal nen Blick ins Kino. Zum Beispiel..

Das hier mag aufs erste Anschauen etwas unspektakulär bescheiden wirken, taugt mir aber 1A zum Ausloten der optischen Magie, die man mit Licht und (halb)durchsichtigen Gegenständen erreichen kann:moviepoodle_1030923

.. und die sich auch noch bewegen! Darauf bin ich am meisten gespannt: zeitgebundenes Medium Film. Das menschliche Auge, das diese aufeinanderfolgenden Eindrücke zu etwas “zusammendenkt”, das mit bewegungslosen Fotos oder beim Stehen vor Gemälden nicht denkbar/möglich ist. Und natürlich bin ich neugierig auf die Ergebnisse, zu denen man nen falsch eingestellten Autofokus “verführen” kann ;-) :

moviepoodle_1040182Oder die VerTopographisierung der verlassenen Vakuumverpackung-an-sich:moviepoodle_1040217Zusammen mit Mode-im-Film-Schauen = Erwachsenenbildung @ home. Frisch dazu entdeckt zum “Gegenlesen” aus der großen weiten Welt:

Plus: Gedankenexperiment mit FilmKlassikern:  «Wenn Sie den weißen Hai rückwärts laufen lassen, dann spuckt der die ganze Zeit Leute aus, die am Ende dann eine Strandbar eröffnen.»
(Moderatorin Ruth Fühner im HR2 Pfingstprogramm)

* von wegen “TestClips”: noch ohne jegliches Schnittprogramm, mit dem ich umgehen kann, sind das eher Kamera-an…one, two, three, four..Kamera-aus-Clips..

Nachtrag am Tag danach: “The White City”- die VideoAntwort ;-) auf Max Ernsts “La Ville entière” (1934). Hören Sie dazu: Thomas Dolby.moviepoodle_1040168__________________________________________________________________________

(Fashion Clip) Musik beim Schreiben heute:

MRI: “All That Glitters”, forcetracks, 2002

Original Motion Picture Score: “American Beauty”, Dreamworks, 1999

Fever Ray: “FeverRay”, V2 Records, 2009

Etienne de Crecy: “Tempovision”, Disques Solides, 2000

Gesichtserkennung aus Bodenhaltung

Dieses Exemplar, das ich glücklich als Anschauungsmaterial par excellence in einem Baucontainer der Nachbarschaft fand, ist ein eher karg ausgestattetes  Stück. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich, Euch den Anstoß meiner pareidolischen Arbeit = PinXoGraphie vor fast drei Jahren hier präsentieren zu können:terrazzo-pinxographyGenau diese Art von Vintage Fußboden @ home, genannt Ortsterrazzo war es, die mich “anregen half”, es im kreativen Bereich mit genau diesen “unabsichtlichen Anspielungen” als Generalthema zu versuchen. Denn der mit etwas Muße gedankenverlorene Blick darauf gebiert in diesen Splittern Erkennungsmomente, “findet” aus dem Leben “bekannte” Figuren: hauptsächlich Gesichter, Köpfe, Blumen. Eben..

Pareidolie mit/aus/von Terrazzoböden. Klassischerweise kann man auch noch rustikal verkleidete Holzwände dazu “nehmen” und in den mitverarbeiteten Ästen und Maserungen ringsum Gestalten, Gesichter, Pferde etc. “erkennen”. Oder, modern mit Technik und dem Blick nach oben: erkennen lassen, hier Gesichter in vorbeiziehenden Wolken..

In diesen neusten PinXoGraphien könnt Ihr Euch also mal austoben. Erkennungsdienstlich. Aber Obacht: allzu einfach mach ich es Euch heute nicht, denn das Thema Masken hatten wir ja schon..hbe-scanp-180513-634c-rec2vhbe-scanp-180403-626c-r2v94hbe-scanp-180416-630b-rvr7hbe-scanp-180425-632b-r2vr2 hbe-scanp-180510-633c-recvn hbe-scanp-180513-634e-rec2v
___________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Kruder & Dorfmeister: ”DJ-Kicks” , !K7, 1996

Michael Atherton: “Sea and Mountain: Music in the Korean Style”, Celestial Harmonies, 2006

The Tip Of The Props Iceberg – heute: das Undercover Basketballspiel

Wer sich an meinen bislang einmaligen Flohmarkt-Blogartikel erinnert, dem erzähl’ ich nix Neues, daß ich auf einer bildlichen Eisbergspitze hocke. Ein Eisberg aus (meistens) Flohmarktfunden. Dieser Berg, der wundersamerweise in nicht mal übermäßig vielen Umzugskartons Platz findet, wird nun fällig, denn ich brauch a) Ideen und Requisiten für meinen Clip, b) Übung in Kameraführung und -bedienung und c) endlich mal Übersicht übers “filmreife” Material.

Also gibts in den nächsten Posts immer mal wieder ein (wieder) frisch ausgepacktes Highlight der schrulligen Art. Der spaßigen Art. Der Es-war-einmal-Art. Der Zum-Glück-nicht-weggeschmissen-Art. Der Wie-lange-hast-Du-denn-dafür-gesammelt-Art. Los gehts mit meinem Prunkstück, das ich immer zur Hand in einer Vitrine hab: 30 x 16 x 13 cm:

1030826_vs_1030832Wenn ich mir die im Vergleich zu zeitgenössischem Spielzeug fragile (Dach)Bauweise so betrachte, kann man ganz klar sagen: das kann nicht als echtes Spielzeug gemeint sein, mit dem man ausgelassene MiniTurniere austragen kann. Hier kann nur gedrosselt gespielt werden. Und Dauerbetrieb? Total unvorstellbares No-Go. Liegt vielleicht (auch) daran, daß früher einiges anders war und die Zeiten, wir und die Kinder wilder geworden sind?

Ich jedenfalls schätze, daß dieses Museumsstück aus den USA stammt. Wo Basketball jeher populärer war und nach wie vor ist als in Good Ol’ Germany. Ballspiele mit Hebel, Taste & Griff (statt/oder mit Hand&Fuß) heißen hierzulande Tischfußball.

moviepoodle_1030891

Nerdiges Sammler-Protzen mit diesem coolen Ding funktioniert ja super – ich hab das seither noch nie irgendwo anders gesehen. Ein Ding aus einer anderen Zeit . Wie diese klassische, US-amerikanische ;-) Verfolgungsjagd im Ford Mustang über abknickende kalifornische Strassen. Eine andere Zeit, jawoll: vergleicht doch mal die Wucht, (Schnitt)Geschwindigkeit und Därdewiligkeit dieser  Szene mit dieser, 40 Jahre danach… Die Frage ist nun nur noch: welche Art Inspiration “wirft” dieser Gegenstand für seine cinematografische Tauglichkeit? (Gegenstand: Basketball per Knopfdruck @ home und gleichzeitig youtube car chases gucken, das Schlafhirn wird sich schon drum kümmern)

Ich werde es wohl so machen wie die Jungs von OK GO (siehe unten) in der Video-Planungsphase: “Normally what people do making a film is plan very very carefully and.. shoot. We go: get us in the airplane so we can start playing. And once we’ve played for a week than we can tell you what the real idea is.”

Hey Wortschatz: Leap Of Faith = Vertrauensvorschuß. Morons=Trottel, Idioten.

Und am Schluß: Googelt mal die erste Halbzeit der Überschrift – wow! der Eisberg als Requisit!

____________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

OK GO: “Upside Down And Inside Out”- Youtube, heute 13.026.457 Aufrufe, davon mindestens 20 von mir ;-)

Just Jack: “Overtones”, Orchard, 2007

 

 

So Up wie Kristian, so knallig wie Txema, so geheimnisvoll wie Elizaveta

..sollen “meine” künftigen Handtaschenmodefotos sein. Doch doch: darüber mach ich mir viele Gedanken. Noch bevor es die Täschchen überhaupt gibt. Denn was auf Fotos mondän, exzellent, schmuck, chic und modern aussieht, m.u.s.s. doch in echt eines Tages genauso sein: wie erträumt ;-) hbk-hbe-scanp-180324-620g-rUnd Träumen fiel noch nie so leicht wie heute: wann bitte hat man in der Menschheitsgeschichte von zuhause aus eine solche Chance zur Inspiration gehabt wie dieser Tage:

Googelt  allein schon Sölve Sundsbö oder Nick Knight, da bekommt Ihr  das Experimentellste zu Gesicht, was sich bislang in meiner Liste findet. Und die ist surely schon ordentlich angewachsen, ob das nun Fotografen, Models, Posen, Settings oder allgemein: Ideen sind, die man ins Bild setzen kann. Und alles darf mit, von digitalen Retro Collagen, Kirlian Fotografien, Anime-Styling bis zu Nixieröhren-Steampunkretrokonstruktionen und Luftblasenanimationen aus VideoGames.

Beim vielen (Mode)Schauen finden sich natürlich auch (Werke von) aktive(n) FotografInnen, die mich begeistern. Denn schließlich sollen meine künftigen Handtaschen artgerecht ins Bild ;-) Und da müssen schon Visionäre ran, wenn ich mir zum Beispiel solch neusten Entwürfe (die nämlich von gestern abend) angucke:

hbk-ebk-scanp-151230-252g-0 hbk-hbe-scanp-180108-580c-t hbk-ebk-scanp-151230-252g-z hbk-ebk-scanp-151230-252g-y  hbk-ebk-scanp-151230-252g-w hbk-ebk-scanp-151230-252g-s

Da brauchts Arsenal&Imagination, in welch fantastischer/urbaner/märchenhafter Umgebung diese Taschen passend vor der Kamera platziert werden möchten.

Hier also meine Wahl so far:

Wenn auch mit eigentlich übertriebenem ordentlich Prop-Aufwand begeistern mich diese wundersamen Bilder von Kristian Schuller. Dessen Leidenschaft für den Zirkus und die Weite des Himmels bringt Gegenstände und Szenerien ins Bild, die man sonst nicht so opulent auf Modefotos sehen kann. Und die Fotos wirken uplifting, voller unbekümmert-eleganter Energie wie die (gerne) ans Frivole grenzenden von Ellen von Unwerth (als weiblicher Gegenpart). Und sind (mir) nicht so exaltiert=übertrieben austaffiert wie Tim Walker- oder David LaChapelle-Werke, die in dieser Opulenz ja auch schon der Vergangenheit angehören. Dann, mein hombre Numero eins: Txema Yeste. Es muß an der gleissende Helle seines Herkunftslandes Spanien liegen, daß diese Bilder eine dunkel knisternde mystriöse Erotik ausstrahlen – all dieses Rot und Yves-Klein?Blau in den Bildern! Lest das Interview! Und hier meine fotografische femme Numero eins: Elizaveta Porodina. Da gibts nen interessanten Artist Statement Film ‘zu. Der ist leider nicht auf ihrer Homepage. Ebensowenig wie das Interview mit Txema auf seiner….das alte Leid mit den Kreativen..

hbk-hbe-scanp-180327-621c-r

Also: (Mode)fotografen der Gegend! Ist da jemand? Der /die /das auch will?

____________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The Quiet Boys: “Can’t Hold the Vibe“,  Acid Jazz, 1992

St. Germain: “Boulevard”, F Communication, 1995

Achtung! Achtung! Sie verlassen den virtuellen Sektor!

Man sollte sich angewöhnen, sich selbst mal etwas zuzurufen. So ab und an. Wie in der heutigen Überschrift angelegt. Und: sich damit explizit selbst zu meinen. Das hat nix mit psycho zu tun, das ist ne Übung in Selbsterweckung: sich lauttönend etwas bewußt machen (bevor es etwa andere, hier Mr. DJ Chris Whap-a-dang, tun) ;-)

Whap-a-dang plus GrammophontrichterSchon wieder dreieinhalb Wochen ist es her, daß ich die landbrechende Gelegenheit hatte, mein Handtaschenprojekt an den Rand des virtuellen Sektors heranzufahren, in dem es bislang ausschließlich blühte. Es existierte ja lediglich die Idee, jede Menge Bildschirm-Material, Bloggergedanken, einen Ordner voller schnell “gestanzter” Entwürfe – rein virtueller Output also.

Bis die Idee “Ich als Bildhauer” daher und damit die Handtaschenaussägerei ins Spiel kam vergangenen Januar.

UnErstaunliche Feststellung: das Ende der virtuellen Welt grenzt, wie mir dabei bewußt wurde, nicht ans Nichts, wie das zufälligerweise Robert Overweg vor knapp neun Jahren entdeckt zu haben glaubte, sondern das Ende der virtuellen Welt grenzt an die echte Welt. Und diese Grenze neigt naturgemäß zur Durchlässigkeit.  Neulich erst (wieder) kam mir das Zitat von William Arthur Ward, (one of America’s most quoted writers of inspirational maxims) in die Quere: “If you can imagine it, you can create it.” Das betont chique Virtuelle ist also bloß alter Wein in neuen Schläuchen:  Ideen, Visionen und Träume also, die seit Menschen G-denke’ ins echte Leben drängen.

Und nun schaut Euch mal dieses Bild an und.. und?  Welche Art der Handtaschen“realität” seht Ihr? Oder: glaubt, zu sehen?

handbag-clip-2018-03-13_775

Bis vor ein paar Jahren gab es noch diese rhetorisch klar / scharf gezogene Trennlinie im Kopf. Zwischen echt und virtuell. Zwischen persönlicher, sinnlich erfahrbarer Körperlichkeit und diesem von irgendwie fragwürdig/undurchsichtigen Rechenmaschinen entsprungenen, rein gedanklichen, errechneten Ideenraum. Interessant dazu die (heutige) Defintion auf Wikipedia:

«die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen.»

hbclip-180313_7768_04Wenn ich das lese, tauchen plötzlich tausend zeitgenössische Erscheinungen vor meinem inneren Auge auf: nicht nur die Klischees Videogames, Simulations- und bildgenerierende Programme. Sondern ebenfalls: Kinofilme! Fotorealismus in der bildenden Kunst! Und gar gleich selbst: die Fotografie, die Räumlichkeit “vorgibt”. Der kleine Schritt zu virtuell im modernen Sinne bedeutet (ja nur), daß Rechner das Ganze interaktiv machen: der Benutzer kann den Blickwinkel und die Bewegung mit Kopf- oder Mausbewegungen bestimmen, die Maschine ändert daraufhin die Ansichtssache. Ein organischer Entwicklungsprozeß meiner Meinung nach.

Das alles meint(e) ursprünglich: bildliche Eigenschaften. Eigenschaften also, die das Auge betreffen. Per Rechner und Digitalisierung kamen noch audiofiles dazu. Man kann also plötzlich hören, was im ausgerechneten Raum “passiert”, in dem man sich per VRBrille bewegt. That’s all. Düfte und Hautempfndungen dauern noch – das schaffen bislang nur die… Träume als klassischster Fall von umfassender Virtualität ;-)

Heute rückt die umfassende Machinenhilfe beim Imaginieren in den Fokus und den Alltag. In Robert Overwegs Worten auf seinem digital is taking over: «How everything will be digitised, from pop stars, drawings, your thoughts, people, to your environment. How we will experience all this in VR simulations or recordings. And how we will mix virtual and physical memories.»

Tja, daß diese Verwischung gar die Erinnerung (be)trifft – das hätte man erst mal am wenigsten erwartet. Obwohl das ja am nächsten liegt, besieht man sich das mal genauer.

Dann bin ich also mal flitz gespannt, was denn meine erste persönliche Erinnerung an die 3D Handtaschenwerdung sein wird. Diese Bilder gar?

hbclip-180313_7756_01

Epilog:

In zehn Jahren, so schätze ich heut mal, wird sich das Ding von selbst erledigt haben. Die digitalen Einwanderer werden langsam im Ruhestand versacken, ihre Stimme und Taufhoheit der die Öffentlichkeit prägenden Wortschöpfungen langsam verstauben. Sogar bei so nem In-Ding wie die Virtuelle Realität.

Hat ja jetzt bereits die ersten Löcher/Glitches: nochmal Wiki P zum Begriff des “virtuellen Teams“: «Der Begriff virtuell ist schlecht gewählt (..), denn er suggeriert, es handele sich um ein unwirkliches und künstliches Gebilde.»

Und mit Aufkommen der 3D Drucker, die “helfen”, alles Vorgestellte, Ausgerechnete, maschinell Imaginierte flugs ins Hardwarige zu überführen ein weiterer Trennschärfezerstörungsfaktor.  Wir sind ja grad mitten in seinen stürmischen Kinderschuhtagen.

___________________________________________________________________

Musik beim Schreiben und künftige-Erinnerung-imaginieren ™ heute:

Adam F: “Colours”, Blow Up, 1997

Leopold (Vater) Mozart: “Sinfonie G-Dur”, London Mozart Players/Matthias Bamert

Greenpiece: “Northern Herbalism”, PIAS, 1996

Micatone: “Is You Is”, SONAR, 2003

Himmelswiesensternefrühling! plus! Astrolab!

“Genug “Schaufensterzeit” fürs letzte Soodlepoodle-Outfit” (ganz pur, nur ein Farbkreis am Bildschirm) , so meine Samstagsgedanken heute, als im Radio… Sommerzeitumstellung angesagt wird für heut nacht, eine Stunde weggeklipst, dafür abends länger hell. “Ich will was Frisches” denke ich und fang an herumzusuchen.. Am besten mit gleichfallsiger Umstellung: aufs Helle, auf Energie, auf Sich-nach-außen-öffnen nach dem langen Kalten W.

Dazu male ich ne Tulpe in der Sonne. Also: erstmal ich in der Sonne. Die Tulpe dann irgendwann nach zehn Strichen/Hieben auch ;-)

Hey kids, I shrunk the Frühjahrsgrüße! hbe-scanp-180324-620_tulipDann probier ich an einem wiedergefundenen Foto vom April 2007 herum, @home in Mannheim aufgenommen. Mit längst verschwundener Kunst im öffentlichen (Rück-)Raum. Wer kennt diese Installation noch? Nur von der Witterung touchierte mannshohe Plexiglasbubbles. Ohne Bewachung, ohne Kamera; Zeiten ohne Randale/Demolage oder stammhirngesteuerter Graffitiseuche…start-61540024blurNatürlich habens mir die Gänseblümchen auf der Fläche dahinter angetan und ich hab so lange an dem Grün und dem Kontrast herumgemacht, bis das Astrolab fertig war: eins mit Blümchenwiese als backdrop ;-)   54640021_astrol2hier die Arbeitseinstellung “Header-fürs-Blog-ausschneiden”:54640021_astrol1 und dann hab ich mich auf ne himmelsnachtblaue Version als Startbild und ne saftgrüne Version plus Menue festgelegt: und ja,  recht gesehen: ein paar dreist ergoogelte Schriftzeichen oben links | rechts nach dem Punkt Handbags sind erstmalig eingefügt: 54640021_astrol3japanese_for_handbag… also das↑ sollte das↓ bedeuten smiley-blush. Mmh. Vielleicht sollte ich es mal mit jemand versuchen, der/die sich auskennt. Some Japanese “fashion translators” out there for my  クラッチバッグ | デザイン | ドイッチュ project?

hbk-hbe-scanp-180324-620-t hbk-hbe-scanp-180320-618g-t  hbk-hbe-scanp-180318-617b-r

Noch mehr und klassischknallige Frühlingsblumen find ich grade als heutiger Instant-Nachtrag auf diesem lustigen Musiker-und-sein-”Arbeitstier”-foto, das im Zuge obiger Serie, irgendwann später entstanden ist: Hi again, Superfro! 54620007 _______________________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Jamiroquai – “Time Won’t Wait” [Bass Cover] heute 10.290.039 Aufrufe. Hey! Marta!

Queen: “Hot Space”, EMI, 1982

Danny Gatton: “Cruisin’ Deuces”, Elektra, 1993

Stereolab: “Dots And Loops”, Duophonic, 1997

Yoshinori Sunahara:” Pan Am – The Sound of The 70ies”, Bungalow, 2000

Spice: “Vario bel air”, SPV, 1996

The long awaited Winter’s End’s Nylon Schrumpf** Show

Beim PinXographien-seit-Jahresbeginn-Durchbrausen fällt mir immer wieder die ideale Schrumpfbarkeit einiger 600+* Kandidaten ins Auge: als Briefmarke super – in groß naja. Hier sind die Auserwählten fürs erste Sechstel des Jahres, heute mal ganz nach dem Vorbild der durchgestrichenen Kontaktbögen à la Marilyn M. / Bert S.:

kids_i_shrunk_hbe-603kids_i_shrunk_hbe-609c kids_i_shrunk_hbe-609d kids_i_shrunk_hbe-608 kids_i_shrunk_hbe-602 kids_i_shrunk_hbe-607g

Eins davon “schafft” es per Inspirations- und Suggestionskraft gar aufs PinXoGraphy.de- Deckblatt. «Mein lateinamerikanischstes zur Zeit» würde ich als Nie Da Gewesener sagen. Liegt bestimmt am Musik-Belletristik-Fotografie- Input der Tage:

David Byrne: “Rei Momo” |  John Irving: “Strasse der Wunder”  |   Mario Vargas Llosa: “Tante Julia und der Kunstschreiber”  | Edward Burtynsky: “Lithium Farm in Atacama/Chile

Bei diesem für mich untypischen Bild – es wirkt mir wie eine etwas fahrig/naiv bemalte Lehm/Kalk/Wand – kommen als Einfluß bestimmt noch mein Staunen über “Murals”, Wandmalereien dazu. Vor allem die von Frida Kahlo-Ehemann Diego Rivera und dem US-Amerikaner Aaron Douglas.

Wer noch mehr meines Südamerikas am Bildschirm will, kann noch die Floßsiedlungen auf dem Titicacasee googeln. Oder, ebenfalls in Atacama: die ALMA-Teleskop-”anpflanzungen” in 5030 m Höhe.

* = pinxographisches Blatt #600 plus. Seit 19. Februar 2018 ;-)

** = zu Schrumpf paßt Nylon. Rein For excellent Verwechselbarkeit beim Hören, n’ est-ce pas?

Ah – da! – Nachtrag! Noch ein lateinamerikanisches: ntr-scanp-160413-328g-rc3vk

More Than A Gaudi: HändBägHoizHöiftnSägn!

a) bin ich sanft erschrocken. Als ich nämlich die drei Teile plötzlich direkt in aller Dinglichkeit vor mir auf dem Küchentisch beieinander stehen sah und ein jähes: Hoi, das mit den Handtaschen tritt ja tatsächlich in mein Leben! mich durchfuhr. Drei Kilo, an denen man sich das Hirn stoßen kann, sind halt irgendwie doch “deutlicher”, als alle Tausende bunte JPGs der Welt, gar deutlicher als  drei Stapel bemalten Papieres. Das nämlich gehört (für mich) ins Reich der Ideen, der Fantasie und Visionen. Aber nun…

b) Endlich mal n Posting, das das Tag “Werkstatt” so im wirklich klassischen Sinn verdient hat, denn: ich bin am c) fremdsprachigen Titeldichten fürs: HändBägHoizHöiftnSägn!

saegen-fegen_isolDas Bild oben ist zwar dreißig Jahre alt, die porträtierte Säge aber immer noch in meinem Leben dabei und: sie sägt unentwegt&tadellos: zuerst den…145000028 mm Plexiglas-Mitten”belag” des angestrebten SandwichModels . Danach – siehe Mein Schlafhirn liefert.. Holz – die beiden1450000729mm Holzauflagen, mit derer Hilfe ich das Model zu einem recht lebensechten Handtaschenkorpus andicken will:14500028 Außenmaße: 28 x 21 x 6,6 cm. Kein übermäßig großes oder kleines Täschchen, würde ich als Laie sagen. Muß noch geschliffen, fein gerundet und geweiselt werden. Also präpariert für den next step:

die Tasche als Kinoleinwand.

Bis es so weit kommt und diese spinnerte Idee wirklich wird, hirne ich noch an weiteren notwendigen Props: eine rundbewegliche Tortenscheibe – aus zum Beispiel nem Konditoreikuchenvitrinchen, um die Handtasche in Rotation vor den Augen zu kriegen – wie mit den Schrittmotoren von so nem ebenfalls uberkühlen Guioche-Zeichenapparat. Dann noch einen hellen und dunklen Hintergrund, Discokugelflecken und Zeitlupenkamera – laßt Euch überraschen, wie’s weitergeht!

handbagriddle

______________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

XTC: “Transistor Blast – The Best Of The BBC Sessons”, Cookcd, 1998 comp.

Steely Dan: “Two Against Nature”, 2000

hinterher, nach getaner Säg’ beim Feierabendbierchen: Piazolla Tangos.

Mein SchlafHirn liefert.. Holz

Auf mein Schlafhirn kann ich mich verlassen. Es arbeitet steadily by night und schleppt im frühen Morgengrauen Sachen an, die mich staunen machen. Nicht jede Nacht, nicht jede Woche, doch verläßlich regelmäßigly. Gestern früh war es die Idee, ein 3D-Handtaschenmodell aus.. Holz zu bauen. Ganz so, wie es Models für Hüte gibt:21870010Das hier: eine meiner vergriffenen Postkarten im Atelier von Lili 2009.

So ähnlich “soll die Glocke Tasche werden”, denn mir ist da neulich beim Bastelbogenbasteln aufgefallen, daß sich eine Krümmung der Taschenaußenseite gut machen würde. Wie bei nem angefangenen Waschstück. Das schafft man mit Papier, Schlitz’n'Falz zwar auch: aber als Bildhauer ans Thema Handtasche ranzugehen ist einfach nicht nur vieel elgenanter, sondern zielführender auch: schließlich soll so ne Tasche das Pendant zu nem crazy Autoding für Frauen werden.

“Bemerkt” habe ich das beim unschuldigen Nachbelichten untigen TaschenEntwurfs – die “tragende” Figur eine  interpretierte Anregung aus dem Netz. In perfekt unkonventioneller Hand Bag Pose:hbkxy-nnn-scanp-170512-479-Da fand ich diese flache Bauchigkeit der Taschenform sehr apart: eben in der Fläche, zum Rand hin sacht tonnig gekrümmt. Mein Schlafhirn anscheinend auch, denn jetzt bei Tage besehen kommt da Holz als Baustoff ‘für wie gerufen. Und ich hab sogar Werkzeug dafür ;-)

84850001Und, Schlafhirns Nachtrag: gestrichen das Ganze in weiß taugt die Form bestimmt als perfekte Leinwand für vorübergebeamte PinXographien. Ganz ähnlich wie da neulich die Idee für meinen (dadurch!) liebgewonnenen Flur: hier mit selbigen Personal, aber frisch angeklebter, aktueller “Tapete” von Blatt #568: hu-waeng-hbe-568c-4fsIhr denkt vielleicht: etwas viel Umweg in Richtung Accessoirées, ABER nicht doch:  schließlich sollen da ja so coole Dinger ‘bei rauskommen wie zum Beispiel das da:

88340003Das ist verkehrt herumer.. Sand..

oder dieser vercyberte Hanamizweig:hbe-scanp-171221-570d-rvbr

_______________________________________________________

Musik beim Hobeln und Hirnen heute:

MJCole: “Sincere”, MERCURY, 2000

Ron Goodwin conducts The Odense Symphony Orchestra : “The Miss Marple Films”

Combustible Edison: “The Impossible World”, SubPop, 1998

My Way To Brazil – Teil 2
zusammengestellt am 2. 8. 2002

  1. Lou Rawls: The Girl From Ipanema
  2. Bebel Gilberto :Bananeira
  3. Tamba 4: Canto de Ossanha
  4. Astrud Gilberto: Berimbau
  5. Stan Getz & Charlie Byrd: O Pato
  6. Edu Lobo: Upa Neguinho
  7. Sergio Mendes & Brazil´66: Constant Rain (Chove Chuva)
  8. Doris Day: Quiet Nights & Quiet Stars (Corcovado)
  9. Pete Belasco: Get It Together
  10. Kosho: Tropical Rain
  11. Eric Clapton: Reptile
  12. Jobim: Lamento
  13. Elza Soares: Mas Que Nada
  14. Eli Goulart: Destino
  15. Getz/ Gilberto: Bim Bom
  16. Escravos De Jo: Dom Um Romao
  17. Bossacucanova: Surfboard
  18. Joao Bosco: Paranoia
  19. Zimbo Trio: Agua De Beber
  20. Badi Assad: Uma Valsa e Dois Amores

Crash Test Hand Bags w/ M.C. Escher und Hieronymus B.

Es gibt Leute, die “halten” sich ein besonderes Möbel: den Geschenkeschrank. Das ist ein Platz, an dem sich auf Halde erworbene Geschenke versammeln. Hört sich vielleicht merkwürdig an, ist aber unbezähmbar praktisch: was unterm Jahr so schnell in den Läden der Stadt mitgehen geheißen wurde – geliebte Bücher in Taschenbuchausgaben, preiswerte Lieblingsmusik aus Ramschstapeln, Hörbücher oder gar Flohmarktfunde, an die zu erwerben gar die ins Gedächtnis gerückte Bekanntschaft der nun damit Beschenkten gemahnte – einmal im G-Schrank versammelt, genügt im Vorfeld einer Party oder eines Jubiläums ein Griff, und man kann sich komplett auf die Gestaltung der Abendgarderobe konzentrieren. Die man vielleicht amazon Echo Look  zum Check vorführt, dafür aber null Hirn-RAM fürs Präsent belegen muß. Sehr empfehlenswert!

Ich hab darüberhinaus das Ansammeln von bunten Kalendern im Programm. Da gibt es einen recht unschieren, in einer Dimension jedoch flachen Karton, in dem diese verpaßten Gelegenheiten zusammenstecken. Wozu das denn? Nun: das ist latentes Geschenkpapier aus Hochglanzfotos, bunten Food-Illustrationen oder Landschaften/ Blumenstilleben bekannter Maler. Das klappt natürlich nur, wenn man auf abgelegte/abgeschriebene Kalender ab Mitte Januar Connection hat und entsprechende Läden kennt, die froh sind, das unbrauchbar/ unverkäuflich gewordene “Papierkontingent” loszuwerden.

Hätte ich 2015 gleich(falls) ab Anbeginn der PinXoGraphie mit der Kalenderproduktion begonnen, gäbe es jetzt diese Exemplare zum Ausschlachten:pinxography-kalender16 pinxography-kalender17

Leider gebe ich der Kalenderproduktion Null Chance und vergeude smiley-blush mein Geld lieber anderswie… Heutiger “chronografischer” Glücksfall für mein Handtaschenlabor: 2 Kalender finden sich  in doppelter Ausführung. Kunstkalender. Hey! So kann ich mit der frisch ermittelten Schablone Vorder- und Rückseite eines Handtaschenmodells im selben Look gestalten. Und dieses dann est mal vor eigenen Augen hin- und herdrehen. Weiterer happy Serendip: die Werke M.C. Eschers und Hieronymus Boschs ergänzen sich in ihrer doch sehr zueinander kontrastierenden Ästhetik perfekt! zu diesem Zweck.

Ihr werdet Euch vielleicht fragen: warum das ganze mit Fremdwerken im CrashTestDummmy-Style? Es gibt doch mehr als genug eigene Dessins.. Nun: die unerforschten Wirkungen der Seitenteile der Taschen können hier perfekt ausgelotet werden, bevor ich zum weitaus kostenintensiveren Druck meiner Pinxographien zum selben Zweck schreite.

Da ich in diesem papiernen Fall die Skalierbarkeit der Bildausschnitte nicht frei wie sonst mit dem Rechner gestalten kann, tuns dann eben drei verschieden groß ausgeschnittene Handtaschenabwicklungen: 26, 20 und 15 cm Breite an der dicksten Stelle..

Und à proporös Flohmarkt und vor-den-eigenen-Augen-drehen-lassen: es gibt da tatsächlich einen kreisförmigen Klamottendrehständer in meinem Haushalt. Flohmarktfund und nun Drehscheibenprotagonist für den ersten Dreh zum ersten Clip  – zum Glück paßt(e) der nicht in en G-Schrank ;-)

pinxography-kalender18

PS.: besagte Kalenderpläne und -entwürfe  vom November 2015 reichen bis 2020. Mal wieder Spuren eines Nachmittages voller Überschwang.. ABER

Das sind historische Arbeiten, innerlich abgehakt, durchlaufen, abgeschlossen. Lieber mit aktuellen Werken ab Blatt #563 frisch ans Werk.

Hier grad mal ein Test bis zum 18er Märzblatt: Ihr seht, die Gestaltung/Bildauswahl der aktuellen Stunde wäre auch recht anders, irgendwie fortgeschrittener, experimenteller, wilder, kalender”feindlicher”:nnn-scanp-kal18-563e-rec2vennn-scanp-kal18-563-recoll3 nnn-scanp-kal18-563-recollGleich drei verschiedene Anmutungen/Designs.. oje..
______________________________________________________________

Musik beim Schreiben heute:

Yoshinori Sunahara: “The Sound Of The ’70s”, Ki/oon Records, 1998

Micatone: “Is You Is”, SONAR, 2003

Glissando Brothers: “A Great Gift Anytime”, STIR, 2000

Crash Test Dummmies: “Give Yourself A Hand”, BMG, 1999