Kategorie-Archiv: Werkstatt

Winterfarben leicht gemacht

Vielleicht liegts an den vielen Antonio Lopez- Bildern und -Clips, die ich mir in den letzten Tagen angeguckt habe. Oder an seinem frühen prallfarbenen 70er-Style, der damit wieder ins Gedächtnis & wie gerufen kam. Grad eben jedenfalls schau ich aufs allerneuste PinXoGraphische des Tages – wir schreiben scannen mittlerweile Blatt #679 – und ich “bemerke jäh”, daß man mit nur einem handverlesenen Blatt ne ganze Collection mit Farben ausrüsten kann:

Die PinX-o-Graphy als MoodbOardmaschine quasi

mvp-scanp-181012-679-r2vr5Also, was sehe ich?

Erstmal wie immer die anregenden Farb-Kombinationen aus Warm und Kalt, sanft ineinander übergehend oder hart aneinanderstoßend. Das Zarte und das Kräftige beieinandergeschmiegt, Kontrast als Geschmackserzeuger und -verstärker. Und wie immer bei einem mir gelungen sich anfühlenden Bild: dieser neu schmeckende FarbMix!

Wenn ich da ins Detail gehen mag zu Taschen, Jacken, Mäntel, Handschuhen, Mützen:mvp-scanp-181012-679-moodSeht mir bitte die etwas ungelenken Farbbeschreibungen nach – mauve, karmesin, phtalogrün und “die  Gemse” = chamois et. al wollen a) erkannt und b) farbsicher benannt werden – da bin ich noch am Üben. Aber nun – was seht Ihr?? Ganz oben ohne Markierung – mit eigener “Einkreisung”? Oder gibts vielleicht eher Inspiration bei/in diesen beiden weiteren Blättern?

mvp-scanp-180829-667d-r2vn9 mvp-scanp-181004-677e-r2v8__________________________________________________

Musik beim MoodbOarden heute:

Ian Pooley:”TheTimes”, Force Inc Music Works, 1996

3D Sudoku? Gehirn-Jogging? MöbelbauThrill!

Eleganz ist ein universelles Phänomen der Anmut und Schönheit und beschränkt sich keineswegs auf Kleidung, Wohngeschmack, Accessoires, Automobile oder (Körper)sprache. Es gibt eleganten Code beim Programmieren, der durch seine schlicht geniale griffig-lakonische Übersichtlichkeit die zu bearbeitende Aufgabe in der minimalsten Form “beschreibt” und händelt, ebenso aber gibt es eine Konstrukteurs-Eleganz, die ich mit meiner Schwäche für Durchdachtes-im-Haushalt™ immer gerne wieder als lockende Herausforderung sehe und mich stets freue, ohne Zeitdruck an einem möblierten Soll herumzuhirnen und -konstruieren.

Durch den mit dem MoviePoodle “mitgelieferten” Teilaspekt der Filmerei, dem Requisitenbau, bin ich gerade an diesem Ding dran: p1080636Das sind zwei (von fünf) selbstgezimmerte Rahmenprofile einer BarKonstruktion, die, um 90° gekippt, nun fahrbar auf einem Retro-Büro-Rolltisch aufgestellt sind. Thrill #1: die Veranschaulichung fixieren per einfachster Anbringung einer (oder zweier) Schraubzwinge(n), so daß ich das Ding schon real vor Augen habe und hin-und- herdrehen kann. Um dann – Thrill #2 – daran herumzuhirnen, wie die angestrebte fertige Konstruktion haltbar, einfach und zerlegbar plus möglichst geringem Materialaufwand verwirklicht werden könnte.

Grund für diese Konstruktion sind die 7°, die die entstehende Oberkante/fläche gegen den Fußboden geneigt ist – die “unrechtwinklige Stellen” seht Ihr ob der Geringfügigkeit des Winkels und der perspektivischen Verzeichung nicht (ich habe aber in der unteren Zeichung eine von drei eingefügt). Dadurch gelingt ein millimeterweise in der Höhe justierbares keilartiges “Podest” für die filmisch aufzunehmenden Handtaschenmodels. Einfach durch Vor- oder Zurückfahren der ganzen Konstruktion. Rollbare, mit einer Handbewegung gelingende Eleganz, so mein Plan.

Konstruieren beginnt ja im Hirn: man versucht, die Challenge in möglichst einfache=anschauliche Teile zu zerlegen oder diese gedanklich faßbar darzustellen. Während das bei mir fast immer ohne Zeichnung vonstatten geht – ich hab ja das provisorische 1:1 Modell schon vor Augen und in Händen, mach ich Euch diesmal ein kleines Tutrorial draus. Um meine Gedankengänge = Thrill nachvollziehbar zu machen.

Also: Konstruktionszeichnung, um die Gegenbenheiten/Aufgabenstellung damit herauszuarbeiten. Ich greife zur Schraffur, um mit diesen 45° Linien die Räumlichkeiten darzustellen. Dazu ein schneller Schraffurbau-Stunt per Photoshop:

  1. Rechteck aus vier gestapelten Quadraten anweisen, das obere davon weiß füllen.
  2. dieses Ganze als Muster zum Kacheln definieren. Bescheidene Maße:  5 x 20 Pixel
  3. die Bildfläche über dem Originalfoto damit querstreifen
  4. das Ganze per Zahleneingabe in die exakte Schräge drehen:

p1080636-qNun fährt man die Umrisse und Kanten der Hölzer mit dem Rechteck-Lasso nach, um aus den entstehenden polygonalen Umrissen Ausschneideformen zu erhalten. Durch die 1:4 Aufteilung des Schraffurmusters ist nun möglich, für die zu betonenden senkrechten und waagrechten Flächen eine zweite Lage “zwischenzuschieben”, um per entstehender Schraffurverdichtung einen räumlichen Effekt zu erhalten:p1080636-schraffurSo kann man mit  nicht übermäßig viel Geklicke die zu verbindenden Rahmenzwillinge als technische-Zeichnung-Lookalike direkt aus dem Foto drunter visualisieren – ich “zitiere” meinen nen super Verlauf zaubernden PC-Bildschirm:

p1080715-screenverlaufDie beiden IKEA-Regalbretter, die Ihr im Foto ganz oben zusätzlich seht, haben die idealen Maße, müssen nur noch per Säge in einen formschlüssigen Zusammenhang/-halt mit den Rahmen und untereinander gebracht werden. Sie erzeugen dann den idealen Abstandshalter, der alles zusammenhält und – das will ich ausprobieren – per Gewindestange lösbar verbunden ist.

Demnächst Fotos!

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Musik beim konstruktiven Schreiben – heute mal was Neues: Handgepflücktes aus der ever vorbeistreamenden youtube AUTOPLAY-Liste – angefangen von unten mit Fisher “Losing It” - TanzteeAlarm!!

St. German: “Boulevard”, F-Communications, 1995

Papier, Stein, Schere? Nö – Papier, Glas und.. Licht!

September again! Da ist wieder dieses über irdisch hell klare Licht, das alles durchflutet. Grad an so einem Tag wie heute! Ich ergreife flugs die Gelegenheit™ und mache zwei, drei Dutzend schnelle Fotos am Fenster zum Hof mit der fantastischen Makrofunktion der MoviepoodleKamera:91070969-beachathomeNa? Wenn das man kein TraumStrand ist, mit heranrollender Brandung auf weißesten Sand!! Ich bin begeistert von der Illusion. Und  diesen die Bewegung  “markierenden” weißen Linien in der Gischt, die sich auf geheimnisvolle Weise ohne weiteres Zutun ins Bild zaubern (und erkennen lassen, daß es dann wohl mit der Brandungs-Echtheit nicht allzu weit her ist – vergleicht da mal die fantastischen WellenBilder von Ray Collins  ‘mit!).

Sogleich “geraten” zwei Bilder in das Spiegelkabinett des Photoshops. Mit etwas Skalieren und unscharf eingestellten Radiergummi blende ich die Ränder der so gepatch-workten Bildteile ineinander und voilà: ein neues mysteriöses Startbild gelingt, kaum 90 Minuten nach Aufnahme – der frisch in Betrieb genommenen Digitalfotografie geschuldet/gedankt:

Auf den Kopf gestürzt schiebe ich eine weitere Version dieser Collage dem grad mal vier-Tage-alt-und-schon-wieder-langweiligen Menuebild mit den Spaßbrillen unter (das heißt: gleiche Position fast aller Menüpunkte im Bildviereck – da muß ich also kaum umprogrammieren) und Ihr kriegt nun das zum Anklicken:

Hier “zum Beweis” ein Ausschnitt, in dem recht deutlich das Glasartige sichtbar wird – zu meiner Freude am Geheimnis in den anderen Bilder kaum ;-) p1070939_cutUnd ein wie immer passender Blogheader mit einem strangen LöwenzahnAfro out of space springt ebenfall dabei raus:header-p1070969-939.jpg_________________________________________________________

passende FranzMannMusik am gläsernen Strand (à la plage de verre) heute:

 

bereifter Pareidola im Dreierpack

Hört sich an wie ein neues provozierend falschgetipptes Käse-Angebot im Wiesbadener REWE PopUp Store, der zur Zeit(?) im Biennale-”befallenen” Staatstheater aufgebaut ist -  aber nein – ich baue an einer kleinmöbelig daherrollenden dreiteiligen “Ambulant”galerie:

p1070371Drei “abgestreifte” PCs, die plötzlich wieder willkommen sind (und nicht aufs finale Ausschlachten wartend irgendwo hingeschoben stehen),  unter der improvisierten “Tischdecke” verborgen auf einem selbstgeschraubten MöbelRollbrett und mit einer überkragenden Längsplatte.

Der Clou sind die um 90 Grad gedrehten Bildschirme. Mit dieser Hochkantigkeit kann ich den fast durchgängig ebenfalls vertikal gefertigten/gemeinten pinxographischen Bildern gerecht werden – ganz wie Herr Grotjans, amerikanischer Maler/Künstler ebenfalls entdeckte: “I found that rotating it took all the landscape out, so it became a nonobjective painting.“
p1070371-exhkit1Daß es grad drei Teile sind und daher das klassische theme Triptychon hier mal wieder aufersteht, kann mir als jemand, der sich gerne in einem allgemeinen KulturKanon bewegt oder wenigstens drauf referenziert, nur willkommen sein, ist aber schlicht.. Zufall. ;-)

Und zum Aufklappen wie die historischen Vorbilder sind sie auch nicht, eher wird das mittlerweile doch sehr “durche” Thema digitaler Bilderrahmen damit verwirklicht.

Hip oder nicht=wurscht, mir dient das Ganze zu zweierlei:

Ich will mal testen, wie der Zufall, durch Software möglich, den Eindruck des Dreierbilds “gestaltet” – ob neue Seheindrücke damit möglich werden. Durch das pareidolische Grundrezept der Bilder also eher der entstehende emotionale Mix des leuchtenden Trios also. Welche Art von Vorauswahl ich dabei einfüttern muß, zum Beispiel links nur gelbe, mittig blaue, rechts grüen oder ähnliches, oder zentral sanfte Farbverläufe mit wilden Exposionen angrenzend parallel laufen lasse etc.

Und natürlich ist das smooth rollende Ding ein weiteres, willkommenes Teststück für meine Möbelentwurfsliebe aus improvisierten “Aufbauten” sprich: der EinrichterPoodle kriegt damit auch mal wieder nen Knochen hingeworfen.. Es geht darum, auf elegante Weise dieses kopfstehende Trapez zu einem stabilen, doch luftigen Gehäuseartigen werden zu lassen. Erste Idee beim ersten Aufstapeln: rechts und links auf der gekappten Spitze stehende Dreiecke wie Lamellen hintereinander zu den Seitenteilen werden lassen. Damit das Ganze nicht in z- Richtung einklappgefährdet wird, diese vielleicht nicht zueinander parallel sondern im ZickZack planen&montieren..

(Bider folgen!)

Ach so ja: als neue Darreichungsform der PinXoGraphien wird es davon hier natürlich jede Menge Bild- und Clipfootage geben. Mit Photoshop- und RequisitenHilfe ist eine recht große Bandbreite und Raumeindruck möglich. Hier noch eine zweite, hellere Version:p1070371-exhkit2und noch eine mit RegenBogenSmoothies:p1070371-exhkit3

Nachtrag ne Woche später: noch cool-stylischer Fund-und-wie-ich-ihn-fand:

  1. ich schau mir die drei oben an und bildergoogle: “Öllache” und “irisierend”
  2. dann schau ich das englisch “iridescent” nach und komme damit auf
  3. Jeffrey Campbells Schuh-Collection, die mich sehr vergnüglich an dieses
  4. Buch mit 500 Schuhen erinnert = Linda O’Keeffe – SHOES -
  5. Der hatte ;-/ auch mal so ein Pärchen Boots im Programm (daher der Fund!)
  6. Coool! n’Täschen dazu!!??

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Musik beim Schreiben heute: das ebenfalls “cool rolling bubble

Donald Fagen: “Kamakiriad“, REPRISE, 1993

3x Schneiden, Heften, Legen, bitte!

Zurück zur Mode – meine Handtaschen stehen vor dem nächsten Level – und dem zugehörigen Hintergrundwissen. Heute gibts als Video-Trio drei mal Making-Of Haute Couture. Bitte beachten Sie nicht nur die gezeigten Details (Zuschnitt, Messen, Heften, Steppen, Falten, Plissieren, Besticken, Verstärken, Bügeln, Färben, etc.), sondern auch, wie das im Clip filmisch zurechtgezupft wird: Beleuchtungsstärke, Farbigkeit, Close-Up-Strategien, der durchgängig klassisch repetitiven Musik aus ebenfalls sehr gerne – nach Durchsicht einiger Clips – mit Streichern plus Piano besetzt (1Zufall?) sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden, erst dann hat man die geballte Unterrichts/Edutainment Packung!

p1040280Die drei Video-Buttons hier unten verbergen.. à gauche Monsieur Dior, mittig wird Altmeister Balenciaga rückwärts engineert und á droite Bilder aus dem maison Chanel.

Dior   youtube-embedding-memorial-   Chanel

Für Interessierte: ich hab haute+couture+making+of gegoogelt. Und dann ausgesucht! Google hat unterwegs natürlich “mitgeholfen”

Beim Gucken darüberhinaus gefunden: das Victoria and Albert Museum, in dem die Balenciaga-Werke unter die Lupe genommen werden, den very down-to-earth sieben-Minuten-”Werkstatt”-Clip Handtaschenmachen in Kenia – (“Beauty is Beauty”). Dazu im Vergleich Hi-End-Dior, weiß behandschuht und mit allen technischen Rafinessen angefertigt – wow- ein dreiteiliges hölzern klickbares Model! …während ich unterdessen mit Draht-, Schraub- und Plastikschlauch-model  Zwischenstation mache:moviepoodle_1070256scsh03

Mais in Öl – nein, no Pop, no Style*, no Pop’o'Corn

Mit meiner Filmkamera at hand  und out door hab ich gestern ein neues Feld der Fotografie entdeckt – ein unklassisches double feature gewissermaßen: man macht ein Foto zwei mal. Oder, genauer: man sucht zwei mal aus, zoomt sich quasi ran ans “Endbild” durch eine Auswahl in zwei Stufen. Das ist der Gedanke des Tages beim Sichten des aufgenommenen Filmmaterials genannt “daily practice of Schwenk’n'Zoom”.

Zweistufige Näherung bedeutet: man nimmt vor Ort Filmmaterial auf und sucht aus diesem Material daheim dann die besten StandFotos aus. Superspannend dabei die Idee der Stufen der Attraktion, wenn man wie ich zuerst am Rande des Maisfelds anhält, weil man a) die Monochromie unter diesem speziellen verschatteten Nachmittags WolkenSonneLicht super fotogen findet. Beim anschließenden Aufnehmen allerdings bemerkt man, daß das ausklappbare Display bei Aufnahmen mit beiden nach oben gereckten Armen, die Kamera in zwei Meter zehn Höhe zu weit weg ist, um genau auszusuchen = Details zu berücksichtigen, auch wegen des sonnenseits “überbelichteten” Bilderkennungsstörung eine Aufnahmesituation, die unter “Test” und “Ausprobieren” laufen muß.

Also hält man on location erstmal “nur” die als bewährt erwiesenen Regeln für Schwenks ein:

zu langsam, dafür ausreichend lang. Also immer schön  im motorisch eigentlich unerträglichen Schneckentempo. Und das mindestens immer eine halbe Minute. Wenn sich das Motiv lohnt, gerne auch bis zu drei Minuten. Falls der Bewegungsapparat das mitmacht. Und produziert so erstmal nur laufende Meter, auf die Möglichkeiten des Schnitts, der Fantasie und der möglichst großen Auswahlmöglichkeiten vertrauend. Also etwas ungehalten (innerlich) und ungefähr so (gerafft, sprunghaft geschnitten und mit einem Reissschwenk als Joker zur Illustrierung – DAS hat Spaß gemacht):

moviepoodle_1060739scsh01Ich hab den O-Ton weggelassen heute und auch nix anderes (Geräusche, Musikalisches) angefügt. Es geht diesmal  ja rein ums Bild in der Menge. Außerdem:  Maisfelder in Stadtnähe unter der Woche haben alle denselben Soundtrack: rauschender Verkehr in a distance. Krass.

(Nachtrag/Idee am Tag danach: diesen ZwanzigSekundenClip könnte man exemplarisch mal zum Vertonen benutzen. Ganz so, wie seinerzeit dieses verwischte WinterwaldbildFoto zur mannigfachen “Auslegung” via Krimititel-drüberkleben. Mir fallen da selbsterzeugte Schrittgeräusche im Feld, gehetztes Atmen (also FilmKlischeeGeräusche für Maisfelder) oder dolldreist Sachen wie Rollschuhgeräusche, Blasmusik oder Stimmengewirr (!) ein ;-) )

Und dann, abends zuhause und nach einer mehrstündigen Foto- und Analytischer-SehPause das Erstaunen: da sind ja richtig sehenswerte Einzelbilder dabei: solche, die auf eine Weise faszinieren in der Bildaufteilung und -komposition. Bilder, die mich begeistern. Und die ich vor Ort gar nicht in ihrer Schönheit wahrgenommen hab – kein Wunder bei dem Maisblattoverkill.. Dazu hätte ich mich stundenlang reinknien müssen.

Könnt ich mir groß in Öl vorstellen!

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Ebenfalls extrem interessant, sich per footage selbst zusehen zu können, wie man sich dem Endbild nähert, einfach durch Film gucken. Ein bislang unentdecktes Plus des langsamen Schwenks’n'Zooms – das ich gestern eigentlich nur mal in freier Landschaft üben wollte. Üben und mal sehen, ob

  • dieses amateurhaft handgeführte Aufnehmen für irgendwas taugt – schließlich gibts ja mittlerweile erschwingliche Rigs, die komplett verwacklungsfreie Bewegtbilder aus der Hand ermöglichen.
  • ob ich das Aufgenommene zuhause als wertig für Filmzwecke bestätigen kann (teilweise). Oder ob es gar…
  • schon einen “Sinn für Vorahnungen gibt, wie die Sequenzen im Fertigen wirken (Null. Vorort bin ich zu beschäftigt und aufs Bild konzentriert, um mir Schnitte, Abfolge der Sequenzen oder gar Vertonung vorzustellen. bislang.)

Wenn ich mir nun das Dutzend frisch geschnittene Screenshots so auf der Zunge zergehen lasse, sie also mit Muße wiedersehe, fällt mir überdies die doch von Bild zu Bild starke Schwankung in der Räumlichkeitswirkung auf. Also das Gefühl von Weite, von  räumlicher Situation,  entweder von Beengtheit oder, im positiven Fall: Intimität, die diese trockenen Blätter=Flächen je nach Raumlage und Kamerawinkel zu generieren in der Lage sind. Und erinnern mich an dieses fantastische Zwischengefühl, weder draußen noch drinnen zu sein, wenn man sich in griechisch-römischen Tempelanlags-Ruinen zwischen den Säulen -  oder in Kiefernwäldchen bewegt.

Erstaunlich: genau dieses seltene Raumgefühl kann man an einem derart  zerbraust-zertrockneten Maisfeld testen, kann diverseste architektonische Gegebenheiten reihenweise mit der Kamera “notieren”. Zur Erhellung, Beispielhaftigkeit und zur (raum-)gestalterischen Lehre. Grandios! Und alles fern von jeglicher Farbkombinationswirkung

moviepoodle_1060752scsh01Zur Verortung oben als Abschluß Maisthema dieses Bild, das dem gemeigten Ortskundigen die nördliche Nähe zum Mannheimer Großkraftwerk offenbart. Und da gings auch anschließend hin, war es doch das eigentliche Zoom’n'Schwenk-Ziel.. Doch cinematografisch davon später. hier erst mal ein paar schnippische Filmstills als Motivanreger – gar zum Selbermalhinfahren?!

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Natürlich hab ich dort auch noch einige “echte” Fotos gemacht, die ich ausschließlich a) dem grandiosen Zoom  und b) der Makrolinse bis zu 1cm (!) Abstandstauglichkeit der Kamera “verdanke”. Minus hier: mich stört die digitale Anmutung. Das Licht war anders, undüsterer. Die Farben ebenfalls. Irgendwie deutlicher. Naja, kein Wunder nach achtunddreißig Jahren analog..

Aber als Motivideen außerordentlich tauglich..

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PS.: auch wenns übrehaupt nicht so wirkt: alle Bilder sind von gestern nachmittag! ;-)

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Musik beim Schreiben und fahrig ;-) Schneiden heute:

“The Story Of Jamaican Music”- Part II: “Reggae Hit The Town – 1968-1974″ * – get a glimpse of it here.

i:cube: “adore”, VERSATILE RECORDS, 1999

Gottberg: “Do You See Me?” , 2008

Smole City: “Flying Away”, ZOMBA, 1997

What A Little blaulicht Can Do

Das Thema “fotografische Gelegenheit” ist ein spezielles kreatives Gebiet, auf das jeder mit Kamera ab und an stößt, ist er nicht grad als lost places Spezialist oder StraßenFotograf drauf abonniert. Mir passierte es gestern abend, daß mir das Blaulicht von gegenüber erst auffiel, ich mich dann ob des leeren Fahrerhauses des Sanitätswagens gegenüber ermutigt fühlte (“das kann dauern, also mach was draus!”), und dann zügig zur Kamera griff. Zur Filmkamera muß ich sagen, um das Geflimmer mit den Bewegungen meiner “Libelle” überlagernd auszutesten. Und natürlich, um das Blaue für die Stills zu erwischen.

Die Clips will ich hier zwar nicht präsentieren, das zweimal An und Aus per second nervt dann doch zu schnell, aber ein paar gelungene FilmStills dürfen; und bringen ob der Färbung und der Kargheit des Motivs (=Aufenthaltsortes) einen ganz besonderen Flair ins Spiel. Der mich an dieses Achtziger Indie-Bunkerfeeling und den damals sexy neuen Untergangsdüsterchic erinnert – mittlerweile Grundausstattung UnterhaltungsIndustrie. Googelt allein mal dieses erste obere Bild, dann seht Ihr, was ich meine… moviepoodle_1060561scsh01moviepoodle_1060566scsh01moviepoodle_1060561scsh03moviepoodle_1060563scsh01moviepoodle_1060562scsh01moviepoodle_1060597scsh02

Super spannend, sich dazu ne (noch nicht vorhandene) Filmhandlung vorzustellen, n’est-ce pas? Gehts da wohl um zeitgenössische Science-fiction, um (thought-)Verbrechen oder eher um was Psychohaftes… oder um ne gelungene Mischung? Plus: dieser ungewohnte, manchmal ans Unsichtbare grenzende Gegenstand im Bild trägt mir sehr zum “Alienhaften” bei. Als Moodboard also prima zu gebrauchen, diese Bilder. Besser als die rohen Clips selbst! Ich schwör!!

Für geistig Interessierte™ hab ich auch noch n Pärchen An-Aus  :: Blau-nahezu-farblos-Bilder angefügt. Da kann sich der Willige davon überzeugen, was ich mit nervig meine ;-)

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(dunkle) Musik zum dunklen Geflimmer heute, Sternchen fürs Video dazu:

und á propos Jonathan Glazer (Regisseur oben verlinkten “Under The Skin”): lissentu seiner MusiClips-10er-Sammlung auf youtube

Musik beim Schreiben:

manchmal funktioniert Musik zu dunkeldüsteren Bildern vom entgegengesetzten (=hellen) Ende ebenfalls, hilft auf eine weitere Ebene der cinematografischen Irritation – oder eher: Inspiration?!

film still addict

Nachdem ich jetzt ein gutes halbes Dutzend engagierte Fotografen zu ihrer Einstellung “Film”/ Bewegtbild interviewt hab, ist das erstaunliche Ergebnis so far: es gibt da eine feine, aber mächtige Grenze der Berührungsscheu dem bewegten Bild gegenüber.

Das liegt – so nicht nur mein Schluß – an der vierten Dimension. Daran, daß diese irritierende Bewegung, das Rauschen der Bilder durch das Sucherviereck schlicht das Gegenteil eines  stillen, kontemplativen Fotos ist. Und daher ein völlig anderer “Muskel” vonnöten wird, um sich enthusiastisch um Schwenks, Zooms oder, versteckter, advancten Schnittrhythmus kümmern zu wollen/können.moviepoodle_1050280scsh01Als “Vorübung”, sich als klassisch bewegungsphobersmiley-blush Fotograf mit dem Medium Film anzufreunden, wurde das Auswählen von Standbildern aus laufenden Metern genannt. Das kann ich bestätigen, da mir diese Art Tätigkeit nicht nur auch viel Spaß macht, sie fürderhin sehr gut zu gebrauchen ist zum Zwecke, ein möglichst attraktives Bild als “Avatar” des zugehörigen Clips auszusuchen, der dann klickbar verlinkt wird. puuh wassnsatz! 19th century!

Zusätzliche Entdeckung via Kommentar der Nachbarn

“Sieht ja aus wie – insert impressionist painter here – !”

Hey! – die ultra groben Vorschaubilder im Explorer mit den typischen JPG-Störungen (“Blockbildungen“) “halten” eine  eigene Ästhetik, die man (nach solcher Anregung ganz im Sinne der Werke von Thomas Ruff) plötzlich als solche a) erkennen, b) schätzen und c) kuratieren kann – voilá!moviepoodle_1050657_scsh01Da such ich doch selbständig noch zwei mehr aus, an denen mich die Datenreduktionsästhetik so recht erfreut… (18th century writing?)moviepoodle_1050196scsh01 moviepoodle_1060259scsh03

Zur Beibehaltung der Übersicht über noch nicht verwendetes gutes Filmmaterial dienen sie ebenfalls – ich hab nach kaum drei Monaten Filmen schon ne anständige Sammlung beieinander..

moviepoodle_1040587scsh01moviepoodle_1040717scsh01pUnd als schnell hingehuddelte™ Ideen für die nächsten Filmexperimente wie hier zum Thema blue screen – ebenfalls gern!P1050211Was les ich da grad zwei Klicks weiter auf dem vom Wiki-Artikel verlinkten heise.de/newsticker/ – das geht mit App und KI nun schon in Echtzeit und beliebigem Hintergrund?! Se Hämmer!

Weiterer Fund: der von der Reportagefotografie zum Filmset gelangte Raymond Cauchetier * 1920!

PlusPlus: JPeG ist die Abkürzung für Joint Photographic Experts Group. Die trifft sich 3 mal jährlich irgendwo auf der Welt und berät, wie man mathematisch/programmatisch mit Bildern umgehen kann – im Original “has a long tradition in the creation of still image coding standards”. Auf der oben unter “Blockbildungen“verlinkten Seite fand ich zwei Klicks weiter das “JPG-verstehen-Lab“, wo man selber an den Reglern – auch eigens hochgeladener – JPGs herumdrehen = JPGs verstehen lernt. Großartić !!

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klassische Musik beim Schreiben heute  – à propos Impressionismus:

Frederick Delius: “In A Summer Garden”

Ottorino Respighi: “Fontane di Roma”   – zugucken!

und zum WiederKlar&Klassischwerden… Gabriel Fauré: Gavotte aus “Masque et Bergamasque”

 

 

 

 

The Making Of The Hula Hoop Clip – Teil 1 – die Analyse

Aldi machts vor, da, äh, müssen wir uns gar nix vormachen: von den 22 Sekunden, die der “Sommerspaß” Clip dauert, entfallen auf konkrete Werbung (Wasserrutsche, Swimming Pool, Bikini) gerade mal die hinteren elf Sekunden. In den 9 Sekunden davor schafft es die Aneinanderreihung von exakt zehn Schnitten, den Spaß- und Lustfaktor von Null auf Hundert hochzufahren.

Genau diese sensationelle Zündung  überschäumender Lebensfreude in nur neun Sekunden Filmangucken hat mich angesteckt, es mit dem Making-Of Bau des Hula Hoop Ri(n)gs  ebenfalls zu versuchen:

ein möglichst spaßschäumender Clip muß her.

Ihr werdet Euch fragen: “Hä? Making-Of Hula Hoop Rig?” Na -  zum weiteren Filmen brauch ich (habe ein Gefühl des Bedarfs) eine größere als Kuchen-Drehscheibe, in Bodenhöhe betreibbar, im ebenfalls low-budget-Bereich und hab da ne Idee: meine bescheidenen “Bauteile” dafür: zwei Kinder-Hula Hoop Ringe und 5 Säckl Murmeln. Also das: Zutaten:

moviepoodle_1050309_scsh_01Noch nicht zufrieden bin ich bei diesem ÜbClip mit der Sync Bild/Ton. Da muß ich noch etwas framegenau nachlesen.. Oder gar: ÜBEN??

Aber zuerst ein Blick aufs Vorbild und dessen Bauteile : Setting, Schnitt, Aktion, Musik/Sound (ich denke da an so was wie ne Videoantwort).

Setting: Luxurösester Sommer @ home: kiefernbeschatteter Rasen, viiiel Platz ums (Eigen)heim im gezähmten Kieferwäldchen, “biologische Grenze” zum Nachbarn (Hecke), Null Waschbetonplatten, null herumvagabundierender Gartenkrams oder -müll, ideales Setting für purer Wir-haben-Spaß-egal-was-die-anderen-denken: der runde Vati in Badehose und Stuntmanhelm und die drei Kinder am Ende der zur Kegelbahn umfunktionerten Wasserrutsche. Mutti? ist entfernt auch anbei – reglos wie eine Fünfziger Jahre Ikone mit “Journal” auf die linksbildrandige Liege drapiert.

Schnitt follows Aktion:

  1. Die ersten zwei Sekunden: Totale aus erhabener Blickrichtung. noch unsichtbarer Kegelbahn.
  2. dritte Sekunde Halbtotale: Papi frontal im Antritt. Man hat Zeit genug, sein Outfit in Augenschein zu nehmen: sein Gut-Beieinandersein, seine bespaßerhafte, gute Laune performende Gestikulierung beim Anlauf, seinen kinderbunt-ironischen Helm, die dazu farblich passende Boxershort, vielleicht noch die beiden weißen Indianer Kriegsbemalungsstreifen auf den Wangen in (wahrscheinlich) Sonnencreme. Passend zu den beiden Rallyestreifen des Helmes.
  3. Der Nachbar hinter der Hecke mit Heckenscherenspitze. Blick: erstaunt: was geht hier ab? Mit leicht hochgezogener Augenbraue. Kategorie: Spießer, der nur Ordnung schafft/Nerd, der sich immer nur akribisch um unwichtige/lebensferne Details kümmert (und draußen bleiben muß?)
  4. Anlaufbahn von seitlich, Papa von links nach rechts. Flachdachbungalow-Häuserfront. Requisiten: drei Gruppen Gartenstühle, Außenkamin, riesige Fensterfronten = Luxus pur.
  5. Detail: die wuselnden Beine von Papa – der hat Speed!
  6. von tiefliegender Froschperspektive halbschräg nach oben: der Sprung: hochaufgereckte Arme, aufgerissene Augen, Einer ruft sowas wie “Hopp!”. Dahinter: Kiefernsommerhimmel und der mächtige Schornstein des Hauses. Zeitlupe.
  7. Gegenschnitt: zwei Kinder mit aufgerissenen Augen und Mündern. vorne: Junge, dahinter Mädchen. Klar klassische Rollenverteilung.
  8. Dann endlich Auflösung: es geht um/auf die Wasserrutsche, rechts und links die nun drei Kinder mit  anfeuernd gerüttelten Armen. Und die Überraschungskegel am Ende aufgestellt, dreiviertel-kinderhoch.
  9. Wieder Papa frontal auf Augenhöhe = Froschperspektive, bäuchlings mit nach vorne gereckten Fäusten und zusammengebissenen Zähnen rutscht auf sein Ziel, die Kegel und die Kamera zu. Wichtige Action-fördernde Zutat: die fächerartigen Wasserspritzer von links und rechts. Links im Hintergrund eine stoisch völlig reglose Frauenfigur, total entspannt trotz dieser wahnsinnigen Aktion.
  10. Dann Blick von draußen über die 1/3-bildhohe Hecke. Man sieht: den hinteren Teil des Grundstücks mit der gegenüberliegende Hecke, Kiefernstämme, auch jenseits, Gartenaccessoires: Sonnenschime, Schlauch, Nachbargebäude, ebenfalls niedergeschossig in “angenehmer” Entfernung. Man hört: Wasserspritzen/rutschen, dann dieses typische Kegelkollisionsgeräusch, Kinderhurra. Erst dann erscheinen in harmonischsten Chaos die hochgeschleuderten Kegel kurz und fallen wieder ins Unsichtbare hinter die Hecke. Dann erst die Stimme aus dem Off: “Einfach Sommerspaß voraus” und leitet damit den “Katalog” mit ein, der die nächsten schmalen 13 Sekunden einnimmt.

Mithilfe meiner Cutter Software hab ich daraus diese Anschaulichkeit “tabelliert”:sommerspass-timetableMusik/Sound: a) Nonverbale Rufe – der Kampfschrei des anstürmenden Papas und die Jubel- und Spannungsschreie der Kinder gehen eine brisant-explosive Mischung mit b) draufgelegten rhytmischen Scatgesang in Männerstimme, Pausen(!) und handgemachten Rhytmus ein – kein einziges klassisches Musikinstrument kommt zum Einsatz. Thats schon all. Pravo! Einfachheit rules!

Nun gehts drum, Inspirationen für “Pendants” zu bekommen. Dazu “dürfen” noch Vorder- und Hintergründe, Sound, Beleuchtungs- und Kamera-Ideen.. Also los, Schlafhirn! (Footage dreh ich ja sowieso..)

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Musik beim Schreiben zum Antesten-der-Hula-Hoop-Idee-mit-BilderMood:

ABBA: “Ring Ring”

Playlist einmal anders: ich google “Hula”: Beautiful Hula/Polynesian Dancers

OK, ich google: “Marbles in Motion”: 9 Awesome Science Tricks Using Static Electricity!

Dann “Marbles in motion kids”: Educational Activities for Kids: Marble Run Challenge

Marbles in Stop Motion – auch ne Idee! Hey- wußt ichs: “Die Murmel im Auspack-Video!” Und als digitaler Bildschirmschoner..

Noch mehr (advanced) Stop Motion – “How To Make Marbles” – Kommentar zum Folgevideo “Magic Clay“:”The sound effects take the already brilliant animation to the next level“.. Aha-Effekt! Und noch eins: Die Murmel als Geräuschelieferant …und alles brauchbare Ideen!!

OK, nun ich als DJ zu Murmelfilmen: Motto: hervorragende klassische Musik macht (ausgerechnet) Selbstgebasteltes richtig grandios.

Marble Mountain, dazu hören wir die Overtüre zur Fledermaus.

Reverse Engineering mit 5832 magnetischen Kugeln – dazu gibts die 1ere Partita von Herrn Bach. blogstar-yblogstar-yblogstar-y

Postskript:

  1.  die Maus macht Muster in die Murmeln.
  2. Musik machen auch Taler, die in der Schüssel rollen

 

Dieses Ende ist… der Anfang

Was sich im neusten Menue dieser Webseite als Galerie-Suchwort-String so pathetisch anhören mag, ist das etwas verschmitzt gedachte ™ Motto am Ende meines ersten – Yippieh! -kleinen TestClips, denn. ich. habe. nun. eine… Schnittsoftware!

Ein wunderbar neues, irgendwie lange unterbewußt herbeigesehntes Werkzeug, das nach schon zwei Nachmittagen voller Herumgeklicke die Gewißheit brachte: ein neues bewegtbildpowergetriebenes™ Leben hat begonnen:

moviepoodle-firstever-stripOben 6 FilmStills. Den Film kann ich aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht zeigen (=veröffentlichen) – die TestMusik ist nämlich (noch) nicht von mir! Aber Ihr seht schon: Titel einblenden und Doppelbelichtungen gehen schon! Und ein frisch selbsterfundenes “brasilianisches” Rhythmusinstrument “macht” den fotografischen Hintergrund ;-)

Plötzlich rücken die weit(reichend)en Möglichkeiten der Filmerei – vergleicht allein mal  a) Fotos mit/gegen diesen b) wunderbaren Film über den “Roden Crater” des Lichtkünstlers James Turrell miteinander!- in greifbare Nähe: Schnitt, Ton, die plötzlich Dramaturgie ermöglichen, Geschwindigkeit, Rhythmus, sprich:

Fotografie, Sound + die vierte Dimension!

Damit kann ich nun nicht nur Raum und Zeit miteinander verknüpfen, sondern mich fantasiemäßig austoben und gar irgendwann vielleicht Geschichten erzählen. Das dauert noch etwas, denn a) ich bin am ersten Einarbeiten mithilfe von (auch noch) englischsprachigen Tutorials. Und das b) bei einem so umfangreichen =mächtigen Tool.

Denn sobald man mal bescheiden angefangen hat, einzelne Sequenzen aus dem Vorhandenen Aufgenommen zu schneiden und aneinender zu reihen, ploppen ruckzuck Fragen über Fragen auf: von “Wie trenne ich die Ton- von der Bildspur?” über”Wie exakt auf die Musik kann ich die Schnitte platzieren?” zu “Wie ändere ich Farbe, Laufrichtung und Abstand von Fließtext?” und “Wie krieg ich diese bestimmte Sequenz dazu, halb&halb mit der drunterliegenden zu überblenden?” und so weiter und so weiter.

Also ran an den try&error & learning-by-doing-Sommer. Durch Requisitenerfindung @ home bin ich ja reichlich mit Motiven versorgt. Dollerweise “machen” die Dinge, die ich eigentlich entsorgen wollte, die mitunter spannendsten Ergebnissen. Unten ein erstes Beispiel. Wie Ihr sehen könnt, hab ich unten rechts im Bild diesen Moviepoodlebutton schon einblenden gelernt. Und die selbstgemachte Tonspur anpappen.

Das bedeutet: stellt diese Dinger auf Endlos (meinetwegen auch auf lautlos), so werden sie zum Bildschirmschoner und zur Entspannungsvideogeste!

moviepoodle_1050440scsh_01Das Rauschen, das sich da wie undeutlicher Verkehrslärm, Baulärm, Fluglärm ausmacht, soll eigentlich handgebürstetes Meer sein. Mit zwei Schuhbürsten auf großem Karten gemacht…Tja, so weit kommt man mit sorglos-dreist hingeworfenen Hörspielbastelanleitungen für Kinder im Netz (die Quelle erspar’ ich Euch). Dafür lest lieber von Señor Llosas’ “Tante Julia und der Kunstschreiber” die Stelle, an der der Protagonist Mario Zeuge seines ersten Hörspielrecordings mit einem Unikum von Geräuschemacher wird. Grandios erzählt! Seite 144!

Hier mein zweites “Entspannungsschleifchen” – shot and edited ne knappe Woche später am 20. Juni – die Musik hab ich vor gefühlt zwanzig Jahren mal programmiert. Damals noch per Atari + Notator.. Schön, daß sowas nicht schlecht wird ;-)

moviepoodle_P1050526_scsh_01The next step in Richtung “bis ich melden kann: Gravity is just a habit ;-)

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Musik zum Abspann (Bild oben): Mantovani: “A Media Luz” . Coolster japanischer youtube-Kommentar dazu: «It is played during the younger Mantovani. The cascading strings are filled with youth.»

beim Schreiben heute:

Anderson .Paak ’Til It’s Over’

OK GO: “I Won’t Let You Down”