Kategorie-Archiv: The Me Placement

Heute fotografiert man… Frauen, die Einfluß nehmen

Politiker, Schauspieler, Models, Vorstandsvorsitzende, TV-Promis, Künstler, Schriftsteller oder Sportler im persönlichen Fotografenportfolio…

Vergeßt das alles!  Porträtiert: Influencer!

Fotografin Pauline Darley /Paris était en route avec la caméra et..

..macht suma summarum instagrum.. 750.000 Follower. Et pas seulement à Paris.. Oh là là!

Gelobhüdél? Mit nem französischen Touch? Mmh. Ihr vermißt den Bedenkenbutton? Mmh!

Es geht los – heute! Through The Looking Glass

HEUTE  geht “die Brille” unters erkundende Volk:

grad entdeckt auf techcrunch.com. Ich markiere das Datum mit dem Einkleben (=Posten) dieses “Videos-aus-den-ersten-Tagen”: hier sieht man erst mal/zum ersten Mal .. mit den Augen der Zielgruppe. Das ist was Neues.

youtube-embedding-memorial- Macht mir ein Gefühl wie…ne Nachricht, daß irgendwie ein Faß angestochen wurde, wie zum Beispiel eine neue mega- erfolgsversprechende Getreidemarke für DAS Brot der Zukunft ab sofort überall angepflanzt wird, deren Bio-Effekte auf den Rest der Welt… abgewartet werden.

Oder noch ein zweites, modernes, mobiles, Daten lieferndes Auge: Gedrohne am Brennenden Mann, Clips like that als “Tourist Information Cloud” von morgen. Ein kollektiv-humanes Experiment mit offenem Ausgang/Fortgang wie schon oft in der Geschichte – das Feuer, die Schrift, das Rad, die Metallurgie, der Verbrennungsmotor, die Glühbirne, der Telegraph, die Rechenmaschine.. diesmal sind WIR dabei!

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Und dann vorfühlen der Zukunft (sie ist da) und virtuell fliegen, mit Mathe: Parameter festlegen, Flugroute bestimmen und den Automandelbrotpilot auf “AN”:

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Na, welche Gefühle mischen sich da alla quadro bei Euch??

PS.: Grandiose englisch sprachige Webseite Buchbesprechung von Benoit B. Mandelbrots: “The Fractalist: Memoir of a Scientific Maverick” auf nybooks.com

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Musik beim Schreiben heute:

Wow – ALLE obigen Clips mit brauchbarer Musik – Chapeau!

Siouxsie & The Banshees: “Through The Looking Glass”, Polydor, 1987

What If I Told You

So doll das Internet auch ist – im Verbreiten der persönlichen “Note”, Selbstdarstellung, Meinung, Produktpalette etc., und zwar, ohne daß man wie zuvor an Redaktionen vorbei muß oder es an Geldmangel scheitern würde, (weltweit) gesehen werden zu können -

Immer wieder erlebe ich nach dem Fund eines neuen spannenden Fotografen/Projekts dieselbe Enttäuschung: die interessanten, ja signifikanten Informationen über ihn/sie sind nicht auf ihrer persönlichen Seite, sondern auf Galerien-, Mag- oder Onlinepräsenzen von klassischen Zeitungen. Und dazu auch noch weitaus a) mehr, b) detailreicher, c) neutraler und d) informativer. Ok, kann man da sagen, das sind ja auch Profis.

Oder im Gegenteil, wenn man die Fotografen persönlich kennt und dann vergleichend die Artikel über sie liest (für deren Erscheinen sie oft kosten- und honorarfrei Bildmaterial “tauschen”): fast durchweg beherrscht das Klischee vom “begeisterten Fotografen aus Leidenschaft” die Berichterstattung. Und etwaig aufflammendes Interesse an der Person wird durch diese traditonellen Texte in herkömmlicher Form eher gelöscht. So geht dieser Schuß, der eigentlich beiden Seiten nützen soll, eher nach hinten los: die Fotografen geben natürlich kein super Bild für den gebotenen/ suggerierten Werbeeffekt her – super Bilder sind zum Geld verdienen da – der Text folgt rätselhafterweise allzu oft der klassischen Regel:

“If you are bored writing it, your visitors will be bored reading it.”

und riecht arg nach müder Routinearbeit. Das Ganze ist dann nicht bloß unter Energieverschwendung, die man halt zur Verbreitung hinnimmt, einzuordnen- den damit einhergehenden Effekte der Leselangeweile , der durch ebenso laues Bildmaterial noch verstärkt wirkt, würde ich eindeutig unter negativ ansiedeln.

Da frage ich mich regelmäßig: Wie kann man sich nur so reglos sein Image von Fremden bestimmen lassen, deren Beweggründe, dies zu tun, mittelfristig gesehen oft ans Fragwürdige grenzen??

Wieso nimmt man sein Image nicht selbst in die Hand, jetzt, wo dies endlich per www so easy möglich ist??

Denn es ist und bleibt eine oft übersehene, allergrundlegenste Wahrheit, die ich hier , interessanterweise perfekt formuliert von einer Farb- und Stilberaterin zitieren will:

“Nirgendwo besteht eine bessere Möglichkeit, Ihr komplettes Angebot, Ihre Dienstleistungen und Ihre Person bzw. Ihr Team besser und überzeugender darzustellen, als in einer guten Homepage. Sie ist für Interessenten 365 Tage im Jahr rund um die Uhr einsehbar. Das ist Werbeluxus pur.”

Genau diese verwirklichte Erkenntnis vermisse ich ausgerechnet bei den meisten Fotografen, deren Werke ja perfekt internetideal  sind -  ohne Umweg übers Marketing, den ein anderes Produkt sonst in der Überführung in mediale Präsenz und Darstellung nehmen muß.

Und was ist da so unangenehm/schlimm/teuer dran, einen guten Freund (für die Sicht von außen) und einen Profitexter (für die Formulierung dieser Sicht) ran zu lassen, um ein vollständiges, kontrolliertes (!) und faszinierendes Bild seiner selbst zu erzeugen?? Wo liegt das Problem, sich mal als so cool, interessant und sexy darzustellen, wie man sich an einem guten Tag, Sonnenschein und super Laune selbst sehen will?

Was also, wenn ich diesen Kreativen sagte: “DU selbst könntest den besten, echtesten, coolsten, too Film über Dich drehen! Die besten Texte über Deine Beweggründe und Deine Faszination selber veröffentlichen! Warum daheim nächtens in der kleinen Welt des privaten Zahnputzbechers amöbisch vor sich hin träumen? Warum die Zeit vertun mit Postings, um Dich in die zweifelhafte Anziehungskraft der “angebeteten” Sender, In-Crowds und Kundenkreise zu bringen? Warum dieser stoische Fatalismus angesichts dieser halbgar-bis-miesen, kontraproduktiven “Berichte”, die die Mags und Zeitungen im Tausch gegen Deine Bilder =Deine Arbeit anfertigen?” Und dieses Lotteriespiel, ob ein frisch angekündigter Fremd-Artikel denn so wirkt, wie man sich das wünscht- ohne freilich mitredigieren zu können, brauchts das wirklich?

Plus: Du hast doch ne Kamera! Die kann auch Filme drehen! Warum nicht seinen Lieblingsregisseuren nachgehen und sich selber inszenieren! Einfach mal ausprobieren! Die Freunde fragen, wie sie Dich am coolsten aufnehmen/sehen würden?!

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Musik beim Schreiben heute:

Moonlight Fiesta, Echoes Of Swingyoutube-embedding-memorial-