Kategorie-Archiv: Lehrer

Wo waren Sie in den letzten beiden Wochen? Antwort: In 199 Ateliers. Und auf der Alm.

Wieder mal bestätigen kann ich: es reicht, einfach nur neugierig und begeisterungswillig zu sein, hungrig nach neuen Augen. Meine letzte Zwischenüberschrift («Das ist absolut faszinierender Kunstunterricht!!») ist untertrieben:  diese Entdeckung ist viel mehr! Einblicke in Menschenleben, Dutzende von neu zu entdeckenden MalerInnen, Geschichtsunterricht und Einsichten in das Leben mit und durch Kunst!

soodlepoodle1996-lago_mUnd ich werde nicht müde, mich auf die nächsten Bilder und Biografien zu freuen:

Zum ebenfalls angesprochenen Thema:

Es gibt ja schon alles und gar noch viel besser, als ich es je könnte:

ich schau das alles NICHT an, weil es da eine ermüdende selbstauferlegte Suche nach.. ner neuen Geschäftsidee gäbe. Oder nur, um einer psychischen  Konstitution zu genügen, die Futter braucht für die nächsten schlimmsten Befürchtungen.

Meine Ideen nach und während dieser beiden vergangenen Wochen gucken und staunen:

  • Verkleidungen und Accessoires basteln und diese dann zu Requisiten von künftigen Selbstporträt-Malvorlagen machen.
  • Miniaturen nach Stilen der Künstler malen. Am besten auf sowas kultiges wie U Bahn Karten NYC. Pop Art, Surrealismus aus, äh, Argentinien, Art Brut, etc..
  • Nach inspirierenden = vorzeigbaren = imageprägenden ;-) Gegenständen fürs eigene Atelier suchen. Abteilung: Me-Placement.  Auf künftigen Flohmärkten und @ home.
  • die Einwegpalette™ als Merchandise-Prototyp weiterentwickeln und archivieren.

- alles mit einem extra dicken ;-)

Hier ein paar soodlepoodlige foto-/pinxographische Beiträge zum Thema “Artist-and-studio”:

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Mein Tipp: bei Ermüdungserscheinungen durch historischen Ölfarbengeruch “ablöschen” mit aktuellen kritischen Fotoreportagebilder der Welt:

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Musik beim Schreiben heute:

Yoshinori Sunahara “The Sound Of The 70s”, Ki/oon Sony, 1999

Pat Metheny: “Secret Story” ,Geffen, 1992

diverse: “La Paloma” Trikont, 1995

 

 

Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Fotografen ist..

..daß der gute Fotograf seine schlechten Bilder nicht zeigt.

In diesem schlitzohrigen Statement steckt mehr drin, als auf den ersten Lacher aufblitzt. Denn – aha, so entnehmen wir diesem: der gute Fotograf hat auch schlechte Bilder? So,so!

Aber anscheinend erkennt er diese und kann von den guten scheiden. Und für sich behalten. Es geht also nicht (nur) um den Vorgang des Fotografierens als solchen, sondern um das Danach, um die Bewertung des Geschossenen. Um Selbstkritik. Um das Wissen darum, was ein gutes Foto ausmacht. Um das Ziehen der Zeig-her-Bremse. 87 aus 27.000.

Also: nicht nur draufdrücken, sondern vor allem beim Bewerten des geschaffenen Materials seine Erfahrung walten lassen. Und streng mit sich sein. Sehr streng. Denn: für sich im Stillen üben sollte, kann und darf ein jeder. So viel das geht. Nach draußen darf das Gute dringen – man erspart der Welt damit weiteres Minderwertige, zu dem sich ob Masse gerne auch das Mediokre hinzugesellen darf- also ne Art gentlemänmäßige Rücksichtnahme, eine Höflichkeit gegenüber den allzu beanspruchten NormalOhirnen. Oder soll ich gleich sagen: selbst initiierter small-data-Umweltschutz? ;-)

Alzoganzo, wie ich, in musikalischer Analogie, den grandiosen Song  dat dere hier mal nach den Guten aussiebe:

Ein gutes Bildis Goldes wert.

..Alter Wein in neuen Schläuchen, diese Feststellung, sicher. Aber in unserer Zeit häufig übersehen, leben und genießen wir doch den Trash ;-)

Nach all dem Berichten über Nach- & Vorteilnahme im letzten Posting nun die gute Nachricht: es gibt Bemühungen, die content generating Allgemeinheit wieder auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Man muß nur, äh, Geldwertes in den Vordergrund stellen, dem Interesse einen funky Teppich bereiten und das große Aufhorchen setzt ein ;-)

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Links: Ludwigshafen rot-weiß,                                                                                               rechts: Mannheim rot-weiß

Eine der angestammtesten Bildagenturen geht diesen Weg: sexy anzusehen, voll auf der ästhetischen Höhe der Zeit und vor allem: voll wertvoller Tipps zum persönlichen Weiterkommen im Marktgeschehen (Anm. d. Red.: Neinnnn, ich krieg keine Provision; dieser Artikel ergötzt sich einfach nur an der sprachlichen Umsetzung der klassischen Erkenntnis, daß ta-dah! ohne gute Bilder einfach nichts läuft):

curve.gettyimages.com

Höchst amüsant, da den Titel dieses Artikels in verschiedenen rhetorischen Figuren wiederzufinden wie:

Großartig! Genau meine Meinung! Jetzt wissen wir (endlich), wie gutes Marketing funktioniert: mit exzellenten, gut ausgewählten, passenden, nicht übermäßig angehäuften… Bildern!   ;-)

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Musik beim Schreiben heute:

der DJ Schaeden mixte:
The Funk Void. (compiled Jan.,22th 2003)
1 Liquid Lounge:Journey Into… Ocean Deep
2 Rae & Christian feat The Pharcyte: It Ain´t Notihng Like
3 d´Angelo: Spanish Joint
4 Megashira :At Last
5 Project 2000: Parallax
6 Dzihan & Kamien: Stiff Jazz
7 Q-tip: Wait Up
8 J-Live:Like That Anna
9 Charles: Fruit
10 Brand New Heavies feat. Main Source :Bonafied Funk
11 MJ Cole :Crazy Love
12 Jaffa :Elevator (Fred Everything´s Afro Loft 2000 MIX)
13 Llorca :I Cry
14 Angie Stone: Baby Slow Down
15 The Quiet Boys :Inside Your Mind
16 Underwolves: Lay Down

Giovanni Boldini (1842-1931), Maler

Auf den Pfaden der Freilichtmaler und Impressionisten immer fortschrittlich gehend, bildete er sich seine nervöse, skizzenhafte, sprühende Technik, die er auch dem Genre und der Landschaft, später immer mehr der Porträtmalerei dienstbar machte, zu der ihn sein scharfer Blick für das Individuelle eines Gesichts oder einer Figur besonders befähigte.

Grad entdeckt auf Wikipedia, verlinkt von Guiseppe Verdis Artikel in deutsch: den Eintrag zu Giovanni Boldini mit diesem bezeichnenden Satz.

Und nun schaut Euch diese Bilder auf Wikipaintings.org an! Da kann man sich als Porträtfotograf im 21.sten Jahrhundert ne gehörige Scheibe abschneiden!

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Musik beim Schreiben heute (am besten oben auf stumm, unten auf laut):

Sibelius/Sinfonieorchester Göteborg / Neeme Järvi: “Karelia-Suite op. 11″:

hier mit der Radio Kamer Filharmonie / Michael Schønwandt