Kategorie-Archiv: MalerVirus

Briefmark N von Planet P

Je kleinteiliger und bunter die PinXoGraphy des Tages  dieses Herbstes 2017, desto überraschender oft ihre vierteljährliche Schrumpfung – beim Malen dieses, wie es jetzt in klein scheint – Gerippes unten, das sich aus dem wüsten Boden erhebt, hätte ich nie und nimmer dran gedacht, daß es ( der Korb, der Boden, der wüste) mal eines wird. start-shrunk-540b-trioMit Archäologie hab ich nix am Hut, Wüstenfuchs bin ich auch nicht einer, und Westernfan… ebenfalls Fehlanzeige – null Ahnung also, woher mir diese Deutung kommt..Ich experimentiere zur Zeit nur grad mit bekannten Formen, die ich meinen Flecken und Wolken anheim stelle. Mit “bekannten Formen” sind natürlich die geometrischen gemeint, dahinter ihre realen Inkarnationen, also Blumen, Kugeln, Körbe, Flammen, Hügel, Eiffeltürme  smiley-blushstart-shrunk-532Nun scrolle ich durch die Bilder der letzten vier Wochen. Und suche  gespannt, ob das was fruchtet, nach zusammenpassenden Dreiern – funktioniert!

start-shrunk-532e…und sieht geschrumpft besser aus als, äh, na: ungeschrumpft eben.

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Oben mal wieder ne japanische Reistapete.. Kommt alle hundert Blätter mal vor. Glücksfall. Zufall.

Das mit den Briefmarken kam mir mal wie schon oft bei der ..Hausarbeit zwischendurch. Tenor: “Putzen beschäftigt das Gehirn, es überfordert es aber nicht” ;-) Dazu das Mikro-Tutorial: Nehmt dieses Lochmuster, legt Eure Miniaturen rein, bis die Löcher gleichen Abstand ringsum haben, dann: Zauberstab, Auswahl-minus-Rechteck, Stanze, Schatten, Tupfer… Tusch!

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Musik beim Schrumpfen, Stanzen und Be-Zahlen:

Moby: “Hotel”, Bonus CD (!), Virgin, 2005

The B52′s: “Planet Claire” vom Album “The B 52′s”, Island 1979

 Federspiel live 18. Mai 2017 aus dem SWR-Funkhaus in Mainz

Vergestikuliert? Kein Problem!

Ausgerechnet am diesjährigen Faschingssonntag* fiel mir wieder eine wichtige, bislang textlich aber untergewürdigte Zutat zu meinen PinXoGraphien ein:

Körpersprache und ihre “Bauteile”, die Gesten.

Nicht nur, daß ich beim Führen der Malstifte und -werkzeuge bestimmte “funktionierende” Bewegungsabläufe erarbeite (es kommen durch die (Er)findung neuer Malwerkzeuge stetig ebenfalls neue dazu), schon immer kommen mir die “Ergebnisse” in den Bildern, die Striche, Schlenker, Wolken und FarbClusterSträusse vor wie… geronnene Gesten.

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Das hätte ich nicht gedacht: Malen ist wie eine hemdsärmelige Choreografie, denn Farbe Aufbringen erfordert schlicht: Bewegung. Kühne Striche – eins meiner MalZiele right from scratch – erfordern kühne Bewegungen, die sich durch die Farbspur ästhetisch nachmessen, nachempfinden lassen. Wie eine spezielle Unterart des Gestikulierens: sich am oder das Blatt drehen, mit der Farbe kreisen, schlingern, stottern, sich darauf winden mit farbigen Fingern, per Stift Hiebe oder gleich ganze Hagelschauer setzen, per vorgschützten Fahrigseins ebensolch faszinierende, wie den Formwillen-abableugnend wirkende “Gebiete” im Bild erzeugen, das An- und Abschwellen von Kraft in der Bewegung, all das zeitigt exakte Strichspuren, auf die Ihr jetzt schauen und an denen Ihr Euer Euer ästhetisches Empfinden ranwerfen können!ysp-scanp-170221-440d-manorMehr noch: bei Ansicht mancher Bilder bekomme ich eine über meine Werkstatttechnik erweiterte Ahnung von: das könnte die zeitlich gesammelten Bewegungen von Menschen im Raum, in einer großen Halle oder auf einem innerstädtischen Platz nachzeichnen.(..)

Was ein großes erstaunliches Plus der PinXoGRaphie ist, daß sich bei dem Malen anschließenden digital “erledigten” Umfärben tatsächlich alle gemalten Spuren wieder herausholen lassen. Ein Beispiel:

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Durch das stetige Dranbleiben und die auchundvorallem:mir! erstaunlich unermüdliche Neugier bei jedem neuen Start ergeben sich durch reine Experimenterfreude/ schrillend einsetzende Klischeeklingel oft erstaunliche “Nachbarschaften” von malerischen “Ereignissen” wie diese beiden hier unten, beide auf Blatt #535:nnn-scanp-170922-535g-r2vnb

Andrerseits finde ich es oft schade, daß sich “gute Ideen” in direkter Nachbarschaft von ästhetischen, äh, Unentschiedenheiten befinden. Da gibts zum Glück das scannergrößen-bedingte Ausschnittsauswahlmuß wie beim Fotografieren – die bemalten Blätter sind doppelt so groß wie das Scanfenster – da scanne ich einfach erneut und das Nichtgefallen nicht mit..

Oder: nehm ich einfach ein neues Blatt und mache die nächste, neue, irgendwie durch ihren Neustart, ihre-Frische-und-meiner-Erfahrung “verbesserte” Geste dann eben da drauf – ein netter Zug, eine schöne Geste der Malerei!nnn-scanp-170922-535e-rv2r5Und bei vielen (gemalten) Gesten – die Körpersprache so uferlos wie alle Künste ;-) – denk ich da ans Archivieren – hier eine kleine “Gesten”sammmlung von 2016:

ysp-scanp-170118-428d-r180 ysp-scanp-161021-395-r6v2r3 ysp-scanp-161113-405b-r180v ysp-scanp-161229-422b-r180 ysp-scanp-161213-417g-r3v93 ysp-scanp-161126-412h-re180 ysp-scanp-161126-412f-r2v2n ysp-scanp-161120-410c-re180 ysp-scanp-161011-390f-r2v

Schrieb ich “Faschingssonntag”? * Ja, ja – da seht Ihr mal, wie lange die Vorlaufzeit eines Artikels sein kann hier! Und: das ist nicht mal ne großartige Ausnahme. Im “Hintergrund” warten ein große Menge Entwürfe. Meistens durch eine Information im Netz, ein Gedankenfetzen beim Aufwachen oder in einem Gespräch mit irgendwem unter Tage geführt, münden diese Inspirationen in schnell hingetippte Notizen – Zettel hab ich klassischerweise auch – und wachsen durch stetige Nachbetrachtung – bestimmte Themen sind ja durchgängig in Bearbeitung-  irgendwann aufs Maß einer kritischen Masse. Das sind dann Artikel wie dieser, die dann, irgendwann durch Vollendung an einem wach-ruhigen Vormittag oder einer stillen Abendstunde am Rechner reif werden.

Inspirationen? Jederzeit! Heute zum Beispiel:

  1. der obskur klingende Satz: “Die Polizei beschlagnahmte den ICE, um Spuren zu sichern.”
  2. oder das erhellende “The name, Yoox which was created by Federico Marchetti composed of the male (Y) and female (X) chromosome letters linked by OO, the infinity symbol ∞ or “the ‘zero’ from the binary code,  the fundamental language of the digital age”.”
  3. oder “Weder Selbstdarstellungssucht noch sozialer Ehrgeiz oder Marketinggeschick überschatteten seine Schneiderkunst.“  (die Welt über Cristobal Balenciaga, 1895-1972)
  4. oder: “Aurora Robson is a multi-media artist known predominantly for her work intercepting the waste stream.

Und gleich mal checken, ob ich diese Bilder von 2016 schon mal gepostet habe. Geht per Googles, äh, Aufmerksamkeit: man sucht nach den Bild-URLs, wird zur Bildersuche weitergeleitet und findet… nach 10 identischen Klick, Copy und Paste-Versuchen jäh die Meldung: “Unsere Systeme haben ungewöhnlichen Datenverkehr aus Ihrem Computernetzwerk festgestellt. Diese Seite überprüft, ob die Anfragen wirklich von Ihnen und nicht von einem Robot gesendet werden” Dann kommt ein anzukreuzendes Bilderrätsel zur Verifikation. Wo sehe ich a) Brücken, wo b) Palmen auf den Puzzlebildern, die sich dann laden…

Nach bestandener Prüfung kommt mir gleich noch die Idee zu einer Medienkompetenz-Extrastunde-am-Feiertag: die Bilder plus Bildersuchlink hier zeigen. Dann könnt Ihr auch mal sehen, wofür der Algorithmus-plus-Big-Data Googles heute(!) meine Bilder “hält”, was in ihnen “vermutet” und gleich auf sehr Ähnliches  im Feld drunter klicken:

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..und dann auch noch gleich die “Neuen” von oben noch ins Spiel:

nnn-scanp-170930-537-r2vr2 ysp-scanp-170221-440d-manor nnn-scanp-170927-536g-r2vr7nnn-scanp-170927-536g-r3vnr nnn-scanp-170922-535g-r2vnb nnn-scanp-170922-535e-rv2r5

Ergebnis part 1: lediglich das oben links im Archiv-feld kannte Google von meiner Seite. Gleich zweimal. Eins ist gar in meinem englischen artist statement gelandet. Also a recurring dream ;-) . Die anderen 14: noch unbekannt. Unbekannt heute, am 3. Oktober 2017, 12:48. Das wird sich ziemlich schnell ändern, denn ich hab den google bot sehr oft zu Besuch..

Ergebnis part 2:

Automatische Vermutungen™:

fraktale Kunst (2x) | Wasser | Baum | Pflanze (2x) | cg Kunst (2x)| Kunst | Meeresbiologie | Moderne Kunst | Malerei

Tja. Ok, Google – ich (oder Ihr!)  versuchs in nem halben Jahr nochmal..

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Musik beim Schreiben: faschings’ (1) & Oktober-heute (2) und beim Google-Testen (3):

Jamiroquai: “Rock Dust Light Star”, Mercury, 2010 – (3)

Edo Zanki: “Zu viele Engel”, Universal, 2011 – (2)

Swayzak: “Dirty Dancing”, !K7, 2002 – (1)

Gewinn: ein 1A Abstand

Warum die “Nachbetrachtung” eigener Werke hier in der Kategorie “Werkstatt” steht? Nun: es gibt da diese anfangs unscheinbare Facette “Zeit” im eigenen Schaffen.92270031Vor allem, wenn der Output groß ist, die “Verweildauer” am einzelnen Blatt/Werk vernachlässigbar, der Strom sich immer weiter wälzt (die Tage bin ich an #531).

Um die Blattnummer 380 herum +/- oben eine “Nachidee”, mit Automatenversionen der PinXoGraphischen Bilder verwirklicht :

ein pinxographisches MemorySpiel.

Mit amtlichen 33 minus 1 BildPaaren. Die Originale “geschahen” vor einem Jahr. Das Pinxographic-Pareidolische könnt Ihr oben sehen: es gibt zwar Paarungen von Bildern, die sind untereinander aber “nur” ähnlich, nicht identisch. Und manche sind nicht mal das.

Veräppelung? Keineswegs. Das Ganze ist ernsthaft, ganz im Sinne der PinXoGraphie, die ja stets den Assoziationsnerv zu kitzeln hat. Und die Doppelbelegung geschah zufällig vor Ort im Drogeriemarkt, als ich glücklich entdeckte, daß man immer zwei Fotos auf ein 10 x 15 cm Blatt Fotopapier abziehen lassen kann. Und mich dann mit meinem mitgebrachten/gefüllten 16GB USB-Stick in Euphorie hineinklickte.bestellte..

Diese nun schau ich mir heut nacht in einer Schlafpause an und denke: wow – was ein dolles Chaos! Das soll ich gemacht/angerichtet haben? Ts.ts. (kopfschüttel). Aber: ein augenaufreissendes Chaos! Das fasziniert (mich), läßt man sich mal auf den Farb- und Form-Overkill ein! Schnell ist man angesichts der Bilder beim Gedanken an klassische (Gefühls)zustände der gemischten Art™, an das sometimes grausame Nebeneinander von schön und häßlich, faszinierend und abstoßend, das undenkbare Gleichzeitige von wohltuend und schmerzlich und an das letzten Endes weiterbringende Duo von anregend und nervtötend – das Ganze heute jedoch in einem universelleren Sinne als die 2016er-Betrachtungen der PinXoGraphie als Ideenkatalysator zum Berufsleben.

Und mit diesem Abstand durch Zeit, Neuaufnahme durch Wiedersehen, “nachgewachsenen” neuen Augen kann ich Euch ein paar davon hier “nachreichen”:

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Ist doch ein fü+hlbarer Unterschied zu den aktuellen Sachen . Anregende Weiterentwicklung von… woher nach bitte… wohin, oder?!

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Musik beim Nachreichen heute:

Faith No More: “Album Of the Year”, Slash, 1997

Sven Van Hees: “Calypso”, Life Enhancing Audio, 2002

 

 

Das ist eigentlich Landschaftserfindung

JaJa ich weiß: Landschaften werden von der Natur erfunden: die Topografie, die Beschaffung des Grundes, das Klima und die “zugeflogenene” Vegetation. Der Mensch mischt da seit seinem “Erscheinen” aber immer kräftiger/drastischer mit – von klassischer Landschaftsgärtnerei bis zu großindustrieller Ausbeutung siehe das fotografische Werk Edward Burtynskys, aber hier und heute meine ich mit der Überschrift: die visuelle Potenz der Malerei.

Denn da bin ich mit meinem Laborexperiment seit kurzem bei diesem Gedanken angekommen, all diese ungegenständlich gemeinten-und-gemachten Bilder lieferten ganz nach Plan Anreize, sich diese übersetzt in die Welt des Physischen, des sinnlich Bekannten™ vorzustellen. Und daß eine gewisse räumliche Tiefenwirkung bei manchen auszumachen ist, haben mir inzwischen schon mehrere Betrachter bestätigt. «Weltraum» und «Tiefsee» sind da die beiden großen Assoziationssieger:

  ntr-scanp-160306-299e-rec4g ntr-scanp-160306-299g-recvh ntr-scanp-160421-329e-rec2v ntr-scanp-160407-321c-recol ntr-scanp-160407-321f-re5v2

Aber es kommt noch ein Drittes, bislang nicht Thematisiertes dazu: nicht allzu oft, dann aber umso drastischer fühle ich mich beim Anblick jäh mitten in einer wundersamen, unbekannten, faszinierenden Landschaft wieder. 3D auf Erden ,-) Der Blick schweift da über einzelne “Stengel” bis hin zu kleinen Vertiefungen, Buchten und Senken, Nischen, Anhöhenähnlichen oder Ahnungen von Böschungen.

Die oft pflanzenähnlichen Gebilde verstärken die Suggestionskraft in diese Richtung. Mein damit zusammenhängendes  großes “Nachbarthema” Gestrüppmalerei meine ich hier allerdings definitiv nicht – da ist so was wie die Ahnung einer Landschaft/Räumlichkeit eher sekundär – die räumliche Wirkung (oft) ebenfalls. Aber hier -schaut mal:nnn-scanp-170506-476f-r3vr7 Für mich ganz klar auf der Hand: man blickt hier auf/in einen idyllischen kleinen, von Ranken umrankten See in wildberankten, kaltwarmen Farben – eine fantastische, unbekannte Übergangszeit?

Unten eher eine trockene Version der Landschaftskuhle. Mit frisch drübermontiertem Maisblattreiher..nnn-scanp-170725-513e-r2vr9Aber auch die etwas waghalsig-kräftiger gefärbten Bilder rufen (mir) eine “hügelige Assoziation” voll räumlicher Tiefe und landschaftlichen “Gegebenheiten” herauf – bitte sehr: nnn-scanp-170807-519-r2vnre..kennt jemand von Euch die bambuswaldgesäumte Wassertretstelle im Mannheimer Herzogenriedpark? Das wäre meine Version!nnn-scanp-170719-509-rvnrein Seh-Experiment, das obige: eigentlich “zieht” es mich da hinunter, in diese hellblaue Röhre, darüber “wehen” diese beiden lachsfarbenen Fetzen. Dazu fällt mir dieses Superfoto von der/in die “Rotunde” des Heidelberger Tankturms ein. Chapeau, Señor O2t!

Mit den frisch entwickelten “Hintergrund”strukturen erreiche ich mittlerweile eine gefühlt “verbesserteraffiniertere Verquickung von Gemalten und Geklickten. Was dem Phänomen Räumlichkeit beziehungsweise “Landschaft” allerdings keinen Abbruch tut:nnn-scanp-170813-520c-r2v91Das unten hab ich auf einer Handtasche als Außenraumabbildung entdeckt ;-) ysp-scanp-170426-472j-r3vr0Hier kommt die Ahnung an Florales, Gestrüppiges, Nebeneinanderes und Gleichzeitiges am besten: ich denke an Hasensassen, Gebücke und schlicht an das vorgegeben Unaufgeräumte eines Bannwalds:ysp-scanp-170502-474h-rvnr4

nnn-scanp-170505-475j-r180vDiese Landschafts-Genese-Idee ist eher neu, hängt sie doch recht direkt mit meinen veränderten, komplexeren Hintergründen zusammen, die erst seit Sommer 2017, also so ab Blatt #474 möglich sind.

Hier zum Vergleich zwei aus den Anfangstagen der Pastellphase (seit Juni 2015):ntr-scanp-160308-301b-rllve- das unten ist für mich ganz eindeutig Südamerika! (ja, ja, ich war noch nie da):ntr-scanp-160413-328g-rc3vkDie “irdene” Version davon. Ebenfalls Landschaft. Wüste!ntr-scanp-160413-328f-rec3v

Fairerweise muß ich hier noch auf einen Artikel vom Juni 2012 verweisen. Da gings um “frisch erfundne Örtlichkeiten”, allerdings waren damals  Fotografie und die digitale Bildverarbeitung im Werkzeugkoffer. Das Thema jedoch scheint von einiger Zählebigkeit für mich zu sein..

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Musik beim Schreiben heute:

Henri Dutilleux: „Tout un monde lointain …“ – Konzert für Violoncello und Orchester (Alban Gerhardt, Violoncello,  Bremer Philharmoniker unter Andrew Gourlay)

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie F-Dur KV

ReadyMade in Germany

Eigentlich war ich nur des Pinsels überdrüssig – ich bin (anscheinend, bis zum Beweis des Gegenteils) kein klassisch Malbegabter. Pinsel erinnern mich an die Schule, an etwas sollen. Ich aber wollte etwas Unbekanntes, Spannendes.

Na dann und warum nicht: flugs die Dose mit den Bauhaus-Kabelbindersets aufgemacht, das “Büschel” mit den 20cm – Dingern raus und neugierig in die Farbe damit. Dann auf die Leinwand geschlagen…

und..

Enttäuschend. Formlose Flecken. Langweilige Flecken. Noch nicht mal wie absichtlos sah das aus. Ich stellte frustriert – nach so! viel! Vorfreude! – das Bündel weg. Ließ die rote Farbe an den weißen Spitzen trocknen. DAS wiederum sah ganz cool aus..

Und dann griff ich irgendwann diesen hellblauen Becher aus dem hellblauen Möbelhaus und “topfte ein”. “Ein Krokus! Frühling jederzeit!” dachte ich entzückt und ließ ‘ dabei bewenden.

Und dann, irgendwann, kamen diese Glastuben ins Haus. Die sind das für Gegenstände, was der Unterstrich für Wörter ist. Also hab ich damit meine kleine schnellfertig-gemachte Plastikhomeblume aus dem Baumarkt “unterstrichen”.

Und irgendwann hat dann jemand das Ganze REadyMade genannt und mich damit an Kunst erinnert. Ich hab Marcel D. nachgeschlagen und ne ganze Liste solch einfachster Konstrukte gefunden. Hundert Jahre alt. Mindestens!

Schick, wenn man durch Bezeichnung Sachen altern kann. Etwas Neues, vorher Unbekanntes wird damit aus ihnen.

Und im Sonnenlicht mit Brechungen sehen sie noch besser aus. Muß aufs Cover!

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Kakadoo 500 !!

nnn-scanp-170708-500e-recolDas war die erste Assoziation, als ich dieses Gefiederte sah gestern abend. Lang am Horizont, voll klamm-stolzer Vorfreude ersehnt und dann: Unmerklich. War es plötzlich da: das 500ste pinxographische Blatt.

Und bis hierhin hat sich wieder Einiges getan im “body of work“: die Farbe hat sich krass vorgedrängelt. Gedroht, außer ein paar Kratzern alles zu verschlingen. Oder in pastellnem Meer aufzulösen. Dazu die “neue” Strichführung! Und ne neue Logo-Banderole gibts auch – im 70ies-Airline-Style  ;-) :

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Na, dann gehts ja ab sofort frisch auf die Jeans-Nummern zu ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

Johann Nepomuk Hummel: “Rondo all’Ungherese”

Nightmares On Wax: “Smokers Delight”, Wax Trax, 1995

The Sushi Club: “Sushidelic”, ELEKTROLUX, 1999

https://soundcloud.com/hannaeimermacher

…und ich sage Dir: Male wild und gefährlich!

Vielleicht ist das das “Geschenk der 500 Blätter”, Ergebnis dieser vergangenen zwei Jahre, in denen ich immer weiter gemacht habe, Blatt auf Blatt bemalt, Scan auf Scan aufgelegt/ angehäuft, a) Erfahrung, b) Techniken ausgelotet und mit Hilfe dieser beiden mittlerweile “Halbwüchsigen” Möglichkeitsforschung betrieben.

Fast so lange nämlich hat es gebraucht, bis sich in mir, so fühlt es sich zumindest an, ne Art Bravbremse löste, was das PinXoGraphieren angeht und diese neusten Bilder möglich wurden. Mir möglich wurden.

Denn da ist ein eindeutig dem impulsiveren, strikteren, energiegeladeneren Level zuzuordnender Einfluß spürbar als bislang. Fast so wie beim Bongo lernen: anfangs tapst man mit seinen Händen drauf rum, bis man irgendwann, nach Wochen, wenn nicht Monaten eine erstaunlich neue Spannung in den Fingern zu spüren beginnt.

Doch seht selbst …hier Bilder der BlattNummern 487 – 489:start-nnn-scanp-170605-485f nnn-scanp-170605-485f-recoo nnn-scanp-170605-485f-recol nnn-scanp-170605-485b-rec2 nnn-scanp-170605-485e-r180nnn-scanp-170607-487b-rvrbw nnn-scanp-170608-488f-rvr4q

Wenn ich da Kurator wäre, schriebe ich

Da hat jemand losgelassen. Ist ungehaltener geworden. In bester Weise. Suchend, staunend und irgendwie auch aggressiver, schnellfertiger.

Und davon faszinierter.

..schriebe ich als um ein Statement Ringender.

Zur “vergleichenden Forschung” hier drei Werke von vor einem Jahr – kann man da wohl eine Veränderung, Weiterentwicklung wenn nicht sehen, dann spüren!?

“Aber Hallo!” rufe ich da. Und: “Seht selbst!”

ntr-scanp-160601-352b-mnrec ntr-scanp-160603-353c-re180 ntr-scanp-160603-353-re180n

Dagegen hier die Neuen von Blatt #488. #492. Die dunkleren sind ebenfalls kaum pinxographisch behandelt.. Aber dann ;-)

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nnn-scanp-170611-489e-r2r7n nnn-scanp-170611-489-recollnnn-scanp-170619-492-re180vnnn-scanp-170619-492-rec180Ob das nur mir so geht… müßt Ihr entscheiden – Feel The Noise!

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Musik beim Schreiben heute:

Talking heads: “Stop Making Sense” , 1983

Laurent Garnier: “Unreasonable Behavior”, F Communications, 2000

Moloko: “Do You Like My Tight Sweater?” Echo, 1995

Nate James: “Set The Tone”, 2006

 

Rothko in drei Zügen

vrlf-160205-273e-r8vManchmal brauchts schlicht erholsamen Schlaf, um auf Grundlegendes “zurück” zukommen/Wie verworren muß das Leben sein, um schläflings auf: “Der Einfachheit sollte man immer zugänglich sein” zu kommen? Das nämlich notierte ich mir diese Woche, noch im morgendämmrigen Halbschlaf auf eine der Kartenrückseiten am Bettrand. Die liegen da immer, vorsichtshalber, erfahrungsgemäß, denn solch Wort- und Sinnfetzen aus dem halbseiden träumenden Hirn kann man  “biologisch-dynamisch” kaum anders – das heißt: ohne Elektrowolke -  festhalten.

Dazu kam die Überschrift heute morgen dazu, die lange verschüttetes Schachvokabular revitalisiert. Nachdem mir der Name “meines Großmeisters” der Farbfeldmalerei wieder eingefallen war.

Warum nur mein Hirn diese Fetzen anspült? Nun, als Ausgleich vielleicht? Die PinXoGraphie zum Beispiel wird momentan immer wilder, chaotischer: man sehe sich nur mal diese neusten “Ergebnisse” der März/April-Blätterei  an:

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Da ist eine deutliche Wirrniszunahme zu verzeichnen. Umso überraschender nun diese “Zwischenergebnisse”, die genau das Gegenteil darstellen. Und, noch erstaunlicher, genau aus demselben Werke entspringen:

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Zu dieser Überraschung notwendig war… Ameisenarbeit™: ich habe zu diesem Zweck begonnen, die fertiggestellten PinXographien – so es so was überhaupt gibt – kleiner zu rechnen. Ganz im Sinne von: “Dann hab ich meine Rastalocken abgeschnitten und anschließend meine Mützen kleinergehäkelt” ;-) Anfänglich, um ganz alla svevo mehrere(!) Dutzend(!) Gigabyte(!) Speicher “zurückzugewinnen”. Dies führte zur “Entdeckung” der im Verlauf der PinXoGraphie-Werdung unsichtbar erzeugten Färbungsschichten.

Unsichtbar erzeugt?

Ja, nun: beim Umfärben füge ich ja neue Schichten ins Bild ein, die dieses zu etwas Neuem machen, ganz apparent. Dabei wird der Fortgang der Färberei, der in mehreren Stadien geschieht, immer von fertigen Ergebnis bestimmt, das ich ja in Echtzeit am Bildschirm habe. Ich nehme also das Eingefügte nur im Zusammenspiel mit dem Gemalten/ Gescannten wahr. Und entdecke eben jetzt die schlicht-schwebende Anmut  dieses “Mezzanins“:

So kann ich Euch heuteundhier präsentieren, was dabei herauskommen kann, wenn man erst

  1.   Blätter bemalt,
  2. einscant und umfärbt, und dann
  3. das Gemalte digital wieder “abzieht”.

Aber bittet mich nicht, diese Erscheinungen en plein air “nachzuspielen”. Da ginge es mir wie John Coltrane nach Vorlage seiner eigenen, transkribierten Soli…

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Für mich sehr erstaunlich. Überraschend. Erfreulich. Und willkommener Anlaß, wieder mal was über Herr Rothko zu lesen. Und mir diese “Großflächigen” an einer ebensolch großzügigen Wand vorszustellen – der “Einrichterpoodle” läßt grüßen–

vrlfscreen-160115-260b-exhivrlfscreen-272d-267b-436g-Hier mal drei davon auf elegantem Anthrazit über dem aufgepimpten Sofa vom Januar. Der zottelige Bodenbelag drunter ist frisch “gefertigt” und stammt von Blatt #473.

Weiterhin gefunden beim Recherchieren/Herumadrenalieren im Internet™: 4 große Schachpartien “zum Nachspielen” – durch Weiterklicken – auf www.spiegel.de – und à propos Schachsymbole: die Figuren schwarze Dame als svg.png weißer Bauer als svg.png schwarzer Läufer als svg.pngund das Schachbrett sind durch  die Verwendung von SVGs und simplen HTML auf dem am Schirm dargestellten www-Brett positionier/programmierbar..

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Musik beim Schreiben heute:

John Coltrane: “A Love Supreme”, Impulse, 1964

Marcel: “Viginti Etduo”, Mole Listening Pearls, 1999

Adriano Celentano: “Svalutation”, WARNER, 1976

Cody Chesnutt: “The Headphone Masterpiece“, Ready Set Go!, 2002

Erik Satie: “Gymnopédie No. 1″, Stefan Grasse Quintett

Claude Debussy: “Fünf frühe Lieder”, HR-Sinfonieorchester, Anu Komsi, Sopran

Photek: “Form And Function”, Science, 1998

Short Attention Spam – oder die plötzlich willkommene Pendelbewegung des Geistes

Stellt Euch vor, ich hätte diese Seuche der Neuzeit, diese ewig fahrige, rasend-machende Unaufmerksamkeit, kurzbezeichnet mit Short Attention Span “umgebaut” zu einem meiner wichtigsten “Werkzeuge” beim Malen solcher Bilder wie diesem:

ysp-scanp-170315-454b-r6v2rStatt “nur drei Minuten aufmerksam sein können” zu “…aufmerksam sein wollen”. Denn warum bremse ich mich immer, wenn ich bemerke, daß ich Lust bekomme, in aller Ausführlichkeit leere Flächen auf meinem pinXoGrpahischen Blatt des Tages™ mit fleissig eingeübten, routinierten, kleinkarierten Bewegungen sprich Mustern zu füllen? Fleuchlings also genau vor der menschlichen Eigenschaft der Kontinuität, anhaltenden Arbeitskonzentration und Akribie, die man beispielhaft No.1 beim mosaiquen Fließen orientalischer Muster oder b) beim Fusseln-aus-Kohlebergen-Retouschieren benötigt, um die Arbeit den Meister loben zu lassen? Warum denn also die Herstellung von Bildern und Werken vermeiden, die dadurch doch geordneter, besser, effektiver, ja: überhaupt erst zu Werken werden? Nun: weil dieses Vorgehen nicht gilt, nichts nützt für die PinXoGraphy. Hier liegt der Anspruch versteckter, indirekter, erst bei/nach längeren Betrachten zu erkennen. Da ist die Wiederholung tabu. Kurz gesagt. Jour et règle fiXe.

Denn interessanterweise – so kommt es mir wie eine Entdeckung für die Kunst vor – läßt man beim Bilder-an-Wänden-oder-Display-Anschauen das streng Geordnete (in sich) los, will mal anderes Futter und freut sich, von ansonsten allerorten vorrätigen Klischees mal befreit zu sein. Man sucht Erfrischung! Irgend etwas, an dem man mit den Augen herumknabbern kann, jäh erwacht von diesem Stimulus. Und gleichzeitig vielleicht bemerkt, daß das persönliche Sehen nur allzuoft eingefahren, eingerostet, nur auf zweckgebundene Wahrnehmung (Vorsicht/Umsicht im Verkehr, Preis- und Infosuche, Gesichtererkennung) eingerastet ist. Auch, daß man Bilder privat wie öffentlich wie geschäftlich zum Ausgleich, zur Vertrauenserweckung, zur Beruhigung mißbraucht. So zumindestens geht es mir, wenn ich beim Malen irgendeine Guck-Routine rieche.ysp-scanp-170331-465b-r2v2r

Also nutze ich den Span dazu, genau dann, wenn er greift/einsetzt, einen frisch vom Vergessen gereinigten Blick aufs Blatt zu richten und wie bei Erstbegehung einen nächsten, ersten, weiteren Schritt zu tun. All at the same time.

Das ergibt ein Bild, an dem sich die Überraschungen überlagern. Und genau dafür mach ich das ja.

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ysp-scanp-170329-464e-coll- ysp-scanp-170327-463c-rec2PS.: die Fehlcshreibung des Span zu Spam im Titel heute fand ich sehr reizvoll, hilft das falsche “m” doch, eine menschliche Un-Fähigkeit als Müll, Belästigung zu bezeichnen, die an manchen anderen “Stellen” überraschend nützlich eingesetzt werden kann. Oder durch die “Bezeichnung” Spam als eben genannte, kommunikationstechnikgestützte Seuche nochmals explicit getaggt wird.

OK, eins noch. Ein wieder farben”frohes”, passend zum fantastischen Wetterchen heute:ysp-scanp-170331-465d-r2vnr

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Musik beim sekundenweise Unaufmerksam sein:

Tiefschwarz: “Eat Books”, fine, 2005

MC Solaar: “QUI SÉME LE VENT RECOLTE LE TEMPO”, Metronome, 2000

Mozart: Sinfonie C-Dur KV 551 “Jupiter-Sinfonie” (London Mozart Players / Jane Glover)

St. Germain: “Boulevard”, F- Communication, 19999

 

 

Farbe: Turrell, Wirschigkeit: Kakinuma, Theorie: Mondrian

Man muß es genau so sagen: diese drei hab ich grad auf dem Schirm. Denn a) mal alle Schaltjahre wieder schleicht sich das Thema Kalligraphie ein. (dazu demnächst Näheres). Den b) James Turrell fand ich per Erwähnung beiseits eines Radioberichts über den Yorkshire Sculpture Park, der momentan 40-Jähriges feiert. und c) dann noch dieser Wahnsinns  flag-en Artikel über Piet Mondrian (1872-1944), in dem nichts ausgelassen wird | der einen in basses Staunen versetzen kann, daß | : ausgerechnet derjenige Maler der Moderne : |, der schwarzweiße Gitter mit den drei Grundfarben füllt, also zu den (geometrischen, Farblehrgrundsätzen und  augenscheinlicher Nüchternheit=) Basics durchdringt, dahin gelangt über die Bekanntschaft so obskurer Berühmtheiten wie  H.P.B. aka Helena Petrovna Blavatsky (1831-1871) der laut Wikipedia Mitbegründerin der Esoterrestrik!!?

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Welt-Tour d´Atelier Part II.

Was man heute fix über James Turrell ergooglen kann – das heute als amuse gueule (sorry, James)- hat recht deutlich was mit Farbflash zu tun. Wow! Krass: dabei handelt es sich um.. Skulptur!

Dann zur www-Kalligraphie: bei allzu vielen auffindbaren Videos mit vor Kamera/Publikum schwer arbeitenden Pinselschwingern jeglicher Art denke ich fast immer auch das Wort Showbusiness, aber gut: macht ja auch Spaß, den Meister – im heutigen Fall Koji Kakinuma – in totaler Aktion, mit diesem Riesending von Pinsel herumderwischen zu sehen, mit seinem “Linienrichter” am Verfolgerpot – ringsdarum in Zweierstaffel die improvisierte Tribüne – großes Kunstactionkino. Dazu live Trommeling für die Aufrechterhaltung der Wirschigkeit, was fürs Ohr darüberaus… watt en Jedöns sag ich da als Dahergelaufener. Nach Erfassung des englischen Statement “I draw the meaning of life as big as possible” zusätzlich: also, Humor hat der ja..

Gaanz toll darüberhinübrigens, wenn das beim Videodreh Entstandene dann tatsächlich auch was für ne Galerie ist (hier dann gerne 1 spontan-atemloses “Bravo!”) und ohne den Zeugenstand Video-Making-Of bestehen kann. Aber darauf würde ich mich nicht verlassen: lieber in aller unbeobachteten, unaufgezeichneten Abgeschiedenheit machen. Wenn ich unbedingt auf ne Bühne wollte, hinge ich mir lieber ne LuftGitarre um.. (hängte?)

Und dann hab ich noch angefangen, völlig stoisch und buchstabetisch alle Künstler auf wikipedia.org/wiki/Informelle_Kunst durchzusehen… am besten gefällt mir Hans Hartung, Georges Mathieu, (..)ysp-scanp-170303-448-recutDann fand ich Missus Laura Spong (American, b. 1926), nach Samantha Keely Smith als zweite persönliche Anregung und non-representational Künstlerin impossible to follow on Instagram.

Ich lad ja ab und an meine PinXoGraphien per Bildersuche hoch,

um zu erstaunen, was Google dazu alles so “meint” und “vermutet” (fractal effect?, Baustoff?, flute sonata in B minor HWV 367b?, marine biology?, visual effects?..). Mehr zu dieser spannenden Entdeckertechnik hier.

Nach solch breitgestreuter Lektüre  sprich Inspiration kein Wunder also, wenn heute und gestern so was jäh am besagten Bildschirm erscheint:

PinXoGraphy goes MetallicHintergrund:ysp-scanp-170310-451b-r4vnr

dann wieder mal ein Ausschnitt aus nem unbekannten Graphic Novel – der Farbchoreographie nach ne Mischung aus Wetsern und Sci-Fi…ysp-scanp-170310-452b-r2vnr

obskur, zu sortiert und zu wenig astlastig für meine Gestrüpp-Collection: ysp-scanp-170310-452-recolldas unten ist die neuste Anmutung – darf ich vorstellen?-  sehr malerisch, sehr reduziert: der einzelne Strich als Augenschmaus™:ysp-scanp-170223-441d-r180c
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Musik beim Schreiben und Blatt #449 Scannen heute:

Wolfgang Amadeus Mozart: “Sinfonie Es-Dur, KV 543″, Freiburger Barockorchester

Sea Moya on soundcloud.com

Clinton: “Disco & The Half Way To Discontent”, Virgin, 1999

Crash Test Dummies: “Give Yourself A Hand”, Vik, 1999

Carl Cox: “At The End Of The Cliché”, COX, 1996

Rainer Tempel Trio: “Finger Food”, WayOut, 2004 (Hey! Immer noch online: meine Amazon -CD-Rezension von 2006! Damals konnte man auch ohne Kaufen schreiben ;-) )

Sven Van Hees: “Calypso”, Life Enhancing Audio, 2002